CH452361A - Einrichtung zur Verringerung der Axialkraft von Zentrifugalpumpen - Google Patents

Einrichtung zur Verringerung der Axialkraft von Zentrifugalpumpen

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CH452361A
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CH1512066A
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Tomas Frantisek
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Sigma Lutin
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Description


  Einrichtung zur Verringerung der     Axialkraft    von     Zentrifugalpumpen       Die     Erfindung    betrifft eine Einrichtung zur Verrin  gerung der     Axialkraft    von     Zentrifugalpumpen,    insbe  sondere von     Zentrifugal-Hochleistungspumpen,    deren  Laufräder einen zweiseitigen Eintritt aufweisen, und  zur Verringerung der     Pulsierungen.     



  Gemäss Literaturangaben und der allgemein einge  bürgerten Praxis zählen     Zentrifugalpumpen,    deren Lauf  räder einen zweiseitigen Eintritt aufweisen, als axial  ausgeglichen. Eine solche Anordnung wird bei mehr  stufigen     Zentrifugalpumpen        mit    gerader     Laufradzahl    als  eine der Methoden zur Ausgleichung der     Axialkraft     direkt empfohlen.

   Die vorgenommenen Messungen ha  ben jedoch gezeigt, dass bei Laufrädern mit zweiseiti  gem Eintritt bedeutende     Axialkräfte,    insbesondere im  Bereich von 0,5 Q     max    auftreten, wobei Q     max    die  maximale Schluckfähigkeit des gesamten Laufrades bei  einer Förderhöhe von     H < 0    ist. Im Bereich von  0 < Q < 0,5 Q     max    wird sodann der Gang der Pumpe  unruhig, und es entsteht eine     Axialkraft,    welche bei  0,5 Q     max    den maximalen statischen Wert erreicht.  Diese Tatsache wurde auch durch Messungen an Pum  penmodellen bestätigt.

   Die bisherigen Meinungen über  das Entstehen dieser Kraft wurden als der Wirklichkeit  widersprechend widerlegt, denn die     Axialkraft    wurde bei  den Versuchen mit der Umlaufleitung und den Dich  tungsringen auf dem Scheibenumkreis des Laufrads  ebenfalls festgestellt und gemessen. Ausserdem ist be  kannt, dass der     Strömungscharakter    der     Zentrifugal-          Hochleistungspumpen    einen primären Einfluss auf die       Pulsierungen    innerhalb dieser Pumpen hat, welche  gleichfalls eine unerwünschte Erscheinung darstellen.

    Weder     die    bisherigen Konstruktionsadaptierungen,  noch die verschiedensten Zusatzeinrichtungen konnten  eine grundsätzliche Verringerung dieser     Pulsierungen    her  beiführen.  



  So entstand das Problem, eine geeignete Einrichtung  zu schaffen, welche imstande wäre, eine grundsätzliche  Verringerung der     Axialkraft    bei     Zentrifugalpumpen,    de-         ren    Laufräder einen zweiseitigen Eintritt aufweisen, zu  sichern, und die gleichzeitig auch für andere     Hochlei-          stungs-Zentrifugalpumpen    zur Verringerung deren     Pul-          sierungen    Verwendung finden könnte.  



  Die Erfindung löst dieses Problem und     beseitigt    die  angeführten Mängel und Nachteile bekannter Ausfüh  rungen.  



  Die Erfindung besteht darin, dass sie mindestens  eine in jeden Eintritt der Pumpe vor dem Laufrad mün  dende     Tangentialdüse    aufweist, welche über eine Zu  leitung an eine     Druckflüssigkeitsquelle    angeschlossen  ist und in dieser Zuleitung eine von Impulsen aus der  Druckleitung der Pumpe gesteuerte Regelanlage ange  ordnet ist.  



  In der Zeichnung ist ein     Ausführungsbeispiel    der  Einrichtung dargestellt, welche einer     Zentrifugalpumpe     angeschlossen ist, deren Laufrad einen     zweiseitigen    Ein  tritt aufweist.  



  Die Einrichtung gemäss der Erfindung weist     Tan-          gentialdüsenpaare    11 auf, welche an gegenüberliegen  den Seiten des linken Eintrittes 12 und des rechten Ein  trittes 13 der     Zentrifugalpumpe    14 angeordnet sind. Je  nach Situation, Grösse der Pumpe und deren Konstruk  tionslösung kann auch eine einzelne     Tangentialdüse     11 vor jedem Eintritt, bzw. eine grössere Anzahl von  Düsen verwendet werden. Gemäss dem dargestellten  Ausführungsbeispiel sind die erwähnten     Tangentialdü-          sen    11 mit Hilfe eines Zuleitungsrohres 15 an die Druck  leitung 16 der Pumpe 14 vor deren Hauptverschluss 17  angeschlossen.

