Fingerbalken für eine Kettensäge Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fingerbal ken für eine Kettensäge, mit zwei im Abstand voneinan der angeordneten, eine Bahn zur Führung einer endlosen Schneidkette bildenden Platten.
Die weitverbreitete Verwendung von Motorketten sägen hat zur Nachfrage nach kleineren, leichteren, von einem Mann bedienbaren Maschinen geführt. Dieses zog wieder verbesserte Maschinenausführungen mit höhe ren Leistungen je Gewichtseinheit nach sich. Den Ver besserungen an den Maschinen folgte die Forderung nach besserer Gestaltung der Sägezähne, um die zur Verfügung stehende Leistung zu nutzen. Diese Verbin dung erlaubte die Anwendung kleinerer Maschinen für grössere Einsätze, die vorher eine weit grössere und schwerere Maschine erfordert hätten. Die Leistungs konzentration setzt den Fingerbalken und die zugehöri gen Teile einer hohen Beanspruchung aus, die einen hohen Reibungsverschleiss, starke Verformung und der gleichen verursacht.
Beispielsweise kann eine kleine tragbare Motorsäge, die zum Schlagen benutzt wird, einen Baum mit einem Stammdurchmesser fällen, der angenähert gleich der doppelten wirksamen Fingerbalkenlänge ist. Beim Schla gen wird der Fingerbalken streichend in den Baum stamm gedrückt und anschliessend um den Stamm her umbewegt, so dass dieser vollkommen durchgetrennt wird. Normalerweise ist der Rand des Fingerbalkens einer Belastung ausgesetzt, die gleich der doppelten Kettenspannung ist. Wenn die Säge jedoch zum Bohren benutzt wird, muss der Fingerbalken zusätzlich zu den durch die Kettenspannung aufgebrachten Kräften den Vortriebskräften standhalten.
Es sind verschiedene Versuche unternommen wor den, dem durch diese Kraftzusammensetzung entstehen den Verschleiss entgegenzuwirken. Es kann zum Bei spiel der Fingerbalken selbst an dem Rand in der Zone erhöhten Verschleisses mit einer Hartmetallauflage ver sehen werden. Das ist jedoch unbefriedigend, da die dem Verschleiss unterworfenen Oberflächen der Kette und des Randes einer Gleitreibung ausgesetzt sind, die grosse Belastung, Grübchenbildung und Bruch hervor ruft und die Teile des Fingerbalkens, die eine Schnell führung für die Kette bilden, zerstört.
Um einige der erwähnten Schwierigkeiten zu ver meiden, wurden in grössere Fingerbalken Lager einge baut. Diese Lager waren gross sowie schwer ausge führt und für den Einsatz in kleineren leichten Ma schinen zu gross, während kleinere Lager zu schwierig in der Wartung sowie zu anfällig und zu zerbrechlich waren, um die Belastungen auszuhalten.
Der erfindungsgemässe Fingerbalken für eine Ket tensäge, mit zwei im Abstand voneinander angeordne ten, eine Bahn zur Führung einer endlosen Schneidkette bildenden Platten, ist gegenüber bekannten Konstruk tionen gekennzeichnet durch eine Spanneinrichtung, die zwischen die Platten eingesetzt ist und einen inneren und einen äusseren Lagerlaufring besitzt, wobei der äussere Laufring gegenüber dem inneren Laufring dreh bar gelagert ist und dabei das eine Ende der Schneid kette abstützt, sowie durch Befestigungsteile, die mit den Platten zusammengebaut sind und das Ganze so festhalten, dass der Innenring sich nicht gegenüber den Platten drehen kann und ein Arbeitsspiel zwischen dem äusseren Laufring und den Platten gelassen wird, so dass sich der äussere Laufring frei drehen kann.
Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnung näher er läutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Schnitt durch ein Lager, Fig.2 die Fig. 1 in auseinandergezogener Form, wobei die verschiedenen Einzelteile ausgebreitet sind, um sie leicht erkennbar zu machen, Fig. 3 die Ansicht einer in einen Fingerbalken ein gesetzten Anordnung nach Fig. 1, Fig. 4 die Draufsicht auf die in Fig. 2 dargestellte Feder, Fig. 5 die Draufsicht auf eine abgewandelte Aus führung,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5 in vergrössertem Massstab, Fig. 7 die in den Fig. 5 und 6 dargestellte abge wandelte Ausführungsform in auseinandergezogener Form, Fig. 8 den Querschnitt einer weiteren Ausführung, Fig.9 eine Ansicht teilweise im Schnitt in Rich tung der Pfeile 9-9 der Fig. 8, Fig. 10 die Draufsicht einer weiteren abgewandel ten Ausführung in Richtung der Pfeile 10-l0 der Fig. 11,
Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie l1-11 der Fig. 10, und Fig. 12 ein Beilagblech, das besonders zur Verwen dung in der Ausführung nach den Fig. 10 und 11 ge eignet ist.
In den Zeichnungen, besonders in den Fig. 1-4, ist ein Fingerbalken 15 einer Kettensäge in einer bevor zugten Ausführung mit einer abnehmbaren Spannein richtung 16 gezeigt. Der Fingerbalken und der Spanner bilden eine Schiene zur Stützung und Führung der Sä genkette 17. Der Fingerbalken 15 besitzt zwei im Ab stand voneinander angeordnete Platten 18 und 19, die durch das in Fig. 3 punktiert eingezeichnete Zwischen stück 15a getrennt sind. Die Spanneinrichtung 16 wird ebenfalls von den Platten 18 und 19 umschlossen und schliesst einen äusseren Laufring 20, der auf dem inne ren Laufring 21 drehbar ist, ein. Ein Wälzlager 22 ist zwischen dem inneren und dem äusseren Laufring an geordnet. Die Spanneinrichtung 16 führt mindestens drei Funktionen aus: 1.
Reibungsarme Abstützung der äusseren Schleife der Kette, 2. Auseinanderhalten der Endabschnitte der Platten 18 und 19, und 3. Vorsehung der Schmiermittelzufuhr zum Wälz lager.
Wie besonders in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, sind die Platten 18 und 19 mit fluchtenden Öffnungen 23 und 24 versehen. Der innere Laufring 21 hat eine Öffnung 25, die mit den Öffnungen in den im Ab stand angeordneten Platten koaxial fluchtet. Der innere Laufring ist mit einer oder mehreren Nuten 26 ver sehen, die einen sich radial erstreckenden Durchlass zwischen seiner Öffnung 25 und der Innenfläche zwi schen den Laufringen 20 und 21 oder dem Lager 22 bilden. Zwei Beilagscheiben 27 und 28 sind zwischen den gegenüberliegenden Flächen des inneren Laufringes 21 und den zugehörigen Platten angeordnet und er strecken sich nach aussen bis in die unmittelbare Nähe des äusseren Laufringes 20.
Diese Beilagscheiben hal ten die Spanneinrichtung 16 genau zwischen den Plat ten 18 und 19 und sorgen für das Laufspiel zwischen dem Laufring 2 und den Platten, während sie gleich zeitig für das Lager 22 eine Schmiermitteldichtung dar stellen. Zusätzlich deckt die Beilagscheibe 27 die Nut 26 ab und bildet so einen abgeschlossenen Durchlass.
Zwei zusammenwirkende Fassungen 29 und 30 haben abgeschrägte Flächen 31 und 32, die mit den Öffnungen 23 und 24 zur Festlegung der Spanneinrich tung 16 im Fingerbalken 15 zusammenwirken. Die Fas sungen haben ringförmige Ausnehmungen 33 und 34, die nach dem Zusammenbau einen Schmiermittelvor- ratsraum bilden. Eine oder mehrere Zutrittsöffnungen 35 stehen mit dem Vorratsraum in Verbindung und er lauben die Zufuhr eines Schmiermittels. Eine Ring feder 36 passt lose in die ringförmige Ausnehmung 34 und stützt sich mit den Fingern 37 und 38 gegen den Boden der Ausnehmung 33 ab.
