CH462477A - Interferometer, insbesondere zur Längenmessung - Google Patents

Interferometer, insbesondere zur Längenmessung

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CH462477A
CH462477A CH947867A CH947867A CH462477A CH 462477 A CH462477 A CH 462477A CH 947867 A CH947867 A CH 947867A CH 947867 A CH947867 A CH 947867A CH 462477 A CH462477 A CH 462477A
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sub
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CH947867A
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Reid Smith-Vaniz William
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Perkin Elmer Corp
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Description


  
 



  Interferometer, insbesondere zur Längenmessung
Die Erfindung betrifft ein Interferometer, insbesondere zur Längenmessung, bei welchem ein über eine Messstrecke geleitetes Teilbündel mit einem anderen Teilbündel zur Interferenz gebracht wird.



   Es sind Interferometer bekannt, die zur genauen Messung von Längen oder Abständen benutzt werden.



  Diese Interferometer enthalten eine Einrichtung, durch welche ein Lichtbündel von einer Lichtquelle auf ein Objekt geleitet wird, dessen Entfernung gemessen werden soll. Dieses Bündel wird von dem Objekt reflektiert. Das reflektierte Bündel interferiert mit dem ausgesandten Licht und bildet ein Muster von Interferenzstreifen.



  Diese Art von   Interferometem    wird manchmal so justiert, dass der Interferenzstreifen nullter Ordnung das Gesichtsfeld ausfüllt. Dann bedeutet eine Bewegung der Interferenzstreifen eine abwechselnde Aufhellung und Abdunklung des gesamten Gesichtsfeldes. Eine Veränderung der Lage des Objektes bewirkt eine entsprechende Bewegung der Interferenzstreifen. Es sind bei den bekannten Interferometern auch Einrichtungen vorgesehen, durch welche der Betrag der Streifenbewegung festgestellt und angezeigt wird, wodurch eine Anzeige der Verlagerung des Objektes erhalten wird.



   Interferometer dieser Art waren im allgemeinen beschränkt auf die Messung von Objektverlagerungen über einen relativ geringen Abstand, und zwar wegen der Bandbreite und der zeitweiligen Inkohärenz der verfügbaren Lichtquellen. Mit dem Aufkommen der hochintensiven kohärenten Lichtquellen, wie sie die Laser darstellen, wird es jedoch jetzt möglich, diese Messungen über eine relativ grosse Strecke von beispielsweise einigen Metern hinweg durchzuführen.



   Ausser der Anzeige der Grösse der Objektverlagerung ist es auch wünschenswert, die Richtung der Verlagerung anzuzeigen. Bekannte Anordnungen zum Zählen sich bewegender Interferenzstreifen benutzen eine Photozelle zum Abtasten der Interferenzstreifenbewegung und zum Anzeigen seiner Grösse. Es sind jedoch zusätzliche Mittel erforderlich, um die Richtung der Bewegung zu erfassen und anzuzeigen. Ein bekanntes Interferometer benutzt zwei Photozellen und Strahlenteiler, welche zusammen so angeordnet sind, dass sie zwei in der Phase voneinander verschiedene Signale nach Massgabe der Grösse und Richtung der Objektivbewegung liefern. Die Ausgangssignale der Photozellen werden auf eine Höhe entsprechend der Hälfte der Interferenzstreifen beschnitten und einer Zählschaltung zugeführt.

   Anordnungen dieser Art sind einmal relativ kompliziert und ausserdem Veränderungen unterworfen, die in den Eigenschaften der Photozellen auftreten können, was die Höhe des beschnittenen Signals und die Genauigkeit der Anzeige beeinflusst.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Interferometer zu schaffen, welches Verlagerungen eines Objekts über eine relativ grosse Strecke zu messen gestattet.



   Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Interferometer zu schaffen, welches Grösse und Richtung der Objektbewegung zu messen gestattet.



   Die Erfindung besteht darin, dass die beiden Teilbündel von gleicher Polarisationsart sind, aber in orthogona  ler    Beziehung zueinander stehen, wobei die Drehung der Polarisationsebene des durch die Interferenz der Teilbündel erhaltenen Lichtbündels als Mass für die Änderung des Gangunterschiedes der Teilbündel dient. Vergrösserung oder Verkleinerung des Gangunterschiedes zwischen den beiden Teilbündeln äussert sich dabei in einer Rechts- oder Linksdrehung des elektrischen Vektors.



