CH451413A - Formsandmasse - Google Patents

Formsandmasse

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CH451413A
CH451413A CH246364A CH246364A CH451413A CH 451413 A CH451413 A CH 451413A CH 246364 A CH246364 A CH 246364A CH 246364 A CH246364 A CH 246364A CH 451413 A CH451413 A CH 451413A
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CH
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mass
binder
acid
sand
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CH246364A
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Inventor
Hubert Brown Lloyd
Original Assignee
Quaker Oats Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/12Treating moulds or cores, e.g. drying, hardening

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description


      Formsandmasse       Die Erfindung betrifft eine     Formsandmasse.     



  Die Verwendung von Guss- bzw. Hohlformen und  Kernen aus     Sand    und einem Bindemittel ist bekannt.  Normalerweise werden die Sandteilchen innig mit einer  kleinen Menge eines in der Wärme     härtbaren    Harzes  vermischt, worauf das erhaltene Gemisch zu der ge  wünschten Form verformt wird; dann wird das Harz  durch Erwärmen der verformten Masse auf erhöhte  Temperaturen gehärtet. Die erhaltene Form bzw. der  Kern müssen     unschmelzbar    und ausreichend hart sein,  um darüber gegossene     geschmolzene    Metalle zu verfor  men.

   Das harzartige Bindemittel zersetzt sich bevorzugt  bei einer Temperatur, die während des     Metallgiessvor-          ganges    erreicht wird, nachdem die damit in Berührung  kommende Metalloberfläche ihre Form beibehält, um die  Entfernung der Kerne aus gegossenen Metallgegenstän  den zu erleichtern. Die Art der geeigneten Bindemittel  und deren verwendbare Menge sind bekannt.  



  Selbstverständlich wäre es sehr vorteilhaft, wenn die  Wärmebehandlung, die zur Auslösung und Vervollstän  digung der     Polymerisation    des harzartigen Bindemittels  erforderlich ist, fortfallen könnte. Die Öfen oder an  deren Vorrichtungen, die zum Erwärmen der Formen  erforderlich wären, könnten ebenso fortfallen wie die  damit verbundenen Betriebskosten. Auch die zur Betä  tigung der Heizvorrichtungen erforderliche Energie  würde nicht mehr gebraucht werden. Im Rahmen der  Erfindung können übliche Sandstrahlgebläse verwendet  werden, um die durch Säure     katalysierbaren    Bindemit  tel zu härten, die die Sandteilchen eines Kerns oder  einer Form in einer gewünschten Lage festzuhalten ver  mögen.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine     Formsandmasse,     die sich dadurch auszeichnet, dass sie 100 Gewichtsteile  Sand, 1-6 Gewichtsteile eines Binders, der mit sauren  Katalysatoren     polymerisierbar    und in gehärtetem Zu  stand     unschmelzbar        ist,    sowie eine     wässrige    Lösung einer       Katalysatorsäure    zur Härtung des Binders enthält, dass  die Masse ein     pH    von 2-4,5 aufweist und dass die  Säure in der Lösung in genügender Menge, jedoch in    ungenügender Anfangskonzentration enthalten ist, um  eine rasche Härtung des Binders auszulösen.  



  Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung die  ser     Formsandmasse    zur Herstellung gehärteter Giesserei  formen und     -formkernen,    gekennzeichnet durch geeig  nete Formung der Masse und durch Konzentrationser  höhung der Säure in der     wässrigen    Lösung mittels gleich  mässigem Wasserentzug mindestens bis zu dem Zeit  punkt, in dem die Säure in genügender Konzentration  vorliegt, um eine rasche     Polymerisation    des Binders aus  zulösen.  



  Aus dieser ein durch Säurekatalyse     polymerisierba-          res    Bindemittel enthaltenden     Formsandmasse    kann man       unschmelzbare    Kerne und Formen mit guter Festigkeit  bei Raumtemperatur herstellen, und ausserdem weist die  Masse eine gute Verarbeitungsdauer auf.  



  Bei der erfindungsgemässen Masse ist ein rasches  Härten der     Giessereimasse    möglich, ohne dass die Masse  über Raumtemperatur erwärmt werden     rnuss.     



  Die erfindungsgemässe Masse kann beispielsweise  derart hergestellt werden, dass man Sand, ein     wässriges     Gemisch eines sauren Katalysators, der ein     Härtungs-          katalysator    für das Bindemittel ist, und ein durch Säure       katalysierbares        polymerisierbares    Bindemittel vermischt  und in die gewünschte Form bringt, indem sie aus einer  üblichen     Giesssandpatrone    auf ein übliches belüftetes  Gerüst geblasen wird, das für Luft durchlässig ist.  



       Dann    wird z. B. Luft durch das verformte Giesserei  gemisch geblasen. Beim normalen Durchgang der Luft  durch die Gerüstöffnungen und das     darüberliegende          Giessereigemisch    wird das in dem Gemisch enthaltene  Wasser rasch verdampft, bis der Säurekatalysator eine  ausreichende Konzentration erreicht hat, um eine ra  sche     Polymerisation    des in der Wärme     här"baren    Binde  mittels auszulösen. Man kann auf diese Weise eine  dichte, harte Giessform vollständig durchhärten, wäh  rend sie sich noch auf der Gerüstoberfläche befindet.

