CH451502A - Verfahren zum Versehen der Oberfläche eines Kunststoffgegenstandes mit Farbzeichen, während diese noch weich ist - Google Patents

Verfahren zum Versehen der Oberfläche eines Kunststoffgegenstandes mit Farbzeichen, während diese noch weich ist

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CH451502A
CH451502A CH206365A CH206365A CH451502A CH 451502 A CH451502 A CH 451502A CH 206365 A CH206365 A CH 206365A CH 206365 A CH206365 A CH 206365A CH 451502 A CH451502 A CH 451502A
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CH206365A
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William Curtis Robert
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Cincinnati Milling Machine Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description


  Verfahren zum Versehen der Oberfläche eines     Kunststoffgegenstandes     mit Farbzeichen, während diese noch weich ist    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen  der Oberfläche eines Kunststoffgegenstandes mit     Farb-          zeichen    während diese noch weich ist, insbesondere ein  Verfahren, bei dem ein Farbstoff kontrastierender Farbe  in die Oberfläche des Kunststoffgegenstandes bei dessen  Herstellung eingearbeitet wird, um eine deutliche und  nutzbare Markierung zu erzeugen.  



  Bei der Herstellung von geformten Kunststoffge  genständen ist es oft erwünscht, die Gegenstände mit  dauerhaften     Identifizierungszeichen    oder     -markierungen     zu versehen, um die Art der Waren und den Herstel  lungsort zu bezeichnen. Bisher war es üblich, die Iden  tifizierungszeichen unmittelbar auf der Oberfläche des  Gegenstandes in Form von erhöhten oder vertieften  Buchstaben oder Zeichen anzubringen. Diese Markie  rungsart ist jedoch besonders dann sehr aufwendig,  wenn die Markierungen Sorten- oder Qualitätsbestim  mungen enthalten, die während der Herstellung des  Gegenstandes oft gewechselt werden müssen.

   Ein an  deres bekanntes Verfahren bei der Markierung von  Kunststoffgegenständen besteht darin, die Farbe oder  ein anderes Markierungsmaterial in die erwärmte und  weichgemachte Oberfläche des     bereits    geformten Ge  genstandes einzupressen. Hierbei haftet das Markie  rungsmittel auf der     Kunststoffoberfläche    und bildet auf  der Fläche des Gegenstandes die gewünschte Bezeich  nung.  



  Es wurde nun gefunden, dass es möglich ist, diese  Art der Markierung weiter zu entwickeln und das  Markieren der geformten Gegenstände im Verlaufe des  Guss- oder Formvorganges auszuführen. Mit anderen  Worten: Bei denjenigen Form- oder Giessvorgängen,  bei denen eine     ungeformte    Kunststoffmasse, z. B. Mo  nomer-Polymer-Sirup, in eine     Gussform    eingegossen und  zur Formung eines Gegenstandes der Einwirkung von  Wärme und Druck unterworfen wird, ist es nunmehr  möglich, den Gegenstand mit Farbmarkierungen oder  Farbzeichen zu versehen, die beim Giessen des Kunst  .     stoffgegenstandes    unmittelbar     in    dessen Oberfläche ein-    gearbeitet werden.

   Auf diese Weise wurde ein ein  faches und wenig aufwendiges Verfahren zum Markie  ren oder Bezeichnen gegossener Gegenstände aus Kunst  stoff geschaffen.  



  Dieses Verfahren ist erfindungsgemäss dadurch ge  kennzeichnet, dass der Gegenstand aus einem flüssigen       Monomer-Polymer-Gemisch    mit     Glasfaserverstärkung     unter Einwirkung von Wärme und Druck geformt wird,  und dass während der Formung die Farbzeichen ab  einem in der Form befindlichen und mit wärmehärten  der Farbe bedruckten Abziehbogen in die Oberfläche  des Gegenstandes eingearbeitet werden.  



  Bei diesem Formvorgang wird zweckmässig ein Mo  nomer-Polymer-Kunststoffgemisch verwendet, das bei  Raumtemperatur die Konsistenz von Sirup oder einer  Paste hat. In stetiger Berührung mit der mit Farbe  bedruckten Fläche eines Abziehbogens stehend kann  dann der Gegenstand aus der     Monomer-Polymer-Kunst-          stoffmasse    unter der Einwirkung von     Wärme    und  Druck geformt werden. Dabei ist die Farbe der     Lö-          sungsmittelwirkung    des     heissen    flüssigen Kunststoffes  ausgesetzt und wird infolgedessen mit dem Kunststoff  auf der Oberfläche des geformten Gegenstandes ver  bunden.

