CH457781A - Stahlbetonbauteil - Google Patents
StahlbetonbauteilInfo
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Description
Stahlbetonbauteil Die Erfindung betrifft einen vorfabrizierten Stahl betonbauteil und eine Verwendung desselben. Dieser Bauteil ist für Tiefbauten, z. B. Spundwände, Stützmau ern, unterirdische Behälter, Faltwerke für überschüttete Unterführungen der Flüsse, Bahnen oder Strassen, Atomschutzräume und für Hochbauten, wie Wohn- und Industriebauten, geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen für solche Bauten verwendbaren Stahlbetonbauteil zu schaf fen, der auf der Baustelle bei jeder Witterung, insbeson dere bei jeder Temperatur in einfacher Weise, insbeson dere auch bei nur einseitiger Zugänglichkeit, mit einfa chen Hilfsmitteln und geringem Zeitaufwand mit einem oder mehreren anderen gleichartigen Bauteilen derart verbunden werden kann, dass die Verbindungsstelle alle auftretenden Kräfte (Normalkräfte, Querkräfte und Mo mente)
zuverlässig überträgt und mindestens das gleiche Tragvermögen (Festigkeit) hat wie der Bauteil selbst. Erforderlichenfalls soll die Verbindungsstelle auch zu verlässig wasserdicht ausführbar sein.
Beim erfindungsgemässen Stahlbetonbauteil sind an wenägstens einer StiTn=te des Bauteils die wenigstens annähern@d senkrecht zu dieser Stirnseite verlaufenden Enden von Armienungsstäben wenigstens einer Armie- rungsmatte an einen Blechteil geschweisst,
der an der Aussenseite des Bauteils zur Ermöglichung einer Schweissverbindung mit einem entsprechenden Blechteil eines anderen Stahlbetonteils zugänglich ist. Dabei (und im folgenden) ist die Seite des Bauteils, welche mit der entsprechenden Seite eines weiteren Bauteils gleicher Art zu verbinden ist, als Stirnseite bezeichnet.
Dieser Bauteil wird erfindungsgemäss derart verwen det, dass an der Verbindungsstelle einander entspre chende Blechteile der Bauteile zusammengeschweisst oder durch ein angeschweisstes Verbindungsblech mit einander verbunden werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des ngsgegenstandes und dessen erfindungsgemässe Verwendung dargestellt. Die einzige Figur zeigt einen Querschnitt durch die Verbindungsstelle zweier Stahl betonbauteile eines Faltwerkes.
Die in der Zeichnung abgeschnitten dargestellten Stahlbetonbauteile 1 und 2 enthalten je zwei Armie- rungsmatten 3 und 4, bzw. 5 und 6, deren senkrecht zur Stirnseite verlaufende Armierungsstäbe mit 31, 41, 51 bzw. 61 und deren quer zu diesen verlaufende Armie- rungsstäbe mit 32, 42, 52 bzw. 62 bezeichnet sind.
Ein Flansch 71 eines durch Abkanten eines Stahlblechs her gestellten Z-Profilstahlstückes 7 ist an die Armierungs- stäbe 31 der Matte 3 flach angeschweisst. Der andere Flansch 72 des Z-Profüstahlstückes 7 ist an die entspre chenden Armierungsstäbe 41 der Matte 4 flach ange- schweisst. Der Steg 73 begrenzt einen Teil der Stirnseite des Bauteils 1.
Wie ersichtlich, ist der Flansch 71 teil weise in den Betonteil 1 eingebettet, und ein Teil jedes dieser Flansche 71 und 72 begrenzt eine Fläche eines Vorsprungs oder Falzes des Betonteils 1, welche annä hernd in der Ebene der Matte 3 bzw. 4 liegt. Das äussere Ende des Flansches 72 überragt den Betonteil, und der äussere Rand dieses Flansches steht am Betonteil 1 wei ter vor als der Scheitel des mit Beton ausgefüllten Win kels zwischen dem Flansch 71 und dem Steg 73.
Beim Bauteil 2 ist in entsprechender Weise an die Matten 5 und 6 ein Z-Profilstahlstück 8 angeschweisst, dessen Flansche mit 81 und 82 und dessen Steg mit 83 bezeichnet ist. Die Matten 3 und 4 bzw. 5 und 6 sind durch angeschweisste Armierungsstäbe 34 bzw. 56 mit einander verbunden, um ein Ausknicken der Matten zu verhindern. Die der Aussenseite des Bauteils 1 und 2 zugewandte Seite des Endes der Matte 4 bzw. 5 hat eine Streckmetallauflage 43 bzw. 63. In entsprechender Wei se können auch die Flansche 71, 72, 81, 82 mit einer Streckmetallauflage versehen sein.
