CH456904A - Fachwerkträger, insbesondere Rüstträger - Google Patents
Fachwerkträger, insbesondere RüstträgerInfo
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Description
Fachwerkträger, insbesondere Rüstträger Die Erfindung betrifft einen Fachwerkträger mit parallelen Gurten und dazwischen angeordneten Diago- nalstreben, insbesondere einen Rüstträger, der in be kannter Weise aus Längeneinheiten besteht, die auf der Baustelle zusammengekoppelt werden.
Bei derartigen Rüstträgern ist man bestrebt, bei möglichst geringem Konstruktionsgewicht des Trägers ein möglichst hohes Widerstandsmoment zu erzielen. Dies führt zu grossen Bauhöhen der Rüstträger, die z. B. bei den Lasten, die bei den heutigen Stahlbeton brücken aufzunehmen sind, etwa 2 m betragen.
Die Diagonalstreben solcher Rüstträger sind demgemäss über 2 m lang. Um bei diesen grossen Längen der Diagonal stäbe eine ausreichende Knickfestigkeit zu erzielen, müs sen die Diagonalen, die bisher durchweg als Rohre aus geführt wurden, einen verhältnismässig grossen Durch messer erhalten. Auch die zwischen zwei Diagonalen liegenden Obergurtabschnitte sind verhältnismässig lang.
Um ihre Knicklänge zu verringern, hat man bei bekann ten Rüstträgern diese Abschnitte durch Vertikalstäbe unterstützt.
Es ist auch ein Rüstträger bekannt, bei dem die Diagonalen in Form eines Rautenfachwerkes angeord net sind. Dabei werden die Knicklängen, sofern man gleiche Winkel betrachtet, gegenüber einem normalen Fachwerk halbiert. Allerdings ist die Halbierung der Knicklänge in der Richtung senkrecht zur Trägerebene nicht voll wirksam. Es ist ferner von Nachteil, dass die Kreuzungs- bzw.
Durchdringungspunkte der Diago nalen technisch nur schwer zu verwirklichen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fachwerkträger, inbsesondere einen Rüstträger, der ge nannten Art zu schaffen, bei dem sowohl die Diagonalen als auch der Obergurt hohe Knickbelastungen aufneh men können und der darüber hinaus einfach herzustellen ist.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass in dem von zwei Diagonalstreben und einem Ober gurtabschnitt gebildeten Dreieck des Trägers ein aus Stäben bestehendes Dreieck angeordnet wird, das mit zwei Ecken an die Diagonalstreben und mit der dritten Ecke an den Obergurtabschnitt jeweils in der Mitte angeschlossen ist, wobei die Diagonalstreben einen sol chen Querschnitt aufweisen, dass das Trägheitsmoment, bezogen auf seine in der Trägerebene liegende Haupt achse, ein Mehrfaches des auf die senkrecht zur Träger ebene liegende Achse bezogenen Trägheitsmomentes be trägt.
Bezüglich der Knickung innerhalb der Träger ebene ist für die Knicklast der Diagonalstreben die halbe, bezüglich der Knickung senkrecht zur Träger ebene die volle Diagonalenlänge wirksam. Die gleiche Knicklast für beide Knickfälle ergibt sich theoretisch, wenn die Trägheitsmomente im Verhältnis 4 : 1 stehen. Es ist zweckmässig, Profile zu verwenden, deren Haupt trägheitsmomente im Verhältnis von etwa 2 : 1 bis etwa 10: 1, vorzugsweise 3 : 1 bis 7 : 1, stehen. Diese Be dingung wird von verschiedenen. handelsüblichen Pro filen erfüllt.
Die Diagonalstreben sind zweckmässig nach unten offene U-Profile oder mit dem Steg nach oben angeordnete T-Profile. Bei diesen Profilen hat das Ver hältnis der beiden Hauptträgheitsmomente einen gün stigen Wert. Für die Stäbe des Dreiecks werden mit Vorteil Rohre verwendet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Längeneinheit eines Rüstträgers gemäss der Erfindung, Fig. 2 und 3 Schnitte durch die Diagonalstreben in zwei verschiedenen Ausführungsformen.
