CH454711A - Ladung zur Durchführung von sogenannten Glattsprengungen - Google Patents

Ladung zur Durchführung von sogenannten Glattsprengungen

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CH454711A
CH454711A CH1194667A CH1194667A CH454711A CH 454711 A CH454711 A CH 454711A CH 1194667 A CH1194667 A CH 1194667A CH 1194667 A CH1194667 A CH 1194667A CH 454711 A CH454711 A CH 454711A
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CH1194667A
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Allan Wetterholm Gustaf
Petrus Enoksson Bertil
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Nitro Nobel Ab
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    • C06B25/10Compositions containing a nitrated organic compound the compound being nitroglycerine
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Description


  Ladung zur     Durchführung    von sogenannten Glattsprengungen    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ladung zur  Durchführung von sogenannten Glattsprengungen.  



  Es ist bekannt bei Anwendung von Sprengladungen,  die den Querschnitt der betreffenden Bohrlöcher nicht  vollständig ausfüllen, anstelle von die Bohrlöcher     ganz     aufüllenden Ladungen, Wände, Tunneldächer, Berg  räume und offene Brüche zu sprengen und dabei gleich  mässig     glattprofilierte    Gesteinsflächen zu erhalten. Dieser  Glattsprengungseffekt wird dadurch erzielt, dass in dem  Gestein im Umkreis des Bohrloches geringere Brüche  entstehen und die Rissbildung im wesentlichen von einem  Bohrloch zum anderen verläuft.

   Früher hat man soge  nannte Glattsprengungen so durchgeführt, dass die Dy  namitpatronen der Länge nach mittig geteilt und die  Hälften anschliessend in einem Abstand von 5 bis 10 cm  voneinander auf     Holzstäben        angebracht    wurden, die  man beim Laden in das Bohrloch einführte. Da man  bestrebt war, Ladungen fabrikmässig kontinuierlich her  zustellen, wurden vergewerbliche Sprengstoffe in dieser  Art erprobt. Sie waren jedoch alle wegen ihrer allzu  starken Detonationswirkung ungeeignet. Bei Glattspren  gungen verlangt man vom Sprengstoff einen niedrigen  Detonationseffekt, eine relativ niedrige Brisanz und gute  Leitfähigkeit. Bei Sprengungen unter Tag dürfen sich  keine giftigen Gase entwickeln.

   Es ist deshalb wichtig, für  die     Glattsprengung    entsprechend angepasste     Sprengstoffe     und entsprechende Ladungsmengen anzuwenden.  



  Die vorliegende Erfindung behebt die vorerwähn  ten Nachteile und betrifft     eine    Ladung der eingangs er  wähnten Art, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie  hintereinander zusammenfügbare Sprengstoffrohre auf  weist, die mit einem pulverförmigen Sprengstoff gefüllt  sind, der Sprengöl, bestehend aus einem Nitroglycerin  Nitroglykolgemisch, und ein pulverförmiges Adsorp  tionsmittel enthält, wobei das Gewichtsverhältnis des  Sprengöls zum Adsorptionsmittel zwischen 4: 1 und  1 : 2 liegt.  



  Als Adsorptionsmittel sind Kieselgur oder Alumi  niumoxyd geeignet. Es können auch andere Adsorp-    tionsmittel vorgesehen werden, wie z. B. basische Stabi  lisatoren zur Neutralisation evtl. vorkommender freier  Fettsäuren, wie Kreide und Harnstoff, und brennbare  Stoffe, wie Holzmehl. Der Sprengstoff kann auch einen  Gehalt von bis zu 4 Gew.% Nitrocellulose enthalten.  Wichtig ist, dass das Adsorptionsmittel die erwünschte  Adsorptionsfähigkeit hat, um die flüssige Nitroglycerin  Nitroglykolmischung vollständig adsorbieren zu können,  damit der fertige Sprengstoff pulverförmig und leicht  fliessend ist, nicht staubt und nicht schmierig ist.  