   Der Ausdruck   orthogonale Beziehung  kann am besten verstanden werden, wenn man die Polarisation des Lichtes als durch Punkte auf einer   Poincare-Kugel    dargestellt betrachtet. Die Verwendung der   Poincare-    Kugel ist eine Technik zum Analysieren des Ergebnisses der Kombination von Licht unterschiedlicher Polarisa  tion. Sie ist beschrieben in zu (Polarized Light, Production and Use  zu von William A. Shurcliff, Harvard University    Press, Cambridge, Massachusetts, 1966, Seiten 16 bis 19 und 95 bis 99. Orthogonal polarisierte Lichtbündel, welche auf Seite 6 dieses Buches erörtert sind, kombinieren sich unter Bildung eines Lichtbündels, das durch einen Kreis auf der   Poincare-Kugel    dargestellt ist.  



   Ein Beispiel für Bündel von orthogonaler Beziehung zueinander sind gegensinnig zirkularpolarisierte interferierende Teilbündel.



   Andere Beispiele von polarisierten Lichtbündeln in orthogonaler Beziehung zueinander ist linear polarisiertes Licht in orthogonaler Beziehung sowie elliptisch polarisiertes Licht in orthogonaler Beziehung. Zueinander orthogonale Bündel können zwei Komponenten von linearer Polarisation aufweisen, die sich um 900 im Azimut unterscheiden, wenn die Fortpflanzungsrichtung die gleiche ist. Rechts- und linkszirkular polarisierte Bündel sind orthogonal. Zwei elliptisch polarisierte Bündel sind orthogonal, wenn die Azimute der Hauptachsen sich um 900 unterscheiden, die Drehrichtungen entgegengesetzt und die Exzentrizitäten die gleichen sind.

   Der die Resultante der kombinierten Bündel darstellende Grosskreis auf der   Poincare-I(ugel    wird durch geeignete Mittel zum Beispiel ein optisches Verzögerungsglied, zur Koinzidenz mit einem Kreis auf der Kugel gebracht, der linear polarisiertes Licht darstellt. Die Änderungen der Polarisationsebene des resultierenden linear polarisierten Lichtes wird dann festgestellt, um die Verlagerung des Objekts anzugeben. Wenn die Interferenz zu linear polarisiertem Licht führt, ist ein Verzögerungsglied entbehrlich. Die Interferenz von zirkular polarisiertem Licht entgegengesetzter Dreh richtung stellt einen solchen Fall dar.



   Die Anordnung kann zu diesem Zweck so getroffen werden, dass durch einen Strahlenteiler ein zirkularpolarisiertes Lichtbündel durch einen Strahlenteiler in zwei Teilbündel aufgespalten und eines dieser Teilbündel über die Messstrecke geleitet, reflektiert und mit dem anderen Teilbündel zur Interferenz gebracht wird, und dass eines der Teilbündel über eine gerade und das andere über eine ungerade Anzahl von metallisch reflektierenden Flächen geleitet wird.



   Das kann in der Weise geschehen, dass das über die Messstrecke geleitete Teilbündel an einem Umkehrreflektor reflektiert wird, der von drei zueinander senkrechten, metallisch spiegelnden Flächen gebildet wird und an einem Teil angebracht ist, dessen Bewegung überwacht werden soll.



   Eine besondere   zweckmässige    Anordnung ergibt sich dadurch, dass als Lichtquelle ein Laser vorgesehen ist, dessen Lichtbündel durch eine A/4-Platte geleitet wird, dass der Strahlenteiler eine unter 450 zur Bündelachse geneigte teilreflektierende Metallschicht ist, dass ein zweiter Strahlenteiler mit einer teilreflektierenden Metallschicht vorgesehen ist, die senkrecht zu der Metallschicht des ersten Strahlenteilers liegt, und dass das von dem ersten Strahlenteiler reflektierte erste Teilbündel den zweiten Strahlenteiler teilweise durchsetzt und mit dem den ersten Strahlenteiler durchsetzenden, über die Messstrecke geleiteten, von dem Umkehrreflektor zurückgeworfenen und an der Metallschicht des zweiten Strahlenteilers teilweise reflektierten zweiten Teilbündel interferiert.



   Die Beobachtung der miteinander interferierenden Teilbündel kann in verschiedener Weise erfolgen.



