CH451806A - Packung, Verfahren zu deren Herstellung und Einrichtung zur automatischen Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Packung, Verfahren zu deren Herstellung und Einrichtung zur automatischen Durchführung des VerfahrensInfo
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- B65B11/00—Wrapping, e.g. partially or wholly enclosing, articles or quantities of material, in strips, sheets or blanks, of flexible material
- B65B11/58—Applying two or more wrappers, e.g. in succession
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Description
Packung, Verfahren zu deren Herstellung und Einrichtung zur automatischen Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft eine Packung, bei welcher der in einem Verpackungsblatt verpackte, im wesentlichen quaderförmige Gegenstand innerhalb des Verpackungsblattes mit einem seine Seitenwände mindestens teilweise umschliessenden Versteifungskragen versehen ist. Obwohl der Versteifungskragen in sehr vielen Fällen eine durchaus genügende Steifheit und Masshaltigkeit der Packung gewährleistet, ist es manchmal erwünscht, noch steifere und masshaltigere Packungen herzustellen. Hierzu zeichnet sich die Packung nach der Erfindung dadurch aus, dass der Gegenstand innerhalb des Verpackungsblattes auch mit einem Versteifungsboden versehen ist, der zwei einander gegenüberliegende, längs der entsprechenden Seiten des Gegenstandes aufgebogene Randstreifen aufweist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung dieser Packungen. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass man den Versteifungsboden unter den zu verpackenden Gegenstand bringt, so dass er mit zwei einander gegenüberliegenden Randstreifen unter demselben vorsteht, dass man den Versteifungskragen um den Gegenstand schlägt, dass man die Rand streifen des Versteifungsbodens auf den Versteifungskragen aufbiegt und dass man das Verpakkungsblatt um den mit Boden und Kragen versehenen Gegenstand faltet. Die Erfindung betrifft schliesslich auch eine Einrichtung mit einer Faltvorrichtung, die einen Faltkanal aufweist, durch den in jedem Arbeitszyklus ein zu verpackender Gegenstand mit dein zu seiner Verpackung nötigen Material mittels eines Arbeitskolbens hindurchgestossen wird, wodurch der Verstei fungsknigen an den Gegenstand geschlagen und das Verpackungsblatt gefaltet wird, welche Einrichtung dadurch zur automatischen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ausgebildet ist, dass in jedem Arbeits zyklus ein Versteifungsboden auf einen Teil einer geneigten Tischplatte gebracht wird, der sich unter einem Endteil einer Tischplatte befindet, auf welchen ein zu verpackender Gegenstand gebracht wird, und dass ein Kolben vorgesehen ist, der mit Mitnehmern versehen ist, welche beim Vorschub des Kolbens zur Weiterbeförde mng des Gegenstandes den Versteifungsboden mitnehmen, so dass der Gegenstand auf letzteren zu liegen kommt, wenn er über die Endkante des Plattenendteiles hinaus geschoben worden ist. Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend beispielsweise erläutert. In der Zeichnung sind: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung verschiedener Stadien einer Packung während ihrer Herstellung; Fig. 2 eine Einzelheit im Schnitt gemäss Linie Il-II von Fig. 1; Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine Einrichtung zur automatischen Herstellung der Packung, und Fig. 4 ein schematischer Vertikalschnitt gemäss Linie IV-IV von Fig. 3 in grösserem Masstab. Bei der Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens. die anhand von Fig. 1 beschrieben werden soll. handelt es sich um die Verpackung eines quader förr, ligen Gegenstandes 1, der aus neun eng aneinander liegenden, prismatischen Schachteln 2 zusammengesetzt ist. Als Verpackungsinaterial dienen ein Bodenkarton 3, ein I Kragenkarton 4 und ein Verpackungsblatt 5 aus starkem