   Der Impuls für den Einsatz der Tangen  tialdüsen 11 wird von diesem Hauptverschluss 17 abge  leitet, durch den die gesamte von der Pumpe 14 geför  derte Flüssigkeitsmenge     durchfliesst,    und in dem sich  demzufolge auch alle Druck- und Geschwindigkeitsän  derungen der geförderten Flüssigkeit, insbesondere zu  Beginn und am Schluss des Prozesses äussern. Die von  diesen Veränderungen abgeleiteten     Impulse    werden  dann über eine Nebenleitung 18, bzw. über einen ande-           ren    Mechanismus, beispielsweise einen Kulissenmecha  nismus, zu der Regeleinrichtung 19, beispielsweise ei  nem Regelventil, weitergeleitet, das an der Zuleitung 15  angebracht ist und die Funktion der     Tangentialdüsen     11 sichert.  



  Die Einrichtung gemäss der Erfindung funktioniert  so, dass die aus der Druckleitung 16 entnommene Flüs  sigkeit über eine Regeleinrichtung 19 an die     Tangential-          düsen    11     herangeführt    wird, herauskommend aus den       Tangentialdüsen    11, in die     linke    Eintrittsöffnung 12  und in die rechte Eintrittsöffnung 13 der Pumpe 14 so  eintritt, dass sie hier die     Vorrotation    der geschöpften  Flüssigkeit vor dem Laufrad ändert.

   Durch die Beein  flussung der     Vorrotation    wird erreicht, dass die Ein  tritts-Meridiangeschwindigkeit und somit auch die  Schluckfähigkeit beider Eintrittsöffnungen 12, 13 des  Laufrades gleich sind, so dass keine     Axialkraft    entsteht.  Dabei sichert die in die Zuleitung 15 eingebaute und  hydraulisch oder mechanisch, beispielsweise über den  angeführten Kulissenmechanismus vom Hauptverschluss  17 aus gesteuerte Regeleinrichtung 19, eine automati  sche Versorgung der     Tangentialdüsen    11 mit Druck  flüssigkeit.

   Nach der     Ingangsetzung    der Pumpe 14     be-          einflusst    der in die     Tangentialdüsen    11 zurückgeführte  Teil der geförderten Flüssigkeit die     Vorrotation    an bei  den Eintrittsöffnungen 12, 13 und somit auch die Lei  stung der Pumpe 14, wobei sich die     Axialkraft    bis zum  Betriebspunkt der Pumpe, d. h. so lange, bis die Pumpe  14 den Bereich der optimalen Leistung erreicht hat,  eliminiert. So wird dafür Sorge getragen, dass keine  Verschlechterung der     volumetrischen    Leistung während  des Betriebes der Pumpe 14 im Bereich deren Be  triebspunktes auftritt.  



  Mit Hilfe der     Tangentialdüsen    11 kann nicht nur der  Potentialwirbel und dessen Kern bei der     Überflutung     beider Eintrittsöffnungen 12, 13 der Pumpe 14, deren  Laufräder einen zweiseitigen Eintritt aufweisen, gleich  gerichtet werden; diese können ausserdem bei allen an  deren Zentrifugal- u. ä. Pumpen zur Verringerung der  während der Förderung entstehenden     Pulsierungen    ver  wendet werden.

   Dies gilt besonders für     Hochleistungs-          pumpen,    und zwar deshalb, weil der     Strömungscharak-          ter    dieser Pumpen primären Einfluss auf die     Pulsierun-          gen    hat, und weil durch die Verwendung von Tangen  tialdüsen die Strömung günstig     beeinflusst    und die     Pul-          sierung    herabgesetzt wird.  



  Theoretisch ist das Laufrad mit zweiseitigem Ein  tritt während der Arbeit im Betriebspunkt ausgeglichen,  in der Praxis entsteht infolge     geometrischer    Abweichun  gen des Laufrades noch eine geringe     Axialkraft.    Des  halb erweisen sich in diesem Punkt jegliche     Sonder-          massnahmen    zum Einfangen der     Axialkraft    als über  flüssig. Bei der     Ingangsetzung    und beim Abstellen der  Pumpe kam es jedoch zur einseitigen Überflutung des  Laufrades, was eine bedeutende     Axialkraft    hervorruft.

    Deshalb mussten Pumpen hinsichtlich dieser     übergangs-          phasen    mit     Axiallagern    von bedeutender Tragkraft ver  sehen werden. So z. B. musste für eine Fördermenge  von ca. 22     m3:'sec    und eine Förderhöhe von 120 m ein       Axiallager    für 180 t bemessen werden. Durch die Er  findung kann das bisher notwendige     Axiallager    für sol  che maximalen Belastungen ersetzt werden durch ein       Axiallager    zum Auffangen der geringen, infolge der  geometrischen Unwucht des Laufrades entstehenden    Restkraft. Für das aufgezeichnete Beispiel genügt ein  für 1 bis 2 t bemessenes Lager.  



  Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin,  dass sie zusätzlich bei allen bereits im Betrieb stehenden  Pumpen verwendet werden kann.  



