CH450531A - Anordnung zur Begrenzung von Überströmen in Hochspannungswechselstromnetzen - Google Patents

Anordnung zur Begrenzung von Überströmen in Hochspannungswechselstromnetzen

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CH450531A
CH450531A CH176666A CH176666A CH450531A CH 450531 A CH450531 A CH 450531A CH 176666 A CH176666 A CH 176666A CH 176666 A CH176666 A CH 176666A CH 450531 A CH450531 A CH 450531A
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voltage
reactance
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capacitor
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CH176666A
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Kalkner Bernhard Ing Dr
Becker Hans Ing Dr
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Licentia Gmbh
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    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H9/00Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
    • H02H9/02Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess current
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Description


  Anordnung zur Begrenzung von Überströmen in     Hochspannungswechselstromnetzen       Das Hauptpatent betrifft eine Anordnung zur Be  grenzung von Überströmen an der Kupplungsstelle von       Hochspannungswechselstromnetzen,    sowie von Aus  gleichsströmen zwischen diesen Netzen im     Kurzschluss-          fall    in einem dieser Netze oder bei     Aussertrittfallen,    wo  bei in die Verbindung ein     kapazitiver    Blindwiderstand  und ein induktiver Blindwiderstand eingeschaltet ist,  die verschiedene Vorzeichen und im Normalbetrieb etwa  die gleiche Grösse haben, so dass die Resonanzfrequenz  dieses     Reihenschwingkreises    praktisch der Netzfrequenz  entspricht,

   wobei parallel zum Kondensator eine nur mit  ihrem Kupferwiderstand behaftete eisengeschlossene     sät-          tigbare    Drosselspule geschaltet ist und wobei mit der       sättigbaren    Drosselspule ein zusätzlicher     ohmscher    Wi  derstand in Reihe     liegt,    der bei Sättigung der Drossel  den resultierenden Leitwert der Anordnung überwiegend  bestimmt.  



  Es ist schon die Verwendung eines     Reihenschwing-          kreises    zur Strombegrenzung in Wechselstromnetzen und  an der     Kuppelstelle    zweier Netze bekannt, bei dem der  Kondensator durch einen relaisbetätigten Schalter     im     Kurzschlussfalle überbrückt wird. Bei Wiederkehr nor  maler Verhältnisse wird über eine Zeitverzögerung die  Überbrückung wieder aufgehoben. Da mechanische  Schalter mit der bekannten Zeitverzögerung eingesetzt  sind, erfüllt diese Anordnung nicht die gestellte Aufgabe  des Hauptpatentes, den dynamischen Stromspitzenwert  bereits abzuriegeln.  



  Eine weitere bekannte Anordnung zur Begrenzung  von Kurzschlussströmen in Wechselstromleitungen be  steht ebenfalls aus einer Kapazität und einer     Indukti-          vität    in Reihenschaltung, die einen auf Resonanz abge  stimmten Schwingkreis bilden. Hierbei wird die Kapa  zität im     überstromfalle        durche    eine Funkenstrecke, einen       Gasentladungsableiter    oder sonstige     Gasentladungsge-          fässe    überbrückt. Durch dieses plötzliche Ansprechen  des Nebenschlusses tritt eine ausserordentlich harte kurz  zeitige Schalthandlung ein, die bei höheren Leistungen  in Wechselstromnetzen sehr unerwünscht ist.

   Ausserdem  ist es heute noch mit sehr grossen Schwierigkeiten ver-         bunden,    wenn nicht gar unmöglich, solche Elemente wie  Funkenstrecken und     Gasentladungsableiter    zur Über  brückung eines der Blindwiderstände im Kurzschlussfalle  für den gewünschten Leistungsbereich herzustellen.  



  Eine andere bekannte Vorrichtung zum     Schutz    von       überstromempfindlichen    Verbrauchern, wie     z.B.    von Ge  räten mit     Siliziumgleichrichtern    oder Transistoren, be  steht auch aus einem auf Resonanz abgestimmten Reihen  schwingkreis, der im Nennbetrieb einen     vernachlässig-          baren    Widerstand aufweist, wobei zur Kapazität eine       möglichst    verlustarme Sättigungsdrossel parallelgeschal  tet ist, deren     Induktivität    im infolge Überstromes ge  sättigten Zustand Schwingungen höherer Frequenz zum  Zwecke einer Umladung des Kondensators ausführt,

   so  dass der durchfliessende Strom unter den Nennstrom  herabgedrückt wird. Kippvorgang und rasche Umladun  gen, deren sich diese Anordnung zur Strombegrenzung  bedient, schliessen ihre Anwendung bei höherer Leistung  in Starkstromanlagen praktisch aus. Auch wegen der       Oberwellenrückwirkungen    infolge der stark verzerrten  Stromkurven ist die Anordnung im Netzbetrieb nicht  tragbar.  



