CH461066A - Bauelement - Google Patents
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Classifications
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Description
Bauelement 1 Die vorliegende Erfindung betrifft ein aus einer viereckigen Platte bestehendes Bauelement zur Erstel lung von Mauerwerk.
Seit einiger Zeit werden im Hochbau, und zwar sowohl beim Bau von kleinen wie auch von grossen Bauobjekten, vermehrt vorfabrizierte Bauelemente ein gesetzt, mit denen gegenüber den früher verwendeten Backsteinen die Bauzeit wesentlich verkürzt werden kann. Dies wird einerseits durch die, verglichen mit dem Backstein, relativ grossen Abmessungen dieser Bauelemente sowie durch die oft anwendbare Trocken bauweise möglich. Die relativ grossen Abmessungen brin gen jedoch auch Nachteile mit sich, insbesondere be züglich Transport und Handhabung am Verwendungs ort.
Im weiteren haben solche Bauelemente nur ge ringe Druckfestigkeit, was das Aufstellen eines die Kon struktion tragenden Gerüstes (Pfeiler, Metallgerippe) er fordert.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaf fung eines aus einer viereckigen Platte bestehenden Bau elementes zur Erstellung von Mauerwerk, das einerseits bei relativ grossen Abmessungen sehr leicht ist (kleines Gewicht pro Flächeneinheit) und das anderseits eine grosse Eigenfestigkeit, insbesondere eine hohe Druck festigkeit, aufweist.
Dieses plattenförmige Bauelement zeichnet sich er findungsgemäss dadurch aus, dass in der einen Seite der Platte Ausnehmungen vorgesehen und derart ange ordnet sind, dass die zwischen den Ausnehmungen lie genden Teile der Platte lein wabenartiges Tragwerk bil den.
Solche Bauelemente eignen sich, ebenfalls gemäss der Erfindung, insbesondere zur Verwendung bei der Erstellung von Doppelmauerwerk.
Wenigstens die eine Wand sollte dabei aus solchen mit Ausnehmungen versehenen Bauelementen aufge baut sein.
Ein solches Doppelmauerwerk hat hervorragende Isolationseigenschaften (Schallisolation, Feuchtigkeits isolation), es ist sehr tragfähig (hohe Druckfestigkeit), 2 und ausserdem besteht die Möglichkeit zum Heizen bzw. Kühlen durch Mauerventilation.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungs- und Verwen dungsbeispielen noch näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht auf die mit Ausnehmungen, ver sehene Seite einer Hälfte eines plattenförmigen Bau elementes nach der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt durch die Linie II-11 von Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht von links, teilweise im Schnitt,
entlang der Linie III-III des Bauelementes nach Fig. 1 und Fig. 4 und 5 Ansicht bzw. Draufsicht eines mittels Bauelemente nach Fig. 1 aufgebauten und nachge spannten Doppelmauerwerkes.
Fig. 1 bis 3 der Zeichnung zeigen ein aus einer viereckigen Platte 1 bestehendes Bauelement, in dessen einer Seite A Ausnehmungen 2, 2', 2" usw. vorge sehen und zeilen- und kolonnenförmig derart angeord net sind, dass die zwischen den Ausnehmungen liegen den Teile bzw. Stege 3, 3', 4, 4', 5, 5' usw. der Platte 1 ein wabenförmiges Tragwerk bilden.
Die Kolonnen der Ausnehmungen sind beim gezeig ten Beispiel in drei Gruppen aufgeteilt, wobei die Aus- nehmungen jeder Zeile der einzelnen Gruppen zu den Ausnehmuneen 2' einer benachbarten Zeile um die Hälfte des Abstandes zwischen zwei Ausnehmungen ver setzt angeordnet sind. Eine ähnliche Anordnung findet man zwischen den Ausnehmungen von benachbarten Kolonnen.
Selbstverständlich könnten die Ausnehmungen 2, 2' usw. auch gleichmässig über die ganze Seite A der Platte 1 verteilt sein.
In den von Ausnehmungen freien Teilen der Platte 1 sind der Aufnahme von Bewehrungs- oder Spanndräh ten dienende Bohrungen 6 vorgesehen.
Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 hervor geht, bildet die andere Seite B der Platte 1 eine ebene Fläche, auf die beim fertigen Mauerwerk gegebenenfalls ein Strukturputz aufgebracht werden könnte.
Die Ausnehmungen 2, 2' usw. besitzen<U>annähernd</U> über ihre ganze Tiefe einen konstanten, die Form eines regelmässigen Sechsecks aufweisenden Querschnitt. Dank diesem wabenförmigen Aufbau besitzen die Bauelemente bzw. Platten 1 bei geringem Gewicht eine sehr hohe Druckfestigkeit.
Die Ausnehmungen 2, 2' usw. laufen an ihrem Bodsn in eine Spitze 7 aus (Fig. 2 und 3). Die Tiefe der Ausnehmungen 2, 2' usw. beträgt beim gezeigten Beispiel wenigstens 3/.4 der gesamten Plattendicke.
Die horizontalen und vertikalen Stossseiten der Platte 1 sind mit Längsnut, -n 8 bzw. 11 und Längskämmen 9, 10 bzw. 12, 13 versehen, die dazu vorgesehen sind, mit entsprechend ausgebildeten Längskämmen und Längsnuten benachbarter Platten bzw. Bauelemente zu- sammenzuwirken. In den Stössen wird jeweils wenigstens eine Nut teilweise frei bleiben, um Bewehrungs- oder Dichtungselemente aufzunehmen.
