Gerät zum Entfernen von Lötmetall In modernen Produktionsstätten für elektronische Geräte und insbesondere in Forschungs- und Entwick lungslaboratorien ist es häufig erforderlich, dass kleine elektronische Bauteile wie Widerstände, Kondensatoren, Transistoren und dergleichen von Kontaktstreifen oder gedruckten Schaltungstafeln gelöst und für einen folgen den Neubau wiederverwertet werden. Häufig dient auch eine Lötverbindung nicht nur dazu, eine elektrische Ver bindungsklemme zu befestigen, sondern sie wird auch benutzt, um eine bauliche Halteverbindung des Teiles herzustellen oder zu befestigen. Zu diesem Zweck wer den die Anschlussleitungen eines Teiles meistens um den Anschlussockel gewickelt, woraufhin der umwickelte Sockel mehr oder weniger mit Lötmetall überzogen wird.
Wenn das Lötmetall nicht entfernt wird, ist es schwierig oder nahezu unmöglich, den Anschlussdraht vom Sockel abzuwickeln und das Teil zu trennen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Schaltung, der Sockel oder das Teil selbst beschädigt werden. Die Erwärmung der Verbin dung und das Schmelzen des Lötmetalls sind kein befrie digendes Verfahren für eine Trennung, da normalerweise die hohe Oberflächenspannung des Lötmetalls bewirkt, dass dieses an der Lötstelle am Sockel haften bleibt, obwohl es insgesamt in beweglichem Zustand ist.
In manchen Fällen kann ein Abfliessen des Lötmetalls von der Verbindungsstelle dadurch erreicht werden, dass es weiter erwärmt wird, wodurch die Oberflächenspannung des Lötmetalls genügend verringert wird, jedoch können dadurch Beschädigungen der Schaltungstafel oder des Teiles hervorgerufen werden, und es ist dabei möglich, dass das Lötmetall an eine unerwünschte Stelle in der Schaltung oder deren Teile fliesst. Im einigen Fällen kann man das Lötmetall unter dem Einfluss der Schwerkraft auf den Lötkolben fliessen lassen, sofern es möglich ist, diesen unterhalb der elektrischen Verbindung anzuord nen ; eine derartige Anordnung ist jedoch für gewöhnlich undurchführbar.
Für gewöhnlich ist es möglich, das Lötmetall zu schmelzen und in flüssigem Zustand hinwegzublasen ; dadurch wird jedoch im günstigsten Fall nicht das ge samte Lötmetall entfernt, und es besteht immer die Möglichkeit, dass das Lötmetall an Stellen gespritzt wird, an denen es unerwünscht ist, und dass Teilchen von Lötmetall erzeugt werden, die später durch Erschütte rungen oder Schwingungen an Stellen gelangen, an denen sie den ordnungsgemässen Betrieb der Schaltung bei spielsweise durch die Bildung von unerwünschten Kurz schlüssen beeinträchtigen.
Die grundlegende Schwierigkeit bei der Entfernung gelöteter Verbindungen wird naturgemäss dadurch er schwert, dass das auch in geschmolzenem Zustand nicht abfliessende Lötmetall äusserst schnell erstarrt, wenn ein kaltes Werkzeug für das Abwickeln und die Loslösung des Umwicklungsdrahtes verwendet wird.
Diese Schwierigkeiten wurden in gewisser Hinsicht erfolgreich durch die in den letzten Jahren erfolgte Ent wicklung eines Gerätes zur Entfernung von Lötmetall behoben Dieses Gerät gemäss dem gegenwärtigen Stand der Technik ist mit einem dünnwandigen Zylinder gehäuse und einer diesem zugeordneten Vorrichtung zur Erzeugung von Unterdruck zwecks Entfernens des Löt metalls durch Saugwirkung versehen, welches Zylinder gehäuse ein spitzes Ende und ein mit einer Buchse ver- sehenes Ende hat, wobei eine Kolbenanordnung einen in dem Zyli:
ndergehäme axial verschiebbaren Kolben aufweist, an dem koaxial ein Führungsstab befestigt ist, der gegen das Buchseiende gerichtet ist, und eine Vorrichtung zur Erzeugung des Saughubes des Kolbens an diesem befestigt ist, um ihn gegen die Buchse zu drücken und den Saughub zu bewirken, wobei eine Buchse in das Buchseiende des Zylindergehäuses einge setzt ist, dieses teilweise verschliesst bzw.
