CH457123A - Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen nach dem Sulfitverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen nach dem Sulfitverfahren

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CH457123A
CH457123A CH874965A CH874965A CH457123A CH 457123 A CH457123 A CH 457123A CH 874965 A CH874965 A CH 874965A CH 874965 A CH874965 A CH 874965A CH 457123 A CH457123 A CH 457123A
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CH
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cooking
pulps
sulphite
sulphate
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CH874965A
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Inventor
Heinz Dr Haas
Hans Dr Zeitler
Lurg Alois
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Waldhof Zellstoff Fab
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/26Multistage processes
    • D21C3/266Multistage processes the same pulping agent being used in all stages

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Zellstoffen    nach dem     Sulfitverfahren       Die     Erfindung        betrifft    ein     Verfahren    zur Herstel  lung von Zellstoffen nach dem     Sulfitverfahren.     



  Die Erzeugung von     Zellstoffen    nach     verschiedenen          Sulfitverfahren    ist bekannt. Die     nach:    den bekannten  Verfahren gewonnenen Zellstoffe sind     hinsichtlich     ihrer Eigenschaften für     die        Herstellung    einer grossen  Zahl     gebleichter        und        ungebleichter    Papiere besonders  geeignet.

   Zur Herstellung von Papieren aber, die     einer     hohen mechanischen     Beanspruchung        standhalten    müs  sen, wofür     eine    hohe     Weiterreissfestigkeit    des Faserma  terials     erforderlich    ist, zog man den Einsatz von     Sulfat-          zellstoffen    vor, da     Sulfitzellstoffen    die für     Zellstoffe     nach dem     Sulfatverfahren    charakteristische hohe     Wei-          terreissfestigkeit    fehlt.

   Diese     Weiterreissfestigkeit    aber  ist,     besonders    in Kombination mit     guten        Dehnungs-          und        Berstdruckeingenschaften    zur Herstellung von       festigkeitsbeanspruchten    Papieren, wie Sack-,     Pack-          und        Beutel-@Papieren,    notwendig. Andererseits     sind     jedoch     Sulfatzellstoffe    und das     Sulfatverfahren        mit     einer     Reihe    von     Nachteilen.    behaftet.

   Diese     Nachteile     sind z. B. die niedrigen     Zellstoffausbeuten,    die     dunkle          Farbe    und     eine        demzufolge        kostspieligere        Bleichbarkeit     der Produkte,     die    energieverschlingende     langsamere          MaNung    der Stoffe in der Papierfabrik und schlechtere       Bedruckbarkeit,

      um nur     einige    Kriterien     aufzuzählen.     Für das     Sulfatverfahren    als     solches    kommt noch die  Schwierigkeit     hinzu,    dass man zusätzliche     Einsichtun-          gen    benötigt, um die bei     der        Kochung        entstehenden          übelsiechenden        Verbindungen    nicht in die     Atmosphäre     entweichen zu     lassen.     



  Man hat daher das     Sulfitverfahren    so     abzuändern          versucht,        dass        Zellstoffe    mit     besserer        Weiterreissfestig-          keit    erzeugt wurden.

       Hierbei    stört jedoch     der    dem     Zell-          stoffmacher    bekannte     Antagonismus    zwischen,     Reiss-          länge    und     Weiterreissfestigkeit.    Wenn man     nämlich    die       Kochung    beim     Sulfitverfahren    so lenkt, dass man einen  weichen, relativ weitgehend vom     Lignin    befreiten Stoff,  erhält,

   so besitzt der     Zellstoff    zwar     verhältnismässig     hohe     Weiterreissfestigkeitswerte.    Bei dem verlängerten  oder     durch    Temperaturerhöhung verschärften Koch-    Prozess werden aber     andere        Festigkeitswerte,,    wie ins  besondere Reisslänge, aber auch Dehnung und     Berst-          druck,    herabgesetzt und liegen     niedriger        als,    bei     Sulfat-          zellstoffen.    Hierzu     kommt    noch,

   dass die Werte für die       Weiterreissfestigkeit    eines auf     Weiterreissfestigkeit    ge  kochten     Sulfitstoffes    trotzdem     immer        noch    rund 30  unter den Werten von     Sulfatzellstoffen        liegen.     



