CH456658A - Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen auf photothermischem Wege - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen auf photothermischem WegeInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Ktipien oder von Druckformen auf photothermischem Wege Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung von nicht zur Vervielfältigung bestimmten Ko pien oder von Druckformen von einem zu übertragen den Bild, z.
B. einer Kopiervorlage oder einem Vor druck, unter Anwendung von Infrarotstrahlung im Re flex- oder Durchleuchtungswege und unter Verwendung eines eine farbstoffhaltige, übertragbare Schicht aufwei senden Schichtübertragungsblattes und eines die über tragbare, farbstoffhaltige Schicht des Übertragungsblattes aufnehmenden Blattes, z. B. Kopier- oder Druckform blattes, das eine in der Hitze klebrig werdende Schicht besitzt.
Es ist bekannt, entweder auf den die Schicht auf nehmenden Kopier- oder Druckformblättern oder hek- tographischen Farbblättern eine in der Hitze wirkende Klebstoffschicht aufzubringen. Es sollten hierfür Kunst stoffdispersionen mit spezifischen Weichmachern ver wendet werden.
Durch die vorliegende Erfindung wird jedoch dieses Verfahren durch die Auswahl besonders günstiger Stof fe und besonderer Bedingungen wesentlich verbessert.
Erfindungsgemäss wird als in der Hitze klebrig wer dende Schicht eine Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs verwendet, und der Schmelzpunkt der ver wendeten Harze oder Wachse wird so gewählt, dass er höchstens gleich hoch wie der Schmelzpunkt der den Farbstoff enthaltenden, übertragbaren Schicht des Schichtübertragungsblattes ist.
Die günstigsten Bedingungen können dadurch er zielt werden, dass sowohl ein die Schicht des über tragungsblattes aufnehmendes Blatt verwendet wird, welches eine in der Hitze klebrig werdende Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs aufweist, als auch ein Schichtübertragungsblatt, z.
B. hektographisches Farbblatt, verwendet wird, welches über seiner Farb stoff enthaltenden Schicht eine Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs besitzt, wobei die Schmelzpunkte der verwendeten Naturharz-, Kunstharz- oder Wachs schichten des Schichtübertragungsblattes und des die Schichten des Übertragungsblattes aufnehmenden Blat tes vorzugsweise niedriger, allenfalls gleich gegenüber dem Schmelzpunkt der den Farbstoff enthaltenden Schicht des Schichtübertragungsblattes liegen.
Zweckmässigerweise werden für die Schicht des die Schicht des Übertragungsblattes aufnehmenden Blattes, z. B. Kopier- oder Druckformblatt, und die Oberschicht eines zweischichtigen Schichtübertragungsblattes, zum Beispiel hektographischen Farbblattes, die gleichen Na turharze, Kunstharze, Wachse oder solche mit annä hernd gleichen Schmelzpunkten und grosser gegenseiti ger Klebwirkung beim Aufschmelzen verwendet.
Als Harze oder Wachse können die verschieden sten Stoffe allein oder gemischt verwendet werden, wel che schmelzpunktmässig zueinander passen oder ent sprechend eingestellt werden bzw. entsprechend der Farbstoff enthaltenden Schicht des Schichtübertra- gungsblattes hinsichtlich des Schmelpunktes abgestimmt sind. Z. B. eignet sich besonders gut Candellilawachs; ferner Montanwachs, gemischt mit anderen Wachsen oder Harzen; Phenolharze vom Resoltyp; modifizierte Phenolharze; Terpenphenolharze, z.
B. Alresen 214 R, 191 R.
Der Vorteil der Erfindung zur Verbesserung der bekannten Verfahren liegt nicht nur in der Verwen dung besonders günstiger Stoffe, sondern vor allem in der Gegenseitigkeitswirkung der Schichten des Farb- übertragungsblattes und des Druckformblattes bzw. Ko pierblattes.
Das Verfahren und die verwendeten Materialien bzw. Zubehöre sind sowohl geeignet, hektographische Druckformen zu erzeugen, welche im Spiritusumdruck- verfahren unter Befeuchtung der zu bedruckenden Blätter abgedruckt werden können, als auch für lito- graphische Druckformen für die direkte oder indirekte Lithographie. Besonders interessant ist auch das Ver- fahren zur Verbesserung der normalen Fotokopie.
Durch Verwendung von nach dem Verfahren beschich teten Kopierblättern wird ein sehr guter einwandfreier Kontakt mit dem Schichtübertragungsblatt hergestellt, so dass die Qualität der durch Hitze erhaltenen Ko pien bedeutend verbessert werden konnte.