eine axiale Öffnung umschliesst, durch die der Führungsstab der Kolbenanordnung verläuft, und wobei eine von aussen zu betätigende Auslösevorrichtung an dem Zylinder gehäuse angebracht ist, welche Vorrichtung den Kolben gegen die in axialer Richtung wirkende Kraft der den Saughub erzeugenden Vorrichtung in der Nähe des spitzen Endes festhält und zur abrupten Freigabe des Kolbens betätigbar ist. .
Wie bereits oben angedeutet, haben diese Geräte den Stand der Technik gefördert und bestimmte Teile der erwähnten Schwierigkeiten weitgehend behoben. Für manche Anwendungsbereiche weisen sie jedoch wegen des Rückstosses von Kolben, Stab und Handgriff wäh rend des Saughubes gewisse Nachteile auf. Der Stab, der den unter Federspannung stehenden Kolben mit dem Handgriff verbindet, muss schwer und stark genug sein, um die Feder zu spannen, und der Handgriff muss gross und weich genug sein, um wiederholtes Spannen der Feder durch das Bedienungspersonal zu gestatten. Diese Voraussetzungen bedingen, dass Kolben, Stab und Griff im Vergleich zu dem leichten Zylindergehäuse eine be trächtliche Masse besitzen.
Dementsprechend tritt am äusseren Gehäuse ein Rückstoss auf, der das Endstück von dem geschmolzenen Lötmetall abhebt, sobald die Auslösevorrichtung betätigt wird und die Kolbenanord nung zurückschnellt.
Ein weiterer Nachteil des Rückstosses im Zusammen hang mit dem Handgriff und dem Stab besteht darin, dass das Bedienungspersonal während des Saughubes seinen Kopf in der Nähe des Werkzeuges hat und die Augen leicht durch den Handgriff getroffen werden kön nen.
Zur Behebung dieser Nachteile ist beim erfindungs- gemässen Gerät eine Vorrichtung zum Spannen des Kol bens vorhanden, die mit axialer Bewegungsfreiheit durch die erwähnte Öffnung in der Buchse (52) verläuft und innerhalb des Zylindergehäuses ein Ende für den Angriff am Kolben und ausserhalb des Zylindergehäuses ein äusseres Ende aufweist, wobei die Spannvorrichtung eine Sperrvorrichtung aufweist, welche dem mit dem Kolben zusammenwirkenden Ende zugeordnet ist, um dieses Ende in der Buchse festzulegen und dadurch die axiale Bewegung der Spannvorrichtung in der einen Richtung zu begrenzen,
und wobei eine federnde Rück holvorrichtung zwischen dem äusseren Ende und dem am Kolben angreifenden Ende der Spannvorrichtung axial zusammendrückbar angeordnet ist.
Einzelheiten eines Ausführungsbeispiels des Erfin dungsgegenstandes sowie Ziele und Vorteile der vorlie genden Erfindung gehen aus der nachfolgenden Be schreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeich nungen hervor, die lediglich der Veranschaulichung die nen und, in denen Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht mit Dar stellung der Verwendung eines Ausführungsbeispiels des Gerätes für die Entfernung von Lötmetall gemäss der vorliegenden Erfindung, zusammen mit einem Lötkol ben und einer Schaltungstafel ist;
Fig. 2 eine zur Darstellung des inneren Aufbaus teil weise aufgeschnittene perspektivische Ansicht eines Aus führungsbeispieles eines nach den Grundsätzen der vor liegenden Erfindung ausgebildeten Werkzeugs für die Entfernung von Lötmetall ist, Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 5 Längsschnittansichten des in Fig. 2 dargestellten Geräts zur Darstellung von inne ren Einzelheiten und des Zusammenwirkens der Teile bei der Anwendung der Erfindung sind; Fig. 10 eine Längsschnittansicht eines Teiles des in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Aufbaus entlang der Linie 10-10 in Fig. 3 ist; Fig. 11 eine Querschnittsansicht eines Teiles des in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Gerätes entlang der Linie 11-11 in Fig. 5 ist;
Fig. 12 und 13 in Längsrichtung dargestellte senk rechte Aufrissansichten einer mit querverlaufenden Öff nungen versehenen Buchse sind, die in den vorangegan genen Figuren im Schnitt gezeigt wurde; Fig. 6 und 7 Längsschnittansichten des Saugspitzen teils des in den vorangehenden Zeichnungen gezeigten Gerätes zur Darstellung der Loslösung der Saugspitze vom Rest des Gerätes sind ; Fig. 8 und 9 perspektivische Ansichten von Saugspit- zenausbildungen sind, die gegenüber den in den vorher gehenden Figuren dargestellten Ausbildungen geändert sind.
