CH456277A - Absperrorgan, insbesondere für Flüssigkeitsleitungen - Google Patents
Absperrorgan, insbesondere für FlüssigkeitsleitungenInfo
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Description
Absperrorgan, insbesondere für Flüssigkeitsleitungen Die Erfindung betrifft ein Absperrorgan für unter Druck stehende Flüssigkeitsleitungen und weist den Vor teil auf, dass das Absperren des Flüssigkeitsstromes durch den Leitunsgdruck erfolgt, ohne dass dabei schäd liche Druckstösse entstehen.
Die gebräuchlichen Auslass- und Durchlassventile werden durch eine Spindel betätigt, wobei der Anpress- druck von Hand aus erfolgt und deshalb ungleichmässig ist, so dass besonders die Abdichtung und die Spindel überbeansprucht wird. Die Spindel muss in einem Winkel zur Leitung angebracht sein, was Raum beansprucht. Die Stopfbüchse der Spindel umschliesst eine radial und axial bewegliche Achse, wodurch die dauernde Abdichtung erschwert ist. Bekannte Konstruktionen ohne Spindel sind teilweise unzuverlässig; andere sind, infolge mögli cher Druckstösse bei schnellem Schliessen, von den technischen Behörden nicht für alle Zwecke zugelas sen.
Durch die vorliegende Erfindung werden die erwähn ten Nachteile mindestens teilweise beseitigt sowie Verein fachungen in der Konstruktion und Form und Erleichte rungen und Verbesserungen in der Bedienung erzielt. Dieses wird dadurch erreicht, dass beim Schliessen des Ventils durch den Flüssigkeitsdruck eine in Abhängigkeit vom axialen Weg des Ventilkörpers abnehmende Flüssig keitsmenge durchfliesst.
Als Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung je ein Auslassventil und ein Durchlassventil schematisch und teilweise im Schnitt gezeichnet. Es zeigen: Fig. 1 ein Auslassventil in geschlossenem Zustand, Fig. 2 einen Schnit 0-Q zu Fig. 1, Fig. 3 ein Durchlassventil in teilweise geöffneter La ge.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 bezeichnet D die Druckseite und A die Auslaufseite der Leitung. K ist der Ventilkopf welcher mit dem Abdichtungsring R und dem Ventilsitz S die Abdichtung bewirkt. Der demontier bare Anschlag T begrenzt den Hub des Ventils. Durch den Nocken N wird der Ventilkörper V beim öffnen in der zylindrischen Führung F im Durchlassgehäuse G gegen die Druckseite hin bewegt, wodurch das Abheben des Ventils von seinem Sitz erfolgt.
Im kolbenförmigen Ventilkörper V sind zwischen den Führungsschienen E Aussparungen L eingearbeitet, welche sich gegen den Ventilkopf K hin derart verkleinern, dass der oberste Teil des Ventilkörpers V in seinem ganzen Umfang an die zylindrische Ventilkörperführung F grenzt und damit nur soviel Zwischenraum frei lässt als die Verschiebbarkeit des Ventilkörpers im Durchlasszylinder erfordert. Auf der Druckseite ist die rohrförmige Innenwand W des Durchlassgehäuses G gegen den Ventilsitz S hin trichter förmig verengt. Der Betätigungshebel H ist über die Achse X mit dem Nocken N fest verbunden und zwischen den Anschlägen M1 und M2 beweglich.
Die Achse X wird durch eine, nicht gezeichnete, abdichtende und bewegungshemmende Stopfbüchse, nach aussen ge führt.
Die Wirkungsweise beim öffnen des Durchlasses ist folgende: Durch Verschieben des Betätigungshebels H in der Richtung des Pfeiles wird der Ventilkörper V durch den Nocken N gegen die Druckseite hin verschoben, wodurch die Abdichtung R vom Ventilsitz S abgehoben wird und ein Teil der Flüssigkeit von der Druckseite her zwischen dem Ventilkopf K und dem Durchlass- und Führungszylinder F nach der Auslasseite fliessen kann. Bei weiterer Bewegung des Hebels wird die Durchfluss- menge der Flüssigkeit entsprechend der sich am Ventil sitz S vergrössernden Querschnittsfläche der Aussparun gen gesteigert.
Bei ganz geöffnetem Ventil fliesst die Flüssigkeit ohne wesentliche Richtungsänderung von der Druckseite her durch den Durchlasszylinder zur Auslass- seite. Das Schliessen des Ventils erfolgt durch Zurückstel len des Hebels H bis zum Anschlag M1. Da keine Verbindung des Nockens N mit dem Ventil V besteht, wird das Ventil durch den Flüssigkeitsdruck in die Schliessstellung befördert. Die progressive Verminderung der Flüssigkeitsmenge durch die zunehmende Verengung des Durchflussraumes bewirkt eine, gegen die Schliess- stellung hin zunehmende Verlangsamung des selbsttäti gen Schliessvorganges.
