CH450481A - Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen - Google Patents

Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen

Info

Publication number
CH450481A
CH450481A CH352767A CH352767A CH450481A CH 450481 A CH450481 A CH 450481A CH 352767 A CH352767 A CH 352767A CH 352767 A CH352767 A CH 352767A CH 450481 A CH450481 A CH 450481A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
brake
coupling
spring
release device
ratchet
Prior art date
Application number
CH352767A
Other languages
English (en)
Inventor
Poellinger Hans
Original Assignee
Knorr Bremse Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse Gmbh filed Critical Knorr Bremse Gmbh
Publication of CH450481A publication Critical patent/CH450481A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/005Spring actuation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators
    • B60T17/085Spring loaded brake actuators
    • B60T17/086Spring loaded brake actuators with emergency release device
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D2121/00Type of actuator operation force
    • F16D2121/02Fluid pressure
    • F16D2121/12Fluid pressure for releasing a normally applied brake, the type of actuator being irrelevant or not provided for in groups F16D2121/04 - F16D2121/10

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description


  Löseeinrichtung für Bremsvorriclltungen    Die Erfindung betrifft eine Löseeinrichtung für  Bremsvorrichtungen, insbesondere für Schienenfahrzeu  ge, die einen bei seiner Freigabe eine Anpresskraft für  eine Reibungsbremse abgebenden Federspeicher und in  einem vom Federspeicher bewegbaren, zur Reibungs  bremse führenden Bremsgestänge ein selbsttätiges Ge  stängeverstellglied mit einer auf einer Verstellspindel  mittels nichtselbsthemmendem Gewinde verschraubten  Kupplungsmutter aufweist.  



  Bei bekannten, durch einen Federspeicher anlegbaren  Reibungsbremsen für Fahrzeuge ist es üblich, den Feder  speicher durch Druckluft, die zum Betätigen der üblichen  Betriebsbremse des Fahrzeuges erforderlich ist, zu span  nen und in seiner Lösestellung zu halten. Falls die  Druckhöhe der Druckluft eine bestimmte Grenze, unter  halb welcher ein funktionssicheres Betätigen der Be  triebsbremse nicht mehr gewährleistet ist, unterschreitet,  wird der Federspeicher freigegeben. Der Federspeicher  betätigt also die Reibungsbremse und     bringt    das Fahr  zeug zum Stillstand. Bei derartigen Bremsvorrichtungen  ist die vom Federspeicher betätigbare Reibungsbremse  über ein handbetätigbares Ventil auch als Park- oder  Handbremse benutzbar.

   Es muss jedoch eine besondere  Löseeinrichtung vorgesehen werden, mittels welcher die  Reibungsbremse bei Ausfall der Druckluft gelöst werden  kann, um das Fahrzeug beispielsweise bei beschädigter  Druckluftanlage und damit freigegebenem Federspeicher  zumindest abschleppen zu können.  



  Es ist eine Bremseinrichtung für Eisenbahnfahrzeuge  der vorstehend genannten Art bekannt geworden. Bei  dieser wirkt der durch Druckluft spannbare Federspei  cher über ein Bremsgestänge mit einem eine Verstellspin  del und eine Kupplungsmutter aufweisenden, als Gestän  gesteller wirkenden Gestängeverstellglied auf die Rei  bungsbremse ein. Als Löseeinrichtung kann ein elektri  scher Stellmotor vorgesehen sein. Diese Bremsvorrich  tung ist jedoch mit dem Mangel behaftet, dass zum  Lösen der Reibungsbremse bei Ausfall des Druckmittels  elektrische Energie erforderlich ist, die ebenfalls ausfal-    len kann und bei vielen Fahrzeugen, zum Beispiel  Güterwagen oder Strassenfahrzeug-Anhänger, überhaupt  nicht zur Verfügung steht.  



  Bei Bremsvorrichtungen für Strassenfahrzeuge ist es  bekannt, den Federspeicher oder das Bremsgestänge  durch Drehen einer Gewindespindel von Hand in eine  derartige Lage zu bringen, dass die Reibungsbremse auch  bei Ausfall des Druckmittels ihre Lösestellung einnimmt.  Die Gewindespindel dieser Bremsvorrichtungen ist je  doch meistens schlecht zugänglich, ihr Drehen erfordert  neben besonderem Werkzeug einen hohen Arbeitsauf  wand und weiterhin ist eine Sicherung gegen unbeabsich  tigtes Drehen der Gewindespindel vorzusehen.  