  In neuerer Zeit hofft man, mit der Einführung von       löslichen    Basen in den     Sulfit-Kochprozess        näher    an das  Festigkeitsniveau von     Sulfatzellstoffen        heranzukom-          men,    da die schwefelsauren Salze z..

   B. des Magnesi  ums, Natriums und Ammoniums die Herstellung von  Hochsäuren höheren     p11-Wertes    und damit eine scho  nendere     Kochung    erlauben.     Insbesondere    das     Zweistu-          fen-Neutral-Verfahren    mit     Magnesiumbase,    bei dem in  der ersten Stufe praktisch das      Magnefite -Verfahren     angewendet wird     und    nach     Einleiten    von Magnesia  milch in den     Kocher        die        Kochung    in einer zweiten Stufe  bei     pH    6-7 weitergeht,

   soll zu Stoffen     führen,    die in  den physikalischen und optischen Eigenschaften eine  Brücke zwischen Sulfat- und     Sulfitzellstoffen        bilden          (Tappi    46 (1963), Seite 177A). Die Festigkeitseigen  schaften     eines        Sulfatzeldstoffes    nach     einem        Sulfitverfah+          ren    oder modifizierten     Sulfitverfahren    wurden aber bis  her     in        keinem    Falle erreicht.  



  Grundsätzlich     lassen    sich die Unterschiede der       Zellstoffe    nach dem     Sulfit-    und nach dem     Sulfatverfah-          ren    wie folgt     herausstellen:

          Sulfitzellstoffe        sind        dichter,     mahlen     schnell,    haben gute Reisslänge und     pergamen-          tieren    schon nach kurzer Mahldauer.     Sulfatzellstoffe     sind stärker opak und zeichnen sich durch     besonders     hohe     Weiterreissfestigkeit,    Dehnung und     Berstdruck     aus. Dagegen     mahlen,    sie sehr     langsam,    was nachteilig  ist.  



  Der Grund für diese Unterschiede wird darin ge  sucht, dass beim     Sulfitprozess    eine Schädigung und ein  damit verbundener Abbau der     Celluloseketten    nicht  wie     beim        Sulfatprozes,s    vom Ende her erfolgt, wobei  die Ketten auf ihrer Gesamtlänge aber intakt bleiben,       sondern    dass die einzelnen Kettenglieder geschädigt      werden.     Sulfitzellstoffe    haben mehr     Lo.ckerstellen        in     den Fasern als     Sulfatzellstoffe        (Tappü    46 (1963), Seite  198-202A).  



  Es galt daher die Aufgabe zu lösen,     ein        Verfahren     zu suchen, das es gestattet, mit     dem    Vorzügen des     Sul-          fitverfahrens    Zellstoffe zu erzeugen, die die guten  Eigenschaften sowohl der     Sulfitzellstoffe        als    auch die  der     Sulfatzellstoffe    in sich vereinigen.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    es trotz der     genann-          ten    Schwierigkeiten     gedingt,        Zellstoffe    nach dem     Sulfit-          verfahren    herzustellen, die in     ihren.        Festigkeitseigen-          schaften,        insbesondere        Weiterreissfestigkeit,    im Bereich  der     Sulfatzellstoffe    liegen.

   Das     erfindungsgemässe        Ver-          fahren    ist dadurch     gekennzeichnet,        dass    man die     Hack-          schnitzel    in einer ersten Stufe     in        Gegenwart    von  Alkali- und/oder     Erdalkalisalzen    der     schwefligen    Säure  bei     einem        pH-Wert    zwischen 3     und    4 kocht und, nach  dem ein wesentlicher     Teil    der     Holzsubstanz    in Flüssig  keit gegangen ist,

   in einer zweiten     Stufe,        gegebenenfalls     nach Abzug eines     Teiles    der     Kochflüssigkeit,    nach  Zusatz von Alkali-     und/oder        Erdallcalilauge,        ein,          schliesslich    Ammonium., bei einem     pH-Wert        zwischen:     6 und 11     die        Kochung    bis zu einem Aufschlussgrad  von     Sieberzahl    38-52 zu Ende     führt.     



