CH455927A - Polumschaltbarer Elektromotor - Google Patents

Polumschaltbarer Elektromotor

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CH455927A
CH455927A CH1432265A CH1432265A CH455927A CH 455927 A CH455927 A CH 455927A CH 1432265 A CH1432265 A CH 1432265A CH 1432265 A CH1432265 A CH 1432265A CH 455927 A CH455927 A CH 455927A
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CH
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pole
rotor
electric motor
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stator
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CH1432265A
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Hindle Rawcliffe Gordon
Fong William
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Nat Res Dev
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  • Induction Machinery (AREA)

Description


  Polumschaltbarer Elektromotor    Die Erfindung betrifft Elektromotoren mit einer ein  phasigen, dreiphasigen oder mehrphasigen polumschalt  baren     Statorwicklung    und einem Kurzschlussläufer. Ins  besondere, jedoch nicht     ausschliesslich,    betrifft die Er  findung solche Motoren, bei denen die     Statorwicklung     eine durch     Polamplitudenmodulation        polumschaltbare          Wicklung    ist.  



  Die Erfindung bezweckt, Motoren dieser Art zu  schaffen, die zum Betrieb mit wechselnder Drehzahl  geeignet sind.  



  Die Erfindung betrifft somit einen polumschaltbaren  Elektromotor, welcher     gekennzeichnet    ist durch eine  polumschaltbare     Stator-    und     Ständerwicklung    und     einen     Kurzschlussläufer, welcher in verschiedenen Winkella  gen um seine Drehachse unterschiedliche magnetische  Leitwerte aufweist, wobei beim Zusammenwirken des  Kurzschlussläufers mit dem von der     Ständerwicklung          entsprechend        ihrer    jeweiligen     Polzahl        erzeugten    Magnet  <B>feld</B>     ein        Reluktanz-Drehmoment    entsteht, welches bei  beiden bzw.

   allen Polzahlen des     Ständer-Magnetfeldes     eine im wesentlichen synchrone Drehzahl des Rotors be  wirkt.  



  Vorzugsweise ist die     Ständerwicklung    eine durch       Polamplituden-Modulation    polumschaltbare Wicklung  mit niedrigem Verhältnis, d. h. kleiner als 2:1.  



  Der magnetische Leitwert des Rotors kann auf ver  schiedene Weise über verschiedene Winkellagen rund  um die     Rotorachse    variiert werden, nämlich durch Aus  lassen von Leiterstäben oder  Zähnen  des Rotors an  verschiedenen Stellen, durch Beibehaltung einer     regel-          mässigen    Anordnung der Leiterstäbe und Weglassen von  Teilen des     Rotoreisens    an verschiedenen Stellen über  dem Umfang, oder durch Verändern des Luftspaltes  zwischen der Umfangsfläche des Rotors und der     Stator-          bohrung,        entweder    stetig oder stufenweise, oder durch  mehrere dieser Massnahmen in Kombination.  



  Die Erfindung wird nachstehend anhand von Aus  führungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeich  nung näher erläutert.  



       Fig.    1 ist ein Schnitt senkrecht zur Achse einer be-    kannten Form eines Kurzschlussrotors für eine Ma  schine mit einer Polzahl, mit     Ausnehmungen    am Um  fang.  



       Fig.    2 zeigt einen entsprechenden Rotor mit     regel-          mässiger    Anordnung der Leiterstäbe, jedoch mit be  stimmten     Ausnehmungen    des     Rotoreisens.     



       Fig.3,    4 und 5 stellen verschiedene Verteilungs  funktionen der magnetischen Leitfähigkeit dar.  



       Fig.    6 und 7 zeigen entsprechende Rotoren für einen  polumschaltbaren     4-Pol/6-Pol-Motor.     



       Fig.    8 und 9 zeigen entsprechende Rotoren mit der  zu den Rotoren nach     Fig.    6 und 7 inversen Form.  



       Fig.    10 zeigt einen Rotor für einen polumschaltba  ren     4-Pol/6-Pol/8-Pol-Motor,    und       Fig.    11 ist das     Nutenwicklungsschema    einer     drei-          phasigen,    polumschaltbaren     4-Pol/6-Pol-Statorwicklung     zur Verwendung mit den Rotoren nach     Fig.    6 bis 9.  



