Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von tafelartigen Gegenständen zu einer Umhüllstation
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen von tafelartigen Gegenständen, beispielsweise Schoko ladetafeln, zu einer Umhüllstation, wobei die Gegenstände kontinuierlich in Stapelform hintereinander aufgereiht angeliefert werden, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Als tafelartige Gegenstände kommen Gegenstände der verschiedensten Art in Betracht, z. B. unverpackte oder einzeln verpackte Schokoladetafieln oder andere Kleinpackungen, die durch Kartons oder Umhüllungen aus Papier oder Folien gebildet sein können und die in bezug auf ihre Längenabmessungen eine verhältnismässig kleine Höhe haben. Diese Gegenstände können nicht nur Seitenflächen haben, die senkrecht zu den oberen und unteren Deckflächen stehen; die Sei tenflächen können, wie z. B. bei Schokoladetafeln, auch einen von 90" verschiedenen Winkel mit der Ober- und Unterseite einschliessen. Die Gegenstände brauchen auch nicht im Grundriss rechteckig zu sein, vielmehr können auch im Grundriss runde oder abgerundete scheibenartige Gegenstände verarbeitet werden.
Diese Gegenstände sollen einer Umhüllstation zugeführt werden, die beispielsweise eine Sammelpackmaschine zur Herstellung einer versandfertigen Pakkung mit einer Vielzahl von darin enthaltenen Einzelgegenständen sein kann. In dieser Umhüllstation können die Gegenstände in bekannter Weise beispielsweise in einen Versandkarton eingelegt werden, der anschlilessend verschlossen und etikettiert wird.
Die der Umhüllungsstation zuzuführenden Gegenstände können unmittelbar von einer Maschine kommen, auf der die Gegenstände hergestellt werden, z. B. von einer Schokoladetafel-Herstellungsmaschine, oder sie können von einer Maschine kommen, in der die Gegenstände einzeln verpackt werden, z. B. von einer Schokoladetafel-Verpackungsmaschine.
Bisher wurden hinter jeder derartigen Herstellungsmaschine eine oder mehrere Sammelpackmaschinen oder -vorrichtungen mit den dazugehörigen Hilfsvorrichtungen aufgestellt. Hinter jeder Einzelpackmaschine war je eine Sammelpackmaschine oder -vorrichtung nötig.
Die Beschickung dieser Sammelpackmaschinen musste immer von Hand erfolgen. Da diese Sammelpackmaschinen pro Zeiteinheit mehr Einzelgegenstände verarbeiten können, als von einer Einzelpackmaschine angeliefert werden können, waren die Sammelpackmaschineu nicht voll ausgelastet, und der für die Sammelpackmaschinen nötige finanzielle und räumliche Aufwand konnte nicht rationell ausgenutzt werden.
Durch die Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden. Zu diesem Zweck ist das erfindungsgemässe Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass von mindestens einem Gegenstandsstapel nacheinander Gruppen mit bestimmter, gleicher Gegenstandszahl abgetrennt und gegenüber dem Stapel beschleunigt in eine Bereitstellungslage bewegt werden und dass die Gegenstandsgruppen anschliessend aus der Bereitstellungslage auf ein Fördermittel überführt werden, auf dem sie nacheinander zu der Umhülllstation weitergefördert werden.
Dadurch wird es möglich, dass nicht mehr wie bisher die von der Herstellungsmaschine oder den Einzelpackmlaschinen kommenden Gegen stünde durch eine Bedienungsperson abgezählt und gruppenweise von Hand der Umhüllstation zugeführt werden müssen, sondern die Zuführung der Gegenstände von der Herstellungs- oder den Einzelpackmaschinen zu der Umhüllstation kann vollständig selbsttätig ablaufen.