   Eine Möglichkeit besteht darin, dass das durch Interferenz der Teilbündel erhaltene, im wesentlichen linearpolarisierte Lichtbündel durch einen Strahlenteiler wieder in zwei Teilbündel aufgespalten wird, dass im Strahlengang jedes Teilbündels ein Polarisator angeordnet ist, dass jedes der Teilbündel auf einen photoelektrischen Empfänger geleitet wird und die beiden Empfängersignale vorzugsweise über einen Impulsformer in Abhängigkeit von der Phasenbeziehung der Signale zueinander vor- oder rückwärtszählenden Zähler zugeführt werden.



   Eine andere vorteilhafte Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass das durch Interferenz der Teilbündel erhaltene, im wesentlichen linearpolarisierte Lichtbündel über eine erste   A./4-Platte    mit umlaufender optischer Achse, eine zweite,   feststehende /4-Platte    und einen Polarisator auf einen photoelektrischen Empfänger geleitet wird, und dass einem vor- und rückwärts-zählenden Zähler das Signal des photoelektrischen Empfängers und die besagte Umlauffrequenz einander entgegenwirkend zugeführt werden. Hierbei wird nur ein einziger photoelektrischer Empfänger benötigt.



   Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben:
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung und zeigt eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.



   Fig. 2 ist ein Vektordiagramm und zeigt die Vektordarstellungen der verschiedenen Lichtwellen bei der Anordnung von Fig. 1 und
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer Anordnung, welche eine einzige Photozelle zu Bestimmung der Grösse und Richtung der Objektbewegung benutzt.



   Fig. 4 ist eine schematische Darstellung und zeigt eine Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit der Verlagerung des Objekts und Verwendung einer einzigen Photozelle.



   Fig. 5 ist eine schematische Darstellung und zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.



   In Fig. 1 weist das Interferometer als Lichtquelle zur Erzeugung kohärenten Lichtes hoher Intensität einen Laser 10 auf. Ein von dem Laser ausgehendes Lichtbündel wird auf einen Umkehrreflektor 14 geleitet und zwar über einen Kollimator mit den Linsen 16 und 18, eine A/4-Platte 20, welche das Lichtbündel in zirkularpolarisiertes Licht umwandelt, sowie einen Strahlenteiler 22.



  Der Strahlenteiler 22 besteht aus Glas von optischer Qualität und besitzt eine halbversilberte Fläche 24, so dass er 50% Durchlässigkeit und 50% Reflexion ergibt. Ein zirkular polarisiertes Lichtbündel   Jo,    das mit 25 bezeichnet ist und auf die Fläche 24 auftrifft, wird von dem Strahlenteiler in einen durchgelassenen Bestandteil   Iot1    und einen reflektierten Bestandteil   IOrl    aufgespalten. Die Faktoren t1 und   r1    stellen den Bruchteil von   1o    dar, welcher durchgelassen bzw. reflektiert wird.

   Der Drehsinn der zirkularen Polarisation des Teilbündels   Iotl,    welches auf den Reflektor 14 geleitet wird, ist als im Uhrzeigersinn verlaufend angegeben, während die Reflexion an der Fläche 24 bewirkt, dass das Teilbündel   IOrl    entgegen dem Uhrzeigersinn polarisiert ist.



   Der Umkehrreflektor 14 ist ein gebräuchlicher Reflektor, welcher mit einem (nachstehend zu erörternden) Objekt 26 beweglich verbunden ist. Er ist so ausgebildet, dass das Teilbündel   Iotl    eine ungerade Anzahl von Reflexionen erfährt, wodurch der Drehsinn der zirkularen Polarisation des Bündels umgekehrt wird. Das reflektierte Bündel   Iotl    ist als entgegen dem Uhrzeigersinn zirkular polarisiert dargestellt. Der Umkehrreflektor besteht aus einer Würfelecke mit metallischen, reflektierenden Innenflächen. Ausserdem ergibt die Verwendung einer Würfelecke eine Unempfindlichkeit hinsichtlich winkelmässiger Anordnung des Reflektors.



   Ein zweiter Strahlenteiler 27 ist relativ zu dem Re  flektor    14 und dem ersten Strahlenteiler 22 so angeordnet, dass das reflektierte Teilbündel   Intl    und das Teilbündel   IOrl    auf eine Fläche 28 desselben fallen. Diese Bündel an der Fläche 28 sind in entgegengesetztem Drehsinn zirkular polarisiert und von gleicher Intensität t1,  wenn man alle geringfügigen Verluste beim Durchgang zu dem Reflektor 14 und bei der Reflexion von diesem vernachlässigt.

