CH461385A - Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände - Google Patents
Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für BadesträndeInfo
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Description
Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände.
Infolge der zunehmenden Verschmutzung der Ge wässer durch industrielle Abwässer müssen mehr und mehr Badeanstalten in Flüssen und Seen geschlossen werden. Wegen der sich ausweitenden Industrialisierung und der wachsenden Bevölkerungsdichte wird diese Situation in Hinkunft noch prekärer, so dass bereits heute Gegenmassnahmen dringend geboten sind. Einen Beitrag in dieser Richtung liefert der Gegenstand der vorliegenden Erfindung, mit dem örtlich, vorzugsweise an Badestränden natürlicher Gewässer, die Verunreini gung bekämpft wird.
Es handelt sich dabei um eine Anlage, die sich bekannter Fördermittel in Verbindung mit neuartigen Führungsmitteln bedient, um insbesonde re das Wasser in Uferbereichen von Gewässern intensiv umzuwälzen und zu belüften, d. h. also, mit Sauerstoff anzureichern.
Die erfindungsgemässe Anlage ist dadurch gekenn zeichnet, dass eine schwimmfähige Leitwand mit einem darin gelagerten Rotor vorhanden ist, der durch einen oberhalb der Leitwand vorgesehenen Motor antreibbar ist, dass die Leitwand auf einem Teil ihres Umfanges eine divergente Auslassöffnung für das vom Rotor geförderte Wasser aufweist und dass ein Ansaugkanal vorhanden ist, dessen Ansaugmündung ausserhalb der Leitwand angeordnet ist und dessen Einlaufteil koaxial zum Rotor in dessen Ansaugbereich einmündet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. In dieser Zeichnung stellen dar: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Anlage, die in einer als Freibad dienenden Seebucht verankert ist, Fig. 2 den dazugehörigen Grundriss mit teilweise eingezeichnetem Strömungsverlauf des umgewälzten Wassers und Fig. 3 die Vorderansicht der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Anlage.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Rotor bekannter Bauart, der in einer flachen Leitwand rotieren kann und von einem oberhalb dieser Leitwand und ausserhalb des Wassers vorgesehenen Elektromotor antreibbar ist. Der Elektromotor 3 stützt sich über schräg liegende Streben 4 gegen die Leitwand 2 ab, die sie durchdringen und an deren Aussenseite sie sich im Wasser fortsetzen. Die Streben 4 enden senkrecht unterhalb der Mittelpunkte von drei kugeligen Schwimmkörpern 5, mit denen sie durch Fesselseile 6 verbunden sind. An den Enden der Streben 4 sind ferner Ankertaue 7 befestigt, an denen sich die Anker 8 befinden, mit denen die Anlage am gewünschten Ort fixiert ist.
Zwischen dem Motor 3 und dem Rotor 1 ist ein rohrförmiger Gehäusemantel 9 vorgesehen, der die Wellenkupplung umschliesst und das rotorseitige Wel lenlager aufnimmt.
An der Unterseite der Leitwand mündet koaxial zum Rotor 1 der Einlaufteil 10 eines Ansaugkanals 11 der Anlage. Dieser Ansaugkanal verläuft an seiner tiefsten Stelle im wesentlichen horizontal und krümmt sich an seinem Ende S-förmig nach oben, wo er mit seinem abgeschrägten Auslassquerschnitt 12 unterhalb der Was seroberfläche mündet. Drei radial verlaufende Strebe 13 zentrieren den Einlaufteil 10 gegenüber dem Rotor und stützen den Ansaugkanal gegen die Leitwand 2 ab.
Der Rotor 1 geht mit seinem unteren Nabenteil in den Einlaufteil 10 des Ansaugkanals 11 über. Der Nabenteil des Rotors besitzt eine zentrale Ansaugöff nung, die im Inneren des Rotors in einen sich erweitern den Kanal übergeht, aus dem das angesaugte Wasser in die einzelnen Zellen des Rotors gelangt und bei Rotation desselben durch die Fliehkraft nach aussen geschleudert wird. Der Nabenteil geht strömungsgünstig in den Einlaufteil 10 des Ansaugkanals 11 über, wodurch ein verlustarmer Eintritt des angesaugten Wassers in den Rotor beim Verlassen des Ansaugkanals erreicht wird.
Die Grundrissform der Leitwand 2 setzt sich zusam- men aus einem Halbkreis, einer Geraden sowie zwei geschweiften Kurvenstücken, die den Halbkreis mit den Endpunkten der Geraden verbinden und den Austritts kanal der Anlage begrenzen. Die Mündung dieses Austrittskanals ist gegen das Ufer, im vorliegenden Falle gegen die Bucht gerichtet, deren Wasser reingehalten werden soll. Im Bereich des Kanals verlaufen die geschweiften Wandteile divergent, so dass das aus der Leitwand 2 austretende Wasser in einem sich gegen die Bucht verbreiternden Strahl ausgestossen wird.
Zur Versteifung der tragenden Struktur der Anlage sind die Enden der drei Streben 4 durch Spannseile 14, 15, 16 miteinander verbunden. Um die Anlage auch bei trübem Wetter und bei Nacht für Wasserfahrzeuge kenntlich zu machen, sind sie mit roter Tagesleuchtfarbe gestrichen und besitzen an ihrer höchsten Stelle ein Warnlicht 17.