Die ebenfalls Erfindungsgegenstand bildende Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere nebeneinander angeordnete Staplelvorrichtungen zur Bildung von Gegenstandsstapeln vorgesehen sind, dass für jede Stapelvorrichtung ein Trennglied vorhanden ist, das nach Bildung einer Gruppe aus einer bestimmten einstellbaren Zahl von Gegenständen zwischen den letzten Gegenstand einer Gruppe und den ersten Gegenstand der nächsten Gruppe einführbar ist, dass das Trennglied derart gesteuert ist, dass es nach seinem Einführen eine Gegenstandsgruppe - zum Abtrennen von dem nachfolgend neu gebildeten Stapel - beschleunigt bis in eine Zwischenstellung weiter schiebt,
und dass hinter jeder Stapelvorrichtung g eine Vorschubvorrichtung zum Überführen der abgetrennten Gegenstandsgruppen aus der jeweiligen Bereitstellungslage auf ein Fördermittel vorgesehen ist, wobei die Vorschubvorrichtung von der bereitgestellten Gegenstandsgruppe und dem Fördermittel gemeinsam steuerbar ist, und dass zusammengehörige Trennglieder und Vorschubvorrichtungen unabhängig von den anderen Trenngliedern und Vorschubvorrichtungen betätigbar sind.
Durch die Betätigung zusammlengehöriger Trennglieder und Vorschubvorrichtungen unabhängig von den anderen Treungliedern und Vorschubvorrichtungen können unterschiedliche Arbeitsgeschwindigkeiten bei Verwendung mehrerer Stapelvorrichtungen und bei Übernahme der Gegenstandsgruppen auf ein gemeinsames Fördermittel ausgeglichen werden. Dabei ist durch die gemeinsame Steuerung jeder Vorschubvorrichtung vom Trennglied und vom Fördermittel aus sichergestellt, dass die Vorschubvorrichtung nur bei Vorhandensein einer Gegenstandsgruppe in der Bereitstellungslage und bei Aufnahmebereitschaft des Fördermittels betätigt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist ein Zählwerk vorgesehen, das nach Überführung einer bestimmten, am Zählwerk einstellbaren Zahl von Gegenständen in den Stapel einen Impuls zum Einführen des Trenngliedes in den Stapel liefert. Damit wird sichergestellt, dass die gebildeten Gegenstandsgruppen immer die gleiche Anzahl von Gegenständen enthalten. Wenn das Trennglied unter der Wirkung einer auf den Stapel hin gerichteten Federkraft steht, kann das Trennglied nach seiner Freigabe durch einen Zählerimpuis sehr schnell in den Stapelraum eingeführt werden. Dies ist besonders vorteilhaft, da die Einführung der Gegenstände in den Stapel mit grosser Frequenz erfolgen kann, beim Einführen von Schokoladetafeln in einen Stapel mit Hilfe einer Wendevorrichtung z.
B. mit einer Leistung bis zu 250 Tafeln pro Minute. Durch die Federkraft wird es möglich, das Trennglied in dem kurzen Zeitraum zwischen dem Einführen zweier Gegenstände in den Sta peiraum hineinschnellen zu lassen.
Wenn die Hin- und Herbewegung des Trennglieds in Stapelrichtung ebenfalls durch einen Impuls des Zählwerks ausgelöst wird, ergibt sich eine besonders einfache Steuerung für den Arbeitsablauf des Trennglieds.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen.
Fig. 1 zeigt im Grundriss schematisch eine Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht t in Rich- tung A auf die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung in gegenüber Fig. 1 veränderter Stellung,
Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht in der der Ansicht A entgegengesetzten Richtung eine zum Abtrennen der Gegenstände vom Stapel dienende Trennstation,
Fig. 4 zeigt in einer der Fig. 3 entsprechenden Seitenansicht eine zur Weiterbeförderung der abgetrennten Gegenstandsgruppen dienende Vorschub station,
Fig. 5 ist eine Ansicht von rechts in Richtung B auf die Trennstation nach Fig. 3 und auf die Vorschubstation nach Fig. 4.
