Überbrückungseinlage für Dehnfugen sowie Verwendung derselben Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überbrük- kungseinlage für Dehnfugen mit sandwichartig angeord neten, starren Leisten und Profilkörpern aus elastischem Material sowie eine Verwendung dieser Einlage für Dehnfugen in Fahrbahnen und Gehwegen.
Es sind eine Vielzahl von Einrichtungen zur über- brückung von Dehnfugen söwohl im. Strassenbau wie .im Brückenbau bekannt, wobei man aus praktischen Grün den stets bestrebt war, die Länge der einzelnen Weg strecken bzw. Bauteile zu vergrössern, um so wenige Dehnfugen wie möglich zu erhalten. Es versteht sich je doch, dass dies nur durch Verwendung von breiteren Dehnfugen bewerkstelligt werden kann, und dass diese in wirksamer Weise überbrückt werden müssen, damit keine spürbaren Lücken zwischen den Bauteilen vor kommen.
Nun werden an solche überbrückungen für breite Dehnfugen an sich entgegengesetzte Forderungen gestellt, indem sie einerseits eine genügende Elastizität aufweisen müssen, um grosse Änderungen in der Dehn fugenbreite aufzunehmen und anderseits stets genügend starr sein müssen, um rechtwinklig zur Fläche der Bau teile, z. B. zur Wegebene wirkende Kräfte aufnehmen zu können.
Es ist bereits versucht worden, die oben erwähnten Forderungen durch Verwendung von geschichteten, starren Leisten und elastischen Stäben zu erfüllen, wobei die ersteren den nötigen Widerstand senkrecht zur Flä che der Bauteile und die letzteren die nötige Elastizität in der Dehnrichtung ergeben. Es versteht sich, dass die starren Leisten bei Belastung, beispielsweise durch ein vorbeifahrendes Fahrzeug, sich gegen den Fugenboden abstützen müssen.
Ein wichtiger Nachteil der oben beschriebenen, ge schichteten Überbrückungseinrichtung besteht darin, dass die mittleren, d. h. beweglichen Leisten nicht stets am Fugenboden satt anliegen, so dass bei Belastung senkrecht zur Wegebene diese Leisten auf den Fugenbo den auftreffen, was schon bei einem relativ langsam vor überfahrenden Fahrzeug einen heftigen Schlag und dem zufolge ein lautes Geräusch verursacht.
Abgesehen von dieser immer unerwünschten und in vielen Fällen unzu lässigen Lärmbildung, dürfte es ersichtlich sein, dass das wiederholte heftige Aufschlagen der starren Leisten eine wesentliche Belastung darstellt, welche die Lebensdauer der Leisten stark verkürzt.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung eine überbrückungseinlage mit Hilfe von geschichteten star ren Leisten und elastischen Profilkörpern zu schaffen, bei welcher die obenerwähnten Nachteile beseitigt sind. Ferner gibt die Erfindung eine einfache Verwendung der erfindungsgemässen überbrückungseinlage an.
Die erfindungsgemässe Einlage zur Überbrückung von Dehnfugen ist dadurch gekennzeichnet, dass drei oder mehr Leisten vorgesehen und an diesen die jeweils anliegenden Profilkörper befestigt sind, wobei im ein baubereiten Zustand die mittlere oder mittleren Leisten bezüglich der äusseren Leisten auf der einen Seite vor stehen.
Ferner wird eine erfindungsgemässe Verwendung der erfindungsgemässen Einlage für Dehnfugen ' von Fahrbahnen und Gehwegen vorgeschlagen, d'i'e dadurch gekennzeichnet ist, dass die Einlage auf Fugenbreite zu- sammengepresst und mit der vorstehenden Leiste nach unten soweit in die Fuge geschoben wird, bis die mittlere oder die mittleren Leisten aus ihrer versetzten Lage durch den Fugenboden oder entsprechende Auflager zu rückversetzt und dann die äusseren Leisten mit den Fu genrändern verbunden werden, derart,
dass die mittlere oder die mittleren Leisten zufolge der Rückstellkraft der elastischen Profilkörper nach unten gedrückt Werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeich nung rein beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Einlage vor dem Einbau in eine Dehnfuge. Diese Einlage weist zwei schlauchartige Profilkörper 1 und 2, z. B. aus Neopren auf, welche zwischen drei starren Leisten 3, 4 und 5 aus Metall angeordnet sind.
Die Profilkörper 1, 2 besitzen eine abgeflachte Schlauchform, wobei deren Hohl räume 6, 7 derart unsymmetrisch angeordnet sind, dass sie gegen das untere Fussende der mittleren Leiste 5 ge- neigt sind. Wie aus Fig. 1 ersehen werden kann, erhal ten die Profilkörper dadurch eine variable Wandstärke. Ferner weisen die Profilkörper 1, 2 je zwei in Längsrich tung verlaufende, seitliche Verankerungsansätze 8, 9 bzw. 10, 11 auf, wobei die inneren Ansätze 9 und 10 in bezug auf die äusseren Ansätze 9 und 11 nach unten versetzt sind.