Unter besonderer Bezugnahme auf die Figuren im einzelnen wird betont, dass die dargestellten Einzelhei ten ausschliesslich als Beispiele und nur der Veranschau lichung dienen und nur gegeben sind, um eine möglichst brauchbare und leicht verständliche Beschreibung der Grundgedanken und baulichen Grundlagen der Erfin dung zu ermöglichen.
In dieser Hinsicht wurde kein Ver such unternommen, die baulichen Einzelheiten des Ge rätes mit grösserer Genauigkeit darzustellen, als es für das grundsätzliche Verständnis der Erfindung notwendig ist, wobei die Beschreibung zusammen mit den Zeich nungen dem Fachmann die praktische Ausbildung der besonderen verschiedenen Formen der Erfindung ver ständlich macht.
Ein Ausführungsbeispiel des Werkzeuges 10 zur Ent fernung von Lötmetall ist in Fig. 1 in bildlicher Dar stellung einer typischen Anwendung des Werkzeuges zusammen mit einem gebräuchlichen Lötkolben 12 ge zeigt, wobei beide Werkzeuge nahe an einer mehrere Lötverbindungen 16 aufweisenden Schaltungstafel 14 dargestellt sind.
In der allgemeinen Anwendung, wenn eine oder mehrere Lötstellen 16 entfernt oder entlö- tet werden sollen, werden diese durch Annäherung der heissen Spitze des Lötkolbens 12 geschmolzen und an- schliessend unter Verwendung des Gerätes 10 zur Ent fernung des Lötmetalls entfernt.
In Fig. 2 sind die Hauptteile des Werkzeuges 10 in teilweise aufgeschnittener perspektivischer Darstellung gezeigt. Bei diesem Beispiel weist das Werkzeug 10 einen dünnwandigen hohlen zylindrischen Gehäusekörper 18 mit eine Saugspitze 20 und einem eine Buchse 22 ent haltenden Ende auf. In dem unteren Ende 20 des Zylin ders ist ein gleitbar angeordneter, axial gehaltener Saug spitzenteil 24 dargestellt, der eine ringförmige Befesti gungsschulter 26 aufweist, die von einem Teil mit erwei tertem Durchmesser 28 und einem Teil 30 kürzeren Durchmessers gebildet wird, das sich in das Saugspitzen ende 20 des Zylindergehäuses 18 erstreckt und darin durch Reibung gehalten wird.
Die Durchmesser der Teile mit längerem und kürzerem Durchmesser sind ungefähr gleich dem inneren bzw. dem äusseren Durchmesser des dünnwandigen Zylinderkörpers 18. Die Saugspitze kann ferner ein Rohrtell; 34 mit einer koaxial mit dem Gehäu sekörper verlaufenden Mittelbohrung aufweisen.
Das Rohrteil 34 verläuft durch den Saugspitzenteil 24 und bildet einen Abzugskanal 36 für Lötmetall, der den Innenraum des Zylinders mit der Aussenluft verbindet Die rückwärtige Fläche des Saugspitzenteils 24 enthält eine Anlagefläche 38 für den Kolben, die, wie später beschrieben, zum Ausstossen der Saugspitze aus dem Gehäusekörper 18 verwendet wird. Weitere Einzelheiten dieser und anderer wahlweise zu verwendender Saug spitzen, ihre Funktionsweise sowie ihre Abtrennung vom Gehäusekörper 18 werden weiter unten in Verbindung mit späteren Figuren erörtert.