  Bei elektrischen Kleinmotoren mit einer Leistung  von Bruchteilen einer Pferdestärke für eine einzige  Drehzahl, bei denen die Drehzahl konstant gehalten  werden soll, jedoch ohne Verwendung einer mit Gleich  strom gespeisten     Rotorwicklung    wie bei einem Syn  chronmotor, ist es bekannt, ein     Reluktanz-Drehmoment     auszunützen, wie es bei Verwendung einer     bestimmten     Form eines Kurzschluss- oder     Käfigläufers    entsteht, des  sen Form von dem regelmässigen Aufbau eines Käfig  läufers für einen konventionellen Induktionsmotor ab  weicht.  



  Zu diesem Zweck werden etwa 40 bis 50 % der       Rotor-Leiterstäbe    des regelmässigen Käfigs an bestimm  ten Stellen des Umfangs weggelassen, oder es wird ein  regelmässiger Käfig verwendet, jedoch bestimmte Teile  des     Rotoreisens    innerhalb des Käfigs entfernt. Zwei sol  che Rotoren für eine     4-polige    Maschine sind in den       Fig.    1 und 2 dargestellt.  



  Die     Fig.    1 und 2 zeigen Querschnitte durch den aus  Blechen geschichteten Eisenkern 1 des Rotors in einer  zur     Rotorachse    senkrechten Ebene. Der Kern 1     ist     zwecks Montage auf der (nicht dargestellten)     Rotorwelle     mit     Bohrung    2 und     Keilnut    3 versehen. Ein Bezugs-           durchmesser    des Kernes 1 ist mit der gestrichelten       Linie    O,       neingezeichnet.     



       Ferner    ist eine Ständer- oder     Statorenwicklung    für  eine einzige Polzahl angedeutet und mit 10 bezeichnet,  die zwischen     Klemmen    11 und 12 angeschlossen ist.  Die Darstellung der     Wicklung    10 ist nur schematisch,  es kann sich um eine einphasige, dreiphasige oder     mehr-          phasige        Statorwicklung    handeln.  



  Bei der     regelmässigen        Käfigform    des Rotors nach       Fig.    2 sind 28 Leiterstäbe 6 vorhanden.  



  Bei der modifizierten Form nach     Fig.    1 sind jeweils  aus jeder Folge von 7 Leiterstäben eine Gruppe 4 von  drei aufeinanderfolgenden Stäben weggelassen, so dass  vier Stege 5 mit je vier Leiterstäben stehen bleiben, die  symmetrisch zum Bezugsdurchmesser angeordnet sind.  



  Bei der Variante nach     Fig.    2 sind sämtliche 28 Lei  terstäbe 6 beibehalten,     hingegen    sind vier Zonen 7 von       Rotoreisen    ausgelassen, wobei sich jede Zone im Bogen  hinter einer     Gruppe    von drei Leiterstäben aus jeder  Gruppe von sieben     aufeinanderfolgenden    Stäben er  streckt.  



       Fig.    3 ist ein Diagramm, welches die Verteilung des  magnetischen Leitwertes über den Winkel, bezogen auf  den Bezugsradius 0 beim Rotor nach Feg. 1 oder     Fig.    2  zeigt.  



  In der     Fig.    3 ist die Grösse des     magnetischen    Leit  wertes in vertikaler Richtung aufgetragen. Der Bezugs  radius 0 ist in der Mitte des     Diagramms.    Der Teil des       Diagramms        links    davon     gilt        für    die     Umfangshälfte    bis       -z    und der Teil rechts für     die        Umfangshälfte    bis     +n.     Die     Winkelverteilung    des magnetischen Leitwertes nach       Fig.    3 kann mathematisch durch eine     

  Fourier-Reihe    der  nachstehenden Form dargestellt werden:         f(p)    =     Po    +     P4        cos    40 + m + n usw. (1)    wobei     f(p)        die    Funktion des magnetischen Leitwertes,     Po     eine Konstante,     P4        cos    40 eine vorherrschende zweite  Harmonische (d. h. eine     8-Pol-Komponente,    bezogen auf  das     4-polige    Feld der     Ständerwicklung)    und die Glieder  m und n Harmonische höherer Ordnung bedeuten.  