  Für Schienenfahrzeug-Bremsvorrichtungen sind dem  Bremsgestänge zugehörende Gestängesteller bekannt, die  eine auf einer Verstellspindel mittels nichtselbsthemmen  dem Gewinde verschraubte Kupplungsmutter aufweisen.  Die Verstellspindel ist hierbei drehfest mit einem undreh  baren Bremsgestängeteil gekoppelt.  



  Es ist ein Gestängeverstellglied bekannt geworden,  welches für Bremsanlagen mit zwei auf ein Bremsgestän  ge einwirkenden Bremsbetätigungsorganen geeignet ist.  Das ebenfalls eine Verstellspindel mit nichtselbsthem  mendem Gewinde und eine mit dieser verschraubte Kupp  lungsmutter aufweisende Gestängeverstellglied ist einem  der Bremsbetätigungsorgane unmittelbar vorgeschaltet  und kuppelt dieses Bremsbetätigungsorgan nur dann mit  dem Bremsgestänge, wenn es eine Bremskraft ausübt.  



  Der     Erfindung    liegt die Aufgabe zugrunde, eine  Löseeinrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaf  fen, bei welcher der Federspeicher durch einfach auszu  führende Handgriffe ohne nennenswerten Arbeitsauf  wand ein rasches Lösen der Reibungsbremse ermög  licht.  



  Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch  gelöst, dass zwischen die     Verstellspindel    und ein ständig       undrehbar    gehaltenes     Bremsgestängeteil    eine willkürlich  schaltbare Drehkupplung eingesetzt ist.      In der Zeichnung sind zwei Anwendungsbeispiele der  Löseeinrichtung dargestellt, und zwar zeigt  Fig. 1 teilweise aufgeschnitten eine einen Federspei  cher, einen Gestängesteller und die Löseeinrichtung um  fassende Bremsvorrichtung und  Fig.2 die Anordnung der Löseeinrichtung einer       Bremsvorrichtung.     



  Bei der Bremsvorrichtung nach Fig. 1 ist in einem als  Zylinder 1 ausgebildeten Federspeicher 2 ein nahe seinem  Boden eine Kolbendichtung 3 tragender Topfkolben 4  verschieblich gelagert. Der Topfkolben 4 ist seinerseits  von der Kraft einer Speicherfeder 5 belastet und anderer  seits vom Druck in einem üb. -r einen Rohranschluss 6  füllbaren Zylinderraum 7 beaufschlagt. Der Topfkolben  4 trägt an seinem Mantel seitlich zwei Zapfen 8, die in  einen zur Kolbenachse annähernd senkrechten, den Topf  kolben 4 teilweise umgreifenden Gabelhebel 9 nahe  dessen einem Ende eingreifen. Der Gabelhebel 9 umgreift  ein rohrartiges Kupplungsteil 10 und ist an seinem  anderen Ende an einem gehäusefesten Bolzen 11 gelagert.

    Seitlich des Kupplungsteiles 10 weist der Gabelhebel 9  eine bauchartige Erweiterung 12 auf, die beiderseits an je  einem Flansch 13 bzw. 14 des Kupplungsteiles 10 anliegt.  Das Kupplungsteil 10 ist drehbar und verschieblich im  mit dem Zylinder 1 starr verbundenen Gehäuse 15 eines  Gestängestellers 16 gelagert. Es trägt nahe seiner Mitte  einen beiderseits je eine Kupplungsfläche 17 bzw. 18  aufweisenden Flansch 19 und an seinem Vorderende  einen nach innen ragenden Flansch 20. Das Kupplungs  teil 10 ist von einer Verstellspindel 21 durchsetzt, auf  welche beiderseits des Flansches 19 mittels nichtselbst  hemmendem Gewinde eine Kupplungsmutter 22 und eine  Nachstellmutter 23 aufgeschraubt sind.