    Ferner kann die Form oder der Kern - wie es häufiger  geschieht - in einer verhältnismässig kurzen Zeit bei  Raumtemperatur beim Entfernen von dem Gerüst ge-      härtet werden, nachdem das Verdünnungsmittel der  Säure aus der geformten Masse entfernt worden ist.  Eine solche Entfernung des verformten     Giessereigemi-          sches    vor der vollständigen Härtung erlaubt die best  mögliche Nutzung der verwendeten Vorrichtung.  



  Aus der obigen Beschreibung geht hervor, dass das       Giessereigemisch    so viel Bindemittel enthalten muss, dass  die Sandteilchen in der gewünschten Form festgehalten  werden, mindestens so lange, bis das damit in Berüh  rung kommende geschmolzene Metall eine feste Form  angenommen hat.  



  Geeignete Bindemittel bestehen aus Substanzen, die  zu     unschmelzbaren    festen Stoffen     polymerisierbar    sind,  z. B.     Furfurylalkohol    oder dessen     Polymerisate    mit ge  ringer Viskosität, d. h.     Polymerisate    mit einer Viskosi  tät unterhalb 500     Centipoise,    weil eine gleichmässige  Verteilung von     Polymerisaten    mit höherer Viskosität  auf die Sandteilchen sehr schwierig ist.

   Beispiele für  andere brauchbare harzartige Massen sind     Furfuryl-          alkohol-Formaldehyd-Harze,        furfurylierte    Harnstoff  harze,     Harnstoff-Formaldehyd-Harze,        Phenol-Formalde-          hydharze    und     Furfurylalkohol-Phenol-Formaldehyd-          Harze.     



  Geeignete Katalysatoren zur Auslösung einer raschen       Polymerisation    des Bindemittels sind Schwefelsäure,  Phosphorsäure,     Dodecylbenzolsulfonsäure,        Maleinsäure,          Trichloressigsäure    und     Lewis-Säuren,    wie     Eisen-III-          chlorid.    Jeder Katalysator, der einen     Gemisch-pH-Wert     zwischen etwa 2 und 4,5 hervorruft, reicht für die ge  wünschte rasche Härtung des Bindemittels aus; eine der  artige Säure sollte wenig flüchtig sein.

   Der     Gemisch-          pH-Wert    ist der     pH-Wert    einer Aufschlämmung von  10 g des     ungehärteten        Giesssandgemisches    in 50 cm','  neutralem destilliertem Wasser.  



  Die genaue Menge an Säurekatalysator, die für jede       Giessereimasse    gebraucht wird, ist nicht für jeden Fall  genau vorherzusagen, weil die notwendige Menge Säure,  um die rasche Härtung des Bindemittels auszulösen,  von einer Anzahl von Variablen abhängt, z. B. der Art  des verwendeten Bindemittels und dem     Alkaliwert    des  verwendeten Sandes. Die verwendete     wässrige    Säurelö  sung muss so bemessen werden, dass die     Giesssandge-          mische    Säure in ausreichender Menge enthalten, deren  Anfangskonzentration aber nicht ausreicht, um eine ra  sche     Polymerisation    und Härtung des Bindemittels aus  zulösen.

   Ebenso kann man die Menge an Bindemittel,  die für die Herstellung der erfindungsgemässen Giesserei  massen erforderlich ist, genau vorausbestimmen. Sie  hängt selbstverständlich von der Feinheit des Sandes  ab, weil feinere Sande mehr Bindemittel erfordern, um  die Körner zusammenzuhalten, als die gleiche Raum  menge an gröberem Sand. Die Bestimmung der gün  stigsten Mengen der verschiedenen Bestandteile lässt sich  nach Kenntnis der Lehren der Erfindung von jedem  Fachmann durchführen.  



  Die übliche Reihenfolge von Massnahmen zur Her  stellung der erfindungsgemässen     Giessereimasse    besteht  darin, dass man die     wässrige    Säurelösung als Katalysator  mit dem Sand vermischt, worauf das     polymerisierbare     Bindemittel zugesetzt und ein homogenes Gemisch her  gestellt wird. Das in dem Gemisch enthaltene Wasser  verdünnt den Säurekatalysator so stark, dass keine ra  sche     Polymerisation    des Bindemittels ausgelöst werden  kann.

   Das Gemisch hat also eine günstige Verarbei  tungsdauer, während der man es leicht handhaben und  verformen kann, ohne dass - trotz des Vorhandenseins    des Katalysators - eine rasche     Polymerisation    zwischen  den     Bindemittelbestandteilen    einsetzt.  



  Um also eine rasche     Polymerisation    des Bindemittels  einzuleiten, muss so viel Wasser aus der     Giessereimasse     entfernt werden, dass der Säurekatalysator ausreichend  konzentriert wird. Das Wasser kann durch Blasen von  Luft oder einem anderen gegenüber den Bestandteilen  der Masse     inerten    Gas durch die     Giessereimasse    nach  ihrer Verformung auf einem belüfteten Gerüst oder in  einer belüfteten Kernkammer entfernt werden.  



  Als weitere Möglichkeit zur Entfernung des Säure  verdünnungsmittels kann die     Giessereimasse    und die  Form zur Verformung derselben unter Vakuum gesetzt  werden, um die notwendige Menge an     Katalysatorver-          dünnungsmittel    zu entfernen, so dass eine rasche     Poly-          merisation    und beschleunigte Härtung des Bindemittels  ausgelöst wird.  



  Wenn man die verformte     Giessereimasse    nur bei  normaler Raumtemperatur stehenlassen würde, um das       Katalysatorverdünnungsmittel    zu entfernen, würde das  Verdünnungsmittel an der Oberfläche der verformten  Masse unter Bildung einer harten Kruste verdampfen  und das restliche Verdünnungsmittel in der Mitte einer  derartigen Masse einschliessen. Es würde also nur ein  oberflächlicher Anteil der verformten     Giessereimasse    ge  härtet werden, so dass diese ein weiches Inneres mit  geringer oder gar keiner Festigkeit hätte.  