       Eine    bevorzugte     Ausführungsform    des     erfindungs-          gemässen    Verfahrens besteht     darin,    dass man den       pH-Wert    in der ersten Stufe dadurch auf dem genann  ten Wert zwischen 3 und 4     hält,

          dass    man zu der     Auf-          schlussflüssigkeit        kontinuierlich    oder     diskontinuierlich          Hydroxyde    und/oder in Wasser     dispergierte    oder gelö  ste Oxyde der Alkali-     und/oder        Erdalkalimetalle    zu  führt.

   Vorzugsweise werden     diejenigen        Alkali-    und/  oder     Erdalkalioxyde    oder     -hydroxyde    zugegeben, die  bereits als Kationen bei den     Salzen    der schwefligen  Säure     Verwendung    gefunden haben.  



  Für das     erfindungsgemässe        Verfahren    eignen sich  Hackschnitzel der     üblichen    Grösse     aller        Holzarten,     d. h. sowohl Laub- als aus Nadelhölzer, wie beispiels  weise Buche, Pappel und     andere    Laubhölzer sowie  Fichte und Kiefer.  



  Zur Bereitung der     Kochflüssigkeiten    werden die       Alkalisalze,        einschliesslich    des     Ammoniums,        und/oder     die     Erdalkalisalze,    vorzugsweise     Magnesiumsalze    der       schwefligen    Säure herangezogen.

   Als Basen, die in der  zweiten Stufe Verwendung finden,     nimmt    man aus       Gründen    der Zweckmässigkeit,     insbesondere    im Hin  blick auf die     Laugenaufbereitung    das gleiche Kation.,  das     in    der ersten Stufe in Form des     Sulfits    oder     Bisuli-          fits        eingesetzt    ist.  



  Die     höhe    der     Temperatur    während     der    Kochzeiten  hängt weitgehend mit der     Aufschlusszeit        zusammen.    Je  höher die Kochtemperatur gewählt wird,     desto    kürzer  ist die Dauer des Aufschlusses und umgekehrt. Wählt       man        beispielsweise    in der ersten Stufe     eine        Temperatur     von 160  C, so ist die     Kochung    der ersten Stufe nach  etwa 1 Stunde,     höchstens    aber nach 2     Stunden    been  det.

   In der zweiten Stufe genügt     eine    Kochzeit von 1-3       Stunden,    wenn bei einer Temperatur von 170  C gear  beitet wird. Es kommt im     Prinzip    darauf an, dass     ein     wesentlicher Teil der     organischen    Substanz in der er  sten Stufe gelöst wird.  



  Die Zugabe der Alkali-     und:/oder        Erdalkalioxyde     und/oder     -hydroxyde    für die     Aufrechterhaltung    des       pH-Wertes    der     Aufschlussflüssigkeit    in der ersten Stufe  des     Verfahrens    hat den     Vorteil,    dass stets die zu dem       gewünschten        Aufschlussgrad    des Holzes erforderliche  Menge bzw.

   Konzentration an     Alkali-        und/oder    Erdal-         kali-Sulfit        und/oder        -Bisulfit        vorhanden    ist.

   Gleichzeitig  wird eine Einwirkung der     beim        Aufschluss    sich bilden  den und bei der     gewählten        Aufschlusstemperatur    nur  zum     Teil    flüchtigen     organischen    Säuren auf dem ent  standenen Zellstoff vermieden, so dass     eine    bessere  Lenkung des Verfahrens bezüglich des     Aufschlussgra-          des,

      eine höhere     Ausbeute    sowie eine     bessere        und.          gleichmässigere        Qualität    des     Zellstoffs    erzielt wird.  