Ebenfalls im Gehäusekörper 18 ist eine Kolben anordnung 40 enthalten, die aus einem länglichen Füh rungsstab 42, einem Kolben 44, einem Kolbenring in Form eines O-Ringes 46, einem Paar Befestigungsmut- tern 48, von denen nur eine in der Zeichnung darge stellt ist, und einer Verlängerung 50 des Führungsstabes 42 für die Reinigung des Saugkanals besteht, die vom Kolben 44 aus nach vorn in und durch den Saugkanal 36 verläuft. Das entgegengesetzte Ende des Führungs stabes 42 verläuft in und teilweise durch eine Buchse 52, die in dem Ende 22 des zylindrischen Gehäusekörpers 18 angeordnet ist. Die gesamte Kolbenanordnung 40 be steht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Material von geringer Masse, wie z. B.
Teflon für den Kolben 44 und Aluminium für den Stab 42 und seine Verlängerung 50. Das rückwärtige Ende des Führungsstabes 42 kann, wie unten noch näher beschrieben wird, von einer Aus lösevorrichtung 54 festgehalten werden, die den Kolben mechanismus 40 gegen den Zug einer den Saughub be wirkenden Hauptfeder 56, die an ihren Enden mit der Buchse 52 und dem hinteren Ende des Kolbens 44 ver bunden ist, in der dargestellten Stellung in Berührung mit der Saugspitze 20 des Gehäusekörpers 18 festhält.
Ein für den seitlichen Durchgang der Auslösevorrich tung 54 mit Schlitzen versehener Spannstab 58 verläuft ebenfalls durch die Buchse 52 und endet vorn in einer Anlagefläche 60 für den Kolben.
Der Spannstab 58 wird durch auf einen Griff 62 aus geübten Handdruck betätigt, wobei der Stab 58 axial durch die geöffnete Buchse 52 derart bewegt wird, dass er infolge seiner nicht dargestellten Anlage an der hin teren Fläche des Kolbens 44 die Kolbenanordnung 40 auf die Saugspitze 20 zu bewegt, bis das hintere Ende des Führungsstabes 42 von der Auslösevorrichtung 54 ergriffen wird. Der Spannstab 58 wird dann durch die Wirkung einer Rückholfeder 64 axial nach aussen zu rückbewegt. Die Rückholfeder 64 steht zwischen dem Handgriffende des Spannstabes 58 und der Buchse 52 unter Kompression.
Wenn die Auslösevorrichtung 54 betätigt wird, kann die Kolbenanordnung 40 unter Ausstossung der im Ge häusekörper 18 befindlichen Luft durch eine Auslassöff- nung 65 zurückschnellen. Es ist zu beachten, dass die zwischen dem Auslass 65 und der Buchse 52 einge schlossene Luft eine pneumatische Abfederung für die Kolbenanordnung am hinteren Ende des Saughubes bil det, wodurch die Abhebung der Saugspitze 24 von dem Werkstück so gering wie möglich gehalten wird.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist das Werkzeug zum Ent fernen von Lötmetall der vorhergehenden Figuren aus führlicher in drei verschiedenen Arbeitsphasen der Spann- und Auslösevorrichtungen dargestellt. In Fig. 3 ist die Kolbenanordnung 40 in Ruhestellung in seiner rückwärtigen Lage gezeigt, wobei der Spannstab 58 voll ständig nach aussen ausgefahren ist. In Fig. 4 ist das Gerät in der Mitte des Spannvorganges dargestellt, wäh rend in Fig. 5 die Kolbenanordnung vollständig ge spannt dargestellt ist, wobei der Spannstab wieder in seine voll ausgefahrene Stellung zurückgekehrt ist.
Unter besonderer Bezugnahme auf Fig. 3 werden gewisse bauliche Gesichtspunkte und Einzelheiten des Gerätes dargestellt und näher beschrieben, als in den vorangegangenen Beschreibungsteilen der Figuren. Der dünnwandige Zylindergehäusekörper 18 ist wieder mit der Saugspitze 24 in dem Saugspitzenende 20 dargestellt. Der Führungsstab 42 mit seinem nach vorn hervorste henden Verlängerungsteil 50 für die Reinigung des Saug kanals ist mittels zwei Befestigungsmuttern 48 axial an dem Kolben 44 angeordnet. Der den Kolben abdichtende O-Ring 46 wird am Kolben durch einen ringförmigen, um den zylindrischen Umfang des Kolbens verlaufen den Kanal 66 gehalten und getragen.