Wichtig ist, dass für die hektographischen Farb- blätter Farben verwendet werden, die infrarotes Licht nicht absorbieren, d. h. also keine Pigmentfarbstoffe, sondern z. B. Anilinfarbstoffe, insbesondere Triphenyl- methanfarbstoffe.
In den Fig. 1 bis 10 und in der Beschreibung ist das Verfahren beispielsweise dargestellt und beschrie ben.
Fig. 1 zeigt die schematische Herstellung einer Druckform im Reflexwege von einer Vorlage während der Infrarotbestrahlung; Fig. 2 zeigt die schematische Herstellung einer Druckform im Reflexwege von einer Vorlage nach Trennung der Blätter; Fig.3 zeigt die Herstellung einer Druckform im Durchleuchtungswege bei der Infrarotbestrahlung; Fig.4 zeigt die Herstellung einer Druckform im Durchleuchtungswege nach Trennung der Blätter;
Fig. 5 zeigt die Herstellung einer Spiegelbilddruck- form, welche bereits einen positiven Vordruck auf weist, während der Infrarotbestrahlung; Fig. 6 zeigt die Herstellung einer Spiegelbilddruck- form, welche bereits einen positiven Vordruck auf weist, nach Trennung der Blätter;
Fig. 7 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von einer positiven Vorlage im Durchleuchtungswege bei der Infrarotbestrahlung; Fig. 8 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von einer positiven Vorlage im Durchleuchtungswege nach Trennung der Blätter.
Fit-D- 9 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von einer positiven Vorlage im Reflexwege; Fig. 10 zeigt die Erstellung einer positiven Kopie von einer positiven Vorlage im Reflexwege, nach Tren nung der Blätter.
Die hektographischen Farbblätter können aus ei nem Triphenylmethanfarbstoff, eingebettet in Fett und Wachs, bestehen. Diese haben normalerweise einen Schmelzpunkt von über 70 C. Bei Gebrauch dieser hektographischen Farbblätter ist eine Klebstoffschicht zu verwenden, welche bereits bei 62 C klebend wird.
Zweckmässigerweise werden Klebstoffschichten ver wendet, deren Umschlag von klebend zu nichtklebend, also deren Erweichungspunkt, ziemlich plötzlich ist, das heisst also, die bei niedrigen Temperaturen - z. B. <B>55'</B> C - noch nicht schmelzen, sondern erst über 60 C. Die Wahl der geeigneten Temperaturen hängt jedoch von den verwendeten Kunststoffen und Weichmachern sowie von der Zusammensetzung der Farbstoffschicht des Farbblattes ab.
Fig. 1 zeigt eine Vorlage 1 mit Bildstellen 2 und ein Farbblatt 3 mit der Farbschicht 4 und der Ober schicht 12 sowie ein Druckformblatt 5 mit der Kleb stoffschicht 6. Die Belichtung erfolgt durch Infrarot lampen 11 im Reflexwege.
In Fig. 2 ist gezeigt, wie nach Abkühlung und nach Trennung an den Bildstellen die Schichtteile 4a mit der Oberschicht 12a des hektographischen Farbblattes auf die Klebstoffschicht 6 des Druckformblattes 5 über gegangen sind, während die Schichtteile 4b und 12b - welche keinen Wärmereflex erhalten haben - auf dem Farbblatt haften bleiben.
In Fig. 3 und 4 ist der gleiche Vorgang wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, jedoch erfolgt hier die Ab lichtung der Vorlage 1 im Durchleuchtungswege, d. h. in diesem Falle wird die Vorlage mit den positiven Bildstellen gegen die Infrarotlampen und vor die un- beschichtete Seite des Druckformblattes gelegt.
In Fig. 5 wird eine Druckform auf die gleiche Weise erzeugt, jedoch wird in diesem Falle keine gesonderte Vorlage abgelichtet, sondern soll von einem positiven Vordruck auf der schichtfreien Seite des Druckform blattes ein korrespondierendes hektographisches Spiegel bild auf der Rückseite erzeugt werden. Die Ablich tung erfolgt in diesem Falle auf dem Durchleuchtungs wege des Druckformblattes, wobei die positiven Vor druckstellen 2 gegen die Infrarotlampen gerichtet sind.
Fig. 6 zeigt wiederum den Effekt nach der Tren nung des Farbblattes 3 und des Druckformblattes 5.