Papier. Im ersten dargestellten Stadium 6a der aus den Elementen 2-5 herzustellenden Packung 6, liegt der horizontale Bodenkarton 3 unter den Schachteln 2, wobei zwei einander gegenüberliegende trapezförmig zu geschnittene Rand streifen 7 des Bodenkartons 3 über die Gruildfläche des Gegenstandes 1 vorragen. Der vertikale Kragenkarton 4, dessen Breite im wesentlichen der je Höhe des Gegenstandes 1 entspricht, liegt an einer Wand desselben an, die er seitlich mit symmetrischen Seitenteilen 8 überragt; unmittelbar hinter dem Kragenkarton 4 ist das ebenfalls vertikale Verpackungsblatt 5 angeordnet, des oben mit zwei Einschnilten 9 versehen ist. Nun wer den zunächst die Seitenteile 8 des Kragenkartons 4 auf die Seitenwände des Gegenstandes 1 zurückgefaltet, während zugleich das Verpackungsblatt 5 oben und unten um denselben gefaltet und bei 10 eingeschlagen wird (Stadium 6b). Diese Faltungen erfolgen automatisch durch Verschieben der Elemente 2-5 in einem Faltkanal bekannter Art. wie dies in den schweizerischen Patentschriften Nr. 399997 und 426608 näher beschrieben ist. In diesem Faltkanal werden der Kartonkragen und das Verpackungsblatt 5 noch weiteren Faltungen unterworfen, die über die weiteren Stadien 6c und 6d zur fertigen Pakkung 6 führen. Das Verfahren unterscheidet sich von dem bekannten. in der erwähnten Patentschrift 426608 beschriebenen Verfahren lediglich dadurch, dass jetzt der Bodenkarton 3 vorhanden ist, dessen Randstreifen 7 nach dem Stadium 6b nach oben auf die Seitenteile 8 des Kragenkartons 4 hinaufgefaltet werden. Zwischen den Stadien 6b und 6c ist in Fig. 1 ein im Faltkanal vorhandener, unterer Seitenfalter 11 dargestellt, der sich von dem bisher an dieser Stelle üblichen Seitenfalter dadurch unterscheidet, dass er eine Randaussparung 12 (s. Fig. 2) aufweist, deren Höhe h der Breite des Randstreifens 7 und deren Tiefe t der Dicke des Bodenkartons 3 entspricht. Der Seitenfalter 11 bewirkt nun ohne weiteres, dass nicht nur das Verpackungsblatt 5 sondern auch der Rand streifen 7 umgelegt wird, wobei letzterer in die gestrichelt gezeichnete Lage 7' (Stadium 6c) kommt. Selbstverständlich sind zwei symmetrisch angeordnete untere Seitenfalter 11 vorgesehen. Nachdem noch die rückwärts vorstehenden Teile des Kragenkartons 4 zurückgeschlagen worden sind. und das Verpakkungsblatt 5 entsprechend gefaltet worden ist, werden auch noch den Einschnitten 9 benachbarte Teile 13 des Umschlagblattes 5 eingeschlagen, um einen Schlusslappen 14 an lezterem zu bilden, der durch Ränder 9' der Einschnitte 9 begrenzt ist. Der Schlusslappen 14 der auf die darunter liegenden Verpackungsteile geklebt wird, ist relativ gross. was besonders bei hohen Packungen 6 sehr günstig ist. Zur automatischen Durchführung des dargestellten und beschriebenen Verfahrens ist eine Einrichtung 15 (Fig. 3) vorgesehen, die ein Zuführungsband 16 aufweist. welches die Schachteln 2 einer Tischplatte 17 zuführt, von der sie auf ein mit Schlitzen 18 (Fig. 4) versehenes Ende 1 9a einer Tischplatte 19 gelangen, die sich in gleicher Höhe wie die Tischplatte 17 befindet und gegebenenfalls mit derselben aus einem Stück besteht. Die nur in Fig. 4 dargestellte Tischplatte 19 mit ihren Schlitzen 18. die sich quer zur Bewegungsrichtung des Zuführungsbandes 16 erstrecken, ist in Fig. 3 durch eine Montageplatte 20 verdeckt. Die zugeführten Schachteln 2 werden auf dem geschlitzten Tischplattenende 19a durch einen nicht dargestellten Anschlag gestaut, so dass eine Neunergruppe von eng aneinander liegenden Schachteln 2. die den Gegenstand 1 bilden, in die in Fig. 3 und 4 mit bezeichnete Lage kommt. Eine weitere Tischplatte 21 (Fig. 3). die zur Horizontalen leicht geneigt ist, weist einen nur in Fig. 4 sichtbaren Fortsatz 21a auf, der sich unter dem geschlitzten Tischplattenende 19a befindet und ebenfalls mit Schlitzen 36 versehen ist. Auf der Tischplatte 