Die Stirnseite des Bauteils 1 und die ihr benachbarte Stirnseite des Bauteils 2 stehen einander spiegelbildlich gegenüber. Dabei sind die äusseren Ränder der Flansche 72 und 82 einander dicht benachbart, während die Scheitel der vom Flansch 71 und Steg 73 bzw. vom Flansoh 81 und Steg 83 eingeschlossenen Winkel einen nennenswerten Abstand voneinander haben.
Zur Herstellung der dargestellten Verbindung wer den die äusseren Ränder der Flansche 72 und 82 zusam- mengeschweisst. Dabei kann . vor dem Zusammen- schweissen ein BZeohsineifen 9 unter die SchwaisssteHe geheftet und der Abstand der Bauteile 1 und 2 durch ein Zwischenstück 10 fixiert werden.
Die Flansche 71 und 81 werden durch ein aufgeschweisstes Verbindungs blech 11 miteinander verbunden. Ein geeignetes Schweissverfahren ist das Lichtbogenschweissen, zweck- mässig mit Schutzgas. Die Fuge zwischen den Stirnseiten der Bauteile kann beispielsweise mit Mörtel oder Beton oder mit vorfabrizierten Betonsteinen und durch Injek tion eines Injektionsgutes ausgefüllt werden.
Beispielsweise kann nach dem Zusammenschweis- sen der äusseren Ränder der Flansche 72 und 82 der Raum zwischen diesen Flanschen und den Stegen 73 und 83 mit Kies oder Betonsteinen ausgefüllt, nach dem Aufschweissen des Bleches 11 ein Injektionsgut durch Löcher in diesem Blech injiziert und schliesslich der an- schliessende Zwischenraum ausgefüllt werden.
Das Zusammenschweissen der Flansche 72 und 82 und das Anschweissen des Bleches 11 sowie das soeben beschriebene Ausfüllen der Fuge kann von ein und der selben Seite der Fuge her, nämlich in der Zeichnung von oben, erfolgen.
Die Z-Profüstahlstücke 7 und 8 können mit einem sowohl am Stahl als auch am Beton gut haftenden An strich, z. B. aus dem thermoplastischen, kautschukähn lichen Kunststoff der Markenbezeichnung Thiokol versehen sein.
Die Flansche 71, 72, 81 und 82 können abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel Schlitze aufweisen, in welche die Armierungsstäbe eingeschweisst sind.
überraschenderweise wird der Beton beim Schweis- sen nicht nachteilig verändert, was einerseits auf die Wärmeableitung durch das Blech und die Armierung, anderseits auf Unempfindlichkeit des Betons für örtliche, kurzzeitige Erwärmung zurückzuführen ist.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile er zielt: Der Bauteil ist einfach herzustellen. Die für das Bau werk kritische Abmessung des Bauteils,. nämlich der Ab stand der Z-Profiilstahls'tücke eines an beidem Stirnsei- ten je mit einem gleichartigen Bauteil zu verbindenden Bauteils, kann leicht sehr genau eingehalten werden. Toleranzen können ausserdem bei der Verbindung der Bauteile durch das Mass der überlappung oder die Brei te der Schweissnähte ausgeglichen werden.
Die Z-Profil- stahlstücke dienen nicht nur zum Verbinden, sondern wirken zusätzlich als Armierung parallel zur Stirnseite.
Die Normalkräfte, Querkräfte und Momente werden vollständig von einem Bauteil zum anderen übertragen, ohne dass schwierig zu erfüllende Anforderungen an die Qualität der Schweissung gestellt werden müssen.
Die Schweissverbindungen zwischen den Bauteilen können bei jeder Witterung und insbesondere bei jeder Temperatur ausgeführt werden. Durch die geschweissten Verbinidungen wind -die Tna;gfi!gkeit des Bauwerks im wesentlichen bereits erreicht. Das Ausfüllen der Fugen, insbesondere die Injektion, kann später durchgeführt werden, wenn das Bauwerk bereits unter Eigengewicht steht.
Die Bauteile brauchen zur Ausführung der Verbin- dungen nur an einer Seite zugänglich zu sein. Das ist sehr wesentlich, wenn aus Bauteilen der beschriebenen Art beispielsweise Spundwände oder Faltwerke für Unter führungen, die nur an einer Seite zugänglich sind (Marc- avanti-Vortrieb), hergestellt werden sollen.
Bei Verwen dung von Bauteilen der beschriebenen Art für Hochbau ten wird der Aufwand für Gerüste herabgesetzt, weil es genügt, wenn die Fugen zwischen den Bauteilen nur an einer Seite zugänglich sind.