   Die Kupplungs  mutter 22 trägt eine mit der     Kupplungsfläche    17 zusam  menarbeitende Kupplungsfläche 24 und ist über ein  Axiallager 58 und eine Feder 59 gegen den Flansch 20  abgestützt. Die Nachstellmutter 23 weist eine mit der  Kupplungsfläche 18 zusammenarbeitende Kupplungsflä  che 25 und andererseits eine Kupplungsfläche 26 auf. Die  Kupphmgsfläche 26 wirkt mit der Kupplungsfläche 27  eines die     Nachstellmutter    23 teilweise umgebenden Nach  stellteiles 28 zusammen. Über eine Feder 29 und ein  Drehlager 30 ist die Nachstellmutter 23 im Anlegsinn der  Kupplungsflächen 26 und 27 gegen das Nachstellteil 28  abgestützt. Das Nachstellteil 28 umfasst topfartig die  Verstellspindel 21.

   Nahe seines Bodens trägt es einen  Flansch 31, dem mit einem dem maximalen Bremshub  entsprechenden Spiel nach vorne ein gehäusefester An  schlag 32 gegenübersteht. Andererseits ist der Flansch 31  über eine Kegelreibungskupplung 33 mit dem Gehäuse 15  koppelbar. An seinem Boden trägt das Nachstellteil 28  einen das Gehäuse 15 drehbar durchragenden, im Freien  mit einem Vierkant endenden Zapfen 34. Das Vorderen  de der Verstellspindel 21 ist drehbar und in Druckrich  tung unverschieblich in einem Gehäuse 35 eines Rat  schengetrieb-s 36 gelagert. Unmittelbar vor dieser Lage  rung trägt die Verstellspindel 21 starr ein an seinem  Aussenumfang mit einer Verzahnung 37 versehenes  Ratschenrad 38. Im Gehäuse 35 ist radial zum Ratschen  rad 38 in dessen Ebne eine Ratschensperre 39     verschieb-          ]ich    gelagert.

   Eine zwischen das Gehäuse 35 und die  Ratschensperre 39 eingespannte Feder 40 belastet die  Ratschensperre 39 in Einrückrichtung eines ihr zugehö  renden Sperrzahnes 41 in die Verzahnung 37. Im Freien  trägt die Ratschensperre 39 eine Öse 60, in welche ein zu  einer gut zugänglichen Stelle des Fahrzeuges führender  und dort mit einem Handgriff endender Drahtzug 42    eingehängt ist. Über eine parallel zur Längsrichtung des  Gabelhebels 9 wirkende Gleitführung 43 ist das Gehäuse  35 auf der der Verstellspindel 21 abgewandten Seite mit  einem Bremsklotzhalter 44 für einen Bremsklotz 45  gekoppelt. Der Bremsklotzhalter 44 ist mittels eines von  einer Rückzugfeder 48 belasteten Pendels 46 an einem  Lagerbock 47 des Federspeichers 2 aufgehängt. Der  Bremsklotz 45 bildet zusammen mit einer Bremsfläche  eines nicht gezeigten Drehkörpers eine Reibungsbremse.

    Die Gehäuse 15 und 35 sind durch einen Faltenbalg 49  miteinander verbunden.  



  Im gelösten Zustand der Bremsvorrichtung ist der  Zylinderraum 7 mit Druckluft beaufschlagt und drückt  den Topfkolben 4 entgegen der Kraft der Speicherfeder 5  nach rechts. Der Gabelhebel 9 erfährt daher ein Drehmo  ment im Uhrzeigersinn um den Bolzen 11 und drückt das  Kupplungsteil 10 nach rechts. Die Kupplungsflächen 18,  25 und 26, 27 liegen aneinander an, das Nachstellteil 28  wird nach rechts gedrückt und liegt über die Kupplung  33 am Gehäuse 15 an. Die Feder 59 hält die Kupplungs  flächen 17 und 24 in gegenseitiger Anlage. Die Rat  schensperre 39 ist mit ihrem Zahn 41 in die Verzahnung  37 des Ratschenrades 38 eingerastet, so dass das Gehäuse  35 und die Verstellspindel 21 drehfest miteinander ver  bunden sind. Der Bremsklotzhalter 44 ist mittels des  Pendels 46 drehfest gehalten und hält seinerseits über die  Gleitführung 43 das Gehäuse 35 undrehbar.

   Der Brems  klotz 45 befindet sich im abgehobenen Zustand von der  Bremsfläche des Drehkörpers.  



