CH452871A - Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines KreissägeblattesInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfah ren zur Herstellung eines Kreissägeblattes mit einem Stammblatt und längs der Stammblattperipherie befe stigten Schnellstahlzahnkranzsegmenten sowie ein nach dem Verfahren hergestelltes Kreissägeblatt.
Bei der Herstellung von Kreissägeblättern ist es bekannt, die aus Schnellstahl bestehenden Zähne in Form von Zahnkranzsegmenten an einem Stammblatt aus vergütetem Kohlenstoffstahl oder niedrig legiertem Stahl durch Nieten zu befestigen. Die Nachteile dieser bekannten Herstellungsart zur Herstellung von Kreis sägeblättern mit Schnellstahlzähnen sind ausführlich in der britischen Patentschrift Nr. 570 917 und in der schweizerischen Patentschrift Nr. 387 921 dargelegt.
Zur Beseitigung dieser Nachteile wurde vorgeschla gen, am Zahnkranzsegment auf der dem Stammblatt zugewendeten Seite und an der Stammblattperipherie je eine Sitzfläche auszubilden, wobei die komplemen täre Form der Sitzflächen ein Ineinandergreifen von Zahnkranzsegment und Stammblatt ermöglichen, um die einander berührenden Sitzflächen miteinander durch Löten oder Schweissen zu verbinden. Durch die Tat sache, dass das Stammblatt gehärtet (abgeschreckt aus einem Temperaturbereich oberhalb Ac1 bzw.
Ac3) und anschliessend auf Temperaturen unterhalb Ac1, vorzugs weise bei 300-4:00 C angelassen wurde, ergibt sich zwangläufig, dass eine Befestigung der Zahnkranzseg mente am Stammblatt durch Hartlöten (600 C) oder Schweissen eine örtliche Gefügeumwandlung und damit eine Veränderung der mechanischen Eigenschaften des Stammblattes zur Folge hat. Dasselbe gilt für den Fall, dass das Stammblatt einer Zwischenstufenumwandlung unterworfen wurde (300-500 C).
Weiter ergibt sich daraus, dass eine Verbindung der Zahnkranzsegmente mit dem Stammblatt lediglich durch Verwendung von Weichloten, deren Schmelzpunkt unterhalb der Anlass temperatur des Stammblattes liegt, erfolgen kann, wenn keine nachteiligen Veränderungen der mechanischen Eigenschaften des Stammblattes in Kauf genommen werden wollen. Die durch Weichlote bekannter Art er zeugte Verbindung zwischen Schnellstahlzahnkranzseg menten und Stammblatt ist jedoch vollständig ungenü gend.
Die Verwendung von Schweissverbindungen oder Hartloten mit einem Schmelzpunkt oberhalb der An lasstemperatur des Stammblattes, erzeugen infolge der starken örtlichen Überhitzung mit einer anschliessenden schroffen Abkühlung makroskopische Eigenspannungen im Stammblatt, derart, dass sich dieses verzieht.
Es ist daher ein Verfahren zur Herstellung von Kreissägeblättern bekanntgeworden, bei welchem man gehärtete Zahnkranzsegmente am Stammblatt durch Kleben befestigt, wobei man vorzugsweise ein Äthoxylen- harz-Klebestoff verwendet, der unter der eingetragenen Marke Araldit bekanntgeworden ist. Die Verwendung derartiger Kreissägeblätter zeigt jedoch, dass die Ver bindung zwischen den Zahnkranzsegmenten und dem Stammblatt eine ungenügende Festigkeit aufweist.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Befestigung von Schnellstahlzahn kranzsegmenten an einem Stammblatt unter Verwen dung von Haft- oder von Klebemitteln, die einen Schmelz- oder Erweichungspunkt unterhalb der Anlass temperatur des Stammblattes aufweisen.
Gemäss der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass die Zahnkranzsegmente mindestens im Bereich der Berührungsflächen mit dem Stammblatt mit einem metallischen Überzug versehen und danach mit einem Haft- oder einem Klebemittel am Stamm blatt befestigt werden.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise er läutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Stammblatt mit Zahnkranzsegmenten, Fig.2 einen Schnitt längs der Linie 11-II nach Fig. 1, welcher ein Ausführungsbeispiel der komplemen- tären Berührungsflächen zwischen Stammblatt und Zahnkranzsegmenten zeigt, Fig. 3 einen Schnitt wie Fig. 2, der ein zweites Aus führungsbeispiel der komplementären Berührungsflächen zeigt und Fig.4 einen gleichen Schnitt wie Fig.2, der ein drittes Ausführungsbeispiel der komplementären Be rührungsflächen darstellt.
