CH453478A - Einpoliger Leitungsschutzschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung - Google Patents

Einpoliger Leitungsschutzschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung

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CH453478A
CH453478A CH945266A CH945266A CH453478A CH 453478 A CH453478 A CH 453478A CH 945266 A CH945266 A CH 945266A CH 945266 A CH945266 A CH 945266A CH 453478 A CH453478 A CH 453478A
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Boshof Robert
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Busch Jaeger Duerener Metall
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Description


      Einpoliger        Leitungsschutzschalter    mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung    Die vorliegende Erfindung betrifft einen einpoligen       Leitungsschutzschalter,    der seinem Verwendungszweck  entsprechend die von ihm überwachte Verbraucheranla  ge bei Kurzschlüssen unverzüglich abschalten sowie das  Leitungsnetz und die angeschlossenen Geräte gegen  Überlastungen absichern soll.

   Dieser Funktion genügt  ein solcher Selbstschalter üblicherweise durch das Zu  sammenwirken eines elektromagnetischen und eines  thermischen     Auslöseorgans,    die unabhängig voneinander  auf ein gemeinsames Schaltwerk einwirken, das aufgrund  seiner mechanischen Ausführung und einer leistungsfähi  gen Kontaktanordnung ein sicheres Abschalten gewähr  leistet. Während dazu das elektromagnetische     Auslöseor-          gan    den Selbstschalter bei Kurzschluss und Überströmen       uunverzögert    ansprechen lässt,     gelangt    das thermische       Auslöscorgan    bei Überlastung von Leitungen und Gerä  ten dagegen erst mit einer gewissen Zeitverzögerung zur  Wirkung.

   Diese beiden Organe entriegeln als solche  jeweils gesondert über eine     Verklinkung    das mechani  sche Schaltwerk und leiten damit den eigentlichen       Abschaltvorgang    ein. Im Zuge dessen benutzt man die       Blaswirkung    des magnetischen     Auslöseorgans    gleichlau  fend zur Löschung des Lichtbogens und stimmt des  weiteren die thermische und die magnetische Auslösung  derart aufeinander ab, dass sich beide     Auslöseungsarten     gegenseitig schützen.  



  Aufgrund der durch die fortschreitende Elektrifizie  rung von Haushalt und Gewerbe bedingten Zunahme  von Installationen mit besonders niedriger     Kurzschluss-          impedanz    muss in ansteigendem Masse damit gerechnet  werden, dass die hinter den     Stromkreissicherungen    der  Verbraucher auftretenden Kurzschlusströme das Schalt  vermögen der bisher üblichen     Leitungsschutzschalter-          Ausführungen    beträchtlich überschreiten, so dass die  Abschaltung von der gemeinsamen     Vorsicherung    über  nommen werden muss und sich demzufolge unerwünsch-         termassen    stets auch auf eine Reihe nicht von der  Störung betroffener Stromkreise auswirkt.  



  In Anbetracht dessen sollten die für diesen Anwen  dungsbereich vorgesehenen Selbstschalter zur Wahrung  ständiger Betriebsbereitschaft und eines zuverlässigen  Leitungsschutzes ein entsprechend hohes     Abschaltver-          mögen    aufweisen und in der Lage sein, die auftretenden       Kurschlusströme    stark zu begrenzen, um die Selektivität  gegenüber     Vorsicherungen    sowie den Schutz des ihrer  Nennstromstärke zugeordneten kleinsten Leitungsquer  schnitts sicherzustellen.

