CH454923A - Druckfarbe zum ausblutechten und ablösechten Bedrucken von Produkten aus Vinylchlorid-Copolymeren - Google Patents

Druckfarbe zum ausblutechten und ablösechten Bedrucken von Produkten aus Vinylchlorid-Copolymeren

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CH454923A
CH454923A CH1307164A CH1307164A CH454923A CH 454923 A CH454923 A CH 454923A CH 1307164 A CH1307164 A CH 1307164A CH 1307164 A CH1307164 A CH 1307164A CH 454923 A CH454923 A CH 454923A
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vinyl chloride
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CH1307164A
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Ueda Kazuo
Kawamukai Shiro
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Kureha Chemical Ind Co Ltd
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    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
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    • C09D11/10Printing inks based on artificial resins
    • C09D11/106Printing inks based on artificial resins containing macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

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Description


  Druckfarbe zum     ausblutechten    und     ablösechten    Bedrucken von Produkten  aus     Vinylchlorid-Copolymeren       Die vorliegende Erfindung     betrifft        eine        Druckfarbe     zum     ausblutechten    und     ablösechten        Bedrucken    von Pro  dukten aus     Vinylidenchlorid-Copolymeren,    beispiels  weise     in.    Form von Folien oder     Filmen,    welche z. B.

    durch     Schmelzextrusion    des     Üopolymers    unter Zusatz  von 6 bis 10     Gew.-1/o    eines     Plastifiziermittels    hergestellt  wurden.  



       Ursprünglich    wurden     folienartige    Produkte aus       Vinylidenchloridcopolymeren,    die aus 70 bis 90     Gew.-11/0          Vinylidenchlorid        und        30        bis        10        Gew.-,%        Vinylchlorid     erhalten wurden, insbesondere in der Verpackungsindu  strie verwendet,

   da sie eine bemerkenswerte Gasun  durchlässigkeit und hohe Wasserundurchlässigkeit sowie  Widerstandsfähigkeit gegen     Chemikalien        besitzen.    We  gen diesen Eigenschaften     war    es aber bisher praktisch       unmöglich,    Druckfarben hoher Echtheit auf solche Fo  lien aufzubringen. Solche Folien aus     Vinylidenchlorid-          copolymeren    zeigen nämlich beim Bedrucken mit her  kömmlichen Druckfarben verschiedene Nachteile, näm  lich insbesondere den, dass ein schon seit einiger Zeit  auf die Folie aufgebrachter Druck beim Falten abzu  blättern beginnt, ja sogar durch leichtes Reiben abge  schält bzw. abgestreift werden kann.

   Um das Ablösen  und Abblättern der Drucke zu vermeiden, wurden auf  die     Folienoberfläche    pulverige     Stoffe    aufgetragen, welche  die bedruckte Oberfläche schützen sollten, oder die  Drucke wurden so hergestellt, dass das Druckbild zwi  schen zwei Folien eingeschlossen wurde. Solche Arbeits  weisen verteuern aber nicht nur das Endprodukt, son  dern sie komplizieren auch das Druckverfahren erheb  lich.  



  Die genannten Nachteile werden nun durch die Er  findung ausgeschaltet. Dementsprechend ist die zum       ausblutechten    und     ablösechten    Bedrucken von Produk  ten aus     Copolymeren    des     Vinylchlorids,    insbesondere  von Folien, geeignete Druckfarbe, dadurch gekennzeich  net, dass sie die folgenden Komponenten enthält:

         a)        Aus        80        bis        99,5        Gew:        %        eines        Terpolymers,        er-          halten    durch     Copolymerisation    von 50 bis 80 Teilen       Vinylchlorid,    45 bis 15 Teilen     Vinylidenchlorid    und    höchstens 10 Teilen eines anderen hochpolaren     copoly-          merisierbaren        Monomers,    sowie 20,0 bis 0,

  5     Gew.-(lo          Plastifiziermittel    bestehendes Bindemittel;  b) Aus einem oder mehreren der nachstehenden  Stoffe, nämlich ein     Keton,    ein Ester einer     aliphatischen     Säure und eine aromatische Verbindung mit jeweils  einem im Bereich von 60 bis 120  C liegenden Siede  punkt, bestehendes     Lösungsmittel;     c) Ein Pigment.  



