Verfahren zur Aufrechterhaltung der Sterilität innerhalb einer Vielzahl von Krankenzimmern und zur Durchführung des Verfahrens geeignete Einrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufrechterhaltung der Sterilität innerhalb einer Vielzahl von Krankenzimmern. Ausserdem richtet sich die Erfindung auf eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Krankenhäuser sind in der Gegenwart Institutionen, die sich einer Vielzahl kritischer und ernster Probleme gegenübersehen. Die von Krankenhäusern erwartete und geforderte Bedingung führt zu zusätzlichen Kosten, die zu den steigenden Kosten in den allgemeinen neuen Anforderungen und grundsätzlichen Lösungen hinzukommen. Grundsätzlich ergeben sich diese Probleme daraus, dass Krankenhäuser kleine Einrichtungen mit ungewöhnlich komplizierten Funktionen sind, wobei eine Vielzahl von Dienstleistungen angeboten wird, die jeweils eine dauernde Verbesserung erforderlich machen.
Wird die Dienstleistung verbessert, dann sehen sich die Krankenhäuser sowohl mit zunehmenden Kosten als auch mit kritischen Veralterungserscheinungen konfrontiert. Bei kollektiver Betrachtungsweise bilden Krankenhäuser eine grosse Industrie. Jedoch können Krankenhäuser einzeln gesehen ihre Probleme nicht mit organisierten Forschungsanstrengungen angehen. Krankenhäuser bleiben eine Vielzahl örtlicher Institutionen unzureichender Grösse, Forschungsmöglichkeiten und Initiativen, die notwendig wären, um die Gesamtprobleme der Lösung näherzuführen.
Die Zulieferungsindustrie betrachtet das Krankenhaus als einen Markt für Spezialartikel, wobei häufig Produkte vorgeschlagen werden, die für andere Marktgebiete entwickelt worden sind, und nur geringe Abänderungen erfolgen, um diese Artikel dem Krankenhausbedarf anzupassen. Die Produkte sind selbst weder dafür entwickelt noch dafür geeignet, die im Krankenhaus auftretenden Probleme lösen zu helfen. Für jedes neuartige Produkt, das vorgeschlagen wird, werden Investitionskosten, Platz und Werkzeuge benötigt, und jedermann beschäftigt sich nur mit seinen eigenen Verdiensten.
Infolgedessen ist der Gesamtfortschritt in der Krankenhausausrüstung tatsächlich ausserordentlich gering wegen der nicht miteinander in Beziehung stehenden Verbesserungen, wobei die Kompliziertheit der Gesamtsituation bei Änderung der Einzelprodukte und Materialien nur zunimmt statt sich zu-verringern.
Das erfindungsgemässe Verfahren trägt hauptsächlich zur Lösung der Grundprobleme für Krankenhäuser bei, die hinsichtlich des Sanitätswesens existieren. Obwohl sanitäre Verfahren und Kontrollen in Krankenhäusern in weitestem Umfange verbessert worden sind, müssen die Krankenhäuser bei bestimmten sanitären Verfahren zu grosse Sorgfalt anwenden, um den absolut unsanitären Charakter eines grossen Prozentsatzes grundsätzlicher Krankenhauseinrichtungen auszugleichen. So kann man offenbar die meisten Möbel, Transporteinrichtungen, Behälter und Lagervorrichtungen üblicher Konstruktion, die grösser als Platten oder dgl. sind, einfach nicht vollständig sterilisieren.
Die gegenwärtigen Verfahren zur Herstellung der üblichen Konstruktionen ermöglichen es einfach nicht, ein Möbelstück oder dgl. zu schaffen, das mit vernünftigen und routinemässigen Verfahren sterilisiert und saubergehalten werden kann. Der Schlüssel zur vollständigen Sterilisation oder Sauberhaltung ist die gleichmässige Zugänglichkeit aller Oberflächen für Massenreinigungsverfahren. Dies erfordert, dass alle Oberflächen ohne Ausnahme sauber für die Entfernung von Schmutz zugänglich sein müssen. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass keine Nähte, Risse, keine inneren scharfen Kanten, keine Nagel- oder Schraubenköpfe, keine schmalen oder kleinen Rillen oder Rinnen, keine Scharniere und dgl. vorhanden sein dürfen.
Es gibt jedoch keine Krankenhausmöbel, die nach diesem Prinzip konstruiert sind, und man hat auch noch keinerlei Versuche unternommen, um solche Möbel tatsächlich richtig sauber und steril zu halten. Vielmehr verwendet man unvernünftige Sorgfalt auf besonders ausgewählte Muster, die gewöhnlich aus rostfreiem Stahl bestehen und äusserste, fast nicht erfüllbare Sorgfalt erfordern, um die Sterilität sicherzustellen. Somit kann im Hinblick auf die bis jetzt üblichen meisten Krankenmöbelkonstruktionen selbst ein sorgfältig instruiertes und ausgerüstetes Personal keine vollständige Sterilisation auf Grund der Konstruktion dieser Möbel durchführen.
Ein weiteres Problem ist die Veralterung und die Fehlerkontrolle im Hinblick auf Hospitaleinrichtungen.
Infolge der wachsenden beschleunigten Anderung in allen Bereichen von Gesellschaft und Technologie nehmen diese Faktoren nunmehr eine ernstliche Bedeutung an. Früher hat man Ausrüstungsgegenstände unter strenger Beachtung des Grundsatzes eingekauft, dass sie für viele Jahre im Krankenhaus zur Verfügung stehen müssten. Heute ist eine solche Ausrüstung funktionsmässig praktisch in weniger als fünf Jahren veraltet. Die Krankenhäuser finden sich heutzutage mit Anlagen und Ausrüstungen überladen, die noch eine lange Lebensdauer vor sich haben, während die Anlagen und Ausrüstungen selbst durch neue Praktiken und Verfahren bereits veraltet sind. Ein weiterer zusätzlicher Nachteil im Hinblick auf lange veraltete Ausrüstungen besteht darin, dass sie regelrechte Veralterungserscheinungen zeigen.
Mit Veralterungserscheinungen ist dabei die Periode gemeint, in der die Ausrüstungsstücke oder ein Teil derselben hinsichtlich ihres Aussehens oder ihrer Funktionsweise Fehler aufzuzeigen beginnen. Es ist jener Zeitpunkt, wo der Benutzer diese Gegenstände nicht mehr liebt oder bevorzugt, aber viele Jahre warten muss, bevor er sie ersetzen kann, weil die Erneuerungskosten zu hoch sind.
