CH457596A - Selbsttätige Optimiereinrichtung für einen elektrischen Drehzahlregelantrieb mit veränderlicher Schwungmasse - Google Patents

Selbsttätige Optimiereinrichtung für einen elektrischen Drehzahlregelantrieb mit veränderlicher Schwungmasse

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CH457596A
CH457596A CH154067A CH154067A CH457596A CH 457596 A CH457596 A CH 457596A CH 154067 A CH154067 A CH 154067A CH 154067 A CH154067 A CH 154067A CH 457596 A CH457596 A CH 457596A
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drive
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CH154067A
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Winfried Dipl Ing Speth
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Siemens Ag
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
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Description


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 Selbsttätige    Optimiereinrichtung   für einen elektrischen    Drehzahlregelanlrieb   mit veränderlicher    Schwungmasse   Bei Regelkreisen ist es üblich und meistens notwendig, die einzelnen Parameter des Reglers, wie z. B. Verstärkung,    Nachstell-   und    Vorhaltzeiten,   an die Gegebenheiten der Regelstrecke    anzupassen,   um ein möglichst günstiges dynamisches Übergangsverhalten zu erreichen.

   Je nachdem, ob man auf eine möglichst kleine Ansprechzeit oder auf möglichst kleines    Überschwingen   bei der    Ausregelung   eines Regelfehlers oder auf einen vernünftigen Kompromiss zwischen diesen beiden    Forderungen   Wert legt, bieten sich die verschiedensten Optimierungsvorschriften für die Anpassung der    Reglerdaten   an die Eigenschaften der Regelstrecke an. Für Drehzahlregelungen soll nach allen den bekannten Optimierungsvorschriften die    Reglerverstärkung   proportional zur angetriebenen    Schwungmasse   sein. 



  Es gibt nun eine Reihe von    Drehzahlregelantrieben,   bei denen die angetriebene Schwungmasse nicht dieselbe bleibt, sondern betriebsmässig verändert wird. Hierzu gehören z. B. Prüfstände für die Kraftfahrzeugindustrie, bei denen Motoren mit unterschiedlichen    Schwungmas-      sen   oder unterschiedlicher Getriebeübersetzung geprüft werden, ferner    Karusselldrehbänke,   bei denen ebenfalls die zu bearbeitenden Werkstücke beträchtliche Unterschiede in ihren Schwungmassen aufweisen. 



  Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem    Drehzahl-      regelanträeb      vorgenannter   Art eine    selbsttätige   Anpassung der    Reglerverstärkung   an jede Schwungmasse zu erreichen, so dass für sämtliche vorkommenden Betriebsfälle die Drehzahlregelung stets optimal arbeitet und demzufolge ein günstiges Übergangsverhalten erzielt wird.

   Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige    Optimiereinrichtung   für einen elektrischen Drehzahlregelantrieb mit veränderlicher Schwungmasse, gekennzeichnet durch einen elektronischen Integrator, dessen Eingang während der Zeit, die beim unbelasteten Hochlauf für das Durchlaufen eines bestimmten Drehzahlintervalls benötigt wird, vor einer dem Drehmoment des Antriebs    proportionalen   Grösse    beaufschlagt   ist und dessen Ausgangsgrösse die Eingangsgrösse des Drehzahlreglers proportional    beeinflusst.   Die Erfindung beruht auf der Überlegung, dass beim unbelasteten Hochlauf unter Vernachlässigung der Reibung die Beziehung gilt:

      6-dn/dt=K-Ma,   wobei 6 die Schwung- oder Drehmasse, n die Drehzahl, K eine Konstante und    M.,   das Antriebsmoment ist. Wenn nun während der Zeit, in der der Antrieb ein bestimmtes    Drehzahlintervall   durchläuft, das Zeitintegral des Antriebsmoments    M.,   gebildet wird, dann ist diese die    Ein-      gangsgrösse   des Drehzahlreglers beeinflussende Grösse proportional zur Schwungmasse des Antriebs. 



