CH455634A - Grossbehälter-Entleerungseinrichtung an Kehrichtwagen - Google Patents
Grossbehälter-Entleerungseinrichtung an KehrichtwagenInfo
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Description
Grossbehälter-Entleerungseinrichtung an Kehrichtwagen
Das Hauptpatent betrifft eine Grossbehälter-Entleerungseinrichtung an Kehrichtwagen, die einen staubfrei zu entleerenden Grossbehälter vom Boden abhebt und in eine Entleerungslage schwenkt.
Gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes zeichnet sich diese Einrichtung aus durch eine um eine horizontale Hauptachse schwenkbare Hebe- und Einspannvorrichtung, die eine mit einem U-förmigen An presisralunen versehene Schwldliu und einen in letzterer verschiebbaren, mit einem entsprechenden U-förmigen Aufnahmerahmen versehenen Schlitten aufweist; durch eine hydraulische Presse, die zu Beginn des Entleerungsvorganges den Schlitten hebt, um den Behälter mittels des Aufnahmerahmens vom Boden abzuheben und vorspringende Teile desselben zwischen dem Aufnahmerahmen und den Anpressrahmen einzuspannen; durch ein Paar von mit Staubblechen kinematisch verbundenen, auf der Hauptachse schwenkbaren Steuerarmen;
durch eine an einem Staubblech vorge sehene Kupplungsvorrichtung, um diens ! es Staubblech mit dem Behälterdeckel zu kuppeln, und durch zwei hydraulische Pressen, die im Verlauf des Entleerungsvorganges die Hebe- und Einspannvorrichtung mit dem eingespannten Behälter um die Hauptachse schwenken, wobei nach einer gewissen Schwenkung der Behälterdeckel mit dem Staubblech gekuppelt wird und die Steuerarme vom Anpressrahmen mitgenommen werden, um ihrerseits die Staubbleche so zu bewegen, dass sie eine Entleerungsöffnung freigeben, über die schliesslich der Behälter mit geöffnetem Deckel zu liegen kommt.
Bei dem im Hauptpatent beschriebenen Ausführungsbeispiel sind ein oberes Staubblech und ein quer dazu gerichtetes unteres Staubblech vorgesehen, wobei letzteres aus zwei Teilen besteht, von denen der erste starr mit dem oberen Staubblech verbunden ist, während der zweite Teil am ersten elastisch angelenkt ist. Dabei ist die Kupplungsvorrichtung für den Behälterdeckel an diesem zweiten Teil des unteren Staubbleches angebracht. Es hat sich nun gezeigt, dass diese Kupplungsvorrichtung, trotz einwandfreier Konstruktion unter gewissen, später näher erläuterten Umständen nicht richtig funktioniert, was zu schweren Beschädigungen der Behälter führen kann.
Zur Behebung dieses Übelstandes zeichnet sich die Grossbehälter-Entleerungseinrichtung nach der vorliegenden Erfindung dadurch aus, dass die Kupplungsvorrichtung am starr mit dem oberen Staubblech verbundenen Teil des unteren Staubbleches montiert ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes soweit dargestellt, als dies zum Verständnis der vorliegenden Erfindung notwendig ist Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch zwei quer zueinander gerichtete Staubbleche mit einer Kupplungsvorrichtung, und den oberen Teil eines zu entleerenden Grossbehälters;
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt bei einer anderen Lage der Kupplungsvorrichtung;
Fig. 3 eine Ansicht eines Grossbehälters;
Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3;
Fig. 5 eine Ansicht eines anderen Grosisbçehälters und
Fig. 6 eine Draufsicht zu Fig. 5.
Um das Verständnis zu erleichtern sind für entsprechende Teile dieselben Oberweisungszeichen verwendet wie in der Zeichnung des Hauptpatentes.
Die Entleerungseinrichtung, die abgesehen von gewissen nachfolgend beschriebenen Teilen ganz derjenigen des Ausführungsbeispieles des Hauptpatentes entspricht, weist gemäss Fig. 1 und 2 wiederum ein oberes Staubblech 32 und ein quer dazu verlaufendes unteres Staubblech 33 auf, das aus zwei durch ein Scharnier 34 miteinander verbundenen Teilen 33a und 33 b besteht.
Eine in Hauptpatent mit 36 bezeichnete Feder, welche bestrebt ist, den Teil 33a in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Lage zu halten, in welcher er in der gleichen Ebene wie der Teil 33a liegt, ist nicht dargestellt. Sie kann wesentlich schwächer sein, als beim Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes, weil auch der in der Zeichnung nur schematisch gezeigte Staubblechteil 33b schwächer und leichter ausgeführt werden kann als früher. Dies kommt daher, dass die Kupplungsvorrichtung 47-52 für den Behälterdeckel 20 nicht am beweglichen Staubblechteil 33b, sondern am starr mit dem oberen Staubblech 32 verbundenen Staubblechteil 33a montiert ist.
