CH459921A - Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Info

Publication number
CH459921A
CH459921A CH1258166A CH1258166A CH459921A CH 459921 A CH459921 A CH 459921A CH 1258166 A CH1258166 A CH 1258166A CH 1258166 A CH1258166 A CH 1258166A CH 459921 A CH459921 A CH 459921A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
particles
collecting electrode
electrode
dependent
mixture
Prior art date
Application number
CH1258166A
Other languages
English (en)
Inventor
Sergeevich Ivanov Alexei
Silvestrona Gladysheva Maria
Original Assignee
Inst Mekhanobr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inst Mekhanobr filed Critical Inst Mekhanobr
Priority to CH1258166A priority Critical patent/CH459921A/de
Publication of CH459921A publication Critical patent/CH459921A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C7/00Separating solids from solids by electrostatic effect
    • B03C7/02Separators
    • B03C7/06Separators with cylindrical material carriers

Landscapes

  • Electrostatic Separation (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und     Einrichtung     zur     Durchführu    dieses Verfahrens    Die Erfindung     bezieht    sich auf ein Verfahren zur  Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen, indem  das Gemisch auf eine Niederschlagselektrode     zugeführt     wird, die der     Einwirkung    eines     Ionenstromes    und/oder  eines elektrostatischen     Feldces        ausgesetzt    ist.  



  Bekannt ist ein     Verfahren    zur Herstellung monomi  neralischer Fraktionen von     Stoffteilchen,    das auf     deren     Aussonderung mittels einer Nadel unter einem     binoku-          laren    Mikroskop beruht. Dieses Verfahren ist aber  mühevoll und nicht wirtschaftlich.  



       Bekannt    ist auch ein     Verfahren    und eine Einrich  tung zur Ausscheidung von     Stoffteilchen        durch    eine       Zuführung    des Gemisches aus einem Bunker mit Hilfe  eines     Vibrationsspeisers    oder     unmittelbar    mit Hilfe  einer Niederschlagselektrode, die einer gemeinsamen  oder getrennten Wirkung     eines        Ionenstromes    und eines  elektrostatischen Feldes ausgesetzt ist.  



  Wenn auch dieses     Verfahren        und.    die Einrichtung  ermöglichen, Mineralien aus dem Gemisch auszuschei  den, gestatten sie nicht, monomineralische Fraktionen       (Konzentrate    von einem hohen Reinheitsgrad) aus der  Trennung     eines        zusammengesetzten    Gemisches herzu  stellen.  



  Zweck der vorliegenden     Erfindung        ist,    die obenauf  gezählten Nachteile zu     überwinden,    indem der Erfin  dung die Aufgabe     zugrunde    gelegt wurde, ein Verfah  ren und eine     Einrichtung    zu entwickeln; die ermög  lichen auf wirtschaftlich     zweckmässige    Weise     monomi-          neralische    Fraktionen     (hochwertige        Konzentrate)    aus  einem     zusammengesetzten    Gemisch herzustellen.

   Dabei  soll die Einrichtung leicht zu betreiben, kompakt,  hochleistungsfähig sein und Verluste     des    zu behandeln  den Gemisches verhindern.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist     dadurch    ge  kennzeichnet, dass zur Ausscheidung von monominera  lischen Fraktionen von     Stoffteilchen    aus dem aus Teil  chen bestehenden     Gemisch    vor der     Zuführung        des     Gemisches auf die     Niederschlagselektrode    in den Teil  chen elektrische Ladungen     eines    bestimmten Vorzei  chens     erzeugt    werden,

   in     welchen    Teilchen bei der    Bewegung zu der Elektrode die     Art    des     Leitwertes     selektiv     geändert    und die erregten elektrischen Ladun  gen     stimuliert    werden, wonach in den Stoffteilchen, die  aus dem Gemisch auszuscheiden sind, die     erregten     Ladungen verstärkt und in den     anderen    Teilchen die  Ladung in einem     Ionenstrom        und/oder    elektrostati  schen Feld abgeschwächt oder deren Vorzeichen geän  dert wird.  



  Der Leitwert der Stoffteilchen     kann    mittels. Erhit  zung und     anschliessender    Abkühlung dieser Teilchen  bei deren Zuführung     zur        Niederschlagselektrode    verän  dert     werden.     



