CH456293A - Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
CH456293A
CH456293A CH1604263A CH1604263A CH456293A CH 456293 A CH456293 A CH 456293A CH 1604263 A CH1604263 A CH 1604263A CH 1604263 A CH1604263 A CH 1604263A CH 456293 A CH456293 A CH 456293A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
diffusion
coating
aluminum
niobium
coatings
Prior art date
Application number
CH1604263A
Other languages
English (en)
Inventor
Argyriades Dimitri
Frederick Carter Giles
Original Assignee
Du Pont
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Du Pont filed Critical Du Pont
Priority to CH1604263A priority Critical patent/CH456293A/de
Publication of CH456293A publication Critical patent/CH456293A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C10/00Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces
    • C23C10/18Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions
    • C23C10/20Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions only one element being diffused
    • C23C10/22Metal melt containing the element to be diffused

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Other Surface Treatments For Metallic Materials (AREA)

Description


      Überzug    aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung    Die schwerschmelzbaren Metalle     Niob,        Molybdän,     Wolfram,     Tantal    und, in geringerem Umfange,     Vanadin,     werden bei einer Vielfalt von Zwecken eingesetzt, bei  denen hohe Temperaturen auftreten. Speziell zeichnen  sich aus diesen Metallen und Legierungen gefertigte       Turbinenschaufeln,        Ofenheizelemente    und Düsen- und       Verbrennungsmotorenteile    dadurch aus, gegen einen  chemischen Angriff beständig und hochschmelzend zu  sein und ferner ihre guten mechanischen Eigenschaften  bei erhöhten Temperaturen beizubehalten.

   Zur Verhin  derung einer Oxydation dieser Metalle bei erhöhten  Temperaturen jedoch muss man Sauerstoff ausschliessen  oder die Metallflächen mit oxydationsbeständigen über  zügen schützen.  



  Auch das Chrom ist ein schwerschmelzbares Metall,  wenngleich auch eine Oxydation bei hohen Tempera  turen bei ihm kein besonderes Problem darstellt. Schutz  überzüge auf Chrom haben jedoch die Aufgabe, der       Nitridbildung    Widerstand zu leisten.  



  Zum Überziehen schwerschmelzbarer Metalle ist eine  Reihe von Verfahren bekannt. Speziell hat man vor  geschlagen, zum Schutze schwerschmelzbarer Metalle  diese galvanisch zu überziehen und darauf     wärmezube-          handeln,    aus einem dampf- oder gasförmigen Medium  mit einem Überzug zu versehen,     Pulverwärmebehand-          lungen    zu unterwerfen, zu tauchen und durch Spritzen  und Streichen mit Überzügen zu versehen, die anschlie  ssend wärmebehandelt werden können. Diese bekannten  Verfahren haben die ernsthaften Nachteile, dass die er  haltenen Schutzüberzüge nicht genügend haften oder  ungleichmässig oder überporös oder dick sind.

   Häufig  können diese     Überzüge    nur bei der Praxis nicht gerecht  werdenden Arbeitsbedingungen gebildet werden und ist  nur eine begrenzte Anzahl von Legierungen erhältlich.  



  Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, diese  Nachteile zu vermeiden. Der Überzug nach der vorlie  genden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die  Legierung aus dem schwerschmelzbaren Metall und min  destens einem weiteren Element gebildet ist, wobei die  ses weitere Element oder die weiteren Elemente in zur    Oberfläche des Überzugs hin zunehmenden Konzentra  tionen vorhanden sind.  



  Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Her  stellung dieses Überzugs, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass das schwerschmelzbare Metall zur Bildung eines       Diffusionslegierungsüberzugs    bei einer Temperatur im  Bereich zwischen 900 und 1450 C mit einer Diffu  sionsmasse, welche mindestens 25     Gew.%    mindestens       eines        übertragerelements    und 0,5 bis 75     GewA    minde  stens eines Diffusionselements enthält, zusammenge  bracht wird.  



  Auf diese     Weise        ist    es     möglich,    Überzüge herzustel  len, die gleichmässig sind, ausgezeichnet haften und von  Poren praktisch frei sind. Diese Überzüge können dar  überhinaus auf verwickelt geformten Körpern erhalten  werden, und man kann eine vollständige Bedeckung,  selbst in     Ausnehmungen    oder bei     einspringenden    Tei  len, erhalten. Die grosse Zahl an individuellen Legie  rungsüberzügen, die erfindungsgemäss erhältlich sind,  stellt einen weiteren Vorteil dar.  



  Die Erfindung erlaubt weiter die Herstellung von       Diffusions-Legierungsüberzügen    auf     schwerschmelzbaren     Metallen, die einer Oxydation bei hohen Oberflächen  temperaturen widerstehen können. Sie ermöglicht weiter,  einzigartige, oxydationsbeständige Überzüge unter An  wendung eines neuen     Flüssig-Fest-Diffusionsverfahrens     herzustellen.  



  Die neuen Diffusionsüberzüge werden bevorzugt von  oxydationsbeständigen Legierungen gebildet, die auf  Körpern aus schwerschmelzbarem Metall durch     Eindif-          fundieren    eines oder mehrerer Diffusionselemente s aus  den Gruppen 1 Silizium und Aluminium und bzw. oder  2 der     Übergangselemente,    die mindestens ein, aber we  niger als     10-d-Elektron(en)    aufweisen, in den Körper  erzeugt werden. Die oxydationsbeständigen     Überzüge,     die Aluminium, gegebenenfalls auch zusätzliche Diffu  sionselemente aus der oben genannten Gruppe der über  gangselemente enthalten, werden bevorzugt.  



  Aluminium und Silizium besitzen die Eigenschaft,  sowohl in dem flüssigen     Übertragermedium    als auch dem      schwerschmelzbaren Festkörper     mindestens    in einem ge  wissen Grade löslich zu sein. Sie verleihen     darüberhin-          aus    den schwerschmelzbaren Metallen eine überlegene       Oxydationsbeständigkeit    und lassen sich zusammen mit  den     Diffusions-Übergangselementen        unter    Bildung legie  rungsreicher Überzüge     eindiffundieren.     



