CH453182A - Verwendung von Chromoxyd oder oxydischen Chromerzen als Härter für Beton - Google Patents

Verwendung von Chromoxyd oder oxydischen Chromerzen als Härter für Beton

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CH453182A
CH453182A CH1642665A CH1642665A CH453182A CH 453182 A CH453182 A CH 453182A CH 1642665 A CH1642665 A CH 1642665A CH 1642665 A CH1642665 A CH 1642665A CH 453182 A CH453182 A CH 453182A
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Description


  Verwendung von Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als     Härter    für Beton    Die Erfindung betrifft die Verwendung von  Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als Härter  für Beton.  



  In der Verarbeitung von Zement ist es bekannt,  sog. Härter bzw. Bindehärter zu verwenden., sei es um  die     Abbindeeigenschaften,    den Schwund oder die  Eigenschaften des hergestellten Betons zu verbessern.  



  Es wurde nun gefunden, dass Chromoxyd oder       oxydische    Chromerze in überraschend vorteilhafter Art  als Härter, bzw.     Bindemittelhärter    für Beton verwendet  werden kann, und zwar insbesondere für Beton auf  Basis von     Tonerde-Schmelzzement    als Bindemittel als  auch für Beton auf Basis von     Portlandzement.    Bei Be  ton mit     Tonerde-Schmelzzement    als Bindemittel er  möglicht die     erfindungsgemässe    Verwendung von  Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als Härter  eine erheblich raschere     Abbindung    und eine erhebliche  Verbesserung der Härte bzw. der Abnützungsbestän  digkeit des Betons.

   Bei Beton mit     Portlandzement    als  Bindemittel wird bei der erfindungsgemässen Verwen  dung von Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als  Härter die     Abbindungszeit    in der Regel nicht wesent  lich verändert, die Härte und Abnützungsbeständigkeit  aber wesentlich erhöht.  



  Die Vorteile der     erfindungsgemässen    Verwendung  von Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als Här  ter für Beton können überall dort ausgenützt werden,  wo Beton bzw. Zement verarbeitet wird, d. h. in der  Bautechnik, im Hoch- und Tiefbau, einschliesslich der  Herstellung von vorgefertigten Bauelementen, aber  auch allgemein in der Industrie und im Gewerbe und  für die Herstellung von Fertigprodukten, wie Belags  platten, Röhren, Kunststeine u. dgl.  



  Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt  die erfindungsgemässe Verwendung von Chromoxyd  oder     oxydischen    Chromerzen als Härter bei der Verar  beitung von Beton, sei es für die Herstellung von Bau  werken oder Bauwerksteilen, sei es für die Herstellung  von Halb- oder Fertigfabrikaten zusammen     mit    Toner  de-Schmelzzement als Bindemittel bzw. Hauptbinde-    mittel. Die so erhaltenen Bauten, Bauteile oder Pro  dukte zeigen so     ausgezeichnete    Eigenschaften, dass die  Verwendung spezieller Armierungen überflüssig wird.  Dies ist insbesondere für Strassenbeläge, Hoch- und  Tiefbauten, sowie Bauteile und Bauelemente von be  sonderer Bedeutung.

   Es wurde gefunden, dass bei die  ser bevorzugten Ausführungsform der     erfindungsge-          mässen    Strassenbeläge in praktisch beliebiger Stärke  im     Einschichtenbau    erstellt und bereits nach 24 Stun  den mit beladenen Lastwagen ohne Schaden befahren  werden     können,    dass die Kälte- und Hitzebeständigkeit  der Bauwerke die Anordnung von     Dilatationsfugen     überflüssig macht und dass allgemein durch die er  höhte     Härtungsgeschwindigkeit    eine erhebliche wirt  schaftliche Einsparung durch geringeren Aufwand für  Herstellung, Formung und Lagerung erzielt werden  kann.

   Die verbesserte Beständigkeit gegen Hitze und  Druck bei der erfindungsgemässen Verwendung von  Chromoxyd oder     oxydischen    Chromerzen als Härter,  bzw.     Bindemittelhärter    ist insbesondere für Bauwerke  und Bauwerksteile von Vorteil, wie Flugplatzpisten,       Luftschutzbauten,    Brandmauern,     Brandschutztüren     u. dgl.  