  Es wurde gefunden, dass die Luft oder das andere  gegenüber dem     Giessereigemisch        inerte    Gas erwärmt  werden kann und beim Durchgang derselben während       ds        Verdampfens    des     wässrigen    Verdünnungsmittels des  Katalysators die Temperatur des Gemisches selbst nicht  ansteigt. Der Wärmeinhalt des Gases wird zunächst ver  braucht, um die     Verdampfungswärme    für das     wässrige     Verdünnungsmittel zu liefern, ja es kann sogar eine  Abkühlung der     Giessereimasse    beim beginnenden Durch  gang des Gases durch die Masse erfolgen.  



  Somit kann ein Strom erwärmter Luft durch die  verformte     Giessereimasse    geschickt werden, bis das     wäss-          rige    Verdünnungsmittel für den Säurekatalysator prak  tisch verdampft ist. Der Gasstrom kann dann abgebro  chen und die verformte     Giessereimasse,    die man norma  lerweise in diesem Stadium ohne Bruchgefahr von der  Form     odz-r    dem Gerüst entfernen kann, bei Raum  temperatur innerhalb etwa 2 oder 3 Stunden aushärten  gelassen werden.

   Die folgende Tabelle I zeigt, dass die  Temperatur einer verformten     Giessereisandmasse    zu  nächst konstant bleibt, wenn ein auf     66''-    C erwärmter  Luftstrom verwendet wird, und dass die Temperatur der  Masse anfangs sogar abnimmt, wenn ein auf 86  C  erwärmter     Luftstrom    verwendet wird.  



  Die in Tabelle I untersuchten und angegebenen       Giessereimassen    wurden in eine Form gebracht, die zur  Herstellung von Probestücken gemäss dem Verfahren  in Abschnitt 14 von      The        Foundry    Sand     Handbook ,     6. Auflage, 1952, herausgegeben von     The        American          Foundry's        Society,    geeignet war. Die Probestücke hatten       Hantelform,    waren etwa 7,5 cm lang, 2,54 cm stark  und hatten in der Mitte einen verengten Hals von  2,54 cm Breite, so dass der mittlere Teil einen Quer  schnitt von 6,45     cm2    hatte.  



  Die untersuchte     Giessereimasse    bestand aus 2000 Tei  len Sand, 16 Gewichtsteilen 25     ö        iger    Schwefelsäure und  40 Gewichtsteilen eines harzartigen Bindemittels, das  Formaldehyd und     Furfurylalkohol    im     Molverhältnis     1 :4 enthielt. Diese Masse hatte eine Verarbeitungs  dauer von etwa 2 Stunden. Die unten angegebenen      Temperaturen wurden nach den angegebenen Zeiten  mittels     Thermoelementen    gemessen, die in die Seite der  Probestücke eingebettet waren, die der Seite des Luft  zutritts gegenüberlag.

    
EMI0003.0002     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Lufttemperatur
<tb>  Zeit <SEP> (Sekunden) <SEP> <B>660</B> <SEP> C <SEP> 860 <SEP> C
<tb>  0 <SEP> 25 <SEP> 25
<tb>  15 <SEP> 21
<tb>  30 <SEP> 25 <SEP> 22
<tb>  45 <SEP> 26
<tb>  60 <SEP> 25 <SEP> 49
<tb>  75 <SEP> 51
<tb>  90 <SEP> 27 <SEP> 53
<tb>  105 <SEP> 55
<tb>  120 <SEP> 29 <SEP> 57
<tb>  150 <SEP> 34       Aus Tabelle I ist ersichtlich, dass der auf 66  C  erwärmte Luftstrom die Temperatur des Probestückes  während der ersten 90 Sekunden des Luftdurchgangs  nicht über Raumtemperatur - ungefähr 25  C - er  wärmte.

   Durch den auf 86  C erwärmten Luftstrom  wurde die Temperatur des Probestücks - vermutlich  infolge der rascheren     Verdampfung    gegenüber dem  Luftstrom von 66  C - anfangs herabgesetzt, und das  Probestück wurde erst nach etwa 45 Sekunden über  Raumtemperatur erwärmt. Die Anfangszeiten von 90  bzw. 45 Sekunden reichten: aus, um das     wässrige        Kata-          lysatorverdünnungsmittel    der beiden Probestücke zu  verdampfen. Normalerweise haben die verformten     Gie-          ssereiprobestücke        in    diesem Stadium eine ausreichende  Grünhärte (80-90), dass sie von der Form genommen  werden können.

   Die vollständige Härtung erfolgt dann  unter     Raumbedingungen    in verhältnismässig kurzer Zeit  (bis zu 3 Stunden). Alle hier angegebenen Härten von  grünen     ungehärteten    Probestücken wurden mit einer       Dietert'schen    Prüfvorrichtung für Grünhärte, die     Kratz-          festigkeit    bzw. Kratzhärte der gehärteten Proben wurde  mittels einer     Dietert'schen        Kratzfestigkeits-Prüfvorrich-          tung    gemessen.  