In der Fig.7 und 8 ist ein Weg einer einfachen positiven Kopie einer Vorlage dargestellt. In diesem Falle wird kein hektographisches Farbblatt, sondern ein normales nicht kopierendes Farbpapier verwendet. Ge genüber dem Farbpapier 7 mit der den nicht kopie renden Farbstoff enthaltenden Farbstoffschicht 8 wird ein Kopierblatt 9 mit der Klebstoffschicht 10 gelegt, unter dieses wiederum die Vorlage 1 mit den Bild stellen 2. Die Ablichtung erfolgt durch Infrarotbestrah- lung von der Vorlagenseite her.
In diesem Falle sind jedoch die Bildstellen der Vorlage nicht gegen die Lampen, sondern gegen das Kopierblatt gerichtet.
Fig. 8 zeigt die Wirkung nach erfolgter Trennung von Farbpapier 7 und Kopierblatt 9, wobei die Schicht stellen 8a auf das Kopierblatt übergegangen sind und die Schichtstellen 8b auf dem Farbpapier verbleiben. Der Effekt ist eine positive, einfache nicht-verfielfälti- gungsfähige Kopie der Vorlage.
Fig. 9 und 10 zeigen die Erstellung einer einfachen positiven Kopie im Reflexwege. Gegen die Vorlage 1 mit den Bildstellen 2 wird ein Kopierblatt 9 gelegt, des sen Klebstoffschicht 10 den Bildstellen 2 abgewandt ist. Auf dieses Kopierblatt legt man ein Farbpapier 7 mit der den nichtkopierenden Farbstoff enthaltenden Farbstoffschicht B.
Fig. 10 zeigt die Wirkung nach erfolgter Trennung von Farbpapier 7 und Kopierblatt 9, wobei die Schicht stellen 8a auf das Kopierblatt 9 übergegangen sind und die Schichtstellen 8b auf dem Farbpapier 7 verbleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von nicht zur Verviel fältigung bestimmten Kopien oder von Druckformen von einem zu übertragenden Bild unter Anwendung von Infrarotbestrahlung im Reflex- oder Durchleuch tungswege und unter Verwendung eines eine farbstoff- haltige, übertragbare Schicht aufweisenden Schicht übertragungsblattes und eines die übertragbare farb- stoffhaltige Schicht des Übertragungsblattes aufnehmen- den Blattes, das eine in der Hitze klebrig werdende Schicht besitzt, dadurch gekennzeichnet,dass als in der Hitze klebrig werdende Schicht eine Schicht aus Na turharz, Kunstharz oder Wachs verwendet wird und der Schmelzpunkt der verwendeten Harze oder Wachse so gewählt wird, dass er höchstens gleich hoch wie der Schmelzpunkt der übertragbaren, den Farbstoff enthal tenden Schicht, des Schichtübertragungsblattes ist, und die Schichtseite des Schichtübertragungsblattes mit der Schichtseite des schichtempfangenden Blattes in Kon takt gebracht wird, wobei sich bei Anwendung der In frarotbestrahlung die beiden Schichten derart verbin den,dass nach Abkühlung und bei Trennung der Blät ter die übertragbare Schicht des Übertragungsblattes an den Bildstellen auf die Schichtseite des schichtauf nehmenden Blattes übergeht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sowohl ein die Schicht des übertra- gungsblattes aufnehmendes Blatt verwendet wird, wel ches eine in der Hitze klebrig werdende Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs aufweist, als auch ein Schichtübertragungsblatt, z.B. hektographisches Farbblatt, verwendet wird, welches über seiner Farb stoff enthaltende Schicht eine Schicht aus Naturharz, Kunstharz oder Wachs besitzt, wobei die Schmelzpunkte der verwendeten Naturharz-, Kunstharz- oder Wachs schichten vorzugsweise niedriger, allenfalls gleich gegen über dem Schmelzpunkt der den Farbstoff enthalten den Schicht des Schichtübertragungsblattes liegen. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schicht des die Schicht des Übertragungsblattes aufnehmenden Blattes, z. B.Kopier- oder Druckformblatt, und die Oberschicht eines zweischichtigen Schichtübertragungs- blattes, z. B. hektographischen Farbblattes, die gleichen Naturharze, Kunstharze, Wachse oder solche mit an nähernd gleichen Schmelzpunkten und grosser gegen seitiger Klebwirkung beim Aufschmelzen verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schicht des die Schichten des Übertragungsblattes auf nehmenden Blattes und die Oberschicht des Schicht übertragungsblattes Candellila- oder Montanwachs oder ein Gemisch aus beiden verwendet wird.
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