Der rotierende Rotor 2 saugt an der Mündung 12 des Kanals 11 reines Wasser aus dem uferfernen Bereich des Gewässers an und drückt es aus der Mündung der Leitwand 2 gegen das Ufer, um die Verunreinigungen wegzuschwemmen und das Uferbecken mit frischem Wasser zu versorgen. Gleichzeitig findet hierbei eine Anreicherung des strömenden Wassers an seiner freien Grenzschicht mit Luft, d. h. also auch Sauerstoff, statt. Es handelt sich dabei also auch gleichzeitig um eine Oberflächenbelüftung, wobei grosse Wassermassen in Bewegung gehalten werden und mit der Luft in Berüh rung kommen, so dass die Sauerstoffdiffusion gegenüber einem stehenden oder ruhig fliessenden Gewässer erheb lich verstärkt wird.
Die enorm günstigen Sauerstoffein tragswerte, die hierbei erreicht werden, gewährleisten in Verbindung mit der mechanischen Entfernung der sich sonst hauptsächlich an Uferpartien ansammelnden schlammigen und sonstigen Verunreingungen stets fri sches Badewasser: Gleichzeitig wird hierdurch auch eine Schlammablagerung und damit eine Verkrustung auf der Beckensohle oder an den Wänden verhindert und damit ein Aushub des Badebeckens, wie er sonst in gewissen Abständen notwendig ist, überflüssig. Auch die gefürch tete Algenbildung wird hierdurch verhindert.
Eine ausgeführte Anlage dieser Art hat eine sekund liche Förderleistung von 2,5 m3, was einer täglichen Menge von 216 000 m3 frischen Wassers entspricht, die dem zu reinigenden Becken zugeführt werden. Dabei kann der von der Anlage ausgestossene Strom ein Gebiet mit einer Länge von über 500 m bestreichen, so dass auch verhältnismässig grosse Buchten mit nur einer Anlage sauber gehalten werden können.
Bei sehr grossen reinzuhaltenden Wasserflächen können mehrere solcher Anlagen in geeigneter Verteilung vorgesehen sein, es ist aber auch möglich, mit nur einer einzigen Anlage auszukommen, da diese infolge ihrer leichten Beweglich keit periodisch an verschiedene Stellen des betreffenden Gebietes geschleppt und dort für eine gewisse Zeit verankert werden kann, so dass es abschnittsweise frische Wasserströmungen erhält, die dort ihre reinigen den Wirkungen entfalten können.
Die beschriebene Anlage kann auch zur Eisfreihal tung von Seen und Talsperren verwendet werden, wobei der Wasserstrom den Eisansatz bis zu ziemlich tiefen Temperaturen verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schwimmfähige Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände, dadurch gekennzeichnet, dass eine schwimmfähige Leitwand (2) mit einem darin gelagerten Rotor (1) vorhanden ist, der durch einen oberhalb der Leitwand vorgesehenen Motor (3) antreib- bar ist, dass die Leitwand (2) auf einem Teil ihres Umfanges eine divergente Auslassöffnung für das vom Rotor geförderte Wasser aufweist und dass ein Ansaug kanal (11) vorhanden ist, dessen Ansaugmündung (12)ausserhalb der Leitwand angeordnet ist und dessen Einlaufteil (10) koaxial zum Rotor (1) in dessen Ansaug bereich einmündet. UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Leitwand (2) an Streben (4) verankert und gegeneinander durch Spannseile (14, 15, 16) ver spannte, kugelförmige Auftriebskörper (5) aufweist. 2. Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Rotor (1) Leitkanäle mit radial gerichteten, stegförmigen Begrenzungswänden auf weist. 3.Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ansaugmündung (12) des Ansaugka nals (11) nach oben abgeschrägt ist und mit ihrer Oberkante unterhalb der Wasserlinie liegt. 4. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Verankerung der Anlage am Grund des Gewässers Anker (8) vorgesehen sind, die mittels Ankertauen (7) an den Enden der Streben (4) befestigt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1128967A CH461385A (de) | 1967-08-10 | 1967-08-10 | Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1128967A CH461385A (de) | 1967-08-10 | 1967-08-10 | Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH461385A true CH461385A (de) | 1968-08-15 |
Family
ID=4371995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1128967A CH461385A (de) | 1967-08-10 | 1967-08-10 | Anlage zum Umwälzen von Wasser, insbesondere für Badestrände |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH461385A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3811662A (en) * | 1971-09-06 | 1974-05-21 | Kaelin J R | Aeration device for the surface aeration of liquids |
| US4364691A (en) * | 1980-06-27 | 1982-12-21 | Lockheed Corporation | Surface wave attenuation apparatus |
-
1967
- 1967-08-10 CH CH1128967A patent/CH461385A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3811662A (en) * | 1971-09-06 | 1974-05-21 | Kaelin J R | Aeration device for the surface aeration of liquids |
| US4364691A (en) * | 1980-06-27 | 1982-12-21 | Lockheed Corporation | Surface wave attenuation apparatus |
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