  Es lässt sich zeigen, dass das     Verhältnis    wobei       Xd    die     Reaktanz    der     Längsfeldachse    und     Xq   
EMI0002.0054  
       die        Reak-          tanz    der     Querfeldachse    bedeutet, bei einer solchen An  ordnung proportional zu der nachstehenden Grösse ist:

    
EMI0002.0059     
    Daraus ist     ersichtlich,    dass der Synchronlauf einer Ma  schine mit einer Polzahl mit einem     Käfigläufer    von der       Art    nach     Fig.    1 oder     Fig.2        hauptsächlich    von der  Grösse der     Koeffizienten    der konstanten Komponente  und der Komponente der zweiten     Harmonischen    ab  hängt.  



  Zur Erzielung eines starken Drehmomentes ist ein  grosses Verhältnis     Xd/Xq        erwünscht.     



  Die vorstehende Ableitung bezieht sich auf Motoren  mit einer     Ständerwicklung,    die nur für eine Polzahl ein  gerichtet ist.  



  Es sind polumschaltbare einphasige, dreiphasige und  mehrphasige Wicklungen bekannt, die durch unter  schiedliches Zusammenschalten wahlweise zwei oder  mehrere Polzahlen bilden. Im besonderen sind in den  britischen Patentschriften Nr. 900 600, 926 101 und    968 988     Dreiphasenwicldungen    beschrieben, welche  nach dem Verfahren der     Polamplituden-Modulation    un  terschiedliche Polzahlen bilden lassen. Die beiden erst  genannten Patente betreffen in geringem Verhältnis  (d. h. weniger als 2:1) zueinander liegende     Polzahlen.     Das dritte Patent     nennt    Beispiele von umschaltbaren  Polzahlen in grösserem Verhältnis, d. h. grösser als 2:1.

    Ebenso beschreibt das britische Patent Nr. 966 576 Ein  phasenwicklungen für mittels     Polamplituden-Modula-          tion        wahlweise    umschaltbare     Polzahlen.     



  Mit den     Begriffen    der vorstehenden     Diskussion        aus-          gedrückt,    bezweckt die vorliegende Erfindung die Schaf  fung einer Form eines     Käfigläufers,    bei dem die Ver  teilung des     magnetischen    Leitwertes über den Winkel  der nachstehenden Beziehung genügt:         f(p)    =     Po    +     P.        cos        x6    +     P9        cos        y8    + usw.

   (3)    wobei     Pa,        P$    usw.     Koeffizienten    der x, y usw. entspre  chenden Harmonischen bedeuten.  



  Wird ein solcher Rotor in einer     Maschine    verwendet,  deren     Ständerwicklung    wahlweise ein     x-poliges    oder ein       y-poliges    Feld bilden kann, so rotiert er sowohl im     x-          poligen    wie auch im     y-poligen    Feld im wesentlichen mit  der Synchrondrehzahl.  



  Bei einem ersten praktischen Beispiel sei angenom  men, eine polumschaltbare Maschine habe eine drei  phasige,     4-Pol/6-Pol-Polamplituden-modulierte    Ständer  wicklung, beispielsweise die Wicklung gemäss     Fig.    21  des britischen Patentes Nr. 988 726.  



  Damit ein     Käfigläufer    der hier behandelten Art so  wohl in einem     4-poligen    als auch in einem     6-pohgen     Feld durch ein     Reluktanz-Drehmoment    synchron rotiert,  muss seine Verteilung des magnetischen Leitwertes über  den Winkel die nachstehende Form haben:         f(p)    =     Po    +     P4        cos    40 +     P6        cos    60 + usw.

   (4)    Damit bei beiden Drehzahlen das gleiche Drehmoment       verfügbar    ist, sollen die     Koeffizienten        P4    und     P6        etwa     gleich gross sein.

   Daraus ergibt sich die     erforderliche     Form:         f(p)    =     Po    + P     (cos    40 +     cos    66) (5)    =     Po    + 2P -     cos    50 -     cos    0 (6)       Fig.    4 stellt     einen    Verlauf des magnetischen Leitwertes  über den Winkel     zwischen    den Grenzen     -n    und     +ir          entsprechend    der Gleichung (5) hiervor dar.

   Die Ampli  tude des magnetischen Leitwertes p ist in vertikaler       Richtung    aufgetragen, wobei die Linie O den Wert     Po          und    der Abstand     zvvüchen    der     Linie    O und oder     Linie          C-D    den Wert 2P darstellt. Die Linie     A-B    entspricht  dem     Minimalwert    der magnetischen Leitfähigkeit gemäss  der vorstehenden Funktion.  