Ein weiteres Problem ist die Schaffung einer individuellen Krankenpflege. Da die medizinischen Behandlungen immer komplizierter und wissenschaftlicher werden, wird die Neigung, alle Patienten in eine allgemeine Art von Pflege und Bedienung zu nehmen, immer geringer. Es hat sich herausgestellt, dass die Patienten grundsätzlich unterschiedliche Bedürfnisse haben, und dass Versuche, diese im Hinblick ans die Krankenhauseinrichtung zu verallgemeinern, dazu führen, dass ein Patient mehr Pflege erhält und für mehr Pflege bezahlt, als er fordert, während ein anderer mehr Pflege erfordert und er für Pflege bezahlt, die er tatsächlich gar nicht erhalten hat.
Ein weiteres Problem ist die Gesamtverbesserung von Transport und Versorgung innerhalb eines Krankenhauses. Grundsätzlich sind in Krankenhäusern Personal, Versorgungseinrichtungen und Apparaturen dauernd in Bewegung, und in viel zu vielen Fällen ergibt sich ein bemerkenswerter Verlust an Energie. Im Augenblick werden noch unendliche Mengen kleinster Gegenstände von Menschen transportiert, wobei Transportstauungen in den Hallen und an den Aufzügen eine übliche Behinderung darstellen. Bestellung, Verpackung, Transport, Ausgabe und Bezahlung von Versorgungsgütern in den üblichen Krankenhaus anlagen erfolgt nicht nach einem vernünftigen System oder mit einer vernünftigen Einrichtung.
Ein weiteres Problem ist die Verbesserung des Aussehens von Krankenhausanlagen und ihrer Einrichtung.
Krankenhäuser arbeiten praktisch 24 Stunden im Tag, so dass sie ungewöhnlich stark für Verschleiss und Abnutzung anfällig sind. Es ist deshalb ausserordentlich teuer und schwierig, die heute übliche Ausrüstung und Anlage in einem frischen, glänzenden Zustand zu halten. Vom Standpunkt des Patienten aus hat andererseits eine verschlissene zerstörte oder beschädigte Umgebung einen nachteiligen Einfluss. Eine gesunde Person mag gewisse Unvollkommenheiten dulden, nicht dagegen eine kranke Person. Letztere verliert ihr Vertrauen und wird niedergedrückt, wenn ihre Umgebung ungefällig und zweifelhaft hinsichtlich ihrer Funktion und ihrer Sterilität ist. Ein ähnlicher Schluss gilt für Verschleiss und Mängel. Die bis jetzt benutzten Ausrüstungsgegenstände in Krankenhäusern passen sich schlecht den Gegebenheiten des Gebäudes an.
Wie bereits erwähnt, hat jeder Hersteller seine eigenen Interessen hinsichtlich der Lebensdauer seines eigenen, besonderen Produktes. Ohne Rücksicht darauf, ob die Krankenhausanlage oder -ausrüstung in der einen oder anderen Hinsicht besser ist, im Endergebnis ist das Krankenhaus selbst der Verlierer.
Ziel der Erfindung ist es, obige Probleme zu lösen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist gekennzeichnet durch die Verwendung von Möbeleinheiten, die aus einem gegen auf hoher Temperatur befindlichen Dampf widerstandsfähigen Material hergestellt sind, durch Schaffung eines Vorratsraumes zur Aufnahme einer Vielzahl solcher Einheiten, durch Versorgung einzelner Zimmer mit diesen Einheiten aus dem Vorratsraum bei Aufnahme eines Patienten in einem Krankenzimmer, durch Entfernung der Einheiten vom Krankenzimmer bei Verschmutzung und durch Reinigung derselben mittels Dampf in einem Sterilisierungsraum, durch Ersetzen der Möbeleinheiten im Krankenzimmer aus dem Vorratsraum, und durch Rückführung der Möbeleinheiten aus dem Sterilisierungsraum in den Vorratsraum.
Die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch mindestens eine Lage rund Vorratseinheit mit einem im Querschnitt C-förmigen Rahmen mit einer Rückwand und einem Paar von parallelen, sich von der Rückwand erstreckenden Schenkeln, mit einer Befestigungsschiene längs der Rückwand, die sich zwischen den Schenkeln erstreckt und auf der von den Schenkeln abgewendeten Seite der Rückwand liegt, mit wenigstens einem Träger an jedem Schenkel, die aufeinander zuweisen und sich senkrecht zu der Rückwand erstrecken, und mit einem verschiebbar und entfernbar, den Trägern zugeordneten Aufnahmeelement.
Die Erfindung wird beispielsweise in der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen erläutert.
Die Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Vorratsraumes innerhalb eines Krankenhauses;
Fig. 2 eine perspektivische Vorderansicht von im Vorratsraum aufgehängten Schränken;
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Oberteil eines der Schränke nach Fig. 2, wobei auch ersichtlich ist, wie der Schrank geöffnet wird;
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Karre zum Transport der Schränke nach Fig. 2, wobei ein solcher Schrank auf der Karre aufgesetzt ist;
Fig. 5 einen Querschnitt nur durch die in Fig. 4 wiedergegebene Karre längs der Linie V-V der Fig. 4 in grösserem Massstab;
Fig. 6 eine perspektivische Seitenansicht einer Versorgungskarre zur Verwendung in einem Krankenhaus;
Fig. 7 eine Seitenansicht zur Wiedergabe einer Mehrzahl von Karren nach Fig. 6, die aufeinandergestapelt sind;
Fig. 8 einen Querschnitt durch einen Vorratsbehälter zur Verwendung in Krankenhäusern, wie er sich insbesondere zusammen mit der Karre nach Fig. 6 eignet;
Fig. 9 eine perspektivische, auseinandergezogene Ansicht des Vorratsbehälters nach Fig. 8 in kleinerem Massstab, zusammen mit einem Deckel und einer Lade;
Fig. 10 einen Querschnitt durch die Seite des Vorratsbehälters und den Deckel nach Fig. 9, wobei zu erkennen ist, wie alle Teile aufeinandergestapelt werden können;
Fig. 11 in grösserem Massstab einen Querschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung, die im Zusammen hang mit den verschiedenen, vorerwähnten Einrichtungsgegenständen Verwendung findet;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht eines Gestells;
Fig. 13 eine Seitenansicht des Gestells nach Fig. 12;
Fig. 14 eine teilweise schematische Ansicht eines möblierten Krankenhausraumes;.
Fig. 15 eine perspektivische Ansicht in Richtung des linken Endes des Raumes nach Fig. 14; und in
Fig. 16 eine schematische Darstellung zur Wiedergabe der verschiedenen Stufen des Verfahrens gemäss der Erfindung.