  Das folgende Beispiel I zeigt die rasche Härtung  einer Masse nach der Erfindung.    <I>Beispiel 1</I>    Sandteilchen wurden innig mit einer 25 %     igen        wäss-          rigen    Schwefelsäure als     Katalysatorlösung    vermischt.  Die erhaltene Masse wurde mit einem durch Säure     härt-          baren        Harzbindemittel    aus Formaldehyd und     Furfuryl-          alkohol    im     Molverhältnis   <B>1:</B> 4 vermischt.

   Die Menge  des Bindemittels betrug 2     GewA    der Sandmenge und  die der     Katalysatorlösung    40     GewA    von der des Binde  mittels. Die erhaltene Masse hatte eine Verarbeitungs  dauer von 2 Stunden. Die Probe wurde 1 Minute lang  mit einem Warmluftstrom von 66  C behandelt und  anschliessend 10 Minuten bei Raumtemperatur gehärtet,  wonach sie eine Zugfestigkeit von<B>13,3</B>     kg/cm2    hatte.  Wenn die 1 Minute mit Luft von 66  C behandelte  Probe 2 Stunden bei Raumtemperatur gehärtet wurde,  erreichte sie eine Zugfestigkeit von 17,2     kg/cm2.     



  Andere aus der obigen Masse hergestellte Probe  stücke hatten eine innere Kratzfestigkeit von 80 in der    Mitte des Halses von 6,45     cm2    Querschnitt und die       Oberflächenkratzfestigkeit    90, nachdem sie 1 Minute mit  Luft von 66  C behandelt und anschliessend 2 Stunden  bei Raumtemperatur gehärtet worden waren. Nach  75 Sekunden Hindurchblasen von Luft von 66  C und  2 Stunden Härten bei Raumtemperatur betrug die  Kratzfestigkeit 80 bzw. 97, und nach 90 Sekunden Be  handlung mit Luft von 66  C und 2 Stunden     Härten     bei Raumtemperatur betrug die Kratzfestigkeit 83 bzw.  98. Nach 5 Minuten     Hindurchblasen    von Luft von  Raumtemperatur wurde eine äussere Härte erreicht, die  grösser war als die innere Kratzfestigkeit von mehr als 80.  



  Die oben angegebenen     Kratzfestigkeiten    zeigen an,  dass die Oberflächenhärte nach der Härtung der Probe  grösser ist als die innere Härte. Ein solches Härtever  hältnis ist natürlich vorteilhaft, weil die äussere Ober  fläche diejenige ist, die das     geschmolzene    Metall auf  nimmt und formt.     Kratzfestigkeiten    von 80 bis 90 sind  vollständig ausreichend, um die gewöhnlich zum Giessen  verwendeten     geschmolzenen    Metalle zu verformen.  Wenn hier also von einer  befriedigenden Härte  der  Probe die Rede ist, ist damit eine Kratzfestigkeit im  Bereich von 80 bis 90 oder darüber gemeint.  



  Die     Härtewerte    von Beispiel I sollen mit der inneren  und äusseren Härte von verformten     Giessereigemischen     verglichen werden, die im Ofen gehärtet worden sind.  Beim Härten im Ofen erfolgt eine fortschreitende Här  tung des verformten     Giessereigemisches    von der Ober  fläche nach innen hin. Um eine ausreichende     Härtung     und eine dementsprechende gewünschte Festigkeit im  Innern der verformten Masse zu erreichen, führt die  Härtung von verformten     Giessereimassen    im Ofen ge  wöhnlich zu einer Überhärtung der äusseren     Oberfläche     und einem dementsprechenden Nachlassen der Ober  flächenhärte.

   Der Abfall der     Oberflächenhärte    wird grö  sser, wenn die Stärke des Sandgemisches zunimmt, weil  eine grössere     Härtungszeit    erforderlich ist, um ein Durch  wärmen der inneren Teile des Gemisches zu gewährlei  sten, wie das folgende Beispiel zeigt.    <I>Beispiel 2</I>    Eine     Giessereisandmasse    mit einem bekannten     Öl-          Getreide-Bindemittel    wurde in eine Probeform gestampft  und 1 Stunde bei<B>218'</B> C gebacken.

   Die erhaltene ge  härtete Masse hatte eine mittlere Härte von 93 und  eine mittlere Oberflächenhärte von 84, hatte also eine  geringere Oberflächenhärte infolge der Überhärtung bei  einem normalen     Härtungsverfahren,    wenn eine ausrei  chende     Härtung    des Inneren erreicht werden soll. Das  erfindungsgemässe Verfahren gestattet eine gewünschte  Härtung über den gesamten     Querschnittsbereich    der ver  formten     Giessereimasse    ohne die Gefahr, dass die Ober  fläche     überhärtet    wird.  



  Die folgenden Beispiele demonstrieren die     Vielzahl     von Massen, die im Rahmen der Erfindung hergestellt  und verwendet werden können. Alle Teile in den Mas  sen der folgenden Beispiele sind Gewichtsteile. Die zur  Entfernung der     Säureverdünnungsmittel    verwendeten  Gasströme der Beispiele     III    bis V hatten Raumtempera  tur. Die in den Beispielen I,     1I    und     VI    bis XIV ver  wendeten Proben wurden wie oben beschrieben     gemäss     Abschnitt 14 von      The        Foundry    Sand     Handbook     her  gestellt.

   Die in den zuletzt genannten Beispielen (mit  Ausnahme von Beispiel     1I)    durch die Proben geschick  ten erwärmten Luftströme bestanden aus Luft mit 60 %  relativer Feuchte bei Raumtemperatur 25  C). Die Mas  sen der folgenden Beispiele liessen sich     innerhalb    von      5 Minuten mit den angegebenen erwärmten Luftströ  men zu einer befriedigenden Härte härten oder liefer  ten Proben, aus denen sich die Feuchtigkeit der     Kata-          lyFatorlösung    innerhalb von 2 Minuten entfernen liess  und die sich anschliessend in 2-3 Stunden bei Raum  temperatur zu befriedigender     Härte    härten liessen.  