Es sei angenommen, dass mit dem erfindungsgemässen Verfahren und der in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtung unverpackte oder einzeln ver packte Schokoladetafeln verarbeitet werden sollen. Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, werden die von drei nicht dargestellten, unabhängig voneinander arbeitenden Tafel-Verpackungsmaschinen flach hintereinander- liegend ankommenden Tafeln 1 über Förderbahnen 3 und über Wendevorrichtungen 5 hochkant in Stapel 7 eingeführt. Mit Hilfe von Trennplatten 9 werden von den Stapeln 7 Gruppen 11 mit einer bestimmten glei echten Zahl von Tafeln 1 abgetrennt und in Bereitstellungslagen weiterbefördert. Von dort werden die Tafelgruppen 11 durch Vorschubvorrichtungen 13 in leere Fächer 15a einer Fächerkette 15 eingeschoben.
Auf der Fächerkette 15 gelangen die Tafelgruppen 11 zu einer Umhüllungsstation 17, in der jeweils eine oder mehrere Tafelgruppen 11 in bekannter Weise in einen Kartonzuschnitt 19 eingehüllt werden, der anschliessend zur Herstellung einer versandfertigen Packung verschlossen und etikettiert wird. Wenn z. B. die drei Tafelmaschinen 150, 160 und 170 Tafeln pro Minute, insgesamt also 480 Tafeln pro Minute liefern und jede Tafelgruppe 11 fünfzehn Tafeln enthält, so werden pro Minute 32 Tafelgruppen 11 gebildet und auf die Fächerkette 15 überführt, so dass pro Minute ebenfalls 32 versandfertige Packungen hergestellt werden können.
Die Wendevorrichtung 5 zum Einführen der einzelnen Tafeln 1 in den Stapel 7 besteht im wesentlichen aus einer schwenkbaren Klappe 25, auf die in waagrechter Stellung die Tafeln 1 von der Förderbahn 3 aufgeschoben werden. Anschliessend schwenkt die Klappe 25 um 90C nach oben und nimmt dabei die Tafeln 1 mit. Dadurch werden die Tafeln 1 hochkant gestellt und in einen hinter der Wendevorrichtung 5 angeordneten Stapelraum 27 eingeführt. Der Stapelraum 27 ist seitlich durch -Bürstenführungen 29 (Fig. 5) oder durch federnde Führungsleisten begrenzt.
Am Anfang des Stapelraums 27 ist unter diesem an einem in Stapellängsrichtung verschiebbaren Führungsschlitten 31 (Fig. 3 und 5) die Trennplatte 9 gelagert, die mit Hilfe einer Langlochführung 32 von unten her durch eine sich in Stapellängsrichtung erstreckende Öffnung 34 in den Stapelraum 27 einführbar ist. Die Platte 9 steht unter der Einwirkung zweier zwischen dem Führungsschlitten 31 und der Trennplatte 9 angeordneter Zugfedern 33, die ständig bestrebt sind, die Trennplatte 9 nach oben in den Stapelraum 27 hineinzuziehen. Ausserdem ist an dem Führungsschlitten 31 eine Rastvorrichtung mit einem Rasthebel 35 vorgesehen, der mit seiner Nase 35a in eine Aussparung in der Trennplatte 9 einrastet und so diese Platte in ihrer aus dem Stapelraum 27 herausgezogenen Stellung festhält.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, sind am Stapelanfang zwei Fangstücke 39 angeordnet, die beim Einführen der Tafeln 1 in den Stapel 7 ausweichen und anschliessend die Tafeln in dem Stapel festhalten. Das obere Fangstück 39 ist an einem schwenkbaren Hebel 41 befestigt, der ausserdem eine Blende 43 trägt, die beim Verschwenken des Hebels 41 beim Einführen einer Tafel in den Stapel in den Strahlenweg einer Lichtschranke 45 eintritt. Bei jedem Einführen einer Tafel wird der Lichtstrahl unterbrochen, und bei jeder Unterbrechung liefert die Lichtschranke 45 einen Zählim puls für ein nicht dargestelltes Zählwerk. Wenn die Wendeklappe 25 einen Leerhub macht, also keine Tafel in den Stapel 7 einführt, wird das obere Fangstück 39 und damit der Hebel 41nicht bewegt, so dass das Zählwerk keinen Impuls erhält.
