CH451858A - Verfahren und Vorrichtung zum Messen von quer zu einem Bohrloch verlaufenden Gebirgsbewegungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Messen von quer zu einem Bohrloch verlaufenden Gebirgsbewegungen

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CH451858A
CH451858A CH1827966A CH1827966A CH451858A CH 451858 A CH451858 A CH 451858A CH 1827966 A CH1827966 A CH 1827966A CH 1827966 A CH1827966 A CH 1827966A CH 451858 A CH451858 A CH 451858A
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B49/00Testing the nature of borehole walls; Formation testing; Methods or apparatus for obtaining samples of soil or well fluids, specially adapted to earth drilling or wells
    • E21B49/006Measuring wall stresses in the borehole

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Description


  Verfahren     und    Vorrichtung zum Messen von quer zu einem Bohrloch verlaufenden       Gebirgsbewegungen       Es ist ein Verfahren zum Messen von quer zu  einem Bohrloch verlaufenden Gebirgsbewegungen be  kannt, das darin besteht, dass die durch die Querver  schiebung bewirkte     Abwinkelung    eines durch das Bohr  loch gespannten, an der zu messenden Stelle an einer  einzigen Stelle gelagerten Drahtes an dieser     Messstelle     gemessen wird.

   Dabei wird der     Messdraht    an zwei in  bestimmtem Abstand zur Mitte seiner Lagerung vorge  sehenen Stellen abgetastet und die     Abwinkelung    des  Drahtes wird als Lageänderung der einen     Abtaststelle     zu einer Geraden gemessen, welche jeweils durch die  Lagerstelle des Drahtes und die andere     Abtaststelle    be  stimmt ist.

   Es werden dazu     vorteilhafterweise    minde  stens ein     elektrischer    Indikator und ein in das Bohr  loch einzuschiebendes     Messgehäuse    verwendet,     innerhalb     welches eine einzige Lagerung für den     Messdraht    und  - in     Längsrichtung    gesehen - in bestimmtem Abstand       hiezu    eine     Abtastvorrichtung    für den Draht sowie     eine     Einrichtung zum Messen der     Abwinkelung    des Drahtes  an einer seiner     Abtaststellen    vorgesehen ist.

   Diese  Vorrichtung bedingt also einen festen Einbau des     Mess-          gehäuses    in das Bohrloch, und weiters lassen sich mit  ihr nur Abweichungen in einer Ebene messen.  



  Dieses Verfahren soll     dahingehend    nun weiter aus  gestaltet werden, dass mit ihm auch der Verlauf eines  Bohrloches oder dessen Abweichung von einer Achse  genau vermessen werden können, und zwar unabhängig  von einer Orientierung der Bohrung nach     Azimut    und  Neigung, also in jeder beliebigen Lage, Richtung und  Ebene, und eine zur Durchführung dieses Verfahrens  geeignete Vorrichtung zu schaffen.  



  Die bisher verwendeten herkömmlichen Messgeräte  zur Vermessung von Bohrlöchern beruhen auf der  Anwendung eines Pendelsystems zur Neigungsmessung  und sind meist zusätzlich mit     einem        Nord-Süd-Kompass          ausgerüstet,    um das     Azimut    bestimmen zu können.  Beim Anfahren einer     Bohrlochabweichung    von der Lot  rechten ändert das im Instrument eingebaute Pendel  seine Lage zu seinem     Aufhängepunkt,    und es wird diese    Lageänderung als     Neigungsmesswert    für jeden einzelnen       Messpunkt    im Bohrloch photographisch festgehalten.  



  Der meist mit dem Pendel in Verbindung stehende       Nord-Süd-Kompass    misst gleichzeitig mit jeder Pendel  stellung auch das     Azimut    gegen die einzelne     Mess-          stelle    aus. Durch eine Reihe solcher     Messergebnisse    ent  lang der Bohrung kann deren Orientierung bestimmt  werden.  



  Diese     Messinstrumente    haben jedoch den Nachteil,  dass sie auf Grund ihres Pendelsystems nur für lotrechte  oder nahezu lotrechte Bohrlöcher verwendet werden  können. Auch ist die Verwendung eines     Nord-Süd-          Kompasses    wegen der vorherrschenden störenden Ma  gnetfelder im     Bohrlochinneren    nur begrenzt anwend  bar, wodurch ein derartiges Messgerät im Gebirge nicht  überall eingesetzt werden kann.  