   Beim Herausheben des Gegenstandes aus der  Form und beim Abstreifen des Abziehbogens von der  verhältnismässig kühlen und starren Oberfläche des  Kunststoffes bleibt dann die Farbe in der Oberfläche  des Kunststoffgegenstandes zurück.  



  Das oder die Farbzeichen ist bzw. sind also wäh  rend des Formvorganges einwandfrei in die Oberfläche  wodurch eine Dauermarkierung geschaffen wird, die  nur durch Abschleifen entfernt werden kann, wobei  aber auch ein     Teil    der Oberfläche des Gegenstandes  beschädigt und entfernt würde.  



  Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeich  nung beispielsweise beschrieben. In der Zeichnung zeigt:       Fig.    1 eine schaubildliche Ansicht des Schichtauf  baues einer verstärkten Tafel, wobei der Abziehbogen      nach oben gedreht ist, um die auf den Abziehbogen  aufgedruckten Farbzeichen zu zeigen,       Fig.    2 einen Querschnitt durch den     Schichtaufbau     vor dem Formen und       Fig.    3 ist ein     Teil    der geformten Tafel mit den auf  gedruckten Markierungen.  



  Der in der     Zeichnung    dargestellte kupferbekleidete  Schichtaufbau zeigt eine besondere nach dem vorliegen  den Verfahren hergestellte     Ausführungsart    eines mit  Zeichen versehenen, geformten Kunststoffgegenstandes.  Die dargestellte elektrische Schalttafel besteht aus einem  glasfaserverstärkten Kunststoffboden, der unmittelbar  auf einer Kupferfolie gebildet ist, um auf diese Weise  nach einem einzigen     Pressvorgang    eine vollständige  Schalttafel zu bilden.

   Zur Herstellung der Tafel werden  die Kupferfolie und das Verstärkungsmaterial auf ein  Tragblech 10     (Fig.    1 und 2) aufgelegt, das als     Sammel-          platte    dient, wodurch eine bessere Handhabung des       Schichtaufbaues    vor dem Formen ermöglicht wird. Zur  Herstellung des Schichtaufbaues wird die Kupferfolie  12 auf die obere Fläche des Bleches 10 aufgelegt, das  allenfalls mit einem herkömmlichen     Ablösemittel    be  strichen wird. Auf die Oberseite der Kupferfolie 12  wird dann eine Schicht aus gewebtem Glastuch 14  aufgebracht, dann eine abgemessene Menge eines Mo  nomer-Polymer-Kunststoffsirups auf das Glastuch auf  gegossen und mit einer     Schaberklinge    geebnet.

   Dann  wird eine Schicht aus verfilzten oder mattierten Glas  fasern und eine zweite Lage oder Schicht aus Glas  tuch 18 in dieser Reihenfolge auf die Oberseite des  flüssigen Kunststoffes aufgelegt. Der Schichtaufbau wird  dann mit einem Abziehbogen 20 bedeckt, der auf die  Oberseite des zusammengeschichteten Tafelmaterials  aufgelegt wird. Der     Schichtaufbau    wird dann zur über  tragung in die Formpresse fertiggestellt, in der entspre  chend dem üblichen Verfahren die Tafel unter Ein  wirkung von Wärme und Druck geformt wird. Die  auf diese Weise geformte fertige Tafel besteht aus einem  glasverstärkten isolierenden Kunststoffboden, an dem  eine Schicht aus Kupferfolie haftet.

   Der bei der Her  stellung dieses Gegenstandes verwendete Kunststoff be  steht im vorliegenden Fall aus der Lösung von     Meth-          acrylatpolymer        in        Methacrylatmonomer,    wobei eine  kleine Menge eines ungesättigten     Alpha-Beta-Polyesters     zugefügt wurde, um das Haften der Kupferfolie am  Kunststoffboden zu verbessern.  



  Der beim Formvorgang verwendete Abziehbogen  kann irgend ein beliebiges, mit glatter Oberfläche     ver-          sehenes    Material sein, das weder     durch    die bei der  Formung erfolgende Einwirkung von Wärme und Druck  noch durch den bei der Herstellung der Tafel ver  wendeten flüssigen Kunststoff nachteilig beeinflusst wird.  Der Abziehbogen darf nach Beendigung des Formvor  ganges an der Kunststofffläche des Gegenstandes nicht  kleben oder haften. Im dargestellten Beispiel wurde  als Abziehbogen ein Bogen aus Pflanzenfasern be  stehendem Pergamentpapier verwendet, der mit einem       Ablösemittel,    beispielsweise einer organischen Chrom  verbindung, behandelt worden war.  