Der nach hinten verlaufende Mittelteil 68 der Kolbenanordnung 40 endet in einem Teil 70 mit vergrössertem Durchmesser, der eine die Zugfeder befestigende Schulter 72 bildet. Etwa eine Windung der Hauptfeder 56 ist um den Mittelteil 68 unmittelbar vor dem erweiterten Teil 70 gewunden. Das entgegengesetzte Ende 76 der Feder 56 wird durch eine Öffnung 78 gehalten, die in dem Seitenteil der Buchse 52 ausgebildet ist.
Die hintere Fläche des erweiterten Teiles 70 bildet eine Anlagefläche 74 für den Spannstab. Es ist zu be achten, dass der Spannstab 58 bei diesem Ausführungs beispiel aus einem hohlen Metallrohrstück besteht, das mit einem Paar axialer länglicher Schlitze 80 für den Durchlass der Auslösevorrichtung (siehe Fig. 2) ausge bildet ist, deren Wirkungsweise unten beschrieben wird.
Durch die Auslösevorrichtung 54 und die Buchse 52 gehalten, und konzentrisch in dem Spannstab 58 ange ordnet isst ein Führungsteil 82, das eine axiale Bohrung 84 zur Aufnahme des Führungsstabes 42 der Kolben anordnung 40 mit Gleitsitz aufweist. Ebenfalls innerhalb des Spannstabes 58 ist ein die Auslösevorrichtung halten der Stopfen 86 angeordnet, der ebenfalls :eine axiale Bohrung für die Aufnahme des Führungsstabes 42 auf weist, und dessen obere Fläche eine Anlagefläche für das Ende der Rückholfeder 64 bildet.
Auf diese Weise ist ersichtlich, dass die Rückholfeder unter Kompression zwischen dem die Auslösevorrichtung haltenden Stopfen 86 und dem Griffteil 62 des Spannstabes gehalten wird.
Bei Betrieb des Gerätes, siehe Fig. 4, wird der mit dem Pfeil 88 angedeutete Handdruck auf die obere Flä che des Griffteils 62 ausgeübt, wodurch die Rückhol feder 64 komprimiert wird und das entgegengesetzte En de des Spannstabes in Anlage an eine Anlagefläche 74 dies Kolbens 44 gebracht wird, wodurch eine Abwärts bewegung der Kolbenanordnung 40 in Richtung auf das Saugspitzenende 20 bewirkt wird, wie es duinch den Pfeil 92 ra;ngeieu.tet ist.
In Fig. 5 ist die Kolbenanordnung in vollständig auf das Ansaugende 20 zu bewegter Stellung dargestellt, in der sie infolge des Eingriffes des oberen Endes des Füh rungsstabes 42 mit der Auslösevorrichtung in der Buchse 52 festgehalten wird. Der Spannstab 58 kann dann los gelassen werden und kehrt infolge der Wirkung der Feder 64 wieder in seine voll ausgefahrene Stellung zu rück, wie dargestellt.
Das Werkzeug 10 ist dann in ge spanntem oder geladenem Zustand und bereit, den Saug hub auszuführen, der erfolgen kann, sobald die Auslöse vorrichtung betätigt wird, um das Ende des Führungs stabes 42 freizugeben, wodurch die Kolbenanordnung 40 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückschnellen kann Unter Bezugnahme auf Fig. 6 ist zu bemerken, dass, wenn die Kolbenanordnung 40 über die in Fig. 5 gezeigte Stellung hinaus nach unten geschoben wird, die Verlängerung 50 des Führungsstabes 42 für die Reini gung des Saugkanals diesen über seine gesamte Länge durchläuft.
