CH454050A - Verfahren zum selbsttätigen Dosieren einer Zugabeflüssigkeit für einen Flüssigkeitsstrom - Google Patents

Verfahren zum selbsttätigen Dosieren einer Zugabeflüssigkeit für einen Flüssigkeitsstrom

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CH454050A
CH454050A CH391066A CH391066A CH454050A CH 454050 A CH454050 A CH 454050A CH 391066 A CH391066 A CH 391066A CH 391066 A CH391066 A CH 391066A CH 454050 A CH454050 A CH 454050A
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Description


      Verfahren    zum selbsttätigen Dosieren einer     Zugabeflüssigkeit    für einen Flüssigkeitsstrom         Dio        Erfindüng    betrifft ein Verfahren zum selbst  tätigen Dosieren einer     Zugabeflüssigkeit    für     einen    Flüs  sigkeitsstrom in Abhängigkeit von dessen     Durchfluss-          menge.        Das    Verfahren dient also dazu, um einem kon  tinuierlich oder     intermittierend    fliessenden Flüssigkeits  strom einen bestimmten und konstanten Zusatz     einer          Zugabeflüssigkeit    zu gewährleisten.

   Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nach dem Durch  fliessen einer vorbestimmten     Durchflussmenge        ein    Teil  des Flüssigkeitsstromes in einen Mischbehälter gefördert  wird, aus dem jeweils     gleichzeitig    eine gleich grosse  Menge einer darin     enthaltenen        Mischflüssigkeit        in    den  Flüssigkeitsstrom geleitet wird,

   und dass jeweils nach       düm    Durchfliessen     einer    mehrfach grösseren     Durchfluss-          menge    eine bestimmte Menge der     Zugabeflüssigkeit    der       Mischflüssigkeit    zugeführt und mit ihr vermischt wird.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung  des Verfahrens zeichnet sich .dadurch aus, dass ein um  eine     horizontale    Achse in zwei Endlagen kippbarer       Durchflussmesser    für den Flüssigkeitsstrom vorhanden  ist, der über     Kraftübertragungsglieder    und richtungs  abhängig     wirkende    Kupplungselemente mit einem Ad  dierwerk in Verbindung steht, von dessen Stellung     ein          Dosierorgan    für die     Zugabeflüssigkeit    abhängig ist.

       Eine     nach dem erfindungsgemässen Verfahren arbeitende Vor  richtung hat gegenüber anderen gebräuchlichen Vorrich  tungen den Vorteil, dass für ihren Betrieb keine fremde  Energie, wie z. B. elektrischer Strom, erforderlich ist.  Die Vorrichtung kann ohne     Ventil    ausgeführt werden,  wodurch die Gefahr des     Undichtwerdens    oder     Blockie-          rens    der Ventile vermieden ist, und benötigt keine Wi  derstandskapillaren, die im Betrieb erfahrungsgemäss  sehr leicht verstopfen.  



  Die Vorrichtung ist besonders zum Chlorieren von  Trinkwasser geeignet, wobei die Vorrichtung zweck  mässig über einem Trinkwasserbehälter angeordnet und  der durch die Vorrichtung fliessende Flüssigkeitsstrom  ein Teil des dem     Trinkwasserbehälter    zufliessenden  Trinkwassers ist. Als     Zugabeflüssigkeit    zum Trinkwasser  kann in der Regel in Wasser gelöstes Natriumhypo-         chlorit    verwendet werden.

   Zur Vermeidung von Korro  sionserscheinungen an der Vorrichtung können hierbei  alle mit dem     Chlorit    in Berührung kommenden Teile  aus Glas,     Polyvinylchlorid-    oder      Teflon     oder aus       einem    anderen gegen Chlor resistenten Material be  stehen.  



  Zur näheren Erläuterung der Erfindungen wird auf  das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel  einer     erfindungsgemässen    Vorrichtung verwiesen.  



  Aus     einer    Leitung 1     tritt    ein Flüssigkeitsstrom 2  aus und     fliesst    in der gezeigten Stellung eines Durch  flussmessers 3 in eine in diesem enthaltene Kammer 4.  Der     Durchflussmesser    3 ist auf     einer    horizontalen Achse  5 befestigt, die drehbar gelagert ist. In der gezeigten  Lage befindet sich der     Durchflussmesser    3 in seiner       linken    Endlage und berührt den Anschlag 6. Eine zweite  Kammer 7 des     Durchflussmessers    3, die ebenfalls oben  offen ist, ist leer. In der gestrichelt dargestellten ande  ren Endlage liegt der     Durchflussmesser    3 am An  schlag 8 an.  



       Wenn    in der als ausgezogene Linie gezeichneten  Lage die Kammer 4 durch ein bestimmtes Volumen  Wasser gefüllt ist, bringt das Gewicht des vorwiegend  rechts über der Achse 5 liegenden Wassers den Durch  flussmesser 3 zum Kippen im Sinne des Uhrzeigers, wo  durch der Behälter 4 nach rechts entleert wird. Der       Durchflussmesser    3 nimmt dann die gestrichelt gezeich  nete Stellung ein, wobei jetzt die Kammer 7 das zulau  fende Wasser 2     auffängt,    usw.  



  Zur Vermeidung     eines    harten Aufschlages des       Durchflussmessers    3 auf die Anschläge 6, 8     ist        ein    Luft  stossdämpfer 9 mit Kolben 10 vorgesehen. Ein enges  Röhrchen 11 erlaubt     einen    abgebremsten Ein- und Aus  tritt von Luft vom Luftstossdämpfer 9. Eine Kolben  stange 12 besitzt am linken Ende einen Schlitz 13,     in     den der am     Durchflussmesser    3 sitzende     Bolzen    14 ein  greift. Solange beim Kippen des     Durchflussmessers    3  der     Bolzen    14 im Schlitz 13 sich bewegt, bleibt die       Kolbenstange    12 in Ruhe.