In Fig. 1 ist mit 1 der Obergurt und mit 2 der Untergurt einer Rüstträgereinheit bezeichnet. An den Enden des Obergurtes 1 sind Verbindungselemente 13 für den Anschluss benachbarter Längeneinheiten ange bracht. Die Untergurte zweier benachbarter Längenein heiten können beispielsweise durch Spannschrauben ver bunden werden.
Zwischen den beiden parallelen Gurten 1 und 2 sind in bekannter Weise Diagonalen 3 und 4 ange- ordnet. Jeweils zwei Diagonalen 3 und 4 bilden zu sammen mit einem Abschnitt des Obergurtes ein Dreieck. In diesen Dreiecken ist jeweils ein aus Stäben 5, 6 und 7 bestehendes kleineres Dreieck angeordnet, und zwar so, dass die Ecken des kleineren Dreieckes jeweils in der Mitte der beiden Diagonalen 3 und 4 und des Obergurtabschnittes liegen.
In Fig. 2 ist eine Diagonalatrebe im Schnitt mit einem daran angeschlossenen Stab des Stabdreiecks 5, 6, 7 dargestellt. Die Diagonalstrebe besteht hier aus einem U-Profil B. Die rohrförmigen Stäbe 5, 6 und 7 sind vor Kopf stumpf auf den Steg des U-Profils auf geschweisst.
Bei dem U-Profil ist das Trägheitsmoment, bezogen auf die in der Trägerebene liegende Haupt achse 10, ein Mehrfaches des auf die quer zur Träger ebene, liegenden Achse bezogenen Trägheitsmomentes.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 ist die Diagonalstrebe ein T-Profil 9. Die Stäbe 5, 6 und 7 sind an den Steg 12 des T-Profils 9 mit ihrem abge platteten Ende angeschweisst. Auch bei dem T-Profil 9 ist das auf die .in der Trägerebene liegende Achse 11 bezogene Trägheitsmoment ein Mehrfaches des auf die zu der Achse 11 senkrechten Achse bezogenen Träg heitsmoments.
Da die Herstellung der Anschlüsse der Stäbe 5, 6 und 7 bei den dargestellten Ausführungsbeispielen keinerlei Schwierigkeiten macht, lässt sich auf diese Weise eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung der Fertigung erzielen. Eine weitere Verbilligung ergibt sich daraus, dass für die Diagonalstreben anstelle der bisher allgemein üblichen teuren Rohre billigere Walz stahlprofile verwendet werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fachwerkträger, insbesondere Rüstträger, mit par allelen Gurten und dazwischen angeordneten Diagonal streben, dadurch gekennzeichnet, dass in dem von zwei Diagonalstreben (3, 4) und einem Obergurtabschnitt gebildeten Dreieck ein aus Stäben (5,<B>6,7)</B> bestehendes Dreieck angeordnet ist, das mit zwei Ecken an die Diagonalstreben (3 bzw.4) und mit der dritten Ecke an den Obergurtabschnitt, jeweils in der Mitte, ange schlossen ist, und dass die Diagonalstreben (3, 4) einen solchen Querschnitt aufweisen, dass das Trägheitsmo- ment, bezogen auf die in der Trägerebene liegende Achse (10, 11) ein Mehrfaches des auf die senkrecht zur Trägerebene liegende Achse bezogenen Trägheits- momentes beträgt.UNTERANSPRüCHE 1. Fachwerkträger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (5, 6, 7) des Dreiecks Rohre sind. 2. Fachwerkträger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Diagonalstreben (3, 4) nach unten offene U-Profile (8) sind. 3. Fachwerkträger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Diagonalstreben (3, 4) T-Profile (9) sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER0044448 | 1966-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH456904A true CH456904A (de) | 1968-05-31 |
Family
ID=7407302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1483367A CH456904A (de) | 1966-10-25 | 1967-10-24 | Fachwerkträger, insbesondere Rüstträger |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE705597A (de) |
| CH (1) | CH456904A (de) |
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1967
- 1967-10-24 CH CH1483367A patent/CH456904A/de unknown
- 1967-10-25 BE BE705597D patent/BE705597A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE705597A (de) | 1968-03-01 |
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