Vorrichtung zum Verschieben einer tischartigen Abstützung für einen blattförmigen Informationsträger in einem Informationsauslesegerät Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ver schieben einer tischartigen Abstützung für einen blattför- migen Informationsträger in einem Gerät zum Auslesen der auf dem Träger vorhandenen Informationen, welche tischartige Abstützung in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar ist.
Ein Gerät zum Auslesen der auf einem Träger angebrachten Information wird z.B. im Unterricht ver wendet und ermöglicht es dem Benutzer, ohne Unterbre chung mit wählbarer Geschwindigkeit individuell Unter richtsprogramme zu studieren. Ein Unterrichtsprogramm enthält einen Teil eines Lehrstoffs über einen Gegen stand, der didaktisch verarbeitet aus kleinen Mengen gleichsam Schritt für Schritt zusammengesetzt ist. Das Lesegerät soll die nachfolgenden Möglichkeiten haben: die Einführung eines Programmes, das Sichtbarmachen dieses Programmes, die Aufnahme von Antworten, das Anzeigen der Richtigkeit der Antworten und die Kon trolle.
Ein geeigneter Informationsträger ist z.B. eine soge nannte Mikrokarte mit Texten und Abbildungen, die verkleinert in blockförmigen Gebieten angebracht sind, welche in zwei zueinander senkrechten Richtungen ange ordnet sind und durch ein Linsensystem in dem Gerät projiziert werden können.
Um jeweils neue Informationen zu erhalten, muss der Informationsträger in dem Gerät verschoben werden. Es ist bekannt, diese Verschiebung dadurch auszuführen, dass die Abstützung mit dem Informationsträger direkt von Hand in zwei zueinander senkrechten Richtungen bewegt wird.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung zu schaf fen, durch welche der Abstützungstisch für den Informa tionsträger selbsttätig gesteuert werden kann.
Eine Vorrichtung eingangs erwähnter Art ist erfin- dungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass in einem Teil der Fläche des Abstützungstisches eine Anzahl zueinan der paralleler, äquidistanter Quer- und Längsnuten ange- bracht sind, wobei die Teilung der Quernuten gleich dem Zweifachen der Breite der Quernuten und ausserdem gleich der Summe der Teilung und der Breite der Längs nuten ist und dass nahe bei dem Tisch, senkrecht zu des sen Ebene, eine anzutreibende Welle angebracht ist, an deren dem Tisch zugewandten Ende ein Halter mit zwei axial herausragenden, diametral einander gegenüberste henden, in den Nuten verlaufenden Stiften angebracht sind, deren Durchmesser bzw.
Mittelabstand angenähert gleich der Breite bzw. der Teilung der Längsnuten ist, und dass die Enden der Quernuten vor und hinter der ersten bzw. letzten Längsnut V-förmig aufgeweitet sind, welche aufgeweiteten Nutenden auf einer Seite des Tisches in einander übergehen und auf der anderen Seite durch angrenzende Nutflanken voneinander getrennt sind.
Zweck der erfindungsgemässen Vorrichtung ist, dass die Drehbewegung der Welle mit dem Stifthalter in eine Verschiebung der tischartigen Abstützung in zwei zuein ander senkrechten Richtungen umgewandelt wird, wobei der Tisch sich um eine Anzahl von Schritten in der ersten Richtung, dann um einen Schritt in einer zu dieser senkrechten, zweiten Richtung, darauf um eine Anzahl von Schritten umgekehrt parallel zu der ersten Richtung und dann wieder um einen Schritt in der dazu senkrech ten Richtung verschiebt, welches Verschiebungsmuster sich einige Male wiederholen kann, wobei die Bewegung der Welle und des Tisches vollkommen umkehrbar ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass die zwei einander diametral gegenüberstehenden axialen Stifte in der Längsrichtung federnd in dem Halter abgestützt und dass die Flanken, zwischen den getrennten V-förmigen Quernutenenden wenigstens teilweise mit geneigten Auflaufflächen für die federnden Stifte verse hen sind.