   Sie erzeugen somit eine resultierende, linear polarisierte Welle   Ires    mit einem Polarisationswinkel   O    gegenüber irgendeiner Bezugsachse, welcher sich nach Massgabe der von dem durchgelassenen Bündel   Iotl    durchlaufenden Entfernung ändert Der zweite Strahlenteiler 27 besteht aus Glas von optischer Qualität und besitzt eine Fläche 28, die halbversilbert ist, um 50% Durchlässigkeit und   50SO    Reflexion zu ergeben.

   Die linearpolarisierten Resultanten der interferierenden Bün  del sind die Bündel Iles und I'i.es, wo Iz. es = 1o (rote + t1r)    und   I',.,,    =   Io    (r1r2 +   tut2).    Das Bündel I'res trifft auf eine   bberwachungsvorrichtung    29, welche zur Beobachtung der Interferenzstreifen dient. Das Bündel   I,.,,    trifft auf einen dritten Strahlenteiler 30 einer   Detektor-und    Anzeigeanordnung, welche generell mit 31 bezeichnet ist.



  Die Detektor- und Anzeigeanordnung 31 enthält Mittel zum Durchlassen des linear polarisierten Interferenzmusters unter verschiedenen Polarisationswinkeln und zur Erzeugung elektrischer Ausgangssignale nach Massgabe der Grösse und Richtung der Interferenzstreifenbewegung. Der Strahlenteiler 30 besteht aus Glas von optischer Qualität mit einer halbversilberten Fläche 32. welche   50SO    Durchlässigkeit und 50% Reflexionsvermögen ergibt. Die Ausgangsbündel des Strahlenteilers 30 werden von Polarisatoren 32 und 34 mit der jeweiligen Durchlassrichtung des Polarisators durchgelassen und treffen auf Photozellen 36 bzw. 38.

   Der Polarisator 32 lässt linear polarisiertes Licht durch, das unter einem ersten Winkel   0    relativ zu irgendeiner Bezugsrichtung polarisiert ist, während der Polarisator 34 polarisiertes Licht unter einem zweiten, von   e    verschiedenen Winkel durchlässt. Beispielsweise kann der zweite Polarisationswinkel   O-      +    450 sein. Bei einer konstanten Geschwindigkeit des Umkehrreflektors unterscheidet sich somit ein Ausgangssignal   e35    der Photozelle 38 in der Phase von einem Ausgangssignal e36 der Photozelle 36 um 900. Diese Signale werden verstärkt und durch geeignete Schaltungen beschnitten, die durch die Blocks 40 und 42 dargestellt sind.

   Wenn das Objekt 26 verlagert wird, enthält der Ausgang der Schaltungen 40 und 42 zwei elektrische Signale, deren Phasenbeziehung zueinander die Richtung der Verlagerung angibt. Diese Signal werden einem vorund rückwärtszählenden Zähler 44 zugeführt, welche die bestehende Zählung erhöht, wenn die Objektverlagerung in der einen Richtung erfolgt, und die Zählung vermindert, wenn das Objekt in die entgegengesetzte Richtung umkehrt.



   In Fig. 1 ist das Objekt 26, dessen Bewegung gemessen werden soll, als bewegliches Transportbett 26 einer (nicht dargestellten) Werkzeugmaschine dargestellt. Um die optische Anordnung deutlicher darstellen zu können, ist die relative Grösse des Reflektors gegenüber dem Bett 26 stark übertrieben. Das Bett kann durch geeignete Mittel über Zahnkränze 45 längs einer Zahnleiste 46 angetrieben werden, um den Werkzeugvorschub zu bewirken. Bei einem automatisierten Bearbeitungsvorgang muss eine Anzeige geringer Änderungen in der Bewegung des Bettes und damit des Werkzeuges erfolgen. Wenn das Bett aus einer Anfangslage herausbewegt wird, wird der Umkehrreflektor 14 in ähnlicher Weise bewegt. Die Polarisationsebene der durch die Interferenz der Bündel erzeugten linear polarisierten Welle dreht sich, wenn der Umkehrreflektor 14 verschoben wird.

