CH456658A - Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen auf photothermischem Wege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen auf photothermischem Wege

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CH456658A
CH456658A CH878363A CH878363A CH456658A CH 456658 A CH456658 A CH 456658A CH 878363 A CH878363 A CH 878363A CH 878363 A CH878363 A CH 878363A CH 456658 A CH456658 A CH 456658A
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Ritzerfeld Wilhelm
Ritzerfeld Gerhard
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Ritzerfeld Gerhard
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/025Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet
    • B41M5/04Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet using solvent-soluble dyestuffs on the master sheets, e.g. alcohol-soluble

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  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten     Ktipien    oder von Druckformen  auf photothermischem Wege    Die Erfindung     betrifft    ein     Verfahren    zur Herstel  lung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Ko  pien oder von     Druckformen    von einem zu übertragen  den Bild, z.

   B. einer Kopiervorlage oder einem Vor  druck, unter Anwendung von     Infrarotstrahlung    im Re  flex- oder Durchleuchtungswege und unter Verwendung  eines eine     farbstoffhaltige,    übertragbare Schicht aufwei  senden     Schichtübertragungsblattes    und eines die über  tragbare,     farbstoffhaltige    Schicht des Übertragungsblattes  aufnehmenden Blattes, z. B. Kopier- oder Druckform  blattes, das eine in der Hitze klebrig werdende Schicht  besitzt.  



  Es ist bekannt, entweder auf den die Schicht auf  nehmenden Kopier- oder     Druckformblättern    oder     hek-          tographischen        Farbblättern    eine in der Hitze wirkende       Klebstoffschicht    aufzubringen. Es sollten hierfür Kunst  stoffdispersionen mit     spezifischen    Weichmachern ver  wendet werden.  



  Durch die vorliegende Erfindung wird jedoch dieses  Verfahren durch die Auswahl besonders günstiger Stof  fe und besonderer     Bedingungen    wesentlich verbessert.  



  Erfindungsgemäss     wird    als in der Hitze klebrig wer  dende Schicht eine Schicht aus Naturharz, Kunstharz  oder Wachs verwendet, und der     Schmelzpunkt    der ver  wendeten Harze oder Wachse wird so     gewählt,    dass er  höchstens gleich hoch wie der Schmelzpunkt der den  Farbstoff enthaltenden, übertragbaren Schicht des       Schichtübertragungsblattes    ist.  



  Die günstigsten Bedingungen können dadurch er  zielt werden, dass sowohl ein die Schicht des über  tragungsblattes aufnehmendes Blatt verwendet wird,  welches eine in der Hitze klebrig werdende Schicht aus  Naturharz, Kunstharz oder Wachs     aufweist,    als auch  ein     Schichtübertragungsblatt,    z.

   B.     hektographisches          Farbblatt,    verwendet wird, welches über seiner Farb  stoff enthaltenden Schicht eine Schicht aus Naturharz,  Kunstharz oder Wachs besitzt, wobei die Schmelzpunkte    der verwendeten Naturharz-, Kunstharz- oder Wachs  schichten des     Schichtübertragungsblattes    und des die  Schichten des Übertragungsblattes aufnehmenden Blat  tes vorzugsweise niedriger, allenfalls gleich gegenüber  dem     Schmelzpunkt    der den Farbstoff enthaltenden  Schicht des     Schichtübertragungsblattes    liegen.  



       Zweckmässigerweise    werden für die Schicht des die  Schicht des     Übertragungsblattes    aufnehmenden Blattes,  z. B. Kopier- oder Druckformblatt, und die Oberschicht  eines zweischichtigen     Schichtübertragungsblattes,    zum  Beispiel     hektographischen    Farbblattes, die gleichen Na  turharze, Kunstharze, Wachse oder solche mit annä  hernd gleichen     Schmelzpunkten    und grosser gegenseiti  ger Klebwirkung beim     Aufschmelzen    verwendet.  



  Als Harze oder Wachse können die verschieden  sten Stoffe allein oder gemischt verwendet werden, wel  che     schmelzpunktmässig    zueinander passen oder ent  sprechend eingestellt werden bzw. entsprechend der       Farbstoff    enthaltenden Schicht des     Schichtübertra-          gungsblattes    hinsichtlich des     Schmelpunktes    abgestimmt  sind. Z. B. eignet sich besonders gut     Candellilawachs;     ferner Montanwachs, gemischt mit anderen Wachsen  oder Harzen;     Phenolharze    vom     Resoltyp;    modifizierte       Phenolharze;        Terpenphenolharze,    z.

   B.     Alresen    214 R,  191 R.  



  Der Vorteil der Erfindung zur Verbesserung der  bekannten Verfahren liegt nicht nur in der Verwen  dung besonders günstiger Stoffe, sondern vor allem in  der Gegenseitigkeitswirkung der Schichten des     Farb-          übertragungsblattes    und des     Druckformblattes    bzw. Ko  pierblattes.  



