Vorrichtung zur Lagerung und Aufbewahrung von Gegenständen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Lagerung und Aufbewahrung von Gegenständen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einem Stapel von in solcher Weise an einem Rahmen übereinander angeordneten Laden, dass eine der sich unterhalb der obersten Lade befindlichen Laden durch eine Relativbewegung zwischen dem sich über der genannten einen Lade befindlichen Teil des Stapels und dem die genannte eine Lade enthaltenden, darunterliegenden Teil des Stapels zugänglich wird, wobei die Bewegung aus einem Ausfahren oder Einfahren aus dem Rahmen bzw.
in den Rahmen hinen besteht, das Ganze derart, dass, wenn die genannte eine Lade zugänglich ist, der obere Teil des Stapels im Rahmen abgestützt ist, während sich der die genannte eine Lade enthaltende Teil des Stapels ausserhalb des Rahmens befindet, dass die oberste aller Laden wenigstens dann zugänglich ist, wenn der ganze Stapel aus dem Rahmen heraus gefahren ist, und dass wenigstens eine der Laden durch zusammenwirkende Einrichtungen an der Lade und dem Rahmen während des Ausfahrens und Einfahrens der Lade in den Rahmen in vertikaler Richtung bewegt wird.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann am Rahmen und an den Laden vorgesehene Einrichtungen zur Abstandsgebung für die Laden übereinander innerhalb des Rahmens aufweisen sowie Einrichtungen zum Ausund Einfahren einer der Laden zusammen mit den unterhalb dieser Lade angeordneten Laden aus dem Rahmen und in den Rahmen hinein.
Der Rahmen kann Führungen für die Zwangsführung der Laden während des Heraus- und Hineinschiebens aufweisen, die so auf dem Laden und auf dem Rahmen angeordnet sind, dass während der Bewegung die Laden aufeinanderfolgend entsprechend der Bewegungsrichtung angehoben und abgesenkt werden, wobei die oberste der bewegten Laden ebenfalls entsprechend der Bewegungsrichtung als erste angehoben und als letzte abgesenkt wird.
Schliesslich kann die Vorrichtung getrennte, mit jeder Lade in Eingriff stehende und sie bezüglich der nächsten benachbarten Lade festhaltende Fangvorrichtungen aufweisen, ferner eine Auswahlvorrichtung zum einzelnen Lösen jeder Fangvorrichtung, Einrichtungen zur Bewegung der Laden, einschliesslich der untersten und der darüberliegenden bis zu derjenigen Lade, deren Fangvorrichtung gelöst wurde, in den Rahmen und aus ihm heraus, und auf den Laden und dem Rahmen vorgesehene Einrichtungen zum automatischen Anheben der obersten bewegten Lade nach abwärts längs des Ladenstapels während der Bewegung in den Rahmen und umgekehrt.
Eine praktische Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes soll im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht, wobei jedoch einige Laden ausgefahren sind,
Fig. 3-8 verschiedene vergrösserte Einzeldarstellungen und
Fig. 9 eine Einzelheit bei einer abgeänderten Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 und 2 wiedergegebene Vorrichtung eignet sich insbesondere zur Aufbewahrung und Handhabung von blockigen und schweren Gegenständen, beispielsweise bis zu mehreren Tonnen Gewicht und einer Länge von etwa 7 Metern. Diese Vorrichtung enthält einen festen Rahmen 10 mit 2 parallelen Teilen, von denen in der Zeichnung nur einer zu erkennen ist und zwischen denen ein Stapel übereinanderliegender Laden 11-17 angeordnet ist. Jede Lade besteht aus einem balkenartigen Rahmengerüst mit Seiten- und Abschlusswandungen und einem Boden oder Materialträger 18, dessen Ausgestaltung vollständig von dem beabsichtigten Verwendungszweck der erfindungsgemä ssen Vorrichtung abhängt. Sollen beispielsweise lange Metallbänder, Rohre oder Profileisen getragen und gelagert werden, dann sind die Böden oder Materialträger 18 vorzugsweise sattelförmig.
Sollen kleinere Gegenstände, wie Teile Matrizen, Presswerkzeuge, oder dergleichen, gelagert werden, dann sind sowohl Seitenund Abschlusswände als auch Böden vorgesehen.
Die Vorrichtung erhebt sich auf einem festen Fundament, und auf dem Boden 19 sind nicht gezeichnete Schienen vorgesehen, auf denen die Räder 20 der untersten Lade laufen.
Die Laden weisen im Rahmen alle einen geringen Abstand auf und bei der Bewegung aus dem Rahmen in Richtung des Pfeiles A nach Fig. 1 senkt sich die Lade 12 bei Bewegung auf die Lade 11, die Lade 13 auf die Lade 12 usw. Bei der umgekehrten Bewegung nach einwärts kehrt sich die Aufeinanderfolge um, d. h. die oberste Lade wird von den restlichen Laden abgehoben, worauf die nächstoberste Lade abgehoben wird usw.