   Die     Länge    des Schlitzes 13  ist so     gewählt,    dass bei jeder Kippbewegung nur unge-           fähr    das letzte Viertel des Weges des Bolzens 14 die  Kolbenstange 12 und mit ihr der Kolben 10 bewegt  wird. Dadurch wird nur das Ende jeder     Kippbewegung     abgebremst.  



  Mit der Achse 5 des     Durchflussmessers    3 ist ein  erster Hebelarm 15 verdrehungssteif verbunden, der am  unteren Ende den Bolzen 16 trägt; dieser     ragt    in den  Schlitz 17 des Hebels 18 hinein. Wenn der Bolzen 16  sich nach links bewegt, so gleitet er zunächst im Schlitz  17 bis zum Anschlag 19, und erst danach wird der  Hebel 18 nach links gestossen. Der Anschlag 19 ist auf  dem Hebel 18 versetzbar, wodurch die     Exkursions-          grösse    der Achse 20 im Verhältnis von etwa 9 zu 1 ver  ändert werden kann.

   Die Hin- und     Herbewegungen    der  Achse 20 und des damit verbundenen Hebelarmes 21  ist mit richtungsabhängig wirkenden Kupplungselemen  ten 22 so verbunden, dass er ein als     Addierwerk    wir  kendes Kettenrad 23 nur bei einer Drehbewegung im  Uhrzeigersinn (Pfeilrichtung) weiterbewegen kann.  



  Vom Kettenrad 23     umschlingt    eine Kette 24 das  Kettenrad 25 und dreht dieses ebenfalls im Sinne des  Uhrzeigers. Die Achse 26 durchdringt eine Dichtung  der Seitenwand des Chlorreservoirs 27. Im Innern die  ses Chlorreservoirs 27 sitzt mit der Achse 26 fest ver  bunden der Hebel 28, an dem der     Dosierbehälter    29  hängt. Bei einer vollständigen Rotation der Achse 26  schöpft der     Dosierbehälter    29 entsprechend seinem Vo  lumen     Hypochloritlösung    und entleert diese in das Aus  gussgefäss 30, wonach die Lösung dank der Schwerkraft  durch das Rohr 31 in das Mischgefäss 32     fliesst.     



  Durch Veränderung der Durchmesser der beiden  Kettenräder 23 und 25 und durch     Volumänderungen     des     Dosierbehälters    29 kann die Menge der Zusatz  lösung in grossen Sprüngen verändert werden.  



  Wenn der     Durchflussmesser    3 aus der gestrichelt  gezeichneten Position in die ausgezogen gezeichnete Po  sition kippt, so werden aus dem Behälter 7 einige Milli  liter Wasser durch das Auffangrohr 33 in das Misch  gefäss 32 befördert. Dabei strömt ein gleiches Volumen  der Mischung aus dem Mischgefäss 32 durch den Spalt  34 unterhalb der Scheidewand 35 in den Behälter 36  und verlässt durch die Öffnung 37 das Mischgefäss, um  an der Spitze 38 in die Brunnenstube zu tropfen; denn  die ganze Apparatur ist im obersten Teil der Brunnen  stube angebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum selbsttätigen Dosieren einer Zu gabeflüssigkeit für einen Flüssigkeitsstrom in Abhängig keit von dessen Durchflussmenge, dadurch gekennzeich- net, dass jeweils nach dem Durchfliessen einer vorbe stimmten Durchflussmenge ein Teil des Flüssigkeitsstro mes in einen Mischbehälter gefördert wird, aus dem je weils gleichzeitig eine gleich grosse Menge einer darin enthaltenen Mischflüssigkeit in den Flüssigkeitsstrom geleitet wird,
    und dass jeweils nach dem Durchfliessen einer mehrfach grösseren Durchflussmenge eine be stimmte Menge der Zugabeflüssigkeit der Mischflüssig keit zugeführt und mit ihr vermischt wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein um eine horizontale Achse in zwei Endlagen kippbarer Durchflussmesser für den Flüssigkeitsstrom vorhanden ist, der über Kraftübertragungsglieder und richtungs abhängig wirkende Kupplungselemente mit einem Ad dierwerk in Verbindung steht, von dessen Stellung ein Dosierorgan für die Zugabeflüssigkeit abhängig ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflussmesser oberhalb der horizontalen Achse in zwei oben offene Kammern un terteilt ist, von denen jeweils nur eine Kammer dem Flüssigkeitsstrom ausgesetzt ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass im Kippbereich der einen Kammer eine zum Mischbehälter führende Einlauföffnung für einen Teil des bei der Kippbewegung aus dieser Kam mer auslaufenden Flüssigkeitsstromes angeordnet ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Kraftübertragungsglie- dern beim Kippen des Durchflussmessers in eine End- lage auf das Addierwerk übertragene Bewegung in ihrer Grösse einstellbar ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Addierwerk durch variabel wähl bare Ketten- oder Zahnradübertragungen einen sich im Kreise bewegenden Schöpfmechanismus für die Zusatz flüssigkeit in Rotation versetzt.
    PATENTANSPRUCH III Verwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zum Chlorieren von Trinkwasser, dadurch gekennzeich net, dass der Mischbehälter über einem Trinkwasser behälter angeordnet wird und der durch den Misch behälter fliessende Flüssigkeitsstrom ein Teil des zu chlorierenden Trinkwassers ist.
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