Flüssigkeitsmanometer
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flüssigkeitsmanometer zur Anzeige von Druckunterschieden mit einstellbarem Nullpunkt und geneigtem Anzeigerohr. Es besitzt einen die Messflüssigkeit aufnehmenden Messzylinder, so dass gegenüber anderen Ausführungsarten die Messflüssigkeit bereits bei der Herstellung eingefüllt werden kann.
Es sind Flüssigkeitsmanometer bekannt, bei denen die Messflüssigkeit separat in einem Fläschchen mitgeliefert und bei der Aufstellung eingefüllt werden muss. Meistens haben solche Manometer den Nachteil, dass bei einem den Messbereich übersteigendem Druckstoss die Flüssigkeit in die Zuleitung fliesst und dort einen Sack bildet, welcher die Druckübermittlung verhindert. In einem solchen Fall muss jedesmal die Leitung ausgeblasen werden, um das einwandfreie Funktionieren des Manometers sicherzustellen.
Das erfindungsgemässe Flüssigkeitsmanometer kennzeichnet sich nun dadurch aus, dass zwischen dem Unterdruckanschluss und dem Ende des Anzeigerohres ein Zusatzbehälter angeordnet ist, zum Zwecke, die bei einem den Messbereich des Manometers übersteigenden Druckunterschied durch das Anzeigerohr strömende Flüssigkeit aufzufangen.
In beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Flüssigkeitsmanometers dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht des Manometers von vorn
Fig. 2 eine Ansicht von hinten mit abgenommener Rückwand.
Das Manometer besteht aus dem Gehäuse 1, welches aus einer Kunststoffspritzmasse hergestellt ist und dem in das Gehäuse eingebauten Messteil. Derselbe besitzt das auf der Vorderseite sichtbare Anzeigerrohr 2, welches je nach dem Messbereich des Instrumentes mit einer Skala, z.B. von 0 bis 80 Teile, versehen ist. Das Rohr 2 ist aus durchsichtigem biegsamen Material, z.B. Kunststoff, hergestellt und in einer gegen die Horizontale ansteigenden vorbestimmten Kurve angeordnet. Das obere Ende dieser Kurve ist vertikal auslaufend verlängert und das Rohrende 3 mündet im Innern des Gehäuses 1 in den oberen Teil eines abnehmbaren Behälters 4, welcher als Reservebehälter für die Messflüssigkeit dient. Von diesem Behälter 4 führt ein Schlauch 5 zu dem an der oberen Gehäuselängswand angeordneten und von aussen zu länglichen Unterdruckanschluss 6.
Neben dem Anschluss 6 ist der Druckanschluss 7 angeordnet, von welchem im Innern des Gehäuses ein Schlauch 8 in den oberen Teil des Messzylinders 9 führt. Der Messzylinder 9 ruht auf einer von ausserhalb des Gehäuses bedienbaren Justierschraube 10, mittels welcher der Zylinder in seiner Lage vertikal um einige Millimeter verschoben werden kann.
Sein oben offenes Ende ist durch einen wegnehmbaren Zapfen verschlossen und sein unteres Ende ist kalibriert und mit einer Eichmarke 11 versehen, welche anzeigt, bis zu welcher Höhe die Messflüssigkeit 12, z.B. ein rot gefärbtes schwer verdampfbares Öl, einzufüllen ist. Der die Messflüssigkeit aufnehmende Teil des Zylinders 9 ist durch einen Schlauch 13 mit dem Anfang 14 des Anzeigerohres 2 verbunden. Die Schlauchleitung 5 und das Ende des Anzeigerohres einerseits, sowie die Schlauchleitung 8 und der Anfang 14 des Anzeigerohres besitzen unmittelbar vor dem Reservebehälter und vor dem Messzylinder an ihren parallel verlaufenden Stellen je einen Quetschbalkenverschluss 15.
Durch ! Zusammen- schrauben dieser Verschlüsse wird durch Schliessen der Schläuche verhindert, dass die Messflüssigkeit vor der Montage des Gerätes, z.B. beim Transport, ausfliesst und die Eichmenge nicht mehr eingehalten wird. Für die lotrechte Montage besitzt das Gehäuse 1 eine von aussen sichtbare kleine Wasserwaage 16.
Für die Inbetriebnahme des Manometers wird dasselbe in lotrechter Lage montiert, der Anschluss 6 mit der zu messenden Unterdruckstelle und der Anschluss 7 mit der Druckstelle verbunden. Durch Drehen der Justierschraube 10 wird hierauf der Messzylinder 9 nach Öffnen der Quetschverschlüsse 15 derart verschoben, dass vor der Messung die Flüssigkeitssäule im Anzeigerrohr auf Null steht. Tritt während der Messung eine den Messbereich des Manometers übersteigende Druckdifferenz auf, so fliesst die Messflüssigkeit durch das Rohrende 3 in den Reservebehälter 4, ohne dass im Leitungssystem ein Sack entsteht. Da dieser Behälter abnehmbar ist, kann die Messflüssigkeitsmenge des Messzylinders 9 wieder bis auf die geeichte Marke nachgefüllt werden.
