CH460195A - Magnetbalken - Google Patents
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Description
Magnetbalken Die Erfindung bezieht sich auf einen Magnetbalken zur Beeinflussung von beweglichen Maschinenteilen, insbesondere zur Anziehung von Maschinenteilen für die Behandlung flächiger Materialien.
Es sind Maschinen zur Behandlung von flächigen Materialien, z. B. Filmdruckmaschinen für Textilien, Folien aus verschiedenen Stoffen, Papier usw., Kaschier- oder Färbemaschinen, aber auch andere Maschinen be kannt, welche mit Magnetrollen oder Magnetrakelklin gen (d. s. zylindrische Stäbe oder flache Blätter aus ma- gnetisierbarem Material) ausgerüstet sind.
Diese Magnetrollen oder Magnetrakelklingen wer den durch einen unter der Warenbahn befindlichen Ma gnetbalken angezogen und üben auf diese über die ganze Warenbreite einen gleichmässigen Anpressdruck aus, wo bei bei bewegter Warenbahn die Magnetrolle in Drehung gesetzt wird und abrollt.
Die dafür verwendeten Magnetbalken wurden als Elektromagnetbalken ausgebildet, weil sie sich einfach zu- oder abschalten lassen und ihre Anziehungskraft durch Veränderung der Erregerspannung leicht verän dert werden kann. Bei grossen Warenbreiten ist die Leistungsaufnahme der dafür benötigten Elektromagnet- balken erheblich. Besonders gross wird der Leistungs bedarf, wenn Filmdruckmaschinen, für viele Farben mit derartigen Elektromagnetbalken ausgerüstet werden. Die se Elektromagnetbalken erfordern ausserdem aufwendi ge elektrische Einrichtungen wie Gleichrichter, Schüt zen, Stufenschalter usw. Weiters erwärmen sich die Elektromagnetbalken während des Betriebes nicht un erheblich, da die Magnetrollen bzw.
Magnetrakelblätter auf den Magnetbalken nicht satt aufliegen, sondern durch die dazwischenliegende Warenbahn angezogen werden, also über einen Luftspalt wirken. Eine weitere Ursache einer Erwärmung kann z. B. bei Rotations- schablonendruckmaschinen in der Reibung liegen, wel che bei der Bewegung des Drucktuches über dem Elek tromagnetbalken auftritt. Diese Erwärmung kann zu ei nem Verzug der Elektromagnetbalken führen, der sich störend auswirkt, wenn die Magnetrolle oder die Ma gnetrakel so steif sind, dass diese der Verformung nicht nachgeben.
Das Erwärmen der Elektromagnetbalken hat auch eine Veränderung des elektrischen Widerstandes der Magnetspulen zur Folge, wodurch sich wiederum die magnetische Anziehungskraft ändert.
Der kalte Elektromagnetbalken besitzt eine stärkere Anziehungskraft. Weiter ist - falls Maschinen für die Nassbehandlung von flächigen Materialien mit Elektro magnetbalken ausgerüstet werden - ein besonderer Feuchtigkeitsschutz erforderlich, der aufwendig und dennoch unsicher ist.
Diese Nachteile werden erdindungsgemäss dadurch vermieden, dass im Magnetbalken in Balkenlängsrich tung mindestens ein Magnetsystem mit einer Reihe von Dauermagneten angeordnet ist, welche in Abständen Polstellen von abwechselnd verschiedener Polarität auf weist, und dass in mindestens einer der Balkenoberflä chen in Balkenlängsrichtung wenigstens eine Reihe von untereinander durch nichtmagnetisierbares Material ge trennten Haftstücken aus magnetisierbarem Material vorgesehen ist,
wobei in der Reihe der Haftstücke diese untereinander mindestens annähernd dieselben Abstän de voneinander aufweisen wie die entsprechenden Pol stellen der Reihe der Dauermagnete und wobei die Reihe der Dauermagnete gegenüber der Reihe der Haft stücke in Balkenlängsrichtung verschiebbar ist.
Durch Verschieben des Magnetsystems gegenüber der Balkenoberfläche bzw. der Reihe der Dauermagnete gegenüber der Reihe der Haftstücke erfolgt eine stufen lose Veränderung des von den Haftstücken ausgehenden magnetischen Feldes, wodurch die Anziehungskraft des Magnetbalkens reguliert und in extremer Stellung prak tisch abgeschaltet werden kann, dann nämlich, wenn jedes Haftstück der Balkenoberfläche gerade je zwei Polstellen unterschiedlicher Polarität der Reihe der Dauermagnete überbrückt, so dass sich das magnetische Feld praktisch in den Haftstücken konzentriert und in ihrer Umgebung praktisch, d. h. bis auf ein schwaches Restfeld, verschwindet.
Eine einfache und zweckmässige -Ausführung be steht darin, dass in der Reihe der Dauermagnete die Polstelle unterschiedlicher Polarität in Balkenlängsrich tung in regelmässigen Abständen abwechseln. In diesem Falle wird die magnetische Anziehungskraft aller Haft stücke gleichmässig verändert, vorausgesetzt, dass die einzelnen Dauermagnete untereinander gleich stark sind.