  Die Art des jeweils verwendeten Zuschlages     beein-          flusst    natürlich die Qualität des erhaltenen Betons,  doch kann bei sonst gleichen Bedingungen (Art und  Körnung und Anteil des Zuschlages, Bindemittel,  Wassergehalt und Verarbeitungsmethode) durch die  erfindungsgemässe Verwendung von Chromoxyd oder       oxydischen    Chromerzen als Härter praktisch immer  eine Verbesserung erzielt werden, und zwar sowohl  gegenüber einem Vergleichsmaterial ohne diesen Här  ter, als auch gegenüber Vergleichsprodukten mit be  kannten     Härtern    bei etwa gleichem wirtschaftlichem  Aufwand.  



  Als Chromoxyd ist im vorliegenden Zusammen  hang sowohl der chemische Stoff     Cr203    als auch  Mischungen von Chromoxyd mit anderen Komponen  ten, z. B. Eisenoxyd, verwendbar. Als     oxydische     Chromerze kommen     Chromeisensteine    in Frage. In der      Regel sollte bei Verwendung von Mischungen oder  komplexen Oxyden der     Chromoxydanteil    mindestens       etwa        35        Gew.-%        betragen.     



  Der übliche     Chromeisenstein    enthält z. B. etwa       40-55        Gew.-%        Cr2Og        als        Komponente        bzw.        bei        Oxyd-          mischungen    sollten die anderen Komponenten ausser       Cr.03    keine nachteiligen Wirkungen auf den Beton       bzw.    auf die Gesundheit der damit in     Berührung    kom  menden Personen ausüben. Erze oder     Oxydmischungen     mit hohem Bleianteil sind aus den zuletzt genannten  Gründen daher weniger bevorzugt.  



  Der Anteil des erfindungsgemäss verwendeten     Här-          ters    sollte normalerweise mindestens etwa 0,5     Gew.-1/o     ausmachen.     Für    die meisten Zwecke wird eine     Min-          destmenge        an        Cr203        von        3-5        Gew.-%        zweckmässig     sein, wobei jeweils auf die trockenen Komponenten der  Betonmischung abgestellt ist.

   Eine kritische obere  Grenze für den     Chromoxydanteil    konnte nicht gefun  den werden, doch wird in der Regel ein     Cr203    Anteil       von        über        30-50        Gew.-%,        wieder        bezogen        auf        die        trok-          kenen    Komponenten des Betons, keine besonderen       Vorteile    mit sich bringen.

   Ein besonders bevorzugter       Cr.03    Anteil auf der oben angegebenen Basis liegt       zwischen    3     und        30        Gew.        %,        wobei        im        Fall        der        Ver-          wendung    von Mischoxyden bzw. komplexen Oxyden in  entsprechender Weise auf deren Gehalt an     Cr203    in  freier oder gebundener Form abzustellen ist.  



  Der     erfindungsgemäss    verwendete     Härter    kann mit  den üblichen Zuschlagstoffen nach den üblichen Krite  rien bzw. Zusammensetzungen und Körnung des Zu  schlages     verwendet    werden. Besonders bevorzugt sind  hochwertige Zuschläge, wie Quarzsand,     Basaltsplit,          Basaltbrechsand,        Serpentin,        Quarzit,    u. dgl.  



  Wie oben erwähnt, ist als     Bindemittelkomponente          Tonerde-Schmelzzement    bevorzugt, doch können auch  andere Betonbindemittel, wie     Portlandzement,    mit dem  genannten Härter Vorteile bieten.    <I>Beispiel 1</I>  Zur Herstellung einer Hartstrassendecke im Ein  schichtenbau wurde ein Beton aus Zuschlag, Binder  und Bindehärter wie folgt hergestellt:  Zuschlag:  100     Gew.-Teile    Quarzsand (1,7-3 mm)  40     Gew.-Teile        Basaltsplit    (3-6 mm)  20     Gew.-Teile        Basaltbrechsand    (bis 3 mm)  Binder:

    50     Gew.-Teile        Tonerde-Schmelzzement          Härter:     12,5     Gew.-Teile        Feinchromerz        (Chromit    bis 3 mm)  Dieses trockene Gut wurde in üblicher Weise unter  Wasserzugabe im Betonmischer gemischt und im Ein  schichtenbau in Form einer Fahrbahndecke (10 cm  Dicke) verarbeitet. Der Einbau erfolgte in üblicher  Weise.  



