CH453187A - Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen von Gegenständen in Verpackungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen von Gegenständen in VerpackungenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen von Gegenständen in Verpackungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Einlegen von Gegenständen der Süsswarenindustrie in Verpackungen mit einem Fördermittel, auf dem die Gegenstände in in Förderrichtung verlaufenden Kolonnen geführt werden, in denen sie sich vor Endanschlägen aufreihen. Bei einem bekannten Verfahren dieser Art bewegt sich das Förderband ständig unter den Gegenständen weiter, so dass die Gegenstände mit einem gewissen Druck an den Endanschlägen anliegen. Ebenso besteht zwischen den einzelnen Gegenständen ein gewisser Förderdruck. Infolgedessen können die Gegenstände nicht frei aus den Kolonnen entnommen werden, sondern der jeweils zu entnehmende Gegenstand klemmt zwischen dem Endanschlag und dem in der Kolonne folgenden Gegenstand fest. Beim Entnehmen bleibt daher daher oft der Gegenstand entweder in der Kolonne hängen, oder er reisst den folgenden Gegenstand mit. Diese Gefahren sind besonders gegeben bei Gegenständen, die eine über den Gegenstandsumriss herausragende Grundfläche haben, z. B. bei nicht einzeln eingehüllten Pralinen, die an ihrer Grundfläche einen von der Überziehmaschine herrührenden Schwanz aufweisen, oder bei einzeln eingehüllten Pralinen, bei denen die Umhüllung an der Pralinenunterseite vorragt. Dieser Schwanz oder diese Umhüllung kann sich einerseits unter den Endanschlägen, andererseits unter den folgenden Gegenständen festklemmen. Diese Schwierigkeiten werden erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass jeweils die den Endanschlägen benachbarten Gegenstände durch Greifer aus jeder Kolonne entnommen und in Kartons eingelegt werden, dass jeweils vor der Entnahme der Gegenstände aus den Kolonnen das Fördermittel stillgesetzt wird und dass zur Beseitigung des Förderdrucks zwischen den zu entnehmenden Gegenständen und den zugehörigen Endanschlägen einerseits und den nächstfolgenden Gegenständen andererseits das Fördermittel und die Endanschläge relativ zueinander bewegt werden. Der durch die Förderbewegung zwischen den aufgereihten Gegenständen entstehende Förderdruck bleibt zunächst beim Anhalten des Fördermittels erhalten. Durch die Relativbewegung zwischen dem Fördermittel und den Endanschlägen wird jedoch der Förderdruck aufgehoben, und die zu entnehmenden Gegenstände sind nicht mehr zwischen den Endanschlägen und den folgenden Gegenständen eingeklemmt. Dabei brauchen nur die Endanschläge nach dem Stillsetzen des Fördermittels aus ihrer Normalstellung heraus-und von den auf dem Fördermittel ruhenden Gegenständen wegbewegt zu werden. Hierdurch wird der Förderdruck zwischen sämtlichen Gegenständen aufgehoben, und infolge der Wegbewegung der Endanschläge können auch Gegenstände, die an ihrer den Anschlägen benachbarten Seite einen von ihrem Boden vorragenden Vorsprung haben, durch die Greifer frei nach oben abgehoben werden. Wenn stattdessen das Fördermittel entgegen der Förderrichtung um ein kurzes Stück zurückbewegt wird, wird ebenfalls der Förderdruck beseitigt, so dass die Gegenstände durch die Greifer entnommen werden können. Vorzugsweise werden jedoch die beiden zuletzt beschriebenen Massnahmen gemeinsam ergriffen. Damit wird der Förderdruck zwischen den zu entnehmenden Gegenständen und den Endanschlägen sowie den nachfolgenden Gegenständen in jedem Fall sicher beseitigt. Die Lage der zu entnehmenden Gegenstände auf dem Fördermittel ist dann aber nicht genau bestimmt, so dass sich beim Ergreifen Schwierigkeiten ergeben könnten, und ausserdem können Vorsprünge an der Unterseite der Gegenstände noch unter den