  Nur eine Anordnung gemäss dem Hauptpatent er  füllt bei     wirtschaftlicher    Auslegung der Elemente die  für Hoch= und     Höchstspannungsnetze    in Bezug auf     Span-          nungs-    und Leistungsbereich gültigen Anforderungen.  Ruhende Elektromagnetische Maschinen, wie Transfor  matoren und Drosselspulen, und Kondensatoren kann  man in jeder benötigten und gewünschten Auslegung her  stellen. Insbesondere werden     lichtbogenziehende    Schalt  geräte, wie Funkenstrecken und     überspannungsableiter,     und Leistungsschalter zum Anschalten des Kondensator  nebenschlusses vermieden.

   Die ersteren haben den Nach  teil, dass sie durch die ausserordentlich leistungsstar  ken Lichtbögen einem starken Verschleiss unterworfen       sein    würden, vorausgesetzt man könnte sie überhaupt für  den benötigten Leistungsbereich wirtschaftlich fertigen.  Die Leistungsschalter wiederum sind infolge des Umwegs  über Fühl- und Betätigungselemente mit einem unver  meidlichen Zeitverzug versehen, der sie für die gestellte      Aufgabe, schon die dynamisch wirksamen Stromampli  tuden des Kurzschlussstromes abzuriegeln, ungeeignet  machen.

   Nur das magnetische Schaltglied in Gestalt der  Sättigungsdrossel, deren Sättigung und damit Schalt  funktion durch das Ansteigen des     kurzschlussstromab-          hängigen    Spannungsabfalls selbst bewirkt wird, kann den  Anforderungen genügen.  



  Der Blindwiderstand dieser Drossel ist im nichtge  sättigten     Zustand    im normalen Strombereich ent  sprechend hoch, so dass die Kapazität mit der Haupt  drossel einen nicht gestörten     Reihenschwingkreis    bildet.  Erreicht der Spannungsabfall über dem Kondensator in  folge eines Ansteigens des Stromes einen bestimmten  Grenzwert, so gerät der     Drosselkern    in Sättigung und  ihr induktiver Widerstand vermindert sich.  



  Infolge des nun wirksamen im wesentlichen     Ohm'-          sehen    Nebenschlusses zum Kondensator ist die Reihen  resonanz gestört und der Schwingkreis weist einen ge  genüber vorher um ein Vielfaches vergrösserten resultie  renden Widerstand auf, so dass der Strom in der Ver  bindungsleitung wirksam begrenzt wird. Als Begren  zungsstrom, also als Höchstwert des     Dauerkurzschluss-          stromes,    kann durch die Begrenzungskupplung ein Wert  erreicht werden, der dem Nennstrom nahe liegen kann.  



  Wenn man sich zum Ziel setzt, den Kurzschlussstrom  möglichst genau auf die Grösse des Nennstromes zu be  grenzen, so führt dies zwar der Rechnung nach zu gün  stigen Werten, es ist aber     dabei    zu berücksichtigen, dass  1. für den     Einschwingvorgang,    der für die erste  Halbwelle massgeblich ist, von ausschlaggebender Be  deutung ist, wie gross der Strom in dem Augenblick war,  als der Kurzschluss eintrat, und welche Phasenlage er  zur Spannung hatte. Durch eine solche Überlagerung des  vorhandenen Stromes mit den ersten Halbwellen des       Einschwingstromes    kann bereits eine Spannung an Haupt  induktivität und Serien-Kondensator entstehen, die prak  tisch für die Auslegung bestimmend ist und schon in der  Gegend des doppelten Wertes liegt, der bei Nennstrom  auftritt.  



  2. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass zwei Netze  im allgemeinen deshalb gekuppelt werden, damit     im     Störungsfall das eine Netz sich an der Überlastung des  anderen Netzes wesentlich beteiligt. Eine Begrenzung  nur auf den Nennstrom als Übergabestrom würde eine  solche selbsttätige     Hilfeleistung    stark herabsetzen, und  es würde ein Auseinanderfallen des Betriebes begünstigt  werden.  



  Mit Vorteil erfolgt die Auslegung der Elemente der  Begrenzungskupplung so, dass der     Dauerkurzschluss-          strom    durch die Begrenzungskupplung auf den 1,5- bis       2-fachen    Wert des Nennstromes festgelegt wird. Hier  durch kann erreicht werden, dass auch beim Störungs  fall des einen Netzes das andere den     überlaststoss    we  sentlich mitträgt, und es wird ausserdem ein genügend  hohes synchronisierendes Moment von der elektrischen  Seite zur Verfügung gestellt, so dass ein vorzeitiges     Aus-          sertrittfallen    der Netze weitgehend vermieden wird.  