  Die so gebildete Grösse kann entweder durch Modulation des sonst direkt dem    Drehzahlregeleingang   zugeführten    Regelabweichungssignals      den   Verstärkungsgrad des Drehzahlreglers beeinflussen oder aber durch entsprechende Änderung der Eingangsimpedanz des Drehzahlreglers. Als    Modulationseinrichtung   kann gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Hallmultiplikator verwendet werden, der sich bekanntlich durch seine grosse Genauigkeit und seinen einfachen Aufbau auszeichnet. Daneben können hierfür andere übliche Multiplikationseinrichtungen, wie z. B.    Zeit-      Basismultiplizierer,      Parabelmultiplizierer   oder sogenannte    Servo-Multiplizierer   eingesetzt werden. 



  Für besonders hohe    Ansprüche   hinsichtlich der Genauigkeit und der Konstanz des ermittelten Zeitintegrals des Antriebsdrehmoments empfiehlt sich ein elektronischer digitaler Zähler als Integrator, dessen Eingang über einen    Spannungs-Impulsumsetzer   mit einer dem Antriebsdrehmoment proportionalen    Impulsfolgefre-      quenz      beaufschlagt   ist und dessen verschieden    bewich-      tete      Zählstufenausgänge   elektronische Torschaltungen betätigen, welche durch Zuschalten von Widerständen die Eingangsimpedanz des Drehzahlreglers im umgekehrten Verhältnis zu den    Zählstufengewichten   verändern.

   Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der während des Drehzahlintervalls erhaltene Wert des    Zeit-      integrals   infolge der    Driftunempfindlichkeit   des Digital- 

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    zählers   praktisch unbegrenzt lange Zeit exakt gespeichert werden kann, was besonders bei sehr lang    dauernden,   sich an den    Hochlaufvorgang   anschliessenden Arbeitsgängen von Wichtigkeit ist. 



  Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sollen im folgenden anhand der Figuren beschrieben werden. In Figur 1 ist ein üblicher    Drehzahlregelantrieb   dargestellt, welcher aus dem rückgekoppelten elektrischen    Drehzahl-      regeiverstärker   1, dem    Stellglied   in Form eines    gitterge-      stüuerten      Stromrichters   2 und dem mit der konstanten Spannung U    erregten      Gleichstrommotor   3 besteht, welcher einerseits zur Gewinnung einer der Drehzahl proportionalen Spannung n mit    einem      Gleichstromtachodynamo   4 und über eine Kupplung 5 mit der Antriebsmaschine 6 mechanisch verbunden ist.

   Es ist vorgesehen, dass sich die mit 0 bezeichnete Schwungmasse der Antriebsmaschine 6 für verschiedene Betriebsfälle verändert, bei einem    Motorenprüfstand      beispielsweise,   weil der Prüfling ausgewechselt oder mit anderer    übersetzung   betrieben wird, wobei sich in letzterem Fall dadurch die auf die Welle des Antriebsmotors 3 bezogene Drehmasse ändert, oder wie schon erwähnt bei    Karusselldrehbän-      ken,   wenn Werkstücke    unterschiedlicher   Grösse bearbeitet werden sollen.

   Der    Drehzahlistwert   n ist einer Vergleichseinrichtung 7 zugeführt, wo durch Vergleich    mit   dem    Drehzahlsollwert   n    l:   das den    Drehzahlregler   1    beaufschlagende      Regelabweichungssignal   erhalten wird. 



  Die drehzahlproportionale Spannung n ist nun auch den Spulen zweier Schaltrelais 8 und 9 zugeführt, welche so bemessen sind, dass sie jeweils nach überschreiten der Spannungswerte n1 beziehungsweise n2 ansprechen. Da es sich bei dem dargestellten Beispiel um einen konstant erregten Gleichstrommotor handelt, genügt zur Erfassung des Drehmoments der Ankerstrom    I",   welcher    mittels   eines in den Ankerkreis des Motors 3 geschalteten    Messwertumformers   10 gewonnen wird und über die Kontakte der Schaltrelais 8 und 9 auf den Eingang eines elektrischen    Integrators   11 gelangen kann.

   Der Integrator 11 kann aus einem    kapazitiv      rückgekop-      pe-Iten      elektronischen   Verstärker bestehen, der, wie in dem mit 11 bezeichneten Blocksymbol angedeutet, bekanntlich bei einer sprunghaften Veränderung    einer      Gleichstromeingangsgrösse      einen      zeitlinearen   Anstieg seiner Ausgangsgrösse zeigen würde.