nachfolgenden Gegenständen liegen, die dadurch beim Ergreifen der zu entnehmenden Gegenstände mit aus den Kolonnen herausgerissen werden könnten. Zweckmässigerweise werden daher vor der Relativbewegung zwischen Fördermittel und Endanschlägen die Greifer auf die den Anschlägen benachbarten Gegenstände aufgesetzt. Diese Gegenstände werden damit durch die Grei fer festgehalten, und während der Relativbewegung entfernen sich die Endanschläge und die nachfolgenden Gegenstände weit genug von den zu entnehmenden Gegenständen, so dass diese trotz vorstehender Bodenteile frei und unbehindert nach oben entnommen werden können. Eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens besonders vorteilhafte Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel absatzweise bewegbar ist und dass Fördermittel und Endanschläge zur Vergrösserung des Abstands zwischen den Endanschlägen und einem Punkt auf dem Fördermittel voneinander wegbewegbar sind. Dabei kann das absatzweise bewegbare Fördermittel zwischen einem Hauptfördermittel und den Endanschlägen als zusätzliches Endfördermittel angeordnet sein, wobei dann das Hauptfördermittel kontinuierlich angetrieben werden kann und die Gegenstände ununterbrochen auf dieses aufgegeben werden können. Das Endfördermittel kann dann während seiner Förderbewegung schneller angetrieben werden als das Hauptfördermittel, damit sich die Gegenstände vor-den Endanschlägen dicht hintereinander aufreihen und immer Gegenstände für die Entnahme durch die Greifer zur Verfügung stehen. Wenn die Endanschläge um eine quer zur Förderrichtung liegende Achse schwenkbar sind, können die Anschläge je nach Lage der Achse mehr oder weniger parallel zur Förderrichtung oder überwiegend nach oben zur Freigabe der zu entnehmenden Gegenstände von diesen wegbewegt werden. Die Erfindung wird nun anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläubert. Fig. 1 zeigt in Draufsicht eine Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach der Linie a-a in Fig. 1. Fig. 3 zeigt einen Teil von Fig. 2 in veränderter Stellung. Fig. 4 ist eine teilweise Draufsicht auf eine andere Ausführungsform der Vorrichtung. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie b-b in Fig. 4. Bei beiden Ausführungsbeispielen werden die Gegenstände, beispielsweise Pralinen, auf einem Förderband 1 gefördert, das an seinem Abgabeende über eine Umlenkwalze 5 geführt und kontinuierlich in Pfeilrichtung 7 antreibbar ist. Von dem Förderband 1 gelangen die Gegenstände auf ein zweites Förderband 31, das über Umlenkwalzen 32 geführt und absatzweise bewegbar ist, und zwar, wie in Fig. 2 durch die Pfeile 33 dargestellt ist, zunächst für eine längere Zeit in Förderrichtung und dann nach kurzem Stillstand für eine kurze Strecke entgegen der Förderrichtung, bevor die Bewegung in Förderrichtung wieder einsetzt. Dicht oberhalb der Bänder 1, 31 befinden sich Längswände 9, 9a, von denen die Wände 9 ortsfest angebracht sind und die Wände 9a um Gelenke 19 mit lotrechter Achse schwenkbar sind. Die vorderen Enden der Wände 9a sind gelenkig an einer Stange 21 angebracht, die periodisch in Richtung des Doppelpfeiles 23 antreibbar ist. Auf diese Weise werden den Gegenständen während ihrer Bewegung auf dem Band 31 seitliche Stösse erteilt, so dass sie sich gegenüber den Wandteilen 9a ausrichten und später von den nicht dargestellten Greifern leichter ergriffen werden können. Am Ende der durch die Wände 9, 9a gebildeten Kolonnen befinden sich Endanschläge 25, die bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 von oben her, bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 von der Seite her gehaltert sind und zwischen die Wandteile 9a und dicht über das Band 31 reichen. Die Endanschläge 25 können um eine lotrechte Achse schwenkbar und nach dem Verschwenken