CH453132A - Brandsohlenfreier Schuh - Google Patents

Brandsohlenfreier Schuh

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Publication number
CH453132A
CH453132A CH811667A CH811667A CH453132A CH 453132 A CH453132 A CH 453132A CH 811667 A CH811667 A CH 811667A CH 811667 A CH811667 A CH 811667A CH 453132 A CH453132 A CH 453132A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
sole
edge
shoe
tuck
strap
Prior art date
Application number
CH811667A
Other languages
English (en)
Inventor
Kropf Robert-Alfred
Original Assignee
Bally Schuhfab Ag
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Publication date
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Publication of CH453132A publication Critical patent/CH453132A/de

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


      Brandsohlenfreier    Schuh    Gegenstand der Erfindung ist ein     brandsohlenfreier     Schuh mit einem     Oberteil    und einer Sohle aus elasti  schem Material.  



  In der Reihe des bekannten Schuhwerks zum allge  meinen Gebrauch, wie beispielsweise bei den Strassen  schuhen in den verschiedensten Ausführungen,       Macharten    und     damit    auch Preisklassen, fehlt ein in  seiner Form und Ausführung ansprechender Schuh,  welcher preislich derart niedrig     liegt,    dass seine Neube  sohlung als nicht lohnend angesehen werden kann.  



  Zweck der     Erfindung    ist, zur Beseitigung dieser  Lücke einen     brandsohlenfreien    Schuh zu     schaffen,    wel  cher aus nur     wenigen,    auf einfache und zeitsparende       Weise    miteinander     verbindbaren    Einzelteilen besteht  und als billiger, jedoch in Form und Qualität befriedi  gender Wegwerfschuh hergestellt werden kann.  



  Erfindungsgemäss wird dies durch einen Schuh er  reicht, bei welchem der     Zwickrand    des     Oberteiles    an  der     Umfangfläche    der Sohle flächenhaft     verankert    und  längs der     Laufsohlenkante    ein     Einschlagriemen    an dem       Zwickrand    und,     lezteren    übergreifend, auch an dem  Sohlenrand     flächenhaft    verankert ist.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    des Erfindungsgegenstan  des     ist    in der Zeichnung dargestellt,     in;    welcher       Fig.    1 die drei zur Herstellung des Schuhes benö  tigten     Einzelteile    zeigt, und zwar das Schuhoberteil, die  Formsohle und den     Einschlagriemen.     



       Fig.    2 zeigt perspektivisch einen aus den Einzeltei  len der     Fig.    1 hergestellten Schuh, und       Fig.    3 die     Lauffläche    dieses Schuhes.  



       Fig.    4 ist ein längs der Linie     IV-IV    in     Fig.    3 ge  führter Schnitt durch den     Schuhvorderteil.     



  Der     brandsohlenfreie    Schuh nach der Erfindung  besteht nur aus den in     Fig.    1 gezeigten     Einzelteilen:     dem     Oberteil    1, der Sohle 2, welche vorzugsweise eine  Formsohle mit oder ohne ausgeprägtem Absatz ist, und  einem dem Sohlenumfang entsprechend langen Stück       Einschlagriemen    3.  



  Das Oberteil 1 ist auf herkömmliche Weise     aus     einem gebräuchlichem Material, wie Leder, Lackleder,    Kunststoff,     Corfam    usw., vorzugsweise ohne Fütterung,  jedoch zweckmässig mit einem     Schlupfriemen    und  einem     Contrefort        und:,    falls erwünscht, auch mit fest  verklebter     Boutversärkung    versehen, gefertigt, wobei  jedoch sein     Zwickrand    4 weder abgebogen, noch längs  einer Falzkerbe     abbiegbar    ist, sondern glatt mit dem  Schuhoberleder verläuft.