Da sich das Magnetenmaterial der Dauermagnete nicht besonders einfach bearbeiten lässt und zudem rela tiv teuer ist, so dass nach Möglichkeit ein Abfall ver mieden werden soll, ist es vorteilhaft, die konstruktive Gestaltung der Polstellen nicht am Magnetmaterial der Dauermagnete selbst vorzunehmen, sondern durch Pol schuhe aus magnetisierbarem Material durchzuführen, welche mit dem Magnetmaterial der Dauermagnete in Berührung stehen. Dabei sollen die einander zugewand ten Flächen der Polschuhe und der Haftstücke der Bal kenoberfläche höchstens geringen Abstand voneinander, vorzugsweise eine gemeinsame Berührungsebene, aufwei sen.
Von Vorteil ist es ferner, wenn der den Haftstük- ken in der Balkenoberfläche zugewandte Teil der Pol schuhe breiter ist als der aus nicht magnetisierbarem Material bestehende Zwischenraum zwischen zwei in Balkenlängsrichtung benachbarten Haftstücken, weil da durch auf einfache Weise in extremer Stellung (Ab schaltstellung) die Überbrückung von je zwei Polstellen bzw. Polschuhen durch je ein Haftstück erreicht werden kann.
Zweckmässig ist es ferner, wenn das Magnetsystem aus einer Reihe von in Balkenlängsrichtung polarisier ten Dauermagneten besteht, wobei die in Balkenlängs richtung einander zugewandten Polflächen benachbarter Dauermagnete höchstens geringen Abstand von vorzugs weise gleichnamige Polarität aufweisen. An den Stirn seiten der so magnetisierten Dauermagnete sind Pol schuhe angeordnet, welche die Polstellen in der Reihe der Dauermagnete verkörpern und möglichst nahe an die Haftstücke der Balkenoberfläche reichen bzw. diese berühren.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne darauf be schränkt zu sein.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemässer Magnetbalken im eingeschalteten Zustand im Schnitt dargestellt, in Fig. 2 im ausgeachalteten Zustand.
Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf diesen Magnetbalken im eingeschalteten und Fig. 4 im ausgeschalteten Zustand.
Fig. 5 stellt einen anderen Magnetbalken in Drauf sicht und im eingeschalteten Zustand, Fig.6 wieder einen anderen Magnetbalken im Schnitt und ausgeschalteten Zustand dar, während schliesslich Fig. 7 einen Magnetbalken mit verschiebbarer Pol platte im abgeschalteten Zustand zeigt.
Der Schalt- und regelbare Permanentmagnetbalken nach Fig. 1 bis 4 besteht aus einem tragenden Gehäuse 1 und einer Deckplatte 5 aus nicht magnetisierbarem Ma terial, in welche kreisrunde Haftscheiben 6 aus magneti- sierbarem Material eingepresst sind. In diesem Gehäuse 1 mit Deckplatte 5 befindet sich das permanentmagne tische System, bestehend aus einer Reihe von Dauerma- gneten 2, Polschuhen 3 aus magnetisierbarem Material und Spannringen 7. Die Polschuhe 3 bilden in Abstän den die wirksamen Polstellen des Magnetsystems von abwechselnd verschiedener Polarität (N, S). Das perma nentmagnetische System ist im Gehäuse 1 verschiebbar.
Die Spannstange 4 besitzt an einem Ende ein Gewinde und ist in einer Gehäusewand die Mutter 8 mit dem Handrad 9 drehbar, während in der gegenüberliegenden Gehäusewand die Spannstange 4 verschiebbar gelagert ist.
Die stufenlose Veränderung und Abschaltung der magnetischen Anziehungskraft erfolgt durch Verschie bung des permanentmagnetischen Systems im Inneren des Gehäuses 1. Diese Verschiebung kann, wie gezeich net, durch eine Gewindespindel und Mutter mittels Handrad von Hand aus erfolgen, kann aber auch durch jedes andere geeignete bekannte Verstellelement auch automatisch, z. B. hydraulisch, pneumatisch, mecha nisch, über Kurven oder Nocken oder motorisch erfol gen.
Die grösste Anziehungskkraft besitzen diese Perma nentmagnetbalken, wenn - wie in Fig. 1 und 3 ge zeichnet - die Polschuhe 3 genauf auf Mitte der Haft scheiben 6 zu stehen kommen. Je mehr nun das Per manentmagnetsystem aus dieser Stellung, z. B. nach links, verschoben wird, umso mehr verringert sich die Anziehungskraft, bis der Permanentmagnetbalken bis auf eine geringe Restwirkung praktisch abgeschaltet ist. Wie in Fig. 2 und 4 dargestellt, ist dieser Zustand dann erreicht, wenn die Polschuhe 3 durch die Haftscheiben 6 überbrückt werden. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 weist in der Deckplatte 5 zwei Parallelreihen von Haftscheiben 6 auf. Der innere Aufbau des Magnetbalkens nach Fig. 5 entspricht im wesentlichen dem nach Fig. 1 bis 4.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 besteht das Gehäuse aus zwei durch die Stirnwände 10 verbundenen Deckplatten 5, in denen je mindestens eine Reihe von Haftscheiben 6 angeordnet ist. Der Verstellmechanis- mus für die Reihe der Dauermagneten 2 mit den Pol schuhen 3 ist derselbe wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist das Per manentmagnetsystem (Dauermagnete 2, Polscheibe 3) im Gehäuse 1 stationär montiert. Hingegen ist die Deck platte 5 mit den Haftscheiben 6 gegenüber dem Gehäuse 1 verschiebbar, und zwar mittels der im Lager 12 gela gerten Spindel 13, welche durch das Handrad 11 be stätigt wird.