  Man kann unterstellen, dass die Diffusion eines Ele  mentes eintritt, wenn die Konzentration des Elementes  in dem flüssigen Übertrager hoch genug ist, um das  Diffundieren des Elementes in den     schwerschmelzbaren     Körper zu     begünstigen.    Wenn man den Mechanismus als  hauptsächlich von der relativen     chemischen    Aktivität  eines gegebenen Elementes in dem     Übertrager    wie auch  dem Festkörper     abhängig    betrachtet, zeigt sich,

   dass eine  hohe Konzentration oder eine gesättigte Lösung     eines     Diffusionselementes in- einer flüssigen     Schmelze    des  Übertragers das     Eindiffundieren    des Elementes in den  schwerschmelzbaren Körper begünstigt, wenn das Ele  ment in dem Festkörper löslich ist, aber noch nicht in       Sättigungskonzentrationen    vorliegt.  



  Die Diffusion kann durchgeführt werden, indem  man, vorzugsweise durch Tauchen, das schwerschmelz  bare Metall mit einer     Schmelze    des Übertragers, welche  eines oder mehrere der     Diffusionselemente    enthält, bei  einer Temperatur von etwa 900 bis 1450  C, vorzugs  weise von etwa 1000 bis 1400  C,     zusammenbringt.     



  Als Übertrager bevorzugt wird das     Calcium,    aber  auch andere Metalle der Gruppe     IIA,    wie Barium     und          Strontium,    und Gemische derselben sind geeignet. Das  Magnesium ist durch seinen hohen Dampfdruck bei den  Arbeitstemperaturen etwas weniger günstig.

   Diese Me  talle schmelzen mit Ausnahme des Berylliums unter  900  C und sind gegenüber den     schwerschmelzbaren     Metallen verhältnismässig     inert.    Alle Diffusionselemente  sind soweit löslich, dass die Diffusion     begünstigt    wird,  wenn man den     IIA-Metall-Übertragern    die Diffusions  elemente in genügenden     Konzentrationen    einverleibt.  



  Die     Diffusionsmasse    (Übertrager     und    Diffusionsele  mente) enthält vorzugsweise     mindestens    25     GewA    des  als Übertrager verwendeten Materials. Der Anteil des       Übertragers    kann bis zu 99,5     %    der Masse reichen; eine       Übertragermenge    von etwa 35 bis 65     GewA        wird    bevor  zugt.

   Beim     Eindiffundieren    von     Aluminium    aus einer       Ca-AI-Masse    soll diese vorzugsweise etwa 35 bis 65     %          Calcium,    Rest Aluminium oder Aluminium und bis zu  etwa 30 % weitere Diffusionselemente enthalten. Die Dif  fusionselemente brauchen in der Masse im allgemeinen  nur in kleinen Mengen, wie etwa 0,5     GewA,    enthalten  zu sein, können aber auch bis zu etwa 75 % reichen.  



  Die zweite     Gruppe    von Diffusionselementen enthält  diejenigen Übergangselemente, die mindestens 1, aber  weniger als     10-d-Elektronen    besitzen, und umfasst spe  ziell Titan, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel,     Yttrium        und          Zirkonium;

      sie enthält darüber hinaus die schwer  schmelzbaren Metalle     Vanadin,    Chrom,     Molybdän,          Niob,        Tantal    und Wolfram, die vorzugsweise zusammen  mit     mindestens    einem anderen Diffusionselement, ge  wöhnlich     Aluminium,    unter Bildung der oxydationsbe  ständigen Überzüge auf den schwerschmelzbaren Kör  pern diffundiert werden.  



  Der Hauptteil der     Diffusionselemente    ist in Schmel  zen der Übertrager wenig löslich, wobei das Aluminium,  Silicium und Nickel die bemerkenswertesten Ausnah  men darstellen. Durch Einführung dieser wenig lösli  chen Diffusionselemente in Form feiner Pulver (vor  zugsweise von 100 bis 400 Maschen) und     Bewegung     während der Diffusion wird die Bildung des Überzuges    erleichtert.     Während    der Diffusion existieren sowohl in  dem überzogenen Körper als auch in der Diffusions  masse     vielkomponentige    Systeme, welche charakteristi  sche, von den Ausgangsmaterialien verschiedene       Schmelzpunkte    und Löslichkeiten besitzen.  



  Diese verschiedenen Schmelzpunkte und Löslich  keitsveränderungen können häufig     vorteilhaft    sein. So  bilden sich z. B. einige Überzüge nur in Gegenwart be  stimmter anderer Metalle     in    einem nennenswerten Um  fang. Chromreiche Überzüge auf     Niob    lassen sich bil  den, wenn in dem     Diffusionsgemisch    andere Diffu  sionselemente, wie Aluminium, Nickel oder Kobalt, vor  liegen; wenn     Calcium-Chrom-Diffusionsgemische    ohne  zusätzliche Metalle eingesetzt werden, haftet zwar nicht  das gesamte, aber     ein    grosser Teil des abgeschiedenen  Chroms ohne Eindiffusion in das     schwerschmelzbare     Metall der Unterlage.

   Andere Elemente, wie     Yttrium,          Vanadin,        Molybdän,    Titan und     Zirkonium,    bilden in       Ca-Al-Bädern    mit Aluminium     Diffusions-Legierungs-          überzüge    auf     Niob.    Durch die     Gegenwart    des Alumi  niums wird anscheinend die Löslichkeit - dieser verhält  nismässig     unlöslichen    Elemente im     Calcium    oder in der  Unterlage erhöht.