  Die Zusammensetzung der Sprengstoffe kann inner  halb gewisser Grenzen variieren, was von der Beschaf  fenheit des Gesteins auf den verschiedenen Sprenplätzen  abhängt. Es ist vorteilhaft, wenn der Sprengstoff 50  bis 55 Gew. % Sprengöl, 43 bis 49,5 Gew.% Kieselgur,  0,5 bis 1 Gew.% Kreide und 0,5 bis 1 Gew.%     Nitro-          cellulose    enthält. Als Beispiel geeigneter Zusammen  setzungen werden nachfolgend drei Sprengstoffe A, B  und C für Glattsprengungen erwähnt.

    
EMI0001.0010     
  
    A <SEP> B <SEP> C
<tb>  Sprengöl, <SEP> Gew.% <SEP> 50,0 <SEP> 50,0 <SEP> 55
<tb>  Kieselgur, <SEP> Gew.% <SEP> 49,5 <SEP> 49,0 <SEP> 43,5
<tb>  Kreide, <SEP> Gew.% <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,5
<tb>  Nitrocellulose, <SEP> Gew.% <SEP> 0 <SEP> 0,5 <SEP> 1,0       Diese Sprengstoffe sind bemerkenswert unempfind  lich und besitzen eine niedrige     Fallhammerempfindlich-          keit.    Bei Proben im     Kast-Fallapparat    erhält man bei  400 mm Fallhöhe mit einem Fallgewicht von 2 kg keine  Detonation. Gewisse Zusammensetzungen ergeben sogar  bei 600 mm keine Detonation.

   Bei Reibproben in einem  unglasierten Porzellanmörser entsteht kein     Knistern    und  der Sprengstoff wird von der     Zündschnurflamme    nicht  entzündet. Die Detonationsgeschwindigkeit in einem  Stahlrohr bei einer Dichte von 1,20 beträgt 3000 bis  4000     m/Sekunde.    Die Kraft des Sprengstoffes, im bal  listischen Pendel bestimmt, beträgt etwa 54 des Wertes,      der bei Verwendung der gleichen Menge von Trotyl  (Trinitrotoluol) erhalten wird. Die Lagereibungsbestän  digkeit dieser Rohrladungen ist sehr gut. Wenn man  Plastikrohre verwendet, können die Ladungen mehrere  Jahre lang gelagert werden.  



  Die     Übertragungsfähigkeit    bei Ladungen     mit    einem  Durchmesser von 14,5 mm beträgt 100 bis 110     mm     bei 10  C. Nach 10wöchiger     Lagerung    sinkt die     über-          tragungsfähigkeit    auf 80 bis 90 mm und ändert sich an  schliessend nicht mehr.  



  Es ist     ferner    vorteilhaft, wenn die Rohre aus.     Pappe-          oder    Kunststoff bestehen, die mit einem pulverförmigen  Sprengstoff in einem Mengenverhältnis von 0,04 bis  0,4 kg/m Rohr gefüllt sind.  



  Die Zeichnung zeigt im     Mittellängsschnitt    je ein       Ausführungsbeispiel    des Erfindungsgegenstandes.  



  Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 ist eine  Ladung vorgesehen, die zwei hintereinander angeord  nete, unter sich gleiche Sprengrohre 1 aus Pappe oder  Kunststoff aufweist. Das Ende eines jeden Rohres 1  ist mittels eines napfförmigen Einsatzes 2 verschlossen,  der dicht schliessend an der betreffenden Rohrwan  dungsinnenseite anliegt. Nach Einsetzen des Einsatzes 2  in das     betreffende    Rohr 1 wird der     benachbarte    Rohr  endteil 3 nach innen umgebördelt, wodurch der Einsatz  2 blockiert wird. Nach erfolgtem     Einfüllen    des Spreng  stoffes wird das Rohr 1 am freien Ende durch eine aus  Kunststoff bestehende, in der Längsmitte mit einer  Querwand 5 abgeschlossene Kupplungshülse 4 ver  schlossen.

   In den freien     Endteil    der Hülse 4 wird das  nachfolgende mit dem     Sprengstoff    versehene Rohr .ein  gesetzt.  



  Der     Sprengstoff    besteht aus Sprengöl und einem  pulverförmigen Adsorptionsmittel nebst etwaigen Zu  sätzen. Das Sprengöl besteht aus einem     Nitroglycerin-          Nitroglykolgemisch.    Das     Gewichtsverhältnis    des     Spreng-          öls    zum     Absorptionsmittel    liegt zwischen 4:1 und  1 . 2.  