  Indem die     Linie    O als     Horizontalachse    (p = O) ge  wählt wird, wird der Ausdruck     Po        eliminiert.     



  Durch Wahl der Linie A -B oder     C-D    als Hori  zontalachse     (p=0)    wird eine ideale Winkelverteilung  des magnetischen Leitwertes erreicht, ohne Glieder der       Harmonischen    höherer Ordnung,     wie    sie mit  usw.  in  den Beziehungen (3) bis (6) angedeutet sind.  



       Fig.5    stellt eine     Funktion    dar, die zwischen zwei  diskreten Werten abwechselt und eine gute Näherung  an die stetige Funktion (5) darstellt. Die Funktion nach       Fig.    5 nimmt entweder den Wert     P1    oder den Wert O  an. Es ist die     Winkelverteilung    der Abschnitte     mit    den      Werten     P1    oder O     zwischen    dien     Grenzen        -n    und     +n     dargestellt.  



  Die     Fig.6    zeigt im Querschnitt eine Form eines       Käfigläufers,    die von der regelmässigen     Käfigform    mit  32 Stäben 6 abgeleitet ist, wobei in Zonen 4 bestimmte  Stäbe weggelassen sind, so dass Stege 5 entsprechend  der Winkelverteilung nach     Fig.5    stehen bleiben, wo  durch die Winkelverteilung des magnetischen Leitwertes  entsprechend     Fig.    4 erzielt wird.  



  Wird die Form des     Käfigläufers    nach     Fig.    6 in einer  polumschaltbaren     4-Pol/6-Pol-Maschine    verwendet, so  rotiert der Rotor sowohl in der     4-poligen    als auch in  der     6-poligen    Schaltung der     Ständerwicklung    praktisch  mit     Synchrondrehzahl.     



  Eine polumschaltbare     Statorwicklung    mit den Wick  lungen 10 und 13, die     zwischen    Klemmen 11, 12. bzw.  12, 14 angeschlossen sind, ist ebenfalls dargestellt. Die  Wicklungen 10 und 13 können zwei in die     Statornuten          eingelegte        Wicklungen    für je     eine        Polzahl;    sein, wobei die  Polumschaltung durch     Anschaltung    der einen oder der  anderen     Wicklung    10 bzw. 13 erreicht wird.

   Im Falle  der Anwendung einer     Polamplituden-Modulation    zur  Polumschaltung sind beide Wicklungsteile 10 und 13 für  beide Polzahlen angeschaltet, jedoch im einen Fall in  Serie und im andern Fall parallel geschaltet.  



  Wie bei     Fig.    1 und 2 ist die Darstellung der     Stator-          wicklungen    nur schematisch; es kann sich um ein  phasige, dreiphasige oder mehrphasige     Statorwicklungen     handeln.  



       Fig.    7 zeigt eine analoge Form eines     Käfigläufers     mit einem regelmässigen Käfig von 28 Leiterstäben, wo  bei Zonen 7 des     Rotoreisens    innerhalb des Käfigs aus  gespart sind, damit im wesentlichen die gleiche Winkel  verteilung des magnetischen Leitwertes entsteht wie  beim Rotor nach     Fig.    6. Die Winkel bezüglich der     Ro-          torachse,    die sich über die ausgesparten Zonen 7 und  die dazwischen liegenden Zonen erstrecken, sind am  Umfang der Figur eingetragen.  



  Wie erwähnt, entspricht beim     Diagramm    nach     Fig.    5  die     Linie    O     Odem    Wert     p=0        und    die     Linie        E-F    dem     Wert          p=Pl.    Das Diagramm kann, ohne     Änderung    von dessen  Form, so umgewertet werden, dass die Linie     E-F    den       Wert        p=0    und die     Linie    O den Wert     p=Pl    darstellt.

    Auf diese     Weise    .ergibt     sich,der    inverse     Verlauf    zu dem  jenigen nach     Fig.    5.  



       Fig.    8 zeigt eine Form eines Rotors, welche die In  version der Form nach     Fig.    6 darstellt. Die ausgelasse  nen Bereiche 4 beim Rotor nach     Fig.    8 entsprechen in  Breite und Winkellage über den ganzen Umfang den  durch Stäbe eingenommenen Bereichen 5 beim Rotor  nach     Fig.    6.  



