CH463220A - Federbelastetes Ventil - Google Patents
Federbelastetes VentilInfo
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Description
Federbelastetes Ventil Die Erfindung bezieht sich auf ein federbelastetes Ventil, dessen Aufgabe es ist, den Rückfluss eines flüs sigen oder gasförmigen Mediums in einer Leitung ent gegen der normalen Strömungsrichtung zuverlässig zu verhindern. Dazu ist es erforderlich, dass das Ventil auf die beim Nachlassen oder gar Aufhören der nor malen Strömung eintretende Änderung der Druckver hältnisse möglichst schnell durch seinen Schliessvor- gang reagiert. Ausserdem ist es erwünscht, dass das Ventil im öffnungszustand dem durchfliessenden Medium einen möglichst geringen Widerstand bietet und wenig Druckverlust verursacht.
Absperrorgane in Form schwenkbarer Klappen oder axial verschiebbarer Ventilkegel sind an sich be kannt. Letztere sind zwar, insbesondere bei Ausbildung als rotationssymmetrische Körper, hinsichtlich des Druckverlustes günstiger. Aber auch dann war zum Einbau und Ausbau des Ventilkörpers und gegebenen falls noch anderer Teile ein geteiltes Gehäuse oder mindestens eine genügend grosse seitliche Öffnung mit abnehmbar befestigtem Deckel notwendig.
Um in herstellungs-, montage- und betriebsmässi- ger Hinsicht eine noch vorteilhaftere Lösung zu schaf fen, sieht die Erfindung vor, dass der grösste Aussen durchmesser des Ventilkörpers etwas kleiner als die Nennweite des einteiligen Ventilgehäuses ist und dass zum Abdichten gegen eine erweiterte Gehäuseinnenflä- che ein den Ventilkörper abnehmbar umgebender, ver formbarer Dichtungskörper dient.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeich nung in zwei Ausführungsformen beispielsweise darge stellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Rückflusssperre im Längsschnitt durch das Ventilgehäuse, Fig.2 einen Querschnitt durch das Ventilgehäuse gemäss der Linie 11-II der Fig. 1 und Fig. 3 ein Doppelsitz-Schnellschlussventil mit Zwi schenentlüftung im Längsschnitt durch das Ventilge häuse und das Antriebsorgan.
Bei der ersten Ausführung (Fig. 1 und 2) befinden sich in einem einteiligen Ventilgehäuse 1, das mit sei nen beiderseitigen Flanschen 2, 3 zwischen anschlies- sende Abschnitte einer Druckleitung eingebaut zu wer den bestimmt ist, ein etwa halbhohlkugelförmiger Ven tilkörper 4 aus Metall und ein denselben auf seiner konvexen Aussenseite umgebender Dichtungskörper 5 aus elastischem Werkstoff. Beide Körper 4, 5 sind auf einer zentralen Führungsstange 6 mittels einer Mutter 7 und einer entsprechend gekrümmten Unterlegscheibe 8 gegen einen Bund 9 und damit auch gegeneinander verspannt.
Die Führungsstange 6 ist an dem etwas über die Mutter 7 hinausragenden Ende an einem Hebel 10 angelenkt, der seinerseits im Ventilgehäuse 1 schwenk bar gelagert ist. In der Nähe ihres entgegengesetzten Endes ist die Führungsstange 6 in einem Pendellager 11 mit walzenförmig gekrümmten Flächen längsver schiebbar geführt, wobei ihre Richtung sich entspre chend der Schwenkbewegung des Hebels 10 etwas ändert.
Das Lagergehäuse 12 ist in der Durchgangsachse des Ventilgehäuses 1 ortsfest angeordnet. An diesem Ende der Führungsstange 6 befindet sich ein abnehm barer Anschlag 13.
Eine Druckfeder 14 stützt sich einerseits gegen das Lagergehäuse 12, andererseits über den Bund 9 der Führungsstange 6 gegen den Ventilkörper 4 und den Dichtungskörper 5 ab, wodurch der letztere gemäss Fig. 1 in der Schliesslage mit einer über den grössten Aussendurchmesser des Ventilkörpers 4 hinausragen den Ringfläche gegen eine entsprechend erweiterte In nenfläche des Ventilgehäuses 1 anliegt.