Fig. 1 zeigt ein Stammblatt 1, an dessen peripherem Umfang 2 zwei Zahnkranzsegmente 3a und 3c befestigt sind. Ein zwischen diesen beiden Zahnkranzsegmenten anzuordnendes drittes Zahnkranzsegment 3b ist in einer abgesetzten Lage dargestellt, in der es sich befindet, be vor es am peripheren Umfang 2 des Stammblattes 1 be festigt wird. Am peripheren Umfang 2 und an der dem Stammblatt 1 zugewendeten Seite der Zahnkranzseg mente 3 sind komplementäre Berührungsflächen in Form von Rippen bzw. Ausnehmungen vorgesehen, der art, dass Zahnkranzsegmente und Stammblatt ineinander greifen. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 weist das Stammblatt eine mittlere Rippe 4 auf, welche zwei seitliche Ausnehmungen bildet, in die die Rippen 5 des Zahnkranzsegmentes 3a greifen.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig.3 ist am Zahnkranzsegment 3a eine mittlere Rippe 6 ausgebildet, welche in eine Ausnehmung des Stammblattes 1 eingreift, welches durch zwei äussere Rippen 7 am Stammblatt gebildet werden. Im Ausfüh rungsbeispiel nach Fig.4 sind die Berührungsflächen am Stammblatt 1 und am Zahnkranzsegment 3a je durch eine Rippe 8 bzw. 9 mit einer neben der Rippe angeordneten Ausnehmung gebildet.
Zahnkranzsegmente bestehen zur Erzielung hoher Standzeiten aus Schnellstahl, während das Stammblatt aus einem Kohlenstoffstahl oder einem niedrig legierten Stahl besteht. Vor der Befestigung werden die Zahn kranzsegmente mindestens im Bereich ihrer Berührungs flächen mit dem Stammblatt, d. h. der Löt- oder Kleb stellen mit einem metallischen Überzug versehen, vor zugsweise sind auch diejenigen Flächen der Zahnkranz segmente mit einem metallischen Überzug zu versehen, welche bei der Befestigung am Stammblatt an das be nachbarte Zahnkranzsegment angrenzen und damit ver lötet oder daran geklebt werden. Ebenso können die Berührungsflächen des Stammblattes längs seines peri pheren Umfanges mit einem metallischen Überzug ver sehen werden.
Der metallische Überzug kann aus Nickel, Kupfer, Zink, Cadmium, Reinzinn oder andere zum Weichlöten bzw. Kleben, gut bindenden Metallen be stehen und kann galvanisch oder chemisch aufgebracht werden. Weiter ist es möglich, den metallischen über zug durch Aufsprühen, durch Plattieren, durch Auf dampfen oder im schmelzflüssigen Zustand auf die Zahnkranzsegmente bzw. auf das Stammblatt aufzu bringen.
Die mindestens im Bereich ihrer Berührungsflächen mit einem metallischen Überzug versehenen Zahnkranz segmente werden mit einem Haft- bzw. Klebemittel am Stammblatt befestigt. Unter dem Begriff Haftmittel fal len im vorliegenden Patent Lötmetalle oder Löt-Metall- legierungen, wobei unter dem Begriff Klebemittel flüs sige bis teigige Stoffe zu verstehen sind, die unter der Einwirkung chemischer Agenzien bzw. unter der Ein wirkung von Luft und/oder Wärme erhärten. Als Haft mittel wird vorzugsweise eine Zinnlegierung verwendet. Als Klebestoff eignet sich ein unter dem Namen Araldit bekanntgewordenes Äthoxylenharz.
Eingehende Versuche haben gezeigt, dass die Haft fähigkeit von Weichloten bzw. Äthoxylenharz-Klebe- stoffen gegenüber den erwähnten metallischen über- zügen wesentlich grösser ist als gegenüber Schnellstahl.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes mit einem Stammblatt und längs der Stammblattperi pherie befestigten Schnellstahlzahnkranzsegmenten, da durch gekennzeichnet, dass die Zahnkranzsegmente min destens im Bereich der Berührungsflächen mit dem Stammblatt mit einem metallischen Überzug versehen und danach mit einem Haft- oder einem Klebemittel am Stammblatt befestigt werden. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Sägeblatt, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem metallischen Überzug versehene Zahnkranzseg mente mit einem Haft- oder Klebemittel am Stammblatt befestigt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Haftmittel ein Weichlot mit einem Schmelzpunkt unterhalb der Anlasstemperatur des Stammblattes ist. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Klebemittel ein Äthoxylenharz- klebestoff ist mit einer Aushärtungstemperatur, die un terhalb der Anlasstemperatur des Stammblattes liegt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungsflächen zwischen be nachbarten Zahnkranzsegmenten mit einem metallischen Überzug versehen und dass die Zahnkranzsegmente un tereinander mit dem Haft- oder dem Klebemittel ver bunden werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stammblatt ebenfalls mit einem metallischen Überzug versehen ist. 5.Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug aus einem mit Weichlot oder Klebestoff bindenden Metall besteht. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallische Überzug aus Nickel besteht. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallische Überzug aus Kupfer besteht. B. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallische Überzug aus Zink besteht. 9. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallische Überzug aus Cad mium besteht. 10. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallische Überzug aus Rein zinn besteht. 11.Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug durch Aufsprühen aufgebracht wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug gal vanisch aufgebracht wird. 13. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug chemisch aufgebracht wird. 14. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug durch Platieren aufgebracht wird. 15. Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug auf gedampft wird. 16.Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, dass der metallische Überzug im schmelzflüssigen Zustand aufgebracht wird. 17. Kreissägeblatt nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Stammblatt längs seinem peri pheren Umfang Rippen und/oder Ausnehmungen auf weist, welche in komplementäre Ausnehmungen und/ oder Rippen von Zahnkranzsegmenten eingreifen.
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-
1967
- 1967-04-14 CH CH534167A patent/CH452871A/de unknown
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