       Fig.    9 stellt eine     Rotorform    dar, welche der Inver  sion der Form nach     Fig.    7 entspricht. Eine ausgesparte  Zone nach     Fig.    7 entspricht einer ausgefüllten Zone in       Fig.    9 und eine ausgefüllte Zone nach     Fig.    7 entspricht  einer ausgesparten Zone 7 nach     Fig.    9, wobei die gleiche  Winkelverteilung in der Abwechslung der beiden Zonen  arten beibehalten ist.  



  Jede der     Käfigläuferformen    nach     Fig.    6 bis 9 kann  in einer polumschaltbaren     4-Pol/6-Pol-Maschine    ver  wendet werden. Die Formen der     Rotorschnitte    nach       Fig.    6 und 7 und die inversen Formen nach     Fig.    8 und  9 unterscheiden sich in den Anteilen des gegenüber dem  üblichen,  vollen  Blechschnitt ausgesparten     Rotorei-          sens.    Die Form mit weniger Eisen ergibt das höhere  Drehmoment,

   erfordert jedoch einen grösseren     Magneti-          sierungsstrom.       Nach den gleichen Grundsätzen lässt sich auch ein  Motor für drei verschiedene Drehzahlen aufbauen.       Fig.    10 zeigt einen     Käfigläufer    für eine polumschaltbare       4-Pol/6-Pol/8-Pol-Maschine.    Dieses Beispiel veranschau  licht ferner die Möglichkeit, eine     bestimmte    Winkelver  teilung des magnetischen Leitwertes des Rotors durch  Variieren des Luftspaltes zwischen Rotor und     Stator     über den     Rotorumfang    zu erzielen.  



  In     Fig.    10 sind für entsprechende Teile die gleichen  Bezugszahlen wie bei     Fig.    6 bis 9 verwendet. Zusätzlich  ist die innere Umfangsfläche des     Statorkerns        (Stator-          bohrung)    eingezeichnet und mit 8 bezeichnet.  



  Der Rotor 1 weist eine regelmässige Anordnung von  Leiterstäben 6 auf. Hingegen ist der Luftspalt zwischen  der     Rotor-Aussenfläche    und der     Statorbohrung    8 ent  lang dem     Rotorumfang    absatzweise verändert. Der Luft  spalt variiert über den Umfang zwischen 4 Werten g,  2g, 3g und 6g, wobei also die drei letztgenannten Werte  Vielfache des minimalen Wertes der Luftspaltbreite g  sind. Die Werte der Luftspaltbreite und die von den  einzelnen Stufen eingenommenen Winkel sind bei den  radialen Masspfeilen bzw. den Masspfeilen über den  äusseren Umfang der     Fig.    10 eingetragen.  



  Ferner ist eine polumschaltbare     Statorwicklung    für  drei verschiedene Polzahlen durch die Wicklungsteile  10, 13, 15 und 17 angedeutet, die zwischen Klemmen  10, 12, 14, 16, 18 in Serie angeschlossen sind. Bei einer  geeigneten Ausführung einer solchen Wicklung, wie sie  z. B.     im        britischen    Patent Nr. 986 379     beschrieben        ist,     werden die drei Polzahlen wahlweise durch Serie-,     2-          Parallel-    oder     4-Parallel-Schaltung    der Wicklungsteile  10, 13, 15 und 17 gebildet.

   Es handelt sich dort um eine       Dreiphasenwicklung,    doch könnte auch eine     Einphasen-          oder        Mehrphasenwicklung    angewendet werden.  



       Fig.    11 stellt eine polumschaltbare, dreiphasige     4-          Pol/6-Pol-Wicklung    dar, die auf einen     Statorkern    mit  36 Nuten gewickelt ist.  



  Die     Statorwicklung    enthält drei Phasenwicklungen  mit je zwei Teilen. Die Phasenwicklungen A, B und C  bestehen aus den Wicklungsteilen 21, 22; 23, 24 bzw.  25, 26, die zwischen den Klemmen 31, 32, 37; 33, 34,  37 bzw. 35, 36, 37 angeschlossen sind.  