Die Bauelemente 1 bestehen aus Brechkies (ohne Sand) mit einer Körnung von 1-4 mm und Zement und werden durch Vibrieren und Pressen des erdfeuch ten Gemischas hergestellt.
Fig. 4 und 5 zeigen ein aus Bauelementen bzw. Platten 1 nach Fig. 1 aufgebautes Doppelmauerwerk (Fig. 5). Durch Bewehrungs- und Spanndrähte 14, welche durch die Bohrungen 6 (Fig. 1, 2) durchführen, ist jede der Wände 15, 16 zu einem starren bzw.
steifen Gebilde zusammengehalten. Um einerseits dem ganzen Doppelmauerwerk genügend Steifigkeit zu verleihen und um anderseits den gewünschten Abstand zwischen den beiden Wänden 15, 16 herzustellen, wird wenigstens am einen Ende von zwei nebeneinander verlaufenden Dräh ten 14 ein Abstandorgan in Form eines Blechstreifens 17, zweckmässig aus Stahl, aufgelegt und festgemacht. Der Streifen 17 dient dabei zweckmässig als Klemm anker für die Spanndrähte 14.
Selbstverständlich kön nen auch am unteren Ende der Drähte 14 solche oder ähnlich ausgebildete Abstandorgane vorgesehen werden.
Zwischen die beiden Wände 15, 16 wird vorteil haft eine Isolierung eingebracht. Diese Isolierung kann die Form einer Matte oder dritten Wand aufweisen. Der Raum zwischen den Wänden, 15, 1.6 könnte auch ausgeschäumt werden.
Bei einer Konstruktion mit seiner dritten, isolieren den Wand, die zudem im Abstand von den beiden äusseren Wänden gehalten wird, entsteht ein Mauerwerk mit optimalem Isolierwert, da zwischen den Wänden 15, 16 und der eigentlichen Isolierwand jeweils noch ein Luftpolster vorhanden ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Aus einer viereckigen Platte bestehendes Bauele ment zur Erstellung von Mauerwerk, dadurch gekenn zeichnet, dass in der einen Seite der Platte Ausnehmun- gen vorgesehen und derart angeordnet sind, dass die zwischen den Ausnehmungen liegenden Teile der Platte ein wabenartiges Tragwerk bilden. UNTERANSPRÜCHE 1.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausnehmungen über annähernd ihre ganze Tiefe einen gleichförmigen Querschnitt auf weisen. z. Bauelement nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausnehmungen einen in eine Spitze auslaufenden Boden aufweisen. 3. Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausnehmungen im Querschnitt die Form eines regelmässigen Sechseckes aufweisen. 4.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausnehmungen in Gruppen ange ordnet sind, wobei zwischen zwei benachbarten Grup pen ein von Ausnehmungen freier Steg belassen ist. 5. Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Ausnehmungen zeilen- und ko lonnenförmig angeordnet sind, wobei die Ausnehmun- gen jeder Zeile bzw.Kolonne zu den Ausnehmungen einer benachbarten Zeile bzw. Kolonne um die Hälfte des Abstandes zwischen zwei Ausnehmungen versetzt angeordnet sind. 6. Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Tiefe der Ausnehmungen grösser ist als die Hälfte der gesamten Dicke der Platte. 7.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die horizontalen und vertikalen Stoss seiten Längsnuten und Längskämme aufweisen, welche dazu vorgesehen sind, im zu erstellenden Mauerwerk mit Längskämmen bzw. Längsnuten benachbarter Bauele mente zusammenzuwirken. B.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch.ge- kennzeichnet, dass es mit in der Plattenebene liegenden, durchgehenden Bohrungen zur Aufnahme von Beweh- rungseisen versehen ist. PATENTANSPRUCH II Verwendung von Bauelementen nach Patentan spruch I zur Erstellung von Doppelmauerwerk. UNTERANSPRÜCHE 9.Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens die eine Wand aus auf der einen Seite Ausnehmungen aufweisenden Platten auf gebaut wird, wobei diese Platten mit den Ausnehmun- gen in den Wandzwischenraum mündend angeordnet werden.10. Verwendung nach Patentanspruch Il und Un teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beide Wände des Doppelmauerwerkes aus auf der einen Seite Ausnehmungen aufweisenden Platten aufgebaut werden. 11. Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die beiden Wände eine dritte, isolierende Wand eingebaut wird. 12. Verwendung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Wand in vorbe stimmtem Abstand von den äusseren Wänden ange bracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1341467A CH461066A (de) | 1967-09-26 | 1967-09-26 | Bauelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1341467A CH461066A (de) | 1967-09-26 | 1967-09-26 | Bauelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH461066A true CH461066A (de) | 1968-08-15 |
Family
ID=4392212
Family Applications (1)
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| CH1341467A CH461066A (de) | 1967-09-26 | 1967-09-26 | Bauelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH461066A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4510725A (en) * | 1981-09-17 | 1985-04-16 | Wilson Mark E | Building block and construction system |
-
1967
- 1967-09-26 CH CH1341467A patent/CH461066A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4510725A (en) * | 1981-09-17 | 1985-04-16 | Wilson Mark E | Building block and construction system |
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