Die Einrichtungen zum Anheben und Absenken sind in den Fig. 1, 2 sowie 5-8 wiedergegeben und bestehen aus einem Paar im Abstand befindlicher Rampen 21, 22, die in Seitenansicht in Fig. 5 und in Draufsicht in Fig. 3 erkennbar sind. Sie sind auf jeder Seite jeder Lade vorhanden und stehen mit Rollen 23 bzw.
24 am Rahmen in Eingriff. Die Rampen 21 sitzen versetzt, jedoch in parallelen Ebenen zu den Rampen 22, so dass die Rampe 21, wenn sie von der Rolle 23 frei ist und über die Rolle 24 läuft, von dieser Rolle frei ist. Die Rollen weisen gekröpfte oder geflanschte Enden auf und greifen hinter die Rampen und letztere werden auf geschlitzten Konsolen 25 für diesen Zweck getragen, wie man aus den beiden Schnittdarstellungen in Fig. 6 und 7 erkennt. Man erhält dadurch eine bessere Lagenfestlegung und Seitenfestigkeit.
Jede Rampe, beispielsweise die Rampe nach Fig. 5, enthält eine Nase 21a, eine Anschlagschulter 21b und einen verbindenden flachen oder geraden Teil 21c.
Die Rampen auf entgegengesetzten Seiten jeder Lade sind paarweise ausgefluchtet und über die Höhe der Vorrichtung unterscheiden sich die Rampen in der Länge der Teile 21c und ebenfalls in der Länge der Rampennasen 21a, um sicherzustellen, dass das Ausmass des Hubes anteilmässig von oben nach unten längs des Laden stapels abnimmt. Man erreicht dadurch einen Spielraum zwischen den Laden, wenn sie auf ihren entsprechenden Rollen im Rahmen ruhen, zur Aufnahme jeglicher Durchbiegung in den Laden infolge des Gewichtes ihres Inhaltes.
Daher sind die Stellungen der Nasen 21 unterschiedlich, wenn die Schultern 21b bei in der Stellung nach Fig. 1 befindlicher Vorrichtung in senkrechter Richtung miteinander fluchten. Somit weisen die Rampen der obersten Lade 17 die längsten geraden Teile 21c auf, während die Rampen der zweituntersten Lade 12 den kürzesten oder praktisch überhaupt keinen geraden Teil besitzen. Die Lade 11 selbst hat keine Rampe.
Sind die 3 untersten Laden, wie in Fig. 2, verschoben, dann dauert die Bewegung dieser 3 Laden unter entsprechendem Abrollen ihrer Rollen auf den geraden Teilen aller Pumpen an, bis die Rollen auf die Nasen 21a der Rampen der Lade 12 treffen, was tatsächlich bereits nach einem sehr kurzen Laufweg erfolgt, worauf die Rampen der Lade 12 erlauben, sich auf die Lade 11 abzusenken. Kurz darauf senken die Nasen der Rampen auf den Laden 13, diese Laden in ähnlicher Weise auf die Laden 12, und diese drei Laden bilden nunmehr eine einzige Einheit, die sich nach aussen bewegt.
Beim Zurückschieben erfolgt der umgekehrte Vorgang, wobei sich zuerst die Lade 13 von den Laden 11 und 12 und dann die Lade 12 von der Lade 11 abhebt.
Im folgenden sollen die Wahl- und Fangvorrichtungen, welche die Anzahl der sich bewegenden Laden steuern, beschrieben werden.
Nach den Fig. 1-3 weist jede Lade 11-17 ein festes Fangglied 26 auf und jede Lade mit Ausnahme der untersten Lade 11 trägt ein schwenkbar gelagertes hakenförmiges Glied 27, welches mit dem Fangglied 26 zusammenwirkt. Über der obersten Lade 17 befindet sich ein weiteres hakenförmiges Glied 27, welches am Rahmen 10 montiert ist und mit dem obersten Fangglied 26 zusammenwirkt. Wie man am deutlichsten aus Fig. 3 erkennt, ist jedes hakenförmige Glied mittig schwenkbar gelagert, wobei ein Ende auf einem entsprechenden Solenoid 28 mit seiner oberen Oberfläche anliegt und sich mit der unteren Oberfläche auf einen Anschlag 29 legt. Jeder Anschlag ist an einer Stange 30 (Fig. 4) befestigt, welche in Konsolen geführt ist, die von einem Rahmenglied 10a getragen werden.
Die Stange 30 und das Rahmenglied 10a sind fest bezüglich der Laden und auf einer Seite derselben angeordnet, wie man aus Fig. 4 erkennt. Die Stange 30 wird durch eme Feder nach oben gedrückt und betätigt mit ihrem unteren Ende einen Schalter 31.