Mit 31 sind wiederum Schienen bezeichnet, an denen das obere Staubblech befestigt ist, während mit 33a' und 33b' zu den unteren Staubblechteilen 33a und 33b zu rechnende Vertiefungsrippen bezeichnet sind.
Die Kupplungsvorrichtung 47-52 weist eine horizontale Achse 47 auf, die am Staubblechteil 33a gelagert ist und an einem Ende einen fest mit ihr verbundenen Haken 48 trägt, der dazu dient, einen Griff 20a des Behälterdeckels 20 mit dem unteren Staubblech 33 zu kuppeln. Der Haken 48 ist mit einem Hebel 49 fest verbunden, der durch eine Zugfeder 50 auf einen Lappen 51 hin gezogen wird, der über die Schiene 31 mit dem oberen Staubblech 32 solidarisch ist. Die Feder 50 sucht somit die Teile 4749 im Gegenuhrzeiger-Drehsinne von Fig. 1 und 2 zu verschwenken. Diese Verschwenkung wird in der Anfangslage nach Fig. 2 dadurch begrenzt, dass ein am anderen Ende der Achse 47 befestigter Anschlagarm 52 mit einer an ihm befestigten Rolle 52a an einem Anschlag 42b an einem Steuerarm 42 anschlägt.
Der Staubblechteil 33a weist zwei in der Zeichnung hintereinanderliegende Öffnungen 53 auf, durch welche der Haken 48 bzw. der Anschlagarm 52 hindurchgehen.
Ein Anschlag 33"begrenzt die durch die Feder 50 ble wirkte Schwenkung des Hakens 48, falls letzterer nicht auf einen Griff 20a stossen sollte.
Mit 40 ist wiederum die Scharnierachse bezeichnet, durch welche der Steuerarm 42 an die Staubbleche 32, 33 angelenkt ist. Die gemäss der Zeichnung des Hauptpatentes in der Nähe der Scharnierachse 4 befindlichen Kupplungseinrichtungen, welche zur Kupplung der Steuerarme mit im Hauptpatent beschriebenen Auslegern dienen, sind wohl vorhanden, aber im vorliegenden Zusammenhange nicht interessant und daher weggelassen worden. Mit 18 ist wiederum ein Scharnier des Behälterdeckels 20 und mit 19 der Mantel des Grossbehälters 3A bezeichnet.
Obwohl bisher nur von einer einzigen Kupplungsvorrichtung 47-52 die Rede gewesen ist, und eine Ausführung mit einer einzigen solchen Vorrichtung durchaus möglich wäre, sind bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in Wirklichkeit zwei Kupplungsvorrichtungen 47-52 vorgesehen, die in der Betrachtungsrichtung von Fig. 1 und 2 hintereinander liegen und zur Längsmittelebene des Kehrichtwagens, also zu der in den Fig.
3-6 mit m-m bezeichneten Quermittelebene der Behälter 3A bzw. 3B, Ispiegelbnl ! dlich angeordnet sind
Der Deckel 20 des Grossbehälters 3A ist mit zwei Scharnieren 18 am Mantel 19 befestigt. Jedes Scharnier 18 weist zwei als Scharnierlappen dienende Laschen 20b auf, die am Deckel 20 angeschweisst und durch einen Bolzen verbunden sind, der einen Deckelgriff 20a bildet.
Der Deckel 20 ist ferner mit einer rechteckigen Öffnung versehen, die normalerweise durch einen relativ kleinen, bei 20c an ihm anscharnierten Hilfsdeckel 20d verschlossen ist, der einen Handgriff 20c aufweist. Der Flansch 21 und die seitlichen Handgriffe 22 des Behälters sind im wesentlichen gleich wie im Beispiel des Hauptpatentes.
Der Deckel 20 des Grossbehälters 3B besteht aus zwei getrennten Hälften 20' und 20", die je mit zwei Scharnieren 18 am Mantel 19 befestigt sind. Jede Dekkelhälfte ist mit einem Handgriff 20a versehen, der mittels eines U-Stückes 20f an derselben befestigt ist, sowie einen weiteren Handgriff 20g.
Die Entleerungsvorrichtung arbeitet genau so, wie dies im Hauptpatent ausführlich beschrieben ist, mit dem schon erwähnten Unterschied, dass die beiden Kupplungsvorrichtungen 47-52 jetzt am Staubblechteil 33a statt am Staubblechteil 33b befestigt sind und somit mit zwei unweit der Scharniere 18 befindlichen Deckelgriffen 20a zusammenarbeiten müssen. Die auf den ersten Blick scheinbar unzweckmässige Massnahme, den Deckel 20 mit dem Staubblech 33 an einer Stelle zu kuppeln, die den Scharnieren 18 viel näher liegt als im Falle des Hauptpatentes bietet in Wirklichkeit überraschend grosse Vorteile.