   Die Polarisationsebene dreht sich um 3600 für jede Verlagerung (d), welche einer Wellenlänge des von der Lichtquelle 10 erzeugten Lichts entspricht. Jede halbe Drehung des Vektors der linear polarisierten Welle erzeugt eine Periode der   Lichtintensitätsänderung,    welche längs der Durchlassebene des Polarisators 32 bzw. 34 zu den zugehörigen Photozellen durchgelassen wird. Diese Perioden treten in relativ schneller Aufeinanderfolge auf, da eine sehr kleine Bewegung (d) =   B/2    des Bettes 42 eine solche Periode hervorruft. Eine Aufeinanderfolge solcher Perioden stellt ein Muster von sich bewegenden Interferenzstreifen dar.



  Die Photozellen sprechen auf die Bewegung von Interferenzstreifen an. Die Bewegung dieser Streifen ist nach Grösse und Richtung der Bewegung des Bettes 26 proportional. Die Bewegung der Interferenzstreifen wird von den Photozellen 36 und 38 erfasst und erzeugt elektrische   Ausgangssignale Q, ; und e38. Wenn sich das Bett 26 nach    links in Fig. 1 bewegt, so ist e36 beispielsweise gegenüber   e35    voreilend, während eine entgegengesetzte Bewegung   e38 voreilen und e3, ; nacheilen lässt. Die Wirkungsweise    des Interferometers kann noch deutlicher aus dem Vektordiagramm von Fig. 2 entnommen werden. In Fig. 2A verläuft die Fortpflanzungsrichtung des Lichtbündels aus der Papierebene heraus auf den Betrachter zu.

   Die Lichtkomponente   Ihr1,    die von der Fläche 24 des Strahlenteilers 22 reflektiert wird, ist durch den im Uhrzeigersinn umlaufenden Vektor   IOrl    dargestellt.



   Der von dem Umkehrreflektor 14 reflektierte Lichtanteil wird durch den entgegen dem Uhrzeigersinn umlaufenden Vektor   Iot1    dargestellt. Wenn der Abstand D (Fig. 1) zwischen dem Strahlenteiler 32 und dem Umkehrreflektor 14 konstant ist, und da die Vektoren   Lt    und   IOrt    in ihrer Amplitude gleich sind und mit   der    gleichen Geschwindigkeit   (eis)    umlaufen, ist die Resultierende der interferierenden umlaufenden Vektoren in Fig. 2A ein Vektor Ires, welcher in seiner Amplitude unter einem konstanten Winkel 6 in bezug auf eine Referenzachse X schwingt. Das bedeutet: Ein feststehendes Objekt stellt in der Ebene der Interferenz eine feste Phasenbeziehung   0    zwischen dem resultierenden Vektor und der Referenzachse X her.

   Wenn jedoch der Abstand D stetig geändert wird, dann ändert sich die Phasenbeziehung   6    in der Ebene der Interferenz stetig. Es wird dadurch ein umlaufender, resultierender Vektor   I,    erzeugt. Fig. 2B stellt die Phasenbeziehung zwischen dem resultierenden Vektor und der X-Achse in irgendeinem anderen Zeitpunkt während der Bewegung des Umkehrreflektors dar. Die Polarisatoren 32 und 34 sind so polarisiert, dass sie das darauf auftreffende Lichtbündel in unterschiedlichen vorgegebenen Polarisationsebenen entsprechend den (nicht dargestellten) Winkeln   91    und   6    durchlassen.

   Beispielsweise kann der Polarisator 32 für eine Durchlassebene entsprechend der Y-Achse polarisiert sein, wo   (iT    = 900 ist. während der Polarisator 34 für eine Durchlassebene   6    polarisiert ist, die von   6    verschieden ist. Wenn der resultierende Vektor   Il. q    durch diese Winkel hindurchgedreht wird, dann bewirkt das den Durchgang des Interferenzmusters durch den zugehörigen Polarisator. Die Photozellen 36 und 38  sehen  dann bewegliche Interferenzstreifen oder abwechselnde Aufhellung und Abdunklung des Gesichtsfeldes, und die Ausgangsmessungen unterscheiden sich, wie gesagt, in ihrer Phase voneinander nach Massgabe der Drehrichtung des resultierenden Vektors.