  Das Beispiel gemäss Fig. 2 unterscheidet sich vom  vorangehenden dadurch, dass das obere Ende der Hülse  4 mit einer Anzahl von einen Spreizkorb     bildenden     Zungen 6 versehen ist, die nach Einführen des. oberen  Rohres durch dieses schräg nach aussen gepresst werden.  Dies hat den Vorteil,     dass    beim     Einschieben    der Rohre 1  in das zu sprengende Bohrloch die Zungen 6 federnd an  die Bohrlochwandung kraftschlüssig zur Anlage kom  men und damit einem unerwünschten Herausdrücken  der Rohre 1 aus dem Bohrloch durch etwaige in dieses  aus Felsrissen oder dergleichen eintretende Gase zu  unterbinden.  



  Bei     praktischen    Versuchen mit dem oben angege  benen Spezialsprengstoff hat sich gezeigt, dass eine ge  eignete Ladungsmenge eine Menge von bis zu 0,4 kg,  vorzugsweise 0,1 bis 0,25 kg/m Rohr beträgt. Der  zweckmässigste Abstand zwischen den Bohrlöchern be  trägt 60 cm. Bei der Ladung von Bohrlöchern wird zu-    erst eine Sprengpatrone mit aptierter Sprengkapsel am  Boden des Bohrloches eingeführt. Danach wird die La  dung     an    die Bodenpatrone angebracht. Wichtig     ist,     dass die Rohre beim Zusammenfügen dicht     aneinander          anliegen.    Ungefähr 0,4 m des Bohrloches bleiben unge  laden.

   Ladungen aus Pappe sind gegen     Feuchtigkeit     empfindlich     und    sollten in wassergefüllten Bohrlöchern  nicht     länger    als eine     Stunde        liegengelassen    werden. Für       feuchte    Bohrlöcher werden     dünnwandige    Rohre aus       Kunststoffmaterial        (Plastik)    bevorzugt, z. B. aus Poly  äthylen oder Polyvinylchlorid.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ladung zur Durchführung sogenannter Glattspren gungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie hintereinan- der zusammenfügbare Sprengstoffrohre aufweist, die mit einem pulverförmigen Sprengstoff gefüllt sind, der Sprengöl, bestehend aus einem Nitroglycerin/Nitrogly- kolgemisch, und ein pulverförmiges Adsorptionsmittel enthält, wobei das Gewichtsverhältnis des Sprengöls zum Adsorptionsmittel zwischen 4 : 1 und 1 : 2 liegt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gewichtsverhältnis Sprengöl zu Ad sorptionsmittei mindestens angenähert 2: 1 beiträgt. 2. Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rohre mit einem Sprengstoff gefüllt sind, der aus Sprengöl und Kieselgur oder Aluminium oxyd als Adsorptionsmittel besteht. 3. Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sprengstoff zusätzlich Nitrocellulose enthält. 4. Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sprengstoff Sprengöl, Kieselgur oder Aluminiumoxyd, Kreide und Nitrocellulose enthält. 5.
    Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sprengstoff 50 bis 55 Gew.% Sprengöl, 43 bis 49,5 Gew.% Kieselgur, 0,5 bis 1 GewA Kreide und 0,5 bis 1 GewA Nitrocellulose enthält. 6. Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rohre aus Pappe- oder Kunststoff bestehen, die mit einem pulverförmigen Sprengstoff in einem Mengenverhältnis von 0,04 bis 0,4 kgim Rohr gefüllt sind. 7.
    Ladung nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass das Mengenverhältnis an pulverförmigem Sprengstoff 0,:1 bis 0,25 kg/m Rohr beträgt. B. Ladung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet dass die Sprengstoffrohre (1) mittels Kupplungs- hülsen (4), z. B. Sperrhülsen, verbunden sind. 9.
    Ladung nach Unteranspruch 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kupplungshülsen (4) mit einer An zahl schräg nach aussen gestellter Zungen (6) versehen sind, die mit der Wand des Bohrloches beim Einführen der Sprengstoffrohrladungen in Kontakt kommen.
CH1194667A 1967-02-16 1967-08-25 Ladung zur Durchführung von sogenannten Glattsprengungen CH454711A (de)

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