Vorfabriziertes Fenstersystem Das Hauptpatent betrifft ein vorfabriziertes Fen stersystem mit einer Rohbauzarge, welche aus Profil schienen für den äussern, inneren und seitlichen Ab schluss der die Fensteröffnung bildenden Wände besteht und zur Halterung der Heizungs-, Stark- und Schwach strominstallation, der Fensterflügel und Isolationsschicht sowie der Brüstung des Simses und Sonnenschutzes dient.
Die Erfindung hat eine Vereinfachung des im Haupt patent beschriebenen Fenstersystems zum Ziel. Unter einem solchen Fenstersystem ist wie bereits in dem Hauptpatent ausgeführt, die Gesamtheit aller Teile, Ele mente und Arbeiten zu verstehen, welche nötig sind, um die aus Fassadenwänden und Stockwerkdecken ge bildete Fensteröffnung, unter Berücksichtigung des üb lichen Wohnkomfortes zu schliessen. Inbegriffen sind Isolation, Installationen, Wasserabweisung, Sonnen schutz usw.
Die Erfindung bezweckt eine weitere Verminderung der auf dem Bau erforderlichen Arbeitszeit und eine weitere Vereinfachung der auf dem Bau notwendigen Arbeiten. Demgemäss zeichnet sich dieses Fenstersystem dadurch aus, dass die Rohbauzarge die Heizungs-, Stark und Schwachstrom-Installation enthält und dass die üb rigen der genannten Teile des Fenstersystems als Ein bausystem eine Montageeinheit bilden.
Die Rohbauzarge kann zwei senkrechte Profilschie nen aufweisen, welche die beiden, die Fensteröffnung seitlich begrenzenden Mauerkanten abdecken, und wel che oben durch eine bei der Herstellung der Decken platte zugleich als Schalung dienende Profilschiene mit einander verbunden sein können.
In der Höhe des Fenstersimses kann an der Rohbau zarge eine weitere, das innere Sims bildende Profil schiene angeordnet sein, unter welcher sich ein Heiz körper befinden kann, dessen Zu- und Ableitungen ne ben den senkrechten Profilschienen der Rohbauzarge angeordnet sein können, in denen sich auch die Stark und Schwachstromleitungen befinden können. Das Ein bausystem kann vollständig vor der Rohbauzarge ange- ordnet sein. Eine Montageeinheit des Einbausystems kann sich vom inneren Sims der Rohbauzarge des einen Stockwerkes bis zum entsprechenden Sims der Rohbau zarge des nächsten Stockwerkes erstrecken.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Fenstersystems ist anhand der beigefügten Zeichnung im folgenden ausführlich beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht des erfindungsgemässen Fen stersystems von aussen, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch das Fen stersystem nach Linie II-11 in Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch das Fen stersystem nach Linie 111-11I in Fig. 1.
Gemäss Fig. 1 und 2 befindet sich die erfindungs gemässe Rohbauzarge zwischen zwei Mauern 10. Die Rohbauzarge, welche aus zwei senkrechten Profilschie nen 11, einer oberen waagrechten Profilschiene als Sturz 14 (Fig. 3), und einem unteren waagrechten Profil (Fig. 3) besteht, kann während der Rohbauphase, ins besondere bevor die Deckenkonstruktion des betreffen den Raumes vorhanden ist, am Bau versetzt werden.
Die beiden senkrechten Profilschienen 11 besitzen einen aus Fig. 2 ersichtlichen Querschnitt, wobei ein Flansch 12 als Abschlusskante des inneren Verputzes 13 dient, während ein zweiter Flansch 16 als Anschlagfläche für das weiter unten beschriebene Einbausystem dient. Das Vorsatzmaterial der Mauern 10 ist mit Bezugsziffern 17 bezeichnet. Der Querschnitt des Sturzes 14 ist aus Fig. 3 ersichtlich. Dieser Sturz 14 dient als Verschalung und der Flansch 19 als Auflager bei der Herstellung der obe ren Decke 18 (Fig. 3). Eine Vorhangleiste 50 vor Sturz 14 dient als optischer Abschluss des Deckenver putzes 20. Am Sturz 14 sind z.
B. auch Vorhangschie nen 21 und 22 befestigt, welche durch die Vorhang leiste 50 verdeckt sind. Die Deckenkonstruktion 18 ist zugleich Bodenkonstruktion des darüber befindlichen Raumes und weist einen Bodenbelag 23 auf. Dieser Sturz 14 kann im obersten Stockwerk als Auflager und Verschalung der Dachkonstruktion dienen. Die untere waagrechte Profilschiene 15 besitzt einen L-förmigen Querschnitt und bildet den Abschluss des Bodenbelages 23. Die beiden senkrechten Profilschienen 11 dienen zur Aufnahme von Leitungen für die Zentralheizung und für Stark- und Schwachstrom wie auch eventuell anderer Installationen.
