CH451872A - Verfahren zum Färben und Bedrucken von Estergruppen enthaltenden Textilmaterialien mit Dispersionsfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zum Färben und Bedrucken von Estergruppen enthaltenden Textilmaterialien mit DispersionsfarbstoffenInfo
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- CH451872A CH451872A CH1356665A CH1356665A CH451872A CH 451872 A CH451872 A CH 451872A CH 1356665 A CH1356665 A CH 1356665A CH 1356665 A CH1356665 A CH 1356665A CH 451872 A CH451872 A CH 451872A
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- C09B51/00—Nitro or nitroso dyes
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Description
Verfahren zum Färben und Bedrucken von Estergruppen enthaltenden Textilmaterialien mit Dispersionsfarbstoffen Das Hauptpatent Nr. 376 085 betrifft ein Verfahren zum Färben und Bedrucken von Estergruppen enthal tenden Textilmaterialien mit Dispersionsfarbstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man als Dispersions farbstoffe wasserunlösliche oder schwer in Wasser lös liche Mono- oder Dinitroarylhydrazone bzw. -osazone aliphatischer, cycloaliphatischer, aromatischer, aralipha- tischer oder heterocyclischer Aldehyde oder Ketone oder Phthalazone, wie sie durch Kondensation unter Wasseraustritt aus Mono- oder Dinitroarylhydrozonen aromatischer Carbonylverbindungen, die in o-Stellung zur Carbonylgruppe eine Carboxylgruppe tragen, erhält lich sind, verwendet.
In weiterer Ausbildung dieser Erfindung wurde nun mehr gefunden, dass man mit besonderem Vorteil Mono- oder Dinitroarylhydrazone bzw. -osazone oder daraus gegebenenfalls erhältliche Phthalazone verwendet, die sich von solchen aliphatischen, cycloaliphatischen, aro matischen, araliphatischen oder heterocyclischen Aldehy- den oder Ketonen ableiten, die mindestens eine an einen aliphatischen Rest gebundene, gegebenenfalls ver- esterte oder verätherte Hydroxylgruppe enthalten.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden in der Hauptsache gelbe und orange Färbungen und Drucke erhalten, die sich durch sehr gute Echtheitseigen schaften auszeichnen und in der Ergiebigkeit und Ther- mofixierechtheit vergleichbaren Farbstoffen des Haupt patents überlegen sind.
Die für das erfindungsgemässe Verfahren verwend baren Farbstoffe können in bekannter Weise hergestellt werden durch Umsetzen von Nitroarylhydrazinen mit entsprechenden Carbonylverbindungen, vorzugsweise im sauren pH-Bereich, und gegebenenfalls unter nach träglicher Kondensation unter Wasserabspaltung zu den entsprechenden Phthalazonen.
In der nachfolgenden Tabelle sind eine Reihe von geeigneten Dispersionsfarbstoffen und die damit er hältlichen Farbtöne genannt:
EMI0001.0011
EMI0002.0000
EMI0003.0000
EMI0004.0000
Die Überführung der Farbstoffe in die für ihre An wendung erforderliche fein disperse Form, d. h. in eine mittlere Korngrösse von etwa 1 ,u, kann dadurch er folgen, dass man sie in bekannter Weise in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel oder in konz.
Schwe felsäure löst, die Lösung anschliessend in Wasser ein trägt, das wieder abgeschiedene Produkt abfiltriert, wäscht und unter Zusatz von üblichen Dispergier- und Mahlhilfsmitteln auf die gewünschte Korngrösse durch Mahlen und/oder Kneten zerkleinert. Das Färben kann nach an sich bekannten Metho den erfolgen, z. B. bei Polyestermaterialien in Gegen wart von Carriern bei 80 bis 125 C oder in Abwesen heit Carriern, gegebenenfalls unter Dispergiermittelzu satz, bei 100 bis 140 C. Beim Bedrucken und Klotzen wird in Gegenwart eines geeigneten Verdickungsmittels gearbeitet und bei erhöhter Temperatur mit oder ohne Dampf fixiert.
Das Bedrucken von Polyesterfasern kann auch nach dem bekannten Hitzefixierungsverfahren in Gegenwart oder Abwesenheit von Netzmitteln durch geführt werden. <I>Beispiel 1</I> Vorgereinigtes Polyestergewebe wird auf dem Fou- lard mit folgender Flotte geklotzt (Flottenaufnahme 60 %):
EMI0005.0003
75 <SEP> g <SEP> eines <SEP> wässrigen <SEP> Färbepräparates, <SEP> dessen <SEP> Herstel lung <SEP> weiter <SEP> unten <SEP> beschrieben <SEP> wird,
<tb> 4 <SEP> g <SEP> eines <SEP> handelsüblichen <SEP> Dispergiermittels <SEP> auf
<tb> Äthylenoxydbasis,
<tb> 50 <SEP> g <SEP> Alginatverdickung <SEP> (4%ig),
<tb> 1 <SEP> Liter <SEP> Wasser.