   Das Ausgangssignal des    Integrators   11    beaufschlagt   die Erregerwicklung eines mit 12 bezeichneten    Hallgenerators.   An zwei Elektroden des ihm zugeordneten    Hallplättchens   13 ist das von dem Ausgang der Vergleichseinrichtung 7 gelieferte    Regelabweichungssignal   angeschlossen, so dass an den senkrecht dazu angeordneten beiden anderen Elektroden des    Hallplättchens   13 das Produkt aus der Regelabweichung und dem    Ausgangssignal   des    Integra-      tors   11 als Ausgangsspannung entsteht. 



  Es soll nun im    einzelnen   die Wirkungsweise der bisher beschriebenen    erfindungsgemässen   Einrichtung bei einem    Anlaufvorgang   verfolgt werden. Die dargestellten Kontakte sind in ihrer jeweils    unbetätigten   Stellung gezeichnet. Vor oder beim Einschalten des noch unbelasteten Antriebs wird durch kurzzeitige Betätigung eines mit 14 bezeichneten Drucktasters das Ausgangssignal des Integrators 11 auf Null gesetzt. Ein Hochlaufen des Gleichstrommotors 3 hat das Auftreten einer Spannung am Eingang des Reglers 1 zur Bedingung.

   Da die Ausgangsspannung des    Hallmultiplikators   12 im Moment des Einschalteis noch Null ist, wird zunächst der Hallmultiplikator 12 durch den Ruhekontakt 8'    überbrückt.   Dieser Kontakt 8' kann    zweckmässigerweise   entweder    unmittelbar   oder mittelbar, gegebenenfalls mit einer entsprechenden    Zeitverzögerung,   durch das Schaltrelais 8 betätigt werden. Bei Erreichen einer    bestimmten   Drehzahl    n1   spricht das Schaltrelais 8 an.

   Da hierbei die höhere    Ansprechschwelle      n2   des Schaltrelais 9 noch nicht erreicht ist, bleibt dessen Kontakt vorerst geschlossen und die dem Antriebsmoment proportionale Grösse    I"   gelangt auf den Eingang des    Integrators   11, dessen    Ausgangsgrösse   sich bis zum Erreichen der Ansprechschwelle    n2   des    Schaltrelais   9 proportional dem    Zeitintegral   des Antriebsdrehmoments zu verändern    be-      ginnt.   Da spätestens bis zum Ansprechen des Relais 9 der Ruhekontakt 8' geöffnet wurde,

   ist durch die Wirkung des von dem Ausgangssignal des Integrators 11    be-      aufschlagten      Hallmultiplikators   12 spätestens nach Ansprechen des Relais 9 die Verstärkung der Regelabweichung proportional der Schwungmasse 0 der Antriebsmaschine 6    angepasst   worden. Nach beendetem Hochlauf,    gegebenenfalls   schon nach Ansprechen des    Relais   9, kann der    Antrieb      belastet   werden, wobei der im Integrator gespeicherte Wert nicht mehr verändert wird. 



  In Figur 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem im Unterschied zu der Anordnung nach Figur 1 die Ermittlung des    Zeitinte-      grals   des Drehmoments sowie die darauf folgende entsprechende Veränderung der    Reglerverstärkung   mittels elektronischer, digital arbeitender Bauelemente realisiert ist. Für die mit der Anordnung nach Figur 1 übereinstimmenden Schaltungseinzelheiten wurde die gleiche Bezifferung beibehalten.

   Kennzeichnend für die verwendeten digitalen Bauelemente ist, dass sie unter Verwendung von sogenannten Schalttransistoren aufgebaut sind, welche entweder in vollkommen durchlässigem oder völlig gesperrtem Zustand betrieben werden und demzufolge nur zwei definierte Signale zu    liefern   vermögen, nämlich ein sogenanntes    0-Signal,   welches im dargestellten Fall dem    Erd-   oder    Massepotential   entspricht, und ein sogenanntes    L-Signal,   welches beim dargestellten Beispiel ein positives Potential haben möge. 



  Als Integrator ist ein digitaler elektronischer Binärzähler 15 verwendet, dessen    vier      niedrigstwertige   Zählstufen die Gewichte 1, 2, 4 und 8 aufweisen. Tritt an den    Zählstufenausgängen   ein    L-Signal   auf, so können damit die jeweils zugeordneten elektronischen Torschaltungen 32-35 durchlässig gesteuert werden, wodurch das Regelabweichungssignal über einen oder mehrere von diesen    wirkungsmässig   in betätigtem Zustand wie geschlossene Schalter zu betrachtende Torschaltungen sowie über diesen zugeordneten Widerständen auf den Eingang des Regelverstärkers 1 gelangen kann.