   Die Art und Qualität des zu  verwendenden Schaftmaterials und die Form und Aus  führung des Oberteiles haben keinen     Einfluss    auf     die     Herstellung des Schuhes, sondern sind lediglich durch.  das herzustellende Schuhmodell bedingt. Das     Oberteil     für einen Halbschuh geschlossener Form kann bei  spielsweise, wie in     Fig.    1 gezeigt, aus Wildleder mit  glatter Innenseite bestehen, und der Rand 5 der     Ober-          teilöffnung        kann    nach aussen     umgebogen    und z. B.

         mittels    einer Ziernaht     angesteppt    sein, so dass der  Schuh mit nur wenigen Hilfsmitteln ein gefälliges     Aus-          sehen    aufweist. Zur Weiterverarbeitung wird das Ober  teil zweckmässig längs des     Zwickrandes    auf beiden Sei  ten auf     Sohlenhöhe        aufgerauht.     



  Die flache Sohle 2 ist vorzugsweise als     Keilsohle     ausgebildet und weist, von der Lauffläche her gesehen,  keinen besonders ausgeprägten Absatz auf. Die Sohle 2  besteht aus einem     einzigen    Formteil aus einem ela  stischen Material z. B. aus     Gummi,    und wird nach  üblichen     Gussverfahren    hergestellt, wobei     das    Fussbett  eine     fussgerechte    Form erhalten kann. Die     Sohlenlauf-          fläche    ist profiliert, wie an späterer Stelle noch aus  führlich beschrieben wird.  



  Der     Einschlagriemen    3 besteht aus einem Band aus  elastischem Kunststoff oder Gummi. Die eine, äussere  Seite des Bandes ist profiliert und weist     vorzugsweise     zur Längserstreckung desselben senkrecht verlaufende  Wülste 6 auf. Auf der anderen Seite, der Innenseite, ist  in das Band eine Falzkerbe 7 eingedrückt, so     dass    der       Einschlagriemen    in einen breiten     Oberteil    8 und einen  schmalen     Unterteil    9 eingeteilt ist. Die Breite des Rie  mens 3 kann z. B. 20 mm und die seines schmäleren  Teiles 6     mm    betragen.

   Bei der Herstellung des Schuhes  wird der     -Einschlagriemen    rings um die Sohle geklebt           und    der schmale     Riementeil    9 nach innen abgebogen,  so dass er auf der unteren Sohlenfläche     aufliegt.    Durch  die beiden erwähnten     Massnahmen,    Profilierung und  Falzkerbe, wird die Verarbeitung des     Einschlagriemens     wesentlich erleichtert, ohne dass die Festigkeit des  Schuhes beeinträchtigt wird. Der     Einschlagriemen    wird  als Bandmaterial hergestellt und stellt sozusagen  Meterware dar.

   Der     Einschlagriemen    kann selbstver  ständlich auch ohne Falzkerbe von     vornherein    abge  winkelt hergestellt werden, und die Form seiner Profi  lierung jeweils der Mode angepasst sein. Ferner ist der       Einschlagriemen    am Rand 16     (Fig.4)    seines oberen  Teiles verjüngt, so dass der Schuh ein gefälligeres Aus  sehen     erhält.     



  Zur     Fertigung    des Schuhes aus diesen drei Einzel  teilen werden die beiden     aufgerauhten    Seiten und die  Kante des     Zwickrandes    am Oberteil mit einer Kleb  stoffschicht überzogen. Ferner erhalten die     Umfangflä-          che    der Sohle und der Rand ihrer Lauffläche in Breite  des schmalen     Einschlagriementeiles    9 und schliesslich  auch die Innenseite eines auf richtige Länge zuge  schnittenen Stückes     Einschlagriemen    ebenfalls eine       Klebstoffschicht.    Als Klebstoff kann z. B. ein bekann  ter Kontaktkleber verwendet werden, welcher auf die  genannten Flächen aufgesprüht oder aufgestrichen  wird.  



