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Verfahren zur Herstellung von elektrischen Spulen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Spulen mit einer inneren und einer äusseren Zuleitung an den Enden des aufgewickelten Leiters, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bereits bekannt, Spulen aus bandförmigen Leitern herzustellen, wobei man auf einem isolierenden Kern einen bandförmigen Leiter mit oder ohne Zwischenlage eines bandförmigen Isolationsmaterials aufwik- kelt. Das innere und das äussere Ende des Leiters sind mit Zuleitungen versehen, so dass die beiden Enden des aufgewickelten Leiters an einen Stromkreis angeschlossen werden können.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mittels denen solche Spulen auf einfache und fortschrittliche Weise entweder automatisch oder halbautomatisch hergestellt werden können.
Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung: a) ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Spulen mit einer inneren und einer äusseren Zuleitung an den Enden des aufgewickelten Leiters, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man einen bandförmigen elektrischen Leiter von einer Vorratsrolle abzieht und in bestimmter Länge auf einen Kern wickelt, wobei man zwischen der Vorratsrolle und der Aufwickelstelle an dem bandförmigen Leiter an einer für die genannten Enden des Leiters bestimmten Stelle jeweils zwei quer zur Bandrichutng nebeneinanderliegende Zuleitungen anbringt und dann den bandförmigen Leiter jeweils zwischen den Zuleitungen trennt,
wobei die eine Zuleitung des jeweils von der Vorratsrolle abgetrennten Leiterstük- kes nach Aufwickeln auf den Kern die äussere Zuleitung der gewickelten Spule bildet und die andere, jeweils mit dem Ende des bandförmigen Leiters der Vorratsrolle verbundene Zuleitung die innere Zuleitung der jeweils nächsten zu wickelnden Spule ergibt;
sowie b) eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die gekennzeichnet ist durch eine Halterung für eine Vorratsrolle, Mittel zum Aufwickeln eines bandförmigen elektrischen Leiters von der Vorratsrolle auf einen Kern, zwischen der Vorratsrolle und dem Kern vorgesehene Mittel zum Befestigen von zwei Zuleitungen nebeneinan- der an dem Leiter und Mittel zum Trennen des Bandes zwischen den Zuleitungen.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung wird anhand der Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben, dabei zeigen: Fig. 1 eine Spule aus aufgewickeltem bandförmigem Leiter, in perspektivischer Ansicht; Fig. 2 einen bandförmigen Leiter im Ausschnitt, mit nebeneinander angeordneten Zuleitungen; Fig. 3 eine Vorrichtung zur Herstellung von Spulen der Fig. 1, in perspektivischer Ansicht; Fig.4 die Vorrichtung gemäss Fig.3 in Seitenansicht; Fig. 4A eine Anordnung der Halterung für eine Vorratsrolle, entsprechend einem Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 4;
Fig. 5 die Vorrichtung gemäss Fig. 4, im Ausschnitt und in Draufsicht;, Fig. 6 und 7 eine Abstreifvorrichtung für eine fertige Spule, in perspektivischem Ausschnitt; Fig.8 ein Kerne-Magazin in perspektivischer Ansicht; Fig.9 einen Schnitt 9-9 durch die Vorrichtung der Fig.5, in grösserem Massstab und mit weggelassenem Hintergrund; Fig. 10 bis 14 das Detail der Fig. 9 in verschiedenen Arbeitsstellungen; Fig. 15 das Detail der Fig. 14 in Ansicht von vorne; Fig. 16 das Detail der Fig. 14 im Schnitt 16-16;
Fig. 17 einen Dorn in auseinandergezogener Darstellung; Fig. 18 einen Dorn im Querschnitt und im von einer Zapfwelle ungekuppelten Zustand; Fig. 19 den Dorn gemäss Fig. 18 im mit der Zapfwel- le gekuppelten Zustand; und Fig. 20 bis 26 verschiedene Arbeitsschritte beim Herstellen der Spule in schematischer Seitenansicht.
In Fig. 1 ist eine Bandleiter-Spule 30 dargestellt, die
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ein Band aus leitendem Material 31, wie beispielsweise ein Band aus einer Aluminium enthaltenden Metallfolie aufweist, das auf einen isolierenden Kern 32, beispielsweise aus Karton oder dgl. aufgewickelt ist. Das Band weist ferner ein Paar Zuleitungen 33 und 34 auf ,die am äusseren bzw. inneren Ende 35 bzw. 36 befestigt sind und zum Anschluss der Spule an einen elektrischen Stromkreis dienen.