   Da der Verstärkungsfaktor des im dargestellten Beispiel verwendeten Regelverstärkers sich aus dem Verhältnis von    Rückkopplungs-      widerstand   R1 zu Eingangswiderstand ergibt, ist aus der im Beispiel angegebenen    Dimensionierung   der wahlweise    zuschaltbaren   Eingangswiderstände ersichtlich, dass der Verstärkungsgrad des Regelverstärkers 1 proportional der Summe der Gewichte der jeweils    L-Signale   führenden Zählstufen ist. 



  In völlig    analoger   Weise zu der Anordnung nach Figur 1 wird nun dafür gesorgt, dass    innerhalb   eines    Drehzahlintervalls,   welches sich von der Drehzahl    n1   bis zu    der      Drehzahl      n2   des    Antriebsmotors   3 erstreckt, eine dem Drehmoment des Antriebsmotors 3 proportionale Grösse integriert, d. h. in kleinen Schritten aufsummiert wird.

   Hierzu wird die analoge Ausgangsspannung des    Messwertformers   10 in einem    Spannungsimpulsumsetzer   16 in eine Impulsfolge umgesetzt, deren Frequenz der 

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    Eingangsgrösse      I.,      entspricht,   und über    eine      elektronische      Gatterschaltung   17 dem Eingang des    Binärzählers   15    zugeführt.   Eine der Antriebszahl n proportionale Spannung wird zwei elektronischen    Grenzwertmeldern   mit den    Ansprechschwellen      n1   und    n,      zugeführt,   deren Wirkungsweise vergleichbar mit der der elektromechanischen Schaltrelais 8 und 9 aus Figur 1 ist.

   Nach überschreiten    ihrer      jeweiligen      'Ansprechschwellen   liefern diese    Grenzwertmelder      ein      P-Signal.   Die    Realisierung   eines solchen    Grenzwertmelders   kann auf verschiedenartigste Weise erfolgen. Im einfachsten Fall besteht er aus einem Schalttransistor, bei dem durch eine entsprechende    Vorspannung   11 seines Steuerkreises dafür gesorgt ist, dass erst eine Steuerspannung bestimmter Höhe ihn in einen solchen Zustand zu steuern    vermag,   bei dem an seinem Kollektor ein    Ausgangs(P)-Signal   erscheint. 



  Die Ausgänge der beiden    Grenzwertmelder   18 und 19 sind mit den beiden Eingängen einer bistabilen    Kipp-      stufe   20 verbunden. Eine bistabile Kippstufe besitzt zwei komplementäre bzw.    antivalente   Ausgänge, d. h. wenn der eine Ausgang ein    L-Signal      führt,   ist an dem anderen Ausgang ein    0-Signal   und umgekehrt.

   Wenn an den dem einen Ausgang zugeordneten Eingang der    bi-      stabilen   Kippstufe ein    L-Signal   gelegt wird, so erscheint an dem ihm zugeordneten Ausgang ebenfalls ein    L-Si-      gnal,   welches auch nach Verschwinden des Eingangssignals so lange    bestehen      bleibt,   bis auf dem    anderen   Eingang ein    L-Signal   gegeben wird. Es ist auch möglich, die bistabile Kippstufe mit Impulsflanken in die eine oder andere Lage zu kippen. In der Regel wird die bistabile Kippstufe so ausgelegt bzw. die Impulsansteuerung so getroffen, dass nur eine Impulsflanke bestimmter Richtung in der Lage ist, die Stufe umzukippen, z. B. entweder nur ansteigende oder abfallende Impulsflanken.

   So kippen die in der Figur dargestellten bistabilen    Kipp-      stufen   immer nur dann, wenn an ihren entsprechenden Eingängen    ein      Signalwechsel   von O- auf    L-Sign#al   stattfindet. Der dem    Eingang   E1    zugeordnete   Ausgang A1 der bistabilen Kippstufe 20 ist auf den zweiten Eingang eines    Norgatters   17 geführt. Ein    Norgatter   zeigt nur dann an seinem Ausgang ein    L-Signal,   wenn an seinen sämtlichen Eingängen ein    0-Signal   herrscht, in allen anderen Fällen weist der    Norgatterausgang   ein    0-Signal   auf. 