  Nach dieser Vorarbeit wird das Oberteil und die  Sohle auf einen passenden Leiten aufgezogen, wobei  der     Zwickrand    des Oberteiles auf die     Umfangfläche     der Sohle zu liegen kommt. Das Anheften des Zwick  randes an die     Umfangfläche    der Sohle erfolgt, je nach  Art des verwendeten Klebstoffes, durch Anschlagen  oder Anpressen. Dann wird der vorbereitete Einschlag  riemen aufgesetzt, und zwar so, dass die Falzkerbe 7 in  Höhe der     Sohlenlauffläche    und die Stossstelle 10       (Fig.    2 und     Fig.    3) an eine wenig beanspruchte Stelle  der Schuhsohle, z. B. an die Innenseite des Schuhes in  Absatznähe, zu liegen kommen.

   Der obere, breitere  Teil 8 des     Einschlagriemens    3 liegt hierbei     auf    dem       Zwickrand    auf der Aussenseite des Oberteiles auf und  wird an diesen durch Anschlagen oder Anpressen fest  geklebt. Der untere, schmälere Teil 9 des     Einschlagrie-          mens    3 steht senkrecht über die Sohlenfläche vor. Die  ser vorstehende Riementeil wird eingeschlagen und  an der Lauffläche der Sohle festgeklebt. Schliesslich  können alle Klebstellen nochmals durch Hämmern  oder Pressen überarbeitet werden, so dass eine feste  Verbindung der Einzelteile gewährleistet ist.  



       Fig.    4, welche einen Schnitt durch den Schuh dar  stellt, zeigt die einzelnen     Klebstellen.    Wie beschrieben,  liegt der     Zwickrand    des Oberteiles auf der     Umfangflä-          che    der Sohle auf. Die Sohlendicke ist relativ dick ge  wählt, sie beträgt beispielsweise im Ballen- und  Zehenbereich rund 10 mm und im Hakenbereich unge  fähr das Doppelte. Die Klebfläche 11 zwischen Zwick  rand und     Umfangfläche    der Sohle weist demnach eine  für eine sichere und     beanspruchbare        Kleburig    ausrei  chende Breite auf.

   Mindestens ebenso breit ist die       Klebstelle    12 zwischen     Zwickrand    und dem oberen  Teil 8 des     Einschlagriemens    3. Um dem urigefütterten  Schaft zusätzlichen Halt zu geben, ist die Klebstelle 12  vorzugsweise um einige Millimeter breiter als die Kleb  stelle 11 zwischen     Zwickrand    und     Sohlenumfangfläche.     Da der untere Teil 9 des     Einschlagriemens    3 abgebo  gen und auf der     Lauffläche    der Sohle festgeklebt ist, ist  das Schuhoberteil mit seinem     Zwickrand    zwischen  Sohle und     Einschlagriemen    eingeklemmt.

   Beim Gehen    wird das Oberleder an der dargestellten Verbindungs  stelle mit der Sohle hauptsächlich auf Zug in der  Ebene der     Sohlenumfangfläche    beansprucht, d. h. beim  Gehen versucht das Oberleder sich aus der Klemmurig  zwischen     Sohlenumfangfläche    und     Einschlagriemen     herauszuziehen, und die Klebstellen 11 und 12 werden  demnach gerade in der Richtung beansprucht, in wel  cher sie am wirksamsten sind. Die Klebstelle 13 zwi  schen     Sohlenlauffläche    und dem unteren Teil 9 des       Einschlagriemens    wird beim Gehen praktisch nur in  Längsrichtung beansprucht und kann daher     verhältnis-          mässig    schmal sein.

   Der auf der Lauffläche der Sohle  aufgeklebte, umgebogene Teil 9 des     Einschlagriemens     3 hat vor allem den Zweck, die Klebstellen 11 und 12  zu schützen, so dass von unten her keine Fremdkörper,  wie Sand oder     Steinchen,    eindringen und die Kleburig  allmählich     auseinanderreissen    können. Darüber hinaus  wird natürlich auch die Festigkeit der Klebstellen 11  und 12     (Klemmwirkung)    erhöht und ausserdem erhält  der Schuh ein kompakteres und gefälligeres Aussehen.  Bei glatter     Lauffläche    würde die Sohle wegen der einge  schlagenen Ränder 9 des     Einschlagriemens    nach unten  aasgewölbt werden.