Dadurch wird ein fe dernder Deckel oder ein Ventil gebildet, das die öff- nung 35 gegen das Eindringen von Schmutz und ande ren Fremdstoffen abschliesst.
Die Fassung 30 ist mit einem Innengewindeabschnitt 39 versehen, der mit einer kegelförmigen Öffnung 40 in der Fassung 29 fluchtet. Mit einer Schraube 41 mit kegeligem Kopf 42 und einem Gewindeabschnitt 43 lassen sich die Fassungen 29 und 30 zusammenziehen und den Laufring 21 zwischen die Platten 18 und 19 klemmen. Die Schraube 41 ist mit einem Kunststoffein satz 44 versehen, der sie beim Zusammenbau mit dem Gewindeteil des Flansches 30 sichert. Die Fassungen 29 und 30 sind auch mit Schlitzen 45 und 46 versehen, die den Vorratsraum mit der Nut 26 im Laufring 21 verbinden.
Auf diese Weise ist eine schnell freilegbare Spanneinrichtung entstanden, die einen leicht zugäng lichen, mit dem Spannerlager in Verbindung stehenden Vorratsraum für ein Schmiermittel besitzt.
In den Fig. 5, 6 und 7 ist eine abgewandelte Aus führung gezeigt, die die mit der Erfindung verbundenen Neuerungen verkörpert.
Der Fingerbalken 50 besitzt zwei im Abstand ange ordnete Platten 51 und 52, der eine Spanneinrichtung 53 und eine Sägekette 54 umschliessen. Die Spann einrichtung 53 besteht aus einem Aussenring 55, der drehbar auf einem Innenring 56 gelagert ist und ein Wälzlager 57 einschliesst. Der Innenring 56 hat eine Öffnung 60, die mit Öffnungen 58 und 59 in den Plat ten fluchtend angeordnet ist. Der Innenring 56 ist mit mindestens einer radialen Nut 61 versehen, die sich von der Öffnung 59 bis zum Lager 57 erstreckt. Zwei Bei lagescheiben 62 und 63 sind zwischen den sich gegen überliegenden Flächen des Innenringes 56 und den Plat ten 51 und 52 eingebaut. Die Beilagscheiben dienen zur genauen Einstellung der Spanneinrichtung 53 zwischen den Platten 51 und 52 und sorgen für das Spiel zwi schen dem Aussenring 55 und den Platten.
Wie eingehender in den Fig. 6 und 7 gezeigt ist, be sitzen die Beilagscheiben 62 und 63 nach innen ge bogene Lippen 64 und 65, die sich rund um den Schei benumfang erstrecken. Diese nach innen gewölbten Lippen liegen dicht am Aussenring 55 an und bilden eine wirksame Schmiermitteldichtung für das Lager 57.
Zwei Fassungen 66 und 67 dienen zur Klemmung der Spanneinrichtung zwischen die Platten 51 und 52. Die Fassung 66 ist mit einem Innengewindeteil 68 und Spannschlüssellöchern 69 versehen. Die Fassung 67 hat einen entsprechenden Aussengewindeteil 70 und Schlüs sellöcher 71. Die Fassung 67 besitzt ausserdem einen Vorratsraum 72 mit einer Zuführungsöffnung 73, die durch ein Kugelrückschlagventil 74 mit einer Feder 75 verschlossen ist. Die Fassung 67 besitzt eine Ringnut 76 zwischen dem Ende des Gewindeteiles 70 und ei nem Flansch 77, die durch einen Kanal 78 mit dem Vorratsraum 72 in Verbindung steht. Ein Kanal 79 im Flansch 66 verbindet die Abschrägung 80 am Innen ring 56 mit der Ringnut 76.