  Die Erfindung schafft ein Verfahren, dem diese  Nachteile nicht anhaften und erreicht dies dadurch,  dass der     Messdraht    an einer in einem vorbestimmten  Abstand von der Lagerung angeordneten Stelle abge  tastet wird und dass die     Abwinkelung    des Drahtes als  Lageänderung der     Abtaststelle    zu einer Geraden ge  messen wird, welche durch die Lagerstelle des Drahtes  und eine jenseits dieser Lagerstelle liegende     Veranke-          rungsstelle    für den     Messdraht    bestimmt     ist.     



  Weiters schafft die Erfindung     eine    Vorrichtung zur  Durchführung des     Verfahrens,    die dadurch gekennzeich  net ist, dass sie einen Indikator mit einem in das Bohr  loch einzuschiebenden     Messgehäuse    aufweist, innerhalb  welches eine     einzige    Lagerung für den     Messdraht    und  - in Längsrichtung gesehen - in vorbestimmtem Ab  stand     hiezu    auf einer Seite eine     Abtastvorrichtung    für  den Draht sowie eine Einrichtung zum Messen der  Lageänderung des Drahtes an dieser     Abtaststelle    vor  gesehen ist.  



       Vorteilhafterweise    kann die Vorrichtung einen mit  Gleitmitteln zur axialen Halterung in dem Bohrloch  versehenen Hauptteil enthalten, von dessen einem Ende  sich ein mit     Gleitmitteln    zur axialen Halterung in dem      Bohrloch versehener, mit dem Hauptteil durch einen  an diesem     kardanisch    gelagerten Arm verbundener Kopf  und von dessen anderem Ende sich ein zum Einführen  der Vorrichtung in das Bohrloch dienender     Messstab     erstreckt, wobei die Lagerstelle und die     Abtaststelle     für den Draht in dem Hauptteil angeordnet sind und  der Draht zwischen dem Kopf und der in dem Haupt  teil angeordneten     Verankerungsstelle    unter Spannung  gehalten wird.  



  Zweckmässig kann es ferner sein, zur     Abtastung     im Hauptteil zwischen der Lagerstelle des Drahtes  und der     Anschlussstelle    des     kardanisch        angelenkten    Ar  mes einen mit einer Anzeigevorrichtung verbundenen  elektrischen Geber vorzusehen. Ein solcher kann in  einer auf die Drahtachse im wesentlichen senkrechten  Ebene kreuzartig um einen in der Drahtachse liegenden  freien Raum angeordnete     Solenoide    enthalten, und der  Draht kann im Bereich der     Solenoide    mit einem ring  förmigen Anker versehen     sein.     



  Es können auch zwei an sich bekannte, die Drehung  ihrer Wellen anzeigende Indikatoren vorgesehen und  die beiden Wellen mit gegabelten Armen verbunden  sein, die kreuzweise einen auf der Welle sitzenden  Knopf umgreifen. In diesem Fall wird die     Abwinke-          lung    des Drahtes durch die Verdrehung der einen  Welle oder beider durch die     gegabelten    Arme gemessen.  



  In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungs  formen der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar  stellt       Fig.    1 in teilweisem Längsschnitt die Gesamtan  ordnung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäss  ausgebildeten Gerätes dar.  



       Fig.    2 ist ein teilweiser Längsschnitt durch den  Hauptteil und Kopf allein.  



       Fig.    3 zeigt in grösserem Massstab und mit Einzel  heiten dasselbe wie     Fig.    2.  



       Fig.    4 zeigt in gleichem Massstab das hintere Ende  des Gerätes mit seiner Verankerung.  



       Fig.    5 ist eine Seitenansicht des Gerätes.  



       Fig.    6 zeigt in noch grösserem Massstab im Längs  schnitt den Hauptteil und den Kopf des Gerätes.  



       Fig.    7 zeigt schematisch die Art der Messung.       Fig.    8 ist ein Längsschnitt durch einen elektrischen  Geber.  



       Fig.    9 eine Seitenansicht     hievon,    und       Fig.    10 ist eine schaubildliche Ansicht einer zweiten  Ausführungsform eines elektrischen Gebers.  



  In     Fig.    1 ist im Längsschnitt ein Bohrloch 1 darge  stellt, in das die erfindungsgemäss ausgebildete Vor  richtung, im wesentlichen bestehend aus einem Hauptteil  50, einem mit diesem mittels eines rohrförmigen Armes  52 verbundenen Kopf 56, einem     Messstab    53 und  einem Halteflansch 30 mit Verankerungen eingeführt  ist. In das Bohrloch 1 ist zu diesem Zweck ein Schutz  rohr 2 eingeführt und beispielsweise einzementiert.