  Die Erfindung betrifft im weitern eine Einrichtung  zur Durchführung dieses     Verfahrens,    welche eine       Trennkammer    mit Trennwänden und     einer    darin ange  brachten     Niederschlagselektrode,    eine Vorrichtung     zum          Zuführen    der Stoffteilchen     zur    Niederschlagselektrode  und     zu    deren Versetzen in     unstetige    Bewegungen und  die Quellen     enthält,    welche den     Ionenstrom    und das  elektrostatische Feld erzeugen.  



  Die     erfindungsgemässe    Einrichtung ist dadurch  gekennzeichnet, dass die Arbeitsoberfläche der Vorrich  tung     zum    Zuführen der Stoffteilchen     zur    Nieder  schlagselektrode und die Oberfläche der Niederschlags  elektrode mit einer Schicht aus einem Werkstoff über  zogen     sind,    welcher ein     Kontakt-Ventil-Leitvermögen     aufweist.  



  In der     Einrichtung    zur Zuführung von Stoffteilchen  zur Niederschlagselektrode und deren Versetzen     :n     eine     unstetige    Bewegung     kann    die Vorrichtung     zwei     vibrierende, übereinander angebrachte und mit dem  das     Kontakt-Ventil-Leitvermögen    aufweisenden Stoff  überzogene Mulden verschiedener Länge aufweisen,  wobei ein Ende der unteren Mulde von der Grenze des       Ionenstromes    in einem Abstand angebracht ist,

   der die  Dämpfung der Schwingungen von Stoffteilchen und  einen     stabilen    Kontakt derselben mit der     Oberfläche     der Niederschlagselektrode     gewährleistet.     



  Das Ende der     unteren    Mulde kann mit dem     Bari-          umtitanat    überzogen sein., das     elektrete    Eigenschaften      aufweist,     die    die Schaffung eines     Ionenstromes    (mit  negativem oder positivem     Vorzeichen)    zwischen der       Muldenkante    und der     Niederschlagselektrode    zum  Laden der Stoffteilchen     während.    deren     Niederfallens     auf die     Niederschlagselektrode        ermöglichen.     



  In der Vorrichtung zwischen     den    Mulden     kann:    ein  stromgespeistes     Halbleiterelement    untergebracht     sein,     welches die eine der Mulden     erhitzt,    während es die  andere abkühlt, und     welches    der     Schicht    des Stoffes,  die auf den Mulden aufgetragen ist, und den Stoffteil  chen     Diffusionseigenschaften    gibt,     womit    die Änderung  des     Vorzeichens        und,    der     Grösse    der Ladung ermög  licht wird.  



  Das     Kontakt-Ventil-Leitvermögen    kann der Ober  fläche der Niederschlagselektrode durch Verwendung       eines        Halbleitermaterialüberzuges        erteilt    werden.  



  Die zweckmässig     zylindrische    Oberfläche der     Nie-          derschlagselektrode        in    der erfindungsgemässen Einrich  tung kann in Form von Segmenten ausgeführt werden,  die einen     Halbleitermaterialüberzug        aufweisen,    und mit  dem Gehäuse der     Einrichtung    mittels Kristalldioden,  beispielsweise     Germaniumdioden,    elektrisch verbunden  sind.  



  In     einer    Kammer der     Einrichtung        können    Trenn  wände vorgesehen sein, welche     derart    ausgeführt sind,  dass es möglich ist, deren Höhe zu     verändern,    wobei  der Abstand zwischen     ihnen    dem Durchmesser der       Niederschlagselektrode    gleich ist und eine der Trenn  wände in der senkrechten Ebene     angebracht        ist,    die  durch die Achse der     Niederschlagselektrode        läuft.     



  Im folgenden     ist    das     erfindungsgemässe    Verfahren  anhand von Zeichnungen, die     ein,        Ausführungsbeispiel     der     Einrichtung    zur     Durchführung    dieses     Verfahrens     darstellen, näher erläutert.

   Es zeigt:       Fig.    1 den schematischen     Aufbau    der     Einrichtung,          Fig.    2 einen Längsschnitt der     Einrichtung,          Fig.    3 eine     Gesamtansicht    der     Einrichtung,    und       Fig.    4 eine teilweise geschnittene     Ansicht    einer Nie  derschlagselektrode.