  Aber auch die unter 1, angeführte Bedingung wird  bei einer Auslegung für den 1,5- oder     2-fachen    Nenn  strom wesentlich günstiger. Es steht jetzt mehr Zeit     zur     Verfügung, bis der     anschwingende    Kurzschlussstrom den  Wert erreicht, der durch die Sättigungsinduktion der       Sättigungsdrossel    letzten Endes vorbestimmt ist. Gleich  zeitig wird mit dieser Auslegung erreicht, dass Grösse  und Phasenanlage des vorhandenen Stromes beim Ein  tritt des Kurzschlusses sich bei der Überlagerung nicht  mehr so stark auf die maximale Höhe der ersten Halb-    wellen auswirken.

   Es lässt sich rechnerisch und experi  mentell nachweisen, dass bei Eintritt des Kurzschlusses  nunmehr die ersten Halbwellen nicht wesentlich     vergrös-          sert    sind gegenüber dem endgültig auftretenden Dauer  strom im Kurzschlussfall.  



  Die     vorbeschriebenen    Vorteile lassen sich gemäss der  Erfindung dadurch erzielen, dass das Grössenverhältnis  des Blindwiderstandes der parallelgeschalteten Drossel  in gesättigtem Zustand zum Blindwiderstand des Kon  densators zwischen 0,1 und 1 liegt:  
EMI0002.0028     
    und dass das Grössenverhältnis des     Ohm'schen    Wider  standes im Parallelpfad zum Blindwiderstand des     Kon-          densators    zwischen 0,3 und 2 liegt:

    
EMI0002.0032     
    Hierbei bedeutet X, die     Reaktanz    des     Kondensators,          Xzs    die     Reaktanz    der gesättigten Drossel im Parallel  zweig und R den Wert des Widerstandes im Parallel  zweig.  



  In der anliegenden Zeichnung ist in     Fig.    1 ein An  wendungsbeispiel der Begrenzungskupplung zwischen  einer Spannungsquelle mit der treibenden Spannung U  und einem Verbrauchernetz, in dem durch den Blitzpfeil  ein Kurzschluss angedeutet ist, dargestellt. Der Reihen  schwingkreis besteht aus der linearen     Induktivität    L mit  dem     Blindwiderstand    X, und aus dem     Kondensator    C  mit der     Reaktanz    X, Der Nebenschluss zum Konden  sator besteht aus der     sättigbaren    Drossel D mit der       Reaktanz    X7 im ungesättigten und der     Reaktanz        Xzs     im gesättigten Zustand,

   sowie aus einem     Ohm'schen    Wi  derstand R.  



       Fig.    2 zeigt eine vereinfachte     Blindwiderstandskenn-          linie    der     sättigbaren    Drossel D. Ferner wird empfohlen,  für diejenige Spannung     Uzs,    bei der die Sättigungsdrossel  in den Sättigungswert     übergeht,    die halbe Netzspannung       U-    zu verwenden und im Grenzfall unterhalb des  Scheitelwertes der Netzspannung zu bleiben.  



  Die erfindungsgemässe Bemessung der Elemente der  Begrenzungskupplung stellt sicher,     dass    den Ansprüchen  des Betriebes auf Parallelbetrieb Rechnung getragen  wird, ein gleichmässig sicheres Arbeiten der Anordnung  zuverlässig erfüllt ist und die Ausbildung einer über  höhten ersten oder zweiten Halbwelle mit Sicherheit ver  mieden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Begrenzung von Überströmen an der Kupplungsstelle von Hochspannungswechselstromnetzen, sowie von Ausgleichsströmen zwischen diesen Netzen im Kurzschlussfall in einem dieser Netze oder bei Ausser- trittfallen, wobei in die Verbindung ein kapazitiver Blindwiderstand und ein induktiver Blindwiderstand, eingeschaltet ist, die verschiedene Vorzeichen und im Normalbetrieb etwa die gleiche Grösse haben, so dass die Resonanzfrequenz dieses Reihenschwingkreises prak tisch der Netzfrequenz entspricht,
    wobei parallel zum Kondensator eine nur mit ihrem Kupferwiderstand be haftete eisengeschlossene sättigbare Drosselspule ge schaltet ist und wobei mit der sättigbaren Drosselspule ein zusätzlicher Ohm'scher Widerstand in Reihe liegt, der bei Sättigung der Drossel den resultierenden Leitwert der Anordnung überwiegend bestimmt, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Grössenverhältnis des Blindwider- standes der parallelgeschalteten sättigbaren Drossel im gesättigten Zustand zum Blindwiderstand des Kondensa- tors zwischen 0,
    1 und 1 liegt: EMI0003.0008 und dass das Grössenverhältnis des Ohm'schen Wider standes im Parallelpfad zum Blindwiderstand des Kon- densators im Bereich zwischen 0,3 und 2 liegt: EMI0003.0012 UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannung, bei der die Sättigungsdros sel in die Sättigung übergeht, die halbe Netzspannung beträgt. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannung, bei der die Sättigungsdros sel in die Sättigung übergeht, unterhalb des Scheitelwer tes der Netzspannung liegt..
CH176666A 1965-01-22 1966-02-08 Anordnung zur Begrenzung von Überströmen in Hochspannungswechselstromnetzen CH450531A (de)

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