   In       Fig.    2 ist ein     Teil    der Vorrichtung allein dargestellt,  an den Hauptteil 50 ist mittels eines Kabels 73 ein  elektrisches     Messinstrument    74 angeschlossen, das zur  Messung der auftretenden Verschiebungen dient, die  durch den in den Hauptteil 50 eingebauten elektrischen  Geber angezeigt werden.  



  Die     Fig.    3 bis 6 stellen die konstruktive Ausge  staltung einer Ausführungsform der Vorrichtung nach  den     Fig.    1 und 2 dar. Der Hauptteil 50, der in axialer  Stellung zu dem Rohr 2 verbleibt, trägt mittels eines  beispielsweise durch einen     Kardanring    31 gebildeten  und durch einen Gummikranz 32 geschützten Univer-         salgelenkes    einen herausragenden Arm in Form eines  Rohres 52, dessen Durchmesser kleiner ist als jener  des Gehäuses 51.  



  Das Bohrloch 1 wird dadurch vorbereitet, dass  ein Gehäuse 2 an Ort und Stelle vergossen wird und  ein Grundflansch 29 an dem Ende des Bohrlochs ange  bracht wird. An diesem Grundflansch 29 wird ein       Halteflansch    30 befestigt, der einen als kurzes Rohrstück  mit einander diametral gegenüberliegenden Schlitzen 55  zur Befestigung     eines    weiter unten beschriebenen     Ver-          riegelungsgliedes    ausgebildeten Sicherungskopf 54 ent  hält.  



  Der Hauptteil 50 ist als zylindrisches Gehäuse 11  ausgebildet und enthält anschliessend an jedes seiner  Enden eine     Anschlussmuffe    12. Jede     Anschlussmuffe     trägt drei Kugeln 14, von denen eine federbelastet ist.  Sie dienen dazu, den Hauptteil 50 jederzeit in axialer       übereinstimmung    mit dem Bohrloch 2 zu halten. Der  Arm 52 erstreckt sich über eine geeignete Strecke von  dem Ende des Hauptteiles 50 und trägt an seinem       aufgeweiteten    Ende einen Führungskopf 56. Letzterer  enthält drei Kugeln 14, die im Kopf 56 gegeneinander  um 120  versetzt sind und dazu dienen, diesen in der  Achse des     Bohrlochgehäuses    2 zu halten. Eine von ihnen  ist zu diesem Zweck federbelastet.  



  Es ergibt sich daraus, dass Änderungen der Achse  des Bohrlochs 2 im Bereich des Hauptteiles 50 und des  Kopfes 56 ein Abknicken des Universalgelenkes be  wirken und dass solche     Abknickungen    gemessen werden  können, wenn das Gerät in das Bohrloch 1 eingeführt  wird.  



  Zum Messen solcher     Abknickungen    ist ein Draht 6  von dem einen Ende des Kopfes 56 durch den Arm 52  und durch den Hauptteil 50 gespannt. Er wird in axial  zentrierter Lage in dem Hauptteil 50 dadurch gehalten,  dass er durch eine mit Schneiden 17 ausgestattete Öff  nung in einer Scheibe 15 hindurchgeht, die in dem  Gehäuse 51 des Hauptteiles 50 anschliessend an den  Ring 12 angeordnet ist. Infolgedessen bewirken Ab  winkelungen des Armes 52 um das Universalgelenk,  dass der Draht 6 bezüglich der Ebene der Scheibe 15  ebenfalls abgewinkelt wird.  



  Dies ermöglicht es, einen elektrischen Geber in  dem Gehäuseteil 51 zwischen der Scheibe 15 und dem  Arm 52 anzuordnen, um solche     Abwinkelungen    zu  messen, und eine vorzugsweise Bauart eines solchen  Übertrages enthält vier     Solenoide    34, die um 90  ge  geneinander versetzt um einen auf dem Draht 6 be  festigten Anker 35 angeordnet sind. Die Funktion dieses  elektrischen Gebers ist weiter unten im Zusammenhang  mit den     Fig.    8 und 9 näher beschrieben.  



