CH462503A - Anordnung zur automatischen Röntgenfluoreszenzanalyse - Google Patents
Anordnung zur automatischen RöntgenfluoreszenzanalyseInfo
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Description
Anordnung zur automatischen Röntgenfluoreszenzanalyse Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur automati schen Röntgenfluoreszenzanalyse.
Es sind verschiedene Typen von Röntgenfluoreszenz- analysengeräten bekannt, die je nach den geforderten Aufgabenbereichen verschieden ausgebildet sind. Bei den Anordnungen für die automatische Röntgenfluoreszenz- spektralanalyse unterscheidet man in bezug auf ihren Aufbau Einkanal-, Zweikanal- und Mehrkanalgeräte.
Bei Einkanalanordnungen wird die Messung derart durchgeführt, dass Standardprobe und Messprobe nach einander, vorzugsweise unmittelbar an jeder zu messen den Spektrallinie, in den Strahlengang eingeschwenkt werden. Das zeitliche Nacheinander der Messung der beiden Proben bedeutet eine Fehlerquelle durch zeitliche Veränderungen, die in Form von netzspannungsseitig bedingten Intensitätsschwankungen der Spektroskopie röntgenröhre oder anderen apparativen Schwankungen die Genauigkeit des Messergebnisses herabsetzen können. Für Routineanalysen ist diese Anordnung ausserdem nachteilig, da die Anzahl der pro Zeiteinheit analysierba ren Proben relativ klein ist.
Die bekannten Zweikanalanordnungen verwenden das sogenannte Monitorprinzip, bei dem die Intensität des Kanals, in dem sich die Messprobe befindet, automa tisch auf die Intensität eines entweder fest eingestellten Referenzkanals oder eines zweiten dispersiven und be weglichen Spektrometerkanals bezogen wird. Im letztge nannten Fall ist der Monitor physikalisch exakter, da die Bezugnahme zwischen den Intensitäten jeweils gleicher Spektrallinien erfolgt.
Die bisher bekannte Anordnung hat aber den Nachteil, dass Standardprobe und Messpro- be nicht symmetrisch im Strahlungsfeld der Spektrosko pieröntgenröhre und nicht im gleichen Abstand von deren Austrittsfenster angeordnet sind, so dass sich Inhomogenitäten des Strahlungsfeldes störend auswirken und ausserdem die unterschiedlichen Abstände und die daraus resultierenden untterschiedlichen primären Anre- gungsintensitäten berücksichtigt werden müssen.
In die sem Falle ist die gleichzeitige Messung von Messprobe und Standardprobe mit unmittelbar erfolgendem Ver gleich der Linienintensitäten, die den Konzentrationen der in den Proben enthaltenen Elemente entsprechen, wobei die somit notwendige Zuhilfenahme einer vorher aufgestellten Eichkurve entfällt, nicht möglich.
Mehrkanalgeräte enthalten eine bestimmte Anzahl von im allgemeinen fest eingestellten Spektrometern, die der Zahl der in einer Messprobe gleichzeitig nachzuwei senden Elemente entspricht. Da diese Messung gleichzei tig erfolgt, muss für jedes dieser Spektrometer eine gesonderte Nachweiselektronik vorhanden sein, die einen entsprechend grossen apparativen Aufwand erfordert. Im praktischen Einsatz haben Mehrkanalgeräte den Nach teil, dass sie je nach Typ überhaupt nur für das einmal eingestellte oder nur nach zeitaufwendiger Neujustierung für ein anderes Analysenprogramm mit anderen Spektral linien verwendbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Anordnungen eine Anordnung zur automatischen Röntgenfluoreszenz analyse zu schaffen, die eine gleichzeitige Messung der Intensität von bekannter Standardprobe und unbekannter Messprobe gestattet und dabei die sonst übliche Auswer tung über eine gesondert aufzustellende und regelmässig zu überprüfende Eichkurve umgeht.
Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung zur automatischen Röntgenfluoreszenzanalyse gelöst, die zwei mechanisch und intensitätsmässig völlig gleich auf gebaute Spektrometersysteme zum unmittelbaren Intensi tätsvergleich der jeweils gleichen Spektrallinien von Messprobe und Standardprobe enthält.
Diese Anordnung kann unter Verwendung einer Spektroskopieröntgenröhre aufgebaut werden, wobei sich in deren Strahlengang Messprobe und Standardprobe symmetrisch zur Normalen auf das Austrittsfenster und in möglichst geringem und gleichem Abstand von diesem befinden.
Vorteilhaft ist es, zwei Spektroskopieröntgenröhren zu verwenden und jedem der beiden Spektrometersyste- me jeweils eine Röhre zuzuordnen. Unterschiede im Emissionsvermögen der beiden verwendeten Spektrosko pieröntgenröhren werden durch Blendeneinrichtungen, die in beiden Spektrometersystemen vorhanden sind, ausgeglichen.
Zur Kompensation primärer Spannungsschwankun gen werden die beiden Spektroskopieröntgenröhren vor teilhafterweise hochspannungsseitig parallel und heizungs- seitig in Serie geschaltet. In einer anderen Ausführung kann zusätzlich das Verhältnis der Anodenströme der beiden Spektroskopieröntgenröhren zum Zwecke der In tensitätsabgleiche beider Spektrometersysteme verwendet werden, wobei bei hochspannungsseitig parallelgeschalte ten Spektroskopieröntgenröhren eine elektrische Anord nung für die Überwachung und Stabilisierung des ge wählten Anodenstromverhältnisses sorgt.
Für Messungen, bei denen ein direkter Vergleich der Intensitäten einer Mess- und einer Standardprobe ge wünscht wird, werden die beiden Spektrometersysteme vorteilhafterweise so gekoppelt, dass sie eine gemeinsame Antriebsachse besitzen. Andererseits ist eine Entkopp- lung der beiden Antriebssysteme und unabhängiger Be trieb der beiden Spektrometer möglich.
Jedes der beiden Spektrometersysteme enthält eine vorzugsweise unabhängig steuerbare Probenwechselvor richtung zur Aufnahme mehrerer Proben, wobei die in den Probenwechselvorrichtungen enthaltenen Proben für jede Spektrallinie nach einem beliebig vorwählbaren Programm in den Strahlengang ' eingeschwenkt werden können. Vorteilhaft ist es, eine Automatik zur pro grammgesteuerten Winkelpositionierung der beiden mit einander gekoppelten Spektrometersysteme oder jeweils eines oder beider entkoppelter Spektrometersysteme in der Anordnung vorzusehen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Anordnung dargestellt. Die Darstel lungen enthalten nur die für die Funktion eines Röntgen fluoreszenzspektrometers wichtigsten Bauelemente.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemässes Röntgenzweika nalspektrometer unter Verwendung von nur einer Spek troskopieröntgenröhre. Die von einer Spektroskopierönt genröhre 1 ausgehende Strahlung trifft auf zwei Proben, nämlich eine Mess- und eine Standardprobe, die in gleichem und geringem Abstand vom Austrittsfenster der Röhre 1 und unter gleichem Winkel zu diesem angeord net sind.
Diese Proben befinden sich in jeweils einer Proben wechselvorrichtung 2 und 3, die zur Aufnahme von mehreren Proben ausgebildet sein können. Diese in den beiden Probenwechselvorrichtungen enthaltenen Proben können unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfol ge sowohl von Hand als auch vollautomatisch nach einem vorgewählten Programm in das Strahlungsfeld der Röhre eingeschwenkt werden.