  Mit solchen Druckfarben hergestellte Drucke auf       Vinylchloridcopolymeren    haben eine hohe Scheuerfestig  keit und blättern beim Falten nicht ab.  



  Es ist bekannt, dass Druckfarben dieser Art nebst  Lösungsmittel und Pigment ein Bindemittel enthalten  müssen, welches aus einem     natürlichen    oder syntheti  schen Harz zu bestehen     pflegt.    Daneben können ver  schiedene andere Hilfsstoffe in einer solchen Druckfarbe  enthalten sein. Neben der Farbkomponente ist die wich  tigste Komponente einer solchen Druckfarbe das Binde  mittel, welches im     allgemeinen    die     Eigenschaften    der  Druckfarbe und der Drucke bestimmt. Ein solches Bin  demittel, beispielsweise ein Harz, muss deshalb im all  gemeinen die folgenden Eigenschaften aufweisen:  1.

   Genügende Löslichkeit in herkömmlichen han  delsüblichen und     universellen        Lösungsmitteln.     



  2. Starke     Klebkraft    gegenüber dem     zu    bedruckenden  Material.  



  3. Seine     Erweichungstemperatur    sollte so hoch wie  möglich liegen.  



  Dank dem aus mehreren Komponenten zusammen  gesetzten     Terpolymer,    welches neben einem Weich  macher als Bindemittel Verwendung findet, ist es nun  möglich, mit der erfindungsgemässen Druckfarbe, Pro  dukte aus     Copolymeren    des     Vinylchlorids,    insbesondere  Folien, mit genügender Echtheit zu bedrucken, wobei  Echtheitseigenschaften erreicht werden, die bisher uner  reichbar schienen.

   Dieses Bindemittel ermöglicht die  Verwendung herkömmlicher Lösungsmittel in der     erfin-          dungsgemässen        Druckfarbe    und ergibt auch die nötige  Klebkraft gegenüber der aufgedruckten Farbe, was bis-      her ebenfalls unerreichbar schien, da entweder     indu-          strielle    Lösungsmittel nicht verwendet werden konnten,  um Bindemittel mit genügender     Klebkraft    zu lösen, oder  aber die Bindemittel zwar in handelsüblichen Lösungs  mitteln lösbar waren, aber diesen wiederum die erforder  liche Klebkraft fehlte.  



  Als Lösungsmittel für das Bindemittel werden Ester       aliphatischer    Fettsäuren bevorzugt. Beispiele geeigneter  Lösungsmittel sind:     Methyläthylketon,        Methylisobutyl-          keton,        Äthylacetat,        Propylacetat,        Butylacetat,        Benzol     und     Toluol,    welche     einzeln    oder in Mischung miteinan  der einen Siedepunkt von 60 bis 120  C aufweisen.

    Wenn nötig,     kann        Tetrahydrofuran    als     Hilfslösungsmit-          tel    verwendet werden.  



  Lösungsmittel mit einem Siedepunkt unter 60  C  verdunsten zu rasch, so dass mit solchen eine konstante  Konzentration der Druckfarbe bei     Zimmertemperatur     nicht mehr     gewährleistet    ist. Dabei würde die Druck  farbe auf den Druckformen zur Verfestigung neigen,  was eine     häufige    Reinigung derselben mit sich bringen  und dadurch das Druckverfahren     unwirtschaftlich    ge  stalten     würde.    Andererseits ist die obere Grenze des Kp  der Lösungsmittel,     nämlich    120  C, deshalb wichtig, um  genügend schnell     trocknende    Drucke zu erhalten,

   damit  ein maschineller Druck in     rationeller    Weise     durchführ-          bar    ist; und     darüberhinaus        würde    die Echtheit der       Drucke    wegen der auf den Druckplatten verbleibenden       Lösungsmittelreste    leiden.     Alkoholische    Lösungsmittel  zeigen im allgemeinen keinerlei     Quellkraft    gegenüber       Vinylchloridcopolymeren,    weshalb diese     Lösungsmittel-          gruppe    ausscheidet.  



  Als hochpolares     Monomer    kommen beispielsweise  folgende     in    Frage:     Maleinsäureanhydrid,        Acrylnitril    und       Vinylidenzyanamid.     



  Die genannten Bindemittel sind     ausserordentlich     leicht löslich in Lösungsmitteln wie     Methyläthylketon,          Butylacetat    oder     Toluol.     