Vor der ins Einzelne gehenden Beschreibung des erfindungsgemässen Verfahrens sollen zuerst die verschiedenen Baukomponenten, wie sie sich insbesondere für die Durchführung dieses Verfahrens eignen, erläutert werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass ein Vorratsraum im Krankenhaus vorzusehen ist, wie er beispielsweise aus Fig. 1 zu erkennen ist. Der Zweck dieses Vorratsraumes soll später noch näher erläutert werden. Innerhalb dieses Vorratsraumes befindet sich eine Vielzahl von Schränken. Diese Schränke sind in Fig. 2 im einzelnen dargestellt. Die Schränke sind mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet und enthalten je ein im Querschnitt C-förmiges Rahmenglied mit einer ebenen Rückwand 2 und einem Paar von Seitenwandungen 3 und 4.
Dieser Schrank besteht vorzugsweise aus einem Material mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen auf hoher Temperatur befindlichem Reinigungsdampf. Kürzlich entwickelte Kunststoffe liefern die notwendigen Eigenschaften und Merkmale und machen sie zu einem Idealmaterial für alle hier beschriebenen Bauteile. Als Leitschnur für die Auswahl des Materials sei erwähnt, dass der Kunststoff vorzugsweise in einer mit niedrigem Druck arbeitenden Form giessbar und verhältnismässig billig sein soll. Er muss sich in Teile von unterschiedlicher Grösse und Kompliziertheit giessen oder formen lassen. Es muss sich um ein so dichtes Material handeln, dass er gegen die meisten Flüssigkeiten widerstandsfähig und auch fäulnissicher ist. Vorzugsweise sollte er schlecht brennbar sein und darüberhinaus Autoklavtemperaturen von annähernd 1150 C widerstehen.
Er sollte sich zweckmässig in einer Vielzahl von Farben und Texturen giessen lassen und die richtigen Toleranzen halten können.
Ausserdem muss dieser Kunststoff ohne Anwendung von übermässigen Drücken leicht durchbiegbar sein. Er muss eine glatte, feuchtigkeits- und bakterienundurchlässige Haut aufweisen und auch in Anwesenheit von den in Krankenhäusern allgemein verwendeten Chemikalien stabil sein. Er soll anfrass-und beulbeständig sein, geringes spezifisches Gewicht aufweisen, sich mit verhältnismässig grossen Wandstärkendicken am gleichen Gegenstand giessen lassen und keinen merklichen Geruch aufweisen, noch allergisch wirken. Verschiedene jetzt erhältliche Kunststoffe weisen diese Eigenschaften auf und bei weiterer Erwähnung des Wortes Kunststoff sollen Materialien von dieser allgemeinen Kennzeichnung gemeint sein.
Längs des Inneren der Wandungen 3 und 4 ist eine Vielzahl von Auflagerflächen 5 zur Aufnahme entweder der Zwischenfachbretter 6 oder einzelner Schubladen 48 vorgesehen, wie man aus Fig. 2 erkennt. Vertikale Rillen 7 sind in der Nähe des Vorderendes jeder Wandung 3 und 4 ausgebildet, welche die Türe 8 aufnehmen, die aus einer Vielzahl von einzelnen Leisten 9 besteht, die in ihren Kanten miteinander gelenkig verbunden sind. Die Tür 8 besteht ebenfalls aus Kunststoff, und die die Leisten 9 miteinander verbindenden Gelenke sind so ausgebildet, dass sie sich in entgegengesetzten Richtungen verschwenken können. Am Oberteil jeder Seitenwandung 3 und 4 ist ein Aufnahmebereich 10 für die Leistenenden vorgesehen, der mit der entsprechenden Rille 7 in Verbindung steht. Jeder Aufnahmebereich ist dabei an den oberen vorderen und oberen rückwärtigen Teil desselben gerundet.
Die Höhe jedes Aufnahmebereiches ist etwas geringer als die Höhe einer Leiste, wie man aus Fig. 3 erkennt. An der untersten Leiste 9 sitzt ein Handgriff 11, so dass die Tür 8 nach oben angehoben werden kann. Wenn sich die Enden der Leisten nach oben längs der Rillen 7 bewegen, dann werden sie durch die Form der Aufnahmebereiche 10 geführt und nach dem Zusammenklappen fallen sie in diesen Aufnahmebereich. Wenn weitere Leisten in den Aufnahmebereich eintreten, dann falten sich die Leisten für die Aufnahme in diesem Bereich zusammen, wie man aus Fig. 3 erkennt. Zum Schliessen der Tür wird der Handgriff 11 lediglich nach unten gezogen, wobei die Leisten 9 der Krümmung des Aufnahmebereiches folgen und aus ihm austreten. Am oberen Teil der Rückwand 2 ist eine Tragschiene 12 vorgesehen, welche keine eigene Befestigungsvorrichtung benötigt.
Sie ermöglicht das Aufhängen des Schrankes an einer entsprechenden Schiene 61 an der Wandung des Vorratsraumes. Diese Schiene wird später noch näher erläutert werden. Ein Abstandsglied 14 am unteren Teil der Rückwand 2 sichert die senkrechte Einstellung des Schrankes nach dem Aufhängen an der Wandung.
Man erkennt somit, dass der derart beschriebene Schrank vollständig in einen sterilen oder sanitären Zustand verbracht werden kann. Wie später noch näher erläutert werden wird, lässt sich diese Konstruktion tatsächlich wie Geschirr in einem Bereich innerhalb des Krankenhauses waschen. Die Sanitation oder Sterilisation ist wegen der eben beschriebenen Konstruktion ohne Schwierigkeiten gesichert, nachdem es sich um kontinuierliche Oberflächenteile ohne Nähte oder vorstehende Gegenstände handelt. Es gibt keine Scharniere, keine unverschlossenen Innenteile, keine Schraubenköpfe, keine Nägelköpfe, keine Rillen oder Risse selbst geringster Abmessungen in dieser Konstruktion.
Die Fächer oder Böden lassen sich leicht entfernen, und die Tür selbst ist durch einfaches Spreizen der Seitenwandungen 3 und 4 entnehmbar, was darauf zurückzuführen ist, dass das Material etwas elastisch und die Konstruktion entsprechend gewählt ist. Man kann somit die Leisten ohne Schwierigkeiten aus den Rillen 7 entnehmen. Wie später noch näher erläutert werden wird, spielt dieser Schrank eine wesentliche Rolle beim erfindungsgemässen Verfahren. Darüberhinaus kann der Schrank für andere Zwecke, beispielsweise als transportierbarer Wäscheschrank, Verwendung finden, der an der Wandung eines Raumes abnehmbar aufgehängt wird, wobei die einzigen erforderlichen Änderungen darin bestehen, dass man entsprechende Böden einsetzt oder herausnimmt oder Laden einführt.
