CH459912A - Cellulosehaltiges Rohgewebe zur Herstellung verschleissfester Oberbekleidung - Google Patents

Cellulosehaltiges Rohgewebe zur Herstellung verschleissfester Oberbekleidung

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CH459912A
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Triatex Ag
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Description


      Cellulosehaltiges    Rohgewebe zur Herstellung verschleissfester Oberbekleidung    Es ist bekannt, dass die     Lebensdauer    von Klei  dungsstücken wie Herren-Oberhemden, Damen-Blusen,  Regenmäntel usw. weitgehend von der Verschleissfestig  keit der Zonen bestimmt wird, welche besonders in  tensiver Scheuerbeanspruchung unterliegen. Solche Ver  schleisszonen finden sich vor allem an Kragen und Man  schetten. Es ist eine bekannte     Erfahrungstatsache,    dass  z. B. an Kragen-Ecken oder Manschetten-Kanten aus  geprägte Abnützungserscheinungen eintreten, lange be  vor auch nur allererste Tragspuren in den übrigen Kon  fektionsteilen, z. B. am Hemdenstock, festzustellen sind.

         7Jur    Erhöhung der     Verschleissfestigkeit    und damit der  Lebensdauer von Kleidungsstücken     verschiedenster    Art  genügt es deshalb, die einer höheren Scheuerbeanspru  chung ausgesetzten Teile, wie z. B. Kragen und Man  schetten, aus Geweben zu fertigen, welche in     ihrer     Dauerhaftigkeit verbessert worden sind.

   Die Möglichkei  ten hierzu waren bisher allerdings sehr begrenzt, da die  gleichzeitige Verarbeitung verschiedener Gewebe für den  gleichen Artikel vom     konfektionstechnischen    Standpunkt  aus nicht ohne weiteres     möglich    bzw. erwünscht     ist.          Einmal    wird durch die Verwendung von zwei Geweben  der Produktionsablauf in der     Zuschneiderei    wesentlich  umständlicher und eine optimale Gewebeausnützung  stark erschwert. Anderseits ist es     ausserordentlich     schwierig, bei zwei verschiedenen Geweben die erfor  derliche gute     übereinstimmung    in der     Dessinierung    bzw.  in der Farbnuance zu gewährleisten.  



  Mit der Entwicklung von     Cellulose-    und insbeson  dere     Baumwoll-Geweben    mit     Bügelfrei-Eigenschaften    hat  die Verschleissfestigkeit von Kragen- und Manschetten  eine besondere Bedeutung erlangt. Um Baumwollgewe  ben     Bügelfrei-Eigenschaften    zu verleihen, können ver  schiedene chemische Verfahren verwendet werden, die  allgemein Reiss- und Scheuerfestigkeit ganz erheblich re  duzieren.

   Derartige Verfahren lassen sich demzufolge  entweder nicht in dem Masse anwenden, wie dies     zur     Erreichung optimaler     Bügelfrei-Eigenschaften    zu wün  schen wäre, oder man ist     gezwungen,    Gewebe für Kra-    gen und Manschetten zu verwenden, welche entweder  weniger hoch ausgerüstet oder in ihrer Verschleissfestig  keit durch Zusatz synthetischer Fasern, z. B. Polyester  fasern, verbessert worden sind. Die Verwendung von  zwei sich bezüglich Ausrüstung und/oder Konstitution  unterscheidenden Geweben verursacht jedoch, wie be  reits erwähnt, bei der Konfektion zusätzliche Schwie  rigkeiten.

   Zur Umgehung dieses Nachteils ist auch schon  versucht worden, auf einem einzigen Gewebe, durch  Anwendung einer geeigneten     Ausrüsttechnik,    zwei ver  schieden stark ausgerüstete Zonen auszubilden, wobei  die weniger intensiv     ausgerüstete    Zone für die Fertigung  der Kragen- und     Manschettenteile    verwendet wird. Aber  auch diese     Möglichkeit    hat verschiedene Nachteile; ins  besondere stellt sie hohe Ansprüche an die     Ausrüst-          technik    und ergibt im besten Falle nur die der Baum  wolle entsprechenden Festigkeitseigenschaften.  