Die Leisten 3, 4 und 5 besitzen in gleicher Höhe angeordnete seitliche Längsnuten 12, 13, 14 und 15, welche zur Aufnahme der Ansätze 8, 11, 9 resp. 10 und somit zur Verankerung der Profilkörper 1 und 2 an den Leisten 3, 4 und 5 dienen.
Durch die Versetzung der Ansätze 9, 10 nach unten, steht die mittlere Leiste 5 tiefer als die äusseren Leisten. Die strichpunktierten Linien in Fig. 1 geben die Lage der mittleren Leiste 5 nach dem Einbau in eine Dehn fuge an.
Die Fig.2 zeigt die obenbeschriebene Einlage im eingebauten Zustand, wobei dieselbe auf Fugenbreite zusammengepresst ist und deren äussere Leisten 3, 4 mit metallischen Randteilen 16, 17 der Dehnfuge ver- schweisst sind. Ferner sind quer zur Dehnfuge sich er streckende Tragbalken 18 vorgesehen, welche eine den Fugenboden bildende Platte 19 aus schallschluckendem Material z. B. aus einem Kunststoff wie Neopren, tragen.
Die Randteile 16 und 17 sind ferner mit Tragprofilen 21 bzw. 22 verbunden und der Tragbalken 18 ist ein seitig mit dem Randteil 16 und dem Tragprofil 21 ver- schweisst. An der mittleren Leiste 5 ist ferner ein me tallischer Schuh 20 angeschweisst, mit welchem sie an der Fugenbodenplatte 19 aufliegt.
Beim Einbau der Einlage gemäss Fig. 1 um eine Überbrückung gemäss Fig. 2 zu ergeben, wird die mitt lere Leiste 5 durch die Platte 19 zurückversetzt, so dass sie auf gleicher Höhe mit den äusseren Leisten 3 und 4 zu stehen kommt. Dabei wird der Profilkörper 1 gegen und der Profilkörper 2 im Uhrzeigersinn verwunden, wo durch diese Körper eine entgegengesetzte Vorspann kraft auf die mittlere Leiste 5 ausüben, welche diese ge gen den Fugenboden andrückt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei verschiedene Profil körperquerschnitte, welche bei Überbrückungen mit vier Profilkörpern verwendet werden. Eine solche ist in Fig. 5 im Querschnitt dargestellt, wobei die Rand teile und der Fugenboden in gleicher Weise wie in Fig. 2 in bezug auf die äusseren Leisten resp. auf die mittlere Leiste angeordnet sind und einfachheitshalber wegge lassen wurden.
Es dürfte ersichtlich sein, dass bei Verwendung von mehr als zwei Profilkörpern es kaum zweckmässig wäre identische Profilkörper, wie bei der Ausführung gemäss Fig. 2 zu verwenden.
Vielmehr müssten, wie ein Ver gleich der Fig. 3 und 4 zeigt die äusseren Profilkörper 23 (bzw. 22') stärker versetzte Ansätze 25, 26 (bzw. 25', 26') als die inneren Profilkörper 24 (bzw. 24') aufwei sen, damit sowohl auf die Zwischenleisten 32, 33 wie auf die mittlere Leiste 29 eine nach unten gerichtete Vor Spannkraft erzeugt wird, welche alle diese beweglichen Leisten stets gegen den Fugenboden anlegt.
Es ist grundsätzlich möglich, Überbrückungen mit einer noch grösseren Anzahl von Profilkörpern zu ver wenden, wobei stets darauf geachtet werden muss, dass die Zwischenleisten alle im eingebauten Zustand eben falls durch den Fugenboden in gleicher Weise wie die mittlere Leiste vorgespannt werden. Wie oben erwähnt, wird dies durch eine bestimmte Zunahme der Verset zung der Verankerungsansätze in den Profilkörpern in Richtung der feststehenden äusseren Leisten bewerk stelligt.
Die Fig. 6 zeigt einen weiteren Profilquerschnitt für einen schlauchförmigen Profilkörper 34 mit einem sym metrisch angeordneten Hohlraum 35. Solche Profilkör per sind wesentlich einfacher herzustellen, ergeben je doch bei gleichem Einbau wie in Fig. 2 eine wesentlich geringere Vorspannkraft, als die Profilkörper mit un symmetrischen Hohlräumen.
Die Fig. 7 zeigt in welcher Weise Profilkörper der in Fig. 6 gezeigten Art, welche eine wichtige Kostener sparnis erlauben, mit Vorteil eingebaut werden können.