Um das Band aus leitendem Material 31 in seiner aufgewickelten Anordnung zu halten, wird das äussere Ende des Bandes mittels eines Streifens 37 befestigt, wobei dieser Streifen so breit wie das Band oder schmäler sein kann, ähnlich der im Beispiel der Fig. 1 gezeigten Streifenbreite.
Falls erforderlich oder erwünscht, kann auf den Kern 32 zusammen mit dem leitendem Material 31 ein Band aus isolierendem Material aufgewickelt werden, um benachbarte Windungen des leitenden Materials gegeneinander zu isolieren.
In Fig. 3 ist eine Vorrichtung 38 zur Herstellung der Bandleiter-Spulen dargestellt. Diese Vorrichtung ist mit Mitteln zum fortlaufenden Herstellen der Bandleiter- Spulen 30 aus, einerseits einem Leiterband 31 und andererseits einem isolierenden Band 39 ausgerüstet, wobei die Bänder jeweils von frei drehenden Vorratsrollen 40 und 41 abgezogen werden.
Weiter weist die Vorrichtung Mittel auf, die das Band 31 mit den Zuleitungen 33 und 34 versieht. Die Zuleitungen werden nebeneinanderliegend (siehe Fig. 2) auf dem Bandleiter befestigt, dabei wird praktisch gleichzeitig der Bandleiter 31, wie auch das isolierende Bandmaterial 39, zum Trennen vorbereitet, indem es zwischen den Zuleitungen 33 und 34 mit einer perforierten Linie 42 versehen wird.
Auf diese Weise bildet die eine Zuleitung 33 der gleichzeitig angebrachten Zuleitungen die äussere Zuleitung einer Bandleiter-Spule, während die andere Zuleitung 34 die innere Zuleitung der nächsten Bandleiter- Spule bildet, sobald der Bandleiter zwischen den Zuleitungen 33 und 34 getrennt wird.
Wie in Fig.3 dargestellt, weist die Vorrichtung 38 einen Rahmen 43 auf, der die Vorratsrollen 40 und 41 auf drehbar angeordneten Rollen 44 und 45 trägt.
Die Bänder 31 und 39 werden über ein Paar federbelastete Umlenkrollen bzw. -zapfen 46 und 47 geführt, die dazu dienen, den Bändern während ihrer Verarbeitung eine Spannung zu verleihen. Die Umlenkrollen bzw. -zapfen 46 und 47 sind, wie aus den Fig. 4 und 4A erhellt an Armen 48 und 49 befestigt, die um Zapfen 50 und 51 schwenkbar am Rahmen 43 angeordnet sind. An den Armen 48 und 49 sind jeweils Zugfedern 52 und 53 vorgesehen, die mit ihren anderen Enden mittels einstellbarer Befestigungsmittel 54, 55 am Rahmen 43 befestigt sind.
Die Vorratsrollen 40 und 41 sind jeweils auf Rollen 44, 45 angeordnet. Letztere besitzen Ringnuten 200 (Fig. 4A), die zur Aufnahme je eines Bandes 201 dienen, dessen eines Ende am zugehörigen Arm 48 oder 49 und dessen anderes Ende unter Zwischenschaltung einer Zugfeder 202 an einem einstellbaren Befestigungsmittel 203 des Rahmens 43 angeordnet ist.
Sobald die Bänder 31 und 39 von den Vorratsrollen abgezogen und durch die Vorrichtung geführt werden, sind sie bestrebt die Umlenkrollen bzw. -zapfen 46, 47 entgegen der Kraft der Feder 52, 53 nach unten zu ziehen, wobei sie den Hebel 48, 49 entgegen dem Uhrzeigersinn zu bewegen bestrebt sind. Dabei entspan- nen sie die Zugfedern 202, welche mittels des Riemens 201 zur Verhinderung der Drehung der Rollen 44, 45 dienen. Dadurch wird die Kraft der Federn 202, die die Reibkraft des Riemens 201 an den Rollen 44 und 45 beeinflussen, reduziert während gleichzeitig die Kraft der Federn 52 und 53 ansteigt, wodurch den Bändern 31, 39 bei ihrem Lauf durch die Vorrichtung eine Spannung verliehen wird.