21 befindet sich in einer Haltevorrichtung 22 ein Stapel von Bodenkartons, die in dieser Lage mit 31 bezeichnet sind. Durch einen nicht dargestellten Schieber wird jeweils der unterste Bodenkarton 3l verschoben und in eine Lage 32 gebracht, von der aus er ebenfalls durch einen nicht dargestellten Schieber in eine Lage 33 geschoben wird. In dieser Lage befindet sich der Bodenkarton 33 unter dem geschlitzten Tischplattenende 19a, das keilförmig ausgebildet ist, und dessen Keilwinkel der Neigung des Tischplattenfortsatzes 21a entspricht. Neben dem Tischplattenfortsatz 21a befindet sich ein vertikalachsiger Transportkolben 23, dessen Tragfläche durch eine Reihe von Rollen 24 gebildet ist, die sich parallel zur benachbarten Endkante 25 des geschlitzten Plattenendes 19a erstrecken. Um den Gegenstand 11 auf die Rollen 24 des Transportkolbens 23 zu bringen, ist ein horizontalachsiger Transportkolben 26 auf der Tischplatte 19 angeordnet. Am Kolben 26 sind unten Mitnehmer 27 vorgesehen, welche in die Schlitze 18 und 36 eingreifen und beim Vorschieben des Kolbens 26 den Bodenkarton 33 mitnehmen. Es ist ersichtlich, dass somit der Bodenkarton 3 und darüber der Gegenstand 11 auf den vertikalachsigen Transportkolben 23 gelangen, wobei die Rollen 24 zur Verminderung der Reibung dienen. Mit dem Kolben 23 wird dann der mit dem Bodenkarton versehene Gegenstand in die strichpunktiert dargestellte Lage la. 3a auf die Höhe der Montageplatte 20 gehoben. Auf letzterer ist ein weiterer, horizontalachsiger Kolben 28 angeordnet, der als Arbeitskolben bezeichnet werden soll, weil er die im Ausgangsstadium 6a (Fig. 1) befindliche Packung durch den Faltkanal schiebt und dabei für die verschiedenen Faltungen notwendige Arbeit leistet. Zum Stapeln der erforderlichen Kragenkartons ist gemäss Fig. 3 ein Magazin 29 vorgesehen, das z. B. auf die in der Patentschrift 426608 ausführlich beschriebene Weise mit einer nicht dargestellten Entnahmevorrichtung versehen ist, welche jeweils einen im Magazin 29 befindlichen Kragenkarton 4, aus demselben entnimmt und in die für den Faltvorgang nötige Ausgangslage 4a bringt. Das Verpackungsblatt 5 wird ebenfalls auf bekannte Weise in die in Fig. 4 mit 5a bezeichnete Ausgangslage gebracht, und zwar indem eine kontinuierliche Papierbahn 5"über drei nur durch ihre strichpunktiert gezeichneten Achsen 30. 31 und 32 dargestellte Walzen schrittweise zugeführt wird und von derselben jeweils das Blatt 5 mittels einer nicht dargestellten Schneidvorrichtung abgeschnitten wird. Von der den Faltkanal bildenden Faltvorrichtung 33 gelangen die fertigen Packungen 6 auf einen Tisch 34, auf dem sie durch zwei seitliche, endlose Transportbänder 35 zum Ausgang der Einrichtung 15 befördert werden. Es ist klar, dass als Verpackungsmaterial nicht unbedingt Karton und Papier verwendet werden müssen. Ferner muss der zu verpackende Gegenstand nicht aus einer Mehrzahl von Schachteln. Beuteln oder dergleichen zusammengesetzt sein, obwohl die vorliegende Packung hauptsächlich für diesen Fall interessant ist. Die Schach teln. Beutel oder dergleichen sind nur der Einfachheit halber genau prismatisch dargestellt worden. Auch in konstruktiver Hinsicht sind natürlich zahlreiche Varianten möglich. Die Endteile 19a der Tischplatte 19 und des Fortsatzes 21a müssen nicht unbedingt eine Mehrzahl von Schlitzen 18 aufweisen, diese Endteile können z. B. schmaler sein als der Gegenstand, so dass zwei Mitnehmer 27 seitlich am Endteil 19a vorbei den Versteifungsboden 33 fassen können. Ferner könnte der Kolben 26 mit dem der Gegenstand 1 auf den Versteifungsboden 3 gebracht wird, prinzipiell auch zugleich den Arbeitskolben 28 bilden, wovon aber beim vorliegenden Bei spiel aus verschiedenen konstruktiven Rücksichten abgesehen worden ist, u.a. auch wegen der Schwierigkeit, geeignete Mitnehmer auszubilden, welche die Arbeit des Kolbens im Faltkanal nicht beeinträchtigen, und zur Erhöhung des Arbeitstempos.