Die Schränke 1 lassen sich vollgefüllt vom Vorratsraum zu jedem anderen Raum des Krankenhauses oder sogar von ausserhalb des Krankenhauses selbst mit Hilfe der Karren transportieren, von denen eine in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Die Karre 20, die vorzugsweise ebenfalls wieder aus Kunststoff besteht, weist eine im allgemeinen L-förmige Gestalt auf, enthält einen horizontalen Schenkel 21 zur Bildung einer horizontalen, ebenen Oberfläche und einen senkrechten Schenkel 22 zur Bildung einer senkrechten ebenen Oberfläche. Vorzugsweise abnehmbare Räder 23 sind am Boden des horizontalen Schenkels 22 montiert. Eine Fussschiene 24 erstreckt sich von der Rückseite der Karre und enthält einen angehobenen Mittelteil 25.
An der Unterseite des horizontalen Schenkels 21 befindet sich in der Nähe der Vorderseite eine Ausnehmung 26, die eine solche Grösse aufweist, dass sie den angehobenen Mittelteil 25 der Fussschiene 24 einer anderen Karre 20 aufnehmen kann. Mit dem Oberteil des vertikalen Schenkels 22 ist ein Handgriff 27 verbunden. Beim Transport der Schränke 1 wird ein Schrank auf den horizontalen Schenkel 21 einer Karre 20 aufgesetzt, wobei sich der Vorderteil in der Nähe des vertikalen Schenkels 22 befindet.
Wenn eine Vielzahl von Karren 20 auf diese Weise beladen ist, indem man nur einen Fuss auf die Fussschiene 24 aufsetzt, und die Karre leicht nach rückwärts kippt, dann lässt sich die Karre an einer anderen Karre durch Absenken der Ausnehmung 26 zur Aufnahme des angehobenen Mittelteils 25 der Fussschiene 24 einer anderen Karre 20 befestigen. Auf diese Weise kann man eine Vielzahl von Karren 20 miteinander zu einem Zug verbinden und somit eine Vielzahl von Schränken allein von einer Person transportieren lassen. Ist der Bestimmungsort erreicht, dann eignet sich die Karre 20 auch besonders zur Befestigung eines Schrankes 1 an der Wandung eines Vorratsraumes, wie man aus Fig. 1 erkennt.
Durch geeigneten Abstand der zueinander passenden Schienen 12 und 61 wird nach dem Aufsetzen eines Fusses auf die Fussschiene 24 und leichtes Kippen der Karre 20 nach rückwärts die Schiene 12 auf die Schiene 61 aufgesetzt, wobei der Schrank 1 an der Wandung festsitzt und die Karre 20 nunmehr unter ihm weggezogen werden kann. Man erkennt somit, dass der Transport dieser Einrichtungsgegenstände in grossen Gruppen zu oder vom Krankenhaus oder innerhalb des Krankenhauses mit Hilfe des Schrankes 1 und der Karre 20 ausserordentlich vereinfacht ist.
Die Transportkarre 30 (Fig. 6 und 7) dient zum Transport von Einzelgegenständen vom Vorratsraum zu dem Krankenraum selbst, wie im folgenden noch näher erläutert werden wird. Die Karre 30 besteht aus einem L-förmigen Rahmen 31 aus Kunststoff mit den oben beschriebenen Eigenschaften und enthält einen waagrechten Schenkel 22 zur Bildung einer ebenen horizontalen Oberfläche sowie einen senkrechten Schenkel 33 zur Bildung einer ebenen senkrechten Oberfläche. Die Räder 24 sind abnehmbar an der Unterseite des horizontalen Schenkels 32 befestigt. Ein Paar Befestigungsschienen 35 erstreckt sich horizontal über die Oberfläche des vertikalen Schenkels, wobei die eine Schiene an der Oberseite und die andere Schiene annähernd in der Mitte verläuft. Die im Zusammenhang mit dem Erfindungsgegenstand verwendeten Schienen 35 sollen später noch näher erläutert werden.
Eine dazupassende Schiene 36 befindet sich längs der Rückseite des vertikalen Schenkels 33 der Karre 30 in solcher Höhe, dass sie zu der oberen Schiene 35 einer anderen Karre 30 zur Stapelung und Vorratshaltung zusammenpasst, wie man aus Fig. 7 erkennt. In der Nähe des oberen Teiles des vertikalen Schenkels 33 des Rahmens 31 der Karre 30 ist ein Handgriff 37 vorgesehen, der annähernd U Form aufweist und dessen gebogener Teil in horizontaler Lage und im Abstand rückwärts von der Ebene des senkrechten Schenkels 33 liegt. Ein solcher Handgriff eignet sich besonders zur Aufnahme von Gegenständen wie Handtüchern und dgl. In der Ausnehmung 38 an der Vorderkante jeder Karre 30 ist ein Magnet M1 montiert.
Die Karre ist mit Hilfe eines dazu passenden Magneten M2 an der rückwärtigen Kante einer anderen Karre kuppelbar, wobei eine Aufnahmefläche 39 den Vorderteil einer anderen Karre aufnimmt.
Ein Vorratsbehälter 40 (Fig. 8-11) eignet sich in Verbindung mit der eben beschriebenen Karre 30. Der Vorratsbehälter 40 lässt sich auch an der Wandung eines Krankenzimmers 101 oder im Sterilisierraum 102 (Fig. 16) montieren. Vor der Beschreibung des Vorratsbehälters selbst soll nunmehr eine ins einzelne gehende Beschreibung der Befestigungsschienen im Zusammenhang mit den verschiedenen, hier offenbarten Ausrüstungsgegenständen gegeben werden. Wie man am besten aus den Fig. 8 und 11 erkennt, ist diese Befestigungstragvorrichtung mit dem Bezugszeichen 60 versehen und enthält eine erste Schiene 61 mit einer Rückseite 62, mit der sie sich an einer vertikalen Oberfläche, beispielsweise der Wandung eines Zimmers (Fig. 1), anlegen lässt.
Es ist selbstverständlich, dass die Schiene 61 auch als Teil der vertikalen Oberfläche ausgebildet sein kann, wie es bei den Schienen 35 an der Vorderseite der Karre 30 (Fig. 6) der Fall ist. Die erste Schiene 61 ist länglich und enthält einen sich in senkrechter Richtung erstreckenden Wulst 63 im Abstand von der Rückseite 62. Der Wulst 63 ist im Querschnitt konvex, im wiedergegebenen Ausführungsbeispiel kreisförmig, wobei sich die Krümmung so erstreckt, dass die Eindrückung 64 längs der Innenseite des Wulstes entsteht. Unter dem Wulst 63 ist eine Unterschneidung 65 vorgesehen, wobei die Schiene von der Unterschneidung 65 in einem herabhängenden Teil 66 ausläuft. Ist die erste Schiene 61 nicht ein einstückiger Teil der Tragkonstruktion, dann laufen Bolzen 67 durch den Körper zwischen dem Wulst 63 und der Unterschneidung 65.