  <I>Beispiel 3</I>  <B>100</B> Teile Sand wurden innig mit 4 Teilen einer  25     ,'igen        wässrigen    Schwefelsäure vermischt. Das erhal  tene Gemisch wurde dann gleichmässig mit 5 Teilen       Furfurylalkohol    vermischt. Die     fertige        Giessereimasse     war etwas klebrig und     erhärtete    teilweise innerhalb von  3 Stunden bei Raumtemperatur. Eine 6,35 mm starke  Probe wurde in einen     Büchnertrichter    gelegt, und es  wurde Luft     hindurchgesaugt.    Die Probe erhärtete in  5 Minuten.

   Andere Proben wurden in einen     Exsikkator     gelegt, an den Vakuum angelegt wurde; diese Proben  erhärteten innerhalb von 30 Minuten.    <I>Beispiel 4</I>  100 Teile Sand wurden mit 2 Teilen einer 25 %     igen          wässrigen    Schwefelsäure und 5 Teilen     Furfurylalkohol     in der in Beispiel 3 beschriebenen Weise vermischt.  Das erhaltene Gemisch hatte eine Verarbeitungsdauer  von mehreren Stunden bei Raumtemperatur. Ein Teil  der Probe wurde als 9,5 mm starke Schicht in einen       Büchnertrichter    gelegt, durch den Luft gesaugt wurde,  und erhärtete innerhalb von 20 Minuten.  



  <I>Beispiel 5</I>  100 Teile Sand wurden innig mit 4 Teilen einer  50     9,igen        wässrigen    Phosphorsäure und 5 Teilen     Fur-          furylalkohol    in der in Beispiel 3 beschriebenen Weise  vermischt. Das erhaltene Gemisch war mehrere Stunden  bei Raumtemperatur beständig. Proben des Gemisches  erhärteten im     Vakuumexsikkator    innerhalb von 30 Mi  nuten. Proben des Gemisches, durch die im     Büchner-          Trichter    Luft gesaugt wurde, erhärteten innerhalb einer  Stunde.  



  In den folgenden Beispielen, in denen erwärmte  Gasströme durch verformte     Zugfestigkeitsproben    gebla  sen wurden, lässt sich das     wässrige    Verdünnungsmittel  innerhalb von 2 Minuten oder schneller entfernen. Nach  dieser kurzen Zeit kann die Masse aus der Form oder  dem Gerüst entfernt und bei Raumtemperatur, ungefähr  25-27=' C, innerhalb von 2 bis 3 Stunden zu einer     be-          friedigend-,n    Härte gehärtet werden. In den folgenden  Beispielen wurden die Proben durch     Hindurchleiten    von  Gasströmen der angegebenen Temperatur vollständig  innerhalb von 5 Minuten oder schneller zu einer be  friedigenden Härte gehärtet.  



  Man kann also erfindungsgemäss erwärmte oder  nicht erwärmte Gasströme (von Raumtemperatur) zur  Entfernung des     wässrigen    Verdünnungsmittels verwen  den. Beim Verdunsten des Verdünnungsmittels hat die  Masse selbst noch nicht die Raumtemperatur überschrit  ten; in diesem Stadium kann die Masse von der Ober  fläche des Gerüstes abnehmen und die vollständige Här  tung bei Raumtemperatur innerhalb von etwa 2 bis  3 Stunden erfolgen lassen. Die Formstücke können auch  derart verfestigt werden, dass man Probestücke mittels  erwärmter Gasströme innerhalb von wenigen Minuten  rasch und vollständig     härtet.    Nach der     Härtung    hat  sich die Härte der Oberfläche der Proben nicht infolge  von Überhärtung verringert.

   Wenn man also eine voll  ständige Härtung eines     Giessereikerns        bzw.    einer Giess-    form in möglichst kurzer Zeit erreichen will, kann die  verformte Masse mittels eines erwärmten Gasstromes in  einer einzigen Verfahrensstufe vollständig     gehärtet    wer  den. Wenn die Zeit nicht so wesentlich ist, kann man  die verformte     Giessereimasse    bei Raumtemperatur er  härten lassen, nachdem die Feuchtigkeit der Katalysator  lösung durch einen Gasstrom entfernt worden ist, der  Raumtemperatur oder erhöhte Temperatur haben kann.

      <I>Beispiel 6</I>  100 Teile Sand wurden mit einer 25 %     igen        wässrigen     Schwefelsäure als     Katalysatorlösung    überzogen und an  schliessend mit einem harzartigen Bindemittel aus Form  aldehyd und     Furfurylalkohol    im     Molverhältnis    1 :4  vermischt. Die Menge des Harzes betrug 2 Gewichts  teile und die der     Katalysatorlösung    60     Gew.%    des durch  Säure     härtbaren    Harzes. Das erhaltene     Gemisch    hatte  eine Verarbeitungsdauer von 2 Stunden und einen     Ge-          misch-pH-Wert    von 2,20.

   Das     wässrige    Verdünnungs  mittel des Katalysators war innerhalb von 2 Minuten  praktisch vollständig aus der Masse entfernt, wenn letz  teres mit einem Luftstrom von 66  C behandelt wurde;  die Masse wurde innerhalb von 5 Minuten durch Luft  von 66  C zu einer befriedigenden Härte     gehärtet.     