Auf diese Weise werden nur die tatsächlich in den Stapel 7 eingeführten Tafeln 1 gezählt.
Jeweils nach Überführung einer bestimmten, am Zählwerk einstellbaren Zahl von Tafeln 1 in den Stapel 7, z. B. nach je 15 Tafeln, gibt das Zählwerk einen Impuls ab, der auf einen elektrischen Auslösemagneten 37 einwirkt, durch dessen Ansprechen der Rasthebel 35 so verschwenkt wird, dass seine Nase 35a aus der Aussparung in der Trennplatte 9 austritt und diese freigibt. Damit tritt jeweils nach Überführung einer bestimmben Zahl von Tafeln 1 in den Stapel 7 die Trennplatte 9 unter der Wirkung der Zugfedern 33 in den Stapelraum 27 ein, und zwar zwischen die letzte Tafel der gebildeten Tafelgruppe 11 und die erste Tafel der folgenden Tafelgruppe.
Zum Abtrennen einer Tafelgruppe 11 vom Stapel 7 ist der Führungsschlitten 31 mit der Trennplatte 9 in Stapelrichtung hin- und herbewegbar. Der Schlitten 31 läuft dabei auf einer ortsfesten Führungsstange 46 und mit Hilfe einer Rolle 47 entlang einer Führungsschiene 49, die ein Kippen des Schlittens 31 verhindert. Der Antrieb des Führungsschlittens 31 wird später beschrieben.
Die Trennplatte 9 weist einen seitlich gerichteten Vorsprung 51 auf. Ausserdem ist an dem Führungsschlitten 31 ein Schwenkhebel 53 gelagert. Seitlich des Führungsschlittens ist eine ortsfeste Führungsbahn 55 vorgesehen, in die der Schwenkhebel 53 mit seinem einen Ende 53a eingreift. Wenn der Rasthebel 35 gelöst und die Trennplatte 9 daraufhin in den Stapelraum 27 eingetreten ist, liegt der Vorsprung 51 der Trennplatte 9 unter dem anderen in Fig. 5 voll ausgezogenen Ende 53b des Schwenkhebels 53.
Die Führungsbahn 55 ist derart gestaltet, dass während des Vorwärtshubes des Führungsschlittens 31, bei dem über die Trennplatte 9 eine Tafelgruppe 11 in der Stapelführung 29 vorwärts geschoben wird, der Hebel 53 nicht verschwenkt wird, so dass der Vorsprung 51 während des Vorwärtshubes des Führungsschlitttens 31 an dem Ende 53b des Hebels 53 anliegt und die Trennplatte 9 unter der Wirkung der Federn 33 in dem Stapelraum 27 gehalten wird. Während des Rückhubes des Führungsschlittens 31 wird jedoch das Ende 53a des Schwenkhebels 53 über eine Weiche in der Führungsbahn 55 geführt und dadurch der Hebel 53 in die in Fig. 5 strichpunktiert dargestellte Lage verschwenkt.
Dabei drückt das Ende 53b über den Vorsprung 51 die Trennplatte nach unten, so dass diese aus dem Stapelraum 27 herausgeführt wird. Dabei werden die Federn 33 gespannt. Die Führungsbahn 55 ist so gestaltet, dass bereits nach einem Teilstück des Rückhubes des Führungsschlittens 31 die Trennplatte 9 ganz aus dem Stapelraum 27 herausgezogen ist und der Rasthebel 35 in die Trennplatte 9 einrastet. Im weiteren Verlauf des Rückhubes des Führungsschlittens 31 kann damit die Trennplatte 9 unter dem inzwischen neu gebildeten Stapel 7 hindurch bis in ihre Ausgangsstellung zurücklaufen, in der nach dem Einführen der gewünschten Tafelzahl in den Stapel der Rasthebel 35 wieder gelöst wird, so dass die Trennplatte 9 hinter der neu gebildeten Tafelgruppe 11 wieder in den Stapelraum 27 eingeführt wird.