   Aus diesen Ausführungen darf jedoch  nicht geschlossen werden, dass es unmöglich sei, diese       verhältnismässig    unlöslichen Elemente aus einer     Calcium-          schmelze    in Abwesenheit von Aluminium in einem ge  wissen Grade in Unterlagen aus     Niob    und anderen  schwerschmelzbaren Metallen     einzudiffundieren.    Die       Codiffusion    dieser Elemente zusammen mit Aluminium  ist     viehmehr    vorgesehen, um so legierungsreiche über  züge zu erhalten, dass diese eine beträchtliche Oxyda  tionsbeständigkeit bei erhöhten Temperaturen ergeben,  und ausserdem werden     aluminiumhaltige    Legierungs  überzüge bevorzugt.  



  Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung spe  zieller Ausführungsformen der Erfindung.  



  <I>Beispiel 1</I>       Molybdän-    und     Wolframproben    werden ohne Rüh  ren in einem Bad behandelt, das sich in einem Tiegel  aus umlegiertem Stahl befindet und 60 g     Calcium,    6 g  Chrom und 10 g Nickel enthält. Die Proben werden  etwa 1 Std. auf 1290  C erhitzt. Die erhaltenen über  züge auf den     Molybdän-    und auf den     Wolframproben     besitzen nahezu die gleichen Konzentrationen an Chrom  (über 50%), Eisen (über<B>10%)</B> und Nickel (über<B>10%).</B>  Diese Überzüge machen die Unterlagen aus dem schwer  schmelzbaren Metall     oxydationsbeständig,    aber die Oxy  dationsbeständigkeit liegt unter der mit aluminiumhalti  gen Legierungsüberzügen erhaltenen.  



  <I>Beispiel 2</I>  Proben aus     Niob,        Molybdän    und Wolfram werden  ohne     Rühren    in einem Bad behandelt, das sich in     einem          Molybdäntiegel    befindet und 25g     Calcium,    3 g Man  gan, 3 g Kobalt und 5 g Chrompulver enthält. Die  Proben werden etwa 2 Std. auf 1290  C erhitzt. Der  erhaltene Überzug der     Niobprobe    enthält Nickel, Kobalt  und Mangan in hohen Konzentrationen     (jeweils    > 10 %)  und Chrom in     einer    mehrere Prozent betragenden Kon  zentration.

   Die Überzüge der     Molybdän-    und Wolfram  proben enthalten Nickel, Kobalt und     Mangan    in ähn  lichen hohen     Konzentrationen    und das Chrom in ge  ringerer Konzentration. (Das auftretende Nickel     rührt     von     einer    Verunreinigung des     Molybdäntiegels    in einem  früheren Versuch her, bei welchem der Tiegel zur Auf  nahme eines     Calcium-Nickel-Bades    eingesetzt wurde.)      <I>Beispiel 3</I>  In einem Bad, das sich     in    einem     Flussstahltiegel     befindet und 75 g     Calcium,    10 g Kupfer und 10g Zink  enthält,

   werden ohne     Bewegung        Niob,        Molybdän    und  Wolfram etwa 2 Std. bei 1290  C behandelt. Die erhal  tenen     Überzüge    der Proben enthalten Eisen, aber, wenn  überhaupt, nur wenig Kupfer oder Zink. Kupfer     und     Zink können zusammen mit     Caleium    zur Verdünnung  der Diffusionsmasse eingesetzt werden, da sie beide nicht  in einem irgendwie erwähnenswerten Umfang     in    den  Körper aus     schwerschmelzbarem    Metall     eindiffundieren     und in der Schmelze im wesentlichen     inert    bleiben.

    <I>Beispiel 4</I>       Niob-,        Molybdän-    und     Wolframproben    werden  2 Std. bei 1300  C ohne     Bewegung    in einem Bad be  handelt, das 15 g     Calcium,    15 g     CaSi2    und 5 g Chrom  pulver enthält.

   Die erhaltenen Überzüge der Proben ent  halten sowohl Chrom     als    auch     Süicum    (bestimmt nach  der     Röntgenfluoreszenztechnik).    Der     Legierungsgehalt     und die Dicke der verschiedenen Überzüge werden be  stimmt, indem man abwechselnd den überzogenen Kör  per nach der     Röntgenfluoreszenztechnik    untersucht und  den untersuchten Teil (0,0025 bis 0,005 mm) durch  Polieren abträgt und die Untersuchung dann wiederholt.

    Bei einigen Überzügen, insbesondere aus den Legierun  gen, die in der Literatur noch nicht beschrieben worden  sind, ist die Ermittlung der genauen Natur schwierig,  aber bei     einer    Anzahl der erhaltenen     Überzüge        sind    die  Oberflächenkonzentrationen (auf den oberen 0,0025 bis  0,005 mm des Überzuges) bestimmt worden.    <I>Beispiel 5</I>       Niob-,        Molybdän-    und     Wolframproben    werden etwa  2 Std. bei 1300  C in einem Bad behandelt, das 30 g       Calcium,    5 g Chrom, 5 g Kobalt und 3 g     Yttrium    ent  hält, wobei die Proben in dem Bad nicht bewegt wer  den.

   Der Überzug der     Niobprobe    enthält an der Ober  fläche Kobalt in hoher Konzentration, Chrom in einer  Konzentration von einigen Prozent und     Yttrium    in einer  solchen von etwa 1 %. Die Überzüge der     Molybdän-    und       Wolframproben    enthalten an der Oberfläche Kobalt in  hoher Konzentration, Chrom in einer Konzentration von  mehreren Prozent und     Yttrium    in einer solchen von etwa  2 bis 3 %.  



  <I>Beispiel 6</I>       Niob    wird durch Behandeln in einem Bad, in das  45 g     Calcium,    3 g Nickel und 5 g     Vanadin,    alle     mit     einer Teilchengrösse von weniger als 0,85 mm, mit     Vana-          din    und Nickel überzogen. Die Probe wird     in    einem  Induktionsofen 3 Std. auf etwa 1200  C erhitzt.  