  <I>Beispiel 7</I>  100 Teile Sand wurden mit einer 20 %     igen        wässrigen          Phosphorsäurelösung    überzogen und das erhaltene Ge  misch mit 2 Teilen eines     furfurylierten        Harnstoffharzes     vermischt, das 40 Teile     Furfurylalkohol    je 100 Teile  der gesamten Harzmasse enthielt. Die Menge der sauren       Katalysatorlösung    entsprach 20     Gew.%    des Bindemittels.  Die erhaltene Masse hatte eine Verarbeitungsdauer von  4 Stunden.

   Wenn Probestücke mit einem Warmluft  strom von 66  C behandelt wurden, wurde praktisch  alle Feuchtigkeit innerhalb von 2 Minuten aus der  Masse entfernt, wonach die Proben eine ausreichende  Härte besassen, um aus der Form genommen und bei  Raumtemperatur in etwa 3 Stunden zu einer befriedi  genden Härte gehärtet zu werden. Die Masse von Bei  spiel 7 hatte einen     Gemisch-pH-Wert    von 4,5.  



  Wenn die Menge des Katalysators der Masse von  Beispiel 7 auf 40     Gew.%    des Bindemittels erhöht wurde,  wurde eine Masse mit einer Verarbeitungsdauer von  3 Stunden und einem     Gemisch-pH-Wert    von 4 erhal  ten. Diese Masse erhärtete wegen der erhöhten     Kata-          lysatoraktivität    rascher.  



  Wenn die Menge des Katalysators der Masse von  Beispiel 7 auf 60     Gew.    % des harzartigen Bindemittels  erhöht wurde, sank der     Gemisch-pH-Wert    auf 3,6, und  es wurde eine Masse erhalten, die rascher zu befriedi  genden Härten     erhärtete    als die oben beschriebenen  ähnlichen Massen mit kleinerem     Katalysatorgehalt.     



  <I>Beispiel 8</I>  Sandteilchen wurden mit einer 25 %     igen        wässrigen     Schwefelsäure als     Katalysatorlösung    und einem harz  artigen Bindemittel aus Formaldehyd und     Furfurylal-          kohol    im     Molverhältnis    1 : 4 vermischt. Die Menge des  Bindemittels betrug 2     Gew.%    der Sandmenge und die  der     wässrigen        Katalysatorlösung    40     Gew.    % des Bindemit  tels.

   Die erhaltene Masse hatte eine Verarbeitungsdauer  von 2 Stunden, und daraus bereitete Probestücke hat  ten nach 45 Sekunden Behandlung mit einem Luftstrom  von 86  C und anschliessend 2 Stunden     Härtung    bei  Raumtemperatur eine Zugfestigkeit von 25,5     kg/cm2;     nach 1 Minute Behandlung mit Luft von 86  C und an-      schliessend 2 Stunden Härtung bei Raumtemperatur eine  Zugfestigkeit von 26     kg/cm2;    und nach 2 Minuten Be  handlung mit Luft von 86  C und anschliessend 2 Stun  den Härtung bei Raumtemperatur eine Zugfestigkeit  von 28     kg/cm2.    Die Masse von Beispiel 8 hatte einen       Gemisch-pH-Wert    von 2,75.  



  <I>Beispiel 9</I>  Eine gleiche Masse wie die von Beispiel 8, bei der  nur die Menge des Katalysators 25     GewA    des Binde  mittels entsprach und die Schwefelsäure mit Methanol  und Wasser verdünnt war, wurde     zu    Probestücken ver  arbeitet.

   Nach Behandlung mit einem Luftstrom von  78  C hatten die Probestücke die folgenden     Zugfestig-          keiten:    nach 40 Sekunden Warmluft und anschliessend  2 Stunden Härten bei Raumtemperatur 18,9     kg/cm2;     nach 45 Sekunden Warmluft und anschliessend 2 Stun  den Härten bei Raumtemperatur 22,8     kg/cm2;    und  nach 1 Minute Warmluft und anschliessend 2 Stunden  Härten bei Raumtemperatur 22,5     kg/cm2.    Die     Gie-          ssereisandmasse    von Beispiel 9 hatte eine Verarbeitungs  dauer von 1 Stunde und einen     Gemisch-pH-Wert    von  3,25.  



  Es ist ersichtlich, dass die Masse von Beispiel 9  trotz der geringeren Säurekonzentration im Vergleich  zu der Masse von Beispiel 8 eine kürzere Verarbeitungs  dauer hatte, dass also der Methylalkohol als Verdün  nungsmittel zur Verhinderung der Härtung des Binde  mittels unwirksam war.  



  <I>Beispiel 10</I>  Sandteilchen wurden mit einer 33 %     igen        wässrigen          Maleinsäurelösung    als Katalysator und     einem    harzarti  gen Bindemittel aus Formaldehyd und     Furfurylalkohol     im     Molverhältnis    1 : 4 vermischt. Die Menge des harz  artigen Bindemittels entsprach 2     GewA    des Sandes und  die der     Katalysatorlösung    40     GewA    des polymerisier  baren Bindemittels. Die erhaltene Masse wurde in Probe  formen gebracht und mit einem Luftstrom von 70 bis  72  C behandelt.

   Nach 2 Stunden war praktisch alle  Feuchtigkeit aus den Proben entfernt, wonach sie bei  Raumtemperatur in weniger als 2 Stunden zu einer be  friedigenden Härte erhärteten. Die anfängliche Giesserei  masse hatte eine Verarbeitungsdauer von 21/2 Stunden  und     einen        Gemisch-pH-Wert    von 3,25.  