Als Rückflusssperre wird ein derartiges Ventil nor malerweise durch den in Pfeilrichtung A wirkenden Druck des durch die Leitung und das Ventilgehäuse 1 strömenden Mediums entgegen der Kraft der Feder 14 bis in die strichpunktiert angedeutete Offenlage ver schoben. Sobald dieser Druck aus irgendeinem Grund, z. B. durch ein Leck in dem auf der Zuströmseite lie- genden Leitungsabschnitt, nachlässt oder ganz aufhört, wirkt sich die erhöhte Spannkraft der Feder 14 im Sinne eines sofortigen automatischen Schliessens des Ventils aus.
Dadurch wird ein Wasserschlag o. dgl. vermieden.
Der Schliessdruck und damit der spezifische Druck auf die Dichtungsringfläche können allerdings je nach dem jetzt herrschenden Druckunterschied auf beiden Ventilseiten so gross werden, dass der Dichtungskörper 5 in dem betreffenden Bereich zu stark verformt oder gar zerstört wird.
Deshalb wird nach der ersten Berüh rung des Dichtungskörpers 5 mit dem Ventilgehäuse 1 nur eine ganz bestimmte weitere Verschiebung der Führungsstange 6 zugelassen und dann. jeder weitere Schliessdruck von dem Anschlag 13 aufgenommen und über das Lagergehäuse 12 in das Ventilgehäuse 1 ab geleitet.
Das Pendellager 11 ermöglicht ein beim Verschie ben der Führungsstange 6 durch die Schwenkbewegung des Hebels 10 verursachtes geringfügiges seitliches Auslenken. Der Hauptvorteil der neuen Ventilbauart besteht aber neben dem durch die Formen des Ventil körpers 4, des Dichtungskörpers 5 und des Ventilge häuses 1 erreichten geringen Druckverlust in der Mög- lichkeit, den Ventilkörper und den Dichtungskörper, letzteren in elastisch etwas verformtem Zustand,
von der einen Flanschseite her in das Ventilgehäuse 1 hin einzubringen und dort in einfacher Weise auf der Füh rungsstange 6 zu montieren. Dadurch lässt sich das Ventilgehäuse als einteiliger Gusskörper und ohne seit liche Montageöffnung herstellen.
Bei der zweiten Ausführung (Fig. 3) als Doppelsitz Schnellschlussventil mit Zwischenentlüftung sind in dem Ventilgehäuse 15, das wieder mit seinen beidersei tigen Flanschen 16, 17 zwischen anschliessende Ab- schnitte einer Leitung, z. B. einer Brenngasleitung, ein gebaut zu werden bestimmt ist, zwei Ventilkörper 18, 19 in der Gehäusedurchgangsachse hintereinander an geordnet.
Diese Ventilkörper aus Metall und die ihnen zugeordneten Dichtungskörper 20, 21 aus elastischem Werkstoff sind ebenso wie die entsprechenden Körper 4 bzw. 5 der ersten Ausführung ausgebildet. Dasselbe trifft auf die Grösse der Ventilkörper und der Dich tungskörper mit Bezug auf den der Nennweite der an- schliessenden Leitung entsprechenden geringsten In nendurchmesser des Ventilgehäuses 15 zu.
Jeder etwa halbhohlkugelförmig ausgebildete Ven tilkörper 18, 19 ist zusammen mit dem gegen seine konvexe Aussenseite anliegenden Dichtungskörper 20, 21 auf einer besonderen Führungsstange 22 bzw.
23 festgespannt angeordnet, die beide an ihrem äusseren Ende in einer gegenüber dem Ventilgehäuse 15 ortsfe sten Führung verschiebbar sind und an ihrem inneren Ende relativ zueinander verschiebbar ineinandergrei- fen. Dazu ist die eine Führungsstange 22 in dem be treffenden Bereich hülsenförmig ausgebildet und um gibt dort eine Druckfeder 24, die sich einerseits gegen die innere Begrenzung des Hohlraumes und anderer seits gegen die Stirnseite der anderen Führungsstange 23 abstützt.