Die Massnahmen nach der Erfindung erlauben, die zwischen den Quernuten an einem Ende vorhandene Wand breiter und somit steifer auszubilden.
Vorzugsweise sind die federnden Stifte mit je durch einen axialen Schlitz in dem Halter hervorragenden Querstiften versehen, während weiter eine feststehende, ringförmige Nockenbahn vorgesehen ist, längs der sich die Querstifte beim Drehen des Halters bewegen und mittels deren die federnden Stifte bei jeder Umdrehung des Halters über einen Abstand kleiner als die Tiefe der Nuten zurückgezogen werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist die tischartige Abstützung mit einem in der Längsrichtung verlaufenden, zahnstangenförmigen Profil versehen, dessen Zahnteilung gleich - der Breite der Quernuten ist, wobei federnde Mittel vorgesehen sind, die in die Nuten zwischen den Zähnen eingreifen und durch welche bei Verschiebung des Tisches in der Querrichtung der Tisch in der Längsrichtung arretiert werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt perspektivisch eine Vorrichtung zum Ver schieben einer tischartigen Abstützung eines blattförmi gen Informationsträgers nach der Erfindung.
Fig.2 zeigt in vergrössertem Massstab schematisch einen Informationsträger, der bei der Vorrichtung nach Fig. 1 benutzt werden kann.
Fig.3 zeigt eine untere Ansicht eines Teiles der tischartigen Abstützung der Vorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 4 zeigt perspektivisch einen Teil der profilierten Unterseite der tischartigen Abstützung nach Fig. 3 und Fig. 5 zeigt perspektivisch einen Teil des Abstützungs- tisches und dessen Antriebsmittel, wobei die Einzelteile einzeln dargestellt sind.
Nach Fig. 1 enthält die Vorrichtung einen Abstüt- zungstisch 1, in dem ein Teil 2 zur Aufnahme eines Informationsträgers 3 ausgespart ist, der schematisch in Fig.2 dargestellt ist und auf dem in verkleinertem Massstab Informationen wie Texte und Abbildungen in blockförmigen Gebieten 4, 4', 4", ... 5, 5', .. angebracht sind, die in zwei zueinander senkrechten Richtungen angeordnet sind, so dass Zeilen 4, 4', 4", ... und Spalten 4, 5 gebildet werden, die durch ein nicht dargestelltes Linsensystem zum Auslesen der Informatio nen projiziert werden können.
Der Tisch 1 ist mit Ohren 6, 7 versehen, durch welche Führungsachsen 8, 9 geführt sind, deren Enden in Blöcken 10, 11 gelagert sind, längs welcher Achsen der Tisch in der nachstehend zu beschreibenden Weise verschiebbar ist. Das Gefüge des Tisches 1, der Füh rungsachsen 8, 9 und der Lagerblöcke 10, 11 ist senk recht zu der Richtung der Achsen 8, 9 längs eines zweiten Satzes von Führungsachsen 12, 13 verschiebbar, die in fest mit dem Gestell 14 der Vorrichtung verbundenen Abstützungen 15, 16 gelagert sind. Der Abstützungstisch 1 ist somit in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar.
In dem an der Ausnehmung 2 angrenzenden Teil 17 des Tisches 1 ist, wie dies insbesondere aus Fig.3 ersichtlich ist, in der unteren Fläche eine Anzahl paralle ler, äquidistanter Quernuten 18 und Längsnuten 19 angebracht. Die Breite der Quernuten 18 beträgt a, die Teilung der Quernuten ist 2a und die Breite der Längsnu ten ist c und die Teilung derselben ist b. Die Beziehung zwischen a, b und c ist: 2a 2h2 b -I-- c.
Die Enden der Quernuten 18 sind vor und hinter der ersten und bzw. der letzten Längsnut 19 nahezu V-förmig aufgeweitet und die aufgeweiteten Nutenenden auf einer Seite des Tisches (rechts in Fig. 3) gehen ineinander über und sind auf der anderen Seite (links in Fig. 3) durch Grenzflanken 20 der Nuten voneinander getrennt.