  Das Verfahren und die verwendeten Materialien  bzw. Zubehöre sind sowohl geeignet,     hektographische     Druckformen zu erzeugen, welche im     Spiritusumdruck-          verfahren    unter Befeuchtung der zu     bedruckenden     Blätter abgedruckt werden können, als auch für     lito-          graphische        Druckformen    für die direkte oder indirekte  Lithographie. Besonders interessant ist auch das Ver-      fahren zur Verbesserung der normalen Fotokopie.

    Durch Verwendung von nach dem Verfahren beschich  teten Kopierblättern wird ein sehr guter     einwandfreier     Kontakt mit dem     Schichtübertragungsblatt    hergestellt,  so dass die Qualität der durch Hitze erhaltenen Ko  pien bedeutend verbessert werden     konnte.     



  Wichtig ist, dass für die     hektographischen        Farb-          blätter        Farben    verwendet werden, die     infrarotes    Licht  nicht absorbieren, d. h. also keine Pigmentfarbstoffe,  sondern z. B.     Anilinfarbstoffe,    insbesondere     Triphenyl-          methanfarbstoffe.     



       In    den     Fig.    1 bis 10 und in der Beschreibung ist  das Verfahren beispielsweise     dargestellt    und beschrie  ben.  



       Fig.    1 zeigt die schematische Herstellung einer  Druckform im Reflexwege von einer Vorlage während  der     Infrarotbestrahlung;          Fig.    2 zeigt die schematische Herstellung einer       Druckform    im Reflexwege von einer Vorlage nach  Trennung der Blätter;       Fig.3    zeigt die Herstellung einer Druckform im  Durchleuchtungswege bei der     Infrarotbestrahlung;          Fig.4    zeigt die Herstellung einer Druckform im  Durchleuchtungswege nach Trennung der Blätter;

         Fig.    5 zeigt die Herstellung einer     Spiegelbilddruck-          form,    welche bereits einen positiven Vordruck auf  weist, während der     Infrarotbestrahlung;          Fig.    6 zeigt die Herstellung einer     Spiegelbilddruck-          form,    welche bereits einen positiven Vordruck auf  weist, nach Trennung der Blätter;

         Fig.    7 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von       einer    positiven Vorlage im Durchleuchtungswege bei  der     Infrarotbestrahlung;          Fig.    8 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von  einer positiven Vorlage im Durchleuchtungswege nach       Trennung    der Blätter.  



       Fit-D-    9 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von  einer positiven Vorlage im Reflexwege;       Fig.    10 zeigt die Erstellung einer     positiven    Kopie  von einer positiven Vorlage im Reflexwege, nach Tren  nung der Blätter.  



  Die     hektographischen    Farbblätter     können    aus ei  nem     Triphenylmethanfarbstoff,    eingebettet in Fett und  Wachs, bestehen. Diese haben normalerweise einen       Schmelzpunkt    von über 70  C. Bei Gebrauch dieser       hektographischen        Farbblätter    ist eine     Klebstoffschicht     zu verwenden, welche bereits bei 62  C klebend wird.  



       Zweckmässigerweise    werden     Klebstoffschichten    ver  wendet, deren Umschlag von klebend zu nichtklebend,  also deren     Erweichungspunkt,    ziemlich plötzlich ist, das  heisst also, die bei niedrigen Temperaturen - z. B.  <B>55'</B> C - noch nicht     schmelzen,    sondern erst über 60  C.  Die Wahl der geeigneten Temperaturen hängt jedoch  von den verwendeten Kunststoffen und Weichmachern  sowie von der Zusammensetzung der     Farbstoffschicht     des Farbblattes ab.  



       Fig.    1 zeigt eine Vorlage 1 mit Bildstellen 2 und  ein Farbblatt 3 mit der Farbschicht 4 und der Ober  schicht 12 sowie ein Druckformblatt 5 mit der Kleb  stoffschicht 6. Die     Belichtung    erfolgt durch Infrarot  lampen 11 im Reflexwege.  



  In     Fig.    2 ist gezeigt, wie nach Abkühlung und nach  Trennung an den Bildstellen die Schichtteile 4a mit der  Oberschicht 12a des     hektographischen    Farbblattes auf    die     Klebstoffschicht    6 des Druckformblattes 5 über  gegangen sind,     während    die Schichtteile 4b und 12b  - welche keinen Wärmereflex erhalten haben - auf  dem Farbblatt haften bleiben.  



  In     Fig.    3 und 4 ist der gleiche Vorgang wie in       Fig.    1 und 2 dargestellt, jedoch erfolgt hier die Ab  lichtung der Vorlage 1 im Durchleuchtungswege, d. h.  in diesem Falle wird die Vorlage mit den positiven  Bildstellen gegen die     Infrarotlampen    und vor die     un-          beschichtete    Seite des Druckformblattes gelegt.  



       In        Fig.    5 wird eine Druckform auf die gleiche Weise  erzeugt, jedoch wird in diesem Falle keine gesonderte  Vorlage abgelichtet, sondern soll von einem positiven  Vordruck auf der schichtfreien Seite des Druckform  blattes ein korrespondierendes     hektographisches    Spiegel  bild auf der Rückseite erzeugt werden. Die Ablich  tung erfolgt in diesem Falle auf dem Durchleuchtungs  wege des Druckformblattes, wobei die positiven Vor  druckstellen 2 gegen die     Infrarotlampen    gerichtet sind.  