  Aus der bisher erläuterten Wirkungsweise der elektronischen Bauelemente wird deutlich, dass am Eingang des Binärzählers 15 nur dann eine dem Drehmoment proportionale    Impulsfolgefrequenz   über das    Norgatter   17 eintreffen kann, wenn beim Hochlauf sich die Antriebsdrehzahl innerhalb des durch die Grenzwerte    n1   und    n2   bestimmten Drehzahlintervalls befindet.

   Zuvor, d. h. entweder beim oder schon vor dem Einschalten, wurden durch Betätigung eines Drucktasters die Kontakte 14a, 14b und 14c    vorübergehend   geschlossen, wodurch der Binärzähler 15, die Kippstufe 20 und eine weitere bistabile Kippstufe 21 in einen definierten Zustand versetzt wurden, der bei dem Binärzähler darin besteht, dass sämtliche    Zählstufenausgänge      0-Potentiale   aufweisen, d. h.

   die Torschaltungen 32 bis 35 nicht durchlässig gesteuert sind, der bei der bistabilen    Kipp-      stufe   20 darin besteht, dass der Ausgang A1 ein    L-Signal   führt und demzufolge das    Norgatter   17 gesperrt und der schliesslich bei der bistabilen Kippstufe 21 darin besteht, dass der auf die Torschaltung 22 wirkende Ausgang ein    L-Signal   führt und diese durchlässig steuert. Die Torschaltung 22 ist vergleichbar mit dem Schaltkontakt 8' in Figur 1 und stellt sicher, dass zu Beginn des Anlau-    fens   ein Eingangssignal auf den Regelverstärker 1 und damit ein von O abweichender    Stellbefehl   auf das Stellglied 2 möglich ist.

   Die Grösse des durch die Torschaltung 22 zur Wirkung gebrachten Eingangswiderstandes wird    zweckmässigerweise   so gewählt wie der Wert des Widerstandes, welcher der von der    niedrigstwertigen   Zählstufe des Binärzählers 15 betätigten Torschaltung 35 zugeordnet ist.

   Nach dem zweiten, am Eingang des Binärzählers 15 eintreffenden, vom Spannungsimpulsumsetzer 16 gelieferten Zählimpuls weist von sämtlichen    Zählstufenausgängen   nur der mit 2    bewichtete   Ausgang ein    L-Signal   auf, worauf durch die Torschaltung 34 ein Eingangswiderstand vom Wert    %      Ro   eingeschaltet und gleichzeitig mittels der bistabilen Kippstufe 21 durch die Torschaltung 22 der bis dahin wirksame    Überbrük-      kungswiderstand   23 von dem    Regelabweichungssignal   abgetrennt wird. 



  Nach Durchlaufen des durch die Grenzwerte    n1   und    m      definierten   Drehzahlintervalls weist der Stand des Binärzählers einen der Schwungmasse des Antriebs 6    proportionalen   Wert auf und hat    Seinerseits   vermöge der Torschaltungen 32 bis 35 den Verstärkungsgrad des Drehzahlreglers 1 dieser Schwungmasse proportional angepasst. Für den Wert dieser Anpassung spielt es prinzipiell keine Rolle, nach welcher Zeitfunktion der Ankerstrom sich bewegt oder welche Veränderungen im Eingangskreis des Drehzahlreglers 1 erfolgen. Stets wird das    Drehmomentenzeitintegral   exakt gemessen, und nach Überschreiten der Drehzahlgrenze wird eine dementsprechende Anpassung der    Reglerverstärkung   erfolgt sein. 



  Die Realisierung der Torschaltungen 32 bis 35 und 22 kann auf beliebige Art erfolgen. Wesentlich für sie ist nur, dass sie in der Lage sind, auf ein bestimmtes    Span-      nungs-   oder Stromsignal hin die Regelabweichung auf den ihnen zugeordneten Widerstand durchzuschalten. Für besonders schnelle und störungssichere Schalthandlungen empfehlen sich elektronische Torschaltungen, z. B. nach Art der mit 35 bezeichneten und näher dargestellten Torschaltung.