      Die     Einrichtung    zur     Ausscheidung    von monomine  ralischen Fraktionen enthält     einen    Bunker 1     (Fig.    1),  Mulden 2, 3, welche mit     Oxydschichten    überzogen  sind, einen     Vibrator    4, ein halbleitendes Element 5,  eine     Niederschlagselektrode    6, Elektroden 7, 8, die den  Zonenstrom und das     elektrostatische    Feld erzeugen,  eine Trennkammer 9 mit     Trennwänden    10, 11 und  Aufnahmekasten 12.  



  Der Bunker 1     (Fig.    2)     ist    zur Zuführung von Stoff  teilchen bestimmt und     mit        einem        Schieber    13 versehen,  welcher ein     gleichmässiges        Auslassen    von     Stoffteilchen     verschiedener     Körngrösse    auf die Mulden 2, 3 unter  schiedlicher Länge     gewährleistet,    deren Arbeitsflächen  die Eigenschaft des     Ventil-Leitvermögens    durch die  Verwendung eines     Halbleitermaterialüberzuges    erteilt  ist.  



  Durch den     Vibrator    4     werden    die Mulden 2, 3     hin-          und    herbewegt, wodurch die Stoffteilchen auf der  Oberfläche dieser     Mulden    in eine     unstetige        Bewegung     versetzt werden, welche Mulden das     Kontakt-Ventil-          Leitvermögen    aufweisen, wobei in den     Teilchen    elek  trische Ladungen mit einem bestimmten     Vorzeichen     erzeugt werden.  



       Zwischen    den     Vibrationsmulden    2, 3     ist,    wie in       Fig.2        angedeutet,    ein     stromgespeistes    Halbleiterele  ment 5 angeordnet, welches eine der Mulden erwärmt,    die     andere        abkühlt    und     zusammen    mit dem     Halbleiter-          überzug    dar Mulden die     Änderung    des     Leitvermögens          (Ionen    oder     Elektronenleitwert)    der Stoffteilchen be  wirkt,

       wodurch    es zur     Änderung        des;        Vorzeichens    und  der Grösse der     Teilchenladungen,        kommt.     



       über    der     Niederschlagselektrode    6 sind die Elek  troden 7 angeordnet, welche     einen    gerichteten Ionen  strom     erzeugen.     



       Ein    Ende der unteren Mulde 3 liegt von der       Grenze    des     Ionens:tromes    in einem Abstand     entfernt,     welcher die     Dämpfung    der Schwingungen der Teilchen  und deren stabilen Kontakt     mit    der Oberfläche der       Niederschlagselektrode        gewährleistet.     



  Die Niederschlagselektrode 6 stellt gemäss der       Fig.    1 einen Zylinder dar,     dessen        Arbeitsoberfläche          einen        Halbleiterüberzug    14     aufweist.        Zur    Reinigung  der     Oberfläche    der     Niederschlagselektrode    6 von den       anhaftenden,    Teilchen     ist    eine Bürste 15     vorgesehen.     Der Halbleiterüberzug der     Oberfläche    der Nieder  schlagselektrode 6 verstärkt die Ladung der Stoffteil  chen oder wechselt ihr Vorzeichen,

   was die     Anziehung     der einen Teilchen und das Abstossen der anderen  Stoffteilchen von der     Oberfläche    der Niederschlags  elektrode 6 bewirkt. Die Niederschlagselektrode 6 ist  in der Trennkammer 9 auf Lagern 16     (Fig.    3) gelagert  und wird durch den Gleichstrommotor 17     (Fig.2)          angetrieben.     



  Die Elektroden 7, welche den gerichteten Ionen  strom erzeugen,     können    in     einer        Anzahl    von 3 oder  mehr vorgesehen sein, wobei eine von ihnen einen in  tensiven     Ionenstrom    erzeugt und die anderen dessen  Ausrichtung auf die erforderliche Fläche der Nieder  schlagselektrode 6     gewährleisten.     