Man erkennt, dass die Ausbildung der Schiene 61 eine ausserordentlich feste und starre Konstruktion bei der Montage liefert, wobei der herabhängende Endteil 66 die Schrauben 67, die sich in die Tragfläche, beispielsweise eine Wand, erstrecken, bezüglich Zugbeanspruchung beträchtlich entlastet. Die Befestigungs- und Aufhängvorrichtung 60 hat eine zweite Schiene 68 mit einer Rückseite 69, die sich an den aufzuhängenden Gegenstand anlegt. Wiederum ist darauf hinzuweisen, dass die zweite Schiene 68 mit dem Gegenstand aus einem Stück gebildet oder auf nicht dargestellte Weise an ihm befestigt sein kann, wie es bei dem Behälter 40 der Fall ist. Die zweite Schiene 68 ist länglich und enthält einen herabhängenden Wulst 70 im Abstand von der Rückseite 69.
Der herabhängende Wulst 70 ist so weit von der Rückweite 69 entfernt, wie es im allgemeinen der Dicke des sich vertikal erstreckenden Wulstes 63 der ersten Schiene 61 entspricht. Wiederum ist der herabhängende Wulst 70 im Querschnitt konvex gekrümmt und kreisförmig bei der wiedergegebenen Ausführungsform, wobei sich die Krümmung in die Ausnehmung 71 auf der Innenseite des Wulstes 70 fortsetzt.
Eine Wippe 72 sitzt unterhalb des herabhängenden Wulstes 70 und erstreckt sich nach aussen in solchem Abstand, dass sie am unterschnittenen Teil 65 der ersten Schiene 61 anliegt.
Die Befestigungsvorrichtung 60 arbeitet wie folgt: Der Gegenstand wird so gehalten, dass der Wulst 70 oberhalb des Wulstes 63 zu liegen kommt. Dann wird der Gegenstand abgesenkt, wobei eine Wand der Karre oder die Wand eines Zimmers 101 oder 102 den Wulst 70 führt. Der Wulst 70 läuft automatisch über den Wulst 63, wodurch automatisch der Gegenstand an der Wand aufgehängt oder abgestützt wird. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Gegenstandes infolge seines eigenen Gewichtes gleitet die Lippe 72 unter die Unterschneidung 65. Es ist besonders darauf hinzuweisen, dass diese Verbindung vollständig und absolut automatisch erfolgt, und dass keinerlei besondere Sorgfalt durch die den aufzuhängenden Gegenstand handhabende Person erforderlich macht. Durch Absenken des Gegenstandes über den Wulst 63 greifen die Wulste ineinander und die Lippe 72 fällt in eine Lage an der Unterschneidung 65.
Es ist praktisch unmöglich, diese Anordnung 60 zufällig zu lösen. Um den Gegenstand abzunehmen, sind zwei gesonderte und besondere Bewegungen erforderlich. Zuerst muss der Gegenstand nach aussen gezogen werden, um die Lippe von der Unterschneidung zu lösen.
Dann muss der Gegenstand nach oben gehoben werden, um den Wulst 70 von dem Bereich hinter dem Wulst 63 zu lösen. Wie bereits angegeben, ist eine zufällige Doppelbewegung dieser Art praktisch ausgeschlossen. Jedoch tragen die Ausnehmungen 64 und 71 zusätzlich dazu bei, ein zufälliges Lösen zu verhindern. Man erkennt, dass beim Schwenken des Gegenstandes nach aussen durch eine zufällige Bewegung bis zu einem zu grossen Ausmass die Wulste 63 und 70 sich wegen der Ausnehmungen 64 und 71 stärker gegeneinander versperren. Somit ist eine senkrechte Bewegung des Gegenstandes nicht möglich, wenn die Befestigungsvorrich hmg 60 versperrt ist. Obwohl jedoch das zufällige Lösen ausserordentlich schwierig ist, ist darauf hinzuweisen, dass die Stufen zum Lösen durch den Benutzer selbst ausserordentlich einfach sind.
Durch eine Auswärtsbewegung (wobei eine extreme Auswärtsbewegung die Anordnung versperrt) und dann eine Aufwärtsbewegung, wird der Gegenstand gelöst. Wie noch näher im folgenden zum Ausdruck gebracht wird, trägt diese Befestigungsvorrichtung wesentlich zur Brauchbarkeit der ganzen Einrichtung bei, sie ist schnell, einfach, automatisch und zwangsläufig, ein zufälliges Lösen ist praktisch unmöglich, obwohl das eigentliche Lösen vom Benutzer rasch und einfach durchgeführt werden kann.
Es ist darauf hinzuweisen, dass im Falle von verhältnismässig grossen, also schweren Gegenständen, wie beispielsweise des Schrankes 1, der bei geeigneter Ausbildung der Tragschienen 12 an der Schiene 61 aufgehängt werden kann, die Gefahr einer zufälligen Lösung noch geringer ist, wobei die Lippe 72 für die Befestigungsvorrichtung weggelassen werden kann.
Nach den Fig. 8 und 9 enthält der Behälter 40 einen Rahmen 41 von im allgemeinen C-förmiger Gestalt mit einem Rückteil 42 und einem Paar paralleler Seiten oder Schenkel 43. Die Befestigungsschiene 68 erstreckt sich über die Rückseite 42 gegenüber den Schenkeln 43. In jedem Schenkel 43 sind Träger 44 angeordnet, die aufeinander zuweisen und sich im allgemeinen senkrecht zur Rückseite 42 des C-förmigen Rahmens 41 erstrekken. In der Nähe der Enden der Schenkel 43 sind erste Anschläge 45 vorgesehen, die bei der wiedergegebenen Ausführungsform oberhalb der Träger 44 sitzen. Wie aus Fig. 10 ersichtlich, ist der Oberteil des Rahmens 42 konvex, wie durch das Bezugszeichen 46 angedeutet.
Der Bodenteil 47 des Rahmens ist ebenfalls so ausgebildet, dass eine der Krümmung 46 entsprechende konvexe Krümmung entsteht. Mit dieser Konstruktion können mehrere Behälter 41 aufeinandergestapelt werden. Ein Abstandsglied 47a befindet sich auf der Rückseite des C-förmigen Rahmens, um dessen richtige Ausrichtung beim Aufhängen an einer vertikalen Oberfläche zu gewährleisten. Der beschriebene C-förmige Rahmen eignet sich insbesondere zur Herstellung aus Kunststoffmaterial mit den oben angegebenen Eigenschaften. Darüberhinaus ist die Anordnung vollständig einer Behandlung im Autoklaven zugänglich; es gibt keine Risse, keine Köpfe, keine Scharniere und dgl., die dieses sehr vereinfachte Mittel für die Sterilisation stören könnten.
Bei den Elementen 48 handelt es sich um Schubladen unterschiedlicher Grösse, die man entfernbar innerhalb des C-förmigen Rahmens 41 unterbringen kann.
