CH458131A - Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schnellfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schnellfeuerpistole zur Durchführung des VerfahrensInfo
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- CH458131A CH458131A CH518766A CH518766A CH458131A CH 458131 A CH458131 A CH 458131A CH 518766 A CH518766 A CH 518766A CH 518766 A CH518766 A CH 518766A CH 458131 A CH458131 A CH 458131A
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
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- F41A21/28—Gas-expansion chambers; Barrels provided with gas-relieving ports
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Description
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Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schneilfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens Das Olympische Schnellfeuerschiessen ist eine Schiessdisziplin, in welcher der Schütze innerhalb 8, 6 und 4 Sekunden fünf Schüsse auf die Olympia-Scheibe abgeben muss. Die Scheiben stehen in einer Entfernung von 25 m vom Schützen mit einem Abstand von 75 cm nebeneinander, so dass der Schütze nach jedem Schuss ein neues Ziel fassen muss.
Bei dieser hohen Schusskadenz ist es nun äusserst wichtig, dass der Schütze schnell sein neues Ziel erfassen kann: er sucht deshalb nach einer geeigneten Waffe, die bei der Schussabgabe möglichst wenig ausschlägt.
Die heutigen Schnellfeuerpistolen haben einen derart starken Rückstoss, dass das Korn der Pistole nach jedem Schuss, wie in Fig. 1 durch den Linienzug 11 schematisch gezeigt ist, nach links hoch ausschlägt. Der Schütze muss nun nach jedem Schuss auf die nächste Scheibe fahren, das Korn wieder in den Visierein- schnitt bringen und das Ziel neu erfassen, wodurch die eingezeichnete Zickzacklinie entsteht. Da das Gewicht wie auch die Aussenmasse der Pistole genau festgelegt sind, kann man die Ausschläge der Waffe nicht mit Zusatzgewichten vermindern. Man suchte deshalb nach neuen Möglichkeiten, um diese Zickzacklinie zu glätten und dem Schützen eine bessere Kontrolle seiner Schussabgabe zu ermöglichen.
Man hat versucht, mit Gasentweichungsöffnungen diesen Rückstoss-Ausschlag zu verkleinern, konnte aber mit dem sogenannten Düseneffekt nicht an das ersehnte Ziel gelangen.
Auch die Anmelderin hat sich mit diesem Problem befasst und bestätigt gefunden, dass bei einem normalen Lauf hinter der Mündungsbremse in den Laufmantel gebohrte Löcher der entstehende Düseneffekt sehr klein ist. Eingehende überlegungen und Versuche über die Druckverhältnisse bei und unmittelbar nach der Schussabgabe haben ergeben, dass das Problem unter Verwendung von Gasentweichungsöffnungen nur befriedigend gelöst werden kann, wenn alle Faktoren, die die Druckverhältnisse bestimmen, berücksichtigt werden: Kaliber, Drall (Länge und Tiefe der Züge), Lauflänge, Anordnung und Dimensionen der Gasentwei- chungsöffnungen, wobei der Lage der Öffnungen eine besondere wichtige Rolle zuzukommen scheint.
Bei der Lösung des Problems ist ferner zu berücksichtigen, dass die verwendete Schnellfeuerpistole halbautomatisch funktioniert. Der Gasdruck, der auf den Patronenboden wirkt, muss immerhin so stark sein, dass die Hülse, welche aus dem Patronenlager 1 (s. Fig.2) gestossen wird, das Verschlussstück 2 nach rückwärts bewegt, die Hülse auswirft, mittels des Hahns 3 die Schlagfeder 4 spannt, bis die Hahnraste 5 auf dem Abzugstollen 6 einrastet. Schliesslich ist auch noch die Bedingung zu erfüllen, dass die Mündungsgeschwindigkeit noch so gross ist, dass eine gute Präzision gesichert ist.
Es wurde nun gefunden, dass bei einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole mit wenigstens einer Gasentweichungsöffnung im Laufmantel eine weitgehende Rückstossfreiheit und damit eine Verminderung des Ausschlagens bei der Schussabgabe bei Erfüllung der gestellten Bedingungen erzielt werden kann, wenn gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren das Laufkaliber kleiner gewählt wird, als durch die verwendete Munition vorgeschrieben wird, und die Gasentwei- chungsbohrung so nahe dem Patronenlager angebracht und derart dimensioniert wird, dass einerseits die Rückstosskraft das Funktionieren der Pistole und anderseits der Gasdruck eine ausreichende Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses gewährleistet.
Damit diese beiden Funktionen erfüllt werden können, sind also Lage und Durchmesser der ersten Gasentwei- chungsbohrung 7 (s. Fig. 2) von allergrösster Wichtigkeit. Diese Grössen stehen ihrerseits in einer bestimmten Abhängigkeit zum Laufkaliber, Drall und zur Lauflänge. Die Zusammenhänge zwischen diesen verschiedenen Grössen unter sich und ihr Einfluss auf den Rückstoss und die Funktionen der Pistole sind äusserst kompliziert und selbstverständlich nicht für alle Waffen und Munition gleich.
Wie die Versuche gezeigt haben, kann die Erreichung des Erfindungsziels noch dadurch erreicht wer-
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den, wenn das Laufkaliber um wenigstens 0,1 mm kleiner ist, als es für eine bestimmte Munition vorgeschrieben ist, und mit Vorteil die Länge des Dralls um 100 bis 200 mm und die Tiefe der Züge um wenigstens 0,1 mm herabgesetzt werden. Die effektive Lauflänge (ohne Mündungsbremse) kann zweckmässig verkleinert werden.