  Die drei Phasenwicklungen sind gemeinsam an den  Sternpunkt 37 angeschlossen; die     Serie-Stern-Schaltung     ergibt 6 Pole und die     Parallel-Stern-Schaltung    4 Pole.  



  Die     Fig.    11 zeigt demnach ein dreiphasiges Bei  spiel einer     4-Pol/6-Pol-Statorwicklung,    wie sie in den       Fig.    6 bis 9 mit den Wicklungsteilen 10 und 13 ange  deutet ist.  



  Ein weiteres Ausführungsbeispiel betrifft eine Ma  schine für Synchronlauf bei 4 verschiedenen Drehzahlen.  Diese Maschine hat zwei Wicklungen für je zwei Dreh  zahlen auf einem und demselben     Statorkern.    Eine ge  eignete Form eines     Käfigrotors    hat abgestufte Luft  spaltbreiten über dem Umfang entsprechend dem Prin  zip nach     Fig.    10, wobei wieder 4 Werte vorkommen, de  ren drei Vielfache des minimalen Wertes der Luft  spaltbreite darstellen.  



  Eine weitere Möglichkeit liegt in der Verwendung  eines     Käfigläufers    mit zwei Gruppen von     Rotorblech-          schnitten    entlang der     Rotorwelle,    wobei die eine Gruppe  auf zwei erste Polzahlen und die andere Gruppe auf die  beiden anderen Polzahlen anspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Polumschaltbarer Elektromotor, .gekennzeichnet durch eine polumschaltbare Ständerwicklung und einen Kurzschlussläufer, welcher in verschiedenen Winkella- gen um seine Drehachse unterschiedliche magnetische Leitwerte aufweist, wobei beim Zusammenwirken des Kurzschlussläufers mit dem von der Ständerwicklung entsprechend ihrer jeweiligen Polzahl erzeugten Magnet feld ein Reluktanz-Drehmoment entsteht, welches bei beiden bzw.
    allen Polzahlen des Ständer-Magnetfeldes eine im wesentlichen synchrone Drehzahldes Rotors be wirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektromotor nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Ständerwicklung mindestens von einem x-poligen auf ein y-poliges Feld umschaltbar ist und dass die Winkelverteilung der magnetischen Leit- fähigkeit des Rotors cos xo- und cos yo-Glieder ein- schliesst,
    wobei o den Winkelabstand von einem will- kürlich gewählten Bezugsradius aus bedeutet. 2. Elektromotor nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Winkelverteilung der magneti schen Leitfähigkeit des Rotors die Form Po + Px cos xo + Pg cos yo aufweist, wobei Po, P,
    und P9 Koeffizienten der magne tischen Leitfähigkeit bedeuten. 3. Elektromotor nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Koeffizienten P$ und P9 im we- sentlichen gleich gross sind. 4.
    Elektromotor nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die unterschiedlichen magnetischen Leitwerte an verschiedenen Stellen des Rotorumfangs durch eine oder mehrere der folgenden Massnahmen erzielt sind: a) Auslassung von Rotor-Leiterstäben, b) Beseitigung von Teilen des Rotor-Eisens, c) Variierung des Luftspaltes zwischen der Rotor-Um- fangsfläche und der Statorbohrung über den Rotor umfang. 5.
    Elektromotor nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die polumschaltbare Ständerwick- lung aus einer Mehrzahl von auf den gleichen Kern ge wickelten Wicklungen für je eine Polzahl gebildet ist. 6. Elektromotor nach Patentanspruch, gekennzeich net durch eine durch Polamplituden-Modulation polum schaltbare Ständerwicklung. , 7. Elektromotor nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die umschaltbaren Polzahlen der Ständ'erwieklung in einem Verhältnis kleiner als 2:1 stehen. B.
    Elektromotor nach Unteranspruch 6 oder den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei durch Polamplitudenmodulation polumschaltbare Wicklungen auf demselben Kern aufgebracht sind. 9. Elektromotor nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gruppen von Rotorblech- schnitten auf der Rotorwelle angeordnet sind, von denen die eine zur Bildung von zwei Statorpolzahlen und die andere von zwei anderen Statorpolzahlen bestimmt ist.
CH1432265A 1964-10-19 1965-10-18 Polumschaltbarer Elektromotor CH455927A (de)

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GB42575/64A GB1081226A (en) 1964-10-19 1964-10-19 Improvements in or relating to rotary electric machines

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