  <I>Beispiel 7</I>  In einer Schmelze in einem     Molybdäntiegel,    die  54 g     Calcium-Aluminium-Legierung    (73 % Ca, 27 % Al)  enthält und mit 25g Aluminium versetzt worden ist,  wird ein     Niobkörper    4 Std. bei 1300  C behandelt. Der  erhaltene     Niob-Aluminium-Legierungsüberzug    ist nach  56stündiger Erhitzung an der Luft auf 1050 C noch  oxydationsfrei.  



  <I>Beispiel 8</I>  Eine     Niobprobe        wird    mit Chrom, Mangan, Kobalt  und Nickel in beträchtlichen Konzentrationen überzo  gen, indem man sie in einem Bad, das etwa 45 g       Calcium    und 0,5g Kobalt, 0,5g Mangan, 0,5g Nickel  und 5 g Chrom enthält, bei etwa 1300  C behandelt  und 40 Min. in einem Induktionsofen erhitzt.    <I>Beispiel 9</I>  Vier     Niobproben    werden 4 Std. bei 1300  C in  70g     Calcium-Silicium-Schmelze        (50%    Ca,<B>50%</B>     Si)    be  handelt.

   Alle Proben unterliegen einer beträchtlichen  Gewichtszunahme, und die Überzüge (Dicke 0,043 bis  0,064 mm)     sind    vielschichtig aus     individuellen    Legie  rungen aufgebaut. Wenn man an der Luft auf 1050  C  erhitzt, beginnen die Überzüge erst nach 17 Std. zu  versagen, wobei kein vollständiges Versagen zu beobach  ten ist, aber mehrere Flecken     erscheinen,    die eine  Durchdringung des Überzuges zeigen.     Ein    Zusammen  brechen des Überzuges bei der     Oxydationsprüfung    tritt  gewöhnlich an einer Ecke oder längs der Kante auf.

    <I>Beispiel 10</I>  Eine     Niobprobe    wird mit Nickel überzogen, indem  man 4 Std. bei 1300  C in 45 g     Calcium    und 5 g  Nickelschrot behandelt. Die Probe enthält an der Ober  fläche mehr als 30 % Nickel.  



  <I>Beispiel 11</I>  Eine     Niobprobe    wird mit Nickel und Aluminium  überzogen, indem man 4 Std. bei 1300  C in 54 g       Calcium-Aluminium-Legierung    (73 % Ca, 27 % Al), 15 g  Aluminium und 2 g Nickel behandelt. Die erhaltenen  Proben enthalten Nickel wie auch Aluminium in hohen  Konzentrationen (> 20 %).    <I>Beispiel 12</I>  Eine     Niobprobe    wird unter Argon 4 Std. bei 1300  C  in einem Bad aus 74 g     Calcium-Aluminium-Legierung     (50 % Ca, 50 %     Al)    und 3 g     Titanpulver    in einem Mo  lybdänbehälter behandelt.

   Die erhaltenen     Überzüge    ent  halten Aluminium,     Niob,    Titan und     Molybdän,    wobei  die     Titankonzentration    über 20 % liegt. In den     Niob-          körper    diffundiert ein Teil des     Molybdäns    des Behälters  ein.  



  <I>Beispiel 13</I>  Eine     Niobprobe    wird     unter    Argon 4 Std. bei 1300  C  in einem Bad behandelt, das 74 g     Calcium-Aluminium-          Legierung    (50 % Ca, 50 % Al) und ein     2-g-Stück        Zirko-          nium    enthält. Der erhaltene Diffusionsüberzug enthält  hauptsächlich     Niob    und Aluminium, etwa 4 bis 5 %       Molybdän,    2 bis 3 %     Zirkonium    und eine Spur Eisen.

    Eine andere Probe wird unter Argon 4 Std. bei 1300  C  in einem Bad behandelt, das 74 g der     Calcium-Alumi-          nium-Legierung    und 3 g     Zirkoniumpulver    enthält. Der  dabei erhaltene Überzug enthält Aluminium in hoher  Konzentration (20 bis 30 %),     Zirkonium    in einer Kon  zentration von über 15 % und     Molybdän    in einer sol  chen von etwa     5-%.    (Das     Eisen    liegt als Verunreinigung  aus der Vorrichtung oder im Ausgangsmaterial, wahr  scheinlich der     Calcium-Aluminium-Legierung,    vor,

   und  die     Molybdänquelle    wird von dem     Tiegelbehälter    gebil  det.)  <I>Beispiel 14</I>  Eine     Niobprobe    wird unter Argon 4 Std. bei 1300  C  in     einem    Bad behandelt, das 74 g     Calcium-Aluminium-          Legierung    (50 % Al, 50     %    Ca) und 5 g Eisenpulver ent  hält, wobei sich das Bad in einem     Molybdäntiegel    be  findet. Der erhaltene Überzug der     Niobprobe    enthält  Aluminium und     Eisen    in hohen Konzentrationen  (> 20 %), wie auch über 10 %     Molybdän.     



  <I>Beispiel 15</I>       Niob-,        Vanadin-,        Tantal-    und     Molybdänproben    wer  den unter     Argon        31/2    Std. bei 1300  C in einem      Bad aus 79g     Caleium-Aluminium-Legierung    (50 % Ca,  50 %     AI)    in einem     Molybdäntiegel    behandelt. Auf der       Niobprobe    wird ein     Al-Mo-Fe-Nb-Überzug    erhalten.

   Der       Überzug    auf dem     Vanadin        enthält        hauptsächlich    Alu  minium,     Molybdän    und     Niob        und.    in kleineren Kon  zentrationen     Tantal,        Vanadin        und    Eisen. Der Überzug  des     Tantals    enthält Aluminium und     in    geringen Kon  zentrationen     Molybdän,        Niob        und    Eisen.

   Der     Überzug     auf dem     Molybdän    enthält Aluminium     und    in kleinen  Konzentrationen     Tantal,        Niob    und Eisen. Das Eisen  liegt in dem System als     Verunreinigung    vor.  