Wiederum bestehen die Elemente 48 aus einem Kunststoffmaterial der oben beschriebenen Gattung. Jedes Element enthält einen Anschlag 49 in der Nähe des oberen, hinteren Teils auf jeder Seite und einen Griff 50 an der Vorderseite. Der Deckel 52 besteht ebenfalls aus dem beschriebenen Kunststoffmaterial und enthält einen län
Sind die Schubladen einmal in den C-förmigen Rahmen eingesetzt, so kann man sie aus- und einschieben, ohne dass sie sich zufällig vom C-förmigen Rahmen lösen können. Dies geht auf die Anschläge 49 auf den Schubladen 48 zurück, die normalerweise auf die Anschläge 45 auf den Seitenwandungen des C-förmigen Rahmens 41 greifen. Wenn man jedoch die Schubladen aus dem C-förmigen Rahmen zu entfernen wünscht, wird wiederum eine seitliche Verdrehbewegung angewendet, die Seitenwandungen des C-förmigen Rahmens werden leicht gespreizt und somit kann der Anschlag auf der einen Seite der Schublade über den Anschlag auf der entsprechenden Seitenwandung des C-förmigen Rahmens gleiten. Nunmehr genügt es, die Schublade einfach aus dem C-förmigen Rahmen herauszuziehen.
Dieser Behälter 40, einschliesslich des C-förmigen Rahmens, des Deckels und der Schubladen sind wiederum leicht sterilisierbar, indem man sie einfach in einen Autoklaven einsetzt. Es gibt keine Scharniere, Schrauben, Risse oder dgl., welche der mit Dampf erfolgenden einfachen Waschbehandlung entgegenstehen könnten.
Der Behälter 40 lässt sich leicht und vollständig ohne die Verwendung von Scharnierungen, Verbindungen, Schrauben oder dgl. zusammenbauen und zerlegen. Sein Aussehen ist gefällig und seine Kosten sind verhältnismässig gering im Vergleich zu üblichen, in Krankenhäusern verwendeten Behältern. Die Art, wie diese Konstruktion beim erfindungsgemässen Verfahren verwendet wird, soll im folgenden noch näher erläutert werden.
In Fig. 12 ist ein Regal 80 wiedergegeben, das ebenfalls aus Kunststoffmaterial hergestellt ist und eine im allgemeinen C-förmige Gestalt aufweist. Es enthält eine Tragfläche 81 und ein Paar von davon herabhängenden Schenkeln 82. Längs einer Kante der Tragteile 81 ist eine Schiene 83 zwischen den Schenkeln 82 montiert.
Diese Schiene entspricht der vorbeschriebenen zweiten Schiene 68. Unter der Schiene 83 ist an jedem Schenkel 82 ein Abstandshalter 84 vorgesehen, um die Tragfläche 81 horizontal zu halten, wenn das Regal an einer senkrechten Oberfläche mit Hilfe der Schiene 83 aufgehängt wird. Es ist darauf hinzuweisen, dass auf diese Weise ein Regal geschaffen wird, das eine ausserordentlich starre Konstruktion aufweist, wobei die herabhängenden Schenkel sogar die Aufnahme schwerer Lasten, beispielsweise von Fernseh- oder Rundfunkgeräten, gestatten. Die Konstruktion kann ohne Schwierigkeiten wie Geschirr abgewaschen oder in einem Autoklaven infolge des Fehlens von Schrauben und dgl. sterilisiert werden.
Darüberhinaus kann man das Regal als Ersatz für einen Bettisch verwenden, wobei die herunterhängenden Schenkel es gestatten, die Tragfläche über den unteren Teil des Körpers des Patienten zu setzen, der dann halb aufgerichtet liegt und nunmehr vor sich eine Art Tischfläche zur Verfügung hat.
Aus der oben wiedergegebenen Schilderung der verschiedenen Möbelteile für Krankenhäuser ergibt sich ohne weiteres, dass man auch noch andere Möbelstücke für die Eingliederung in das zu beschreibende erfindungsgemässe Verfahren schaffen kann. So kann man kleine Arzneimittel-Ausgabeeinheiten 15 im Vorratsraum nach Fig. 1 aufhängen. Nicht gezeichnete Heizvorrichtungen lassen sich auf der Versorgungskarre für das Baden oder Waschen von Patienten montieren.
Raumteiler mit den beschriebenen Schienen sind ausserordentlich praktisch.
Ein typisches Krankenzimmer, bei dem das Verfahren bzw. die Einrichtung nach der Erfindung zur Anwendung kommt, ist in Fig. 14 dargestellt. Die Schienen 61 sind in vorgewählten Lagen auf den Wandungen des Krankenzimmers montiert. Zusätzliche Schienen sind gerade ausserhalb des Eingangs zum Krankenzimmer angebracht. Ein Kleiderschrank, der mit dem Bezugszeichen 90 bezeichnet ist, ist an einer geeignet angeordneten Schiene montiert. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass beim Überführen eines Patienten von einem Zimmer in ein anderes der gesamte Schrank mittransportiert werden kann, wodurch ein grosser Teil an Zeit und Energie gegenüber üblichen Verlegungsaktionen gespart wird.
Zusätzlich kann man Stühle in der beschriebenen Art und Weise herstellen, die ebenfalls geeignete Schienen zum Aufhängen an der Wandung aufweisen, wie man aus Fig. 14 erkennt. Diese Stühle oder Sessel sind mit dem Bezugszeichen 91 bezeichnet.
Ein Regal 80 ist an einer Schiene innerhalb des Raumes zur Aufnahme von Blumen, einem Fernsehgerät oder dgl. montiert In der Nähe des Bettes 92, das von üblicher Ausführungsform sein kann, steht eine Transportkarre 30 mit einem Vorratsbehälter 40, die die gleiche Aufgabe wie die bis jetzt bekannten Nachttischchen erfüllen. Dies lässt sich besonders deutlich aus Fig. 15 entnehmen, wo zusätzlich ein Paar von C-förmigen Rahmen und Deckeln wiedergegeben sind, die mit dem Bezugszeichen 93 versehen und als an der Wand stehend dargestellt sind. Die C-förmigen Rahmen 93 weisen im allgemeinen die gleiche Konstruktion wie die beschriebenen Vorratsbehälter auf, ausser dass die dort verwendeten Träger ein Paar von wegwerfbaren Säcken 94 aufnehmen, von denen der eine zur Aufnahme von zu vernichtendem Abfall bestimmt ist, während der andere zu waschende Wäsche oder dgl. aufnimmt.