   In unmittelbarem Zusammen  hang mit diesem Erfordernis, die Schaltleistung solcher  Geräte zu erhöhen, steht ausserdem noch das Bestreben,  im Zuge dessen nicht nur die bisher geläufigen Schalter  abmessungen beizubehalten, sondern diese nach Mög  lichkeit noch zu verringern, um zu einer selektiveren  Überwachung der jeweils vorhandenen Stromkreise nach  Möglichkeit auf gleichem Raum mehrere Selbstschalter  unterbringen zu können. Insofern würde     naheliegender-          massen    eine Halbierung der 35 mm breiten Standardty  pen auf eine     Schmalbaubreite    von 17,5 mm ermöglichen,  die herkömmlichen Verteilungstafeln ohne wesentliche  Anordnungen übernehmen und zugleich mit der doppel  ten Anzahl von Selbstschaltern bestücken zu können.  



  Derartigen Bedürfnissen und Bestrebungen kommen  bezüglich der einzelnen Beanspruchungsfaktoren und  deren Einflüssen die theoretischen Erkenntnisse zustat  ten, dass die Schaltbeanspruchungen eines Niederspan  nungs-Leistungsschalters klein werden, wenn man eines  teils den sogenannten     Auschaltverzug,    d. h. die Zeit vom  Beginn des Kurzschlusses bis zur Öffnung der Kontakt  strecke möglichst klein - und auf der anderen Seite die  an der geöffneten Kontaktstrecke selbst während des  Kurzschlusses auftretende     Lichtbogenspannung    mög  lichst hoch wählt.

   Diese beiden Beanspruchungen stellen  somit gewissermassen die charakteristischen Grössen für  die Auslegung kleiner     Installationsselbstschalter    dar und      bieten zufolge konstruktionsmässiger Beeinflussbarkeit  die Möglichkeit, den erforderlichen Gesamtaufwand  herabzusetzen.

   Während der vorgenannte Ausschaltver  zug demgemäss im wesentlichen eine Funktion der  mechanischen Ausführung des Schaltwerks ist, richtet  sich die Höhe der     Lichtbogenspannung    dagegen haupt  sächlich nach der konstruktiven Ausbildung der Schalt  kammer und dem Ablauf des Schaltvorganges, wobei es  sich bereits als schwierig erweist, Werte in Höhe der       Netzspannungsamplitude    zu erreichen, solange diese       Lichtbogenkammern    in einem vernünftigen Verhältnis  zu den übrigen Schalterabmessungen stehen.  



  Angesichts dessen geht die Erfindung in dem .Bestre  ben einer Vergrösserung der Schaltleistung zunächst  einmal von der Überlegung aus, dass als     massgebender     Faktor für den Ausschaltverzug derartiger     Installations-          selbstschalter    mit elektromagnetischer und thermischer  Auslösung die Eigenzeit des Schaltwerks zu betrachten  ist.  



  Der     erfindungsgemässe    einpolige Leitungsschutz  schalter ist dadurch gekennzeichnet, dass zu einer  Verringerung der äusseren Abmessungen und/oder zu  einer Vergrösserung der Schaltleistung der Kontaktdruck  für die bewegliche Kontaktbrücke oberhalb des     Verklin-          kungspunktes    (10) des Schaltmechanismus, dessen be  wegliche Elemente in einer Ebene angeordnet sind, in  der sie sich bewegen, erzeugt wird und dass die zwischen  den zentral im Unterteil des Gehäuses angeordneten       Auslöseorganen    und dem Schaltwerk angeordnete  Schaltkammer     labyrinthartig    aufgeteilt ist.  



  Nachfolgend werden anhand der Zeichnung zwei  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes be  schrieben.  



  Die     Fig.    1 bis 6 zeigen das erste Ausführungsbeispiel  schmaler Bauausführung,  Die     Fig.    7 bis 10 zeigen das zweite Ausführungsbei  spiel.  



  Die     Fig.    11 bis 13 zeigen schliesslich noch die  besondere Ausbildung bedarfsweise nach aussen hin  verbreiterter Gehäuseschalen für einen längsgeteilten       Leitungsschutzschalter        vorbeschriebener    Innenausstat  tung, sowie eine aus dieser Massnahme abgeleitete  Halterung und Zusammenstellung von Nulleiter- oder       Halterungsvorkehrungen.     



  Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    1 bis 6  handelt es sich um einen     Leitungsschutzschalter    in  Schmalbauweise, bei dem das elektromagnetische     Auslö-          seorgan    in Form einer Magnetspule 1 sowie das thermi  sche     Auslöseorgan    in Form eines     Bimetallstreifens    2 an  zentraler Stelle unterhalb der     Schaltkammer    16 im  Sockelteil 24 des Selbstschalters angeordnet und nach  aussen hin durch eine Bodenkappe 27 abgedeckt sind.

    Diese beiden     Auslöseorgane    1 und 2 wirken jeweils  gesondert von sich aus auf das im Oberteil des Selbst  schalters über der Schaltkammer 16 angeordnete und auf       d--ren    Deckplatte 25 montierte Schaltwerk 4 ein, dessen  manuelles Betätigungsorgan in Form eines Schalthebels  3 die äussere     Abdeckkappe    26 durchdringt. Dieses  Schaltwerk 4 greift auf einer Breitseite mit einem  Kontaktschieber 13 in die Schaltkammer 16 ein und  vermag die dort seitlich und im     Blasfeld    der Magnetspule  1 angeordneten Festkontakte 15 der Kontaktstrecke  vermittels einer am beweglichen Schieber 13 befestigten  Kontaktbrücke 14 elektrisch zu überbrücken und zu  trennen.  



  Das diesen Vorgang steuernde Schaltwerk 4 baut  sich aus zwei mit     Abwinkelungen,    Lagerbohrungen,         Führungssicken    9 und Durchbrüchen versehenen Seiten  teilen 5 auf, zwischen denen die ausnahmslos flach  ausgeführten Funktionselemente 6 der Schaltmechanik  innerhalb einer einzigen Ebene auf Achsen 7 sowie die  Seitenteile 5 miteinander verbindende Bolzen 8 beweg  lich gelagert und durch die Seitenteile 5 selbst sowie  besonders Sicken 9 derselben     geführt    sind.

   Um dabei den  Kontaktdruck für die bewegliche Kontaktbrücke 14  oberhalb des     Verklinkungspunktes    10 zu erzeugen und  auf dem Wege über die     Funktionsglieder    6 unmittelbar,  d. h. ohne Zwischenschaltung eines elastischen Elemen  tes zur Erzeugung eines Überhubes, auf die Kontakt  strecke wirken zu lassen, ist das den Kontaktdruck  bewirkende Element als eine vom manuellen Betäti  gungsorgan 3 beinhaltete     Schraubendruckfeder    11 aus  gebildet, die mit dem     Schaltwerkmechanismus    6 über  eine     Langloch-Kupplungsvorkehrung    12 oder aber   wie nicht besonders ausgeführt - über eine äquivalente       Druckstiftauflagerung    in Verbindung steht.

   Aufgrund  dessen gelangen nunmehr die am Kontaktschieber  13 angreifenden Spannfedern 34 zufolge der Freigabe  desselben durch     Entklinkung    der Funktionselemente 6  direkt zur Wirkung und vermögen die Kontaktstrecke  ohne jegliche Verzögerung fast augenblicklich nach  Auslösung zu trennen, während die Rückführung des  Schalthebels 3 in die Ruhestellung davon unabhängig  einer besonderen     Rückholfeder    obliegt.  



  Die der Kontaktstrecke zugeordnete Schalt- oder       Lichtbogenkammer    16 erstreckt sich nahezu über den  gesamten Innenquerschnitt des unteren Sockelteils 24  und ist durch zwei in Längsrichtung parallel zu der  einseitig vorgesehenen     Festkontaktstrecke    zwischen die  inneren Befestigungspfosten und eine von der gegenüber  gelegenen Seitenwandung ausgehende Mittelstrecke ein  gesetzte     Wandungsschieber    18 in zwei den unmittelbaren  Kontaktbereich nach beiden Richtungen U-förmig erwei  ternde Ausdehnungskanäle 17 aufgeteilt.