Ist jedoch der Lauf der Bänder durch die Vorrichtung beendet, bewegen sich die Arme 48 und 49 aufgrund der Spannung der Federn 52 und 53 im Uhrzeigersinn, verhindern ein Schlaffwerden der Bänder 31 und 39 und erhöhen die Reibkraft zwischen den Riemen 201 und den Rollen 44, 45. Dadurch wird ein freies Drehen der Rollen 44, 45 und ein Nachlaufen der Bänder 31, 39 von den Vorratsrollen verhindert.
Das Band 31 wird nach dem Abziehen von der Vorratsrolle 40 und nach Umlenken durch die Umlenk- rollen bzw. -zapfen unter einer bogenförmigen Führung 56 vorbeigeführt, trifft mit dem Band 39 zusammen und durchläuft mit diesem ein Paar Stanzblöcke 57, 58 wobei es mit den Zuleitungen versehen wird. Die aufeinanderliegenden Bänder 31, 39 gelangen weiter durch den von einem Rollenpaar 59, 59' gebildeten Spalt zu einem Kern 32, der von einer sich drehenden Zapfwelle angetrieben wird (Fig. 3).
Sobald der Kern kontinuierlich im Uhrzeigersinn rotiert, werden die Bänder 31, 39 auf den Kern aufgewik- kelt bis die gewünschte Anzahl der Windungen erreicht ist. Daraufhin wird die Rotation der Zapfenwelle 60 sofort unterbrochen und die Stanzblöcke 57, 58 treten in Aktion und versehen den Streifen 31 an einer Stelle zwischen der Vorratsrolle 40 und dem Kern 32 liegenden Stelle mit den Zuleitungen 33, 34 und zwar in der in Fig. 2 gezeigten Art.
Sobald die Bänder 31, 39 zwischen den Zuleitungen 33, 34 entlang der Trennungslinie 42 getrennt worden sind, bewegt sich die Zapfwelle 60 erneut und wickelt den Rest der abgetrennten Bänder 31, 39 auf. Dabei bildet die Zuleitung 33 die äussere Zuleitung der Spule 30, während die Zuleitung 34 des noch in der Vorrichtung befindlichen Teiles der Bänder 31, 39 zur inneren Zuleitung der nächstfolgenden Spule wird.
Wie aus den Fig. 3 und 5 hervorgeht, ist ein indexier- barer Tisch 61 vorgesehen, der von einem Ausleger 62 des Rahmens 43 getragen wird und mit einer Reihe von Dornen 63 versehen ist, die mittels Kolbenstangen 64 und mittels an dem Tisch 61 angebrachten Hydraulik oder Pneumatikzylindern an letzterem angeordnet sind. Der Tisch 61 bewegt jeden Dorn der Reihe nach durch 4 Arbeitsstationen 66, 67, 68 und 69.
Sobald die Dorne 63 alle gleichzeitig in die in Fig. 5 gestrichelt angedeutete Stellung zurückgezogen worden sind, kann der Tisch 61 einen der Dorne in die Station 66 bewegen. Nachdem der Dorn 63 zur Station 66 geschwenkt worden ist, werden alle Kolbenstangen 64 gleichzeitig radial nach aussen in die vollausgezeichnete Stellung der Fig. 5 bewegt, wobei der Dorn 63 in der Station 66 in einen Vorratsbehälter 70 eingreift und einen neuen Kern 32 erfasst.
Nach dem Beladen des Dornes 63 in der Beladesta- tion 66 wird der Dorn erneut radial zurückgezogen, so dass der Tisch 61 in eine entgegen dem Uhrzeigersinn gehende Richtung verschwenkt und in einer neuen Arbeitsstellung arretiert werden kann. So lässt sich der mit dem Kern bestückte Dorn 63 in Station 67 bringen.
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In Station 67 wird der Dorn 63 erneut radial nach aussen bewegt, bis er an der Zapfwelle der Vorrichtung 38 ansteht. Der Kern 32 kann so mit Hilfe des Zapfens und des Dornes für den Aufwickelvorgang bewegt werden.
Während der den Kern tragende Dorn sich in der Wickelstation 67 befindet, wird an der Station 66 ein anderer Dorn mit einem Kern 32 beladen und in den Arbeitsprozess gebracht.
Sobald die Bandleiter-Spule 30 an der Station 67 auf dem Dorn 63 fertiggestellt ist, wird der Dorn 63 zurückgezogen und der Tisch 61 um eine Station weitergeschaltet, wodurch die fertige Bandleiter-Spule 30 zur Station 68 gelangt. Die Dorne werden nun erneut radial nach aussen in die in Fig.5 gezeigte ausgezogene Stellung gebracht, wobei ein weiterer Kern mit der Zapfwelle 60 in Berührung gebracht wird, um ihn mit einem Bandleiter zu bewickeln. Gleichzeitig nimmt ein weiterer Dorn an der Station 66 einen neuen Kern 32 auf.