       überraschenderweise    hat sich ergeben, dass man       mit    dem erfindungsgemässen Verfahren     Zellstoffe    her  stellen     kann,    die     in,    ihren Eigenschaften     nicht    nur die       vorteilhaften.    Eigenschaften des     Sulfitzellstoffs    zeigen,  sondern dass sie insbesondere im     Hinblick    auf die       Dehnung,    die     Weiterreissfestigkeit        und    den     Berstdruck     die Eigenschaften der     Sulfatzellstoffe    nicht nur errei  chen,

   sondern     sogar    übertreffen. Von besonderem Vor  teil ist dabei weiter, dass der     erfindungsgem        ss        erhal,          tene    Zellstoff     schneller    mahlt     als        Sulfatzellstoff,    so dass  erhebliche     Energie        zum    Mahlen     einsgespart        werden    kann.

    Als     weiterer    Vorzug muss hervorgehoben werden, dass  nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren,        gegenüber          dem        Sulfatverfahren        eine        um        5-10        %        höhere        Ausbeute     erzielt wird.  



  In den Diagrammen sind die     Ergebnisse    aus meh  reren Versuchen aufgezeichnet, Die ausgezeichnete  Linie     vermittelt    die gefundenen Werte von     Zellstoffen     nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren    bei verschie  denen Mahlgraden     nach:

          Schopper-Riegler.    Zum Ver  gleich wurden die Werte     eines    handelsüblichen     unge@     bleichten     Sulfatzellstoffs    (gestrichelte Linie) und dieje  nigen     eines    solchen     unigebleichten        Sulfitzellstoffs     (strichpunktierte Linie)     eingezeichnet,    bei dessen Her  stellung auf eine besonders hohe     Weiterreissfestigkeit          geachtet    worden ist.

   Aus den einzelnen Diagrammen  lässt sich besonders deutlich die     überlegenheit    der     er-          findungsgemässen    Zellstoffe     inbezug    auf Dehnung,       Weiterreissfestigkeit,    Reisslänge,     Berstdruck,        Falzzahl     und Mahldauer herauslesen.  



  Zur weiteren Erläuterung des     erfindungsgemässen     Verfahrens dienen die nachstehenden Beispiele:  1. Ein Kocher von 350 Liter Inhalt     wird    mit  64,8 kg Nadelholz     (atro),    welches zu gleichen Teilen  aus Fichten- und     Kieferhalz    besteht,     gefüllt    und dann       mit        260   RTI ID="0002.0219" WI="8"HE="5" LX="1285" LY="1820">  Liter        einer        Kochsäure,        welche    4     %        S02        und          1,

  2        %        Magnesiumoxyd        enthält,        belangt.        Danach        kocht     man drei Stunden auf 160  hoch,

       lässt    den Kocher 30       Minuten    bei dieser     Temperatur    stehen und zieht     an-          schliessend        30        %        der        Kochsäure        ab.        Die        Temperatur     sinkt auf     14Q .    Darauf     gibt    man 53     Liter    Magnesia  milch in den     Kochar,

          die        40    g     Mg0    im     Liter    enthält,  heizt in     einer    halben Stunde auf 170  und kocht in  zwei     Stunden    fertig. Die     Kochflüssigkeit        weist    während  der zweiten Stufe     einen:        pH-Wert    stets über 7 auf.

         Dabei:        wird        ein        Stoff        in        51        %        sortierter        Ausbeute        mit          einer        Sieberzahl    von 45 erhalten.  



  Dieser     Zellstoff    hat bei     einem.    Mahlgrad von 35   SR, der nach 40 Minuten     Mahlung        erreicht    wird, eine       Reisslänge        von        8,5        km."        eine        Dehnung        von        4,5        %,        4000          Doppelfalzungen,

      eine     Weiterreissfestigkeit    nach       Brecht-Imset    von 200     und        einen        rel.        Bersbdruck    von  5,5     kg/cm2.     



  2.     Ein        Kocher    von 200 cbm     Inhalt    wird     mit    einem       Gemisch    von Fichten-     und        Kiefernholz    so gefüllt, dass  eine     Fülldichte    von 200     kg/cbm    und ein     Säure/Holz-          Verhältnis    nach dem     Belangen    gegen 3 atü hydrau  lischen     Druck    von 4,

  3     erreicht        wird.    Von     diesem        An-          fangsdruck    ausgehend wird in zwei Stunden auf 150       hochgekocht. Dabei erreicht man im Kocher 10 atü       Druck.    Bei dieser Temperatur und diesem     Druck    wird  der     Kocher    1,5     Stunden        belassen,

          dann    zieht man       35        %        der        Kochsäure        ab        und        ersetzt        65        %        der        abgezo-          genen    Menge durch     Magnesiamilch,    welche 50 g/1       MgO        enthält.    Die     Temperatur    sank dabei auf 125  ab.