   Nach oben  zum     Schaltwerkraum    hin ist diese Schaltkammer 16 an  jeder Ecke mit einer sich düsenartig verjüngenden und  seitlich des Schaltwerks 4 einmündenden Expansionsöff  nung 19 versehen, die als Abzugsweg für die entstehen  den Gase und zu gleicher Zeit als     Flammenschutz     wirken.

   In bezug auf die eigentliche Kontaktstrecke wird  die unterhalb des     Schaltkammerbodens    gelegene und zu  einem Teil von diesem umkapselte     Auslösespule    1  mitsamt ihres     Kraftlinienbügels    auf Seiten der Schalt  kammer 16 im Bereich der betreffenden Längsseite  weitgehend von den beiden im Bodenbereich gehalterten  sowie oberhalb der     Auslösespule    1 die eigentliche Kon  taktstrecke bildenden Festkontakten 15 übergriffen, so  dass diese leicht exzentrisch in das elektromagnetische       Blasfeld    der     Auslösespule    1 gelangt.

   Dazu ist der die  über die     Auslösespule    1 hochgezogene     Festkontaktstrek-          ke    im normalen Betriebszustand leitend überbrückende       Schaltkontaktteil    14 als solcher zu einer gerichtlichen       Auslenkung    des Öffnungslichtbogens an seinen beiden  Enden mit     hörnerförmigen    Ansätzen versehen.  



  Aufgrund einer derartigen Ausbildung wirkt sich auf  den bei Abschaltung oder Auslösung nach erfolgter  Kontaktöffnung im Bereich der unmittelbaren Trenn  strecke, d. h. zwischen den beiden Festkontakten 15  und der Kontaktbrücke 14, ausbildenden Unterbre  chungslichtbogen anfänglich noch das durch die elektro  magnetische     Auslösespule    1 hervorgerufene magnetische       Blasfeld    aus.

   Diese     Blasung    greift dabei am Kontaktsatz  direkt in den Fusspunkten der     Lichtbogensäule    an und  drängt sie im Zusammenwirken mit dem durch schleifen-      artige Stromzuführung zu den Festkontakten 15 entste  henden Eigenfeld an beiden Seiten nach oben weg über  die hörnerartigen     Fortsätze    der beweglichen     Schaltbrük-          ke    14 gezielt in Richtung der beidseitig eingelassenen       Wandungsschieber    in Form von     Fiberstegen    18, was  unter anderem zu einer     wesentlichen    Herabsetzung der  mechanischen Beanspruchung der Gehäusewandungen  beiträgt.

   Sofern der solchermassen in     zwei    Teillichtbögen  zerlegte Lichtbogen trotz Kühlung und Gasaustritt an  diesen     Fiberstegen    18 nur teilweise gelöscht werden  sollte, vermag er sich alsdann im Zuge des seitlichen  Ausweichens nach beiden Richtungen unter Umlenkung       um    180  in die dafür vorgesehenen schlitzartigen Aus  dehnungskanäle 17 fortzusetzen, wobei ihm über diese  Auslaufverlängerung hinaus von beiden Seiten her ein,  immer noch im unmittelbaren Wirkfeld der magneti  schen     Blasspule    gelegener     Rückstaueffekt    zuteil wird,  der zu     seiner    restlosen Löschung beiträgt.  



  Aufgrund der bezeichneten Trennwandungen 18  vollzieht demnach jeder der zwischen den Kontakten  gezogene und mittels magnetischer     Blasung    in Richtung  der Ausdehnungskanäle 17 getriebenen Teillichtbögen  eine Umlaufbewegung um das magnetische     Blasmittel     herum.