  <I>Beispiel 16 .</I>  



       Vanadin-,        Tantal-    und     Niob-Blechproben    werden  unter Argon 4 Std. bei 1300  C     in    einem Bad aus  45g     Caleium,    5 g Chrompulver, 2 g Nickel, 2 g Ko  balt und 2 g Mangan     in        einem        Molybdäntiegel    behan  delt.

   Das     Vanadin    erhält dabei einen starken Überzug,  der Chrom, Mangan, Kobalt und Nickel in beträchtli  chen Konzentrationen     (>    10     GewA)    und     Vanadin        und          Niob    in kleineren Konzentrationen,     bestimmt    an der  Oberfläche, enthält. Das     Tantal    weist einen Überzug  aus einer Chrom, Mangan, Kobalt, Nickel     und        Niob     enthaltenden Legierung auf.

   Der     Überzug    der     Niobprobe     enthält Chrom, Mangan, Kobalt, Nickel in beträchtli  chen Konzentrationen und eine Spur     Tantal.       <I>Beispiel 17</I>    Eine     Niobprobe    wird in einem Bad in einem Mo  lybdäntiegel behandelt, das 32 g Aluminium, 27,5 g  Barium und 52,5 g     Strontium    enthält. Die Probe wird  unter Argon 4 Std. auf 1300  C erhitzt. Dabei wird  ein ähnlicher Überzug wie in Beispiel 23 erhalten. Un  ter Anwendung der     Röntgenfluoreszenzteehnik    ist in  dem gesamten Überzug     Strontium    in geringer Konzen  tration festzustellen.

   Zur Bestimmung der Tiefe, auf  welche das     Strontium    eingedrungen ist, wird hierbei ab  wechselnd die     Röntgenfluoreszenzanalyse        durchgeführt     und ein Teil des Überzuges durch Elektropolieren ab  getragen.  



       Beispiel   <I>I S</I>  Eine Probe aus einer Legierung aus 80 %     Niob,     10 %     Molybdän    und 10 % Titan wird unter Argon 18 Std.  bei 1100  C in 82 g     Calcium-Aluminium-Legierung          (50%    Ca,<B>50%</B> Al) behandelt. Die Probe erhält dabei  einen     Überzug    von 0,064 nun mit nahezu der gleichen  Struktur wie in Beispiel 23, wobei jedoch die eine       NbzAl-Struktur    aufweisende Schicht etwa 0,010     mm     stark ist.

   Der Überzug ist an der Oberfläche     titanärmer     und     molybdänreicher    als die Ausgangslegierung und ent  hält an der Oberfläche auch Aluminium und     Niob    und  eine Spur Eisen. Diese Probe     verträgt    an der Luft     eine     Temperatur von 1050  C 42 Std., bevor eine rasche  Oxydation einsetzt.  



  <I>Beispiel 19</I>  Eine Probe aus 95 %     Niob    und 5 %     Zirkonium        wird     unter Argon etwa 17 Std. bei 1100  C in 82 g Cal  cium-Aluminium-Legierung     (50%    Ca,<B>50%</B> Al) behan  delt. Die Probe erhält hierbei einen Überzug mit     einer     Dicke von 0,064 bis 0,071 mm und einer     Knoop-Härte     von 1050 bis 1200, der eine ähnliche Struktur wie der  in     Beispiel    23 erhaltene Überzug besitzt.     Wenn    man die  Probe an der Luft 47 Std. einer Temperatur von  1050  C aussetzt, tritt     keine    merkliche Oxydation ein.

      <I>Beispiel 20</I>       Eine        Niobprobe    wird wie     in    Beispiel 21     in    einem  Bad behandelt, das 82 g     Calcium-Aluminium-Legie-          rung        (50%    Ca, 50 % A1) und 0,5g Nickel enthält. Nach  etwa 18stündiger Behandlung liegt ein Überzug von  0,089   0,005 mm mit     einer        Knoop-Härte    von 725  bis 840 vor. Das Korn besitzt hauptsächlich Säulenform  und     ist    ausserordentlich schmal. Dieses     überzugsgefüge     ähnelt dem in Beispiel 23 erhaltenen.

   Diese Probe wi  dersteht bei 118stündiger Erhitzung auf 1050  C an  der Luft der Oxydation.  



  <I>Beispiel 21</I>  Eine     Niobprobe    wird unter Argon etwa 16 Std. bei  1100  C     in    einem Bad behandelt, das     in        einem        Molyb-          däntiegel    82 g     Caleium-Aluminium-Legierung    (50 % Ca,  50 % Al) und 0,5g Kobalt enthält,     entnommen,    ge  säubert und der     Röntgenfluoreszenzanalyse        unterworfen.     Dabei wird an der Oberfläche ein Gehalt von etwa  10 % an     Molybdän,    0,5 %     an    Eisen, 1 bis 2 % an Chrom,

    20     bis    30     /1o'    an     Aluminium,    Rest     Niob,    erhalten. Der  Überzug ist 0,058   0,005 mm stark     und    besitzt ein       ähnliches    Gefüge wie der in Beispiel 23 erhaltene. Die  Probe widersteht bei 125stündiger Erhitzung an der Luft  auf 1050  C der Oxydation, ohne dass irgendein Zu  sammenbrechen des Überzuges eintritt.  



  <I>Beispiel 22</I>  Eine     Niobprobe    wird unter Argon 16 Std. bei  1100  C in 66 g einer     Calcium-Aluminium-Legierung     (61 % Ca, 39 % Al) .behandelt. Die     erhaltene    Probe     ähnelt     der in Beispiel 23 erhaltenen, d. h., sie besitzt einen       verhältnismässig    dicken Überzug mit dem     NbA13-Gefüge     und eine dünne Schicht mit dem     Nb2A1-Gefüge.     