In Station 68 wird der Dorn in eine solche Stellung gebracht, dass eine automatische Prüfeinrichtung 71 mit den Zuleitungen 33 und 34 der Spule 30 in Kontakt gebracht werden kann. Die Prüfeinrichtung dient zum Messen des Widerstandes der Spule.
Entspricht die Bandleiter-Spule 30 an der Station 68 den geforderten Werten der Prüfeinrichtung 71, dann bleibt eine Abstreifvorrichtung 72 (Fig. 3) in Ruhe und die Spule verbleibt auf dem Dorn 63. Daran anschlies- send wird die Spule 30 zur Station 69 weiterbewegt und in die in Fig. 5 vollausgezeichnete Stellung gebracht. Ein weiterer Abstreifmechanismus 73 (Fig. 3) streift die Spule 30 von dem Dorn ab, von wo letzterer in einen Behälter fällt.
Stellt die Prüfeinrichtung 71 jedoch an der Station 68 fest, dass die geforderten Werte mit den gemessenen nicht übereinstimmen, dann wird der Abstreifmechanis- mus 72 aktiviert und die Bandleiter-Spule 30 wird vom Dorn 30 abgestreift und fällt bereits an der Station 68 in einen Ausschussbehälter.
Die Abstreifmechanismen 72 und 73 sind im wesentlichen identisch. Details des Abstreifmechanismus 73 werden anhand der Fig.6 und 7 näher erläutert. Der Abstreifmechanismus weist einen L-förmig gebogenen Arm 74 mit einem Mitnehmer-Endstück 75 auf. Weiter ist er so ausgebildet, dass der Arm 74 von der in Fig. 3 gezeigten Ausgangsstellung vertikal nach oben bewegt werden kann, entsprechend der in Fig.6 dargestellten Lage, und zwar dann, wenn der mit einer Spule beladene Dorn in der Station 69 in der ausgefahrenen Stellung angelangt ist.
Der Mitnehmer 75 des Abstreifmechanis- mus greift, sobald der Dorn die ausgefahrene Stellung der Fig. 6 erreicht hat, an dem Dorn 63 zwischen der Spule 30 und dem Tisch 61 in der in Fig. 6 gezeigten Weise an.
Sobald der Arm mit seinem Mitnehmer in der Wirkstellung angelangt ist, wird der Dorn 63 nach innen zurückgezogen, wodurch die Spule 30 mit Hilfe des Mitnehmers 75 vom Dorn 63 abgestreift wird und in einen Behälter fällt. Der Dorn 63 ist nun zur Aufnahme eines neuen Kernes an der Station 66 frei.
Wird von der Prüfeinrichtung 71 festgestellt, dass die geprüfte Spule 30 kein Ausschuss ist, dann bleibt der Abstreifmechanismus in seiner Ausgangsstellung und der Dorn wird anschliessend zur Station 69 bewegt, wo er mit Hilfe des Abstreifmechanismus 73 abgestreift wird.
Details des Aufbaues des Dornes 63 werden anhand der Fig. 17 bis 19 beschrieben. Jeder Dorn 63 weist ein Gehäuse 76 auf, das drehbar an einem verstärkten Ende 77 der Kolbenstange 64 befestigt ist. Jeder Dorn ist relativ zu seiner Kolbenstange 64 drehbar und mit Lagern 78 und 79 versehen. Das Gehäuse 76 trägt einen Zapfen 80, der in axialer Richtung nach aussen ragt und an seinem freien Ende mit einem Zahnkupplungselement 81 versehen ist, das mit einem entsprechenden Zahnkupplungsge- genstück 82, das an einem drehbaren Antriebszapfen 60 der Vorrichtung 38 befestigt ist, in der in Fig.19 dargestellten Weise zusammenwirkt.
Der Zapfen 80 ist an seinem freien Ende mit einer Zentrierbohrung 83 versehen, die zur Aufnahme eines entsprechenden Zentrierstiftes 84 der Zapfwelle 60 dient. Bei eingerasteten Kupplungselementen 81 und 82 wird der Dorn 63 entsprechend der Zapfwelle 60 gedreht.