An einem Ausführungsbeispiel sei die Erfindung näher erläutert. Die in Fig. 2 gezeigte Schnellfeuerpi- stole Typ Hämmerli-Intemational ist zur Erreichung des Erfindungszweckes wie folgt geändert worden:
EMI2.16
<tb> Laufkallber <SEP> K: <SEP> von <SEP> 5,44 <SEP> mm <SEP> auf <SEP> 5,28 <SEP> mm
<tb> herabgesetzt
<tb> Länge <SEP> des <SEP> Dralls: <SEP> von <SEP> 450 <SEP> mm <SEP> auf <SEP> 250 <SEP> mm
<tb> herabgesetzt
<tb> Tiefe <SEP> der <SEP> Züge: <SEP> von <SEP> 5,61 <SEP> mm <SEP> auf <SEP> 5,43 <SEP> mm
<tb> herabgesetzt
<tb> Lauflänge:
<SEP> von <SEP> 190 <SEP> mm <SEP> auf <SEP> 118--120 <SEP> mm
<tb> verkürzt
Gasentweichungsöffnungen. Zahl: 6, Durchmesser D: 3,2 mm, Abstand a der ersten Öffnung vom Patronenlager: @ 25 mm, vorzugsweise 32 mm.
Mit einer derart geänderten Ausführung konnte der Rückstoss der Schnellfeuerpistole so stark reduziert werden, dass der Ausschlag der Pistole bei der Schuss- abgabe nur noch einen kleinen Bruchteil des Ausschlages bei der ungeänderten Pistole ausmacht, siehe Fig. 1 punktierter Linienzug 12.
Die angegebenen Werte sind als Richtwerte anzusehen. Abweichungen davon können ebenfalls noch annehmbare Verhältnisse ergeben. Bei anderen Waffentypen und anderer Munition können mit anderen Werten die besten Resultate erzielt werden. Immerhin scheint festzustehen, dass mit den angegebenen Massnahmen im Prinzip das Erfindungsziel auch bei anderen Pistolen weitgehend erreicht werden kann.
Die Öffnungen im Laufmantel werden zweckmässig wenigstens teilweise mit einem Gewinde versehen, damit die Gasunterschiede der Laborierungen von verschiedenen Munitionssorten durch Verschliessen mit entsprechenden Schrauben korrigiert werden können, um damit die Zahl der Öffnungen den Schiessbedin- gungen anzupassen. Ferner werden die Öffnungen im Laufmantel bei Nichtgebrauch mit entsprechenden Schrauben verschlossen, um zu verhindern, dass Fremdkörper in den Lauf gelangen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe, welche Pistole wenigstens eine Gasent- weichungsöffnung in der Laufwandung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufkaliber kleiner gewählt wird, als bei vorgegebener Munition vorgeschrieben ist, und dass die Gasentweichungsöffnung bzw. Gasentweichungsöffnungen so nahe dem Patronenlager angebracht und derart dimensioniert wird bzw.werden, dass einerseits die Rückstosskraft noch so gross ist, dass sie für das zuverlässige Funktionieren der Pistole ausreicht, und dass anderseits der Gasdruck noch eine für das Präzisionsschiessen ausreichende Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses gewährleistet. II. Halbautomatische Schnellfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufkaliber um wenigstens 0,1 mm kleiner ist, als es für eine bestimmte Munition vorgeschrieben ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Schnellfeuerpistole nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Züge um wenigstens 0,1 mm und die Länge ihres Dralls um 100 bis 200 mm kleiner ist, als diese Masse für eine bestimmte Munition vorgeschrieben sind. 2. Schnellfeuerpistole nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren Gasentwei- chungsöffnungen die dem Patronenlager am nächsten liegende wenigstens 25 mm vom Patronenlager entfernt ist. 3.Schnellfeuerpistole nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasentweichungsöff- nungen wenigstens teilweise mit einem Gewinde versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH518766A CH458131A (de) | 1966-04-06 | 1966-04-06 | Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schnellfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH518766A CH458131A (de) | 1966-04-06 | 1966-04-06 | Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schnellfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH458131A true CH458131A (de) | 1968-06-15 |
Family
ID=4289380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH518766A CH458131A (de) | 1966-04-06 | 1966-04-06 | Verfahren zur Verminderung des Ausschlagens einer halbautomatischen Schnellfeuerpistole bei der Schussabgabe und Schnellfeuerpistole zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH458131A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5123328A (en) * | 1989-03-10 | 1992-06-23 | Wil Schuemann | Firearm barrel with nozzles |
| EP0972167A4 (de) * | 1997-04-03 | 2000-09-27 | Robert C E Schuetz | Für das abfeuern von übungsmunition geänderte feuerwaffe |
-
1966
- 1966-04-06 CH CH518766A patent/CH458131A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5123328A (en) * | 1989-03-10 | 1992-06-23 | Wil Schuemann | Firearm barrel with nozzles |
| EP0972167A4 (de) * | 1997-04-03 | 2000-09-27 | Robert C E Schuetz | Für das abfeuern von übungsmunition geänderte feuerwaffe |
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