Der Schwenkhebel 53 kehrt während des zweiten Teils des Rückhubs des Führungsschlittens 31 in seine in Fig. 5 dargestellte Ausgangslage zurück, wobei sich das Hebelende 53b von dem Vorsprung 51 abhebt.
Wie Fig. 3 zeigt, ist die Trennplatte 9 in Bewegungsrichtung des Führungsschlittens 31, also in der Stapelrichtung, unter Zwischenschaltung einer Druckfeder 57 beweglich an dem Führungsschlitten 31 gelagert, die auf die Platte 9 eine der Stapelvorschubrichtung entgegengesetzte Kraft ausübt. Da der Führungsschlitten 31 eine verhältnismässig grosse Masse hat und nach dem Einführen der Trennplatte 9 in den Stapelraum 27 nicht schnell genug in der Vorschubrichtung in Bewegung gesetzt werden kann, kann auf diese Weise wenigstens die Trennplatte 9 sich unter dem Druck der inzwischen hinter der Platte 9 in den Stapel eingeführten Tafeln 1 mit dem Stapel unter Zusammenpressung der Druckfeder 57 vorwärts bewegen.
Auf diese Weise kann die Leistung der Trennstation erheblich gesteigert werden, und es können mit dieser Anordnung bis zu 250 Schokoladetafeln pro Minute in den Stapel eingeführt und gruppenweise vom Stapel abgetrennt werden.
Durch den Führungsschlitten 31 werden die Tafelgruppen 11 in der Stapelführung 29 in eine Bereitstellungslage vorgeschoben. Dort löst sich die Trennplatte 9 von der jeweiligen Tafelgruppe 11. Zum Festhalten der Tafeln in dieser Bereitstellungslage ist ein Tafelhalter 59 vorgesehen, der in den Stapelraum 27 einschwenkbar ist und dessen Schwenkbewegung von dem noch zu beschreibenden Antrieb des Führungsschlittens 31 aus steuerbar ist.
Aus den Fig. 4 und 5 sind Einzelheiten der Vorschubvorrichtung 13 zu erkennen, die zur Weiterbeförderung der vom Stapel 7 abgetrennten Tafelgruppen 11 auf die Fächerkette 15 dient. Die Vorschubvorrichtung weist einen Einstosschieber 61 auf, der hinter der in der Bereitstellungslage befindlichen Tafelgruppe 11 in den Stapelraum 27 einschwenkbar ist. Entlang einer aus Rolle 63 und Schiene 65 bestehenden Führung ist der Einstosschieber 61 aus der Bereitstellungslage in Richtung auf die Fächerkette 15 undzurück bewegbar.
Dabei gleitet der Einstosschieber 61 entlang einer ortsfesten Stange 67, um die er gemeinsam mit der Führung 63, 65 zum Einführen in den und zum Herausführen aus dem Stapelraum 27 schwenkbar ist.
Der Antrieb des Führungsschlittens 31 und des Einstosschiebers 61 erfolgt von einer gemeinsamen, ständig umlaufenden Antriebswelle 69 (Fig. 5) aus, die in einem Gestell 71 gelagert ist, welches die Trennstation und die Vorschubvorrichtung trägt. In dem Gestell 71 sind weiterhin fluchtend hintereinander eine Steuerwelle 73 für die Trennstation und eine Steuerwelle 75 für die Vorschubvorrichtung gelagert. Diese Wellen sind über elektrische Magnetkupplungen 77, 79 an antreibbar, die auf der Antriebswelle 69 angeordnet sind.