    Hierauf wurde     in,    dreissig Minuten erneut auf 170        hochgeheizt,    zwei     Stunden    bei dieser Temperatur be  lassen und die     Kochung    beendet. Der PH-Wert lag in  dieser Stufe (kalte Probe) zwischen 7,8 bis 8,0.  



       Der        Stoff        hatte        eine        Ausbeute        von        54        %        und        Sie-          berzahl    50. Die Eigenschaften des     gewonnenen        Zelh     stoffies waren die gleichen wie im     Beispiel    1     angegeben.     



  3. 3,7 kg Fichtenholz (Trockengewicht) werden mit       15,2        Liter        einer        Kochsäure        versetzt,        die        2,08        %        freies          S02,        1,98        %        an        1,30        %        Magnesiumoxyd        gebundenes          S02,    enthält und bei Raumtemperatur 3,2     pH    hat,

    dann     wird    drei Stunden lang auf 160  C erhitzt und       30        %        der        Kochflüssigkeit        abgezogen.        Beim        Hochheizen     wird laufend     der        pH-Wert    der kalten Probe gemessen,  der - so genau wie möglich - 3,7 weder unter- noch  überschreiten soll. Die     Einstellung    des     pH-Wertes    er  folgt     durch    Zuführung     von        Magnesiamilch    in den  Kocher.  



  Nach Abzug der     obgenannten    Menge von Aufschluss  flüssigkeit, werden drei Liter     Magnesiamilch    mit 40  Gramm     MgO    im Liter     zugepumpt,    wodurch der       pH-Wert    im Kocher auf 6,8 ansteigt. Dann wird in 30       Minuten    auf 170  C erhitzt und eine     Stunde    bis zum  Abgasen zu Ende gekocht.  



  Der entstandene Zellstoff fällt mit einer     Sieberzahl          52        und        53,5        %        Ausbeute        an.        Er        hat        bei        35 SR        folh          gende        Festigkeiten:     
EMI0003.0097     
  
    Reisslänge <SEP> 8,5 <SEP> km
<tb>  Dehnung <SEP> 4,3%     
EMI0003.0098     
  
    Falzzahl <SEP> 3800
<tb>  Berstdruck <SEP> 5,5 <SEP> kg/cm2
<tb>  Weiterreissfestigkeit <SEP> 210 <SEP> cmg/cm

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen nach dem Sulfitverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass man Hackschnitzel in einer ersten Stufe in Gegenwart von Alkali- und/oder Erdalkalisalzen der schwefligen Säure bei einem pH-Wert zwischen 3 und 4 und dann in einer zweiten Stufe nach Zusatz von Alkali- und/ oder Erdalkalilauge bei einem pH-Wert zwischen 6 und 11 die <RTI
    ID="0003.0113"> Kochung bis zu einem Aufschlussgrad von Sieberzahl 38-52 zu Ende führt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die pH-Werte bei der ersten Stufe um 4 und. bei der zweiten Stufe zwischen 6,8 und 9,0 liegen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man zu der Aufschlussflüssigkeit in der ersten Stufe des Verfahrens kontinuierlich oder diskontinuierlich Hydroxyde und/oder in Wasser dispergierte oder gelöste Oxyde der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle zufügt. 3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteran spruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach der ersten Stufe ein Teil der Kochflüssigkeit abgezogen wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass in der ersten und der zweiten Stufe das gleiche Kation, vorzugsweise Magnesium, verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Verhältnis der Kochzeiten der bei den Stufen unter 1 liegt.
CH874965A 1964-06-24 1965-06-23 Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen nach dem Sulfitverfahren CH457123A (de)

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