CH451772A - Kunststoffski - Google Patents

Kunststoffski

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CH451772A
CH451772A CH1860866A CH1860866A CH451772A CH 451772 A CH451772 A CH 451772A CH 1860866 A CH1860866 A CH 1860866A CH 1860866 A CH1860866 A CH 1860866A CH 451772 A CH451772 A CH 451772A
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CH
Switzerland
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ski
glass fiber
thermoplastic
glass
laminates
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Application number
CH1860866A
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English (en)
Inventor
Weber Christine
Original Assignee
Osheko Ets
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Publication date
Application filed by Osheko Ets filed Critical Osheko Ets
Publication of CH451772A publication Critical patent/CH451772A/de

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C5/00Skis or snowboards
    • A63C5/12Making thereof; Selection of particular materials

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description


      Kunststoffski       Es ist bekannt, Skis herzustellen, bei denen die im  Gebrauch auftretenden mechanischen Kräfte von     Glasfa-          serlaminaten    auftretenden mechanischen Kräfte von       Glasfaserlaminaten    aufgenommen werden. Bei diesen  meistens in Schichtbauweise hergestellten Skis werden  auf einen Holz- oder auch Plastikkern     Glasfaserlaminat-          streifen    in der Stärke von 1 bis 2 mm aufgeklebt.

   Diese       Glasfaserlaminate    bestehen zu 60 bis     80 7o    aus Glasfaser  und zu 20 bis 407, aus ausgehärteten nicht thermoplasti  schen Kunstharzen, insbesondere     Epoxyharzen.    Bei die  sen     Laminaten    verlaufen die einzelnen Glasfäden zu  zirka<B>90%</B> in Längsrichtung, während nur ein kleiner  Teil der Glasfäden quer zur Skilängsachse angeordnet ist,  da ja in dieser Richtung wenig mechanische Beanspru  chungen auftreten.  



  Diese     Glasfaserlaminate    haben nun verschiedene  Nachteile: Zunächst ist die Zugfestigkeit solcher     Glasfa-          serlaminate    wesentlich grösser als deren Druckfestigkeit,  da die Zugfestigkeit fast ausschliesslich durch die Zugfe  stigkeit der verwendeten Glasfasern, die Druckfestigkeit  fast ausschliesslich durch die Druckfestigkeit des verwen  deten     Tränkharzes    bestimmt wird. Es ergibt sich dadurch  die Notwendigkeit, auf der Skioberseite, die ja in erster  Linie Druckbeanspruchungen ausgesetzt ist, relativ starke       Glasfaserlaminate    anzuordnen, damit dort eine genügen  de Druckfestigkeit erreicht wird, wobei die Zugfestigkeit  in diesen Bereichen dann Werte annimmt, die nie  ausgenützt werden.

   Dies hat einerseits den Nachteil der  grösseren Kosten, da     Glasfaserlaminat    stückweise im       Pressverfahren    hergestellt werden muss und anderseits  wird der Ski dadurch mit unnötigem Gewicht belastet.  



  Ein weiterer Nachteil der     Glasfaserlaminate    besteht  darin, dass sie zu wenig reibfest sind und daher weder als       Skioberfläche    noch als     Skioberkante,        d.h.    also als Schutz  der oberen Seitenkanten des Skis geeignet sind. Diese       Skioberkanten    sind insbesondere durch die immer vorste  hend montierten Stahlkanten mechanischen Angriffen  ausgesetzt.

   Die Stahlkanten beschädigen das     Glasfaserla-          minat    an den     Skioberkanten    relativ leicht; die durch den    Schlag der scharfen Kanten     durchschnittenen    Glasfasern  stehen dann borstenartig von der     Skioberkante    ab.  



  Um diesen Übelstand zu vermeiden. werden bei  solchen Skis folgende Bauweisen verwendet:  a) Nach dem Verleimen des Skis wird an der Skiober  fläche im     Seitenkantenbereich    das     Glasfaserlaminat    in  einer Breite von 4 bis 8 mm bis auf den aus Holz oder  Kunststoff bestehenden Skikern ausgefräst und in die  Rille werden Kunststoffkanten eingeklebt. Dies erfordert  einen relativ hohen Arbeitsaufwand für das Ausfräsen,  Einkleben und Nachbearbeiten der Oberkanten.     Ausser-          dem    ist das Bearbeiten von     Glasfaserlaminaten    wegen  der geringen Werkzeugstandfestigkeit teuer und wegen  der durch den Glasstaub auftretenden Hautreizungen  unerwünscht.  



  b) Auf die Skioberseite,     d.h.    auf die     ober    dem Kern  befindliche     Glasfaserlaminatschicht    werden     U-profilarti-          ge    Decken (vielfach mit andersfarbigen Oberkanten)  aufgeklebt, wobei der Mittelteil des     U-Profils    entweder  aus irgendeinem leichten Körper aus Kunststoff oder  Holz oder auch aus     Glasfaserlaminat    besteht. Der Arbeits  aufwand ist zwar günstiger wie unter a) beschrieben, es  sind jedoch die nicht ganz einfach herzustellenden zwei  färbigen     U-Profile    mit Mittelteil notwendig.