Auf dem Zapfen sind zwei Scheiben 85, 86 vorgesehen, zwischen denen eine Buchse 87 aus nachgiebigem Material angeordnet ist, wobei die eine Scheibe 85 gegen die andere Scheibe 86 beweglich ist, um das nachgiebige Material der Buchse 87 zusammenzudrücken. Die Bewegung der Scheibe 86 in axialer Richtung nach aussen wird durch das gegenüber dem Durchmesser des Zapfens 80 vergrösserte Kupplungselement 81 begrenzt.
Am Umfang der federnden Buchse 87 ist eine Reihe von in Achsrichtung orientierten Blattfedern 87 vorgesehen, die an der Scheibe 86 mittels Befestigungsmitteln 89 angeordnet sind und deren freie Enden 90 über die federnde Buchse 87 greifen. Wie aus der Fig. 17 hervorgeht, weist die Scheibe 86 eine Reihe von Nuten 91 auf, in die die Enden der Blattfedern 88 eingelegt sind. Die Scheibe 85 ist ebenfalls mit einer Reihe von Nuten 92 zur Aufnahme der freien Enden 90 der Blattfedern versehen.
Die Blattfedern 88 ermöglichen es dem Dorn 63 einen Kern 32 aus dem Behälter 70 in der in den Fig. 3, 5 und 8 gezeigten Weise aufzunehmen. Hierzu weist der Behälter 70 eine Kammer 93 für einen Vorrat an Kernen 32 auf, wobei die Achsen der Kerne im wesentlichen horizontal ausgerichtet sind. Mittels geneigter Wände 94 der Kammer 93 werden die Kerne nach unten und durch einen Schlitz 95 in einen Halter 96 mit halbzylindrischer Aufnahmefläche geführt. Der Schlitz 95 wird durch ein Paar einstellbarer Backenteile 97 gebildet, die in Fig. 8 zur Erleichterung der Ansicht des Behälters 70 in ihrer entferntesten Stellung gezeichnet sind.
Der Halter 96 ist derart, bezüglich des Tisches 61 angeordnet, dass ein Dorn 63 nach seinem Einrasten in der Station 66 und bei seinem radialen Ausfahren in den im Halter befindlichen Kern 32 eingreift. Die Blattfedern 88 werden dabei gegen die nachgiebige Buchse gedrückt und halten den Kein auf dem Dorn 63 fest, sobald dieser wieder zurückgezogen wird.
Hat der so bestückte Dorn 63 die nächste Station 67 erreicht und bewegt er sich radial nach aussen, so greifen die Kupplungselemente 81 und 82 ineinander, dabei liegt die Scheibe 85 des Dornes 63 an einem ringförmigen Flansch eines von der Zapfwelle 60 getragenen Anschlages 98 an. Der Anschlag 98 ist mittels einer Druckfeder 99 vorgespannt, deren eines Ende 100 an einem an der Zapfwelle 60 fest angeordneten Halter 101 befestigt ist.
Durch diese Anordnung versucht die Druckfeder 99 den ringförmigen Flansch des Anschlages 98, entsprechend Fig.18, nach rechts zu drücken und über die Scheibe 85 die nachgiebige Buchse 87 zusammen zu drücken. Dadurch erweitert sich die Buchse 87 radial nach aussen und drückt gegen die Innenfläche des
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Kernes 32 wodurch dieser durch Reibschluss mitgenommen und eine Relativbewegung zwischen dem Dorn 63 und dem Kern verhindert wird.
Sobald der Dorn 63 wieder radial nach innen bewegt wird, entspannt sich die nachgiebige Buchse 87 wieder und drückt die Scheibe 85 wieder in ihre ursprüngliche Stellung, so dass die nunmehr fertiggewickelte Spule nur noch von den Blattfedern 88 auf dem Dorn gehalten wird, so dass die Spule 30 mittels des Abstreifmechanis- mus 72 oder 73 auf einfache Weise abgestreift werden kann.
Durch diese oben beschriebene Ausgestaltung ist es auf einfache Weise möglich, den Kern 32 nach dem Befestigen des freien Endes der Bänder 31 und 39 durch Drehen der Zapfwelle 60 zu bewickeln bis die gewünschte Zahl der Windungen auf dem Kern 32 erreicht ist.
Zur Steuerung der Vorrichtung und zur Abschaltung des Wickelvorganges nach Erreichen einer bestimmten Windungszahl kann beispielsweise an der Wickelstation 67 eine Abtasteinrichtung vorgesehen sein, die anzeigt, wenn eine ausreichende Anzahl von Windungen der Bandmaterialien 31 und 39 erreicht ist und wenn die innere Zuleitung 34 eine bestimmte Stellung eingenommen hat.