Wenn die Fassungen 66 und 67 zur Klemmung der Spanneinrichtung 53 zwi- schen den Platten 51 und 52 zusammengebaut sind, wird zwischen dem Vorratsraum 72 und dem Lager 57 durch den Kanal 78, die Ringnut 76, den Kanal 79, die Abschrägung 80 und die Nut 61 eine Schmiermittel leitung gebildet.
In den Fig. 8 und 9 ist eine weitere abgewandelte Ausführung gezeigt, in der der Fingerbalken 85 mit ei nem Schlüsselkranz 86 versehen ist, dessen kreisförmi ger Teil 87 einen Führungsteil 88 schneidet. Eine ge schlitzte Fassung 89 wird durch den kreisförmigen Teil 87 und eine Öffnung 90 in den Innenring 91 einge baut, wonach die Spanneinrichtung 92 und die Fas sung 89 in den Führungsteil 88 des Schlüsselkranzes 86 gleiten und die Spanneinrichtung 92 im Fingerbalken 85 an der richtigen Stelle gehalten wird.
Die geschlitzte Fassung 89 besitzt einen Vorrats raum 93, der über einen Kanal 95, einen geschlitzten Teil 96 und eine Nut 97 mit dem Lager 94 in Ver bindung steht. Der Vorratsraum 93 ist gegen das Ein dringen von Schmutz und anderen Fremdstoffen durch ein Kugelrückschlagventil 98 mit einer Feder 99 abge schlossen.
Es wurden bevorzugte Ausführungsformen der Er findung zusammen mit hiervon abgewandelten Formen dargelegt, die sich für eine schnell freilegbare Spann einrichtung verstehen, jedoch können manche der Neue rungen auch in einer festen Spanneinrichtung nach den Fig. 10 und 11 Verwendung finden. Bei einem Finger balken 110 ist die Spanneinrichtung 111 mit Nuten 114 zwischen den Platten 112 und 113 vernietet. Ein Aus senring 115 ist mit einem Lager 117 drehbar um den Innenring 116 gelagert. Der Innenring 116 hat einen inneren Hohlraum 118 und eine Nut 119, die den Hohlraum mit dem Lager 117 verbindet. Die Platten 112 und 113 können zum Hohlraum 118 Zugangsöff nungen 120 und 121 haben.
Die Beilagscheiben 122 und 123 dienen zur Festlegung der Spanneinrichtung 111 zwischen den Platten 112 und 113 und bilden gleichzeitig eine Schmiermitteldichtung für das Lager 117.
Wie besonders in Fig. 12 gezeigt ist, können eine oder beide Beilagscheiben 122 und 123 mit einer Zunge 124 für die Öffnungen 120 oder 121 versehen sein. Der Hohlraum 118 bildet einen Schmiermittelvorratsraum, der über die Nut 119 mit dem Lager 117 verbunden ist. Zusätzlich zu einer genauen Einstellung der Spannein richtung und einer Schmiermitteldichtung rund um das Lager 117 dienen die Beilagbleche mit der Zunge 124 als federnde Deckklappen, die eine Füllung des Vor ratsraumes mit Schmiermittel zulassen, jedoch das Ein dringen von Schmutz und anderen Fremdstoffen ver hindert.
Somit wurde eine kleine aber robuste mit Wälzla- gerung versehene Spanneinrichtung dargestellt und be schrieben, die eine stark belastete Schneidkette unter strengen Betriebsbedingungen abstützen kann und sich gleichzeitig leicht schmieren und zur Reinigung schnell freilegen lässt.
Es wurde eine bevorzugte Ausführungsform der Er findung zusammen mit verschiedenen Abwandlungen und Ausweichausführungen gezeigt und beschrieben.