CH459716A - Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in StückeInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor richtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke.
Es ist bekannt, Stangen mittels parallel zueinander beweglicher, die Stange umfassender Schneidbacken oder -buchsen zu trennen. Die Schneidkraft steigt dabei allmählich bis auf einen Wert, bei welchem der Schnitt erfolgt.
Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass für die Erzeugung der Schneidgeschwindigkeit Kurbeltriebe verwendet werden, wobei die ungleichförmige gegen Null abfallende Schneidgeschwindigkeit genutzt wird. Die hierdurch erzielten Trennflächen verlaufen in der Schnittebene konvex-konkav je nach Werkstoffestig keit.
Es ist fernerhin ein Verfahren bekannt, bei wel chem zur Erzeugung einer hohen, gleichförmigen Schneidgeschwindigkeit ein die teilweise Form des Stangenquerschnitts aufweisendes Messer auf einer Kreisbahn rotiert.
Mit diesem Verfahren lassen sich nur bei kleinen Stangenquerschnitten und Abschnitten begrenzter Längen annähernd ebene und rechtwinklig zur Mantelfläche bestehende Trennflächen erzielen, da die Stangen abschnittsseitig nicht gehalten werden kön nen, der Abschnitt deshalb während des Schnittes ab kippt und mehr oder weniger stark deformiert wird.
Um das Abkippen des Abschnittes zu verhindern, ist deshalb vorgeschlagen worden, die Stangen zusätzlich abschnittsseitig zu halten. Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung einwandfreier Planflächen nur bei klei neren Stangenquerschnitten und Abschnitten begrenz ter Längen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver fahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, die es er möglichen, Werkstücke beliebiger Längen und Quer- schnittsgrössen mit einwandfreien Planflächen wirt- schaftlich herzustellen,
ohne dass die Trennflächen nachträglich durch Pressen oder spangebend geebnet werden müssen. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird dies dadurch erreicht, dass das Werkstück am Umfang radial mit einer Kraft P1 _>__ der Schneidkraft und der Werkstückquerschnitt mit einer Kraft P2- entspre chend der Fliessgrenze des Werkstoffes senkrecht zu seiner Längsachse belastet und anschliessend durch eine gleitend gelagerte Schneidplatte getrennt wird,
die geradlinig mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit _2 1 m/s an einer die Stange umschliessenden festen Schneidplatte vorbeigeführt wird.
Gemäss Weiterausbildungen des erfindungsgemäs- sen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Kraft P2 in Schnittrichtung wirkt, dass die bewegliche Schneidplatte zwischen zwei die Stange umschliessenden festen Schneidplatten an diesen vorbeigeführt wird, und dass eine beliebige Anzahl beweglicher Schneid platten an mindestens ebensovielen die Stange um- schliessenden festen Schneidplatten vorbeigeführt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung zur Durchfüh rung des erfindungsgemässen Verfahrens isst dadurch gekennzeichnet, dass ein in einem Werkzeugführungs körper gleitend gelagertes und durch ein rotierendes Schlagwerk mittels Gasdruck, auf explosivem Wege oder elektromagnetisch senkrecht zur Achse der Werk stückaufnahme angetriebenes, mit einem Schlagbolzen versehenes Schlagwerkzeug,
in welchem eine aus einer festen Klemmbacke und einer mittels Antriebszylinder- kolbenaggre.gat spannbaren Klemmbacke bestehende bewegliche Schnittplatte angeordnet ist,
mittels eines steuerbaren Antriebszylinderkolbenaggregats im Werk- zeugführungskörper bewegbar ist und eine aus einer festen Klemmbacke und einer radial zur Achse der Werkstückaufnahme spannbaren Klemmbacke beste hende feste Schnittplatte in dieser Achsrichtung vor oder hinter dem Schlagwerkzeug am Werkzeugfüh- rungskörper angeordnet ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäs sen Vorrichtung können dadurch erzielt werden, dass zwei je als Klemmbackenpaar ausgebildete feste Schnittplatten beidseitig des Schlagwerkzeuges am Werkzeugführungskörper angeordnet sind, dass im Werkzeugführungskörper mehrere Schlag werkzeuge gleitend gelagert sind und mindestens eben soviel von Klemmbacken gebildete feste Schnittplatten am Werkzeugführungskörper dergestalt angeordnet sind, dass feste und bewegliche Schnittplatten mitein ander in Werkstückaufnahmeachsrichtung abwechseln,
dass die vordere Totpunktlage des Schlagwerkzeu- ges durch einen festen Anschlag bestimmt isst, dass die hintere Totpunktlage des Schlagwerkzeu- ges durch einen Druckspeicher einstellbar ist, dass die am Werkzeugführungskörper angeordneten radial beweglichen Klemmbacken vorzugsweise hydraulisch über Steuerzylinder, Kolben und Kolben stangen spannbar sind, und dass das rotierende Schlagwerk senkrecht zu seiner Drehachse verschiebbar ist.