  Die Elektroden 7 sind im Gehäuse der Einrichtung  mit einer     Regelungseinrichtung    18     (Fig.3)    gekoppelt,  welche beim     Betrieb    die Verschiebung der Elektroden       sowohl        in    der     senkrechten    als auch waagrechten Rich  tung sowie deren     Fixierung    in vorgegebener Lage in  der     Einrichtung        gewährleistet.     



  Für die Erzeugung     eines    gerichteten elektrostati  schen Feldes werden die Elektroden 8     benutzt,    die  einen     Halbleiterüberzug        aufweisen,    der     eine    wirksame  Trennung von     Stoffteilchen        ermöglicht.    Sie sind auf  einer     Regelungseinrichtung    19 befestigt, welche es er  möglicht, die     Elektroden        in    einem Breiten     räumlichen     Bereich der Trennkammer 9     (Fig.2)

      zu verschieben  unter einer genauen Fixierung deren Lage gegenüber  der     Niederschlagselektrode    6.  



  Bei der     Zuführung    von     Stoffteilchen    der Nieder  schlagselektrode 6, deren Arbeitsoberfläche     mit    einer  Schicht von Material überzogen     ist,    welches     Kontakt-          Ventil-Leitvermögen        einer    bestimmten Richtung auf  weist, werden     diese    einer getrennten oder gemeinsamen  Einwirkung des gerichteten elektrostatischen Feldes  und des     Ionenstromes    verschiedener oder gleicher  Polarität oder     in.    Vereinigung     mit    dem Wechselstrom  feld ausgesetzt.

   Infolge der Wechselwirkung des elek  trischen Feldes     mit    den geladenen Stoffteilchen, die mit  der     Oberfläche    der     Niederschlagselektrode    6 in Berüh  rung sind, die das     Kontakt-Ventil-Leitvermögen    auf  weist,     gelingt    es, in den     einen        Stoffteilchen    die     Ladung          zu    verstärken, in den anderen zu schwächen oder das  Vorzeichen der     Teilchenladung    zu     wechseln.     



  Die     Trennkammer    9 ist derart ausgeführt, dass de  ren     Abmessungen    nicht     nur    die     Unterbringung    aller  Teile der     Einrichtung        ermöglichen,    sondern auch die       minimalste        Verzerrung    desRTI ID="0002.0202" WI="18" HE="4" LX="1571" LY="2677">  elektrischen;    Feldes gewähr-      leistet.

   Darüber hinaus ist sie     hermetisch        mit    durch  sichtigen Wänden     abgedichtet,    wodurch die Möglich  keit ausgeschaltet ist, das     zu    untersuchende     Gemisch     von     feinkörnigem    Material zu     verlieren,    wobei ermög  licht     ist,    das Verhalten des zu     trennenden    Stoffteilchen  beim Betrieb visuell zu verfolgen.  



  In der Trennkammer 9     sind    Trennwände 10, 11  angeordnet, die in Form von abnehmbaren Aufsätzen  mit scharfen     Kanten        ausgeführt        sind.    Die Höhe der  Trennwände lässt sich durch die     Vergrösserung    oder  Verringerung der     Anzahl    der     abnehmbaren    Aufsätze  verändern, die die     Aufteilung    des Fächers von Stoff  teilchen     in    einem erforderlichen     Punkt    der Trennkam  mer gewährleisten. Der Abstand L zwischen den  Trennwänden ist dem Durchmesser der Niederschlags  elektrode 6 gleich.

   Eine der     Trennwände    10     ist    in der  senkrechten Ebene angeordnet, die durch die Achse  der Niederschlagselektrode 6 läuft, wodurch die Wirk  samkeit der Trennung von Stoffteilchen erhöht wird.  



  Die Aufnahmekasten 12 sind in den Verschlussnu  ten 20 befestigt. Durch solche     hermetisierten    Abteile  werden die Verluste an zu     trennenden    Stoffteilchen  ausgeschaltet.  



  Die Speisung der Elektroden, die das gerichtete       elektrostatische    Feld und den     Ionenstrom    erzeugen,  erfolgt durch eine     Hochspannungsanlage    21     (Fig.3).     Die genannte Anlage speist die Elektroden sowohl mit  Gleich- als auch mit Wechselstrom (positiven oder  negativen     Vorzeichens)    von hoher     Spannung    oder     in     Vereinigung von Gleich- oder Wechselstrom in einem  Bereich von 0 bis 40 000 V.  