  Wenn der Druck im Zylinderraum 7 unter eine  bestimmte Grenze absinkt, drückt die Speicherfeder 5  den Topfkolben 4 nach links unter entsprechender Dre  hung des Gabelhebels 9 um die Lagerung am Bolzen 11.  Die Erweiterung 12 gelangt zur Anlage am Flansch 13  und drückt das Kupphmgsteil 10 nach links. Durch die  Reibung zwischen der Erweiterung 12 und dem Flansch  13 wird dabei eine Drehung des Kupplungsteiles 10  verhindert. Über die Kupplungsflächen 17 und 24 wird  die Bewegung des Kupplungsteiles 10 auf die hierdurch  undrehbar gehaltene Kupplungsmutter 22 und auf die  durch das Ratschengetriebe 36 undrehbar gehaltene  Verstellspindel 21 übertragen.

   Die Verstellspindel nimmt  die Nachstellmutter 23 und diese über die Feder 29 das       Nachstellteil    28 unter Lösen der Kupplung 33 mit. Über  die vordere Stirnfläche der     Verstellspindel    21 wird das  Gehäuse 35 und über die Gleitführung 43 der Brems  klotzhalter 44 mit dem Bremsklotz 45 nach links bewegt.  Der Bremsklotz 45 wird an die Bremsfläche des Drehkör  pers angelegt und angepresst. Die Reibungsbremse tritt  also in Tätigkeit. Falls der Lüftungshub der Reibungs  bremse richtig eingestellt war, gelangt hierbei der Flansch  31 höchstens zur kraftlosen Anlage am Anschlag 32.  



  Beim nachfolgenden     Bremsenlösen    durch Druck  lufteinspeisen in den Zylinderraum 7 spielen sich entspre  chend umgekehrte Vorgänge ab.  



  Falls der Lüftungshub der Reibungsbremse beim  Einbremsen zu gross ist, gelangt vor dem Anpressen des  Bremsklotzes 45 an die Bremsfläche der Flansch 31 zur  Anlage am Anschlag 32. Das     Nachstellteil    28 wird bei  der weiteren Bewegung des Kupplungsteiles 10 zurückge  halten, die Kupplungsflächen 26 und 27 heben sich  geringfügig voneinander ab. Die Nachstellmutter 23  erfährt keine weitere Bewegung nach links, sondern  beginnt sich zu drehen und der verschraubt sich auf der       Verstellspindel    21 relativ zu dieser nach rechts. Über das  mittels des     Gabelheb-,ls    9 weiterhin nach links bewegte      Kupplungsteil 10 und die Kupplungsmutter 22 wird in  der bereits beschriebenen Weise der Bremsklotz 45 bis  zur Anpressung an der Bremsfläche nach links bewegt.  



  Beim auf eine derartige Bremsung nachfolgenden  Lösen durch Drucklufteinspeisen in den Zylinderraum 7  wird der Topfkolben 4 nach rechts bewegt und der  Gabelhebel 9 entsprechend gedreht. Über die Rückzugfe  der 48 und das Pendel 46 folgen der Bremsklotz 45, das  Ratschengetriebe 36, die Verstellspindel 21, die Kupp  lungsmutter 22 und die Nachstellmutter 23 mit dem  Nachstellteil 28 dieser Bewegung. Sobald das Nachstell  teil 28 mit der Kupplung 33 am Gehäuse 15 anliegt,  bleibt es stehen und hält über die Kupplungsflächen 27  und 26 die Nachstellmutter 23 undrehbar und damit auch  die Verstellspindel 21 fest. Der Bremsklotz 45 hat sich  hierbei bereits von der Bremsfläche abgehoben und die  Reibungsbremse ist völlig gelöst.

   Im weiteren Verlauf des  Lösevorganges verschiebt sich das Kupplungsteil 10 bis  zur Anlage der Kupplungsflächen 18 und 25 nach rechts,  die Kupplungsmutter 22 bleibt bei dieser Bewegung  zwecks Abheben der Kupplungsfläche 24 von der Kupp  lungsfläche 17 geringfügig zurück und verschraubt sich  sodann unter der Kraft der Feder 59 auf der Verstellspin  del 21 nach rechts, bis sie wieder zur Anlage am  nunmehr stillstehenden Kupplungsteil 10 gelangt. Der  Lösevorgang mit Nachstellung - die Verstellspindel  befindet sich nunmehr in einer um den den Abstand des  Flansches 31 vom Anschlag 32 übersteigenden Anteil des  Bremshubes nach links verschraubten Lage - ist nun  mehr beendet.