  Das in der     erfindungsgemässen    Druckfarbe verwen  dete     Terpolymer    kann man nach     Emulsions-,        Lösungs-          oder        Suspensions-Polymerisationsverfahren    mit zufrie  denstellendem Ergebnis     in    guter Ausbeute erhalten.  



  Aus     Copolymeren,    auf der Basis von     Vinylchlorid,          Vinylidenchlorid    und hochpolarem     Monomer,        ausser-          halb    des Rahmens der     obgenannten    prozentualen Zu  sammensetzung bestehende Bindemittel eignen sich  nicht, weil sie keine genügende Löslichkeit sowie Kleb  fähigkeit     aufweisen.    Auch ein     Vinylchlorid-Vinylacetat-          copolymer    ergibt kein brauchbares     Bindemittel,    weil die  sem die erforderliche     Klebkraft    mangelt.  



  Als     Plastifizierungsmittel    kommen beispielsweise  Ester, insbesondere     Phthalsäureester,    z. B.     Dioctylphtha-          lat    oder     Butylphthalylbutylglykolat,        in    Frage. Diesen  Mitteln verdankt man insbesondere den Widerstand ge  gen die     Ablösungsneigung    der Druckfarbe.  



  Als Pigmente können alle Pigmente verwendet wer  den, welche nicht zum Ausbluten neigen.  



  <I>Beispiel 1</I>  Als Lösungsmittel verwendete man 60     Teile    einer  Mischung aus 30     Volumen-()/o        Meihyläthylketon,    40       Volumen-%        Methylisobutylketon        und        30        Volumen-0/0          Toluol.    Als     Bindemittelharz    verwendete man 20 Teile       eines        Terpolymers        aus        57        Gew.-%        Vinylchlorid,

          38          Gew.-19/o        Vinylidenchlorid        und    5     Gew.-%        Maleinsäure-          anhydrid.    Als Pigment dienten 20 Teile     Titanweiss.     Diese Komponenten wurden miteinander vermischt und  dann 10     Gew.-11/o,    bezogen auf das     Bindemittelgewicht,            Dioctylphthalat    als     Plastifiziermittel    beigegeben.

   Diese  Mischung wurde in einem hermetisch geschlossenen Ge  fäss     kräftig    und     gründlich    fertig     gerührt.    Man erhielt auf  diese Weise eine     erfindungsgemässe        Druckfarbe.     



  Man bedruckte mit dieser Farbe eine 0,04 mm dicke  Folie aus einem     Copolymer,    bestehend aus 90     Gew.-          Teilen        Vinylidenchlorid    und 10     Gew.-Teilen        Vinyl-          chlorid.    Das Bedrucken erfolgte     in    herkömmlicher  Weise. Die Drucke zeigten hohe Scheuerfestigkeit und  neigten nicht zum Abblättern, nachdem sie während  30 sec bei 80  C     gebläsegetrocknet    wurden.  



  Selbst nach 10 Stunden Faltung unter einem Druck  von 0,3     kg/cm2    bei 60  C wurde keine     Farbübertragung     auf benachbarte Schichten festgestellt, noch verklebte  der Druck mit benachbarten     Folien.     



  <I>Beispiel 2</I>  Lösungsmittel: 70 Teile     einer    Mischung von 10     Vo-          lumen-o/o        Tetrahydrofuran,    40     Volumen-o/o        Methyläthyl-          keton    und 50     Volumen-o/o        Butylacetat.     



       Bindemittelharz:        Terpolymer    (20     Gew.-Teile)    aus       75        Gew.-%        Vinylchlorid,        20        Gew.-%        Vinylidenchlorid     und 5     Gew.-11/o        Acrylnitril.     



  Pigment: 10 Teile     Phthalocyaninblau.     



  Man     vermischte    diese 3 Komponenten und gab     dann          0,8        Gew.-%        (bezogen        auf        das        Harz)        Butylphthalyl-butyl-          glycolat    als     Plastifiziermittel    zu, worauf man wie in Bei  spiel 1 fertig rührte.  



  Es wurde wie in Beispiel 1 gedruckt, wobei die Folie  jedoch aus einem     Copolymer    von 85     Gew.-19/o        Vinyliden-          chlorid    und 15     Gew.-o/oVinylchlorid    bestand. Die Echt  heit der Drucke entsprach jener des Beispiels 1.  