Die Steuerwelle 73 für die Trennvorrichtung trägt eine Kurvenscheibe 81 mit nicht gezeichneter Kurve, durch dile ein am Gestell 71 gelagerter Steuerhebel 83 geführt ist. Der Steuerhebel 83 ist über ein Verbindungsglied 85 gelenkig mit einem auf der Steuerwelle 73 gelagerten Schwenkhebel 87 verbunden, der über eine gelenkig angeordnete Zugstange 89 an dem Führungsschlitten 31 angreift. Durch einen Impuls des Zählwerks nach Einführung der eingestellten Zahl von Tafeln in den Stapel 7 wird die Kupplung 77 eingerückt. Durch einen auf der Kurvenscheibe 81 angeord neten Impulsnocken wird die Kupplung nach einer Umdrehung der Kurvenscheibe 81 ausgerückt.
Während dieser einen Umdrehung wird über das tXbertra- gungsgestänge 83, 85, 87, 89 der Führungsschlitten 31 aus seiner in Fig. 3 dargestellten Ausgangslage bis in die Bereitstellungslage und wieder zurück in die Ausgangslage geführt.
Sobald die durch den Führungsschlitten 31 vorgeschobene Tafelgruppe 11 die Bereitstellungslage erreicht hat, wird über ein ebenfalls von der Kurvenscheibe 81 aus gesteuertes Gestänge, bestehend aus einem in die Kurvenscheibe 81 eingreifenden Steuerhebel 91 und einem Übertragungsgestänge 93, 94, 95, der Tafelhalter 59 hinter der Tafelgruppe 11 in den Stapelraum 27 eingeschwenkt.
An dem Gestell 71 ist ausserdem ein Bremshebel 97 gelagert, der über eine Bremsbacke 99 an einer fest auf der Steuerwelle 73 angeordneten Bremsscheibe 101 angreift. Der Bremshebel 97 ist durch einen Magneten 103 gesteuert, der elektrisch mit dem Zählwerk oder der Kupplung 77 verbunden ist, so dass durch einen von dort kommenden Impuls die Bremse 99, 101 für eine Umdrehung der Steuerwelle 73 freigegeben wird.
Damit ist sichergestellt, dass der Führungsschlitten 31 am Ende seines Rückhubes wieder genau in dler in Fig. 3 dargestellten Ausgangslage steht.
Für den Antrieb des Einstosschiebers 61 ist auf der Steuerwelle 75 eine Kurvenscheibe 111 befestigt. In deren nicht gezeichnete Kurve greift ein am Gestell 71 gelagerter Steuerhebel 113 ein, der über ein Verbindungsglied 115 gelenkig mit einem auf der Steuerwelle 75 gelagerten Einstosshebel 117 verbunden ist, der über eine Zugstange 119 an dem Einstosschieber 61 angreift. Bei Drehung der Kurvenwelle 111 wird damit der Einstosschieber 61 zwischen der B ereitstellungslage und der Fächerkette 15 hin- und hergeschoben. Zum Ein- und Ausschwenken des Einstosschiebers 61 in den und aus dem Stapelraum 27 ist am Gestell 71 ein weiterer Steuerhebel 121 gelagert, der in eine weitere, auf der Steuerwelle 75 befestigte Kurvenscheibe 122 eingreift und über eine Verbindungsstange 123 an einem Ansatz der um die Stange 67 schwenkbaren Führungsschiene 65 angreift.
Die nicht dargestellte Kurve der Scheibe 122 ist so gestaltet, dass der Ein stosschieber 61 vor Beginn seiner Vorwärtsbewegung in den Stapelraum 27 eingeschwenkt und am Anfang seines Rückhubes aus dem Stapelraum über der Fächerkette 15 herausgeschwenkt wird.
Die Steuerwelle 75 ist von der Kupplung 79 aus ebenfalls für jeweils eine Umdrehung antreibbar.
Neben der Steuerwelle 75 ist, ebenso wie an der Steuerwelle 73, ein Bremshebel 127 mit einer Bremsbacke 129 gelagert, die an einer auf der Steuerwelle 75 befestigten Bremsscheibe 131 angreift. Der Bremshebel 127 wird von einem Bremsmagneten 133 betätigt.