Anschliessend wird bei 100 C getrocknet und 50 Sekunden bei 210 C nacherhitzt. Hierauf erfolgt eine reduktive Nachbehandlung mit einer wässrigen Flotte, enthaltend 6 cm3/1 Natronlauge (38 Bé) und 3 g/1 Hydrosulfit während 20 Minuten bei 50 bis 60 C. Es wird gespült und getrocknet.
Man erhält eine intensive goldgelbe Färbung von sehr guter Thermofixierechtheit.
Das verwendete Färbepräparat wird hergestellt, in dem man 1 Teil ss-Hydroxyäthoxybenzophenon-dinitro phenylhydrazon und 1 Teil des Natriumsalzes der Di- naphthylmethandisulfonsäure mit 8 Teilen destilliertem Wasser in einer Kugelmühle auf eine Korngrösse von etwa 1 ,u vermahlt.
<I>Beispiel 2</I> Vorgereinigtes Polyestergarn wird 10 Minuten lang in einer Flotte, enthaltend 4 g/1 Terephthalsäuredi- methylester als Carrier bei 80 C vorbehandelt. Dann werden 50 g/1 eines wie oben aus Resacetophenonmono- (hydroxypropyläther)-dinitrophenylhydrazon hergestell ten Färbepräparats und 1,5 g/1 eines handelsüblichen Dispergiermittels auf Äthylenoxydbasis der Flotte zu gesetzt und 1 Stunde bei 125 C gefärbt (Flottenver hältnis 1 :20).
Man erhält nach dem Spülen der reduktiven Nach behandlung - wie im Beispiel 1 angegeben - und er neutem Spülen eine intensive orange Färbung mit guten Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 3</I> 16 Teile eines wie im Beispiel 1 hergestellten Färbe präparats aus ss-Hydroxypropionaldehyd-dinitrophenyl hydrazon werden in ein Färbebad aus 1000 Teilen Was ser und 2 Teilen Marseiner Seife eingetragen. Anschlie- ssend werden 30 Teile eines Gewebes aus Acetatkunst seide eingeführt. Man färbt bei einer Färbebadtempera tur, die innerhalb von 30 Minuten auf 80 C gebracht und anschliessend 1 Stunde bei dieser Temperatur ge halten wird. Hierauf wird mit weichem Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine gelbe Färbung mit guten Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 4</I> Polyestergewebe wird mit folgender Druckpaste be druckt: 190 g eines Färbepräparates, hergestellt durch Ver- mahlen von
EMI0005.0023
EMI0005.0024
600 <SEP> g <SEP> einer <SEP> Stammverdickung, <SEP> bestehend <SEP> aus
<tb> 480 <SEP> g <SEP> Kristallgummiverdickung <SEP> (1 <SEP> :3),
<tb> 96g <SEP> Wasser,
<tb> 18g <SEP> Drucköl,
<tb> 6 <SEP> g <SEP> Entschäumer <SEP> und
<tb> 210 <SEP> g <SEP> weichem <SEP> Wasser. Das bedruckte Gewebe wird nach dem Trocknen 50 Sekunden bei 210 C behandelt, anschliessend kalt gespült, reduktiv nachbehandelt, wie im Beispiel 1 be schrieben, erneut gespült und getrocknet.
Man erhält einen goldgelben Druck, der sich im Ver gleich zu einem Druck, der unter Verwendung von p- Diphenyl-methyl-keton dinitrophenyl-hydrazon gewon nen wurde, durch eine besonders hohe Heissluftfixierecht heit auszeichnet.
Drucke von ähnlich guten Eigenschaften liefert auch das p-(ss-Acetoxyäthyl)-diphenyl - keton - dinitrophenyl - hydrazon.
<I>Beispiel S</I> Ein Triacetatgewebe wird mit folgender Druckpaste bedruckt: 30 g eines Färbepräparates - hergestellt durch Ver- mahlen von
EMI0005.0034
Das bedruckte Gewebe wird nach dem Trocknen 10 Minuten lang bei 1,5 Atü gedämpft, danach gespült und bei 60 C mit einem nichtionogenen Waschmittel geseift, gespült und getrocknet.
Man erhält einen orangefarbenen Druck von hoher Licht- und Heissluftfixierechtheit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben und Bedrucken von Ester gruppen enthaltenden Textilmaterialien mit Dispersions farbstoffen gemäss dem Patentanspruch des Haupt patentes Nr. 376 085, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Mono- oder Dinitroarylhydrazone bzw. -osazone oder Phthalazone verwendet, die sich von aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen, araliphatischen oder heterocyclischen Aldehyden oder Ketonen ableiten, die mindestens eine, an einen aliphatischen Rest gebundene, gegebenenfalls veresterte oder verätherte Hydroxyl- gruppe enthalten.
Applications Claiming Priority (3)
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| DEC23279A DE1135416B (de) | 1961-01-31 | 1961-01-31 | Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Estergruppen enthaltenden Materialien mit Dispersionsfarbstoffen |
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Publications (2)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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