  <I>Beispiel 23</I>  Eine Probe aus reinem     Niob    (etwa 28,6 X 7,9  X 1,0 mm)     wird        unter    Drehbewegung 18 Std. bei  1100  C in einer     Argonatmosphäre    in 82g     Caleium-          Aluminium-Legierung    (50 % Ca, 50 % Al) behandelt, die  sich in einem     Niobtiegel    befindet, entnommen, abgekühlt  und in verdünnter Salzsäure gereinigt. Man erhält auf  der     Niobunterlage        einen        Diffusions-Legierungsüberzug     aus Aluminium     und        Niob    (Dicke etwa 0,076 mm).

    Wenn man die Probe an der Luft 117 Std. auf 1050  C  erhitzt, ist keine     merkliche    Oxydation und keine Durch  dringung durch Sauerstoff festzustellen. Die Gewichts  zunahme der Probe durch Oxydation in 117 Std. be  trägt nur 56 mg bzw. weniger als 0,1     mg/cm2    je       Stunde.     



  Man fertigt bei einer anderen, in entsprechender  Weise in     Caleium-Aluminium-Legierung        (50%    Ca, 50  Al) behandelten Probe     einen    Schnitt an, poliert und  ätzt und     nimmt    das Bild photographisch auf.

   Dabei  werden zwei Schichten festgestellt,     nämlich    erstens eine  obere Schicht von etwa 0,069 mm Dicke mit der Kri  stallstruktur des     NbA13        (bestimmt    mit einem Röntgen  diffraktometer) und zweitens eine dünne Schicht von  0,005 bis 0,008 mm Dicke zwischen der oberen Schicht  und der     Niobunterlage    mit der Struktur des     Nb_,Al.     <I>Beispiel 24</I>  Eine Schmelze     einer    Diffusionsmasse, die 81g Cal  cium, 3 g Mangan, 3 g     Eisen,    3 g Kobalt und 10 g  Nickel enthält, wird auf etwa 1100  C erhitzt.

   In dem  Bad, das sich in einem Behälter mit einer Auskleidung  aus     unlegiertem    Stahl befindet, wird eine Chromprobe           21/."    Std. in einer Drehbewegung gehalten. Das Chrom  nimmt dabei einen Überzug aus Eisen, Nickel, Kobalt  und Mangan an; die     Überzugsdicke    beträgt etwa  0,051 mm.  



  Die in den vorstehenden Beispielen beschriebenen  Arbeiten werden in     einer        inerten        Argon-Atmosphäre     durchgeführt. Die Diffusion kann auch ohne den Schutz  einer     inerten    Atmosphäre durchgeführt werden, aber  vorzugsweise schliesst man Sauerstoff, Stickstoff und an  dere Verunreinigungen aus, insbesondere bei Tempera  turen über 1100  C und bei Diffusionsmassen, die von  Aluminium und     Calcium    gebildet werden. Eine praxis  gerechte Durchführung des Verfahrens bei hohen Tem  peraturen besteht darin, die Schmelze     in        einem    Behälter  einzuschliessen.

   Man kann die Luft aus dem Behälter  absaugen oder einfach durch das Fehlen einer Erneue  rung während der Arbeit einen  toten  Zustand an  nehmen lassen. Die Diffusion kann jedoch auch ohne  die oben genannten Massnahmen durchgeführt werden,  und der Fachmann kann leicht die bestgeeigneten Be  dingungen festlegen, bei denen sich ein gegebener Kör  per aus schwerschmelzbarem Metall mit einem gegebe  nen Legierungsüberzug versehen lässt. Wenn eine     inerte     Atmosphäre gewünscht wird, kann man naturgemäss  auch mit anderen Gasen, wie Helium, arbeiten. Nach  dem Entnehmen der behandelten Körper aus dem Bad  wird vorzugsweise der     Schmelzenrückstand    mit verdünn  ter Salzsäure oder einem anderen entsprechenden Rea  genz weggelöst.  



  Eine     grosse    Zahl der erfindungsgemäss gebildeten  Überzüge sind hinsichtlich ihrer Legierungszusammen  setzung neu, und der überwiegende Anteil der erhal  tenen Diffusionsüberzüge führt allgemein zur Verstär  kung der Oxydationsbeständigkeit der schwerschmelzba  ren Metalle, wenngleich auch der     Beständigkeitsgrad    bei  den einzelnen     Überzügen    sehr verschieden ist.  



  Hinsichtlich der Oxydationsbeständigkeit stellen die  aluminiumhaltigen und, in einem etwas geringeren  Grade, die     siliciumhaltigen    Überzüge die besten Überzüge  dar. Bezüglich der schwerschmelzbaren Materialien, die  der Behandlung unterworfen werden, wird man mit  Gegenständen aus     Niob,        Molybdän    und Wolfram oder  Legierungen derselben den höchsten Gebrauchswert er  halten und Gegenstände aus diesen Materialien in grö  sserem Umfange als diejenigen aus anderen schwer  schmelzbaren Materialien einsetzen.

   Insbesondere sind  die aluminiumhaltigen Überzüge auf     Niob    oder     Niob-          legierungen    hinsichtlich der     Oxydationsbeständigkeit    be  sonders hervorragend, und das     Unterlagemetall    bleibt       duktil,    da der Sauerstoff die     Überzüge    nicht zu durch  dringen vermag.  



  Hinsichtlich der Natur der     in    Beispiel 23 erhalte  nen, eine überlegene Oxydationsbeständigkeit aufwei  senden Überzüge und ähnlicher Überzüge     sind    umfang  reiche Untersuchungen durchgeführt worden. Diese  Überzüge werden, wie oben erwähnt, von Schichten mit  individuellen Phasenstrukturen gebildet, wobei die obere,  dickere Schicht eine dem     NbAl;    entsprechende Struktur  und die untere, verhältnismässig dünne Schicht eine dem       Nb2Al    entsprechende Struktur besitzt. In den gesam  ten     Überzügen    und in beiden Schichten liegen das Alu  minium und das     Niob    mit Konzentrationsgefällen vor.