  <I>Vergleichsversuch 1</I>       Lösungsmittel:        60        Teile        bestehend        aus        20        Gew.-%          Methyläthylketon,        30        Gew.-%        Äthylacetat        und        50          Gew.-%        Methylisobutylketon.     



  Harz: 20     Gew.-Teile        Copolymer    aus 80     Gew:         /o          Vinylchlorid        und        20        Gew.-%        Vinylacetat.     



  Pigment: 20     Gew.-11/o        Titanoxyd.     



  Man     vermischte    die Komponenten wie in Beispiel 1  beschrieben zu einer Druckfarbe. Als Folie im Druck  versuch diente     eine    solche aus 90     Gew.-1/o        Vinyliden-          chlorid        und        10        Gew.-%        Vinylchloridcopolymer.        Wurde     auf den Druck ein herkömmliches Klebeband der Marke        Scotch     aufgeklebt und wieder abgezogen, dann löste  sich der Druck     mit    Leichtigkeit ab, selbst wenn ausgie  big     getrocknet    worden war.

   Bei den in Beispiel 1 be  schriebenen     Faltbedingungen    blutete die Farbe auf be  nachbarte Schichten aus.  



  <I>Vergleichsversuch 2</I>  Lösungsmittel: 70     Gew.-Teile    bestehend aus 50       Gew.-%        Äthylacetat        und        50        Gew.-11/o        Methylisobutyl-          keton.     



       Harz:        20        Teile        eines        Terpolymers        aus        20        Gew.-%          Vinylchlorid,        60        Gew.-%        Vinylidenchlorid     und        20          Gew.-%        Acrylnitril.     



  Pigment: 10     Gew.-Teile        Benzidingelb.     



  Man vermischte die drei Komponenten zur Druck  farbe.  



  Beim Bedrucken einer Folie aus einem     Copolymer     von 75     Gew.-Teilen        Vinylidenchlorid    und 25     Gew.-Tei-          len        Vinylchlorid    schälten die Drucke wie im Vergleichs  versuch 1 ab. Wurde aus so bedruckter Folie eine     Pak-          kung    hergestellt, in welcher Frischwürstchen enthalten  waren, und diese Packung in herkömmlicher Weise wäh-           rend    1 Stunde bei 80  C in Wasser getaucht, um den  Inhalt zu pasteurisieren, dann stellte man fest, dass der  Druck sich in Stücke     auflöste    und von unbrauchbarer  Qualität war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zum ausblutechten und ablösechten Bedrucken von Produkten aus Copolymeren des Vinylchlorids, insbe sondere von Folien, geeignete Druckfarbe, dadurch ge kennzeichnet, dass sie die folgenden Komponenten ent hält:
    a) Ein aus 80 bis 99,5 Gew.-1/o eines Terpolymers, erhalten durch Copolymerisation von 50 bis 80 Teilen Vinylchlorid, 45 bis 15 Teilen Vinylidenchlorid und höchstens 10 Teilen eines anderen hochpolaren copoly- merisierbaren Monomers, sowie 20,0 bis 0,5 Gew.-% Plastifiziermittel bestehendes Bindemittel;
    b) ein aus einem oder mehreren der nachstehenden Stoffe, nämlich ein Keton, ein Ester einer aliphatischen Säure und eine aromatische Verbindung, mit jeweils einem im Bereich von 60 bis 120 C liegenden Siede punkt, bestehendes Lösungsmittel; c) ein Pigment. UNTERANSPRüCHE 1. Druckfarbe gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Terpolymer als weiteres Monomer Maleinsäureanhydrid oder Acrylnitril oder Vinylidencyanamid enthält. 2.
    Druckfarbe gemäss Patentanspruch oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Plastifi- ziermittel ein Phthalsäureester verwendet wird. 3. Druckfarbe gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Methyläthyl- keton, Methylisobutylketon, Äthylacetat, Propylacetat, Butylacetat, Benzol und Toluol allein oder in Mischung mit einem der genannten Lösungsmittel verwendet wird.
CH1307164A 1964-09-11 1964-10-08 Druckfarbe zum ausblutechten und ablösechten Bedrucken von Produkten aus Vinylchlorid-Copolymeren CH454923A (de)

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