   Fig. 3 zeigt eine andere Anordnung zur Bestimmung und Anzeige der Richtung und Grösse der Verlagerung des Objektes 26. Bei dieser Anordnung wird eine einzige Photozelle benutzt, und es werden so alle Nachteile unterschiedlicher Veränderung von Photozelleneigenschaften  vermieden, wie sie bei einer Anordnung mit zwei Photozellen auftreten können. Diejenigen Bestandteile von Fig. 3, die ähnliche Funktionen erfüllen, wie Teile von Fig. 1, tragen die gleichen Bezugszeichen. Das linear po  larisierte    Ausgangsbündel Ires des Strahlenteilers 27, welches auf die gleiche Weise erzeugt wird wie Ires in Fig. 1, wird durch eine Linse 50 auf einer einzigen Photozelle 36 gesammelt.

   Das Bündel tritt nacheinander durch einen optischen Zerhacker oder Schalter 52, welcher von einem elektrischen Generator 54 erzeugt wird und wie eine umlaufende A/4-Platte wirkt, durch eine   l/4-Platte    54 und durch einen Polarisator 56. Der optische Zerhacker bildet den Gegenstand der gleichzeitig eingereichten Patentan  meldung zu (Optisches Glied mit veränderbarer Doppelbrechung  zu der gleichen Anmelderin. Dieser Zerhacker ent-    hält ein isotropes Material von optischer Qualität, welches Doppelbrechung zeigt, wenn es mechanischen Spannungen ausgesetzt wird. Der Zerhacker weist ferner einen piezoelektrischen Wandler auf, welcher von dem Generator 54 so erregt wird, dass er mechanische Schwingungen in dem optischen Material erzeugt.



   Die gemeinsame Wirkung des Zerhackers 52 und der   A/4-Platte    auf das linear polarisiertes Bündel Ires ist die Erzeugung eines Ausgangsvektors   1,,reis,    welcher mit einer Frequenz   f1    umläuft, wenn das Objekt 26 stillstehend und der Phasenwinkel konstant ist. Dieser umlaufende Vektor wird von dem Polarisator 56 vorzugsweise durchgelassen, wenn der Winkel des Vektors   Ihres    der Polarisationsebene des Polarisators 56 entspricht. Wenn das Objekt 26 verlagert wird und der Phasenwinkel   O    des Vektors Ires sich ändert, dann ändert sich die Umlaufgeschwindigkeit des Vektors   1" es    ebenfalls und zwar nach Massgabe der Grösse der Geschwindigkeit der Objektverlagerung.

   Diese Frequenzänderung ist eine Erhöhung oder Verminderung je nach der Richtung der Objektverlagerung. Das Ausgangssignal der Photozelle in Fig. 3 ist ein frequenzmoduliertes Signal. Beispielsweise erregt der Generator 54 den Zerhacker mit irgendeiner Frequenz   f1.    Wenn das Objekt 26 mit konstanter Geschwindigkeit in einer Richtung bewegt wird, ist die Ausgangsfrequenz der Photozelle beispielsweise   f1    +   f2,    während eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung mit der gleichen konstanten Geschwindigkeit ein Photozellensignal mit einer Frequenz   f1 - f3 erzeugt.    Das Photozellensignal wird dem Zähler 44 über den Verstärker und Amplitudenbegrenzer 40 zugeführt, während der Ausgang des Generators 54 ebenfalls dem Zähler zugeführt wird.

   Der Zähler 44 liefert eine resultierende Zählung, die ein Mass für den Weg des Objekts ist. Die Richtung des Weges ist durch Anstieg oder Verringerung des ursprünglichen Zählerstandes angezeigt.



   Es ist manchmal wünschenswert, die Geschwindigkeit der Verlagerung des Objekts 26 festzustellen. Die Detektoranordnung von Fig. 3 liefert ein Ausgangssignal der Photozelle 36 nach Massgabe der Bewegung des Körpers 26 mit einer Frequenz, die eine lineare Funktion der Geschwindigkeit ist. In Fig. 4 ist eine abgewandelte Anordnung für den Detektor von Fig. 3 dargestellt, die ein analoges   Ausgangssignal    eO proportional der Geschwindigkeit liefert. Ein verstärker Signalausgang des Verstärkers 40 wird Frequenzmitteln, etwa einer Frequenzdiskriminatorschaltung 204 zugeführt. Es sind verschiedene Formen solcher Diskriminatorschaltanordnungen bekannt. Der Ausgang eO des   Diskriminators    wird Verarbeitungsmitteln, etwa einem Anzeigegerät 206, einem Schreiber oder einem Regler zugeführt.