       Fig.    6 zeigt wiederum den Effekt nach der Tren  nung des Farbblattes 3 und des Druckformblattes 5.  



  In der     Fig.7    und 8 ist ein Weg einer einfachen  positiven Kopie einer Vorlage dargestellt. In diesem  Falle wird kein     hektographisches    Farbblatt, sondern ein  normales nicht kopierendes     Farbpapier    verwendet. Ge  genüber dem Farbpapier 7 mit der den     nicht    kopie  renden Farbstoff enthaltenden     Farbstoffschicht    8 wird  ein Kopierblatt 9 mit der     Klebstoffschicht    10 gelegt,  unter dieses wiederum die Vorlage 1 mit den Bild  stellen 2. Die Ablichtung erfolgt durch     Infrarotbestrah-          lung    von der     Vorlagenseite    her.

   In diesem Falle sind  jedoch die Bildstellen der Vorlage nicht gegen die  Lampen, sondern gegen das Kopierblatt gerichtet.  



       Fig.    8 zeigt die     Wirkung    nach erfolgter     Trennung     von Farbpapier 7 und Kopierblatt 9, wobei die Schicht  stellen 8a auf das Kopierblatt übergegangen sind und  die Schichtstellen 8b auf dem Farbpapier verbleiben.  Der Effekt ist eine positive, einfache     nicht-verfielfälti-          gungsfähige    Kopie der Vorlage.  



       Fig.    9 und 10 zeigen die Erstellung einer einfachen  positiven Kopie im Reflexwege. Gegen die Vorlage 1  mit den Bildstellen 2     wird    ein Kopierblatt 9 gelegt, des  sen     Klebstoffschicht    10 den Bildstellen 2     abgewandt     ist. Auf dieses Kopierblatt legt man ein     Farbpapier    7  mit der den nichtkopierenden Farbstoff enthaltenden       Farbstoffschicht    B.  



       Fig.    10 zeigt die Wirkung nach erfolgter Trennung  von     Farbpapier    7 und Kopierblatt 9, wobei die Schicht  stellen 8a auf das     Kopierblatt    9 übergegangen     sind    und  die Schichtstellen 8b auf dem Farbpapier 7 verbleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von nicht zur Verviel fältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen von einem zu übertragenden Bild unter Anwendung von Infrarotbestrahlung im Reflex- oder Durchleuch tungswege und unter Verwendung eines eine farbstoff- haltige, übertragbare Schicht aufweisenden Schicht übertragungsblattes und eines die übertragbare farb- stoffhaltige Schicht des Übertragungsblattes aufnehmen- den Blattes, das eine in der Hitze klebrig werdende Schicht besitzt, dadurch gekennzeichnet,
    dass als in der Hitze klebrig werdende Schicht eine Schicht aus Na turharz, Kunstharz oder Wachs verwendet wird und der Schmelzpunkt der verwendeten Harze oder Wachse so gewählt wird, dass er höchstens gleich hoch wie der Schmelzpunkt der übertragbaren, den Farbstoff enthal tenden Schicht, des Schichtübertragungsblattes ist, und die Schichtseite des Schichtübertragungsblattes mit der Schichtseite des schichtempfangenden Blattes in Kon takt gebracht wird, wobei sich bei Anwendung der In frarotbestrahlung die beiden Schichten derart verbin den,
    dass nach Abkühlung und bei Trennung der Blät ter die übertragbare Schicht des Übertragungsblattes an den Bildstellen auf die Schichtseite des schichtauf nehmenden Blattes übergeht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sowohl ein die Schicht des übertra- gungsblattes aufnehmendes Blatt verwendet wird, wel ches eine in der Hitze klebrig werdende Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs aufweist, als auch ein Schichtübertragungsblatt, z.
    B. hektographisches Farbblatt, verwendet wird, welches über seiner Farb stoff enthaltende Schicht eine Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs besitzt, wobei die Schmelzpunkte der verwendeten Naturharz-, Kunstharz- oder Wachs schichten vorzugsweise niedriger, allenfalls gleich gegen über dem Schmelzpunkt der den Farbstoff enthalten den Schicht des Schichtübertragungsblattes liegen. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schicht des die Schicht des Übertragungsblattes aufnehmenden Blattes, z. B.
    Kopier- oder Druckformblatt, und die Oberschicht eines zweischichtigen Schichtübertragungs- blattes, z. B. hektographischen Farbblattes, die gleichen Naturharze, Kunstharze, Wachse oder solche mit an nähernd gleichen Schmelzpunkten und grosser gegen seitiger Klebwirkung beim Aufschmelzen verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schicht des die Schichten des Übertragungsblattes auf nehmenden Blattes und die Oberschicht des Schicht übertragungsblattes Candellila- oder Montanwachs oder ein Gemisch aus beiden verwendet wird.
CH878363A 1961-04-27 1963-07-15 Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen auf photothermischem Wege CH456658A (de)

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