Die von den angeregten Proben ausgehende charakte ristische Strahlung wird durch jeweils eine Sollerblende 4 und 5 parallelisiert und auf jeweils einen geeigneten Analysatorkristall 6 und 7 geführt, die unter bekannten Bedingungen die Strahlung auf zwei Detektoren 8 und 9 reflektieren. Jedes der beiden Spektrometersysteme kann eine Blendeneinrichtung, beispielsweise zwischen Proben wechselvorrichtung und Sollerblende angeordnet, zur intensitätsmässigen Symmetrierung der beiden Strahlen gänge enthalten. Diese Einrichtungen sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Antriebsmittel für die beiden Spektrometersyste me, die jeweils für die 2 : 1-Bedingung zwischen Detek- torwinkel und Analysatorkristallwinkel sorgen, sind so ausgebildet, dass sie durch Kopplung und Bildung einer gemeinsamen Antriebsachse einen vollkommen synchro nen Winkeldurchlauf der beiden Spektrometersysteme ermöglichen. Nach Entkopplung ist der unabhängige Betrieb der beiden Spektrometersysteme möglich.
In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Anordnung dargestellt. Der prinzi pielle Aufbau dieser Anordnung ist der gleiche wie der des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1, mit dem Unter schied, dass diese zweite Anordnung zwei Spektroskopie röntgenröhren enthält.
Diese Anordnung gestattet es, auch grosse Proben im homogenen und intensitätsstarken Bereich des Strah lungsfeldes und gleichzeitig in möglichst geringem Ab stand vom Austrittsfenster jeder Röhre unterzubrin gen.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist die Mög lichkeit der Schaffung eines grösseren Abstandes zwi schen beiden Systemen, der die Unterbringung von Einrichtungen zur Probenmanipulation bzw. zum vollau tomatischen Probendurchlauf begünstigt. Zur intensitäts- mässigen Symmetrierung beider Spektrometersysteme sind hier ebenfalls Blendeneinrichtungen und darüber hinaus Massnahmen elektrischer Art zur Symmetrierung und Stabilisierung der von den beiden Spektroskopierönt genröhren abgegebenen Strahlungsintensitäten vorgese hen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur automatischen Röntgenfluoreszenz analyse, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei mechanisch und intensitätsmässig gleich aufgebaute Spektrometersy steme zum unmittelbaren Intensitätsvergleich der jeweils gleichen Spektrallinien von Messprobe und Standardpro be enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Spektroskopieröntgenröhre enthält, in deren Strahlengang Messprobe und Standardprobe symmetrisch zur Normalen auf das Austrittsfenster und in gleichem Abstand von diesem angeordnet sind. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass sie zwei Spektroskopieröntgenröhren ent hält, wobei jedem der beiden Spektrometersysteme eine der beiden Röhren zugeordnet ist. 3.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Blendeneinrichtungen zum intensitätsmäs- sigen Abgleich der beiden Spektrometersysteme vorgese hen sind. 4. Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Spek troskopieröntgenröhren zur Kompensation primärer Spannungsschwankungen hochspannungsseitig parallel und heizungsseitig in Serie geschaltet sind. 5.Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgese hen sind, zur Regulierung des Verhältnisses der Ano denströme der beiden Spektroskopieröntgenröhren zum Zwecke des Intensitätsabgleiches beider Spektrometersy- steme, wobei bei hochspannungsseitig parallel geschalte ten Spektroskopieröntgenröhren eine elektrische Anord nung zur Überwachung und Stabilisierung des gewählten Anodenstromverhältnisses vorgesehen ist. 6.Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsme chanismus jedes der beiden Spektrometersysteme so aufgebaut ist, dass einerseits eine exakte Kopplung der beiden Systeme und andererseits eine Entkopplung und unabhängiger Betrieb möglich ist und dass zu diesem Zwecke die Achsen der beiden Spektrometersysteme vorzugsweise fluchten. 7. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass jedes der beiden Spektrometersysteme eine vorzugsweise unabhängig steuerbare Probenwechselvor richtung zur Aufnahme mehrerer Proben enthält. B. Anordnung nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die in den Probenwechselvorrichtun- gen enthaltenen Proben für jede Spektrallinie nach einem beliebig vorwählbaren Programm in den Strahlengang einschwenkbar sind. 9.Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur pro grammgesteuerten Winkelpositionierung der beiden mit einander gekoppelten Spektrometersysteme oder jeweils eines oder beider entkoppelter Spektrometersysteme vor gesehen sind.
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Also Published As
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