CH452540A - Verfahren zur Herstellung von Imidazo- und Pyrimido-chinazolinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Imidazo- und Pyrimido-chinazolinen

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CH452540A
CH452540A CH1117467A CH1117467A CH452540A CH 452540 A CH452540 A CH 452540A CH 1117467 A CH1117467 A CH 1117467A CH 1117467 A CH1117467 A CH 1117467A CH 452540 A CH452540 A CH 452540A
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quinazoline
acid
pyrimido
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CH1117467A
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Othmar Dr Schindler
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Wander Ag Dr A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D487/04Ortho-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Enidazo-und Pyrimido-chinazolinen   
Es wurde gefunden, dass gewisse neue 2, 3, 5,   6-Tetra-    hydro-imdiazo[1,   2-c]      chinazolillW und    2, 3, 6,   7-Tetra-      hydro-4H :-pyrimido    [1,   2-c]      chinazolin-Derivate    adrenomi  mUetische Wirkung hlaben    und als Broncholytika, teilweise auch   als Psychoanaleptika und Antidepressiva    in   Be-    tracht fallen. Es   handlelt    sich   um Verbindungen der    allgemeinen Formel :
EMI1.1     
 sowie um Säure-Additionssalze davon.

   In Formel I be  deutet    R   eine Alkylengruppe mit    2   roder    3 C-Atomen,   und R1 stellt einen Furylt    oder   Thienylrest    dar.



   Produkte der Formel I werden erfindungsgemäss er  halten, wenn man entsprechendle,    im   Chinazolinteil des    Moleküls vollständig ungesättigte Verbindungen der For  mel    :
EMI1.2     
 worin R und   Rt    die oben angegebene Bedeutung haben, oder Säure-Additionssalze davon mit einem milden Reduktionsmittel, beispielsweise mit Wasserstoff in Gegenwart   eines Edlelmetallkatalysators,    wie Palladium-Kohle, oder mit einem Alkalimetallborhydrid, behandelt, worauf das Produkt als freie Base   oder in Form    eines   Saure-    Additionssalzes gewonnen wird.



   Die   für die Hydrierung benötigten Ausgangsstoffe    der   Formel 11 entstehen    z. B. bei der Umsetzung von o-(2-Imidazolin-2-yl)anilin bzw.   o- (1,    4, 5,   6-Tetrahydro-      pyrimidin-2-yl)    anilin der   Formel    :
EMI1.3     
 mit Säurechloriden oder Säureanhydriden der Formel R1-CO-Cl bzw.

   (R1-CO)2O, beim Behandeln eines Chinazolinderivates der Formel :
EMI1.4     


<tb>  <SEP> Halogen
<tb> I <SEP> \ <SEP> \N
<tb>  <SEP> R <SEP> (I
<tb>  <SEP> N
<tb>  mit einem Aminohalogenid der Formel H2N-R-Halogen, oder beim Behandeln eines Anthranilsäurederivates der Formel :
EMI1.5     

  <SEP> coo <SEP> axy
<tb> I <SEP> q/ <SEP> (V)
<tb>  <SEP> NHC0Rz
<tb>  mit einem Diamin der Formel H2N-R-NH2, wobei in allen diesen Formeln R1 und R2 die früher angegebene   Bedeutang haben.   



   Die Überführung der erfindungsgemäss erhältlichen   Basez in    ihre Säure-Additionssalze kann in üblicher Weise erfolgen durch Behandeln mit entsprechenden Säuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Oxalsäure, Malcnsäure, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Maleinsäure, Weinsäure, Toluolsulfonsure und dergleichen.



   Die adrenomimetische Wirkung der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen wird z. B. in der   Bron-    cholyseprüfung nach H.   Ko, nzett    und R.   Rössler    [Arch. exp. Paht. Pharmakol. 195, 71   (1940)] sichtb-ar,    bei wel cher der durch intravenöse Histaminverabreichung am   Meerschweinchen hervorgerufene Bronchospasmus    und dessen Verminderung   un, ter    dem Einfluss des   broncho-    lytischen Wirkstoffes als Funktion, des   Atmungsvolumens    bestimmt wird.

   In dieser Prüfhung erweisen sich die Verbindungen gemäss Fromel I, worin R Trimethylen bedeutet, im allgemeinen als wirksamer   als diejenigen    mit R =   Dimethylen,    obschon auch letztere noch beacht  liche    Wirksamkeit   zeigen. Durch    besonders   starke bron-    cholytische Wirkung zeichnen sich das 6-(2-Furyl)2, 3, 6, 7-tetrahydro-4H-pyrimido [1,   2-c]      ch, inazolin    und seine Säure-Additionssalze aus.



   Innerhalb des adrenomimetsichen Wirkungsbildes tritt eine psychoanaleptische und antidepressive Wirkungskomponente bei denjenigen Verbindungen gemäss Formel I auf, in welchen R Dimethylen ist, besonders ausgeprägt beim 5- (2-Furyl)-2, 3, 5, 6-tetrahydro-imidazo [1,   2-c]    chinazolin und einen Säure-Additionssalzen.



  Diese Eigenschaft wird im   anti-Tetrabenazine-V--rsuch    an der Ratte nachgewiesen. Dabei werden dem   Versuchs-    tier 1 Stunde nach i. p. Verabreichung der Prüfsubstanz 10 mg/kg   Tetrabenazine (2-Oxo-3-isobutyl-9, 10-dimeth-    oxy-1, 2, 3, 4, 6, 7-hexahydro-11bH-benzo[a]chniazolin i. p. injiziert. Nicht   vorbehandelte    Tiere zeigen darauf kataleptisches   Verharren während mindestenls    45 sec sowie   Ptôsis.    Bei mit Psychoanaleptika vorbehandelten Tieren   ist diese Wirkung aufgehoben    bzw. vermindert.