  Der so erhaltene Belag konnte schon nach dem  Vibrieren ohne Holzplatten betreten werden. Die Ab  bindezeit     betrug    etwa 5 Stunden. Nach 24 Stunden    konnte der Belag durch beladene Lastwagen ohne  Schaden befahren werden. Nach 40 Stunden zeigte der  Belag eine Härte entsprechend einer Hammerprobe mit  560 kg. Zur Prüfung der Wärmebeständigkeit wurden  Teile des Belages mit dem Schweissbrenner auf     Weiss-          glut    erhitzt. Diese Prüfung zeigte keinen erkennbaren  Schaden und keine Risse oder     Absplitterungen.    Zur  weiteren Prüfung wurde ein unter dem Belag freigelas  sener Raum von     50X80    cm mit einem beladenen Last  wagen geprüft.

   Es     zeigten    sich keine     Risse    oder Durch  druckstellen.  



  Auch die Abnützungsbeständigkeit nach allen übli  chen Prüfmethoden war als ausserordentlich gut zu       bewerten.     



  <I>Beispiel 2</I>  Zur Herstellung von     Bodenbelagsplatten    wurde  unter Verwendung einer üblichen Plattenpresse zu  nächst eine etwa 2 cm dicke     Unterlagsschicht    aus 25       Gew.    Teilen     Tonerde-Schmelzzement    und etwa 62       Gew.-Teilen    feuchtem Sand mit üblicher Wasserbeimi  schung hergestellt.

   Auf diese     Unterlagsschicht    wurde  eine etwa 1 cm     dicke    Deckschicht aufgetragen, die aus  15     Gew.-Teilen        Quarzit    (0-7 mm), 25     Gew.-Teilen     Basalt (bis 3 mm), 15     Gew.-Teilen        Basaltpulver,    20       Gew.-Teilen    Basalt (bis 3 mm), 15     Gew.-Teilen    Basalt  pulver, 20     Gew.-Teilen        Tonerdeschmelzzement    und 5       Gew.-Teilen        Chromsteinerz        (Chromit)    mit entsprechen  dem Wasserzusatz hergestellt war.

   Die so hergestellten       Bodenbelagsplatten    zeigten sich im Vergleich zu in  gleicher Weise aber ohne     Chromoxydzusatz    hergestell  ten Bodenplatten in jeder Hinsicht überlegen..  



  In analoger Weise wie in den Beispielen 1 und 2  können nach dem üblichen     Formverfahren.,    aber unter  Verwendung des erfindungsgemässen     Härters,    Röhren,       Luftschutzkellertüren,    Brandmauern, Bauelemente,  Mahlkugeln,     Curlingsteine,    hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von Chromoxyd oder oxydischen Chromerzen als Härter für Beton. UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Beton als Bindemittel minde stens überwiegend Tonerdeschmelzzement enthält. 2. Verwendung nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1 bei der Herstellung von Strassendecken ohne Armierung. 3. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein oxydisches Chromerz oder eine Chromoxyd enthaltende Oxydmischung verwendet wird. 4.
    Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Chromoxyd 1-30, vorzugsweise 3-20 Gew.-% bezogen auf die Betonmischung ohne Wasser ausmacht.
CH1642665A 1965-11-24 1965-11-24 Verwendung von Chromoxyd oder oxydischen Chromerzen als Härter für Beton CH453182A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2005113468A1 (en) * 2004-05-21 2005-12-01 Kalekim Kimyevi Maddeler Sanayi Ve Ticaret A.S. Tracer materials in cementitious compositions and method of identification thereof

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WO2005113468A1 (en) * 2004-05-21 2005-12-01 Kalekim Kimyevi Maddeler Sanayi Ve Ticaret A.S. Tracer materials in cementitious compositions and method of identification thereof
EA010150B1 (ru) * 2004-05-21 2008-06-30 Калеким Кимиеви Мадделер Санайи Ве Тикарет А.С. Индикаторные материалы в цементных составах и способ их идентификации

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