   Die dicken  Aussenränder dieser Profile, die zugleich die     Skioberkan-          ten    bilden, tragen zur Festigkeit des Skis nichts bei.  Ausserdem sind die derzeit im Handel erhältlichen  thermoplastischen Kunststoffe den in der Praxis auftre  tenden Schlagbeanspruchungen auch nur bedingt gewach  sen, wenngleich deren     Abreibfestigkeit    besser ist als die  von     Glasfaserlaminaten.     



  c) Neuerdings werden die     Skioberseitenkanten    durch       T-förmige    Profile aus Aluminium geschützt. Der mittlere  Steg dieser 6 bis 8 mm breiten Aluminiumprofile wird  seitlich in den Ski eingeklebt, wobei das     T-Profil    auf der  Oberseite mit der Skioberfläche abschliesst. Der Mittel  steg dieser     T-Profile    wird dabei     schwalbenschwanzartig     ausgestanzt, um eine gute Verankerung im Ski zu  ermöglichen.

   Der Preis solcher     T-Profile,    die Bearbeitung  derselben, das Ausfräsen von Nuten an den Skiseiten, das      Einkleben der     T-Profile    und ihre Nachbearbeitung verur  sachen solche Kosten, dass dieser Kantenschutz nur bei  Skis der obersten Preisklasse zu vertreten ist.  



  Durch das im folgenden beschriebene Verfahren  können die oben angeführten Nachteile mit einem Mini  mum an Zeitaufwand behoben werden. Wie oben ange  führt, ist es für die Erreichung genügenden Zugfestigkeit  an der Skioberfläche ausreichend, ein relativ dünnes       Glasfaserlaminat    zu verwenden. Wird nun auf ein     Glasfa-          serlaminat    mit ausreichender Zugfestigkeit ein anderes  Material mit grösserer     Durckfestigkeit    geklebt, so ist es  ohne Belang, ob dieses zweite Material eine nennenswerte  Zugfestigkeit besitzt oder nicht.  



  Materialien mit ausreichender Druckfestigkeit stehen  in mit Glasfasern versetzten thermoplastischen Kunst  stoffen zur Verfügung: zum Beispiel     Polycarbonat    kann  mit zirka 30 bis     40tr/o    Glasseidenfäden     (Länge    bis zu       maximum    einigen mm) vermischt werden. Durch die  unregelmässige     Lage    dieser kurzen     Glasfaserstäbchen     ist die Druckfestigkeit grösser als bei     Glasfaserlaminaten,     bei denen die Glasfäden praktisch ausschliesslich in       Längsrichtung    angeordnet sind.

   Die Zugfestigkeit hinge  gen ist aus den gleichen Gründen geringer als bei       Glasfaserlaminaten.    Bei einer Überschichtung von     Glas-          faserlaminaten    mit vorwiegend längsgerichteten Glasfä  den durch einen mit Glasfasern gefüllten Thermoplasten  entsteht ein     zug-    und druckfester Verbundkörper, der  den im Skibau insbesondere für die Skioberseite ge  wünschten Anforderungen voll und ganz entspricht.  



  Demgemäss schlägt die Erfindung eine neuartig       Verbundbauweise    für Skis vor, die dadurch gekennzeich  net ist, dass die in festigkeitstechnischer Hinsicht tragen  den Schichten auf Skiober- und     -unterseite    durch     Glasfa-          serlaminate    aus nicht thermoplastischem Material und       glasfasergefülltem,    thermoplastischem Material gefertigt  sind.

   Zweckmässig wird diese druckfeste     glasfasergefüllte     Schicht aus thermoplastischem Material nur auf der  Oberseite des Skis verwendet, weil Druckfestigkeit haupt  sächlich dort erforderlich ist.     Die    Erfindung führt somit  zu einer Ersparnis an teueren     Glasfaserlaminaten,    indem  diese nur mehr in jenem Masse angewendet werden, als  dies im Hinblick auf die nötige Zugfestigkeit erforderlich  ist; die Aufnahme der Druckbeanspruchungen wird  hauptsächlich der thermoplastischen Schicht übertragen,  die auch den Kanten- und Oberflächenschutz über  nimmt.  



