Vorrichtung zur Montage von Rohrleitungen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Mon tage von Rohrleitungen, insbesondere Betonrohrleitun gen, bei der die Montage der Rohre durch einen Seilzug erfolgt.
Es ist heute bekannt, Rohrleitungen mit Hilfe von mechanischen Seilzügen zu verlegen. Das Verfahren wird vor allem bei der Verlegung von Betonrohrleitun gen mit Rohrdurchmessern von etwa 60-150 cm ange wandt. Hierbei wird jeweils ein Rohr mit Hilfe mecha- nischer Seilzüge an die bereits, verlegten Rohre heran gebracht und nach Ausrichten desselben in ,
die Muffe dos letzten bereits verlegten Rohres eingefahren. Nach her erfolgt Idas abschliessende Nivellieren des in die Muffe eingefahrenen Rohres und das Betonieren des selben. Hierauf wird die gleiche Operation mit dem nächsten Rohr durchgeführt.
Dieses Verfahren ist ausserordentlich aufwendig. Für das Verlegen der Rohre benötigt man eine Equipe von ca. fünf Mann. Das Bedienen der mechanischen Seilzüge benötigt verhältnismässig viel Zeit, da die bei diesen vor handene mechanische Klemmvorrichtung nur mit gros- sem Kraftaufwand gelöst werden kann. Zudem sind die Ausfälle an solchen Geräten verhältnismässig hoch, da die Einzelteile derselben in dem rauhen Betrieb öfters überbeansprucht werden und dann brechen.
Die Erfindung zeigt einen Weg, wie diese Nachteile und Schwierigkeiten überwunden werden können. Die zur Montage von Rohrleitungen verwendete Vorrichtung gemäss der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass ein doppelt wirkender Hydrozylinder auf einem am An fang dos verlegten Rohrstranges aufgestellten Montage- bock angeordnet ist, dessen Kolbenstange an ihrem freien Ende eine hydraulisch betätigte Seilklemme trägt, in der das Zugseil zum Heranziehen der Rohre gefasst ist.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung bei spielsweise dargestellt.
Mit 1 ist ein Graben oder eine Baugrube bezeichnet, in der eine Rohrleitung, bestehend aus einzelnen Beton rohren, zu verlegen ist. Mit 2, 3 und 4 sind drei Beton- rohre bezeichnet, von denen die Rohre 2 und 3 bereits verlegt sind, während Rohr 4 gerade in die Rohrmuffe des Rohres 3 eingefahren wird.
Am Anfang des verlegten Rohrstranges ist ein Mon- tagebock 5 caufgestellt. Dieser besteht im wesentlichen aus eihem aus U-Profilen ,gebildeten Rahmen, der mit Hilfe von verstellbaren Nocken 6, 7 am Rand des er sten verlegten Rohres festgeklemmt wird. Die vertika len Streben des Montagebockes 5 weisen eine Anzahl Bohrungen auf, mit Hilfe welcher ein Hydrozylinder 9 im Montagebock 5 gelagert werden kann. Die Löcher erlauben hierbei eine Anpassung der Höhenlage des Hydrozylinders 9 an die jeweiligen zu montierenden Rohrdurchmesser.
Der Hydrozylinder 9 weist einen Kolben auf, dessen Kolbenstange 10 gegen die zu verlegende Leitung ge richtet ist. An ihrem freien Ende trägt die Kolbenstange 10 eine hydraulisch betätigte Seilklemme 11, die das Zugseil 12 aufnimmt und fasst, mit dem die einzelnen Rohre herangezogen werden. Das Zugseil 12 erstreckt sich durch die bereits verlegten Rohre und endet in einer Schlaufe 13, durch die ein Balken 14 gesteckt wird, der an das heranzuziehende Rohr gelegt wird.
Ausserhalb des Grabens oder der Baugrube 1 ist ein Hydroaggregat 15 aufgestellt. Es besteht aus einem Rah men 16, auf dem alle für die Beaufschlagung des Hydro- zylinders 9 und der hydraulischen Seilklemme 11 mit Drucköl notwendigen Geräte angeordnet sind. Diese be- stehen aus einem COlbehälter <B>17,</B> einer Hydropumpe 18 und weiterem, nicht dargestelltem Zubehör, wie Venti len, Rohrleitungen, Filter etc. In der Zeichnung ist eine Handpumpe dargestellt, deren Betätigungshebel 19 von dem auf dem Sitz 20 sitzenden Bedienungsmann bedient werden kann.