  Es sind auch andere Beispiele der Ausführung ein  zelner Baugruppen der Einrichtung möglich.  



  Der Halbleiterüberzug der     zylindrischen    Oberfläche  der Niederschlagselektrode, die in     Fig.    4 dargestellt ist,  ist in Form von einzelnen voneinander isolierten Seg  menten 22 ausgeführt, die mit dem Gehäuse der Ein  richtung mittels     Kristalldioden    23 elektrisch verbunden  sind.  



  Die Mulde 3 der Einrichtung für die Zuführung  des Gemisches der Niederschlagselektrode, die in       Fig.    1, 2 dargestellt ist, kann aus einem Werkstoff aus  geführt sein, welcher     elektrete        Eigenschaften    aufweist,  oder mit einem solchen Werkstoff, z. B.     Bariumtitanat,     kann auch lediglich das Ende der Mulde überzogen  sein. Ein solcher Überzug     gewährleistet    die Erzeugung  des     Ionenstromes    zwischen dem     Muldenrand    und der  Niederschlagselektrode.  



  Die     monomineralischen    Fraktionen von Stoffteil  chen werden     folgendermassen        aus    dem Gemisch ausge  schieden. Die Stoffteilchen aus dem Bunker 1 fallen  auf die     Vibrationsmulden    2, 3, wo sie in unterbrochene  Bewegung versetzt     werden.     



       Infolge    der     Kontaktwechselwirkung    der in unter  brochener Bewegung befindlichen Stoffteilchen mit der  Oberfläche der Mulde 2, die das     Ventil-Leitvermögen     aufweist, werden in diesen elektrische Ladungen erfor  derlichen. Vorzeichens erregt, die im weiteren auf der       'Mulde    3 verstärkt     werden.    Wenn es erforderlich ist,  die elektrischen Ladungen in den Teilchen zu stimulie  ren, können diese durch Erwärmung und anschlies  sende Abkühlung der Teilchen     während    deren Bewe  gung auf den vibrierenden Oberflächen der Mulden  verstärkt oder abgeschwächt werden.  



  Danach gelangen die     Stoffteilchen    bei ihrer Bewe  gung an die     Niederschlagselektrode    6, d. h. an den       Abschnitt        zwischen    der Kante der Mulde 3 und der    Grenze es     Ionenstromes,    wo diesen die Dämpfung der  Schwingung und der stabilen Kontakt     mit    der Oberflä  che der     Niederschlagselektrode        gewährleistet        wird.     



  Bei der Benutzung der Mulde 3, die     elektrete          Eigenschaften    aufweist, geraten die Stoffteilchen in das       Ionenfeld    zwischen der Muldenkante und der Nieder  schlagselektrode, wo sie die elektrische Ladung eines  erforderlichen     Vorzeichens    einnehmen.  



  Die Stoffteilchen, die der     Niederschlagselektrode     zugeführt werden, welche     einen        Halbleiterüberzug    auf  weist,     werden    einer getrennten oder gemeinsamen Ein  wirkung des gerichteten     Ionenstroms    und elektrostati  schen Feldes verschiedener oder gleicher Polarität oder  in     Vereinigung    mit dem Wechselstrom ausgesetzt.

   In  folgedessen wird in den einen Teilchen die Ladung  verstärkt und in den andern abgeschwächt oder die  Teilchen werden zum     anderen        Vorzeichen    umgeladen,  wodurch die einen Teilchen angezogen, die anderen  von der Niederschlagselektrode abgestossen werden  und abhängig von der Lage der Trennwände 10, 11 in  die Aufnahmekasten (Abteile) 12 gelangen.  



  Dieses Verfahren und die zu dessen Durchführung       entwickelte        Einrichtung    machen es möglich, monomi  neralische Fraktionen von Stoffteilchen aus     einem    Zu  sammengesetzten körnigen Gemisch und aus verschie  denen Erzen zu gewinnen,     wodurch    der Prozess der  geologischen     Erkundungs-        und        Aufbereitungsarbeiten          wesentlich    beschleunigt, verbilligt und     erleichtert    wird.  