   In Fig. 5 ist eine Anordnung dargestellt, bei welcher elliptisch polarisierte Lichtbündel, die in orthogonaler Beziehung zueinander stehen, miteinander interferieren.



  Die Anordnung von Fig. 5 weist Bauteile auf, die ähnliche Funktionen erfüllen wie Bauteile in Fig. 1 und diese Bauteile haben in Fig. 5 die gleichen Bezugszeichen. Die Oberflächen 24 und 28 der Strahlenteiler 22 bzw. 27 tragen gebräuchliche elektrische Beschichtungen. Diese Oberflächen sind geneigt zu einfallenden Lichtbündeln und lassen Komponenten in einer ersten Richtung bevorzugt durch, während die Komponenten in einer zweiten dazu senkrechten Richtung bevorzugt reflektieren.

   Die optischen Eigenschaften der Oberfläche 24 und 28 zeigen jede die folgenden Beziehungen:    T5    = Rp und   Tp    =   R5,    d. h. die Oberfläche 24 lässt eine sekundäre (ausserordentliche) Welle mit gleicher Stärke durch wie die einer reflektierten primären (ordentliche) Welle Tp, und lässt eine primäre (ordentliche) Welle Tp von gleicher Stärke durch wie die einer reflektierten sekundären (ausserordentlichen) Welle   R5.   



   Ein zirkular polarisiertes Eingangsbündel des Strahlenteilers 22 wird in ein elliptisch polarisiertes durchgelassenes Strahlenbündel   Iot1    und ein reflektiertes, damit in orthogonaler Beziehung stehendes, elliptisch polarisiertes Strahlenbündel   IOrJ    aufgespalten, welches letztere einen Vektor mit entgegengesetzter Drehrichtung wie   Iot1    besitzt. Die Drehrichtung des reflektierten Bündels   Iot1    wird durch den Reflektor 14 umgekehrt und die in orthogonaler Beziehung zueinander stehenden elliptisch polarisierten Strahlenbündel   IOrl    und   Iot1    werden an der Fläche 28 miteinander zur Interferenz gebracht. Die resultierende bei der Interferenz entstehende Welle Ires ist im allgemeinen elliptisch polarisiert.

   Wenn jedoch das Vergleichs- und das reflektierte Bündel gleich sind, dann ist der geometrische Ort der Resultierenden auf der   Poincare-Kugel    ein verschobener Grosskreis, welcher den Grosskreis der linearen   Polarisation in zwei Punkten schneidet. Da a die kombi-    nierten Bündel in orthogonaler Beziehung zueinander stehen, kann diese elliptisch polarisierte Resultierende durch einen Kreis auf der   Poincare-Kugel    dargestellt werden. Es sind Verzögerungsmittel vorgesehen, um diesen Kreis zur Koinzidenz mit dem Kreis des linear polarisierten Lichts zu bringen.