Man erkennt, dass der innerhalb des Krankenzimmers benötigte Raum stark verringert ist. Versuche haben gezeigt, dass Krankenzimmer, die bisher mit üblichen Einrichtungsgegenständen ausgerüstet waren, plötzlich sehr geräumig und hell werden, wenn man die Einrichtung gemäss der Erfindung verwendet. Darüberhinaus sind die einzigen Gegenstände, die mit dem Boden in Berührung kommen, die Laufrollen des üblichen Bettes 92 und die Räder der Karre 30, wobei sich sowohl das Bett als auch die Xarre. leicht zum Reinigen des Zimmers aus diesem entfernen oder in diesem verschieben lassen.
Darüberhinaus lässt sich jeder Gegenstand im Zimmer mit Ausnahme des üblichen Bettes rasch und einfach zum Reinigen mittels Dampf oder zur Sterilisation in einem Autoklavenraum entfernen, wie später noch näher erörtert werden soll. Die Vorteile hinsichtlich Raumersparnis, Sterilisation, Alterung der Einrichtung, Kosten, Aussehen und bessere Bedienbarkeit ergeben sich im Hinblick auf ein Krankenzimmer mit der erfindungsgemässen Einrichtung ohne Schwierigkeiten aus der bisherigen Beschreibung.
Nach der Beschreibung der Möbel und Einrichtungsgegenstände soll nunmehr das erfindungsgemässe Verfahren zur Aufrechterhaltung der Sterilität in einer Vielzahl von Krankenzimmern im einzelnen beschrieben werden. Wie bereits festgestellt, gibt es einen zentralen Vorratsraum von der allgemeinen Struktur, wie sie sich aus Fig. 1 ergibt. Innerhalb dieses Vorratsraumes ist eine Vielzahl von Versorgungsschränken 1 an Schienen der beschriebenen Art aufgehängt. Innerhalb dieser Schränke werden die verschiedenen Versor gungsgegenstände im Bereich des von diesem Vorratsraum aus bedienbaren Krankenhauses für einen besonderen Zeitraum, beispielsweise einen Tag, gehalten. Beispielsweise können verschiedene Schränke nur Leinenpakete, die als Ersttag- oder Neupatientpakete vorgepackt sind, Nachfolgetagpakete und Handtuchpakete enthalten.
In ähnlicher Weise können andere Schränke andere Gebrauchsgegenstände enthalten, die während eines Normaltages bei der Krankenhauspflege benötigt werden, beispielsweise Matratzenpolster, Sonderdecken und dgl., Schlafdecken, Überdecken, Kleider, Kopfkissen usw., die ebenfalls alle vorgepackt sind. Andere Schränke können viele andere Behandlungs- und Pflegegegenstände enthalten, wie sie in Krankenhäusern verwendet werden. Sie sind so iahlreich, dass ihre Einzelautzählung nicht möglich ist. Zusätzliche Schränke können nur vorgepackte Schubladen 48 für die Verwendung zur Ausrüstung der Krankenzimmer enthalten. Weitere Schränke sind ausgesprochene Sicherheitsschränke. Schliesslich kann noch ein weiterer Schrank nur solche Gegenstände enthalten, die nur sehr selten verwendet werden, beispielsweise Wirbelsäulenbandschienen, Isolationsgegenstände und dgl.
Beispielsweise können verschiedene der Schubladen mit persönlichen Gebrauchsgegenständen wie Aschenbecher, Zahnbürste, Kämme, P apiertaschentücher und Handtücher und dgl. vorgepackt sein. Andere Schubladen lassen sich mit Normalgegenständen wie Waschbecken, Seife, Gesichtspflegebehälter, Mundpflegebehälter und dgl. vorpacken. Weitere Schubladen lassen sich mit Gegenständen vorpacken, die für einen besonderen Typ eines Patienten erforderlich sind. Beispielsweise benötigen einige Patienten Kleidungswechselmaterialien. Verschmutzungsfälle erfordern besondere Ma terialien für die Behandlung des Patienten. In ähnlicher Weise erfordern andere Arten von Patienten weitere Spezialmaterialien.
Alle diese Schubladen werden mit Schlüsselzahlen versehen, wobei auch eine besondere Einfärbung ein ausgezeichnetes Mittel zur Angabe des Inhaltes der einzelnen Schubladen ist. In diesen Vorratsräumen befinden sich auch bestimmte Plätze für zur Einrichtung gehörende Gegenstände. So kann beispielsweise ein Raum A für die Vorratshaltung von Transportkarren 20 oder Versorgungskarren 30 reserviert sein. Ein Raum B kann einen Vorrat an C-förmigen Rahmen 41 oder 39 zusammen mit einer Vielzahl von Deckeln und vielleicht auch besonderen Schubladen enthalten. Ein Raum C kann eine Vielzahl von Regalen 80 und anderen Gegenständen der Einrichtung aufnehmen.
Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Schubladen und Schränke in einem gesonderten Bereich aufbewahrt werden, wobei diese Schubladen und Schränke in einem Bereich ausserhalb des Krankenhauses selbst vorrätig gehalten werden können. Zu gewissen Zeiten am Tag oder in einer anderen verwendeten Zeitperiode, vorzugsweise wenn das Krankenhaus normalerweise wenig besucht ist, werden die Vorgepackten Schränke und Vorratsbehälter in den Versorgungsraum transportiert. Wie bereits im vorhergehenden beschrieben, können die Schränke 1 mit Hilfe von Karren 20 durch das Krankenhaus und in den Vorratsraum rasch und einfach transportiert werden. Bei den verschiedenen gepackten und mit Kennzeichen versehenen Schränken einschliesslich wenigstens eines Sicherheitsschrankes lassen sich die Schränke vollgepackt regelmässig und genau entfernen und ersetzen.
Wenn die Schränke vorgepackt und von ausserhalb des Krankenhauses selbst zugeführt werden, wird das Krankenhaus von einer ernstlichen Belastung befreit, und man erreicht durch diese Versorgung mit vorgepackten Schränken eine bisher in der Krankenhausverwaltung nicht bekannte Genauigkeit und Wirksamkeit. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine Vielzahl von Vorratsräumen nach Fig. 1, beispielsweise jeweils einer für jedes Stockwerk des Krankenhauses, vorgesehen werden kann.
Bevor ein Patient ein Krankenzimmer 101 betritt, wird das Zimmer wie folgt vorbereitet, wobei Bezug auf die Darstellung nach Fig. 16 genommen wird: Ein Arbeiter entfernt eine Karre 30 aus dem Vorratsraum 100, setzt einen Vorratsbehälter auf, der zwei Schubladen enthält, von denen die eine die Gegenstände des Patienten aufnimmt, während die andere die notwendigen Gegenstände, beispielsweise ein Waschbecken, enthält. Benötigt der Patient eine besondere Schublade, dann wird eine zweite Vorrats- oder Behältereinheit 40 auf der Karre 30 montiert, wie es in Fig. 6 gestrichelt angedeutet ist. Der Arbeiter wählt ein Ersttag-Leinenpaket und die anderen notwendigen Gegenstände für das Zimmer 101, beispielsweise ein Regal, aus.