   Falls im eingebremsten Zustand der  Reibungsbremse die Druckluft ausfällt und die Brems  vorrichtung daher in der vorbeschriebenen Weise nicht  mehr lösbar ist, so ist, um das Fahrzeug fortbewegen,  beispielsweise zur Reparatur abschleppen zu können, die  Reibungsbremse durch Ziehen am Drahtzug 42 zu lösen.  Die Ratschensperre 39 wird dabei entgegen der Kraft der  Feder 40 nach aussen gezogen, so dass der Sperrzahn 41  aus der Verzahnung 37 des Ratschenrades 38 ausgerückt  wird. Das Ratschenrad 38 kann sich nunmehr frei  drehen.

   Unter der von der Speicherfeder 5 über den  Gabelhebel 9 und das Kupplungsteil 10 auf die weiterhin  drehfest gehaltene Kupplungsmutter 22 ausgeübten, nach  links gerichteten Kraft beginnt sich die Verstellspindel 21  mitsamt dem Ratschenrad 38 zu drehen und die Kupp  lungsmutter 22 verschraubt sich nach links, während die  Nachstellmutter 23 sich nach geringfügigem Abheben der  Kupplungsflächen 26 und 27 mit der Verstellspindel 21  mitdreht. Der links gerichteten Bewegung der Kupp  lungsmutter 22 folgen das Kupplungsteil 10 und über den  Gabelhebel 9 der Topfkolben 4, bis dieser am Deckel des  Zylinders 1 anschlägt und die Speicherfeder 5 somit  abfangen wird. Die Speicherfeder 5 übt dann keinerlei  Kraft mehr auf die Verstellspindel 21 aus und der  Bremsklotz 45 liegt nur mehr ohne Anpresskraft an der  mit ihm zusammenarbeitenden Bremsfläche an.

   Das  Fahrzeug kann in diesem Zustand bereits fortbewegt  werden. Bei entsprechend kräftiger Ausbildung der  Rückzugfeder 48 wird bei weiterhin ausgerücktem Sperr  zahn 41 das Pendel 46 entgegen dem Uhrzeigersinn  gedreht und drückt unter Abheben des Bremsklotzes 45  von der Bremsfläche den Bremsklotzhalter 44 und über  die Gleitführung 43 und das Gehäuse 35 die Verstellspin  del 21 unter deren und des Ratschenrades 38 weiteren  Drehung nach rechts. Die Verstellspindel 21 läuft dabei  durch die Kupplungsmutter 22 und die sich nicht drehen  de Nachstellmutter 23. Der Bremsklotz 45 hebt sich  hierbei von der Bremsfläche ab. Beim Beendigen des    Lösevorganges wird der Drahtzug 42 wieder freigege  ben.  



  Wenn nachfolgend zu einem derartigen Lösevorgang  der Zylinderraum 7 wieder mit Druckluft gefüllt und der  Topfkolben 4 in seine rechte Endstellung gedrückt wird,  so rastet, falls noch nicht geschehen, der Sperrzahn 41 in  die Verzahnung 37 ein und es bewegen sich das Kupp  lungsteil 10 und diesem nachfolgend unter Verschrauben  auf der Verstellspindel 21 die Kupplungsmutter 22 nach  rechts, bis der in Fig.l dargestellte Zustand wieder  erreicht ist. Der Lüftungshub der Reibungsbremse wird  spätestens beim nächstfolgenden Bremsvorgang wieder  auf seinen Sollwert eingestellt.  



  Mittels des Vierkantes am Zapfen 34 kann durch  entsprechendes Drehen die Verstellspindel 21 beim Aus  tauschen eines verschlissenen gegen einen neuen Brems  klotz zurückgestellt werden.  



  Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist ein übliches, durch  einen Druckluftbremszylinder 50 bewegbares Mitten  bremsgestänge 51 vorgesehen, dessen einer Bremshebel  eine Verlängerung 52 über den Druckluftbremszylinder  50 hinaus trägt. Die Verlängerung 52 ist an ihrem Ende  an einer undrehbar gehaltenen Stange 53 angelenkt, die  zu einer mittels des Drahtzuges 42 lösbaren Drehkupp  lung führt. Über die Drehkupplung 54 ist die Stange 53  mit einer Verstellspindel 55 verbunden, die ihrerseits  einem Gestängeverstellglied 56 zugehört. Das Gestänge  verstellglied 56 führt andererseits zu einem üblichen  Federspeicherzylinder 57. Solange der Federspeicherzy  linder 57 keine Kraft ausübt, ermöglicht das Gestänge  verstellglied 56 eine freie Axialverschiebung der Verstell  spindel 55 in beiden Richtungen.

   In diesem Zustand ist  also ein übliches Bremsen mittels des Druckluftbremszy  linders 50 möglich. Falls der Federspeicherzylinder 57  entspannt wird und auf das Gestängeverstellglied 56 eine  gemäss Fig.2 nach links gerichtete Kraft ausübt, so  überträgt das Gestängeverstellglied 56 diese Kraft auf die  Verstellspindel 55, wobei auf diese - ähnlich wie bei der  Verstellspindel 21 der Anordnung nach Fig. 1 - ein.  Drehmoment ausgeübt wird. Bei eingerückter Drehkupp  lung 54 wird die Gestängeverstellspindel 55 jedoch  drehfest gehalten und überträgt ihre nach links gerichtete  Kraft auf die Stange 53 und die Verlängerung 52. Über  das Mittenbremsgestänae 51 wird also eine vom Feder  speicherzylinder 57 stammende Bremskraft ausgeübt.  



  Falls der Federspeicherzylinder 57 durch Ausfall der  Druckluft nicht mehr in seine Lösestellung bringbar ist,  kann die Bremse durch Lösen der Drehkupplung 54  gelöst werden. Die Verstellspindel 55 kann sich dann  drehen und unter der vom Federspeicherzylinder 57  ausgeübten Kraft bis zu dessen völligen Entspannung in  das Gestängeverstellglied 56 hineinschrauben. Das Mit  tenbremsgestänge 51 übt dann keinerlei Bremskraft mehr  aus und das Fahrzeug kann fortbewegt     vrerden.    Im  übrigen entspricht die Zusammenarbeit der Drehkupp  lung 54 mit dem     Gestängeverstellglied    56 weitgehend der  Zusammenarbeit der     Ratschenkupplung    36 mit dem       Gestängesteller    16 nach     Fig.    1.  



  Bei der Bremsvorrichtung nach     Fig.    1 ist es     zweck-          mässig,    als Drehkupplung eine formschlüssige Ratschen  kupplung 36 zu verwenden, da hierbei die Drehkupplung  starken Stössen und kräftigen Schwingungen ausgesetzt  ist, die bei einer Reibungskupplung eventuell zu einem  ungewollten Durchrutschen und Lösen führen könnten.  Bei der Anordnung der Drehkupplung 54 als Reibungs  kupplung, da der     Federspeicherzylinder    57 hauptsächlich  als Haltebremse bei Stillstand des Fahrzeuges und nur      selten als Notbremse bei Ausfall der Druckluft benutzt  wird und die Drehkupplung 54 daher von Schwingungen  und Stössen weitgehend entlastet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen, insbesonde re für Schienenfahrzeuge, die einen bei seiner Freigabe eine Anpresskraft für eine Reibungsbremse abgebenden Federspeicher und in einem vom Federspeicher bewegba ren, zur Reibungsbremse führenden Bremsgestänge ein selbsttätiges Gestängeverstellglied mit einer auf einer Verstellspindel mittels nichtselbsthemmendem Gewinde verschraubten Kupplungsmutter aufweist, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen die Verstellspindel (21; 55) und ein ständig undrehbar gehaltenes Bremsgestängeteil (44, 53) eine willkürlich schaltbare Drehkupplung einge setzt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Löseeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Drehkupplung mittels eines Betä- tigungsgestänges von einer gut zugänglichen Stelle aus schaltbar ist. 2.
    Löseeinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehkupplung als Reibungs kupplung (54) ausgebildet ist. 3. Löseeinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehkupplung als Ratschen kupplung (36) ausgebildet ist. 4. Löseeinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ratschenrad (38) der Ratschen kupplung (36) mit der Verstellspindel 21 und das Gehäu se (35) der Ratschenkupplung mit dem undrehbaren, zwischen die Verstellspindel und die Reibungsbremse eingeordneten Bremsgestängeteil (Bremsklotzhalter 44) drehfest verbunden ist und dass eine im Gehäuse gelager te Ratschensperre (39) mittels des als Seilzug (42) ausgebildeten Betätigungsgestänges entgegen einer stän dig wirksamen Kraft (Feder 40)
    in eine das Ratschenrad freigebende Lage bringbar ist.
CH352767A 1967-01-11 1967-03-10 Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen CH450481A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK0061129 1967-01-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH450481A true CH450481A (de) 1968-01-31