   In Fig. 5 bewirken   B/4-Platten    200 und 202 die Verzögerung dieser resultierenden Welle um einen Betrag der ausreicht, auf der   Poincare-Kugel    eine Drehung des Kreises der resultierenden Polarisation zur Koinzidenz mit dem Kreis des linearpolarisierten Lichtes zu bewirken. Der Betrag der von diesen Platten bewirkten Verzögerung hängt von den Faktoren   T5,    Rp, Tp und   R5    der Oberflächen 24 und 28 ab. Ein Austrittsstrahlenbündel der Verzögerungsmittel enthält linear polarisiertes Licht mit einem Drehwinkel, welcher sich nach Massgabe der Verlagerung des Objekts 26 ändert. Die Mittel zur Feststellung und Anzeige dieser Drehung und der entsprechenden Verlagerung des Objekts sind die gleichen wie sie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Interferometer, insbesondere zur Längenmessung, bei welchem ein über eine Messstrecke geleitetes Teilbündel mit einem anderen Teilbündel zur Interferenz gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teilbündel von gleicher Polarisationsart sind, aber in orthogonaler Beziehung zueinander stehen, wobei die Drehung der Polarisationsebene des durch die Interferenz der Teilbündel erhaltenen Lichtbündels als Mass für die Änderung des Gangunterschiedes der Teilbündel dient.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Interferometer nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die interferierenden Teilbündel gegensinnig zirkularpolarisiert sind.
    2. Interferometer nach Unteranspruch 1, gekennzeichnet, durch eine solche Ausbildung, dass durch einen Strahlenteiler (22) ein zirkularpolarisiertes Lichtbündel durch einen Strahlenteiler (25) in zwei Teilbündel aufgespalten und eines dieser Teilbündel über die Messstrecke geleitet, reflektiert und mit dem anderen Teilbündel zur Interferenz gebracht wird, und dass eines der Teilbündel über eine gerade und das andere über eine ungerade Anzahl von metallisch reflektierenden Flächen geleitet wird.
    3. Interferometer nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das über die Messstrecke geleitete Teilbündel an einem Umkehrreflektor (14) reflektiert wird, der von drei zueinander senkrechten, metallisch spiegelnden Flächen gebildet wird und an einem Teil (26) angebracht ist, dessen Bewegung überwacht werden soll.
    4. Interferometer nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle ein Laser (10) vorgesehen ist, dessen Lichtbündel durch eine l/4-Platte (20) geleitet wird, dass der Strahlenteiler (22) eine unter 450 zur Bündelachse geneigte teilreflektierende Metallschicht (24) ist, dass ein zweiter Strahlenteiler (27) mit einer teilreflektierenden Metallschicht (28) vorgesehen ist, die senkrecht zu der Metallschicht (24) des ersten Strahlenteilers (22) liegt, und dass das von dem ersten Strahlenteiler (22) reflektierte erste Teilbündel den zweiten Strahlenteiler (27) teilweise durchsetzt und mit dem den ersten Strahlenteiler (22) durchsetzenden, über die Messstrecke geleiteten, von dem Umkehrreflektor (14) zurückgeworfenen und an der Metallschicht des zweiten Strahlenteilers (27) teilweise reflektierten zweiten Teilbündel interferiert.
    5. Interferometer nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung (29) zur visuellen Beobachtung der Interferenz vorgesehen ist, die von dem durch den zweiten Strahlenteiler (27) reflektierten Anteil des ersten Teilbündels und dem durch den zweiten Strahlenteiler (27) durchtretenden Anteil des zweiten Teilbündels erzeugt werden.
    6. Interferometer nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass das durch Interferenz der Teilbündel erhaltene, praktisch linearpolarisierte Lichtbündel durch einen Strahlenteiler (30) wieder in zwei Teilbündel aufgespalten wird, dass im Strahlengang jedes Teilbündels ein Polarisator (32, 34) angeordnet ist, dass jedes der Teilbündel auf einen photoelektrischen Empfänger (36 bzw. 38) geleitet wird und die beiden Empfängersignale (e36, e36), vorzugsweise über einen Impulsformer (40, 42), einen in Abhängigkeit von der Phasenbeziehung der Signale zueinander vor- und rückwärtszählenden Zähler (44) zugeführt werden.
    7. Interferometer nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass das durch Interferenz der Teilbündel erhaltene, praktisch linearpolarisierte Lichtbündel über eine erste l/4-Platte (52) mit umlaufender optischer Achse, eine zweite, feststehende A/4-Platte (54) und einen Polarisator (56) auf einen photoelektrischen Empfänger (36) geleitet wird, und dass einem vor- und rückwärtszählenden Zähler (44) das Signal des photoelektrischen Empfängers (36) und die besagte Umlauffrequenz einander entgegenwirkend zugeführt werden.
    8. Interferometer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Verzögerungsglieder (200, 202) in dem resultierenden Bündel (Ires) vorgesehen sind, durch welche das resultierende Bündel in ein linear polarisiertes umwandelbar ist.
    9. Interferometer nach Patentanspruch oder Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die miteinander interferierenden Bündel orthogonal zueinander elliptisch polarisiert sind.
    10. Interferometer nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das durch Interferenz der Teilbündel erhaltene, praktisch linearpolarisierte Lichtbündel über eine erste A/4-Platte (52) mit umlaufender optischer Achse, eine zweite, feststehende A/4-Platte (54) und einen Polarisator (56) auf einen photoelektrischen Empfänger (36) geleitet wird, und dass das Signal des photoelektrischen Empfängers (36) einem Frequenzmesser (204) zur Bestimmung der Objektgeschwindigkeit zugeführt wird.
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