  Die Herstellung von einer monomineralischen  Fraktion mit einem Gewicht von 5 g mittels Einrich  tung dauert lediglich 5 bis 10 Minuten, während für  die Herstellung der gleichen Menge monomineralischer       Fraktionen    mittels einer Nadel unter dem     binokularen     Mikroskop 3 bis 4 Wochen benötigt werden.  



  Darüber hinaus können     mittels    der Anlage auch       Stoffteilchen    ausgeschieden werden; welche durch die  Ausnutzung des Unterschiedes bezüglich aus spezifi  schen Gewichts, der     Suszeptibilität    und anderen Eigen  schaften nicht ausgeschieden werden können.  



  Das Verfahren und die für     dessen    Durchführung  entwickelte     Einrichtung    ermöglichen, Mineralien der       seltenen    Metalle bei deren geringfügigem Gehalt im       Gestein    auszuscheiden, wodurch die     Wirksamkeit    der  Suche und der Erkundung von Lagerstätten der  Bodenschätze erhöht     werden.     



  Die Einrichtung ist bestimmt für deren Verwen  dung sowohl unter laboratoriumsmässigen Bedingungen  der     wissenschaftlichen    Forschungsstätten, die sich mit  der     Erforschung    der mineralischen     Zusammensetzung          @    an     Erzen    und anderer Stoffteilchen befassen, als auch       unmittelbar    unter Betriebsbedingungen der Aufberei  tungsfabriken,

   geologischen Erkundungsexpeditionen  und     -gruppen.        Darüber    hinaus sind     das    Verfahren und  die     Einrichung    pur Verwendung in der     Landwirtschaft     für die Trennung     verschiedenen    Samengutes nach Qua  lität, Keimfähigkeit usw. bestimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen, indem das Gemisch auf eine Nieder schlagselektrode zugeführt wird, die der Einwirkung eines Ionenstromes und/oder eines elektrostatischen Feldes ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass zur Ausscheidung von monomineralischen Fraktionen von Stoffteilchen aus dem aus Teilchen bestehenden Ge misch vor der Zuführung des Gemisches auf die Nie derschlagselektrode in den Teilchen elektrische Ladun- gen eines bestimmten Vorzeichens erzeug werden,
    in welchen Teilchen bei der Bewegung zu der Elektrode die Art des Leitwertes selektiv geändert und die erreg ten elektrischen Ladungen stimuliert werden, wonach in den Stoffteilchen., die aus dem Gemisch auszuschei den sind,
    die erregten Ladungen verstärkt und in den anderen Teilchen die Ladung in einem Iouenstrom und/oder elektrostatischen Feld abgeschwächt oder deren Vorzeichen geändert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Änderung der Art des Leitwertes in den Stoffteilchen mittels Erwärmung und anschlies- sender Abkühlung dieser Teilchen bei der Zuführung auf die Niederschlagselektrode durchgeführt wird. PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I,
    welche eine Trennkammer mit Trennwänden und einer darin angebrachten Nieder schlagselektrode, eine Vorrichtung zum Zuführen der Stoffteilchen zur Niederschlagselektrode und zu deren Versetzen in unstetige Bewegungen und die Quellen enthält, welche den Ionenstrom und das elektrostati sche Feld erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsoberfläche der Vorrichtung (2)
    zum Zuführen der Stoffteilchen zur Niederschlagselektrode (6) und die Oberfläche der Niederschlagselektrode mit einer Schicht aus einem Werkstoff überzogen sind, welcher ein Kontakt-Ventil-Leitvermögen aufweist. UNTERANSPRÜCHE 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) zum Zufüh ren der Stoffteilchen zur Niederschlagselektrode und zu deren Versetzen in unstetige Bewegung wenigstens zwei Mulden (2, 3) verschiedener Länge aufweist, welche übereinander angeordnet sind, wobei deren Arbeits- oberflächen mit einer Schicht aus einem Werkstoff überzogen sind, welcher ein:
    Kontakt-Ventil-Leitvermö- gen aufweist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Ende der zweiten Mulde (3) mit Bariumtitanat überzogen ist, welchem elektrete Eigen schaften verliehen sind.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Mulden (2, 3) ein halbleitendes stromgespiesenes Element (5) angeordnet ist, welches eine der Mulden erwärmt, die andere abkühlt und die der die Arbeitsoberfläche der Mulden überziehenden Schicht von Werkstoff sowie den Stoffteilchen des Gemisches Diffusionseigenschaften verleiht.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass als das Kontakt-Ventil-Leitvermögen aufweisender, die Niederschlagselektrode überziehender Werkstoff eine Halbleitermaterialschicht verwendet wird.
    6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Halbleitermaterialschicht der zylindrischen Oberfläche der Niederschlagselektrode in Segmente (14) aufgeteilt ist, die mit dem Gehäuse der Einrichtung mittels Kristalldioden elektrisch verbunden sind.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch II und den, Unteransprüchen 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Trennwänden (10, 11) gleich dem Durchmesser der Niederschlagselektrode (6) ist, wobei eine der Trennwände (10) in der senk rechten Ebene, die durch die Achse der Niederschlags- elektrode (6) läuft,
    angeordnet ist. B. Einrichtung nach Unteranspruch 6, gekennzeich net durch Germaniumdioden.
CH1258166A 1966-08-31 1966-08-31 Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens CH459921A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1258166A CH459921A (de) 1966-08-31 1966-08-31 Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1258166A CH459921A (de) 1966-08-31 1966-08-31 Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH459921A true CH459921A (de) 1968-07-31