  Mit einer solchen Anordnung ist es möglich, Ab  winkelungen in zwei Bezugsebenen zu gleicher Zeit zu  messen, und infolgedessen kann das Gerät in ein Bohr  loch eingeführt werden, ohne dass es notwendig wäre,  es zu drehen, obwohl solche Drehungen für die Regi  strierung von verschiedenen Messungen wünschenswert  sein können. Der Draht 6 erstreckt sich durch die  Öffnung 17 und in das Gehäuse 11 und ist mit einer  Zugfeder 57 darin verbunden, die ihrerseits an einer in  das entgegengesetzte Ende des Hauptteiles 50 einge  setzten Platte 58 verankert ist.  



  Am anderen Ende des Hauptteiles 50 ist an einem  Ende eines Ringes 12 ein     Messstab    53 befestigt, und  zwar vorzugsweise durch ein Universalkardangelenk,  das gleich ausgebildet ist wie das oben beschriebene.  Dieser     Messstab    kann aus einer Anzahl von unterein-           ander    mittels Kupplungen 59 verbundenen     rohrförmigen     Teilen bestehen, wobei diese Kupplungen von einer  Bauart sind, die es nicht ermöglichen, dass sich ein  Stab gegenüber den anderen Stäben verdreht.

   Um die  notwendige Übereinstimmung zu erhalten, ist eine durch  gehende Längsmarke 60 an jedem     einzelnen        Messstab     53 vorgesehen, und zum Messen der Tiefe des Ein  schubes des Gerätes     sind        Abstandmarken    61 an jedem  Stab längs der Marke 60 vorgesehen.  



  Das Gerät wird durch eine mit Feststellschrauben  65 und einem Zeiger 66 versehene Hülse 63 festge  halten, an der einander diametral gegenüberliegende  Arme 64 mit Handgriffen 62 angeordnet sind. Dadurch  kann die Hülse 63 in jeder     gewünschten    Tiefe an dem       Messstab    befestigt und in die Schlitze 55 gedrückt wer  den, und zwar in eine Stellung, die ein Ablesen ermög  licht. Das Gerät     kann    durch einen nicht dargestellten       elektrischen    Stromkreis vervollständigt sein, der sich  von dem Mund des Bohrloches     vorzugs-,    aber nicht  notwendigerweise in den     Messstab        ersteckt.     



  Die     Betätigung    dieses Gerätes ist sehr einfach. Es  wird in das     Bohrlochgehäuse    2 eingeführt und wird  entweder in vorbestimmten Zeiträumen oder kontinuier  lich abgelesen. Die     Ablesungen    der     Abwinkelung    zeigen  die Abweichungen der Lage des Gehäuses an, sie werden  durch die Bewegungen des Führungskopfes 56 bezüg  lich des Hauptteiles 50, wie er durch die     Abwinkelung     des Drahtes 6 an den Schneiden 17 der     öffnung    herbei  geführt wird, gemessen.  



  Die     Fig.    7 zeigt     schematisch    die Art der     Ablesung,     das Anzeigeinstrument 74 kann auf die Messung in der       X-X-    bzw.     Y-Y-Ebene    umgeschaltet werden, so dass man  das Gerät in dem Bohrloch nicht zu drehen braucht.  



  In den     Fig.    8 und 9 ist der     elektrische    Geber, der  auch bei anderen Geräten verwendet werden kann,  näher dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist die  mit den Schneiden 17 versehene Platte 15 an einem  Arm 67 befestigt, und an der Platte 15 ist das     rohrför-          mige    Gehäuse 51 angeschraubt. Die vier um 90  ge  geneinander versetzten     Solenoide    34 sind mittels ge  eigneter     Einstellschrauben    33 am anderen Ende des  rohrförmigen Gehäuses 51 befestigt, wodurch sie am  Beginn einer Prüfung eingestellt werden können.

   Der  Draht 6 trägt einen kleinen ringförmigen Anker 35,  der zwischen den     Solenoiden    34 aufgehängt ist und  deren induktive Wirkung     verändern    kann. Es ist er  sichtlich, dass schon sehr kleine Bewegungen des Ankers  35 in irgendeiner Richtung Reaktionen an den     Solenoi-          den    34 herbeiführen, die mit irgendeinem Anzeige  instrument verbunden     sein    können, so dass sie die ab  solute     Bewegung    des Drahtes 6 oder deren Kompo  nenten in vorbestimmten Ebenen, wie beispielsweise  in horizontaler und vertikaler Ebene, anzeigen. Solche  Anzeigevorrichtungen können einen hohen Grad von  Empfindlichkeit und Genauigkeit     aufweisen.     