   In der folgenden Tabelle werden die broncholytische und die   anti-Tetrabenazine-Wirkung erfindungsgemäss      erhäldicher Verbindungen    mit den entsprechenden Wer  ten bekannter Broncholytika (Ephedrin, Theophyllin)    bzw. Psychoanaleptika (Imipramine [5-(3'-Dimethylaminopropyl)-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f]azcpin-Hy  drochlori, dl)    verglichen. In den beiden Kolonnen rechts bedeutet ED 50   diejenige Wirkstoffdosis,    die zu   veiner    Herabsetzung der Tetrabenzine-Wirkung auf 50    /o    der   Kontóllen führt.    Als Messgrösse dient bei der Katalep  sie, die Verhanmgsdauer,    bei der   Ptosis    die Lidöffnungsweite.

   In der   clritten Kolonne von    rechts bedeutet ED 50 diejenige Wirkstoffmenge, die im Versuch nach   Konzett    und Rössler zu einer 50%igen herabsetzung des durch Histamin hervorgerufenen Bronchospasmus führ.t
Tabelle Wirkstoff Toxizität (Maus) Broncholyse anti-Tetrabenazine
LD 50 (Meerschweinchen) Wirkung (Ratte) mg/kg p. o. ED   50    mg/kg i. v. ED 50 mg/kg i. p.



   Katalepsie Ptosis 6-(2-Thienyl)-2, 3, 6, 7-tetrahydro-4H-pyrimido [1,   2-c]    chinazolin 117   Ol    5- (2-Furyl)-2, 3, 5, 6-tetrahydro-imidazo [1,   2-c]    chinazolin 120 0, 1 4, 4 6, 2 6- (2-Furyl)-2, 3, 6, 7-tetrahydro-4H-pyrimido [1, 2-c]chniazolin 167 0,   05    5-(2-Thienyl)-2, 3, 5, 6-tetrahydro-imidazo [1,   2-c]    chinazolin 143 5, 75 5, 6 Ephedrin (als Broncholytikum bekannt) 400 2 Theophyllin (als Broncholytikum bekannt) 540 3 Imipramine (als Psychoanaleptikum bekannt) 400 12 11
Aus der Tabelle geht hervor, dass die erfindungsgemäss erhältlichen Substanzen in geringeren Mengen wirk  Sam    sind als die   Vergleichssubstanzen.   



   Die   psychoanaleptische    Wirkung erfindungsgemäss   erhälsdicher Verbindungen weist gegenüber derjenigen      von Imipramine    nicht nur quantitative,   sondera    auch qualitative Unterschiede auf, die z. B. in einem gänzlich verschiedenartigen clektrocnzephalographischen Bild zum Ausdruch kommen.



   Beispiel
750 mg 5-(2-Furyl)-2,3-dihydro-imidazo [1, 2-c]chin  azolin-Hydrochlorid,    das durch Umsetzen von o-(2 Imidazolin-2-yl)-anilin mit Furan-2-carbonsäurechlorid   erhalten wurde,    werden in 200 ml Methanol gelöst. Dazu gibt man eine Lösung von 640 mg Kaliumborhydrid in 5 ml Wasser. Das Reaktionsgemisch wird während 24 Stunden bei 20 C und pH 9-10 stehen gelassen und dann im Vakuum auf 15 ml konzentriert. Nach Zusatz von 20 ml Wasser stellt man mit 1 ml 2-n Natronlauge alkalisch und extrahiert erschöpfend mit Chloroform.



  Die   chloroformische Lösung wild    mit verdünnnter Salzsaure und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat   ge-    trocknet, durch aktiviertes   Aluminiumoxyd ffitriert und    eingeengt. Durch Umkristalliseren des angefellenen Feststoffes aus Methanol/Äther erhält man 215 mg 5-(2 Furyl)-2,3,5,6-tetrahydro-imidazo[1,2-c]chinazolin in Form von weissen Klötzen vom Schmelzpunkt 163 bis 165  C.



   Bei gleichem   Vorgehen    wie   im vorstehenden    Beispiel erhält man aus den entsprechenden   Ausgangsstoffen    weiterhin z. B. die nachfolgenden Verbindungen gemäss Formel I :   5¯ (2-Thienyl)-2,    3, 5,   6-tetrahydro-imidazo    [1, 2-c] chinazolin vom Schmelzpunkt 268-276  C ; 6- (2-Thienyl)-2, 3, 6, 7-tetrahydro-4H-pyrimido [1,   2-cul-    chinazolin vom Schmelzpunkt 172-174 C und 6-(2-Furyl)-2, 3, 6, 7-tetrahydro-4H-pyrimido[1,2-c] chinazolin vom Schmelzpunkt 156-158 C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2, 3, 5, 6-Tetrahydro imidazo [1, 2-c] chinazolinW und 2, 3, 6, 7-Tetrahydro-4Hpyrimido[1, 2-c] chinazolin-llerivaten der Formel : EMI2.1 worin R eine Alkylengruppe mit 2 roder 3 C-Atomen, und Rt einen Furyl-oder Thienylrest bedeutet, sowie von Säure-Additionssalzen davon, dadurch gekennzeichnet, dass mian eine Verbindung der Formel :
    EMI3.1 worin R und Rl die oben angegebene Bedeutung haben, oder ein Säure-Additionssalz davon mit einem milden Reduktionsmittel behandelt, worauf das Reaktionspro- dukt als Base odeur in Form eines Säure-Additionssalzes gewonnen wird.
CH1117467A 1964-07-24 1964-07-24 Verfahren zur Herstellung von Imidazo- und Pyrimido-chinazolinen CH452540A (de)

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