CH452824A - Polster, insbesondere Matratze - Google Patents
Polster, insbesondere MatratzeInfo
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Description
Polster, insbesondere Matratze Die Erfindung bezieht sich auf ein Polster, insbe sondere eine Matratze, mit einem Kern aus Schaum stoff oder einem Federkern und mit einer dieses bzw. diese umgebenden Hülle.
Es ist bekannt, Polster, z. B. Sessel, Liegen oder Matratzen, so auszubilden, dass sich über dem Polster kern eine Auflage aus weichem und dämpfendem Material befindet und dass Kern und Auflage von einer Hülle umgeben sind. Derartige Auflagen bestehen z. B. aus Watte, Wolle, Baumwolle oder anderen Naturfasern, wie veredelten Kokosfasern oder Kunstfa sern. Der Nachteil. bekannter zwischen Polsterkern und Hülle angeordneter Auflagen liegt im wesentlichen darin, dass die Auflage sich bei.
Benutzung mit der Zeit verschiebt, und dass das Auflagenmaterial bei Einwir kung von Feuchtigkeit zusammenklumpt. Ein weiterer Mangel bekannter Matratzen .ist .darin zu sehen, dass die Auflagen die elastischen Eigenschaften des Polster kerns zu sehr dämpfen, so dass sich für einen Benutzer der Matratze das Gefühl ergibt, auf einem verhältnis mässig unelastischen Polster zu liegen. Ausserdem kann der Feuchtigkeitsaustausch zwischen Polsterkern und Auflage bzw. Hülle nur langsam vor sich gehen, da die Auflage lediglich in oberflächlichem Kontakt mit dem Polsterkern steht.
Hieraus ergibt sich für den Benutzer eine Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten, Nierenschäden u. dgl.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaumstoffpolster bzw. eine Matratze zu schaffen, bei der Auflage und Polsterkern in so engem Kontakt ste hen, dass Luft- und Feuchtigkeitsaustausch und die Elastizität der Matratze verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch ge löst, dass die der Hülle zugekehrte Lage eine mittels Fasern bzw. eines Faservlieses benadelte Schaumstoff schicht ist. Für das Fasermaterial werden vorzugsweise hydrophile Fasern; z. B. aus Wolle oder Baumwolle, synthetische Fasern bzw. Fasergemische verwendet. Das Fasermaterial wird mit Hilfe einer Nadelmaschine in den Schaumstoff der Matratze eingelagert, so dass es teilweise in den Schaumstoffkörper eindringt und eine innige Verbindung zwischen Faservlies und Schaumstoffkörper eintritt.
Der Vorteil liegt hierbei darin, dass gewissermassen Dochte entstehen., die Feuchtigkeit vom Matratzeninneren nach aussen trans portieren, so dass die Atmungsfähigkeit der gesamten Matratze erhöht wird. Aussierdem werden durch die Einstiche der Nadeln in die Schaumstoffoberfläche in dieser kleine Kanäle gebildet, die den Luft- und Gastransport aus der Matratze und, in die Matratze begünstigen. Die Benadelung mit Fasern bzw. einem Faservlies hat also zur Folge, dass die im wesentlichen Luft- und feuchtigkeitsundurchlässige Oberfläche des Schaumstoffes aufgeschlossen und atmungsaktiv ge macht wird.
Ferner wird die elastische Wirkung des Schaumstoffes durch die Benadelung nicht zu stark gedämpft. Als weitere Folge der Benadelung ist es möglich, Polster mit exakteren Abmessungen und Be grenzungslinien herzustellen als bisher, weil sich das zwischen Hülle und Schaumstoffkörper befindliche Faservlies aufgrund seiner Verankerung im Schaum: Stoff nicht verschiebt. Dies, trägt einmal zur wesentli chen Erleichterung der Verarbeitung und zum anderen zur Verbesserung des Aussehens sowie zur dauerhaften Formbeständigkeit des Polsters bei.