Die Drehung der Zapfwelle 60 kann mittels der Abtasteinrichtung derart beendet werden, dass die Stanz- blöcke 57 und 59 die Zuleitungen 33 und 34 an solcher Stelle an den Bändern befestigen, dass nach dem Abtrennen der Bänder zwischen den Zuleitungen 33 und 34 die Zuleitung 33 in vorbestimmter Lage relativ zur inneren Zuleitung 34 auf der Spule befestigt werden kann. Dadurch wird eine genaue festgelegte Zuordnung der inneren und äusseren Zuleitung erreicht, die nicht nur ein Ansetzen der Prüfeinrichtung in der oben beschriebenen Weise erlaubt, sondern auch Vorteile für die spätere Verwendung der fertigen Spule bietet.
Die Stanzblöcke 57 und 58 sind so ausgebildet, dass sie ein Kaltverschweissen der Zuleitungen 33 und 34 mit dem Band 31 ermöglichen. Wie aus den Fig.9 bis 16 hervorgeht, weist der Rahmen 43 einen horizontalen Ausleger 102 auf, der zwei parallel und seitlich voneinander angeordnete Streifen aus Leitungsmaterial 103 trägt. Geführt werden die Streifen mittels eines unteren, 102 und eines oberen Rahmenteiles 104, der bei 105 aufgeschnitten ist, um eine Fördereinrichtung 106 für die Zuleitungen aufzunehmen.
Die Fördereinrichtung 106 ist so ausgestaltet, dass sie das Zuleitungsmaterial 103 von der in Fig. 9 gezeigten Stellung in die in Fig. 11 gezeigte Stellung bringen kann, wobei das Material in der letzteren Stellung über das Band 31 aus leitendem Material um ein vorbestimmtes Mass hinausragt, um die Zuleitungen 33 und 34 zu bilden, sobald sie mit dem leitenden Material 103 verbunden sind. In den Fig. 9 bis 13 wird das Zuleitungsmaterial nach rechts zwischen die von einander getrennten Stanzblöcke 57 und 58 bewegt.
Die Fördereinrichtung 106 weist einen länglichen Teil 107 (Fig. 9 und 16) auf, der mit einem gabelartigen Ende 108 und mit einem Paar nach unten gerichteter Mitneh- mer 109 versehen ist, wobei letztere mit den Zuleitungsbändern zusammenwirkende Ansätze mit scharfen Enden aufweisen. Der längliche Teil 107 der Fördereinrichtung weist seitlich nach aussen gerichtete Führungszapfen 111 auf, die in horizontale Führungsnuten 112 im Rahmenteil 104 und zwar im ausgesparten Teil eingreifen. Auf dem länglichen Teil 107 ist ein einstellbares Winkelstück 113 vorgesehen, das durch Lösen der Befestigungsmittel 114 relativ zum länglichen Teil eingestellt werden kann.
Die Vorrichtung 38 weist einen Arm 115 auf, der nach rechts und links mittels eines hydraulischen oder pneumatischen Kolbens und Zylinders oder mittels mechanischer Antriebsmittel bewegt werden kann. Der Arm 115 besitzt einen bügelförmigen Teil 116, der auf das Winkeleisen 113 des länglichen Teiles 107 übergreift, wobei am Bügel zwei mit Abstand voneinander angeordnete Flächen 117 und 118 vorgesehen sind, die mit dem Winkeleisen 113 zusammenwirken.
Zum Fördern des Zuleitungsmaterials 103 nach aussen zwischen die beiden Stanzblöcke 57 und 58, wird der Arm 115 nach rechts bewegt und zwar von der Stellung in Fig. 9 bis die Fläche 117 mit dem Winkeleisen 113 zusammenwirkt und den Mitnehmer im Uhrzeigersinn um den Zapfen 111 in der in Fig. 10 gezeigten Weise bewegt, so dass die Schneiden 110 des Mitnehmers an dem Zuleitungsmaterial 103 angreifen.
Ein Weiterbewegen des Armes 115 in die in Fig. 11 gezeigte Stellung, bewirkt ebenfalls eine Bewegung des Mitnehmers und damit auch der Bänder des Zuleitungsmaterials 103 nach rechts über den Rahmenteil 102, und zwischen den Stanzblöcken 57 und 58 nach aussen bis die nach rechtsgehende Bewegung des Armes 115 beendet ist.