  <I>Beispiel 11</I>  Sandteilchen wurden mit einer 50     %        igen        wässrigen          Trichloressigsäurelösung    als Katalysator und einem     po-          lymerisierbaren    Bindemittel vermischt, das 1     Mol    For  maldehyd je 4     Mol        Furfurylalkohol    enthielt. Die Menge  des Bindemittels entsprach 2     GewA    des Sandes und die  der     Katalysatorlösung    25     GewA    des Bindemittels.

   Aus  der erhaltenen Masse hergestellte Proben erhärteten in       einem    Luftstrom von<B>710</B> C innerhalb von 5     Minuten     vollständig zu einer befriedigenden Härte. Die Giesserei  masse von Beispiel 11 hatte     eine    Verarbeitungsdauer von  3 Stunden und     einen        Gemisch-pH-Wert    von 4.  



  Bei     Erhöhung    der Menge der 50 %     igen        Trichlores-          sigsäurelösung    auf 40     GewA    des     harzartigen    Bindemit  tels wurde eine Masse mit praktisch der gleichen Ver  arbeitungsdauer von 3 Stunden, aber einem Gemisch  pH-Wert von 3,5 erhalten. Proben von befriedigender  Härte wurden durch     Hindurchleiten    eines<B>75'</B> C war  men Luftstromes durch Proben innerhalb von weniger  als 5 Minuten erhalten.

      <I>Beispiel 12</I>  Sandteilchen wurden mit einer 25 %     igen        wässrigen     Schwefelsäure und einem harzartigen Bindemittel aus       Furfurylalkohol    und Formaldehyd im     Molverhältnis     4: 1 vermischt. Die Menge des Bindemittels entsprach  2     GewA    des Sandes und die der     Katalysatorlösung     40     GewA    des Bindemittels.

   Aus dieser Masse hergestellte  Probestücke wurden 1 Minute mit einem Stickstoffstrom  von 60  C behandelt und anschliessend 2 Stunden bei  Raumtemperatur     gehärtet,    sie hatten dann eine Zug  festigkeit von 22,3     kg/cm>-.    Die Masse von Beispiel 12  hatte eine Verarbeitungsdauer von 2 Stunden und einen       Gemisch-pH-Wert    von 2,7.    <I>Beispiel 13</I>  Sandteilchen wurden mit einer 50 %     igen        wässrigen          Eisen-III-chloridlösung    als Katalysator und einem harz  artigen Bindemittel aus Formaldehyd und     Furfurylal-          kohol    im     Molverhältnis    1 : 4 vermischt.

   Die Menge des  Bindemittels entsprach 2     GewA    des Sandes und die des  Katalysators 20     GewA    des Bindemittels. Die erhaltene  Masse hatte eine Verarbeitungsdauer von 2 Stunden und  einen     Gemisch-pH-Wert    von 3,6. Die aus der Masse  von Beispiel 13 hergestellten Probestücke konnten inner  halb von 5 Minuten zu einer befriedigenden Härte ge  härtet werden. Aus anderen Proben wurde innerhalb  von 2 Minuten die Feuchtigkeit praktisch vollständig  entfernt, worauf die Proben innerhalb von 2 bis 3 Stun  den bei Raumtemperatur zu einer befriedigenden Härte  erhärteten.  



  Wenn die Menge der 50 %     igen        wässrigen        Eisenchlo-          ridlösung    auf 40     GewA    des Bindemittels erhöht wurde,  wurde die Verarbeitungsdauer auf     21!.    Stunden herab  gesetzt. Die Masse hatte dann einen     Gemisch-pH-Wert     von 3,2. Daraus hergestellte Proben erhärteten in kür  zerer Zeit zu befriedigender Härte als die aus der Masse  mit 20     GewA    Katalysator, weil dessen Aktivität grösser  war.  



  <I>Beispiel 14</I>  Sandteilchen wurden mit     einer    20 %     igen        wässrigen     Phosphorsäure als     Katalysatorlösung    vermischt. Das er  haltene Gemisch wurde mit einem     polymerisierbaren     Bindemittel aus einem     Harnstoff-Formaldehyd-Harz     vermischt, in dem das     Molverhältnis    von Harnstoff zu  Formaldehyd 1 : 2 betrug. Die Menge des Bindemittels  entsprach 2     GewA    des Sandes und die der Katalysator  lösung 50     GewA    des Harzes. Die Masse von Beispiel  14 hatte eine Verarbeitungsdauer von 3 Stunden und  einen     Gemisch-pH-Wert    von 3,8.

   Aus der Masse von  Beispiel 14 hergestellte Proben wurden mit einem  Warmluftstrom von 69  C 1 Minute behandelt und  2 Stunden bei Raumtemperatur gehärtet. Diese Proben  hatten die Oberflächenhärte 70. Nach     11/2    Minuten Be  handlung mit Luft von 69  C und weniger als 3 Stun  den Härten bei Raumtemperatur betrug die Oberflä  chenhärtung der Proben 75.     Eine    befriedigende     Kratz-          festigkeit    wurde erreicht, wenn die Probe 5 Minuten  im Luftstrom von 69  C behandelt wurde.  