  Die Einrichtung gemäss der Erfindung kann in ver  schiedenen Ausführungen hergestellt werden. Neben  dem bereits erwähnten Ausführungsbeispiel, wo die       Tangentialdüsen    von der der Druckleitung der Pumpe  vor deren Hauptverschluss entnommenen Druckflüs  sigkeit gespeist werden, kann die Einrichtung auch so  hergestellt werden, dass die     Tangentialdüsen    aus einer  fremden     Druckflüssigkeitsquelle    gespeist werden, wobei  die Impulse für die Funktion der Regeleinrichtung dem  Hauptverschluss der Druckleitung der Pumpe, oder ei  ner anderen Stelle der für die Impulsentnahme herge  richteten Druckleitung entnommen werden.

   Als     Haupt-          verschluss    der Druckleitung kann beispielsweise ein  Ringverschluss, ein Eckventil, oder ähnliche Armaturen  dienen, denen Impulse entnommen werden können, wel  che bei     Fördermengenänderungen    in der Druckleitung  bzw. direkt in dem Pumpenaustritt entstehen. Wie be  reits erwähnt, können diese Impulse entweder hydrau  lisch über eine Nebenleitung oder mechanisch, beispiels  weise über einen Mechanismus mit Hebelverschluss und  Kulisse an die Regeleinrichtung weitergeleitet werden.  



  Bei Laufrädern mit zweiseitigem Eintritt geschieht  die     Vorrotation    der Flüssigkeit in der der Rotation des  Laufrades entgegengesetzten Richtung, so dass die Ober  flutung des Laufrades ungleichmässig ist und demzufol  ge     Axialkräfte    entstehen. Auf derjenigen Seite, auf  der die Flüssigkeit und das Laufrad im gleichen Dreh  sinn rotieren, wird die Flüssigkeit mittels der Düsen  gebremst - also in Gegenrichtung. Auf der anderen  Seite des Laufrades, wo die geschöpfte Flüssigkeit eine  Zirkulation in Gegenrichtung zur Rotation des Lauf  rades aufzuweisen hat, bekommt die Flüssigkeit durch  die Düsen eine zusätzliche Geschwindigkeit - also im  Rotationssinn des Laufrades.  



  Die Orientierung im Eintrittssystem kann künstlich  beeinflusst werden, so dass sie beispielsweise in bezug  auf das System stets rechtslaufend ist und somit die An  ordnung der Düsen eindeutig bestimmt ist.  



  Sämtliche Düsen werden lediglich durch die     Durch-          flussmenge    geregelt. Wenn die     Überflutung        bzider    Ein  tritte gleichmässig ist, sind die Düsen somit ausser Be  trieb.     Deshalb    kann die Öffnung des Flüssigkeitszu  flusses direkt von dem     Pumpenhauptverschluss    abgelei  tet werden.  



  Der mechanisch betätigte hydraulische Kolben be  tätigt die Regelanlage 19, aus der die     Flüssigke-it    in die       Tangentialdüsen    vor dem Laufrad einströmt. Die Regel  anlage 19 stellt im Prinzip einen Eckverschluss dar, der  mittels eines hydraulischen Kolbens und durch die vom       Pumpenhauptverschluss    abgeleitete Bewegung betätigt  wird. Bis zum Wert Q = 0,5     Q",_,,    strömt durch diese  Regelanlage 19 die Flüssigkeit zu den     Tangentialdüsen.     Bei einer Flüssigkeitsmenge, die grösser ist als 0,5     Q",;,_,     bleibt die Regelanlage 19 geschlossen und die Tangen  tialdüsen werden stillgelegt.  



  Ein wichtiger Vorteil der Erfindung besteht darin,  dass diese automatisch und unabhängig von der Bedie  nung arbeitet. Dabei ist die Herstellung dieser Einrich  tung unkompliziert und nicht kostspielig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Verringerung der Axialkraft von Zentrifugalpumpen, insbesondere von Zentrifugal-Hoch- leistungspumpen, deren Laufräder einen zweiseitigen Eintritt aufweisen, und zur Verringerung der Pulsierun- gen, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine in jeden Eintritt (12, 13) der Pumpe (14) vor dem Lauf rad mündende Tangentialdüse (11) aufweist, welche über eine Zuleitung (15) an eine Druckflüssigkeitsquelle angeschlossen ist und in dieser Zuleitung (15)
    eine von Impulsen aus der Druckleitung (16) der Pumpe (14) ge steuerte Regelanlage (19) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zuleitung (15) über eine Regel- einrichtung (19) mit der Druckleitung (16) der Pumpe (14) vor deren Hauptverschluss (17) verbunden ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zuleitung (15) über eine Regel einrichtung (19) an eine fremde Druckflüssigkeitsquelle angeschlossen ist.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelein richtung (19) über eine angeschlossene Nebenleitung, welche diese mit dem Hauptverschluss (17) der Druck leitung (16) verbindet, hydraulisch betätigbar ist, wobei dieser Hauptverschluss (17) als Ringverschluss oder als Eckventil ausgeführt ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese Regelein richtung (19) mechanisch, beispielsweise über einen Me chanismus mit Hebelverschluss und Kulisse, welche von Impulsen aus dem Hauptverschluss (17) der Drucklei tung (16) gesteuert wird, betätigt werden kann.
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