(Zusatzpatent zum Hauptpatent 4 5 459) Ausrüstung zur Herstellung einer permanenten Kabelverbindung Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstel lung einer permanenten Kabelverbindung, wobei man von den einzelnen, miteinander zu verbindenden Leitern jedes Kabels ein Stück der Isolation entfernt und die Leiter und leitenden Abschirmungen dann miteinander verbindet. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindungsstelle in eine aus mindestens zwei durchsich tigen Schalen bestehende Kabelmuffe einlegt und diese mit einem durchsichtigen Giessharz füllt.
Des weiteren be trifft das Hauptpatent eine Ausrüstung zur Ausführung dieses Verfahrens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine mindestens zweiteilige, aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehende Kabelmuffe und einem durchsich tigen Kunstharz gebildet wird. Im Hauptpatent ist als Ausführungsbeispiel eine sogenannte T-Muffe beschrie ben. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Ausgestaltung dieser mindestens zweiteiligen Kabelmuf fe.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Bodenstück und einem auf dieses aufsetzbaren, mit mindestens einem Eingiessloch versehenen Deckel, der zusammen mit dem Bodenstück ein im Grundriss Sechs- oder mehreckiges, an seinen Seitenflächen mit auszubre chen bestimmten Wandteilen versehenes Gehäuse bildet, sowie aus mindestens zwei in die durch die auszubrechen bestimmten Wandteile gebildeten Öffnungen einsetzbaren Anschlussstutzen besteht.
Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel dieser Erfindung, und zwar Fig. 1 eine Draufsicht auf das Bodenstück, Fig.2 eine Seitenansicht des aus Bodenstück und aufgesetztem Deckel gebildeten Gehäuses, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1, jedoch mit aufgesetztem Deckel und in grösserem Mass- stab, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2,
ebenfalls im grösseren Massstab und Fig.5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 1, ebenfalls mit aufgesetztem Deckel und in grösserem Massstab.
Das in der Fig.l in der Draufsicht dargestellte Bodenstück 1 der Kunststoffkabelmuffe besteht im we sentlichen aus einem achteckigen Behälter, auf den, wie man aus der Fig. 2 ersehen kann, ein darauf passender, ebenfalls achteckiger Deckel 2 aufgesetzt werden kann, wobei Behälter und Deckel etwa gleich hoch sind, so dass die horizontale Trennlinie 3 des durch die beiden Teile gebildeten Gehäuses etwa in seiner halben Höhe verläuft, wie das aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlich ist. Der Deckel 2 unterscheidet sich vom Bodenstück im wesentlichen dadurch, dass er mit vier Eingiessstutzen 4 versehen ist.
Die durch die Seitenwände 11 des Bodenstückes 1 und die Seitenwände 21 des Deckels 2 gebildeten Gehäuse wände sind mit ausbrechbaren Wandteilen 12, bzw. 22 versehen, die alle die Form eines Halbkreises aufweisen, so dass durch das Ausbrechen zweier solcher, übereinan der liegender Wandteile jeweilen eine kreisförmige Öff nung entsteht. Jeder Öffnungsrand 6 ist mit einer Rille 7 versehen, die zur Aufnahme einer entsprechenden Rippe 8 des Anschlussstutzens 9 dient. Die in den Fig. 1 und 5 dargestellten Anschlussstutzen 9 sind konisch und zwei teilig und bestehen zweckmässigerweise aus zwei gleichen Teilen 19 und 29. Da diese Anschlussstutzen rund sind, lassen sie sich mit horizontaler oder auch mit vertikaler Trennebene in die Öffnungsränder 6 einlegen.
Im Innern des Gehäuses befinden sich ausbrechbare Zwischenwände 5, die aus Zwischenwänden 15 im Bo denstück 1 und Zwischenwänden 25 im Deckel 2 gebildet werden und die bei geschlossenem Gehäuse dieses in mehrere vollständig voneinander getrennte Kammern unterteilen: eine Wand verbindet die beiden Kanten a und d, eine zweite, dazu parallele Wand die beiden Kanten e und h. Eine dritte Wand verbindet die Kante h mit der Kante f; diese Wand wird von der die beiden Kanten e und g miteinander verbindenden Wand durch setzt, während die die beiden Kanten a und c miteinander verbindende Wand durch die beiden Kanten b und d verbindende Wand durchsetzt wird.