Durch den Magneten wird die Bremse jeweils für eine Umdrehung der Steuerwelle 75 gelöst.
Die Kupplung 79 und der Bremsmagnet 133 sind so geschaltet, dass erst nach Bereitstellung einer Tafelgruppe 11 in der Bereitstellungslage und erst nach Bereitstellung eines freien Fachs 15a der Fächerkette 15 in Verlängerung des Stapelraums 27 und der Stapelführung 29 die Kupplung 79 einrückbar und der Bremsmagnet 133 im Sinne des Lösens der Bremse 127 bis 133 betätigbar ist, so dass der Einstosschieber 61 nur dann einen Arbeitshub ausführen kann. Am Stapelraum 27 ist im Bereich der Bereitstellungslage für die Tafelgruppen 11 ein nicht dargestellter Kontakt angeordnet, durch den die Bereitstellung der Tafel gruppen 11 an ein Speicherrelais der Kupplung 79 gemeldet wird. Zum Einrücken dieser Kupplung ist weiterhin ein Impuls nötig, der die Bereitstellung eines Kettenfachs 15a meldet.
Wenn der Abstand zweier benachbarter Vorschubvorrichtungen 13 ein Mehrfaches des Abstandes der Kettenfächer 15a voneinander beträgt, so dass also beim Stillstand der absatzweise vorwärtsbewegten Kette 15 vor jeder Stapelführung 29 ein Kettenfach 15a steht, so kann die Steuerung der Kupplungen 79 und der Bremsen 127 bis 131 gemeinsam mit der Kette von der Sammelpackmaschine aus z. B. durch einen Endschalter erfolgen, der die Kette 15 jeweils um eine Fachbreite weiterzieht und jeweils beim Stillstand der Kette einen Impuls an sämtliche Kupplungen 79 und Bremsen 127 bis 131 gibt.
In den Vorschubvorrichtungen 13, in denen die Bereitstellung einer Tafelgruppe 11 an die Kupplung 79 gemeldet wurde, führt dann die Steuerwelle 75 nach dem Einrücken dier Kupplung 79 und dem Lösen der zugehörigen Bremse etwa eine Umdrehung aus, so dass der Einstosschieber 61 eingeschwenkt, vorgeschoben, ausgeschwenkt und wieder in seine Ausgangslage gemäss Fig 4 zurückgeschoben wird. Damit wird jeweils eine Tafelgruppe 11 aus der Bereitstellungslage in ein Kettenfach 15a überführt.
Bei grosser Leistung der Trennstation, d. h. wenn diese viele Tafelgruppen 11 zur Verfügung stellt, oder wenn viele Kettenfächer 15a bereits durch Tafelgrup- pen 11 von vorhergehenden Vorschubvorrichtungen 13 belegt sind, so dass bei den nachfolgenden Vorschubvorrichtungen die Tafelgruppen 11 in der Bereitstellungslage längere Zeit warten müssen, kann es erforderlich sein, den Einstosschieber 61 sofort nach Erreichen seiner Ausgangslage einen weiteren Einstosshub ausführen zu lassen. Dabei muss die Kupplung 79 eingerückt und die Bremse 127 bis 131 gelöst gehalten werden. Zu diesem Zweck kann im Stapelraum im Bereich der Bereitstellnngslage ein Taster für die Tafelgruppen 11 vorgesehen sein, der mit einem nicht dargestellten Doppelendschalter verbunden ist.
Falls beim Ansprechen des Tasters, also bei der Bereitstellung einer neuen Tafelgruppe 11, der Einstosschieber 61 noch nicht in seine Ausgangslage zurückgekehrt und die Steuerwelle 75 noch nicht wieder stillgesetzt ist, wird durch diesen Schalter die Kupplung 79 in ein gedrückter Stellung gehalten, damit der Einstosschieber 61 sofort einen weiteren Arbeitshub ausführen kann Die Kupplung 79 wird natürlich nur in eingerückter Stellung gehalten, wenn zur Aufnahme der weiteren Tafelgruppe 11 bereits wieder ein Kettenfach 15a be reitsteht.