Family

ID=7229934

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH352767A CH450481A (de) 1967-01-11 1967-03-10 Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen

Country Status (3)

Country Link
CH (1) CH450481A (de)
FR (1) FR1550756A (de)
SE (1) SE357334B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3572475A (en) * 1968-11-19 1971-03-30 Bromsregulator Svenska Ab Railway vehicle wheel brake unit
EP0246770A3 (de) * 1986-05-17 1988-09-07 Westinghouse Brake And Signal Holdings Limited Kraftbetätigungsvorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3572475A (en) * 1968-11-19 1971-03-30 Bromsregulator Svenska Ab Railway vehicle wheel brake unit
EP0246770A3 (de) * 1986-05-17 1988-09-07 Westinghouse Brake And Signal Holdings Limited Kraftbetätigungsvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
SE357334B (de) 1973-06-25
FR1550756A (de) 1968-12-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2344691A1 (de) Federspeicherzylinder, insbesondere fuer schienenfahrzeug-druckluftbremsanlagen
DE102013201630A1 (de) Bremseinheit für ein Fahrzeug und Fahrzeug mit einer derartigen Bremseinheit
EP0031057B1 (de) Federspeicherbremszylinder
DE2359967C3 (de) Mechanische Lösevorrichtung für Federspeicherbremszylinder
DE2607348C3 (de) Teilbelag-Scheibenbremse
DE2809263C2 (de) Mechanische Lösevorrichtung für Federspeicherbremszylinder
CH450481A (de) Löseeinrichtung für Bremsvorrichtungen
EP3645358A1 (de) Federspeicherbremszylinder mit einer notlöseeinrichtung
DE3048766A1 (de) "zuspannvorrichtung fuer insbesondere feststellbremsen von insbesondere schienenfahrzeugen"
DE1780222A1 (de) Automatisch betaetigbare Bremse fuer Anhaengewagen
DE1960862B2 (de) Radargerätsimulator
DE1605279C3 (de) Kombinierter Betriebsbrems- und Federspeicherbremszylinder, insbesondere für Schienenfahrzeuge
DE2708624A1 (de) Federspeicherbremszylinder fuer druckmittelbremsen, insbesondere von schienenfahrzeugen
DE102005007808B4 (de) Betriebs- und Feststellbremse für ein Kraftfahrzeug
CH391772A (de) Im Bremszylinder einer Druckluftbremse für Fahrzeuge eingebaute, selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung
DE942436C (de) Hilfsbremseinrichtung fuer Anhaenger, insbesondere Kraftfahrzeuganhaenger
DE725041C (de) Doppelt wirkender Bremsnachsteller
DE1818010C3 (de) Kombinierter hydraulischer Betriebsund Federspeicherbremszylinder für keilbetätigte Bremsen
DE948480C (de) Zusatzhebelanordnung zur Erzielung eines grossen Hebelweges fuer mechanische Handbremsen an schweren Kraftfahrzeugen
DE9202894U1 (de) Mechanische Notlösevorrichtung für Federspeicherbremsen
DE1475466C3 (de) Selbsttätige Nachstellvorrichtung für ein BremsbetätigungsgeräL
DE2331272A1 (de) Bremszylinder, insbesondere fuer fahrzeuge
DE680881C (de) Druckmittelbremse mit Anlege- und Festbremskolben
DE1600126C3 (de) Teilbelagscheibenbremse
DE1948316C3 (de) Handbetätigbare Feststellbremse, insbesondere für den Einbau unter den Fahrzeugaufbau von Schienenfahrzeugen