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Packung, bei welcher der in einem Verpackungsblatt verpackte, im wesentlichen quaderförmige Gegenstand innerhalb des Verpackungsblattes mit einem seine Seitenwände mindestens teilweise umschliessenden Versteifungskragen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand (1) innerhalb des Verpackungsblattes (5) auch mit einem Versteifungsboden (3) versehen ist, der zwei einander gegenüberliegende, längs der entsprechenden Seiten des Gegenstandes aufgebogene Rand streifen (7) aufweist.II. Verfahren zur Herstellung der Packung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Versteifungsboden (3) unter den zu verpackenden Gegenstand (1) bringt, so dass er mit zwei einander gegenüberliegenden Randstreifen (7) unter demselben vorsteht, dass man den Versteifungskragen (4) um den Gegenstand schlägt, dass man die Randstreifen (7) des Versteifungsbodens auf den Versteifungskragen aufbiegt und dass man das Verpackungsblatt (5) um den mit Boden und Kragen versehenen Gegenstand faltet.III. Einrichtung mit einer Faltvorrichtung, die einen Faltkanal aufweist, durch den in jedem Arbeitszyklus ein zu verpackender Gegenstand mit zu seiner Verpackung nötigem Material mittels eines Arbeitskolbens hindurchgestossen wird, wodurch der Versteifungskragen um den Gegenstand geschlagen und das Verpakkungsblatt gefaltet wird, ausgebildet zur automatischen Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Arbeitszyklus ein Versteifungsboden (33) auf einen Teil (21a) einer geneigten Tischplatte (21) gebracht wird, der sich unter einem Endteil (19a) einer Tischplatte (19) befindet, auf welchen ein zu verpackender Gegenstand (11) gebracht wird, und dass ein Kolben (26) vorgesehen ist, der mit Mitnehmern (27) versehen ist,welche beim Vorschub des Kolbens zur Weiterbeförderung des Gegenstandes den Versteifungsboden (33) mitnehmen, so dass der Gegenstand auf letzteren zu liegen kommt, wenn er über die Endkante (25) des Plattenendteiles (19a) hinaus geschoben worden ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Packung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebogenen Rand streifen (7) zwischen dem Versteifungskragen (4) und dem Verpackungsblatt (5) liegen.2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man das Verpackungsblatt (5) mit zwei Einschnitten (9) versieht und benachbarte Teile (13) des Blattes einschlägt, um einen relativ grossen Schliesslappen (14) zu bilden.3. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Kolben (26) den mit dem Versteifungsboden versehenen Gegenstand auf einen vertikalachsigen Transportkolben (23) schiebt, der ihn mit dem Versteifungsboden in die für den Faltvorgang erforderliche Ausgangslage (la, 3a) zwischen den Arbeitskolben (28) und die Faltvorrichtung bringt, wobei jeweils auch ein zur Bildung des Versteifungskragens dienender Materialstreifen und das Verpackungsblatt in die entsprechende Ausgangslage (4a, 5a) gebracht werden.4. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (27) durch Schlitze (18) des Tischplattenendteiles (19a) hindurchgreifen.5. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der Tischplattenendteil (19a) sich keilförmig verjüngt, wobei sein Keilwinkel der Neigung des unter ihm befindlichen Teiles (21a) der geneigten Tischplatte (21) entspricht.6. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfläche des vertikalachsigen Transportkolbens durch eine Reihe von Rollen (24) gebildet ist.7. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass im Faltkanal der Faltvorrichtung (33) untere Seitenfalter (11) vorgesehen sind, die je eine den Abmessungen der aufgebogenen Randstreifen (7) des Versteifungsbodens (3) entsprechende Aussparung (12) aufweisen.
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