   Dies führt dazu, dass der an der geöffneten  Kontaktstrecke während eines Kurzschlusses auftreten  den     Lichtbogenspannung    eine wesentliche Erhöhung  zuteil wird, die ihre Ursache in den zusätzlichen Katho  den- und Anodenspannungsabfällen bei jedem der Teil  lichtbögen und dem Wärmeentzug durch die Kammer  wandungen findet.

       Im    Verlauf dessen vermag des weite  ren das der     Lichtbogenausbildung    zufolge     zustandege-          kommene    Gasvolumen durch die     an    den vier Ecken der  Schaltkammer 16 als     Entlüfungsmassnahme    für die  heissen     Lichtbogengase    vorgesehenen     Expansionsdurch-          brechungen    19 nach oben hin in den umkapselten       Schaltwerksraum    auszuweichen.

   Auf diesem vorge  schriebenen Abzugsweg aus der Schaltkammer 16 wird  zudem durch eine düsenartige Ausbildung der     Durchbre-          chungen    19 ein die     Schaltwerksteile    schädigender     Flam-          mendurchtritt    verhindert.  



  Das zweite Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    7 bis 10  unterscheidet sich in konstruktiver Hinsicht vom ersten  Ausführungsbeispiel durch eine längsgeteilte Gehäusezu  sammensetzung und die eine solche veranlassenden bzw.  aus einer solchen resultierenden Massnahmen zur     Ver-          grösserung    der Schaltleistung eines in seinen äusseren  Abmessungen klein gehaltenen Gerätes.  



  Bei dieser Ausführung wirken die wiederum an  zentraler Stelle im Unterteil des Gehäuses untergebrach  ten und im Zuge der Montage in eine der Gehäusehälf  ten 28 einzulegenden     Auslöseorgane    in Form der elek  tromagnetischen     Auslösespule    1 und des     Bimetallstrei-          fens    2 in diesem Fall gemeinsam über das gleiche  Verbindungsglied auf die     Entklinkungsmechanik    des im  Oberteil der betreffenden Gehäusehälfte 28 als vormon  tierte und     funktionsfähige    Einheit in ein besonderes  Rahmenteil 30 einzulegenden Schaltwerks 4 ein, das mit  seinem Schalthebel 3 beide Gehäusehälften durchdringt.

    Durch das Rahmenteil 30 werden     darüberhinaus    jeweils  seitlich des     Schaltwerkraums    und längs der Gehäusekon  tur verlaufende     Druckausgleichkanäle    23 gebildet, wel  che von der Schaltkammer 16 her über gehäusehälftig  gegeneinander versetzte     Umlenkrippen    von oben in den  umrahmten     Schaltwerkraum    einmünden. Dabei stellt  sich diesem Ausführungsbeispiel gemäss das gewählte  Schaltwerk 4 als eine vorerst nur in ihrer Baubreite  reduzierte Ausführung dar und ist somit in gewisser    Beziehung lediglich als Teillösung oder     Verläufertype     des im ersten Ausführungsbeispiel vorgestellten Schalt  werks zu betrachten.  



  Die eigentliche Schaltkammer 16 erstreckt sich wie  derum nahezu über den gesamten Innenquerschnitt des  Unterteils und ist in Relation zu der einseitig im     Blasfeld     des elektromagnetischen     Auslöseorgans    1 angeordneten  sowie vom Schaltwerk 4 her über die vom Kontaktschie  ber 13 getragene Kontaktbrücke 14     überbrückbaren          Festkontaktanordnung    15 vermittels     randungsseitiger     Staurippen 20 sowie diese teilweise übergreifender,

   zu  beiden Seiten der Kontaktstrecke     mittig    eingesetzter       Wandungseinlagen    22 zwecks     Lichtbogenlöschung        laby-          rinthartig    unterteilt und aufgegliedert.