Der letzteren ist ebenfalls eine im Schliessinne wir kende Druckfeder 25 zugeordnet, die sich einerseits gegen die Innenseite des Ventilkörpers 19 und anderer seits gegen die ortsfeste Führung abstützt.
Als Betätigungsorgan für dieses Doppelventil dient ein zweiarmiger Hebel 26, der im Ventilgehäuse 15 schwenkbar gelagert und aus demselben mittels eines einerseits mit diesem Gehäuse, andererseits mit ihm selbst abdichtend verbundenen Metall-Faltenbalges 27 stopfbuchsfrei herausgeführt ist.
Ausserhalb des Ventil gehäuses 15 ist ein zweiter, mit seinen Enden in glei cher Weise abdichtender Faltenbalg 28 angeordnet, der zum Schutz der Innenseite des ersten Faltenbalges ge gen Verunreinigungen und sonstige Fremdkörper dient.
Der Hebel 26 greift am inneren Ende gabelförmig in eine Kulisse der hülsenförmigen Führungsstange 22 ein, während sein äusseres Ende an einer mit einer Membrane 29 verbundenen Stange 30 angelenkt ist. Diese in einem geschlossenen Gehäuse 31 eingespannte Membrane dient als Antriebsorgan, indem der auf ihrer einen Seite liegende Innenraum mittels eines z. B. elektromagnetisch gesteuerten Dreiwegeschiebers 32 wahlweise be- und entlüftet wird. In der dargestellten Betriebslage ist der gesteuerte Innenraum des Mem- brangehäuses 31 entlüftet.
Dabei wird der Schliess druck durch die Federn 24, 25 ausgeübt. Gleichzeitig ist der zwischen beiden Ventilkörpern liegende Raum des Ventilgehäuses 15 mittels eines dort angeschlosse nen, ebenfalls z. B. elektromagnetisch gesteuerten Zweiwegeschiebers 33 entlüftet.
Am äusseren Ende des Hebels 26 befindet sich ein Fortsatz 34, der in den Endlagen des Hebels und damit der Ventilkörper. 18, 19 je ein Kontaktpendel 35, 36 von Endlagenschaltern 37, 38 betätigt, wodurch die Schliess- bzw. die Offenlage des ganzen Ventiles an einem Anzeigegerät sichtbar gemacht werden kann.
Beim Öffnungsvorgang wirkt sich das Verschwen- ken des Hebels 26 zunächst nur auf den mit der hül- senförmigen Führungsstange 23 verbundenen Ventil körper 18 aus, wodurch bei gleichzeitigem Schliessen des Zweiwegeschiebers 33 die Entlüftung des Zwi schenraumes des Ventilgehäuses 15 geschlossen wird. Nach Beseitigung des Spieles 39 zwischen den beiden Führungsstangen 23, 24 wird auch der andere Ventil körper 19 formschlüssig geöffnet.
Wie gross die vom Hebel 26 mit überwindung der Schliesskräfte der Federn 24, 25 ausgeübte öffnungskraft sein muss, hängt jeweils von der Höhe des von der Zuströmseite (Pfeilrichtung B) her mitwirkenden Druckes des Medi ums ab.