Während der Arm 115 von seiner in Fig. 9 gezeigten Stellung in die in Fig.ll dargestellte bewegt wird, verbessert eine in einer Ausnehmung 120 im Ausleger 102 rotierende Stahlbürste 119 die untere Fläche des Leitungsmaterials 103 für die Kaltverschweissung. Beim Zurückziehen des Armes 115 in die Ausgangsstellung kann die Drahtbürste abgestellt sein.
Beim Zurückziehen des Armes 115 nach links gelangt die Fläche 118 des Bügels mit dem Winkeleisen 113 des Mitnehmers in Berührung und verursacht dessen Schwenken entgegen dem Uhrzeigersinn. Dadurch werden die Enden des Mitnehmers ausser Eingriff mit dem Zuleitungsmaterial 103 gebracht, so dass letzteres die Rückwärtsbewegung nicht mitmacht.
Durch Einstellen des Winkeleisens 113 relativ zum länglichen Teil 107 des Mitnehmers kann die Menge des nach rechts über den Ausleger 102 und 104 zu fördernden Materials 103 eingestellt werden. Die Länge der zu befestigenden Zuleitungen 33 und 34 lässt sich dadurch auf ein gewünschtes Mass bringen.
Nachdem das Leitungsmaterial 103 nach rechts gefördert worden ist, wirken die Stanzblöcke 57 und 58 zusammen, um das Leitungsmaterial 103 mit dem Leiterband 31 zu verbinden. Der Stanzblock 58 weist eine im wesentlichen flache Oberfläche 121 auf und besteht aus Metall. Die Oberfläche 121 des Blockes 58 ist auf der Hälfte ihrer Länge unterbrochen durch einen Gummieinsatz 122. Der Stanzblock 58 ist auf einem Bolzen 123 befestigt, der in zwei am Rahmen 43 angeordnete Stützen 124 und 125 längsverschiebbar ist.
Zwischen Bolzen 123 und unterer Stütze 125 ist eine Druckfeder 126 vorgesehen, wobei sich das untere Ende 127 der Druckfeder an der unteren Stütze 125 und das obere Ende 128 an einer Schulter 129 des Bolzens 123 abstützt, derart, dass die Druckfeder den Stanzblock ständig in der in Fig. 15 gezeigten Stellung hält.
Die Abwärtsbewegung des Stanzblockes 58 entgegen der Kraft der Feder 126 ist begrenzt durch einen festen Anschlag 131, an dem das untere Ende 130 des Bolzens 123 in der in Fig. 13 gezeigten Weise anstehen kann.
Der obere Stanzblock 57 wird von einem Bolzen 132 gehalten, der mittels eines Kolbens auf und ab bewegt wird. Der obere Stanzblock 57 weist an seiner unteren Fläche eine Reihe von Ansätzen 134 auf. die direkt über
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dem nach aussen geförderten Leitungsmaterial 103 in der in Fig. 4 angegebenen Weise angeordnet sind. Der obere Stanzblock 57 trägt weiter ein Element 135 zum Perforieren, welches über die Fläche 133 hervorsteht und über dem nachgiebigen Teil des unteren Stanzkopfes 58 vorgesehen ist.
Nachdem das Leitungsmaterial 103 mittels des Mitnehmers 106 nach rechts über den Rahmenteil 102 und 104 bewegt worden ist, wird der obere Block 57 vertikal nach unten bewegt, so dass die dem Rahmen zugewandte Kante 136 des oberen Blockes 57 mit der oberen rechten Kante 137 des Rahmenteiles 102 im Sinne eines Abschneidens der Leitungen 33 und 34 vom Leitungsmaterial 103 entsprechend der in Fig. 13 gezeigten Weise zusammenwirkt. Die Abwärtsbewegung des oberen Stanzblockes 57 drückt während des Trennvorganges den unteren Stanzblock 58 entgegen der Kraft der Druckfeder 126 nieder. Diese Abwärtsbewegung ist solange möglich, bis das Ende 130 des Bolzens 123 an dem als Anschlag dienenden stationären Block 131, wie in Fig. 13 gezeigt, ansteht.
Ein weiteres Abwärtsdrücken des oberen Blok- kes 57 bewirkt ein Eindrücken der Ansätze 134 in die Leitungsabschnitte 33 und 34 und damit deren Kaltver- schweissung mit dem bandförmigen Leitungsmaterial 31 in der in Fig. 2 dargestellten Weise.