Von der Hydropumpe 18 geht eine Leitung 21 zum Hydrozylinder 9, die eine Abzweigung zur Seilklemme 11 aufweist. Eine zweite Leitung 23 von der Hydro- pumpe 18 zum Hydrozylinder 9 weist eine Abzweigung 24 zur Seilklemme 11 auf.
Zwischen der Kolbenstange 10 und der hydrauli- schen Seilklemme 11 ist eine nicht sichtbare Aussparung angeordnet, durch die das von der Seilldemme 11 ge- fasste Seil herausgeführt werden kann.
Das Verlegen von Rohren mit Hilfe der Vorrichtung gemäss der Erfindung geht wie folgt vor sich: Ist das letzte Rohr 4 in die Muffe eingeführt, nivel liert und mit Beton untermauert, wird ein weiteres Rohr, beispielsweise durch einen Fahrkran, in die Baugrube unmittelbar vor das zuletzt verlegte Rohr herabgelassen. Hierauf wird über Leitung 23 der Hydrozylinder 9 be- aufschlagt, so dass der Kolben und die Kolbenstange 10 herausgefahren werden.
Durch die Abzweigung 24 wird weiter die Seilklemme 11 in dem Sinne beaufschlagt, dass die Klemmeinrichtung für das Seil 12 gelöst wird. Nun wird das Seil 12 durch das zuletzt in die Baugrube gebrachte Rohr hindurchgezogen und mit Hilfe des in die Schlaufe 13 gesteckten Balkens für das Heranziehen an die bereits verlegte Leitung vorbereitet.
Nun wird die Hydropumpe 18 umgeschaltet, so dass sie Drucköl über die Leitung 21 in den Hydrozylinder 9 fördert und gleichzeitig auch über die Abzweigung 22 die hydrau lische Seilklemme beaufschlagt. Der sich hierbei auf bauende Druck schliesst die hydraulische Seilklemme 11 und beginnt den Kolben in entgegengesetzter Richtung zu bewegen.
Dadurch wird das Rohr an die bereits ver legte Rohrleitung herangezogen und die aus meistens zwei Mann bestehende Bedienung sorgt dafür, dass das Rohr in der richtigen Lage durch den Kolben des Hy drozylinders 9 an die bereits verlegte Rohrleitung heran gezogen wird. Zuletzt wird das Rohr in die Muffe ein gefädelt, in die bereits auch die Dichtung eingelegt wor den ist und das Rohr in die endgültige Lage gebracht. Hierauf erfolgt die Untermauerung des Rohres mit Be ton, womit die Verlegung des Rohres beendet ist.
Es wird nun ein weiteres Rohr in die Baugrube herabge lassen und das Heranholen desselben mit Hilfe des dop pelt wirkenden Hydrozylinders 9 und der an der Kol benstange angeordneten hydraulischen Seilklemme 11 wiederholt.
Mit Hilfe der Vorrichtung gemäss der Erfindung wird das Verlegen von Rohrleitungen stark vereinfacht. Für das Heranholen der Rohre ist der das Hydroaggre- gat bedienende Bedienungsmann ausreichend. In diesem Fall ist es zweckmässig, das Zugseil in der Nähe des Hydroaggregats zu lagern, damit der Bedienungsmann des Hydroaggregats bei Fortschreiten der Verlegung das Seil jeweils freigeben kann.
In der Grube halten sich, wie bereits erwähnt, zwei Mann auf, die das Rich ten des Rohres und nach Einfädeln desselben die Unter mauerung mit Beton übernehmen. Die Einsparung be trägt somit wenigstens zwei Mann. Dazu kommt ein ge- ringerer Ver's.akleiss, da das Hydroaggregat und der Hydrozylinder momentane überlastungen ohne Bruch überstehen.
Wesentlich trägt jedoch zur raschen Arbeits- weise die hydraulische Seilklemme bei, die mit dem Hy drozylinder parallel geschaltet ist, und zwar in der Weise, dass bei Leerhub des Hydrozylinders die hydraulische Seilldemme gelöst und bei Arbeitshub die hydraulische Seilldemme gespannt wird. Die hydraulische Parallel schaltung der beiden Geräte bewirkt in einfachster Weise, dass das Spannen und Entlasten im richtigen Zeitpunkt erfolgt.
Dadurch, dass das Seil durch die zwischen hydraulischer Seilklemme und der Kolben stange angeordneten Aussparung hindurchgeführt wird, erreicht man, dass das Anpassen des Zugseiles an die laufend ändernde Länge desselben ebenfalls in einfach ster Weise vorgenommen werden kann.