Family

ID=4384387

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1258166A CH459921A (de) 1966-08-31 1966-08-31 Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH459921A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69214374T2 (de) Elektrostatischer Abscheider
DE1546739C3 (de) Vorrichtung zum elektrostatischen Bedrucken einer Unterlage
DE2134298A1 (de) Elektrostatische Trennvorrichtung
DE20321893U1 (de) Elektrostatischer Hochspannungsklassifizierer
DE764281C (de) Einrichtung zum elektrostatischen Scheiden von Rohgestein fuer die Zementherstellung und von sonstigen Stoffen
DE2462539A1 (de) Elektrische staubsammelvorrichtung
DE2609048A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur elektrostatischen aufbereitung von carnallit enthaltenden kalirohsalzen
DE461306C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von Schwebekoerpern aus elektrisch isolierenden, insbesondere gasfoermigen Fluiden durch Hochspannungselektrizitaet
DE2146539C3 (de) Vorrichtung zum homogenen Auf· oder Entladen der Oberfläche von elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterialien
DE60127842T2 (de) Elektrostatischer abscheider und verfahren unter benützung von kastenformigen elektroden
CH459921A (de) Verfahren zur Ausscheidung von Mineralien aus Gemischen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2842718A1 (de) Elektrostatischer praezipitator und dessen verwendung zur entfernung von staub aus einem staub enthaltenden abgas
DE2341541A1 (de) Verfahren und einrichtung zur elektrostatischen schwebstoffabscheidung
WO1985002355A1 (fr) Procede et installation de triage en composants d'agglomerats formes de composants de diverses qualites de substances
AT262185B (de) Verfahren und Einrichtung zum Ausscheiden von Partikeln bestimmter Eigenschaften aus Gemischen von Partikeln
DE1907880C3 (de) Verfahren und Scheider zum Sortieren feinkörniger Gemenge durch Koronafeld und elektrostatisches Feld
DE19751984A1 (de) Verfahren zum Reinigen einer Abscheideelektrode eines Elektrofilters
DE1219874B (de) Verfahren und Vorrichtung zum selektiven elektrischen Abscheiden feinkoerniger Stoffe, insbesondere von Mineralien aus Gemischen
DE633094C (de) Elektrostatischer Scheider zur Trennung elektrisch sich verschieden verhaltender Teilchen eines Gemenges
DE287648C (de)
DE3152018C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wiederaufbereitung von kohlehaltigen Berge-(Abraum-)halden
DE1949369A1 (de) Abbildungsverfahren mit einer fotoelektrophoretischen Bildstoffsuspension und Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1030738B (de) Vorrichtung zum Beflocken, insbesondere von Lederteilen
DE1106261B (de) Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralien
DE934863C (de) Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Kern- und Schalenteilen vorgebrochenenKakaobohnengutes