  Der Vorteil dieser zweiten     durckfesten    Schichte liegt  weiters darin, dass diese mit Glasfasern versetzten Ther  moplaste im     Extruder    und entsprechender     Kalanderein-          richtung    im kontinuierlichen Arbeitsprozess angefertigt  und nicht wie     Glasfaserlaminate    einzeln in entsprechen  den Presseinrichtungen     verpresst    werden müssen. Platten  aus mit Glasfasern versetzten thermoplastischen Kunst  stoffen sind daher auch billiger als     Glasfaserlaminate     gleicher Stärke.  



  Glasverstärkte Thermoplaste besitzen eine 2 bis 4 mal  grössere     Kerbschlagfestigkeit    als     ungefüllte    thermoplasti  sche Kunststoffe. Diese Verstärkungsplatten können da  her die Aufgaben eines     Oberkantenschutzes    übernehmen;  glasgefüllte     Polycarbonate    besitzen etwa die gleiche       Kerbschlagfestigkeit    wie Aluminium.  



  Der Aufbau eines Skis ergibt sich beispielsweise aus  der Zeichnung, die zwei Querschnitte durch erfindungs-    gemässe Skis zeigt. 1 bedeutet den Skikern, 2 die       Glasfaserlaminate    auf Skiunter- und     -oberseite,    3 einen  mit     Glasfaserstückchen    verstärkten thermoplastischen  Kunststoff und 4 eine Oberflächenfolie aus einem gefüll  ten oder     ungefüllten    thermoplastischem Kunststoff. Fer  ner erkennt man noch den Gleitbelag 5 und die Stahlkan  ten 6.  



  Bei dieser Anordnung ist also weder ein Ausfräsen  des Falzes für das Einkleben von     Oberkantenstreifen,     noch die Anfertigung von     U-Profilen    mit relativ viel  totem Material für die Oberkanten, noch das noch  mühsamere Einsetzen von Aluminium     T-Profilen    not  wendig, da die mit Glasfäden gefüllte thermoplastische  Schicht 3 zugleich ein tragender Bestandteil des Skis ist  und die Oberkanten liefert. Bei entsprechender Behand  lung durch Schleifen und Polieren kann die Oberflächen  folie 4 auch entfallen, so dass sich eine weitere Vereinfa  chung des Skiaufbaues ergibt.  



  Die mit Glasfasern gefüllten thermoplastischen  Kunststoffe können auch so angeordnet werden, dass  zwischen zwei Streifen aus diesem Material im Mittelteil  ein     Glasfaserlaminat    angeordnet wird, vgl.     Fig.    2, wobei  ein weiteres breites     Glasfaserlaminat    entfällt.

   In     Fig.    2  bedeutet 1 wieder den Kern, 2 die     Glasfaserlaminate,    3  den gefüllten thermoplastischen Kunststoff und 4 eine       Skioberflächenfolie.    In diesem Ausführungsbeispiel über  deckt der     Thermoplaststreifen    3 auch die Seitenwangen  des Skis, so dass das schlagempfindliche     Glasfaserlaminat     nunmehr allseitig durch stoss- und schlagunempfindliches  Material abgedeckt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ski, dadurch gekennzeichnet, dass die in festigkeits technischer Hinsicht tragenden Schichten auf Skiober- und -unterseite durch Glasfaserlaminate aus nicht ther moplastischem Material und glasfasergefülltem. thermo plastischem Material gefertigt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Ski nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass der glasfasergefüllte Kunststoff auf der Skioberseite oberhalb des Glasfaserlaminates liegt und diese Verbund schicht an der Oberseite zugleich den Skioberkanten- schutz bildet. 2.
    Ski nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der glasfaserverstärkte Kunststoff aus Polycarbonat oder einem anderen thermo plastischen Kunststoff mit bis zirka 30 bis 40% Glasfa- serfüllung besteht. 3. Ski nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Streifen aus glasfaserverstärktem Thermoplast ein Glasfaserlaminat angeordnet ist. 4. Ski nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass der die Oberfläche des Ski bildende glasfaserver stärkte Thermoplast zugleich auch die Skiseitenwangen überdeckt.
CH1860866A 1965-12-29 1966-12-27 Kunststoffski CH451772A (de)

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