    In der     NbAli-Phasenschicht        nimmt    die Konzentration  des Aluminiums mit zunehmender Tiefe langsam ab,  bis die dünne Innenschicht erreicht wird. Die Alumi  niumkonzentration fällt hierauf rascher ab, so dass das  Konzentrationsgefälle steil ist. Umgekehrt nimmt die         Niobkonzentration    in der die     NbAI"    Struktur aufwei  senden Schicht weniger rasch als in der dünneren Schicht  mit der     NbLAl-Phasenstruktur    zu.  



  Es hat sich gezeigt, dass beträchtliche Konzentratio  nen einer     Codiffusion    unterworfener Elemente, ein  schliesslich Wolfram, Eisen,     Molybdän,    Kobalt, Nickel  und andere, die Strukturen der     überzugsphasen    nicht  verändern. Zu der mit diesen überlegenen Phasenstruk  turen erhaltenen Oxydationsbeständigkeit können somit  ergänzend die weiteren Vorteile hinzutreten, die sich  aus bestimmten     Codiffusionselementen    ergeben.

   Man  kann ferner diese erwünschten Phasenstrukturen auf       Nioblegierungsunterlagen    aufrechterhalten, trotzdem in  dem     Unterlagemetall    vorliegende Legierungselemente  nach aussen diffundieren.     Konzentrationsgefälle-Untersu-          chungen    haben gezeigt, dass diese     Codiffusionselemente     ebenfalls mit Konzentrationsgefällen vorliegen, die zum  Inneren des Überzuges hin gerichtet sind.  



  Die     verhältnismässig    dünne     Nb2Al-Schicht    stellt an  scheinend eine Diffusionssperre dar, in welcher die Dif  fusionsgeschwindigkeit geringer als in der verhältnismä  ssig dicken     NbAt3-Schicht        ist.    Die überlegene Oxyda  tionsbeständigkeit der     Nb-Al-Überzüge    ist zum Teil auf  diese Eigenschaft der dünnen Schicht, als Diffusions  sperre zu wirken, zurückzuführen, denn beim Erhitzen  an der Luft auf 1050  C diffundiert das Aluminium     in     den Überzügen mit sehr geringen Geschwindigkeiten, die  noch unter der Geschwindigkeit liegen, mit denen der  Überzug gebildet wurde.

   Der Überzug bleibt mit anderen  Worten legierungsreich und bezüglich Gehalt und Struk  tur relativ fixiert. Photographische Mikroaufnahmen und       Mikrohärteprüfungen    dieser vielschichtigen, der Oxyda  tionsprüfung unterworfenen Überzüge zeigen, dass das  Eindringen von Sauerstoff in der     NbA13-Schicht    zum  Stillstand kommt.  



  Über die Prüfung durch wechselweises Abfahren der       Überzugsoberflächen    mit einem     Diffraktometer    und Ab  tragen der untersuchten Zone durch Polieren hinaus ist  durch sorgfältige Untersuchung     photographischer    Mikro  aufnahmen ermittelt worden, dass diese beiden Schichten  individuelle Phasenstrukturen     aufweisen.    Den Mikro  aufnahmen ist zu entnehmen, dass das Korn zu einem  grossen Teil ausserordentlich schmal und säulenförmig  ist. Die Untersuchung mit dem     Diffraktometer    zeigt, dass  die Struktur der dicken Aussenschicht der     in    der Litera  tur für     NbAl:;    beschriebenen entspricht.

   Wie die Ver  änderung der Intensität der     Röntgenbeugungs-Peaks,    die  man bei der Prüfung unter Polierabtragung erhält, zeigt,  liegt in dem     Nb-Al-Überzug    ein breiter Bereich von  Festlöslichkeit vor. Die Untersuchungen der Röntgen  analysen zeigen auch die mit dem Vordringen in die  Tiefe der Überzüge eintretende Verschiebung der     Peak-          Lagen.    Eine ähnliche,     röntgenrefraktometrische    Unter  suchung der dünnen Innenschicht ergibt die     Nb2AI-          Struktur,    die ebenfalls der Literatur für in der Masse  vorliegende oder im wesentlichen homogene Legierun  gen entnommen werden kann.  



  Der vielphasige Überzug wird in bevorzugter Aus  gestaltung der Erfindung unter Verwendung einer Dif  fusionsmasse mit etwa 35     bis    65     Gew.%        Calcium    und  etwa 35 bis 65     Gew.%    Aluminium gebildet. Die     bei     Erhöhung der     Calciumkonzentration    auf über ungefähr  65     Gew.    % anfallenden Überzüge sind verhältnismässig  dünn und besitzen die Phasenstruktur des     Nb2AI,    wobei  die geringe Stärke der Überzüge sich daraus erklärt,  dass diese Struktur als Diffusionssperre wirkt.

   Diese dün  nen, von einer Einzelschicht mit der Struktur des           Nb2AI    gebildeten Überzüge besitzen nicht die hervorra  gende Oxydationsbeständigkeit der dickeren, vielschich  tigen Überzüge, ergeben aber auch eine beträchtliche  Oxydationsbeständigkeit.  



  Die Überzüge können auch kleine Mengen der Über  trager, die mit einem     ähnlichen    Gefälle vorliegen, ent  halten. Die Menge des Übertragers ist im allgemeinen  sehr gering und kleiner als 0,1     GewA,    aber selbst mit  kleinen Mengen an     Calcium,    Barium und     Strontium    wird  die Oxydationsbeständigkeit verstärkt.  