   Auf diese Weise  kommt in noch ausgeprägterem Masse der in bezug auf  das erste Ausführungsbeispiel bereits erörterte Effekt  zustande, dass der bei Übergang aus dem normalen  Betriebszustand in den stationären Kurzschlusszustand  im Öffnungsmoment an der Kontaktstrecke auftretende       Hochstrombogen    über eine Beeinflussung durch die  beschriebene Verkürzung des Ablaufs der Schaltvorgän  ge hinaus ausserdem noch eine sich auf seine Verlustlei  stung vorteilhaft auswirkende Erhöhung der Lichtbogen  spannung erfährt.

   Dies wird durch eine sinnvolle Auf  gliederung und Unterteilung einer in ihrer Baubreite  bewusst schmal gehaltenen Schaltkammer 16 erreicht,  wobei diese Konstruktionsvorkehrungen im Hinblick auf  eine Unterteilung, Streckung und Rückstauung im Wirk  feld der elektromagnetischen     Blasspule    1 zu einer über  aus schnellen     urd    intensiven     Lichtbogenlöschung    beitra  gen.

   Insgesamt gesehen bestehen demnach die Vorzüge  einer derartigen Ausführung über die bereits beschriebe  nen Vorteile hinaus neben einer noch günstigeren Aus  bildung der Schaltkammer 16 und einer trotz Einbezie  hung in den Druckausgleich geschützteren Schaltwerk  anordnung 4 in einer wesentlichen Verringerung der  zum Aufbau erforderlichen Einzelteile, unter anderem  zufolge der Kopplung beider     Auslösungsmittel    1 und 2,  sowie in bezug auf die Handhabung beim Zusammenbau  in der wesentlichen Vereinfachung blossen     Einlegens     vormontierter Untergruppen ohne weitere     Befestigungs-          massnahmen    in eine der längsgeteilten Gehäusehälften  28 bzw 29.  



  Einer Darstellung in den     Fig.    11 bis 13 gemäss  können schliesslich die beiden Gehäusehälften 28 und 29  einer längsgeteilten     S lbstschalterausführung    stirnseitig  im Bereich ihrer Aussenkontur mit einer     Segauflage    31  versehen sein, um auf diese Weise im Bedarfsfall ohne  irgendeine Abänderung des inneren Schalteraufbaus  bezüglich der     Breitenabmessungen    von der Schmalbau  form (17,5 mm) zu den bisher üblichen Dimensionen  (26,5 mm) zu gelangen, falls solches bei Ersatzzwecken  mit Rücksicht auf bereits vorhandene Einbauabmessun  gen sich als zweckmässig erweist.

   Eine derartige Hilfs  inassnahme ermöglicht zudem über eine einfache Ein  kerbung 32 im unteren Bereich eines solchen Verbreite  rungssteges 31, zwei benachbarte Selbstschalter vermit  tels einer in diese Einkerbungen eingelegten durchgehen  den Nulleiter- oder Befestigungsklemme 33 zu beiden  Schmalseiten an dafür vorgesehenen Sammelschienen zu  befestigen oder zu haltern.  



  Als Ergebnis dieser beschriebenen Massnahmen  stellt sich eine durchaus vorteilhafte Erhöhung der       Kurzschlussleistung    eines solchen Installationsselbst  schalters ein, die in bezug auf die Ausführung solcher  Geräte entweder unter Beibehaltung der bisherigen  Bauabmessungen zu einer erheblichen Steigerung der      Schaltleistung oder bei gleichbleibender Schaltleistung zu  einer wesentlichen Verkleinerung der Bauabmessungen,  beziehungsweise zu einer geeigneten Kompromisslösung  zwischen diesen beiden     Möglichkeiten    führt. Darüber  hinaus eröffnen sich einem solchermassen erhöhtem  Schaltvermögen eines Selbstschalters naturgemäss erwei  terte Anwendungsmöglichkeiten auch auf andere     Funk-          tionsprinzipe,    wie z.