Von der erfindungsgemässen Vorrichtung ist nach stehend ein auf der Zeichnung dargestelltes Ausfüh rungsbeispiel zum Schneiden von Stangenwerkstoff und anhand von dem auch das Verfahren nach der Erfin dung beispielsweise erläutert. In der Zeichnung stellen dar: Fig. 1 Vorderansicht im teilweisen Schnitt, Fig. 2 Ansicht von unten.
In einem Werkzeugführungskörper 1, der tangen tial zur Spur eines rotierenden Schlagwerks angeordnet ist, das aus einer auf einer Drehachse 2 befestigten Scheibe 3 und einem Schlagkörper 4 besteht, ist ein Schlagwerkzeug 5 gleitend gelagert, in dessen Ausspa rung 6 eine bewegliche Schnittplatte geführt ist, deren Klemmbacken 7, 8 die Werkstückstange 9 umfassen.
Während die Klemmbacke 7 in, der Aussparung 6 fest angeordnet ist, ist die Klemmbacke 8 über Kolben stange 10 mit einem Kolben 11 fest verbunden und, in Ausgangsstellung durch Druckfeder 12 von der Stange 9 abgehoben. Kolben 11 gleitet in einem mit dem Schlagwerkzeug 5 fest verbundenen Zylinder 13, der für einen in einem Steuerzylinder 14 geführten Kolben 15 als Kolbenstange dient.
Der Zylinder 13 weist in seinem dem Kolben 15 zugewandten Teil Bohrungen 16 auf, die mit dem Zylinderraum 17 in Verbindung stehen und in die das über Bohrung 18 im Zylinder raum 19 eingeleitete Druckmittel die Kolben 11,15 beaufschlagt. Koaxial zur Stange 9 sind seitlich am Werkzeugführungskörper 1 zwei feste Schnittplatten angeordnet, deren Klemmbacken 20,21 im Werkzeug führungskörper 1 gelagert sind und deren Klemmbak- ken 22,23 mittels hydraulischer Steuerzylinder 24,25 über Kolbenstangen 26,27 am Werkstück radial spann bar sind.
Ein fester Anschlag 28 fixiert die vordere Totpunktlage des Schlagwerkzeugs 5, das an seiner dem Schlagkörper 4 zugewandten Stirnseite einen Schlagbolzen 31 trägt.
Die Arbeitsweise dieser Ausführung ist folgende: In Ausgangsstellung liegt das Schlagwerkzeug 5 am festen Anschlag 28 an und die Druckfeder 12 hat die bewegliche Schnittplatte mit den Klemmbacken 7, 8 geöffnet. Nach Zuführung der Stange 9 mittels einer bekannten Vorschubeinrichtung wird über Boh rungen 29,30 ein Druckmittel in die Steuerzylinder 24,25 eingeleitet und die Klemmbacken 22,
23 über Kolbenstangen 26,27 gespannt. Zugleich wird über Bohrung 18 ein Druckmittel in den. Zylinderraum 19 eingeleitet, das über Bohrungen 16 in den Zylinder- raum 17 überströmt, wobei der Kolben 11 über Kol- benstange 10 den Klemmbacken 8 mit einer Kraft P1 > Schnittkraft gegen die Stange 9 presst.
Zugleich wird der Kolben 15 mit dem eingeleiteten Druckmittel beaufschlagt, und das Schlagwerkzeug 5 erteilt dem zu scherenden Querschnitt der Stange 9 durch die unter- schiedlichen Grössen der Kolbenflächen eine Vorlast in Richtung P, wobei diese Vorlast P2 annähernd gleich der Fliessgrenze des Stangenwerkstoffes ist,
Trifft nun der Schlagkörper 4 des rotierenden Schlagwerks auf dien Schlagbolzen 31 auf, so erteilt er schlagartig dem Schlagwerkzeug 5 seine Umlaufgeschwindigkeit, unter stützt durch die in Schnittrichtung wirkende Kraft P, wobei die Stange 9 getrennt wird. Dabei bewegt sich das Schlagwerkzeug 5 aus der Schlagspur des Schlag körpers 4 und wird über Druckspeicher des Zylinder raums 32 gebremst.
Die im Druckspeicher sich aufbau ende Druckspitze kann zur Rückführung des Schlag werkzeugs 5 in Ausgangsstellung genutzt werden oder es erfolgt die Rückführung durch Einleiten eines Druckmittels in die Bohrung 33, wobei die Zylinder räume 17,19 nahezu druckfrei werden.