feststellbar sein, so dass sie, wie in Fig. 1 dargestellt ist, eine Richtwirkung auf die ankommenden Gegenstände aus üben. Durch das Zusammenwirken der Endanschläge 25 und der bewegbaren Wandteile 9a erreicht man, dass die Gegenstände in einer ganz bestimmten Stellung vor den Endanschlägen 25 stehenbleiben, in der sie von den Greifern erfasst und in die Kartons 27 eingelegt werden können, die auf einem weiteren Förderband in Pfeilrichtung 29 absatzweise vorwärtsbewegt werden. Zusätzlich sind die Endanschläge 25 in Längsrichtung des Bandes 31 gegeneinander verstellbar (Pfeile 35). Damit können die Gegenstände von den Greifern nicht nur in einer Geraden quer zur Förderrichtung, sondern in einer beliebigen, unregelmässigen Anordnung erfasst werden und in dieser Anordnung in die Packung eingelegt werden. Zusätzlich zu der Einstellbarkeit der Endanschläge 25 in Pfeilrichtung 35 sind die Endanschläge 25 während des Betriebes der Vorrichtung derart beweglich, dass sie aus ihrer eingestellten Normalstellung herausbewegt und von den auf dem Band 31 ruhenden Ge genständen entfernt werden können. Dies kann, wie in den Fig. 2 bis 5 dargestellt ist, durch eine Schwenkbewegung der Endanschläge 25 um eine waagerechte Achse 39 in Pfeilrichtung 37 bewirkt werden. Die Endanschläge 25 können aber auch, zusätzlich zu der Einstellmöglichkeit in Pfeilrichtung 35, in Längsrichtung des Bandes 31 verschiebbar sein. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die auf dem Band 1 kontinuierlich geförderten Gegenstände werden auf das absatzweise bewegte Band 31 übergeben. Dort reihen sich die Gegenstände vor den Endanschlägen 25 auf, wobei infolge der Bewegung des Bandes 31 zwischen den Endanschlägen und den Gegenständen und zwischen den Gegenständen unter sich ein gewisser Förderdruck entsteht, durch den die Gegenstände gegeneinander festgeklemmt werden. Während des kurzzeitigen Stillstandes des Bandes 31 werden nun die Endanschläge durch eine Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles 37 oder durch eine Horizontalverschiebung in Förderrichtung aus ihrer eingestellten Lage heraus und von den Gegenständen wegbewegt. Dadurch wird der Förderdruck zwischen den Anschlägen und den Gegenständen aufgehoben. Stattdessen oder zusätzlich kann nun auch das Förderband 31 entgegen der Förderrichtung ein kurzes Stück zurückbewegt werden. Dies geschieht zweckmässigerweise nach dem Aufsetzen der Greifer auf die zu entnehmenden Gegenstände. so dass diese Gegenstände durch die Greifer festgehalten werden und die folgenden Gegenstände entgegen der Förderrichtung ein kurzes Stück zurückbewegt werden. Auch auf diese Weise wird der Förderdruck zwischen den zu entnehmenden und den jeweils folgenden Gegenständen aufgehoben, so dass die von den Greifern festgehaltenen Gegenstände frei nach oben abgehoben werden können, ohne an den Endanschlägen hängen zu bleiben oder die folgenden Gegenstände mitzureissen. Nun werden die Endanschläge wieder in ihre Normalstellung zurückgeführt, und das Band 31 wird wie der eingeschaltet, so dass die nächste Reihe von Ge genständen vor die Endanschläge zu liegen kommt. Das Zurückziehen des Bandes 31 um eine kurze Strecke entgegen der Förderrichtung ist besonders bei solchen Gegenständen vorteilhaft, die, wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, an ihrer Unterseite über den Grundriss des Gegenstandes vorragende Schwänze oder Teile von Umhüllungsmaterial aufweisen. Die bei solchen Gegenständen besonders grosse Gefahr des Einklemmens an den Endanschlägen oder an den folgenden Gegenständen wird durch die Erfindung sicher vermieden, so dass auch beim Abheben dieser Gegenstände vom Band 31 die vorstehenden Bodenteile nicht abgerissen werden können. Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, übergreift das Hauptförderband 1 das Endförderband 31. Um dabei eine sichere Übergabe der Gegenstände von einem Band zum anderen ohne ein Umkippen der Gegenstände zu erreichen, ist das Förderband 1 an seinem Abgabeende über eine Umlenkrolle 5 mit sehr kleinem Durchmesser geführt. Zweckmässigerweise ist der Durchmesser dieser Rolle wesentlich kleiner als die Höhe der zu übergebenden Gegenstände.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Einlegen von Gegenständen der Süsswarenindustrie in Verpackungen mit einem Fördermittel, auf dem die Gegenstände in in Förderrichtung verlaufenden Kolonnen geführt werden, in denen sie sich vor Endanschlägen aufreihen, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die den Endanschlägen benachbarten Gegenstände durch Greifer aus jeder Kolonne entnommen und in Kartons eingelegt werden, dass jeweils vor der Entnahme der Gegenstände aus den Kolonnen das Fördermittel stillgesetzt wird und dass zur Beseitigung des Förderdrucks zwischen den zu entnehmenden Gegenständen und den zugehörigen Endanschlägen einerseits und den nächstfolgenden Gegenständen andererseits das Fördermittel und die Endanschläge relativ zueinander bewegt werden.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (31) absatzweise bewegbar ist und dass Fördermittel (31) und Endanschläge (25) zur Vergrösserung des Abstands zwischen den Endanschlägen und einem Punkt auf dem Fördermittel voneinander wegbewegbar sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Stillsetzen des Fördermitteils die Endanschläge aus ihrer Normalstellung heraus von den Gegenständen wegbewegt werden.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Stillsetzen des Fördermittels dieses um ein kurzes Stück entgegen seiner Förderrichtung zurückbewegt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Stillsetzen des Fördermittels dieses um ein kurzes Stück entgegen seiner Förderrichtung zurückbewegt wird und dass zusätzlich die Endanschläge aus ihrer Normalstellung heraus von den Gegenständen wegbewegt werden.4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Relativbewegung zwischen Fördermittel und Endanschlägen die Greifer auf die den Anschlägen benachbarten Gegenstände aufgesetzt werden.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das absatzweise bewegbare Fördermittel (31) zwischen einem Hauptfördermittel (1) und den Endanschlägen (25) als zusätzliches Endfördermittel angeordnet ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (31) entgegen seiner Förderrichtung zurückbewegbar ausgebildet ist.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die e Endanschläge (25) aus der Anschlagstellung heraus bewegbar gelagert sind.8. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Endanschläge (25) um eine quer zur Förderrichtung liegende Achse (39) schwenkbar gelagert sind.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Endanschläge (25) zusätzlich um eine senkrecht zum Fördermittel (31) stehende Achse schwenkbar und in verschwenkter Stellung feststellbar sind.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Endanschläge (25) benachbarter Kolonnen in Förderrichtung gegeneinander verstellbar sind.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens am Endfördermittel (31) Kanäle vorgesehen sind, die durch in Förderrich- tung verlaufende Wände (9) gebildet sind, und dass diese Wände je mindestens einen Wandteil (9a) besitzen, der mit einem quer zur Förderrichtung periodisch hin- und herbewegbaren Teil (21) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3334611A1 (de) * | 1983-09-24 | 1985-04-11 | Otto Hänsel GmbH, 3000 Hannover | Verfahren und vorrichtung zum geordneten einbringen von suesswarenstuecken, wie pralinen o.dgl. in verpackungsschachteln |
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