Wenn ferner, wie in Fig. 7 gezeigt, die Kol- benanordnung 40 noch weiter in Richtung auf die Saug spitze zu bewegt wird, schlägt der Kolben 44 an der hin teren Fläche der Saugspitze 24 an, und zwar an dessen Anlagefläche 38 für den Kolben. Wenn sodann der Druck verstärkt wird, wie durch den Kraftpfeil 88 ange deutet, kann die Saugspitze 24 aus dem Saugspitzenende 20 des Gehäusekörpers 18 ausgestossen werden, um die Saugspitze zu erneuern, um die innere Fläche des Zylin dergehäusekörpers 18 zu reinigen und um die Kolben gleitflächen des Gehäusekörpers zu schmieren.
In den Fig. 8 und 9 sind weitere Ausbildungsfor men 24' und 24" für die Saugspitze dargestellt, die im wesentlichen der Saugspitze 24 ähnlich sind, mit der Abweichung, dass die Rohrteile 34' und 34" in diesen Beispielen länger, gekrümmt oder biegsam sind, um die Entlötung von Verbindungsstellen zu ermöglichen, die mit dem Saugrohr 34 des zuvor beschriebenen Ausfüh rungsbeispieles nicht ohne weiteres bequem zugänglich sind.
In Fig. 10 sind einige Einzelheiten der Ausbildung im Bereich des Buchsenendes 22 des Gehäuses des Werkzeuges zur Entfernung von Lötmetall dargestellt. Die Buchse 52 ist hier im Ende 22 des Gehäuses 18 im Pressitz oder durch eine nicht dargestellte Klemm schraube gehalten, dargestellt. Die Buchse 52 ist mit einer Bohrung 94 ausgebildet, die den Spannstab 58 gleitend aufnimmt. Eine Querbohrung 96 ist ebenfalls durch die Buchse 52 hindurch vorgesehen, um die Aus lösevorrichtung 54 aufzunehmen und zu halten, wie wei ter unten erläutert. In dieser Ansicht ist das Verhältnis der Schlitze 80 im Spannstab 58 für den Durchgang der Auslösevorrichtung 54 gegenüber dieser dargestellt.
Ebenso ist hier die Öffnung 78 für die Befestigung des Federendes 76 genauer gezeigt.
Im Spannstab 58 ist das Führungsteil 82 konzentrisch angeordnet, das gegenüber dem Buchsenteil 52 axial frei gleiten könnte, wenn es nicht durch die Auslösevorrich tung gehalten würde. Die Auslösevorrichtung wird ihrer seits innerhalb der Gesamtanordnung durch den Stopfen 86 gehalten, der einen Teil 98 mit verkürztem Durch messer aufweist, der axial in das Teil 82 in Anlage an der Auslösevorrichtung 54 verläuft, und zwar durch eine erweiterte Bohrung 100 in dem Ende des Führungstei les 82. Der Führungsstab 42 der Kolbenanordnung ist an Ort und Stelle konzentrisch innerhalb des übrigen Teiles des Buchsenendes 22 des Gehäusekörpers 18 ge zeigt.
Es sei darauf hingewiesen, dass der die Auslöse vorrichtung haltende Stopfen 86 auch durch die Wirkung der Rückholfeder 64 in Anlage an der Auslösevorrich tung 54 gehalten wird, da, wie oben erwähnt, die Rück holfeder 64 in diesem Ausführungsbeispiel komprimiert ist.
In Fig. 11 ist die Auslösevorrichtung 54 näher dar gestellt. Sie enthält eine Querbohrung 96, in der eine Metallbuchse 102 angeordnet ist. Innerhalb der Buchse 102 ist ein Auslösezylinder 104 angeordnet, der durch eine zwischen ihm und dem Boden der Querbohrung gehaltene Auslösefeder 106 nach aussen gedrückt wird. Der Auslösezylinder 104 ist mit einer die Führungsstange aufnehmenden Öffnung 108 versehen, durch die die Füh rungsstange 42 der Kolbenanordnung 40 normalerweise hindurchverläuft. In der in Fig. 5 und 11 dargestellten Betriebsphase ist jedoch der Führungsstab 42 auf das Saugende 20 des Gehäusekörpers zu so weit verschoben worden, dass die Feder 106 den Auslösezylinder 104 nach aussen drücken kann, so dass die den Stab aufneh- mende Öffnung 108 nicht mehr auf den Führungsstab 42 ausgerichtet ist.