   B. auf     Fehlerschutzschalter    und  dergleichen mehr.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einpoliger Leitungsschutzschalter mit elektromagne tischer und thermischer sowie manueller Auslösung, dadurch gekennzeichnet, dass zu einer Verringerung der äussseren Abmessungen und/oder zu einer Vergrösse- rung der Schaltleistung der Kontaktdruck für die beweg liche Kontaktbrücke (14) oberhalb des Verklinkungs- punktes (10) des Schaltmechanismus, dessen bewegliche Elemente in einer Ebene angeordnet sind, in der sie sich bewegen, erzeugt wird und dass die zwischen den zentral im Unterteil des Gehäuses angeordneten Auslöseorganen (1, 2) und dem Schaltwerk (4)
    angeordnete Schaltkam mer (16) labyrinthartig aufgeteilt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich das Schaltwerk (4) auf zwei mit Abwinkelungen, Durchbrüchen und Bohrungen versehenen Seitenteilen (5) aufbaut, zwischen denen die ausnahmslos flach ausgeführten beweglichen Elemente (6) der Schaltmechanik auf Achsen (7) sowie die Seitenteile miteinander verbindenden Bolzen (8) beweg lich gelagert und durch die Seitenteile selbst sowie besondere Sicken (9) derselben geführt sind.
    2. Leitungsschutzschalter nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in Schmalbauweise ausgeführte und mitten über der Schaltkammer (16) angeordnete Schaltwerk (4) zur Betätigung der beweglichen Kontaktbrücke (14) einseitig mit einem Kontaktschieber (13) in die Schaltkammer (16) eingreift.
    3. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Kontaktdruck innerhalb der Schaltmecha nik bewirkende Element als eine vom manuellen Betäti- (lungsorgan (3) beinhaltete Schraubendruckfeder (11) ausgebildet ist, die mit dem Schaltwerkmechanismus über eine Langlochkupplung (12) oder eine Druckstift auflage in Verbindung steht.
    4. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der einseitig mit den Festkontakten (15) ausge statteten Schaltkammer (16) durch mittig eingesetzte Wandungsschieber (18) zwei U-förmig verlaufende Aus dehnungskanäle (17) gebildet sind. 5. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeich net, dass der aus Schaltkammer (16) und Ausdehnungs kanälen (17) gebildete Raum an seinen Ecken nach oben hin mit seitlich des Schaltwerks (4) auslaufenden Expan sionsöffnungen (19) versehen ist.
    6. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einseitig mit den Festkontakten (15) ausgestatte te Schaltkammer (16) zu beiden Seiten der Kontaktstrek- ke durch hälftenweise gegeneinander versetzte Stau- (20) sowie Umlenkrippen (21) aufgegliedert und auf beiden Seiten vermittels die Staurippen (20) teilweise übergrei fender Wandungseinlagen (22) in ihrer Mitte unterteilt ist.
    7. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeich net, dass einer der Gehäusehälften (28) zur Bildung seitlicher Druckausgleichskanäle (23) ein Rahmenteil (30) angeformt ist, in den gleichlaufend das vollständige Schaltwerk (4) als vormontierte Baueinheit lose eingelegt ist.
    B. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zentral im Unterteil des Gehäuses angeordneten Auslöseorgane (1, 2) gesondert (Fig. 1 bis 6) oder gemeinschaftlich (Fig. 7 bis 10) mit der Entklinkungsme- chanik (10) des über der Schaltkammer (16) gelegenen Schaltwerks (4) gekoppelt sind.
    9. Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Gehäusehälften im Bereich der Aussenkontur ihrer Stirnfläche mit einem umlaufenden Steg (31) versehen ist, der zur Einlage einer Nulleiter klemme (33) oder einer Halterungsschiene am Unterteil des Gehäuses über eine Einkerbung (32) verfügt.
CH945266A 1965-07-03 1966-06-28 Einpoliger Leitungsschutzschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung CH453478A (de)

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