  Die vorliegende Erfindung basiert auf der Beobach  tung, dass für die Verschleissfestigkeit fast ausschliesslich  die     Garne    bestimmend sind, welche die Geweberichtung  mit höherer Fadendichte und/oder stärker flottierender  Bindung ausmachen. So sind     beispielsweise    bei einer  Popeline infolge der höheren Fadendichte in     Kettrich-          tung    die     Schussfäden    von den     Kettfäden    praktisch völlig  abgedeckt und dadurch scheuernden Beanspruchungen  im wesentlichen erst dann ausgesetzt, wenn die     Kett-          fäden        bereits    zerstört sind.

   Aufgrund dieser Tatsache  ist es deshalb möglich, die Verschleissfestigkeit von Ge  weben durch blosse Verbesserung der Verschleissfestig  keit der     Kettgarne    wesentlich zu verbessern. Es ist     be-          reits    bekannt, dass die Scheuerfestigkeit von     Cellulose-          geweben,    z. B. Baumwollgeweben,     wesentlich        verbessert     wird, wenn der Baumwolle in der Flocke oder gegebe  nenfalls als Zwirnkomponente synthetische     Fasern,    z. B.       Polyesterfasern,    zugemischt werden.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein       cellulosehaltiges    Rohgewebe     zur    Herstellung verschleiss  fester Oberbekleidung, enthaltend eine oder mehrere ver  stärkte Zonen, welche parallel zur     Geweberichtung    hö-           herer    Fadendichte und/oder stärker flottierender Bin  dung verlaufen,     und        ist    dadurch     gekennzeichnet,        dass    in  Längsrichtung dieser Zone bzw.

   Zonen Garne verwen  det werden, welche     Beimischungen    von     synthetischen     Fasern enthalten,     während    die     übrigen,    das Gewebe bil  denden Garne, aus     Cellulose-Fasern    ohne Beimischun  gen bestehen.  



  Die Anzahl der verstärkten Garne richtet sich nach  der gewünschten Breite der verstärkten Zone. Bei Hem  denstoffen vom     Popeline-Typ    hat es sich z. B. als prak  tisch erwiesen, für einen rationellen Zuschnitt eine ver  stärkte Zone von 10-15 cm bei einer Gesamt Breite  von 90 cm vorzusehen,     und    zwar derart,     dass    die ver  stärkte Zone in     Kearichtung    läuft     und    der einen Weh  kante benachbart     liegt.    Es ist aber ohne weiteres mög  lich, bei besonderen     Bedürfnissen    der Konfektion die       verstärkte    Zone von der Webkante     wegzurücken,

      oder  anstelle     einer        einzigen    Zone eine Anzahl verstärkter  Zonen vorzusehen. Zur eindeutigen     Begrenzung    der ver  stärkten Zone bzw. Zonen und zur     Vermeidung    von  Verwechslungen ist eine     Kennzeichnung    mit     besonderen          Kett-    bzw.     Schussfäden,    je nach Lage der verstärkten  Zone, die sich durch Farbe,     Feinheit    oder Art der     Bin-          dung    von der benachbarten Zone unterscheiden, zweck  mässig.  



  Es hat sich gezeigt, dass die     Zumischung    von Syn  thesefasern zu den für die verstärkte Zone     verwendeten     Garnen überraschend     klein    sein kann. So     ist    die Scheuer  festigkeit einer     Baumwoll-Popeline    in der     verstärkten     Zone schon wesentlich besser, wenn deren     Kettfäden    ne  ben Baumwolle 15 %     Polyesterfasern        enthalten.    Diese  Beobachtung ist     insofern    von     Bedeutung,    als es bekannt  ist, dass die Verwendung höherer Anteile an Synthese  fasern, wie z.