Die Leitungen der Zentralheizung sind in Fig. 2 und 3 mit Bezugsziffer 24 bezeichnet, während die Stark- und Schwachstromleitungen mit Bezugszif fer 25 bezeichnet sind.
Zur Verbindung der Zentralhei- zungsleitungen zwischen den einzelnem. Stockwerken sind Kupplungen 26 vorgesehen. Ein innerer Fenstersims 27 wird durch zwei im Querschnitt rechteckige Hohlprofile 28 gebildet, welche an den senkrechten Profilschienen 11 befestigt sind, und welche durch eine rasterartige Platte 29 miteinander verbunden sind. Unter dem Sims 27 befindet sich ein Heizkörper 30, der an der Rohbau zarge befestigt und in üblicher Weise an die Leitungen 24 angeschlossen ist.
Damit sich die Lasten der über einander angeordneten Fenstersysteme und die durch das Sturzprofil 14 aufgenommenen Deckenlasten nicht addieren und vom untersten System aufgenommen wer den müssen, kann jede einzelne Rohbauzarge in den zugehörigen Mauern 10 verankert sein. Zu diesem Zwecke kann das Sturzprofil 14 auf beiden Seiten über die senkrechten Profilschienen 11 hinausragen und das nötige seitliche Auflager bilden.
An diese Rohbauzarge kann das im folgenden be schriebene Ausbausystem im geeigneten von der Bau leitung bestimmten Zeitpunkt eingesetzt werden.
Das Einbausystem weist einen Rahmen auf, der durch zwei senkrechte im Querschnitt rechteckige Hohl profile 31 und durch ein oberes waagrechtes, im Quer schnitt ebenfalls rechteckiges Hohlprofil 32 sowie durch eine untere Profilschiene 33 gebildet wird. Diese untere Profilschiene 33, deren Querschnitt aus Fig. 3 ersicht lich ist, bildet zusammen mit dem- Hohlprofil 32 des unteren Einbausystems das äussere Fenstersims. Somit reicht ein solches Einbausystem vom Fenstersims eines Stockwerkes bis zum Fenstersims des nächsten Stock werkes.
An diesem Rahmen ist im oberen Teil eine Brüstungsplatte 34 befestigt. Diese Brüstungsplatte kann aus drei Schichten bestehen, nämlich aus einer äusseren und inneren Platte 35 bzw. 36 und einer Isolations schicht 37 dazwischen. Ferner ist an dem erwähnten Metallrahmen ein Holzrahmen befestigt, der aus den Rahmenstücken 38, 39, 40 und 41 gebildet wird und zur Aufnahme der Fensterflügel bestimmt ist. Am oberen Teil dieses Holzrahmens ist der Sonnenschutz befestigt, z.
B. ein Rolladen 42. Hinter diesem Rolladen 42 ist eine Kontrollöffnung vorgesehen, die durch einen Deckel 43 mit einer Isolationsschicht 44 verschlossen ist. Diese Kontrollöffnung für den Rolladen 42 wird durch das bereits erwähnte Rahmenstück 38 und eine weitere Rahmenleiste 45 gebildet. Der eigentliche Fen sterflügel, der durch die senkrechten Leisten 46 und die waagrechten Leisten 47 gebildet wird, ist in der üblichen Art und Weise in den Holzrahmen 39, 40, 41 und 45 eingesetzt.
Ferner ist an dem unteren Rahmen stück 39 ein Wetterschenkel 48 vorgesehen. Die Füh rungsschienen für den Rolladen 42 sind in Fig. 3 mit Bezugsziffer 49 bezeichnet. Die Flügelteilung der Fen sterflügel kann beliebig gewählt werden.
Die in der Werkstatt montierten Leitungen 24 der Zentralheizung können beim übereinandersetzen der Ausbausysteme an Ort und Stelle leicht miteinander mittels der Kupplungen 26 verbunden werden, so dass eine durchgehende Installation, vom Keller bis zum obersten Stockwerk, entsteht. Insbesondere bei den Ver bindungen der Heizleitungen können Kompensatoren in bekannter Art vorgesehen werden. Die weitgehend in der Werkstatt ausgeführten Installationen ermöglichen es, kostspielige Aussparungen und alle damit zusam menhängenden Regiearbeiten zu umgehen.