Diese Verlangsamung wird auf der Druckseite noch verstärkt durch die trichterförmige Verengung des Durchlassgehäuses G gegen die Kante des Ventilkopfes K. Eine weitere zusätzliche Dämpfung entsteht auf der Druckseite kurz vor dem Ende des Schliessvorganges durch Wirbelbildung in der, von Ventilsitz, Durchlassge- häuse und Ventilkopf gebildeten, ringförmigen Mulde. Durch diese Vorgänge werden plötzliche Druckstösse auf die Leitung auch dann vermieden, wenn der Hebel H so rasch von Hand zurückgestellt wird, dass die Drehung des Nockens N dem Schliessen des Ventils voreilt.
Fig.3 zeigt ein Durchlaufventil. Der kegelförmige Ventilkörper ist mit der Achse P im Gleitlager U 1 und im demontierbaren Gleitlager U2 verschiebbar gelagert. Die Betätigung erfolgt mittelst des Hebels H über die Gelenke J1 und J2. Durch das Gewicht des Hebels H wird das Ventil in der Schliessstellung zusätzlich zum Leitungsdruck auf seinen Sitz gepresst, so dass der Durchlass auch dann geschlossen bleibt wenn der Lei tungsdruck aufgehoben ist. Eine solche zusätzliche Wir kung könnte natürlich auch durch andere Mittel, z.B. durch Federkraft erfolgen.
Der Betätigungshebel könnte bei den Ausführungs beispielen auch mittelst einer Arretiervorrichtung, in bestimmten Stellungen feststellbar, ausgebildet sein. Der Antrieb der Achse zur Bewegung des Ventilkörpers könnte auch indirekt, beispielsweise über einen Schnek- kentrieb, erfolgen. Beim Auslaufventil könnte die Bewe gung des Ventilkörpers auch durch eine, über dem Auslaufrohr durch Drehung verschiebbare Hülse welche im Auslaufrohr auf den Ventilkörper drückt, erfolgen. Besonders bei nicht senkrecht verlaufenden Leitungen wird das spezifische Gewicht des Ventilkörpers vorteil haft dem Wert 1 angenähert um eine ausgeglichene Führung zu erhalten. Dies kann durch geeignetes Mate rial oder durch Hohlräume im Innern des Ventilkörpers erreicht werden.
Die wichtigsten Vorteile der beschriebenen Absperr organe sind das automatisch verlangsamte Schliessen des Ventils, das Wegfallen des Spindeltriebes sowie die einfachere und schnellere Bedienung durch einen Hebel. Die ungefähre Durchflussmenge der Flüssigkeit ist an der Stellung des Bedienungshebels ersichtlich, was besonders bei Mischbatterien die Regulierung erleichtert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Absperrorgan für unter Druck stehende Flüssigkeits leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zylindri schen Durchlassöffnung ein Ventilkörper axial beweglich eingesetzt ist und dass sich die Querschnittsfläche dieses Ventilkörpers gegen den Ventilsitz hin derart vergrössert, dass beim Schliessen des Ventils durch den Flüssigkeits druck eine Abhängigkeit vom axialen Weg des Ventilkör pers abnehmende Flüssigkeitsmenge durchfliessen kann. UNTERANSPRÜCHE 1.Absperrorgan nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch eine Verengung des Durchlass querschnittes auf der Druckseite die Durchflussmenge der Flüssigkeit um den Ventilkopf gegen den Schliess- punkt hin zusätzlich vermindert wird. 2. Absperrorgan nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bedienungshebel mit einer Brems vorrichtung verbunden ist, welche seine Bewegung in bestimmten Lagen anhalten kann. 3. Absperrorgan nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das spezifische Gewicht des Ventil körpers dem Wert 1 angenähert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1568467A CH456277A (de) | 1967-11-09 | 1967-11-09 | Absperrorgan, insbesondere für Flüssigkeitsleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1568467A CH456277A (de) | 1967-11-09 | 1967-11-09 | Absperrorgan, insbesondere für Flüssigkeitsleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH456277A true CH456277A (de) | 1968-05-15 |
Family
ID=4411094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1568467A CH456277A (de) | 1967-11-09 | 1967-11-09 | Absperrorgan, insbesondere für Flüssigkeitsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH456277A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3143059A1 (de) * | 1981-10-30 | 1983-05-19 | Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik Wetzlar Gmbh, 6334 Asslar | Vakuumventil |
| EP0584968A1 (de) * | 1992-07-30 | 1994-03-02 | Erie Manufacturing Company | Steuerventil |
-
1967
- 1967-11-09 CH CH1568467A patent/CH456277A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3143059A1 (de) * | 1981-10-30 | 1983-05-19 | Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik Wetzlar Gmbh, 6334 Asslar | Vakuumventil |
| EP0584968A1 (de) * | 1992-07-30 | 1994-03-02 | Erie Manufacturing Company | Steuerventil |
| US5397098A (en) * | 1992-07-30 | 1995-03-14 | Erie Manufacturing Company | Modulating valve |
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