   Eine derartige elektronische Torschaltung eröffnet die Möglichkeit, auf einfachste Weise mit den    normierten   Signalen der digitalen Schaltkreise, welche beim dargestellten Beispiel in einem positiven, von der Spannungsquelle P abgeleiteten    L-Signal   und dem    Massepotential   bzw.    0-Signal   bestehen,    schaltkreis-      fremde   Spannungen, im vorliegenden Fall das Regelabweichungssignal durchzuschalten, wobei dieses Fremdsignal auch wechselnde Polaritäten aufweisen kann. 



  Zur Ansteuerung der elektronischen Torschaltung dient der in der    niedrigstwertigen   Zählstufe des binären Zählers 15 befindliche    Ausgangsschalttransistor   25. Sein Kollektor ist über den Widerstand 26 mit der mit P bezeichneten positiven Spannungsquelle verbunden, während sein    Emitter   an das Masse- oder Erdpotential geschaltet ist. Es handelt sich hierbei um einen in    Emitter-      schaltung   betriebenen    npn-Transistor.   Im durchlässigen Zustand liegt an seinem Kollektor das Potential von 0 Volt, während dieser im gesperrten Zustand das Potential der Spannungsquelle P aufweist. Bei diesem Zustand stellt die gegenüber dem Erdpotential negative Spannung N in nicht näher dargestellter Weise die vollständige Sperrung des Schalttransistors 25 sicher.

   Die Torschaltung besteht nun aus einem    Ansteuertransistor   27 und einem von diesen    angesteuerten   Tortransistor 28, welcher als idealer Schalter die Aufgabe hat, je nach den an seiner Basis herrschenden Potentialverhältnissen die an seine    Eingangsklemme   29 angeschlossene schalt- 

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 kreisfremde Spannung des    Regelabweichungssignals   auf den    mit      Ro   bezeichneten Widerstand durchzuschalten oder von diesem Widerstand abzuschalten. Das Regelabweichungssignal kann dabei sowohl positive als auch negative    Werte      annehmen.   



  Befindet sich der Schalttransistor 25    in   seinem durchlässig gesteuerten Zustand, so tritt an seinem Lastwiderstand 26 eine Spannung auf, welche so gerichtet ist, dass die Steuerstrecke des    Ansteuertransistors   27 über die    Entkopplungsdiode   24 durchlässig gesteuert wird. Dann stellt sich am Kollektor des Transistors 27 ein gegenüber Masse positives Potential    ein,   dessen Höhe durch die Dimensionierung der Widerstände 30 und 31 bestimmt ist.

   Dieses Potential wird nun so gewählt, dass es    mit   Sicherheit höher ist als das des maximalen, betriebsmässig auftretenden    Regelabweichungs-      signals,   so    dass   der    Transistor   28    dieses      Regelabwei-      chungssignal   zu sperren vermag. 



  Für den Fall, dass der Schalttransistor 25    gesperrt   wird,    kann   kein oder jedenfalls nur ein    vernachlässig-      bar   kleiner Strom über    die      Emitterbasissteuerstrecke   des    Ansteuertransistors   27    fliessen,   der Transistor 27 ist damit gesperrt, und die Basis des Transistors 28 steht praktisch nur über den Widerstand 31 mit der negativen    Sperrspannungsquelle   N in Verbindung.

   Bei einer, gegenüber dem    Massepotential   positiven Spannung des    Regelabweichungssignals   wird die    Kollektorbasisstrecke   des    Tortransistors   28 in    Durchlassrichtung      beaufschlagt,   so dass sich an der Basis des Transistors 28 deren Potential einstellt. Die in    Durchlassrichtung   durchflutete    Kollektorbasisstrecke   des Transistors 28    verursacht   durch die    Transistorwirkung   ein    Leitendwerden   der    Emitterbasisstrecke,   so dass das positive    Regelabwei-      chungssignal   auf den    mit      Ro   bezeichneten Widerstand durchgeschaltet ist.

   Der    Tortransistor   28 wird bei dieser    Polung   des    Regelabweichungssignals   als Schalttransistor invers betrieben, d. h. die Funktion des    Emitters   und des Kollektors sind gegenüber dem Normalbetrieb    vertauscht.   Der invers betriebene Schalttransistor zeichnet sich dadurch aus, dass sein Reststrom in    gesperrtem   Zustand sowie seine Restspannung in seinem durchlässig    gesteuerten   Zustand besonders klein werden.