   Dies hätte zur Folge, dass haupt  sächlich im Ballen- und Hakenbereich, also an den am  meisten beanspruchten Stellen, das Material dieses Ein  schlagriementeiles am schnellsten abgetragen würde,  und zwar von dessen Kante aus. An diesen Stellen wür  den dann bald die Klebstellen     1l.    und 12 freigelegt und  damit weiteren schädlichen Einflüssen ausgesetzt sein,  so dass der Schuh schon nach verhältnismässig kurzer  Gebrauchszeit unbrauchbar wäre. Um dies zu vermei  den, ist die Lauffläche der Sohle profiliert, wobei die  Profilierung im wesentlichen den Zweck hat, lediglich  ein Durchbiegen der Sohle zu verhindern.

   Diese Profi  lierung wird bei der Herstellung der Sohle an die Lauf  fläche angegossen und besteht beispielsweise, wie in       Fig.    3 und 4 gezeigt, aus scheibenförmigen Stollen, von  welchen eine Anzahl kleinerer Stollen 14 über den       Ballenbereich    der Sohle verteilt und ein grösserer Stol  len 15 im Hakengebiet vorgesehen ist. Die Form der  Sohlenprofilierung ist beliebig, und kann z. B. jeweils  der Mode angepasst werden.  



  Nach diesen beschriebenen wenigen Arbeitsgängen  kann der fertige Schuh vom Leisten abgenommen wer  den. Irgendwelche Nachbearbeitung ist nicht erforder  lich.     Fig.    2 zeigt den aus den Einzelteilen der     Fig.    her  gestellten Schuh. Bei durchaus befriedigendem Ausse  hen ist dieser Schuh     mit    nur wenigen Handgriffen  schnell und zeitsparend herzustellen und erfüllt somit  alle Forderungen, welche praktisch an einen     Wegwerf-          schuh    gestellt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Brandsohlenfreier Schuh mit einem Oberteil und einer Sohle aus elastischem Material, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zwickrand (4) des Oberteiles (1) an der Umfangfläche (2a) der Sohle (2) flächenhaft veran kert und längs der Laufsohlenkante ein Einschlagrie- men (3) an dem Zwickrand und, letzteren übergreifend, auch an dem Sohlenrand flächenhaft verankert ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schuh nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zwickrand (4) an die Sohlenumfang fläche (2a) und der Einschlagriemen (3) an den Zwick rand und an den Sohlenrand angeklebt ist. 2. Schuh nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle auf der Un terseite Profile (14, 15) aufweist, welche zusammen mit dem überschlagenen Teil (9) des Einschlagriemens (3) eine ebene Lauffläche bilden. 3.
    Schuh nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Profile aus scheibenförmigen Stollen bestehen, von welchen eine Anzahl über den Ballenbe- reich der Sohle verteilt und ein grösserer Stollen am Hakengebiet der Sohle vorgesehen ist. 4. Schuh nach den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass Profile und Sohle aus einem Teil bestehen. 5. Schuh nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stosstelle (10) des um die Sohlen- kante herumgeführten Einschlagriemens (3) an der Innenseite des Schuhes im Bereich des Absatzes ange ordnet ist. 6.
    Schuh nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Einschlagriemen aus einem Band aus elastischem Material mit Aussenprofilierung besteht. 7. Schuh nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass der Einschlagriemen am oberen Rand des am Oberteil verankerten Teils verjüngt ist. B. Schuh nach Unteranspruch 6 oder Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilie rung des Einschlagriemens (3) aus Wülsten (6) besteht, welche in zur Längserstreckung des Riemens senkrech ter Richtung verlaufen.
CH811667A 1967-06-08 1967-06-08 Brandsohlenfreier Schuh CH453132A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0480339B1 (de) * 1990-10-08 1997-07-23 SOLOR SCHUHFORSCHUNG UND ENTWICKLUNG GmbH Orthopädischer Mass- und Therapieschuhe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0480339B1 (de) * 1990-10-08 1997-07-23 SOLOR SCHUHFORSCHUNG UND ENTWICKLUNG GmbH Orthopädischer Mass- und Therapieschuhe

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