  Teil- und Prozentangaben in der Beschreibung be  ziehen sich, wenn nicht anders     angegeben,    auf das Ge  wicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Überzug aus einer oxydationsbeständigen Legie rung auf einem Körper aus schwerschmelzbarem Metall, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Legierung aus dem schwerschmelzbaren Metall und mindestens einem wei teren Element gebildet ist, wobei dieses weitere Element oder die weiteren Elemente in zur Oberfläche des Über zugs hin zunehmenden Konzentrationen vorhanden sind.
    II. Verfahren zur Herstellung des Überzugs nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das schwerschmelzbare Metall zur Bildung eines Diffusions- legierungsüberzugs bei einer Temperatur im Bereich zwischen 900 und 1450 C mit einer Diffusionsmasse, welche mindestens 25 GewA mindestens eines übertra- gerelements und 0,5 bis 75 GewA mindestens eines Diffusionselements enthält, zusammengebracht wird.
    III. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine Schmelze, enthaltend von 35 bis 65 GewA mindestens eines über- tragereleinentes und 35 bis 65 GewA Aluminium und beziehungsweise oder Silizium. UNTERANSPRÜCHE 1. Überzug nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass eines der weiteren Elemente Aluminium, Silizium oder ein 1- bis 9-d-Elektronen besitzendes Übergangselement ist.
    2. Überzug nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines der wei teren Elemente Calcium, Strontium und/oder Barium ist. 3. Überzug nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das schwerschmelzbare Metall Niob ist. 4. Überzug nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine dem Nb,#Al entsprechende Kristallstruktur, wobei die Konzentration an Aluminium gegen die Über zugsoberfläche hin zu- und die Konzentration an Niob in der gleichen Richtung abnimmt.
    5. Überzug nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei übereinanderliegende Schichten mit unter schiedlichen Kristallstrukturen, wobei die Aussenschicht die Kristallstruktur des NbA13 und die Innenschicht die Kristallstruktur des NbyAl aufweist und die Konzen tration an Aluminium von innen nach aussen zu- und die Konzentration an Niob in der gleichen Richtung abnimmt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass als schwerschmelzbares Metall Niob, Wolfram oder Molybdän verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass als übertragerelement Calcium, Ba rium und/oder Strontium verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Diffusionselement Aluminium und/oder Silizium verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Diffusionsmasse mit einem Ge halt von 35 bis 65 GewA Übertrager und 35 bis 65 GewA Aluminium und beziehungsweise oder Sili zium und bis 30 GewA mindestens eines Diffusions- Übergangselements verwendet wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass das schwerschmelzbare Metall und die Diffusionsmasse bei etwa 1000 bis 1400 C zu- sammengebracht werden. 11. Mittel, nach Patentanspruch III, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schmelze ausserdem bis 30 GewA mindestens eines Diffusions-Übergangselements enthält.
CH1604263A 1963-12-30 1963-12-30 Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung CH456293A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1604263A CH456293A (de) 1963-12-30 1963-12-30 Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1604263A CH456293A (de) 1963-12-30 1963-12-30 Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH456293A true CH456293A (de) 1968-05-15

Family

ID=4414009

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1604263A CH456293A (de) 1963-12-30 1963-12-30 Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH456293A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2560523C2 (de) Metallgegenstand mit einem Hafnium und Aluminium enthaltenden metallischen Überzug und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2734529C2 (de) Gegenstand mit verbesserter Oxydations- und Korrosionsbeständigkeit bei hoher Temperatur
DE2414992A1 (de) Ueberzugssystem fuer superlegierungen
DE2736861C3 (de) Polykohlenstofffluoride und Verfahren zur Herstellung derselben
DE2840681C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer porösen, verschleißbaren Nickel-Chrom-Legierung
DE1292464B (de) Diffusionsueberzogener Eisenmetallkoerper und Verfahren zu dessen Herstellung
CH635130A5 (de) Verfahren zur herstellung einer carbidschicht auf der oberflaeche eines gegenstandes aus einer eisenlegierung.
DE102021109368B4 (de) Galliumoxid-basierter halbleiter und herstellungsverfahren desselben
DE1216065B (de) Aufbringen eines UEberzuges auf eine Molybdaen-Grundlage im Diffusionsverfahren
DE2430363C3 (de) Verfahren zur Bildung eines metallischen Überzugs auf einer Oberfläche aus mindestens einem hochwarmfesten Metall
DE69229993T2 (de) Legierung auf titanbasis hergestellt nach dem dampfabschreckungsverfahren
DE1608243A1 (de) Legierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2001308A1 (de) Diffusionsbeschichtung von eisenhaltigen Gegenstaenden
CH456293A (de) Uberzug aus einer oxydationsbeständigen Legierung und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3742914C2 (de) Verfahren zur Bildung einer aus einem Carbonitrid von Molybdän bestehenden Oberflächenschicht auf der Oberfläche eines Gegenstandes aus Eisen oder einer Eisenlegierung
DE1259669B (de) Verfahren zur Herstellung einer oxydationsbestaendigen Oberflaechenschicht auf Gegenstaenden aus schwerschmelzbaren Metallen
EP0352220B1 (de) Oberflächenbeschichtung aus einer Aluminium-Basislegierung
DE2322159B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid
DE2322157C3 (de) Verfahren zur kathodischen Herstellung einer Vanadin- und/oder Niob- und/oder Tantalcarbidschicht auf der Oberflache eines mindestens 0,05 Gew.-°/o Kohlenstoff enthaltenden Eisen-, Eisenlegierungs- oder Sintercarbidgegenstandes K.K. Toyota Chuo Kenkyusho, Na-
DE1208595B (de) Verfahren zum Erzeugen von Chromdiffusions-zonen mit extrem niedriger Oberflaechenrauhigkeit auf Teilen aus Nickel- oder Kobaltlegierungen
CH440904A (de) Verfahren zum Aufbringen einer chromhaltigen Schicht
DE2502609C2 (de) Überzugsband zur Verwendung beim Aluminid-Diffusionsüberziehen
DE4238220C1 (en) Mixt. for diffusion coating ferrous material - contains chromium@, tantalum carbide, ammonium chloride, and alumina
DE2356675C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Chromcarbidschicht auf der Oberfläche eines mindestens 0,06% Kohlenstoff enthaltenden Gegenstandes aus Eisen, einer Eisenlegierung oder Wolframsintercarbid
DE1286870B (de) Intermetallische Schutzschicht auf Werkstuecke aus Niob oder Nioblegierungen und Verfahren zu deren Herstellung