   Liegt an der mit 29 bezeichneten    Eingangsklemme   der Torschaltung ein negatives    Regelabweichungssignal,   so werden sowohl die    Kollektorbasisstrecke   als auch die    Emitter-      basisstrecke   des    Tortransistors   28 in    Durchlassrichtung      beaufschlagt,   so dass wiederum das    Regelabweichungs-      signal   in voller Höhe am Widerstand    Ro      liegt.   Die Torschaltung 35 eröffnet also die Möglichkeit,

   unter Verwendung der ohnehin bei dem digitalen Schaltkreissystem    vorhandenen      Versorgungsispannungen      eine      schaltkreisfremde   Spannung    wechselnder   Polarität exakt durchzuschalten, wobei die Grenzen der durchzuschaltenden Fremdspannung beliebig zwischen den durch die Potentiale der    mit   P und N bezeichneten Spannungsquellen liegen können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selbsttätige Optimiereinrichtung für einen elektrischen Drehzahlregelantrieb mit veränderlicher Schwung- masse, gekennzeichnet durch einen elektrischen Integra- tor, dessen Eingang während der Zeit, die beim unbelasteten Hochlauf für das Durchlaufen eines bestimmten Drehzahlintervalls benötigt wird,
    von einer dem Drehmoment des Antriebs proportionalen Grösse beauf- schlagt ist und dessen Ausgangsgrösse die Eingangs- grösse des Drehzahlreglers proportional beeinflusst. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch zwei Schaltglieder unterschiedlicher Ansprech- schwelle im Eingangskreis des Integrators, welche von einer der Antriebsdrehzahl proportionalen Spannung betätigt werden, weiterhin gekennzeichnet durch einen Multiplikator, dessen Eingapg vom Ausgang des Inte- grators und dessen zweiter Eingang von der Regelabweichung beaufschlagt ist und dessen Ausgang mit dem Eingang des Drehzahlreglers verbunden ist. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Multiplikator ein Hallgenerator verwendet ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelabweichung mindestens bis zum Zeitpunkt des Ansprechens des Schaltgliedes mit der niedrigsten Ansprechschwelle über ein weiteres Schaltglied direkt an den Eingang des Drehzahlreglers geführt ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen digitalen elektronischen Zähler als Integra- tor, dessen Eingang über einen Spannungsimpulsumset- zer mit einer dem Antriebsdrehmoment proportionalen Impulsfolgefrequenz beaufschlagt ist und dessen verschieden bewichtete Zählstufenausgänge elektronische Torschaltungen betätigen, welche durch Zuschalten von Widerständen die Eingangsimpedanz des Drehzahlreglers im umgekehrten Verhältnis zu den Zählstufenge- wichten verändern. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch zwei mit einer der Antriebsdrehzahl proportionalen Spannung beaufschlagte elektronische Grenz- wertmelder unterschiedlicher Ansprechschwellen, welche mit je einem Eingang einer bistabilen Kippstufe verbunden sind und wobei ein Ausgangssignal dieser bistabilen Kippstufe die Durchschaltung des Ausgangssignals des Spannungsimpulsumsetzers auf den Eingang des digitalen Zählers bewirkt. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelabweichung über eine weitere Torschaltung einer Drehzahlregler-Ein- gangsimpedanz von dem Wert zugeführt ist, wie sie der niedrigstwertige Zählstufe zugeordnet ist und dass diese Torschaltung über eine bistabile Kippstufe in Abhängigkeit vom Ausgangssignal der zweitniedrigstwertigen Zählstufe undurchlässig gesteuert wird. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Torschaltung aus einem das Regelabweichungssignal durchschaltenden Tortransistor und einem diesen ansteuernden Transistor besteht, wobei der Ansteuertransistor von entgegengesetztem Leitfähigkeitstyp wie der Schalttransistor ist und dessen Steuerstrecke von der am Lastwiderstand des Schalttransistors abfallenden Spannung in Durchlassrichtung beaufschlagt wird. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, gekennzeichnet durch einenTorxransistor vom pnp-Lexifähigkeitstyp, dessen Basis mit dem Kollektor des Ansteuertransistors verbunden ist, wobei Emitter und Kollektor des An- steuertransistors mit äusseren Widerständen solcher Bemessung versehen sind, dass das Kollektorpotential in seinem durchlässig gesteuerten Zustand höher ist als das des maximalen, betriebsmägsll auftredenden.Regelabwei- chungssign l .
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