Erhebliche Bedeutung hat die Tatsache, dass die Verbindung der Bauteile ohne weiteres wasserdicht aus geführt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Vorfa'Iniziemter Stahlbetonb.auteil, dadurch gekenn- zeichnet, dass bei wenigstens einer Stirnseite des Bauteils (1, 2) die wenigstens annähernd senkrecht zu dieser Stirnseite verlaufenden Enden von Armierungsstäben (31, 41, 51, 61) wenigstens einer Armierungsmatte an einen Blechteil (71, 72, 81, 82) geschweisst sind,der an der Aussenseite des Bauteils zur Ermöglichung einer Schweissverbindung mit einem entsprechenden Blechteil eines anderen Stahlbetonbauteils zugänglich ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Bauteil nach. Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Armierungsstäbe flach an den Blech teil geschweisst sind. z.Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Armierungsstäbe in Schlitze des Blech teils geschweisst sind. 3. Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass der Blechteil teilweise in den Beton einge bettet ist. 4. Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens ein Teil wenigstens einer an den Beton angrenzenden Seite des Blechteils mit einer Streckmetallauflage versehen ist. 5.Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass der Blechteil (72, 82) am Betonteil vor steht. 6. Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Bleehtell eine Fläche eines Vorsprungs des Betonteils, die wenigstens annähernd in der Ebene des Endes der Matte verläuft, begrenzt. 7.Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass an zwei an derselben Seifte des Bauteils endenden Armierungsmatten (3, 4) je ein Blechteil (71 bzw. 72) angeschweisst ist und der äussere Rand eines (72) dieser Blechteile über den äusseren Rand des ande ren (71) hinausragt. B. Bauteil nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Seite eines der Blechteile (71) eine Fläche eines Vorsprungs des Betonteils, die wenigstens annähernd in der Ebene der Matte (3) verläuft, begrenzt, und der andere Blechteil (72) den Vorsprung überragt.9. Bauteil nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass an derselben Stirnseite des Bauteils (1) angeordnete Blechteile (71, 72) durch einen anderen Blechteil (73) miteinander verbunden sind, welcher einen Teil drleaser Stirnseite dies Bauteils begrenzt. 10.Bauteil nach Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die erstgenannten Blechteile durch die Flansche (71, 72) und der andere Blechteil durch den Steg (73) eines Profilstahlstücks (7) gebildet sind. 11. Bauteil nach Unteranspruch 10, dadurch ge kennzeichnet, dass das Profilstahlstück (7) Z-Form hat.12. Bauteil nach Unteranspruch 11, dad'uTch ge- kennzeichnet, dass der Flansch (72) des Z-Profgstahl- stückes (7), welcher dem nicht vom Beton ausgefüllten Winkel des Profilstahlstücks angehört, an der genannten Stirnseite des Bauteils (1)weiter vorsteht als der Scheitel des anderen Winkels des Profi!lstahlstücks. PATENTANSPRUCH II Verwendung von Bauteilen nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verbindungsstelle einander entsprechende Blechteile (72, 82) der Bauteile (1, 2) zusammengeschweisst oder durch ein ange- schweisstes Verbindungsblech (11) miteinander verbun den werden.UNTERANSPRÜCHE 13. Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fuge zwischen den Bauteilen (1, 2) ausgefüllt wird. 14.Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung von Bauteilen, de- ren jeder an der Verbindungsstelle einen ersten (72, 82) und einen zweiten Blechteil (71, 81) hat, wobei der äussere Rand des ersten Blechteils (72 bzw. 82) über den äusseren Rand des zweiten Blechteils (71 bzw.81) hinausragt, zuerst die ersten Blechteile (72, 82) zusam- mengeschweisst und dann die zweiten Blechteile (71, 81) durch Aufschweissen eines Bleches (11) miteinan- der verbunden werden. 15.Verwendung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Zusammenschweissen der ersten Blechteile (72, 82) der Zwischenraum zwi schen den Bauteilen von diesen ersten Blechteilen bis zu den anderen, zweiten Blechteilen (71, 81) mit körni gem Material ausgefüllt, dann diese zweiten Blechteile miteinander verbunden und ein Injektionsgut in den ge nannten Zwischenraum injiziert wird.
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| CH1354966A CH478969A (de) | 1966-05-10 | 1966-09-20 | Verwendung von Stahlbetonbauteilen |
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| CH (1) | CH457781A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011009066A1 (de) * | 2011-01-20 | 2012-07-26 | Thyssenkrupp System Engineering Gmbh | Bauteilanordnung und Verfahren zur Herstellung einer Bauteilanordnung |
-
1966
- 1966-05-10 CH CH677966A patent/CH457781A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011009066A1 (de) * | 2011-01-20 | 2012-07-26 | Thyssenkrupp System Engineering Gmbh | Bauteilanordnung und Verfahren zur Herstellung einer Bauteilanordnung |
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