Mit diesen Beispielen sind die Ausführungsmöglich keiten nicht beschränkt, da z. B. mit einem Permanent- magnetsystem auch drei oder vier Deckplatten mit je einer oder mehreren Polreihen gespeist werden können.
Die erfindungsgemässen Permanentmagnetbalken können praktisch in jeder beliebigen Länge gebaut wer den, benötigen keinen Leistungsaufwand, besitzen zu folge der bekannten Permanentmagnete praktisch unbe grenzte Lebensdauer, zeigen keine Erwärmung und da her keinen Verzug und sind auch im Nassbetrieb un beschränkt verwendbar.
Die Permanentmagnetbalken verursachen im Betrieb keine Kosten und sind durch den Entfall der aufwendi gen, anfangs erwähnten, elektrischen Einrichtung in der Anschaffung billiger und sind praktisch wartungsfrei. Das magnetisierbare Material der Haftstücke in der Balkenoberfläche muss so beschaffen sein, dass es die von den Magneten eingeprägte Magnetisierung bei der Entfernung wieder verliert. Es muss sich also bei den Haftstücken um eine induzierte und nicht permanente Magnetisierung handeln.
Ferner sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den magnetischen bzw. magnetisierbaren Materialien der vor liegenden Beschreibung um Ferromagnetismus zeigende Stoffe handelt, während umgekehrt unter einem nicht magnetisierbaren Material ein solches zu verstehen ist, welches keinen Ferromagnetismus zeigt (wohl aber para- oder diamagnetisch sein kann).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Magnetbalken zur Beeinflussung von beweglichen Maschinenteilen, insbesondere zur Anziehung von Ma schinenteilen für die Behandlung flächiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass im Magnetbalken in Bal kenlängsrichtung mindestens ein Magnetsystem mit ei ner Reihe von Dauermagneten angeordnet ist, welche in Abständen Polstellen von abwechselnd verschiedener Polarität aufweist, und dass in mindestens einer der Bal kenoberflächen in Balkenlängsrichtung wenigstens eine Reihe von untereinander durch nichtmagnetisierbares Material getrennten Haftstücken aus magnetisierbarem Material vorgesehen ist,wobei in der Reihe der Haft stücke diese untereinander mindestens annähernd die selben Abstände voneinander aufweisen wie die entspre chenden Polstellen der Reihe der Dauermagnete und wobei die Reihe der Dauermagnete gegenüber der Reihe der Haftstücke in Balkenlängsrichtung verschiebbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Reihe der Dauermagnete die Polstellen unterschiedlicher Polarität in Balkenlängsrich tung in regelmässigen Abständen abwechseln. 2.Magnetbalken nach Patentanspruch oder Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polstellen in der Reihe der Dauermagnete durch Polschuhe aus ma- gnetisierbarem Material gebildet sind, welche mit den Polflächen der Dauermagnete in Verbindung stehen und die einander zugewandten Flächen der Polschuhe und der Haftstücke der Balkenfläche höchstens geringen Ab stand voneinander, vorzugsweise eine gemeinsame Be rührungsebene, aufweisen. 3. Magnetbalken nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Magnetsystem aus einer Reihe von in Balkenlängsrichtung polarisierten Dauermagne ten besteht, an deren Stirnseiten Polschuhe angeordnet sind. 4.Magnetbalken nach Unteranspruch 2 und 3, da durch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Pol flächen gleicher Polarität ein gemeinsamer Polschuh angeordnet ist. 5. Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der den Haftstücken in der Balken oberfläche zugewandte Teil der Polschuhe breiter ist als der aus nichtmagnetisierbarem Material bestehende Zwi schenraum zwischen zwei benachbarten Haftstücken. 6. Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Haftstücke in Ausnehmungen ei ner aus nichtmagnetisierbarem Material bestehenden Deckplatte angeordnet sind. 7. Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Haftstücke scheibenförmig, vor zugsweise als kreisrunde Haftscheiben, ausgebildet sind. B.Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das aus Dauermagneten und gege benenfalls Polschuhen bestehende Magnetsystem im Ge häuse des Magnetbalkens gegenüber einer oder mehre rer mit Haftstücken ausgestatteten Deckplatten ver schiebbar ist. 9. Magnetbalken nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das aus Dauermagneten und gege benenfalls Polschuhen bestehende Magnetsystem im Ge häuse des Magnetbalkens stationär angeordnet ist, wo bei eine oder mehrere mit Haftstücken ausgestattete Deckplatten am Gehäuse verschiebbar gelagert sind.
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