Die Schienen 35 der Karr 30 sind so angeordnet, dass andere Materialien auf die horizontale Oberfläche des Schenkels 32 der Karre aufgesetzt werden können.
Die Karre wird dann in das Zimmer 101 bewegt, in dem der Patient unterzubringen ist. Der Arbeiter entnimmt ausserdem den Sack mit den zu waschenden Gegenständen. Die Gegenstände im Zimmer, beispielsweise die C-förmigen Rahmen, die Karre, der Behälter und dgl., werden entfernt und in einen Raum 102 innerhalb des Krankenhauses verbracht, wo ein Reinigen mit Dampf in Form des Geschirrwaschens vorgenommen wird. Grosse Einheiten dieser Art, die grosse Gegenstände zu sterilisieren vermögen, können praktisch die Gegenstände wegen ihres Aufbaues ohne Schwierigkeiten handhaben. Ist eine maximale Sterilität vorgeschrieben, dann können die Gegenstände auch im Autoklaven behandelt werden.
Eine solche Autoklavenkonstruktion grosser Abmessung ist an sich bekannt, sie enthält Räume, in denen auf hoher Temperatur befindlicher Dampf auf die eingesetzten Gegenstände trifft und sie damit vollständig sterilisiert.
Der nunmehr freigemachte Raum lässt sich rasch und einfach reinigen, und das Bett wird frisch überzomit einem Minimalaufwand an Zeit und Unbequemlichkeit reinigen und sterilisieren, wobei auch die Wandungen und der Boden leicht zugänglich sind. Die die vorgepackten und sterilisierten Behälter enthaltende Karre wird in den Raum eingesetzt, die C-förmigen Rahmen, die Regale und dgl. werden an der Wand aufgehängt.
Die Säcke 94 werden in die Rahmen eingesetzt, und der Raum ist zur Aufnahme des Patienten fertig. Wenn der Patient in dem Zimmer verbleibt, erfolgt die tägliche Versorgung und Pflege des Patienten im wesentlichen in der gleichen Weise, wobei die Krankenpflegerinnen die Karren benutzen und die notwendigen Materialien mit ihnen aus dem Vorratsraum heranbringen.
Es ist darauf hinzuweisen, dass sich die Karren 30 besonders von Pflegerinnen zum Transport von warmen Einrichtungsgegenständen zum Baden des Patienten und dgl. eignen. Darüberhinaus können, wenn eine Spezialbehandlung erforderlich ist, Vorratsbehälter auf den Schienen ausserhalb der Türe aufgehängt werden, einschliesslich Gegenstände wie beispielsweise sterilisierte Kleidung für die erste und dgl. Alle diese Gegenstände werden vom Vorratsraum mit Hilfe der Karre 30 transportiert. Der Patient selbst erfährt somit eine ausgesprochene persönliche Bedienung.
Bei der Entlassung werden die verschiedenen Möbeleinheiten aus dem Krankenzimmer in den Sterilisa tions- und Reinigungsbereich entfernt. Nach der Sterilisation werden einige der Möbelstücke in den Vorratsraum 100 zurückgebracht, beispielsweise die Karren, die C-förmigen Rahmen und dergleichen. Von einigen der Möbeleinheiten entfernbare Lagerungselemente kommen in Verpackungsräume entweder innerhalb, wie der Verpackungsraum 103 gemäss Fig. 16, oder ausserhalb des Krankenhauses zum erneuten Packen und zur Rückführung in den Vorratsraum 100, wie oben beschrieben. Man erkennt somit, dass das Verfahren nach der Erfindung zur Aufrechterhaltung der sterilen Atmosphäre innerhalb einer Vielzahl von Krankenräumen ein Ausmass an Kreimfreiheit in einem Raum erreicht, das bisher nicht bekannt war.
Die Einrichtung für die Lagerung und den Transport von Materialien zusammen mit der Ausrüstung für den Raum selbst unterscheidet sich grundsätzlich von Konstruktionen, wie man sie bisher zur Krankenpflege in Krankenhäusern verwendet hat. Eine Alterung oder ein Fehlerhaftwerden der Einrichtung ist praktisch ausgeschaltet, da die Kosten für die Einrichtung derart sind, dass ihre brauchbare Lebensdauer nicht lange genug ist, dass die Materialien altern können. Darüberhinaus können die Materialien und die Einrichtung beim Auftreten von Fehlern und Mängeln wegen der geringen Anfangskosten ohne weiteres weggeworfen werden.
Der Patient erhält tatsächlich eine angepasste Pflege und die sitzt, Krankenschwestern und Arbeiter sind mit einem tatsächlich funktionierenden Transport- und Versorgungssystem ausgerüstet, das die nervöse Atmosphäre, die heute noch in Krankenhäusern herrscht und sich durch das viele Laufen auf den Korridoren kennzeichnet, grundsätzlich beseitigt. Darüberhinaus ist das Aussehen der beim erfindungsgemässen Verfahren zur Anwendung gekommenen Konstruktion derartig, dass das Gesamtaussehen des Krankenhauses wesentlich verbessert wird. Es verbleibt zusätzlicher Raum im Krankenhaus, und die durch das Laufen auf den Gängen hervorgerufene Unruhe ist praktisch beseitigt.
Es ist ferner darauf hinzuweisen, dass das Verfahren und die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung eine Normung der Einrichtungen für Krankenhäuser ermöglicht. Es ergibt sich daraus eine bessere Kostenfeststellung, und die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten werden verringert. Auch die Kosten für die Einrichtung des Krankenhauses selbst sowie die internen Vertriebskosten lassen sich stark herabsetzen. Sowohl in der zentralen Vorratshaltung als auch in den Krankenräumen selbst wird Platz gespart. Die Bestände lassen sich besser kontrollieren, und man erhält eine Erleichterung bei kleinen Bestellungen, selbst wenn eine Preisbildung für grosse Bestellungen möglich ist. Sowohl das Verfahren als auch die Einrichtung sind an die verschiedensten Anforderungen sowohl im Notfall als auch für Dauereinrichtungen anpassbar.
Ein sehr wichtiger, hinsichtlich einer Krankenhausneukonstruktion erzielbarer Vorteil ist die Tatsache, dass die Kapitalinvestition wesentlich verringert ist.
Auch für den Patienten ergeben sich eine Reihe von Vorteilen, insbesondere eine bessere Kostenidentifizierung für die Belastung des Patienten. Die Gesamtkosten sind auf eine Vielzahl von Wegen herabgesetzt einschliesslich Einsparungen an Raumkosten und Kosten für beschäftigtes Personal.
Es zeigt sich somit, dass das Verfahren und die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung Lösungen für Probleme geben, die man bisher nicht lösen zu können glaubte.