Es kann nämlich bei der früheren Ausführung vorkommen, dass beim Zurückbringen des Behälters aus seiner Kipplage (in welcher er in einen Trog entleert wird) in seine Ausgangslage (in welcher er auf dem Boden abgestellt ist) der ver schwenkbare Teil 33b b des Staubbleclies 33 nicht in seine Soll-Lage zurückkehrt, in der er mit dem Teil 33a ausgerichtet ist, und zwar weil sich im Trog der Kehricht etwas zu stark gehäuft hat, so dass der Teil 33b an ihm streift. Wenn nun der nächste zu entleerende Behälter gehoben wird, hat der Haken 48 einen zu grossen Abstand vom Deckelgriff (20a des Hauptpatentes), den er ergreifen sollte, so dass der Deckel 20 nicht mit dem Staubblech 33 gekuppelt wird.
Infolgedessen wird der Deckel dieses Behälters in der Kipplage nicht zwangsweise ganz offen gehalten, sondern er hängt halb offen in den Trog hinunter, wo er von dem in letzterem hin und her bewegten Schieber beschädigt wird, der den Kehricht verdichtet und in den Sammelraum des Kehrichtwagens befördert.
Wenn n dagegen der Behälter 3A oder 3B auf die im Hauptpatent beschriebene Weise gehoben und auf das Staubblech 33 hin geschwenkt wird, das sich mit dem Steuerarm 42 und der Kupplungsvorrichtung 47-52 in der Lage von Fig. 2 befindet, so kommen die Deckel griffe 20a immer in den Greifbereich der Haken 48, ganz gleichgültig welche Lage der Staubblechteil 33b einnimmt (z. B. die in Fig. 2 strichpunktiert gezeichnete Lage 33b'). Die Haken 48 fassen also unbedingt die Deckelgriffe 20a, wie in Fig. 1 gezeigt ist, und halten sie bei der Kippbewegung des Behälters, bei der sich die Steuerarme 42 relativ zu den Staubblechen 32, 33 verschwenken, fest, so dass der Deckel 20 mit Sicherheit geöffnet wird.
Da der bewegliche Staubblechteil 33b nun keine Kupplungsvorrichtung mehr tragen muss, kann er aus einer sehr dünnen Blech- oder Kunststoffplatte bestehen, und in seiner Normallage (also wenn nicht gerade ein Behälter entleert wird) mühelos von Hand nach innen geschwenkt werden, wenn man irgendwelche Gegenstände in den durch die Staub decke abgedeck- ten Kehrichttrog zu werfen wünscht. Das Scharnier 34 und die nicht dargestellte Feder, die zur Rückführung des Staubbiechteiles 33b in seine Normallage dient, können ebenfalls ganz bedeutend schwächer dimensioniert werden als früher.
Die im Ausführungsbeispiel vorgesehene Anordnung von zwei Kupplungsvorrichtungen empfiehlt sich, weil eine einzige Kupplungsvorrichtung ziemlich gross ausfallen würde, infolge des relativ kleinen Abstandes der Handgriffe 20a von den Scharnieren 18. Die beschriebene Ausführung ist auch im Hinblick auf die sehr handlichen Deckel 20 der Behälter 3A und 3B zu empfehlen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Grossbehälter-Entleerungseinrichtung an Kehrichtwagen nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, bei der ein obereS Staulablech und ein quer dazu gerichtetes unteres Staubblech vorgesehen sind, weloh letzteres durch die Kupplungsvorrichtung mit dem Behälterdek kel kuppelbar ist und aus zwei Teilen besteht, von denen der erste starr mit dem oberen Staubblech verbunden ist, während der zweite am ersten elastisch angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsvorrichtung (47-52) am starr mit dem oberen Staubblech (32) verbundenen Teil (33a) des unteren Staubbleches (33) montiert ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Grossbehälter-Entleerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am starr mit dem oberen Staubblech (32) verbundenen Teil (33a) des unteren Staubbleches noch eine zweite Kupplungsvorrichtung (47-52) montiert ist, um den Behälterdekkel (20) mit dem unteren Staubblech (33) zu kuppeln.2. Grossbehälter-Entleerungseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungsvorrichtungen (47-52) zur Längsmittelebene des Kehrichtwagens spiegelbildlich angeordnet sind und je einen Haken (48) aufweisen, um beim Kupplungsvorgang einen am Deckel (20) des Grossbehälters (3A oder 3B) vorgesehenen Griff (20a) zu fassen.3. Grossbehälter-Entleerungseinrichtung nach Patentanspruch, bei dem die Kupplungsvorrichtung (4752) einen Anschlagarm (52) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe mit einem als Rolle (52a) ausgebildeten Anschlagstück versehen ist.
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