Die erfindungage- mäss:e Matratze ist insbesondere für bandscheiben:ge- schädigte Menschen vorteilhaft, weil der benadelte Pol sterkörper beim Beliegen zwar elastisich, jedoch nicht übermässig nachgiebig ist.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann der Schaumstoffkern direkt benadelt sein. Es kann jedoch auch die benadelte Schaumstoffschich:t eine zu dem Schaumstoffkern selbständige Zwischen lage darstellen. Beide Möglichkeiten sind gleichermas- sen wirkungsvoll. Ihre Anwendung hängt lediglich von den Gegebenheiten ab.
Je nach der Verwendung von Fasern mit bestimm ten Eigenschaften lassen sich verschiedene Wirkungen in bezug auf physiologische Eigenschaften der Matratze erzielen. Beispielsweise ist es zweckmässig, für die Herstellung einer Antirheumamatratze den Schaum stoffkern bzw. die Zwischenlage zwischen Hülle und Kern mit Wolle zu benadeln.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung wer den anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig.l bis 4 zeigen mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Polsters bzw. der Matratze mit selbständiger benadelter Zwischenschicht zwischen Schaumstoffkern und Hülle im Querschnitt.
Fig.5 und 6 stellen Querschnitte durch eine Matratze dar, deren Schaumstoffkern auf einer bzw. auf beiden Seiten direkt benadelt ist.
Fig.7 und 8 sind Querschnitte durch Polster bzw. Matratzen, in deren Kern Stahlfedern eingelagert sind und die Stahlfederenden sich an benadelten bzw. nicht benadelten Zwischenlagen abstützen.
Auf einen Schaumstoffkern 1 ist eine zu dem Schaumstoffkern selbständige Zwischenlage 2 aufgelegt oder aufgeklebt (Fig.l), deren einer Hülle 3 zuge kehrte Seite mittels eines weichen, veloursartigen Faservlieses 4 benadelt ist. Die mit üblichen Benade- lungsmaschinen vorgenommene Benadelung kann ein seitig oder zweiseitig erfolgen. Die Nadelstiche könnten so tief geführt werden, dass die in die Zwischenlage 2 eingelagerten Fasern bis an den Schaumstoffkern 1 heranreichen.
Zur Verwendung des Polsters als Liege kann dieses mit einem Möbelbezugstoff überzogen wer den, wobei weitgehend exakte Begrenzungslinien gege ben sind.
In dem Beispiel der Fig. 2 ist der Schaumstoffkern 1 auf der Ober- und Unterseite mit je einer benadelten Zwischenlage 2 bedeckt, wobei die Lagen Luft- und feuchtigkeitsdurchlässig verklebt sein können. Man kann die Klebstellen z. B. punktförmig anbringen.. Die Benadelungsschicht kann eine geringere Tiefe aufwei sen als die Dicke der Zwischenlage.
Der Schaumstoffkern 1 des Polsters bzw. der Matratze gemäss Fig. 3 ist vollständig von der benadel- ten Zwischenlage 2 umgeben. Zur Erleichterung des Aufbringens der Lage auf den Kern ist es zweckmässig, die benadelte Zwischenlage 2 an der Innenseite der Hülle 3 kaschiert anzuordnen.
Fig. 4 zeigt ein Polster bzw. eine Matratze, bei der sowohl der Schaumstoffkern 1 eine benadelte Lage 4a aufweist als auch zwischen dieser und der Hülle 3 eine mit einem weiteren Faservlies 4 benadelte Zwischen lage 2 angeordnet ist. Hierdurch wird eine sehr gute Wärmeisolation bei gleichzeitiger ausreichend erAtmungs- aktivität des Schaumstoffes erzielt.
Bei dem Polster bzw. der Matratze nach Fig. 5 ist keine selbständige Zwischenlage vorhanden. Der Schaumstoffkern 1 wird mittels des Faservlieses direkt benadelt und sodann mit der Hülle 3, z. B. Matratzen- drell oder Gewirke, überzogen. Die Einseitigkeit der Benadelung des Schaumstoffkerns 1 macht es möglich, die Matratze je nach Anforderung des Härtegrades von der benadelten oder unbenadelten Seite zu benutzen.