Durch diese Art der Ausgestaltung der Seitenflächen und der Zwischenwände ist die dargestellte Muffe sozu sagen universal verwendbar: zur Verwendung als einfa che Verbindungsmuffe wird man die zwischen den Kanten a und h befindlichen, ausbrechbaren Wandteile 12 und 22 sowie die gegenüberliegenden, also zwischen den beiden Kanten d und e befindlichen Wandteile 12 und 22, herausdrücken, damit man in jede der so entstandenen Öffnungen einen Anschlussstutzen 9 einset zen kann. Man wird darauf das Kabel so in die Muffe einlegen, dass seine isolationsfreien Teile in die Mitte des Gehäuses zu liegen kommen.
Alsdann wird man die beiden Anschlussstutzen 9 in die aus der Gehäusewand durch das Herausbrechen der Wandteile geschaffenen Öffnungen einlegen und sie durch Aufsetzen des Deckels festhalten. Mittels eines Klebestreifens lässt sich das ganze Gebilde provisorisch fixieren. Nachdem die ganze Muffe so vorbereitet ist, wird ihr mittlerer Teil, also der Teil, in welchem sich das Kabel befindet, mit einem durchsichtigen Giessharz, vorzugsweise einem kalt ver- giessbaren, rasch erstarrenden Epoxyharz; gefüllt, wel ches durch einen der beiden in diesen Teil einmündenden Stutzen 4 eingegossen wird.
Wenn das Giessharz fest geworden ist, hält es die Kabelverbindung gut und sicher isoliert, so dass eine allfällige Beschädigung der Muffe ohne jegliche Folge wäre.
Benötigt man eine Abzweigmuffe, also beispielsweise um von einem Hauptkabel ein Seitenkabel wegzuführen, so kann je nach der Richtung, in welcher dieses Seitenka bel weggeführt werden muss, z.B. ein Wandteil aus der zwischen den Kanten e und f befindlichen Wand heraus gebrochen und in die so geschaffene Öffnung ein dritter Anschlussstutzen eingesetzt werden. Selbstverständlich ist es dann nötig, auch die die beiden Kanten e und h verbindende Trennwand, sowie das von der Kante e wegführende Teilstück der die Kanten e und g verbinden den Trennwand herauszubrechen. Die Verwendung der so vorbereiteten Muffe unterscheidet sich nicht von der vorstehend beschriebenen Benützung.
Selbstverständlich lassen sich auch weitere Seitenteile herausbrechen und entsprechende Anschlussstutzen ein setzen, so z.B., dass man eine Kreuzmuffe erhält oder sogar auch so, dass man eine Muffe mit acht Anschlüssen entstehen lassen kann. Je nachdem sind dann auch die Zwischenwände wegzubrechen.
Die Verwendung gerade dieser Muffe ist besonders zweckmässig, weil sich dadurch die Lagerhaltung bedeu tend reduzieren lässt, da für Verbindungsmuffen, Kreuz muffen, Abzweigmuffen, T-Muffen usw. stets ein und dasselbe Gehäuse verwendet werden kann. Auch wird dadurch, dass ein und dasselbe Gehäuse für die verschie- densten Muffen benützt werden kann, wegen der dadurch bedingten hohen Stückzahl der Herstellungspreis sehr günstig.
Obwohl im dargestellten Ausführungsbeispiel die Anschlussstutzen durch eine Nut-Federverbindung im Gehäuse festgehalten werden, könnte man auch Nocken oder andere einfache Sicherungsteile vorsehen. Ähnliche Anordnungen wie mit dem beschriebenen achteckigen Gehäuse lassen sich unter Umständen auch mit einem im Grundriss sechs-, sieben- oder neuneckigen Muffenge- häuse erhalten, das in seinem Innern durch eine entspre chende Anzahl von herausbrechbaren Zwischenwänden unterteilt ist.