Insbe- sondere zeigt sich aus Fig. 4, dass die Flanken 20, welche die getrennten V-förmigen Quernutenenden begrenzen, wenigstens teilweise mit neigenden Auflaufflächen 31 versehen sind, die zu dem weiter unten zu beschreibenden Zweck dienen.
Unter dem Tisch 1, senkrecht zu dessen Ebene, ist eine Welle 21 angeordnet, die z.B. mittels eines nicht dargestellten Schrittmotors durch eine Übersetzung eines Seiles 22, einer Seilscheibe 23 und eines Satzes von Kegelzahnrädern 24, 25 in beiden Drehrichtungen ange trieben werden kann. Auf dem dem Tisch zugewandten Ende der Welle 21 ist ein Halter 26 mit zwei axial herausragenden Stiften 27, 28 angebracht, welche Stifte diametral einander gegenüberstehen und sich bis in die Nuten 18, 19 erstrecken. Der Durchmesser bzw. der Mittelabstand der Stifte 27, 28 ist nahezu gleich der Breite c bzw. der Teilung b der Längsnuten 19 (siehe Fig. 3).
Die axialen Stifte 27, 28 werden in der Längsrich tung federnd in dem Halter 26 abgestützt und sind mit je einem durch einen axialen Schlitz 30 in dem Halter hervorragenden Querstift 29 versehen. Die Querstifte 29 und somit die Eindringung der axialen Stifte 27, 28 werden durvh eine feststehende, ringförmige Nockenbahn 32 gesteuert, längs der die Querstifte 29 bei Drehung des Halters 26 sich bewegen, wodurch die federnden Stifte 27, 28 bei jeder Umdrehung des Halters über einen Abstand kleiner als die Tiefe der Nuten zurückgezogen werden.
Der Zweck dieser Zurückbewegung wird nach stehend weiter erläutert.
In dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Nockenbahn 32 auf der Unterseite eines buchsenför- migen Elementes 33 angebracht, das in einem fest mit dem Gestell 14 verbundenen Lagerblock 34 montiert ist, welche Buchse den Halter 26 umgibt.
Nach Fig. 1 ist auf dem Abstützungstisch 1 eine in der Längsrichtung verlaufende Zahnstange 35 ange bracht, deren Teilung gleich der Breite a der Quernuten 18 ist. Gegenüber dem Zahnstangenprofil befindet sich ein federgesteuertes oder federndes Element 36, z.B. eine Blattfeder, die fest mit einem Tragbalken 37 verbunden ist, der an sich an den Achsenstützen 11 befestigt ist, so dass die Blattfeder 36 gemeinsam mit dem Tisch 1 in der Querrichtung längs der Achsen 12, 13 verschiebbar, aber in der Längsrichtung nicht verschiebbar ist.
Die Blattfe der greift jeweils in eine der Zahnnuten des Profils 35 ein, so dass bei Verschiebung des Tisches in der Quer richtung eine Arretierung des Tisches in der Längsrich tung erhalten wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: In der Ruhelage, z.B. in der Lage A in Fig. 3 nimmt der Halter 26 mit den Stiften 27, 28 eine solche Lage ein, dass die zwei Stifte sich je an einem Anfang oder einem Ende eines Längsnutenteiles befinden, so dass der Tisch nicht in der Querrichtung beweglich ist. Die Bewegung des Tisches in der Längsrichtung wird durch die Blattfe der 36 arretiert.
Wenn der Halter aus der Lage A in Fig. 3 über 180 gedreht wird (in Fig. 3 wird eine rechte Drehrichtung vorausgesetzt), gelangt der Stift 28 durch die zugehörende Quernut in die Lage 28', während der Stift 27 gleichzeitig eine geringe Hin- und Herbewegung mit einer äussersten Lage 27' in der Längsnut vollführt. Infolgedessen ist nach einer halben Umdrehung des Halters der Tisch um eine Position (über einen Abstand b) in der Querrichtung (in Fig. 3 nach links) verscho ben.