Das in Fig.6 wiedergegebene Polster bzw. die Matratze entspricht im wesentlichen dem- bzw. derjeni gen gemäss Fig.5. Der Schaumstoffkem 1 ist hier auf der Ober- und Unterseite mit je einem Faservlies 4a benadelt, so dass die Matratze bei gleichartigem Faser material auf beiden Seiten den gleichen Härtegrad auf weist.
In den Schaumstoffkern 1 der in Fig. 7 und 8 dar- gesteRten Matratzen sind Stahlfedern 5 eingelassen, deren Enden sich gegen Zwischenlagen 7 abstützen, wobei im Falle der Fig. 7 nur die obere Zwischensage 7 mit einem Faservlies 4 benadelt ist, während im Falle der Fig. 8 sowohl die obere als auch die untere Zwischenlage mit dem Faservlies 4 benadelt sind.
Eine weitere Variation lässt sich bei der Herstel lung der erfindungsgemässen Matratze dadurch errei chen, dass auf der Ober- und Unterseite des Schaum stoffkerns andersartige Fasermaterialien verwendet werden, dass unterschiedliche Mengen des gleichen oder andersartigen Fasermaterials benutzt werden und dass bei Belegung des Schaumstoffkerns mit benadel- ten Zwischenlagen die Dicke der Zwischenlagen, auf der Ober- und Unterseite des Schaumstoffkerns unter schiedlich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Polster, insbesondere Matratzen; mit einem Kern aus Schaumstoff oder einem Federkern und einer die ses bzw. diese umgebenden Hülle, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Hülle (3) zugekehrte Lage eine mittels Fasern bzw. eines Faservlieses (4, 4a) benadelte Schaumstoffschicht ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schaumstoffkern (1) direkt benadelt ist. 2.Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die benadelte Schaumstoffschicht eine zu dem Schaumstoffkern (1.) selbständige Zwischenlage (2) darstellt, wobei die Benadelungsschicht geringer als die Dicke der Zwischenlage sein kann. 3. Polster nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl der Schaumstoffkern (1) eine benadelte Lage (4a) aufweist als auch zwischen dieser und der Hülle (3) eine benadelte Zwischenlage (2) an geordnet ist. 4.Polster nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass Schaumstoffkern (1) und/oder Zwischen lage (2) ein- oder zweiseitig benadelt sind. 5. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schicht bzw. Lage (2) auf jeder Seite mit dem gleichen Fasermaterial. benadelt ist. 6. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Ober- und Unterseite der Schicht bzw. Lage mit verschiedenartigem Fasermaterial benadelt sind. 7. Polster nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die benadelte Zwischenlage (2) auf den Schaumstoffkern (1) aufgelegt oder aufgeklebt ist. B.Polster nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die benadelte Zwischenlage (2) den Schaumstoffkern (1) auf der Ober- und/oder auf der Unterseite bedeckt. 9. Polster nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die benadelte Zwischenlage (2) den Schaurnstoffkern (1) mit oder ohne Benadelung ringsum bedeckt. 10. Polster nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die benadelte Zwischenlage (2) an der Innenseite der Hülle (3) kaschiert angeordnet ist.11. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass für das Fasenniaterial hydrophile Fasern, z. B. aus Wolle oder Baumwolle, synthetische Fasern bzw. Fasergemische vorgesehen sind. 12.Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass in den Schaumstoffkern (1) Stahlfedern (5) eingelassen und diese auf einer oder beiden Seiten mit einer benadelten Zwischenlage (7), z. B. durch Verkleben, abgedeckt sind, wobei die benadelte Zwi schenlage (7) in Höhe der Federenden auf dem Schaumstoffkern (1) angeordnet sein kann. 13.Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet,dass der Kern (1) des Polsters aus P'olyurethan- schaumstoff besteht. 14. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kern (1) des Polsters aus Latex- schaum besteht. 15. Polster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kern (1) des Polsters aus PVC-Schaum besteht.
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Also Published As
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