Zu jedem Solenoid gehören ein Wählerschalter oder entsprechende Druckknöpfe oder andere nicht gezeichnete Vorrichtungen, durch die jeweils 1 Solenoid betätigt werden kann. Wenn ein Solenoid betätigt wird, dann wird das entsprechende hakenförmige Glied 27 verschwenkt, so dass es sich von dem dazugehörigen Fangglied 26 löst. Gleichzeitig wird der entsprechende Anschlag 29 durch das Solenoid über den dazwischenliegenden Teil des hakenförmigen Gliedes niedergepresst, so dass die Stange 30 und damit alle anderen Anschläge 29 sich in Achsrichtung bewegen und den Schalter 31 betätigen. Dadurch kann der Motor 32 in Betrieb genommen werden.
Der Motor 32 kann mit der untersten Lade 11 durch geeignete Vorrichtungen, wie eine Kette, eine Zahnstange und ein Ritzel oder ein Schneckengetriebe verbunden sein, so dass die Lade aus dem Rahmen für ein bestimmtes Stück ausgefahren und dann zum Stillstand gebracht wird. Geeignete Mirkoschalter können den Motor an einer bestimmten Stelle zum Anhalten bringen.
Wegen der zusammenwirkenden Fangvorrichtungen wird die darüberliegende Lade, die noch mit der Lade 11 verbunden ist, mit letzterer bewegt. Wenn somit das Solenoid an der Lade 14 betätigt wird, wird letztere von der Lade 13 dadurch gelöst, dass das hakenförmige Glied 27 vom zugehörigen Fangglied 26 gelöst wird.
Dann bewegen sich die Laden 11 bis einschliesslich 13 als eine Einheit, während die Laden 14-17 still stehen bleiben, wie man aus Fig. 2 erkennt.
Die oberste der ausgefahrenen Laden ist zur Inspektion oder zum Einlegen oder Herausnehmen von irgendwelchen Gegenständen offen.
Nachdem die Entnahme oder Zurückgabe oder eine andere Tätigkeit am Gegenstand vorgenommen worden ist, werden die ausgefahrenen Laden durch Betätigung des Motors 32 entweder nach Umkehr oder unter Verwendung eines Umkehrgetriebes zurückgefahren.
Man erkennt, dass ein sehr einfacher Steuerkreis genügt, um irgendeine gewünschte Lade aus dem Rahmen auszufahren und anschliessend zurückzufahren, obwohl in jedem Falle die unterhalb der gewünschten Lade befindlichen Laden in gleicher Weise aus- und eingefahren werden.
Selbstverständlich gibt es eine Reihe von Abänderungsmöglichkeiten. So können beispielsweise die Laden durch Druckkolben oder Druckkolben und Ketten der Kabel verfahren werden. Auch das System zum Anheben und Absenken jeder Lade, um ein kleines Stück, wobei die Belastung verteilt wird, indem man jede Lade senkrecht in kurzem zeitlichem Abstand von der anderen Lade bewegt, lässt sich ohne Schwierigkeiten verändern, indem man beispielsweise die Rampen auf den Rahmen statt auf die Laden setzt und Rollen an den Laden anstelle der Rollen an dem Rahmen verwendet. Jedoch sind auch hier noch weitere, im Rahmen des fachmännischen Könnens liegende änderungen möglich.
Ferner ist anstelle der Solenoid- und Fanggliedanordnung nach den Fig. 1-8 eine ausschliesslich mechanische Anordnung möglich, wie sie in Fig. 9 wiedergegeben ist. Bei dieser Anordnung weist jede Lade 90, 91, 92 eine nach unten ragende Zunge 93 am hinteren Ende auf und die nächstniedrigere Lade trägt jeweils eine gelenkig angebrachte Falle 94, die durch die Feder 95 hinter die Zunge gedrückt wird, so dass in jedem Falle zwei Laden miteinander versperrt sind.
Auf dem Rahmen ist drehbar eine Stange 96 montiert und trägt eine Reihe von Betätigungsansätzen 97, 98, die in Draufsicht mit gleichem Winkelabstand und regelmässig über weniger als 3600 angeordnet sind.
Wird daher die Stange um ein vorbestimmtes Stück gedreht, dann erfasst nur ein Ansatz die entsprechende Falle entsprechend dem Drehwinkel der Stange, wobei diese Falle, wie aus dem oberen Teil der Fig. 9 ersichtlich ausgelöst wird, während alle anderen Fallen in Eingriff bleiben. Infolgedessen bewegen sich die unterhalb der ausgelösten Falle befindlichen Laden gemeinsam, während die oberhalb dieser Falle liegenden Laden als eine Einheit in Ruhe bleiben.