Um sicherzustellen, dass Tafelgruppen 11 nur in leere Kettenfächer 15a eingestossen werden, sind allen Einstosschiebern 61 der mehreren, unabhängig voneinander arbeitenden Vorschubvorrichtungen 13, ausser dem dem Anfang der Fächerkette 15 benachbarten ersten Einstosschieber 61, nicht dargestellte Leerfachtaster zugeordnet, die mit der Kupplung 79 des jeweiligen Einstosschiebers 61 verbunden sind. Diese Leer fachtaster gestatten ein Einrücken der jeweiligen Kupplung nur dann, wenn ein leeres Kettenfach 15a für die Aufnahme einer Tafelgruppe 11 zur Verfügung steht.
Auf diese Weise wird in jedes Kettenfach 15a jeweils nur eine Tafelgruppe 11 überführt. Wenn dieses Kettenfach 15a bereits mit einer Tafelgruppe aus einer vorhergehenden Bereitstellungslage belegt ist, werden, da die Leerfachtaster in den folgenden Stationen der Kette 15 die Kupplungen 79 der Einstosschieber 61 nicht freigeben, die Tafelgruppen 11 in den diesen Ket tenstationen benachbarten Bereitstellungslagen so lange festgehalten, bis für sie ein freies Kettenfach 15a zur Verfügung steht.
Damit die Tafelgruppen 11 aus allen Bereitstellungslagen immer ordnungsgemäss abgeführt werden können und sich keine Stauungen ergeben, ist die Fächerkette 15 derart antreibbar, dass die Zahl der pro Zeiteinheit an jeder Einstosstation vorbeibewegten Kettenfächer 15 grösser ist als die Zahl der Tafelgruppen 11, die von sämtlichen Einstosschiebern 61 insgesamt pro Zeiteinheit in die Kettenfächer 15a überführt werden können. Es werden dann zwar nicht alle Kettenfächer 15a mit Tafelgruppen 11 beschickt. Man erreicht hierdurch aber, dass Betriebsstörungen vermieden werden. Es hat sich gezeigt, dass eine Fördergeschwindigkeit von z. B. 33 Fächern pro Minute ausreichend ist, wenn von sämtlichen Einstosschiebern 61 der Vorrichtung insgesamt 32 Tafelgruppen 11 pro Minute in die Fächerkette 15 überführt werden.
Um darüber hinaus die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Gefahr von Stauungen zu vermeiden, wenn z. B. der letzte Einstosschieber 61 in ein leeres Kettenfach 15a gerade nicht mehr einschieben konnte und dann zwei oder mehr gefüllte Fächer hintereinander folgen, kann man die letzte Folge von Einzelpackmaschine, Trenn-und Vorschubvorrichtung, die die Tafelgruppen 11 auf eine bereits weitgehend gefülle Fächerkette 15 überführen muss, mit geringerer Geschwindigkeit arbeiten lassen, z. B. mit der halben Geschwindigkeit gegenüber den anderen Trenn-und Vorschubstationen.
Die Fächerkette 15 und die mehreren Gruppen von zusammengehörigen Führungsschlitten 31 und Einstossschiebern 61 haben jeweils besondere, getrennt regelbare Antriebe. Die Antriebe der Führungsschlitten 31 und der Einstosschieber 61 sind nur einschaltbar, wenn die Fächerkette 15 bereits eingeschaltet ist. Die den Trenn- und Vorschubvorrichtungen vorgeordneten Herstellungs-oder Einzelpackmaschinen sind nur einschaltbar, wenn die Antriebe der nachfolgenden Vor richtungsteile eingeschaltet sind. Damit ist gewährleistet, dass die ankommenden Tafeln auch immer von der Vorrichtung verarbeitet und der gemeinsamen Umhüllstation zugeführt werden können.