       Fig.    10 stellt einen anderen sehr empfindlichen Typ  eines     elektrischen    Gebers zur Messung von Abwinke  lungen dar, der nach demselben Prinzip wie der vorher  beschriebene arbeitet, jedoch drehbare     Indikatoren    68  anstelle von     Solenoiden    verwendet. Bei dieser Aus  führungsform     sind    zwei übliche drehbare Indikatoren  68 auf einer Platte 15 derart befestigt, dass sie aus dieser  herausstehen, wobei ihre Achsen parallel zu dem Draht  6 liegen und sie in bestimmten Bezugsebenen, wie bei  spielsweise der durch den Draht 6 hindurchgehenden  horizontalen und vertikalen Ebene, arbeiten. Jeder dieser  Indikatoren 68 enthält in seiner Achse eine Welle 69,    die einen gegabelten Arm 70 trägt.

   Die Finger 71 jedes  Armes umfassen     einen    Knopf 72, der an dem. Draht 6  derart angeordnet ist, dass schon sehr kleine Bewegungen  des Drahtes 6 in einer beliebigen Richtung eine Drehung  einer oder beider Wellen 69 der Indikatoren bewirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Messen von quer zu einem Bohr loch verlaufenden Gebirgsbewegungen, bei dem die durch die Querverschiebung bewirkte Abwinkelung eines durch das Bohrloch gespannten, an der zu messenden Stelle an einer einzigen Stelle gelagerten Drahtes an dieser Messstelle gemessen wird, dadurch gekennzeich net, dass der über eine vorbestimmte Strecke inner halb des Bohrloches (1) gespannte Messdraht (6) an einer in einem vorbestimmten Abstand zu seiner La gerung (17) angeordneten Stelle (35) abgetastet wird und dass die Abwinkelung des Drahtes als Lageänderung der Abtaststelle zu einer Geraden gemessen wird, welche durch die Lagerstelle (17)
    des Drahtes und eine jen seits dieser Lagerstelle liegende Verankerungsstelle (58) für den Draht bestimmt ist. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Indikator mit einem in das Bohrloch (1) ein zuschiebenden Messgehäuse (11) aufweist, innerhalb wel ches eine einzige Lagerung (17) für den Messdraht (6) und - in Längsrichtung gesehen - in vorbestimmtem Abstand (a) hiezu auf einer Seite eine Abtastvorrich- tung (34 bzw.
    68 bis 71) für den Draht sowie eine Einrichtung zum Messen der Lageänderung des Drahtes an dieser Abtaststelle (35) vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass diese Lageänderung mittels eines die Änderung der Induktion anzeigenden elektrischen Gebers (34 bzw. 68) gemessen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lage der Strecke durch Bewegung des Drahtes (6) längs des Bohrloches (1) geändert wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit Gleitmitteln (14) zur axialen Halterung in dem Bohrloch (1) versehenen Hauptteil (50) enthält, von dessen einem Ende sich ein mit Gleitmitteln (14) zur axialen Halterung in dem Bohrloch (1) versehener, mit dem Hauptteil (50) durch einen an diesem kardanisch gelagerten Arm (51) ver bundener Kopf (56) und von dessen anderem Ende sich ein zum Einführen der Vorrichtung in das Bohrloch (1) dienender Messstab (53) erstreckt, wobei die Lager stelle (17) und die Abtaststelle (35) für den Draht (6) in dem Hauptteil (50) angeordnet sind und der Draht (6)
    zwischen dem Kopf (56) und der in dem Hauptteil (50) angeordneten Verankerungsstelle (58) unter Span nung gehalten ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Abtasten im Hauptteil (50) zwi schen der Lagerstelle (17) des Drahtes (6) und der An schlussstelle des kardanisch angelenkten Armes ein mit einer Anzeigevorrichtung (74) verbundener elektrischer Geber (34 bzw. 68) vorgesehen ist. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass sie vier in einer auf die Drahtachse im wesentlichen senkrechten Ebene kreuzartig um einen in der Drahtachse liegenden freien Raum angeordnete Solenoide (34) enthält und der Draht (6) im Bereich der Solenoide (34) mit einem ringförmigen Anker (35) ver sehen ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass sie zwei die Drehung ihrer Wellen (69) anzeigende Indikatoren (68) enthält und die beiden Wellen (69) mit gegabelten Armen (70) verbunden sind, die kreuzweise einen auf dem Draht (6) sitzenden Knopf (72) umgreifen.
CH1827966A 1965-12-22 1966-12-20 Verfahren und Vorrichtung zum Messen von quer zu einem Bohrloch verlaufenden Gebirgsbewegungen CH451858A (de)

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