Um eine vergrösserte Vorspannkraft zu erhalten, sind gemäss Fig.7 die Verankerungsnuten 38, 39 der mittleren Leiste 40 höher in den Seitenwänden dersel ben angeordnet, als die Verankerungsnuten 41 resp. 42 der Seitenleisten 43 bzw.
44, so dass im vorgespannten Zustand der Profile 36, 37, welche dem Profilkörper 34 in Fig.6 entsprechend ausgebildet sind, deren innere ursprünglich niedriger liegende, Verankerungsansätze 45, 46 höher als deren äussere Ansätze 47, 48 zu liegen kommen. Dadurch wird eine grössere Verwindung der Profilkörper als bei den vorhergehend beschriebenen, Ausführungen erhalten.
Wie die Fig. 7 zeigt, sind die Randteile sowie auch der Fugenboden in gleicher Weise wie bei der Ausfüh rung gemäss Fig. 2, so dass diese nicht nochmals näher erläutert werden. In den Fig. 8 bis 13 sind weitere Profilquerschnitte für schlauchförmige Profilkörper dargestellt. Diese Pro file besitzen im wesentlichen eine gleichmässige Wand stärke wie das in Fig. 6 dargestellte Profil, weisen aber infolge ihrer unsymmetrischen Umrisse ähnliche Eigen schaften wie die in Fig. 1 bis 5 dargestellten Profile auf.
Es versteht sich, dass die in den Fig. 8 bis 13 darge stellten Profile jeweils mit ihren rechten Ansätzen zum Eingriff in die Längsnuten der festen Leisten bestimmt sind, während der linke Ansatz in die Längsnuten der mittleren Leisten eingreift. Ebenso vesteht es sich, dass für die Gegenseite dieselben Profile wie in Fig. 8 bis 13 dargestellt, jedoch seitenverkehrt verwendbar sind. gen bestimmten Seite des Profils nach unten abfallen- Insbesondere ist auf die Profile nach Fig. 8 und 9 hinzuweisen, deren Inneres durch einen Steg 49 bzw. 50 in zwei Hohlräume unterteilt ist.
Dadurch, dass die Stege 49 und 50 in einer von der an die festen Leisten anzulie- genden bestimmten Seite des Profils nach unten abfallen den Ebene liegen, verstärkt sich bei der während des Einbaus erfolgenden seitlichen Kompression die Wir kung der nach unten wirkenden Vorspannung auf die mittleren Leisten.
Schliesslich sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass es im Ermessen des Fachmannes liegt, je nach Um ständen eine Dehnfuge mit mehr als zwei elastischen Profilkörpern etwa wie in Fig. 5 dargestellt, wie folgt aufzubauen: Anstelle des Profils 23' würde eines nach Fig. 8 bis 13 gewählt, und anstelle des Profils 23 das selbe, jedoch seitenverkehrt, wobei die beiden Profil stäbe 24 und 24' dieselbe Gestalt wie dargestellt, oder aber auch etwa gemäss Fig. 6, ausgebildet sein können.
Das Wesentliche bleibt dabei, dass auf die mittleren Lei sten durch die elastischen Profilkörper eine nach unten gerichtete Vorspannkraft ausgeübt wird, um deren siche res Aufliegen auf den Tragbalken zu gewährleisten.
Es versteht sich, dass die nach unten auf die mittlere Leiste wirkende Vorspannkraft stets vorhanden sein muss, wenn diese Leiste bei allen auftretenden Fugen- breiten gegen den Fugenboden gedrückt werden soll. Folglich ist die Bestimmung der Fugenbreite beim Ein bau äusserst wichtig. Aus diesem Grunde wird vorzugs weise die Überbrückungseinrichtung einbaubereit, d. h. im vorgespannten Zustand angeliefert, um dann an der Baustelle einbetoniert zu werden. In diesem Falle wer den (nicht gezeigte) einstellbare Haltemittel z. B.
Spann schrauben oder Spannplatten zur vorübergehenden Fest legung der Dehnfugenbreite, bzw. des Abstandes zwi schen den Randteilen der Fuge beim Einbau verwendet. Diese Haltemittel werden nach Einbau der Einrichtung zwischen angrenzenden Wegabschnitten natürlich ent- fernt.
Insbesondere bei Fahrbahnüberbrückungen, können mit Vorteil zwei übereinanderliegende Profilkörper zwi schen den Leisten verwendet werden, um Kippbewegun- gen in den Leisten auszuschliessen. Als Material für die Leisten sowie auch für die Randteile wird vorzugsweise Stahl verwendet.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vorspannung der elastischen Profilkörper stets ein sattes Aufliegen der be- weglichen Leisten am Fugenboden bewirkt, so dass die Geräuschbildung bei Belastung derselben durch vorüber fahrende Fahrzeuge im wesentlichen unterbunden wer den konnte.