Das beschriebene Manometer vereinigt die Vorteile des Schrägrohrmanometers mit jenem des U-Rohrmanometers. Es bietet eine genaue Ablesung bei kleinen Drücken, weil sein Anzeigeschenkel im unteren Messbereich geneigt ist. Zudem weist es - bei relativ kleiner Abmessung - doch einen grossen Messbereich auf, da das Anzeigerohr senkrecht nach oben eridet und die Krümmung der Kurve die Bedingung erfüllt, dass die Ablesegenauigkeit in einem möglichst grossen Bereich konstant ist.
Liquid manometer
The present invention relates to a liquid manometer for displaying pressure differences with an adjustable zero point and an inclined display tube. It has a measuring cylinder that receives the measuring liquid so that, unlike other types of construction, the measuring liquid can be filled in during manufacture.
Liquid manometers are known in which the measuring liquid is supplied separately in a vial and has to be filled in during installation. Usually such manometers have the disadvantage that if the pressure surge exceeds the measuring range, the liquid flows into the supply line and forms a sack there, which prevents the pressure transmission. In such a case, the line must be blown out each time to ensure that the pressure gauge works properly.
The liquid manometer according to the invention is characterized in that an additional container is arranged between the vacuum connection and the end of the indicator tube for the purpose of collecting the liquid flowing through the indicator tube when the pressure difference exceeds the measuring range of the manometer.
An exemplary embodiment of the liquid manometer according to the invention is shown in the accompanying drawing. It shows:
Fig. 1 is a view of the pressure gauge from the front
Fig. 2 is a view from behind with the rear wall removed.
The manometer consists of the housing 1, which is made of a plastic injection molding compound, and the measuring part built into the housing. The same has the indicator tube 2 visible on the front side, which, depending on the measuring range of the instrument, is marked with a scale, e.g. from 0 to 80 parts. The tube 2 is made of transparent flexible material, e.g. Plastic, made and arranged in a predetermined curve rising from the horizontal. The upper end of this curve is extended to taper vertically and the pipe end 3 opens inside the housing 1 in the upper part of a removable container 4, which serves as a reserve container for the measuring liquid. A hose 5 leads from this container 4 to the vacuum connection 6 arranged on the upper longitudinal wall of the housing and from the outside to the elongated vacuum connection 6.
In addition to the connection 6, the pressure connection 7 is arranged, from which a hose 8 leads into the upper part of the measuring cylinder 9 inside the housing. The measuring cylinder 9 rests on an adjusting screw 10 which can be operated from outside the housing and by means of which the cylinder can be vertically displaced in its position by a few millimeters.
Its end, which is open at the top, is closed by a removable pin and its lower end is calibrated and provided with a calibration mark 11, which indicates the level up to which the measuring liquid 12, e.g. a red colored oil that is difficult to evaporate. The part of the cylinder 9 that receives the measuring liquid is connected to the beginning 14 of the indicator tube 2 by a hose 13. The hose line 5 and the end of the indicator tube on the one hand, as well as the hose line 8 and the beginning 14 of the indicator tube, each have a pinch bar closure 15 at their parallel points immediately in front of the reserve container and in front of the measuring cylinder.
By ! Screwing these closures together prevents the measuring liquid from flowing into the measuring fluid before the device is installed, e.g. by closing the hoses. during transport, flows out and the calibration quantity is no longer adhered to. For vertical assembly, the housing 1 has a small spirit level 16 that is visible from the outside.
To put the pressure gauge into operation, it is installed in a vertical position, connection 6 with the vacuum point to be measured and connection 7 with the pressure point. By turning the adjusting screw 10, the measuring cylinder 9 is then shifted after opening the pinch locks 15 in such a way that the liquid column in the indicator tube is at zero before the measurement. If, during the measurement, a pressure difference exceeding the measuring range of the manometer occurs, the measuring liquid flows through the pipe end 3 into the reserve container 4 without creating a sack in the line system. Since this container can be removed, the amount of measuring liquid of the measuring cylinder 9 can be refilled up to the calibrated mark.
The manometer described combines the advantages of the inclined tube manometer with those of the U-tube manometer. It offers an accurate reading at low pressures because its display leg is inclined in the lower measuring range. In addition, it has - with relatively small dimensions - a large measuring range, since the indicator tube extends vertically upwards and the curvature of the curve fulfills the condition that the reading accuracy is constant in as large a range as possible.