An dem Ende einer Zeile z.8. 4, 4', 4", ... muss der Tisch über einen Abstand a in der Längsrichtung ver- schoben werden. In der äussersten rechten Lage des Halters, z.B. in der Lage B in Fig. 3, beschreibt der Stift 27 eine Bahn, während der er an die schräge Grenzflanke 40 der Quernut gelangt (Lage 27'), während der Stift 28 bei Drehung gegen den aufrechtstehenden Tischrand 41 stösst (Lage 28').
Von diesem Augenblick her gleitet der Stift 27 längs der Flanke 40 und der Stift 28 längs des Tischrandes 41, bis der Stift 27 wieder in die Längsnut gelangt ist (Lage 27"), wobei der Stift 28 die Lage 28" einnimmt. Der Halter ist dann über 180 gedreht und der Tisch hat sich um eine Zeile verschoben. Darauf kann der Tisch bei der gewählten rechten Drehrichtung des Stift-Halters eine Anzahl von Schritten in der Querrich tung nach rechts ausführen.
Auf der anderen Seite der (Zeile (links in Fig. 3) ist die Situation nicht dieselbe, da in dem vorstehend beschriebenen Falle (auf der rechten Seite der Zeile) der Tisch derart verschoben werden musste, dass die Stifte auf der anderen Seite des gleichen Längsnutenteiles zur Anlage kamen. Auf der linken Seite der Zeile jedoch müssen die Stifte eine Quernut überqueren , so dass sie sich längs einer nächstfolgenden Reihe von Längsnuten teilen drehen. Wenn der Halter aus der Lage C in Fig. 3 über 180 nach rechts gedreht wird, schiebt der Stift 27 den Tisch in der Längsrichtung hinweg, wobei der Stift 28 gegen die Grenzflanke 20 der Quernut stösst.
Der Stift 28 wird jedoch durch die Zusammenwirkung des zugehö renden Querstiftes 29 mit der Nockenbahn 32 in dem richtigen Augenblick teilweise in den Halter 26 zurückge zogen, so dass er darauf über die Auflauffläche 31 gleiten kann, so dass der Stift 28 die in Fig. 3 durch gestrichelte Linien angedeutete Bahn zurücklegen kann, bis der Stift die Lage 28' erreicht hat, in welchem Augenblick der Stift 27 die Lage 27' einnimmt, worauf der Tisch über einige Schritte in der Querrichtung nach links verschoben werden kann.
Es ist für die Erfindung nicht wesentlich, dass die Stifte 27, 28 in den Halter zurückgezogen werden kön nen, aber in diesem Falle, um Festlaufen des Tisches zu vermeiden, muss das Profil der V-förmigen Aufweitung an den geschlossenen Quernutenenden geändert und angepasst werden, wodurch die Wandstärke des Mate rials zwischen den geschlossenen Quernutenenden ver- hältnismässig gering wird, was nur zulässig ist, wenn das gewählte Material des Tisches hinreichend widerstandsfä hig ist.
Wenn der Tisch aus Kunststoff hergestellt ist und eine gewisse Wanddicke erforderlich ist, sollen die Stifte beim Überqueren einer Zeile im richtigen Augenblick über einen Abstand kleiner als die Nutentiefe zurückge zogen werden, so dass sie auf den Auflaufflächen 31 der Flanken 20 gehoben werden.
Die federnd einziehbaren Stifte sind ausserdem vor teilhaft bei Schnellverschiebung, wenn Zeilen übergangen werden sollen, um unmittelbar an einem gewählten Punkt anzukommen.
Es sei bemerkt, dass die Erfindung sich nicht auf vorstehend beschriebene, in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform beschränkt. Die Längs- und Querfüh rung des Tisches kann in verschiedener Weise ausgebildet werden, sofern der Tisch in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar ist. Die Zahnbahn 35 kann statt auf dem Tisch auf einer Seite des Tisches angebracht werden. Schliesslich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das Anwendungsgebiet des Unterrichts. Die Vorrichtung lässt sich auch z.B. in Dokumentations- und Informa tionsmaschinen, Kontrollgeräten für Banken und die Industrie, Spiel- und Vergnügungsautomaten, Schrittka meras usw. anwenden.