  Der Abziehbogen muss mit einem      Umkehr -Druck     der     Identifizierungszeichen    versehen sein, die     schluss-          endlich    auf dem fertig geformten Gegenstand erscheinen  sollen. Mit anderen Worten: Die auf dem Abziehbogen  befindlichen Zeichen müssen ein Spiegelbild der auf  dem     fertigen    Gegenstand gewünschten Zeichen sein.  Im dargestellten Beispiel ist die Tafel 21 mit einem  Warenzeichen 22     (Fig.    3), das das Herstellungswerk    angibt, und mit einem weiteren Zeichen 24 bedruckt,  das die     Art    der erzeugten Tafel bezeichnet.

   Die Zeichen  oder Marken 22 und 24 sind spiegelbildlich     (Fig.    1)  mit einer elektrisch nichtleitenden Farbe in einem Punkt  muster auf das Abziehpapier     aufgedruckt.    Auf diese  Weise wird selbst das Fliessen kleiner Streuströme über  die Farbflächen der Tafel verhindert. Im dargestellten  Beispiel wurde eine     wärmehärtbare    oder schnelltrock  nende Farbe verwendet, da diese Farbe die Eigenschaft  hat, Lösungsmittel bei erhöhten Temperaturen schnell  abzugeben. Die Farbe trocknet deshalb beim Durchgang  durch einen Erhitzer auf dem mit harter Oberfläche  versehenen Papier 20 sehr schnell.

   Dieser Farbstoff ist  auch besonders gut zur Verwendung bei gedruckten  Schaltungen geeignet, da diese Farbe durch die chemi  schen Stoffe und Lösungsmittel, die üblicherweise beim  Drucken, Ätzen und Löten von gedruckten Schaltungen  verwendet werden, nicht nachteilig beeinflusst wird.  



  Sobald der Abziehbogen von der geformten Tafel  abgezogen wird, sind die Farbzeichen in der in     Fig.    3  dargestellten Weise auf die Kunststofffläche der Tafel  übertragen. Erfahrungsgemäss ist das Farbmaterial so  fest in der Kunststofffläche der Tafel     verankert,    dass  es     schlussendlich    ein Bestandteil der Tafel     ist.     



  Obwohl zur Ausführung des Verfahrens ein be  stimmter Kunststoff, nämlich eine Lösung von     Meth-          acrylatpolymer        in        Methacrylatmonomer    beschrieben  worden ist,     ist    das vorliegende Markierungsverfahren  nicht auf diesen bestimmten Kunststoff begrenzt, son  dern kann auch unter Verwendung anderer Lösungen  von Polymeren in     Monomeren    als Giessmaterial ver  wendet werden. Beispielsweise ist es ausser dem er  wähnten     Methacrylatkunststoff    auch möglich, Lösungen  von anderen Polymeren, z.

   B.     Postyrol,        Polydiallyl-          phthalat,        Kopolymere    von     Styrol    und     Methacrylat    und       ungestättigte        Alpha-Beta-Polyester    in anderen Mono  meren, beispielsweise     Styrol,        Diallylphthalaten    und     Me-          thylstyrol    zu verwenden.

   Alle diese Polymere oder       Monomere    können entweder allein für sich oder in  Gemischen mit einem beliebigen     Monomer    oder mit  mehreren beliebigen     Monomeren    verwendet werden,  um einen Formsirup zu bilden, der eine     Übertragung     des Farbzeichens auf die Oberfläche des Kunststoffge  genstandes bewirkt, wenn der Sirup beim Formen an  der gedruckten Fläche des Abziehbogens anliegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Versehen der Oberfläche eines Kunststoffgegenstandes mit Farbzeichen, während diese noch weich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ge genstand aus einem flüssigen Monomer-Polymer-Ge- misch mit Glasfaserverstärkung unter Einwirkung von Wärme und Druck geformt wird, und dass während der Formung die Farbzeichen ab einem in der Form befindlichen und mit wärmehärtender Farbe bedruckten Abziehbogen in die Oberfläche des Gegenstandes ein gearbeitet werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als Farbstoff ein elektrisch nichtleitender gewählt wird, wobei die Zeichen in einem Punktraster auf dem Abzugsbogen aufgedruckt sind. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als Abziehbogen ein Pergamentpapier aus Pflanzenfasern gewählt wird.
CH206365A 1964-02-17 1965-02-16 Verfahren zum Versehen der Oberfläche eines Kunststoffgegenstandes mit Farbzeichen, während diese noch weich ist CH451502A (de)

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