Auch für diese Ausführung gelten im wesentlichen die gleichen Vorteile wie für die erste Ausführung. Hinzu kommt die vorteilhafte Anordnung und Abdich tung des Betätigungshebels 26. Statt der Membrane 29 kann als Antriebselement auch ein entsprechend ge steuerter Kolben oder ein direkt auf die Stange 30 ein wirkender Elektromagnet vorgesehen sein; im letzteren Falle erübrigen sich deZ Steuerschieber 32 und die zugehörige Druckmittelleitung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Federbelastetes Ventil mit mindestens einem rota tionssymmetrischen Ventilkörper, dadurch gekenn- zeichnet, dass der grösste Aussendurchmesser des Ven tilkörpers etwas kleiner ist als die Nennweite des ein teiligen Ventilgehäuses und dass zum Abdichten gegen eine erweiterte Gehäuseinnenfläche ein den Ventilkör per abnehmbar umgebender, verformbarer Dichtungs körper dient. UNTERANSPRÜCHE 1. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ventilkörper etwa halbkugelförmig ausgebildet ist. 2.Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der aus elastischem Werkstoff beste hende Dichtungskörper eine dem Ventilkörper im wesentlichen entsprechende Form hat und im einge bauten Zustand mit seiner konkaven Innenseite gegen die konvexe Aussenseite des Ventilkörpers anliegt. 3. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ventilkörper und der Dichtungskör per auf einer zentralen Führungsstange angeordnet sind, die an einem Ende an einem im Ventilgehäuse schwenkbar gelagerten Hebel angelenkt und in der Nähe des anderen Endes in einem in der Durchgangs achse des Ventilgehäuses angeordneten Pendellager verschiebbar geführt ist.4. Ventil nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schliessdruck des Dichtungskörpers nach oben durch einen Anschlag an dem auf der Aus senseite des Pendellagers liegenden Ende der Füh rungsstange begrenzt ist. 5. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei Ventilkörper (18, 19) mit zugehöri gen Dichtungskörpern (20, 21) axial hintereinander auf getrennten Führungsstangen (22, 23) angeordnet sind, die in begrenztem Masse relativ zueinander längsver schiebbar, durch im Schliessinne der Ventilkörper wirksame Federn (24, 25) kraftschlüssig miteinander verbunden und mit einem gemeinsamen vorzugsweise in Form eines doppelarmigen Hebels (26) ausgebilde ten Betätigungsorgan ausgerüstet sind. 6.Ventil nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der als Betätigungsorgan für das Doppel- sitz-Schnellschlussventil dienende Hebel (26) im Ven tilgehäuse (15) um eine quer zur Hubrichtung des Ven tils verlaufende Mittellage schwenkbar gelagert und durch einen einerseits mit dem Ventilgehäuse, anderer seits mit ihm selbst abdichtend verbundenen Faltenbalg (27) stopfbuchsfrei aus dem Ventilgehäuse herausge führt ist. 7.Ventil nach Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (26) an seinem ausser- halb des Ventilgehäuses (15) liegenden Ende mit einem im Sinne wechselseitiger Betätigung des Doppelsitz- Schnellschlussventils schaltbaren Antriebselement (29) verbunden ist. B. Ventil nach Unteransprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum zwischen den Dich tungskörpern (20, 21) entlüftbar ist, um ein Eindringen von Medium in die abzusperrende Leitung auszu- schliessen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ0033366 | 1967-04-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH463220A true CH463220A (de) | 1968-09-30 |
Family
ID=7204740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH250068A CH463220A (de) | 1967-04-03 | 1968-02-21 | Federbelastetes Ventil |
Country Status (4)
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| CH (1) | CH463220A (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0598233A1 (de) * | 1992-11-19 | 1994-05-25 | F.A. Sening Gmbh | Gas- oder Flüssigkeitsventil, insbesondere an einem Tankwagen, sowie ein Montageverfahren |
-
1967
- 1967-10-19 BE BE705385D patent/BE705385A/xx unknown
- 1967-10-27 LU LU54760D patent/LU54760A1/xx unknown
-
1968
- 1968-01-12 NL NL6800523A patent/NL6800523A/xx unknown
- 1968-02-21 CH CH250068A patent/CH463220A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| EP0598233A1 (de) * | 1992-11-19 | 1994-05-25 | F.A. Sening Gmbh | Gas- oder Flüssigkeitsventil, insbesondere an einem Tankwagen, sowie ein Montageverfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE705385A (de) | 1968-03-01 |
| NL6800523A (de) | 1968-10-04 |
| LU54760A1 (de) | 1968-01-29 |
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