Die bewegliche Schnittplatte mit den Klemmbacken 7,8 wird geöffnet, die festen Schnittplatten mit den Klemmbacken (20,22; <B>21,23)</B> geben die Stange 9 durch Einleiten des Druck- mittels in Bohrungen 34,35 frei, durch deren nachfol genden Vorschub die Rohlinge ausgestossen werden. Hiernach wiederholt sich der beschriebene Arbeitszy klus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke, unter Verwendung von als Klemmbacken ausgebildeten Schnittplatten, dadurch gekennzeichnet,dass das Werkstück am Umfang radial mit einer Kraft P1 >_ der Schneidkraft und der Werk stückquerschnitt mit einer Kraft P2-.- entsprechend der Fliessgrenze des Werkstoffes senkrecht zu seiner Längsachse belastet und anschliessend durch eine glei tend gelagerte Schneidplatte getrennt wird,die gerad linig mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit >_ 1 m/s an einer die Stange umschliessenden festen Schneidplatte vorbeigeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kraft P2 in Schnittrichtung wirkt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, zum Schnei den von Stangen, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Schneidplatte zwischen zwei die Stange umschliessenden festen Schneidplatten an diesen vor- beigeführt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine beliebige Anzahl beweglicher Schneidplatten an mindestens ebensovielen die Stange umschliessenden festen Schneidplatten vorbeigeführt wird.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein in einem Werk- zeugführungskörper (1) gleitend gelagertes und. durch ein rotierendes Schlagwerk (2, 3, 4) mittels.Gasdruck, auf explosivem Wege oder elektromagnetisch senkrecht zur Achse der Werkstückaufnahme angetriebenes, mit einem Schlagbolzen:(31) versehenes Schlagwerkzeug (5), in welchem eine aus einer festen Klemmbacke (7) und einer mittels Antriebszylinderkolbenaggregat (13, 11, 10) spannbaren Klemmbacke (8) bestehende be wegliche Schnittplatte angeordnet ist, mittels eines steuerbaren Antriebszylinderkolbenaggregats (14, 15, 13) im Werkzeugführungskörper (1) bewegbar ist und eine aus einer festen Klemmbacke (21) und einer radial zum Achse der Werkstückaufnahme spannbaren Klemmbacke (23)bestehende feste Schnittplatte in die ser Achsrichtung vor oder hinter dem Schlagwerkzeug (5) am Werkzeugführungskörper (1) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwei je als Klemmbackenpaar (21, 23 und 20, 22) ausgebildete feste Schnittplatten beidseitig des Schlagwerkzeuges (5) am Werkzeugfüh rungskörper (1) angeordnet sind. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Werk zeugführungskörper (1) mehrere Schlagwerkzeuge (5) gleitend gelagert sind und mindestens ebensoviel von Klemmbacken (20, 21; 22, 23) gebildete feste Schnitt- platten am Werkzeugführungskörper dergestalt ange ordnet sind, dass feste und bewegliche Schnittplatten miteinander in Werkstückaufnahmeachsrichtung ab wechseln. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Totpunktlage des Schlagwerkzeuges (5) durch einen festen Anschlag (28) bestimmt ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Totpunktlage des Schlagwerkzeuges (5) durch einen Druckspeicher einstellbar ist.B. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die am Werkzeugführungskörper angeordneten radial beweglichen Klemmbacken (22, 23) vorzugs weise hydraulisch über Steuerzylinder (24, 25), Kolben und Kolbenstangen (26, 27) spannbar sind.. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Schlagwerk (2, 3, 4) senkrecht zu seiner Drehachse (2) verschiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1742365A CH459716A (de) | 1965-12-17 | 1965-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1742365A CH459716A (de) | 1965-12-17 | 1965-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH459716A true CH459716A (de) | 1968-07-15 |
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ID=4425307
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| CH1742365A CH459716A (de) | 1965-12-17 | 1965-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitskaltschneiden von Werkstücken in Stücke |
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|---|---|
| CH (1) | CH459716A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011110663A1 (de) * | 2011-08-19 | 2013-02-21 | Karl Klink Gmbh Werkzeug- Und Maschinenfabrik | Vorrichtung zur Bearbeitung, insbesondere zum adiabatischen Trennen, eines Werkstücks |
-
1965
- 1965-12-17 CH CH1742365A patent/CH459716A/de unknown
Cited By (2)
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| DE102011110663A1 (de) * | 2011-08-19 | 2013-02-21 | Karl Klink Gmbh Werkzeug- Und Maschinenfabrik | Vorrichtung zur Bearbeitung, insbesondere zum adiabatischen Trennen, eines Werkstücks |
| DE102011110663B4 (de) * | 2011-08-19 | 2015-05-28 | Karl Klink Gmbh Werkzeug- Und Maschinenfabrik | Vorrichtung zur Bearbeitung, insbesondere zum adiabatischen Trennen, eines Werkstücks |
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