  Wie aus den obigen Beispielen hervorgeht, kann  eine grosse Anzahl von     Giessereisandmassen    mit ver  schiedenen polymerisierten Bindemitteln, die im gehär  teten Zustand     unschmelzbar    sind, in Verbindung mit  verdünnten     wässrigen    Säurelösungen als Katalysatoren  hergestellt werden. Bei derartigen Verfahren wird das  Wasser aus der     Katalysatorlösung    verdampft, bis die  Konzentration der Säure ausreicht, um eine rasche     Po-          lymersiation    des     polymerisierbaren    Bindemittels und da-      mit eine rasche Härtung auszulösen.

   Der Katalysator  muss in ausreichender Menge vorhanden sein, um eine  rasche     Polymerisation    des Bindemittels auszulösen, und  die Menge des Bindemittels sollte so bemessen sein,  dass die gewünschte Vereinigung der Sandkörner zu  Schalen oder Kernen erzielt wird. Vor der Auslösung  der raschen     Polymerisation    des Bindemittels lassen sich  die     Giessereimassen    leicht verformen. Wenn aber die       Polymerisation    ausgelöst worden ist, sind die Giesserei  massen nicht mehr verformbar, weil ihre     Endhärtung     begonnen hat.  



  Wenn die Natur des     polymerisierbaren    Bindemittels  verändert wird, kann sich auch die erforderliche Menge  an wässriger     Katalysatorlösung    ändern, eine Änderung  kann durch unterschiedliche     Alkalität    des Sandes und  durch unterschiedliche, für die     Polymerisation    des  Bindemittels erforderliche Säurekonzentration veranlasst  werden. Wie oben ausgeführt, hängt die Menge des  Bindemittels von der Feinheit des Sandes ab. Die Menge  des     Katalysators    kann, wie auch bereits erwähnt, nicht  genau vorausbestimmt werden.

   Der in den Beispielen  1, 2 und 6 bis 14 verwendete Sand hatte     eine        AFS-          Feinheit        (American        Foundrymen's        Society)    von 50-55;  der Sand der Beispiele 3 bis 5 war ein     Kieselsäuresand     mit der     AFS-Feinheit    75.  



  Es ist selbstverständlich, dass die genaue Natur des  jeweils verwendeten schwerschmelzbaren Materials nicht  von wesentlicher Bedeutung ist; die erfindungsgemässe  Masse kann also selbstverständlich mit allen Arten       polymerisierbarer    Bindemittel und beliebigen Katalysa  toren hergestellt werden. Der verwendete Katalysator  sollte bevorzugt einen     Gemisch-pH-Wert    von etwa 2,2  bis 2,75 hervorrufen, wenn 10 g des fertigen Giesserei  sandgemisches mit 50     cm3    neutralem destilliertem Was  ser aufgeschlämmt werden. Alle Säurekatalysatoren, die       Giessereisandgemische    bilden, die einen     pH-Wert    im Be  reich von etwa 2 bis 4,5 haben, können aber verwen  det werden.

   In den Patentansprüchen soll mit      Gemisch-          pH-Wert     ein     pH-Wert    bezeichnet werden, der in der  oben beschriebenen Weise bestimmt worden ist, und  die Härtezahlen sind mittels einer     Dietert'schen        ffärte-          prüfvorrichtung    bestimmt worden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Formsandmasse, dadurch gekennzeichnet, dass sie 100 Gewichtsteile Sand, 1-6 Gewichtsteile eines Bin ders, der mit sauren Katalysatoren polymerisierbar und in gehärtetem Zustand unschmelzbar ist, sowie eine wässrige Lösung einer Katalysatorsäure zur Härtung des Binders enthält, dass die Masse ein pH von 2-4,5 auf- weist und dass die Säure in der Lösung in genügender Menge, jedoch in ungenügender Anfangskonzentration enthalten ist, um eine rasche Härtung des Binders aus zulösen.
    IL Verwendung der Formsandmasse nach Patent anspruch 1 zur Herstellung gehärteter Giessereiformen und -formkernen, gekennzeichnet durch geeignete For mung der Masse und durch Konzentrationserhöhung der Säure in der wässrigen Lösung mittels gleichmässi gem Wasserentzug mindestens bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Säure in genügender Konzentration vorliegt, um eine rasche Polymerisation des Binders auszulösen. UNTERANSPRCCHE 1.
    Masse nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Katalysatorsäure Schwefelsäure und der polymerisierbare Binder ein Furfurylalkohol-For- maldehydharz ist. 2. Verwendung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Entzug des Wassers der wäss- rigen Lösung in der geformten Masse ohne Temperatur erhöhung der geformten Mischung über Raumtempera tur vorgenommen wird. 3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserentzug dadurch erzielt wird, dass ein Inertgas durch die geformte Masse ge leitet wird. 4.
    Verwendung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Inertgas so lange durch die ge formte Masse geleitet wird, bis diese eine innere Grün härte von mindestens 80 besitzt. 5. Verwendung nach dem Unteranspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Inertgas Luft ist, welche durch die geformte Masse zum Zwecke des Was- serentzuges aus der wässrigen Säurelösung geblasen wird. 6.
    Verwendung nach den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Inertgas einen er hitzten Gasstrom bildet, der auf einer Temperatur von mindestens 60 gehalten wird und der durch die ge formte Masse geleitet wird, bis eine innere Ritzhärte von mindestens 80 erreicht ist, worauf man die geformte Masse bei Raumtemperatur aushärten lässt. 7. Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aushärtungszeit der geformten Masse nach der Gasbehandlung 2 bis 3 Stunden be trägt. B. Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Binder in der geformten Masse durch Hindurchleiten des erhitzten Gases während höch stens 5 Minuten gehärtet wird.
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