Gleichzeitig mit dein Kaltverschweissen wird das Perforierelement 135 durch die bandförmigen Materialien 31 und 39 gedrückt und zwar zwischen den Leitungsabschnitten 33 und 34, wobei sich das Perforierelement in den nachgiebigen Teil 122 des unteren Blockes 58 eindrückt, so dass die übereinan- derliegenden Bänder 31 und 39 zwischen den Leitungsabschnitten 33 und 34 mit der perforierten Linie 42 (Fig. 2) versehen werden. Letztere ermöglicht es die Bänder 31 und 39 zwischen den Leitungsabschnitten 33 und 34 abzureissen.
Nachdem die Leitungsabschnitte 33, 34 an dem Bandleiter 31 befestigt worden sind, werden die Bänder mittels Förderrollen 59, 59' in der in Fig. 20 dargestellten Weise gefördert bis sie direkt über einer Auflagefläche 138 angelangt sind. Die Auflagefläche kann stationär in der in Fig. 20 gezeigten Stellung oder vertikal verstellbar sein.
Sobald die Leitungsabschnitte 33 und 34 in der in Fig. 21 dargestellten Lage angelangt sind, wird ein Be- wickelkopf 139 von der in Fig.20 gezeigten Stellung vertikal nach unten in die Stellung der Fig. 21 bewegt.
Der Bewickelkopf dient nicht nur zum Festhalten eines Teiles der Bänder 31 und 39, welche den Leitungsabschnitt 34 tragen, an der Auflagefläche 138, sondern auch zum Befestigen eines Endes eines Bandstückes. An- schliessend wird ein weiterer Bewickelkopf 140 von der in Fig. 20 gezeigten Stellung nach unten in die Stellung der Fig. 21 gebracht, um ein Ende eines Bandstückes am Bandleiter 31 anzubringen.
Gleichzeitig wird die Zapfwelle 60 erneut entgegen dem Uhrzeigersinn in Drehung versetzt und die Bänder 31 und 39 zwischen den Leitungsabschnitten 33 und 34 auf der Auflagefläche 138 abgerissen, da der Leitungsabschnitt 34 mittels des ersten Bewicklungskopfes an einer Bewegung zum Kern 32 gehindert wird. Der abgetrennte Teil wird in der in Fig.22 dargestellten Weise auf die Spule aufgewickelt und nimmt dann die in Fig. 23 angedeutete Stellung ein, wobei der Bewickiungskopf 140 das Band 37 an der äussersten Lage der Spule vorsieht, um die Spule 30 in der oben beschriebenen Weise fertigzustellen (Fig. 1).
Nachdem die Spule 30 in der in Fig. 23 gezeigten Art fertiggestellt ist, wird der Bewicklungskopf 140 vertikal nach oben in die Stellung der Fig. 24 zurückgenommen, wobei der Tisch 61 in der ebenfalls oben beschriebenen. Weise weiterbewegt wird, so dass einerseits die fertige Spule zur Station 68 geschwenkt und andererseits ein neuer Kern 32 in die Station 67 eingeführt wird.
Der Bewicklungskopf 139 bewegt sich von der in Fig. 24 dargestellten Lage in jene der Fig. 25, wobei er ein Band 141 von dem Zuleitungsabschnitt 34 bis zum Kern 32 spannt und an letzterem befestigt. Nach dem Abtrennen des ausgezogenen Bandes 141 vom Bewick- lungskopf 139 wandert letzterer in die in Fig. 26 gezeigte Stellung zurück.
Da nun das Band 141 den Kern 32 mit dem Zuleitungsabschnitt 34 verbindet, bewirkt eine Drehung des Zapfens 60 entgegen dem Uhrzeigersinn ein Aufwik- keln der Bänder 31 und 39 auf den neuen Kern 32, so dass auf dem neuen Kern 32, eine neue Spule 30 in der bereits obenbeschriebenen Weise gewickelt werden kann.
Obwohl die vorliegende Vorrichtung als eine solche, die automatisch arbeitet, beschrieben ist, können der Tisch 61 und die Dorne 63 auch weggelassen und die entsprechenden Arbeitsgänge von einem Bedienungsmann ausgeführt werden. Letzterer kann beispielsweise die Kerne 32 von Hand auf die Zapfwelle 60 aufstecken, die Bänder 31 und 39 zwischen den Leitungsabschnitten 33 und 34 von Hand trennen und gegebenenfalls jede Bandleiter-Spule 30 fertigstellen. Ausserdem kann er daraufhin den Leitungsabschnitt 34 mit einem weiteren neuen Kern verbinden um eine neue Spule 30 zu wickeln.