Der Stab 42 wird dann in seiner aus gefahrenen Stellung gegen die Kraft der Hauptfeder 56 durch den Eingriff des Endes 110 des Führungsstabes mit der unteren Fläche des Auslösezylinders 104 gehal ten, wie es insbesondere in Fig. 5 dargestellt ist.
Ein Teil der oberen zylindrischen Fläche des Aus lösezylinders 104 ist entfernt, um eine ebene Fläche 112 für die Anlage des unteren Endes des die Auslösevor richtung haltenden Stopfens 86 zu bilden. Diese abge flachte Oberfläche 112 des Auslösezylinders 104 verläuft über ein kurzes Stück entlang dem Zylinder 104 von der den Führungsstab aufnehmenden Öffnung 108 aus, und die Enden der abgeflachten Fläche 112 bilden Anschlag flächen 114, die an dem Unterteil des die Auslösevor richtung haltenden Stopfens 86 anliegen.
Die Anlage des die Auslösevorrichtung haltenden Stopfens 86 an der abgeflachten Fläche 112 hält daher nicht nur den Aus lösezylinder 104 innerhalb der Buchse 102, sondern hin dert auch den Auslösezylinder 104 daran, sich in der Buchse 102 zu drehen, ;so, dass die Öffnung 108 jeder zeit axial ausgerichtet bleibt und den Führungsstab 42 aufnimmt, sobald der Auslösezylinder 104, durch Dau mendruck des Bedienungspersonals, gegen die Kraft der Feder 106 verschoben wird, wodurch die Öffnung 108 auf den Führungsstab 42 ausgerichtet wird.
In den Fig. 12 und 13 ist die Buchse 102 mit einer querverlaufenden Öffnung 116 für die Aufnahme des Führungsstabes 42 und, mit einer koaxial zu dieser verlaufenden Öffnung 118 dargestellt, die in einer zylin drischen Wand der Buchse für die Aufnahme des ver engten Teiles 98 des die Auslösevorrichtung haltenden Stopfens 86 ausgebildet ist.
Beim Betrieb des Gerätes wird der Spannstab 58 nach unten oder in Bezug auf den Gehäusekörper nach innen gedrückt, wobei die Schlitze 80 einen Durchlass für die Buchse 102 bilden, bis der Führungsstab 42 durch die Öffnung 108 im Auslösezylinder 104 und darüber hinaus gleitet. Die Wirkung der Auslösefeder 106 schiebt nun dien Zylinder 104 nach auissen, bis eine der Anlage flächen 114 an der Unterseite des die Auslösevorrichtung haltenden Stopfens 86 anliegt.
Jetzt kann der Spannstab 58 losgelassen werden oder in seine in Fig. 5 gezeigte Stellung zurückgebracht werden, während das Ende 110 .des Führungsstabes 42 sich in Eingriff an der unteren zylindrischen Fläche des Auslösezylinders 104 befindet, wodurch der Kolben 44 festgehalten. wind. Das Gerät bleibt so lange in dieser Arbeitsphase, bis der Auslöse zylinder soweit nach innen gedrückt wird, dass die Öffnung<B>1.08</B> auf die Führungsstange 42 der Kolben anordnung ausgerichtet ist.
In diesem Augenblick ,ist es dann der Kolbenanordnung möglich, ;infolge der Zug kraft der Hauptfeder 56 zurückzuschnellen. Während dieser Saughubphase des Betriebes des Gerätes zur Ent fernung von Lötmetall sind die einzigen bewegten Teile des Gerätes der nur geringe Trägheit aufweisende Kol ben 44, der Führungsstab 42 und ein unbestimmter Teil der Hauptfeder 56. Demgemäss tritt bei Betätigung des Auslösezylinders 104 keine durch Rückstoss hervorgeru fene Verschiebung des Saugrohres 34 auf.
Auch wenn die Feder wie in Fig. 3 entspannt wird, wird kein nen nenswerter Impuls auf das Gerät ausgeübt.
Vorstehend wurde ein Ausführungsbeispiel eines Werkzeuges zur Entfernung von Lötmetall offenbart, das die erwähnten Ziele erreicht und die genannten Vor teile aufweist.