   B. einer     Mischung    von 67 % Polyester  fasern mit 33 % Baumwolle, die     Bügelfrei-Eigenschaf-          ten    bei entsprechender     Ausrüstung        infolge    der     Thermo-          plastizität    des Polyesteranteils sehr     merklich        vermindert          sein    kann, und es demzufolge nicht mehr möglich wäre,  Gewebe zu     erzeugen,    die nach einer Wäsche bei Koch  temperatur zu     vollkommener    Glätte     trocknen.     



  Zur Erhöhung der Verschleissfestigkeit     cellulosehal-          tiger        Garne    eignen sich, wie bereits     erwähnt,    besonders  Polyester-     und        Polyamid-Fasern.    Es     sind    aber auch ohne  weiteres Mischungen mit anderen Synthesefasern mög  lich.  



  <I>Beispiel</I>       Baumwoll-Imitatpopeline,    Rohbreite 96 cm, Gesamt  kettenfadenzahl 4600, verstärkte Zone     benachbart    zur  einen Webkante, gebildet aus 720 Fäden     Baumwoll/          Polyester-Mischgarn    (67 %     Baumwolle    / 33 % Polyester),  übrige     Kettfäden    100 %     Baumwolle        (Garnfeinheit    aller       Kettfäden    Ne 40).     Schussgarn:    100 % Baumwolle     in     Ne 30, Fadenzahl 27 cm.  



  Wenn     dieses    Rohgewebe, wie im     Beispiel    der       schweiz.    Auslegeschrift Nr. 3343/64 beschrieben, aus  gerüstet und für die Herstellung von Hemden verwen  det wird, werden Kragen     und        Manschettenteile    aus der    verstärkten Randzone geschnitten,     während    für den  Hemdenstock Gewebe verwendet wird, welches<B>100</B>     Baumwolle    enthält.

   Derart     gefertigte    Hemden zeichnen  sich durch der verwendeten Harzausrüstung entspre  chende     Knitterfrei-Eigenschaften    aus, ohne aber mit dem       Nachteil    einer gegenüber nicht harzausgerichteten  Baumwollhemden verkürzten Lebensdauer behaftet zu  sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH - Cellulosehaltiges Rohgewebe zur Herstellung ver schleissfester Oberbekleidung, enthaltend eine oder meh rere verstärkte Zonen, welche parallel zur Geweberich tung höherer Fadendichte und/oder stärker flottierender Bindung verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung dieser Zone bzw. Zonen Garne verwen det werden, welche Beimischungen von synthetischen Fasern enthalten, während die übrigen, das Gewebe bil denden Garne, aus Cellulose-Fasern ohne Beimischun gen bestehen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Gewebe nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die verstärkte Zone Garne enthält, welche aus Mischungen von Cellulose- und synthetischen Sta pelfasern bestehen. 2. Gewebe nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die verstärkte Zone Garne enthält, welche durch Zwirnung von Cellulose- und synthetischen Sta pelgarnen entstanden sind. 3.
    Gewebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss als synthetische Kom ponente Endlos-Filamente verwendet werden. 4. Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss als synthe tische Komponente texturierte Synthese-Fasern oder Fi- lamenbe verwendet werden. 5.
    Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1-4., dadurch gekennzeichnet, dass als synthetische Komponente Garne bzw. Filamente aus Polykondensa ten verwendet werden. 6. Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass als synthetische Komponente Fasern bzw. Filamente aus Polymerisaten verwendet werden. 7.
    Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass als synthetische Komponente Polyester-Fasern bzw. -Filamente verwen det werden. B. Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die synthetische Komponente optische Aufhellmittel oder Farbstoffe ent hält. 9.
    Gewebe nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die verstärkte Zone oder die verstärkten Zonen zur eindeutigen Iden- tifizierung durch besondere Kett- bzw. Schussfäden mar kiert ist bzw. sind, welche sich durch besondere Farbe, Feinheit oder Bindung von den benachbarten Zonen unterscheiden.
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